Erfahrung mit Styrodurplatten?

  • Moin Moin.
    Ich Plane gerade meinen Anlagenunterbau und habe noch aus einer Baustelle 40 Styrodurplatten über ,stärke 2 cm.Ich habe den Unterbau sonst mit 16 mm Spanplatten ausgeführt und kam auf die Idee diesen mit Styrodur diesmal zu machen.
    Bei einer entsprechenden Querverstrebung mit Dachlatten müsste das doch auch gehen, und eine wirkungsvolle Geräuschdämmung müsste dabei auch rauskommen.Meine Frage. wer hat schon mal Styrodur als Unterbau verwendet und welche Erfahrung habt Ihr damit gemacht.
    Gruß Hein ?(

  • Hallo Hein,



    da Du genau wie viele andere, mich eingeschlossen, von einer kleineren Spurweite kommst, muss man sich
    erst an die neuen Dimensionen und Eigenschaften der Spur Null gewöhnen.


    Da Hamburg wohl von Dir nicht soweit weg ist, würde ich an Deiner Stelle versuchen mit einigen Usern aus Hamburg in Kontakt zu treten, Stammtisch...etc. Als Neuling hat man zu Recht sehr viele Fragen, glaub mir in einer netten Runde oder bei einem Besuch eines schon bauenden Nullers im Keller oder Dachboden wird Dir bestimmt geholfen.


    Auch wenn ich jetzt bestimmt Haue von einigen bekomme...bei Verwendung von Spanplatten stellen sich bei mir immer die Nackenhaare auf....


    Man kann sie sicherlich verwenden, wenn man z.B. ein Untergestell aus Metallregalprofilen mit einem sehr kleinen Rasterabstand nimmt....Tischler- oder Sperholzplatten währen aber sinniger.



    Auch ist eine Verwendung von Styrodur möglich, meist wird aber dann die Trasse in Holz ausgeführt und die Landschaft dann mit besagten Platten ausgefüllt (bei Modulen z.B.). Gut es gibt auch Modellbahner die führen den gesamten Unterbau mit diesen Platten aus...kein Kommentar...ich würde es jedenfalls nicht dort einsetzen wo Gleise liegen, jedenfalls nicht mit nur ein paar Latten darunter...auf einer Fläche verklebt würde die Sache dann auch schon etwas anders aussehen.


    Wenn es übrigens Dein "allein" bewohntes Haus ist, würde ich mir über die Geräuchsdämmung nicht so viele Sorgen machen. In Null bei Deiner Kellergröße wirst Du sicherlich nicht zig Züge so wie in HO gleichzeitig "kreisen" lassen. Einen schnell durchrauschenden ICE wirst Du ja auch wohl kaum fahren lassen oder ? ;)


    Besuche bei Fahrtreffen helfen einem übrigens auch weiter. Ich habe persönlich dort nur positive Erfahrungen sammeln können...viele nette Nuller die einem gute Tipps geben konnten. Einfach mal ansprechen die Leute...oder anschreiben...



    Gruß
    Stefan

  • Hallo Hein,
    Styrdurplatten als Unterbau für Gleise,laß es sein.
    Das rollende Nullmaterial hat ein "hohes Gewicht"
    und drückt auf das Material.Nach einiger Zeit gehen
    auch die Weichmacher aus dem Styrodur und Du
    bekommst Gleisverwerfungen hoch Drei!Meinen
    ersten Modulbahnhof "Spatzenhausen" hatte ich mit
    30mm Styrdurplatten gebaut!Meine Erfahrung kannst
    Du im EK Heft 11/2006 nachlesen.
    Ich baue meine Module mit 10mm Pappelsperrholz
    und verzichte auf Geräuschdämmung!Bis jetzt hat
    sich niemand über den "Lärm"beschwert.
    Höre auf den Rat von Apollo und informiere Dich
    in deinem Modellbahnumfeld.So vermeidest Du
    viel Lehrgeld!
    MfG,
    Peter Jung

  • Hallo Hein,


    ich habe auf zwei Null-Segmenten (100 x 60) als Unterbau eine 30 mm Styrodurplatte in Holzrahmen (IMT) geleimt und mit einer hölzernen Querstrebe unten mittig abgestützt. Meine Gleistrassen bestehen ebenfalls aus diesem Material.


    Ich habe keinerlei negative Erfahrungen, im Gegenteil.

  • Hallo Hein,


    ich habe auf zwei Null-Segmenten (100 x 60) als Unterbau eine 30 mm Styrodurplatte in Holzrahmen (IMT) geleimt und mit einer hölzernen Querstrebe unten mittig abgestützt. Meine Gleistrassen bestehen ebenfalls aus diesem Material.


    Ich habe keinerlei negative Erfahrungen, im Gegenteil.


    Hallo Hein,


    ich habe auf zwei Null-Segmenten (100 x 60) als Unterbau eine 30 mm Styrodurplatte in Holzrahmen (IMT) geleimt und mit einer hölzernen Querstrebe unten mittig abgestützt. Meine Gleistrassen bestehen ebenfalls aus diesem Material.


    Ich habe keinerlei negative Erfahrungen, im Gegenteil.


    Hallo HAJO Hallo Peter
    Für die Antworten erstmal schönen Dank.Jetzt habe ich zwei Aussagen aber immer noch keine Entscheidung.Ich werde mal ein Probestück mit 2x2cm Platten bauen und dieses beschweren.Ich bin sonst ein Holzfan aber Sperrholz ist auch verdammt teuer.Von Spanplatten wurde ja abgeraten, obwohl ich bei meiner HO Bahn bis jetzt keine schlechten Erfahrungen gemacht habe.Eine Frage hab ich noch . Was für ein Material verwendet Ihr für die Gleisauflage (Kork oder Kautschukauflage ) ? ?(

  • Hallo Hein,


    aus Styrodur ist bei mir nur das Wasser im Hafenbecken (ist nicht so flüssig :D ), ansonsten ist mir ein Holzunterbau lieber, allein schon deshalb, weil ich damit leichter Steigungen darstellen kann (ich baue ja schließlich keine Watt-Anlage :) ). Als Gleisauflage benutze ich Woodland-Scenics-Roadbed (eine besondere Schaumstoffart, die man auch gut in Kurven gelegt bekommt) - auf meiner alten HO-Anlage liegt das Zeug jetzt schon seit über zehn Jahren und zeigt noch keine Alterserscheinungen.


    Tschüß
    Utz

    My Private Idaho - die Camas Prairie Railroad

  • Hallo Hein,


    aus Styrodur ist bei mir nur das Wasser im Hafenbecken (ist nicht so flüssig :D ), ansonsten ist mir ein Holzunterbau lieber, allein schon deshalb, weil ich damit leichter Steigungen darstellen kann (ich baue ja schließlich keine Watt-Anlage :) ). Als Gleisauflage benutze ich Woodland-Scenics-Roadbed (eine besondere Schaumstoffart, die man auch gut in Kurven gelegt bekommt) - auf meiner alten HO-Anlage liegt das Zeug jetzt schon seit über zehn Jahren und zeigt noch keine Alterserscheinungen.


    Tschüß
    Utz


    Hallo Utz.
    Mit den Steigungen hast Du natürlich recht, habe garnicht daran gedacht.Also bleibe ich wohl doch bei Holz.
    Gruß Hein :rolleyes:

  • Hallo Hein,


    Styrodur dämpft nicht wirklich, das kannst du gut testen, in dem du auf eine Platte klopfst, ich habe 20mm Platten neben dem Gleis in meinen Modulen verbaut. Ich habe dies irgendwann schon einmal erklärt, ein Modul oder Rahmen wirkt wie ein Schallkörper, wenn man den, wie wir, oben schließt und Bewegung darauf bringt, sei es durch Klopfen oder wenn eine Lok darüber fährt, geht der Schall nach unten weg, kannst du dir wie bei einer Trommel vorstellen. Du musst das Gleis von der "Trommel" isolieren, was natürlich nicht wirklich komplett geht, weil du immer eine Verbindung zwischen dem Gleis und der "Trommel" hast. Ob dies nun über diverse Tristtschallplatten, spezielle Kleber, ... geschieht ist egal, da hat jeder so seine eigene Meinung dazu. Ich habe früher im H0 Bereich gerne Zellkautschuk als Trennung verwendet. Zellkautschuk kennt man von Neoprenanzügen, dämmt sehr gut und lässt sich auch super verarbeiten, selbst auf Radien. Dieses Material bekommt man in unterschiedlichen Stärken und Größen, ich verwendete damals 2mm, dass ich als Rollenware 1m x 5m kaufte, für Spur0 würde ich 4mm nehmen. Wenn du mal im Internet suchst, findest du sicherlich genug Hersteller die diese Matten verkaufen, ich habe meine damals hier gekauft: Gummishop24.de Ich muss mal ein wenig kramen, dann finde ich sicherlich noch Fotos von meiner H0 Anlage im Aufbau


    Gruß,
    Wolfgang


    Edit: Materialstärke


    Hier habe ich mal 2 Fotos mit dem Material:

    Edited once, last by mucho ().


  • Nein gar nicht, versuche mal einen 4mm Neoprenanzug zusammenzudrücken, da braucht man schon ein wenig Kraft, diese wird aber sicherlich NIE von einer Lok oder Wagen erreicht. Es macht natürlich Sinn, das Bett so breit zu machen, dass auch der Schotter keine Verbindung mit dem Holz hat, sondern nur mit dem Zellkautschuk, dann gibt es eine komplette Trennung zwischen dem Gleis und dem Rahmen/Gestell, ...

  • Hallo Hein.


    durch die flächendeckende Verlegung von Styro und Teppich sollen "Geräuchbrücken", die durch Schotter und sonstiger Landschaftbau mit Kontakt zu Holz entstehen, eingedämmt werden. Auf dieser Basis ist die Gleisunterlage fast egal. Ich habe Dämmplatten aus dem Baumarkt benutzt.



    Sooo, leg los und zeige paar Fotos :)


    BERT


  • Hallo Bert
    Vielen Dank für die Infos.Ich weis das ich nerve mit dem Tehma, aber Fotos kann ich erst gegen Weihnachten schicken wenn ich mit dem Bau begonnen und forgeschritten bin.Trotzdem vielen Dank, es sind momentan wichtige Entscheidungshilfen für mich.
    Gruß Hein

  • Hallo,


    ich kann für die Spur Null immerwieder nur Antiruschmatten aus Gummi, wie sie bei der Beladung von LKW´s verwendet werden.
    - Druckfest
    - hohes Eigengewicht
    - in verschiedenen Stärken erhältlich


    Gruß Dirk

  • Hallo zusammen!


    Zellkautschuk ist sicher auch ein interessantes Material als Unterlage für Gleise. Ein gute Alternative kann auch die Antirutschmatte sein.
    Ich finde, dass hauptsächlich zwei Eigenschaften des Grundmaterials massgeblich sind:
    1. Eigendämmung des Materials (je höher, umso besser die Entkopplung vom "Trommelkörper" bzw. Grundplatte/Trassenbrett bei gleicher Materialstärke)
    2. Wasserundurchlässigkeit (ein Muss, damit der getrocknete Leim beim Schottern keine feste (Schall-)brücke zwischen Gleis und Grundplatte/Trassenbrett bildet)


    Wie schaut das nun aus bei den o.g. Materialien?


    Ich habe mit beiden noch nicht gearbeitet, hätte aber bei der Antirutschmatte die Bedenken, dass durch die zusammengefügten "Gummikrümel" ein dünnflüssiger Schotterkleber durchfliessen und somit eine Schallbrücke bilden könnte. Oder es wird zumindest ein Teil des Volumes der Antirutschmatte durch Verklebung für die Dämmung deaktiviert.
    Andererseits ist doch die Antirutschmatte spezifisch schwerer und müsste somit aufgrund höherer Masse die bessere Dämpfung haben.


    Wie seht ihr das?


    Beste Grüsse, Uli

  • Die Antirutschmatte ist sicher die bessere aber schwerer Alternative. Auf Grund der Ausführung in 2mm ist Sie gut für eine Art Sandwichbauweise gedacht...Meine Versuche in 0 waren überzeugend, da störte eher der Resonanzkörper Wagenkasten. Ich habe eine Grundplatte von 10 mm , welche einem Gitarrenkörper ähnelt, dann Antirutschmatte , 8 mm Sperrholz fürs Gleis und wieder Antirutschmatte----kompliziert aber extrem wirkungsvoll..


    Gruß Dirk

  • Hallo Hein,


    Styrodurplatten kannst Du bedenkenlos nehmen.!!
    Ich selber arbeite schon seit 20 Jahren damit und habe
    bisher noch keine schlechten Erfahrungen gemacht.
    Ich selber bin Tischler und müsste eigentlich Werbung
    für Holz machen nur in diesem Punkt ist Styrodur einfach
    Unschlagbar.


    Für mich ist es ein kostengünstiges Baumaterial
    und schlägt Holz um Längen. Denn zum einen ist ein Todes Material,
    hat keine Qwell und Schwind Eigenschaften so wie Holz.
    Dann ist die Tragfähigkeit ab 40mm Stärke sehr hoch und
    man kann es mit den einfachsten Werkzeugen bearbeitet.
    Selbst das übereinander Leimen in der Fläche mit Holzleim
    stellt kein Problem dar, und man brauch keine teuren Spezial Kleber.



    Da ich meine Anlage in Modulen baue, diese auch auf Ausstellung
    zeige ist an den Styrodurplatte noch nichts passiert und das seit
    15 Jahren.
    Es hat für mich den Vorteil das es leicht ist Geländestrukturen
    heraus zuarbeiten zb. Gleistrassen.
    Absperren kann man das dann noch mit einer dünnen Schicht Acryl-Dichtmasse, bevor geschottert wird.
    Laufgeräusche werden dadurch minimiert und ist dazu noch preiswert.
    Man sollte sich auch die frage stellen wie weit weil man diese Geräusche einstellen
    und was ist es einem Wert. Ich persönlich kaufe mir lieber einen schönen Wagoon, als das ich viel Geld ausgebe um den Lärmpegel von der Anlage verbanne. Es kann sogar nerviger sein ein oder zwei Loks
    mit Sound auf der Anlage zufahren.



    Low Buget das ist mein Konzept.



    Gruß von Lippstadt Nord
    Christian

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