Frage wegen Steigung

  • Hallo,


    habe eine frage an die Anlagenbauer unter euch.


    Da ich mit meinen Schattenbahnhof jetzt fertig bin, geht es in die 2. Etage hoch.
    Mir stehen 6,5 Meter zur Verfügung, um von 0 auf 190 mm zu kommen.


    Gefahren soll auf dieser Strecke mit folgen Fahrzeugen und Wagen.
    V 200, V 80, V 36, BR 24, BR 64, mit 8 - 10 Güterwagen und 3 - 4 Personenwagen.


    Werden diese Fahrzeuge die Steigung mit den Wagen schaffen ?


    Gruß Jürgen

  • Hallo,


    sind knapp 30 o/oo. Beim Vorbild noch normal für eine Strecke in den Mittelgebirgen. Wenn es das Vorbild schafft, warum dann die Modelle nicht? AusPlatzgründen habe ich eine Steilstrecke (>40 o/oo) von 45 o/oo und komme noch auf brauchbare Anhängelasten, d.h. die Personenwagen dürften für die V36 und V100 sowie die 64er kein Problem sein. Die Güterzüge sind eben wie beim Vorbild zur Not anzupassen.


    Gruß Wolfgang

  • Hi Jürgen,


    trotz aller Berechnungen, Mutmassungen, Fremdversuchen und Empfehlungen - das alles in Ehren, aber grau ist alle Theorie.


    Mache eigene Versuche auf eigenen Teststrecken unter DEINEN extremen Maximalbedingungen. Rauf ist übrigens nicht das Hauptproblem, runter muss der Zug ohne Nachgeschiebe und Ruckelei, verursacht durch das Gewicht des angehängten Zuges kommen ... erst dann iss gutt.

  • Guten Morgen,


    insgesamt gesehen halte, ich es wie Wolfgang Bayer:

    Wenn es das Vorbild schafft, warum dann die Modelle nicht?

    So gesehen ist ein Blick auf die Belastungstafeln der Vorbildfahrzeuge schon mal eine gute Orientierung!


    Der Vollständigkeit wegen möchte noch 6 Punkte anführen, die - abgesehen von der Zugkraft der jeweiligen Lok - deutlichen Einfluss auf die max. Anhängelast haben:
    1.) Radien: Der Rollwiederstand nimmt im Bogen deutlich zu
    2.) Laufeigenschaften der Waggons: Auch im Modell gibt es nicht nur "Gutläufer", sondern nach wie vor ausgesprochene "Schlechtläufer" mit hohem Eigenwiderstand.
    3.) Fahrzeuggewicht: Güterwaggons von Lenz sind beispielsweise deutlich schwerer als beispielsweise ähnliche Waggons von Brawa - wirkt sich in der Ebene praktisch nicht, auf Steigungen aber schon merklich aus.
    4.) Fahrzeuglänge (inbes. lange 2-achser): Durch den sog. Spießgang wird der Rollwiederstand in engen Kurven merklich erhöht
    5.) Kupplungsspiel (nur bei Originalkupplung): wenn die Waggons straff gekuppelt sind, erhöht das die Neigung zum Spießgang zusätzlich.
    6.) Gleiszustand: Beim Vorbild reduzieren z.B. Nässe und Laub den Haftwert, im Modellbetrieb Verölungen und Schmutz.


    Ich vermute, dass die V 200 Dein gesamtes Betriebsprogramm erfüllen wird, bei den übrigen Fahrzeugen bin ich mir da schon nicht mehr so sicher.
    ... und somit bleibt es bei:

    Mache eigene Versuche auf eigenen Teststrecken unter DEINEN extremen Maximalbedingungen.


    Viel Spaß und gutes Gelingen!
    Grüße aus Wien
    Martin

  • Hallo Jürgen,


    das meiste ist gesagt! Vielleicht hilft Dir die Zusammenfassung meiner Anlagenerfahrung:

    • Ich habe eine Steigung von 2,5 %. Darin Radien ab 150 cm...
    • Einige der genannten Fahrzeuge laufen bei mir auch. 8 - 10 Güterwagen (2-achsig, Lenz) sind bei vielen Fahrzeugen die obere Grenze. Eine Köf schafft etwa 4 Wagen... die V100 vielleicht 10, die BR 64 etwas mehr.
    • Wenn es Probleme mit zu langen (schweren) Zügen gibt, dann immer in den Kurven... vor allem, wenn der Schwung fehlt.

    Viel Erfolg,


    Gruß
    Thomas

  • Hallo,


    Danke für eure Antworten.


    Ja. die V 200 wird das wohl alles Schafen, die anderen muss ich dann sehen wie weit sie hinbekommen ohne das ich sie Überfordere. Radius habe ich nur einen viertel Lenz R2 am Anfang der Steigung, und zur Not kann ich am Ende von 50 cm verlängern.


    Gruß Jürgen

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