Aufbau eines EMA/Billerbahn VT 70.5

  • Hallo Jörg,


    ich werde schon Deinen Bau des VT weiter beobachten. Schließlich gehören VT zu den Fahrzeugen, welche ich besonders liebe. In N habe ich 13 verschiedene VT, angefangen vom kleinen Schweineschnäuzchen bis zum VT Bauart "Berlin", dem wohl modernsten DRG-Triebwagen.
    In 0 werde ich mir sicher auch mal einen VT bauen, jetzt läuft aber zurzeit noch ein anderes Projekt.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo werte Leser und Triebwagenliebhaber,


    danke erst einmal, dass Ihr bei diesem Thema bei der Stange bleibt und mich weiterhin mit so zahlreichen Tipps unterstützt.


    Mit 3 Fragenkomplexen muss ich mich heute an Euch wenden und setze auf Eure Fachkenntnisse!


    Frage 1: Gab es eine unterschiedliche Anordnung der Seitenteile der Führerstände?


    Meinem Bausatz liegen nur 3 vordere Seitenteile, zweimal rechts u. einmal links, mit 2 Fenstereinsätzen bei (siehe 1.Bild).


    Seitenteile mit nur 1 Fensterausschnitt sind zweimal vorhanden, einmal links u. einmal rechts, dass passt (siehe 2.Bild).


    1.1. Wie muss das Modell wirklich aussehen?


    In verschiedenen Publikationen (welche ich von freundlichen Mitlesern erhalten habe) ist das bisher für mich nicht eindeutig ersichtlich. In der MIBA erschien ein Artikel über den Test eines Märklin- Modelles, an dem am Triebwagen nur Seitenteile mit 1 Fensterscheibe an den Führerständen verbaut sind und die vorderen Seitenwände mit jeweils 2 Fenstern dem Beiwagen vorbehalten waren (siehe Bilder 3. u. 4.). Nun habe ich im bekannten Auktionskaufhaus schon mehrere Bilder von Biller-Bahn Bausätzen mit unterschiedlichen Inhalten gesehen. Aus der Baubeschreibung geht aber nicht hervor, für welche Variante der Bausatz vorgesehen war (Trieb-od. Beiwagen).


    Bei bisher allen im SNM- Forum veröffentlichten Modellen unterschieden sich die Seitenteile zwischen vorn und hinten. Auch gesehen bei dem Modell von Herrn Krapf, welches Jaques Timmermanns gebaut hat. Im 5. Bild ein Beispiel von Jürgen (der noergler), ich hoffe auf Deine Zustimmung das Bild zu zeigen. Anderes Beispiel zeigt ein Modell der Firma Krapp von Tim (Oldie) im Beitrag Nr.12!


    1.2. Wo ist eigentlich hinten und vorn?


    1.3. Kann man das an der Lage des Kühlers unter dem Rahmen festmachen oder an was sonst?


    Frage 2: Warum ist bei einigen Bausätzen auf nur einer Seite des großen Seitenteiles eine Sprosse am kleinen Fenster (siehe 6. Bild)?


    2.1. War da eine Toilette vorgesehen (eine sollte für diese Wagengröße genügen)?


    2.2. Warum haben meine Seitenteile diese Sprosse nicht?


    2.3. Wenn JA Toilette, dann eventuell nur im Triebfahrzeug?


    Frage 3: Waren im Triebwagen auf beiden Seiten eine Trennwand mit Durchgangstür vorhanden?


    3.1. Warum sind in der Bauanleitung (siehe 7.Bild) unterschiedliche Trennwände eingezeichnet?


    Ich hab nur eine Trennwand zur Verfügung und zwar die Version im 8. Bild, mit zurückgesetzter Tür.


    3.2. Hat einer von Euch noch die Version im 9. Bild zur Verfügung und kann mir eine bemaßte Skizze zusenden, damit ich dieses Bauteil nachbauen kann?


    Last but not least musste ich feststellen, dass die Steuerpulte im Führerstand ebenfalls fehlen.Nun kann man sich sicherlich ein Klötzchen Polystyrol nehmen und drauflos Schnitzen aber eine Skizze mit Maßangaben und dem Anstellwinkel würde dies einfacher gestalten. Oder hat jemand so ein Teil noch überflüssig? Gern auch im Tausch gegen die Bretterabdeckung des Säuretopfwagens!


    Ich hoffe, Ihr bleibt mir trotz des langen Textes treu und hoffe auf Eure Hilfe!


    Vielen Dank, es grüßt Euch Jörg

  • Hallo Jörg,


    ich hatte Dir doch einen Scann geschickt. Schaue Dir doch mal die Zeichnung an, dann beantworten sich Deine Fragen fast alle von allein.
    Der Kühler ist z. B. unter dem Führerstand, welcher Seitenfenster hat. Benötigst also zwei Teile mit Seitenfenster und zwei Teile ohne Seitenfenster.
    Was vorn und hinten am Triebwagen ist, geht aus der mir vorliegenden Literatur nicht hervor. Bei mehrteiligen Triebwagen könnte man es anhand der Fahrzeugnummer festlegen, geht aber bei ihm nicht. Also definiere es für Dich selbst.
    Auf der Dir vorliegenden Zeichnung befindet sich der Kühler unter dem linken Führerstand und wir schreiben von links nach rechts. Also vergib während der Bauphase dem linken Führerstand das "Vorn" und dem rechten das "Hinten".
    Damit weißt Du jetzt auch wo die Toilette ist, nämlich rechts hinter dem vorderen Führerstand mit den Seitenfenstern. Die rechte Seitenwand müsste demzufolge an dieser Stelle ein kleineres Fenster habe (Bild 6 unteres Teil). Bei den Toilettenfenstern ging das obere Drittel nach innen zu klappen. Die Quersprosse ist jedoch nicht Bündig mit der Außenhaut des Triebwages, sondern etwas zurück gesetzt.
    Der hintere Führerstand hat keine Seitenfenster.


    Das Märklin-Modell ist nicht Dein Triebwagen! Mit dem brauchst Du ihn nicht vergleichen. Der im Bild 3 von Dir gezeigte Triebwagen ist ein VT 75!


    Dieser Bausatz ist nur für eine Variante vorgesehen. Wie ich schon weiter oben schrieb, gab es keinen weiteren Triebwagen mit der gleichen Fensteraufteilung Deines Bausatzes.


    Er hatte zwei Zwischenwände mit Durchgang. (siehe Scann) Allerdings ist bei einer der Zwischenwände die Tür außermittig und als Drehtür. Bei der anderen Zwischenwand befindet sich eine Schiebetür genau mittig.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo Da fiel mir doch spontan meine Lebenspartnerin ein. Mein Mädel ist Optikerin. Aus Ihren Erzählung weiß ich so ein bisschen von Ihren Beruf.


    Der Optiker (wenn er denn noch selber schleift) tastet die Brillen heute per Computertechnik ab. Dazu wird der Innenrand der Brille abgetastet. Das müßte bei dem Führerstand


    vielleicht gehen,da der Automat den Brillensteg als Mitte annimmt und dann Rechts uns Links davon die Gläser ein misst (Augenabstand ). Für die anderen Scheiben müßte man


    Schablone anfertigen die der Automat dann abtastet. Dazu gab es vom Brillen Hersteller Plastikscheiben die als Verdrehsicherung mit Löchern versehen sind. Diese gibt es auch als


    Rohling zum Selberfeilen. Die Brillengläser wurden früher mit der Bröckelzange grob auf Form gebracht. Das Einzigte was wir hier und jetzt nicht Klären konnte, die Brillengläser


    werden auf Gummiprofen aufgespannt die jedoch für die immer gewölbten Brillengläser bestimmt sind.Die Frage ist ob die dünnen planen Scheiben das abkönnen.


    Ich würde zum Optiker meines Vertrauens gehen (sollte in unserem Alter eigentlich fast jeder haben) und mal Freundlich fragen.


    Gruß von Thomas vom MEC Tarp

  • Hallo VT-Freunde,
    falls Ihr meine Suchanfrage aufgrund des vielen Textes übersehen haben solltet, möchte ich diesen Thread noch einmal nach oben holen.


    Ich suche die im Bild gezeigte Zwischenwand für meinen Billerbahn VT.


    Wenn das Teil nicht verfügbar ist hilft mir auch eine bemaßte Skizze!
    Also, wer von Euch hat diesen Bausatz noch da und noch nicht zusammengebaut und kann mir eine Zeichnung oder ein Bild mit Maßangaben senden?


    Für die weitere Komplettierung suche ich noch die Führerstände/Armaturentafeln! Ein Bild oder Skizze mit Maßangaben hilft mir sehr weiter.
    Im anderen Fall müsste ich dieses Teil nach Gefühl reproduzieren. Ihr habt jetzt die Chance für meine richtige Umsetzung zu sorgen, damit ich nichts Vorbildwidriges erschaffe. ;)


    Es grüßt Euch Jörg

  • Nun ist der letzte Beitrag schon wieder fast einen Monat lang her. Ich möchte Euch weiterhin auf dem Laufenden zum Stand der Dinge halten.


    Mittlerweile wurden die großen Bauteile geputzt und die Reste der Gusshäute entfernt.


    Da ich hin- und hergerissen bin, was das Zusammenfügen der Teile angeht und mich zwischen Kleben und Löten entscheiden muss, habe ich mich um die Beschaffung einer Lehre bemüht. Ich habe mich bei „Fohrmann“ umgeschaut. Diese Art von Vorrichtung ist ja so in ihrer Anwendung vorrangig zum Fixieren beim Löten vorgesehen. Ich wollte einen Versuch unternehmen, eine preiswerte und nach meinen Erfordernissen anpassbare Lehre schaffen (Bilder 1-2). Die Tauglichkeit wird sich im Versuch und bei der Arbeit zeigen.


    Von „sb-modellbau“ habe ich die Mitteilung bekommen, dass das Fahrwerk fertiggestellt ist. Mit dem eigentlichen Zusammenbau habe ich absichtlich auf diesen Moment gewartet, um zu testen wie das Fahrwerk und der übrige Bausatz zusammenpassen wird.


    Weiterhin konnte ich in Haltern, bei Herrn Krapp, einige weitere Bauteile erwerben. U.a. welche die fehlen und einige, die wahrscheinlich nie vorgesehen waren. Bitte schaut Euch die Bilder 3 bis 5 an.


    Leider gibt es zur Fertigung der Fenstereinsätze noch nichts Neues zu berichten. Tja, ist halt schon Urlaubszeit und den freiwilligen Helfern sei die Freizeit gegönnt.
    Dafür konnte ich mittlerweile etwas Erfahrung im Lackieren mittels Airbrush gewinnen. Bisher habe ich mit den Color Life Farben von ELita lackiert und bin mit dem Ergebnis und der Anwendung ganz zufrieden. Gerade habe ich mir das Abdeckband in zwei verschiedenen Größen von Revell besorgt, um im nächsten Schritt das Herstellen von Zierstreifen zu probieren.


    Weiß jemand, ob die Firma Lenz auch die komplette Digitalausrüstung ihres VT´s, wie Decoder und Soundbaustein im Einzelverkauf abgibt. Von den Abmessungen könnte es ja eventuell passen. Wie sähe es mit dem Sound aus? Welchen bekomme ich, wenn ich mich für einen programmierbaren ESU Loksound entscheide?


    Mal schauen wie es weitergeht, ich werde dokumentieren und berichten.


    Viele Grüße
    Jörg

  • Hallo Jörg,


    Du müsstest als dekoder nur den Lenz Gold Plaus nehmen und den Dietz-Soundbaustein. Den bekommt man bestimmt direkt von Dietz mit dem richtigen Sound.


    Und einen Lautsprecher bekommst Du bestimmt auch von Dietz. Ich würde dort einfach mal anrufen.


    Bei Lenz telefonisch nachfragen könnte man sicher auch mal versuchen ...


    Gruß und weiter so!
    Habe den Beitrag eben abonniert :)


    Gruß
    Thoralf

  • Hallo Spur Null-Freunde,


    Nun ist der letzte Beitrag schon wieder fast zwei Monate lang her, ich hoffe das potenziert sich so nicht weiter! Ich möchte Euch weiterhin auf dem Laufenden zum Stand der Dinge halten und es hat sich in jedem Fall etwas getan, wenn der Sommer auch nur kleine Schritte zulässt.


    Mittlerweile ist das Fahrwerk von SB-Modellbau eingetroffen. Das gute Stück besitzt zwei Motoren, der Rahmen ist aus Messing gefräst. Etwas skeptisch bin ich über die Materialauswahl der Zahnräder und Schnecken. Mal sehen wie gut sich die beiden Motoren im Innenraum verstecken lassen und eine realistische Inneneinrichtung realisierbar ist. Als nächster Schritt soll das Lackieren der Räder erfolgen, der Silberglanz geht so gar nicht. Natürlich erfolgt dies mit meiner bisher liebsten Beilage aus dem SNM, der Radlackierschablone.


    Alle Weißgussbauteile bedürfen einer gründlichen Nacharbeit, sonst passt da weder etwas zusammen, noch lassen sich die einzelnen Wände im Winkel montieren. Dies kostete viel Zeit. Nachdem die erste Feile futsch war, folgte ich dem rat eines alten Feinmechanikers. Beim Feilen soll das Werkzeug mit Kreide eingerieben werden. Ich habe mir extra dafür bei TEDI Straßenkreide besorgt, jetzt geht es besser.


    Die ersten Seitenwände sind mittels UHU-Endfest 300 zusammengefügt. Bei leichter Erwärmung mittels Fön (bitte nicht über 100°C und immer schön die Temperatur kontrollieren) hält diese Verbindung bomben ä dauerhaft fest. Ich bin noch dem Gedanken einer Lötverbindung nachgehangen aber das scheint mir aktuell überflüssig zu sein zumal diese Ausführung nicht so sauber aussieht wie die Klebstoffverbindung.


    Aktuell beschäftige ich mich mit der besagten Herstellung der Fenstereinsätze. Bisher sieht das nicht so schlecht aus, jedoch gleicht keines dem anderen. Daraus folgend gleicht dies einer Einzelherstellung.


    Vorteil des SB-Antriebes ist die Verwindungssteifigkeit. Da die ursprünglich geteilte Original- Bodenplatte jetzt direkt am Rahmen des Antriebes befestigt wird, können alle Zweifel über den Verzug und das nachträgliche Verbiegen der Weißmetall-Bauteile beiseite gelegt werden. Die Öffnungen für die Räder des Antriebes müssen um einiges vergrößert werden (Bild 11 zeigt die Originalöffnung). Auch wenn es sich um einen weichen Werkstoff handelt, so hatte der Dremel (Proxxon) ganz schön zu drehen.


    Ich habe das Glück zwei Dächer zu besitzen. Jedoch weist eines recht große Lunker auf und das andere Dach ist krumm. Ich werde mich für das Richten des recht massiven Daches entscheiden. Sollte es missglücken, muss das andere herhalten und eine Spachtelorgie über sich ergehen lassen.


    Welchen Spachtel empfehlt Ihr für z.B. die winzigen Spalte an den Gehäuseecken? Gibt es etwas feines auf Einkomponentenbasis?


    Vom weiteren Verlauf werde ich Euch informieren, bis dahin viele Grüße


    Jörg

  • Hallo Jörg,


    wenn die Zahnräder nicht von Arnold oder Roco sind, dann brauchst Du Dir keine Gedanken machen. Plastzahnräder laufen schön ruhig, und die ich von SB-Modellbau in den N-Loks habe, leben auch nach vielen Kilometern Fahrt immer noch.


    Gruß
    Roland

  • Hallo Jörg,


    nachdem man seit fast einem Jahr nichts mehr von Deinem VT 70
    gehört (und gesehen) hat, wäre es doch interessant zu erfahren,
    wie weit das Projekt inzwischen gediehen ist.


    Grüße
    Arnold

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