[DB Regelspur] Nebenstrecken im Tal der Ihmse

  • Moin jbs,


    ja, mit Deinem Einwand hast Du Recht - ich beschrieb das Knotenpunktverfahren. Wenn es davor anders war, passt es ja viel besser zu Deiner Story! Ich müsste erst eine Quelle hervorholen, um dazu konkret was zu sagen - aber das geht aktuell nicht.


    Deswegen, wenn es nicht so sein sollte, nimm den zweiten Absatz von mir und alles ist gut! ;)


    Freundlicher Gruß

    EsPe

  • Hallo zusammen,


    hierzu eine kleine Ergänzung am praktischen Beispiel...



    Der Knotenpunkt Plochingen wird von Kornwestheim aus bedient. Mit Altmetalle Kaatsch, Hafen Plochingen, teilweise EnBW-Kohlekraftwerk, Stahl für Gnida in Nürtingen und anderen Kunden haben die dort eine ganze Menge zu tun. Es ist zwar durch die Schließung der Papierfabrik Oberlenningen weniger geworden, aber auch dort ist ein Schrotthändler der per Bahn bedient wird.


    Die sog. Plochinger Übergabe fährt von Kornwestheim bis Plochingen elektrisch. Dort hobelt die V90 alles zurecht und fährt es dann u.a. als weitere Übergabe nach Nürtingen zum Gnida oder in Richtung Oberlenningen zum Schrotthändler. In Plochingen selbst ist auch eine Stahldrahtbude, die bekommen da wohl auch was, in Altbach ein Kaff davor, erreichbar von Plochingen) auch die EnBW mit einem Kabellager. Starkstromkabel sollen dort in großen Mengen bisweilen auch per Bahn kommen, ansonsten auch Wagen für die Baulogistik.


    Wenn die Übergabe nun von X-Stadt nach Bad Großenfels elektrisch fährt, in Bad Großenfels [in Gedanken] 1/4 der Wagen in örtliche Anschlüsse kommt, vielleicht geht das ja noch mit einer Schattenstrecke hinter eine Halle oder so... der Rest dann wie beschrieben ins Tal der Ihmse durch V-Lok breit gefahren wird... Klingt erstmal logisch und umsetzbar, könnte im Original so gewesen sein.


    Viel Spass bei der Umsetzung... :)



    Viele Grüße

    Sebastian Woelk

  • Hallo Sebastian Woelk,


    danke für das Beispiel - gefragt war aber ein Ng, der unterwegs umgespannt werden soll und keine Üg, bei der das passieren soll.


    Aber es ist eigentlich egal, ob es ein Ng oder eine Üg ist - nur wir besserwisserischen Berufs-Eisenbahner differenzieren da (und werden dann, so wie es in diesem Forum üblich ist, dafür beschimpft). Für den Modellbahner sind beides Züge... ;)


    Gruß

    EsPe

  • Moin Sebastian und EsPe,

    danke und nene, der betriebsinteressierte Modellbahner will da schon unterscheiden zwischen Ng und Üg :) .


    Ab wann ist denn das Knotenpunktverfahren bei der DB eingeführt worden? Mein Spiel findet in den 1960er Jahren statt. Meinetwegen 1969.


    Im Knotenpunktverfahren würde ich dann Bad Großenfels als Knotenpunkt für Steinbrock, Höhenseen und X-Stadt deklarieren.

    Der Ng kommt mit BR55 vom Güterbahnhof (oder Knotenpunkt) Immburg nach Bad Großenfels.

    BR55 -> Bw und Wagen verteilen für lokale Ladestellen und die beiden Übergaben (zurück nach Steinbrock und Stecke nach Höhenseen bilden.

    Die Üg nach Steinbrock und Höhenseen erfolgt mit einer V60 wie bisher.

    Die Üg nach X-Stadt mit E44 oder so.

    Wenn die Übergaben irgendwann zurückkommen, passiert das gleiche Spiel nur umgekehrt. Die 55er kommt aus dem Bw und fährt den gerade gebildeten Ng zurück nach Immburg.

    Das Ganze passiert 2x am Tag.


    Noch etwas grob und wahrscheinlich wird es eng mit den Gleisen in Bad Großenfels, aber vom Prinzip?


    Viele Grüße,

    Johann

  • Gude,


    mal schnell im Web gegurgelt, findet man sofort heraus, dass das Knotenpunktsystem ab 1975 eingeführt wurde, und Einzelheiten dazu z.B. auch hier:

    Produktionssystem des Einzelwagenverkehrs

    Dies ist nur eine Unterseite einer interessanten größeren Abhandlung zu Mobilität und Verkehr:

    Forschungs-Informations-System für Mobilität und Verkehr


    PS: Als Suchbegriff habe ich DB Knotenpunktsystem eingegeben.

    Mit Gruß vom Nick

    Edited once, last by Nick: Nachtrag ().

  • Moin moin,

    in der Zwischenzeit bin ich zwar ein ganzes Stück weitergekommen, aber in Bezug auf die Elektrifizierungsfrage bin ich immer noch unschlüssig.


    Es geht ja darum, den Endbahnhof Bad Großenfels zum kombinierten End/Durchgangsbahnhof umzubauen und die Durchgangsstrecke dann ab hier inkl. der Gleise 2+3 mit Fahrdraht zu versehen.


    Das Problemchen besteht darin, dass ich "eigentlich" nur das Bahnsteiggleis 3 durchziehen kann ohne das Bahnhofsgebäude abzureißen und ein gigantisches Loch in die Kulisse zu reißen. Überholungs-, Kreuzungs- und Abstellgleise muss man sich dann im Off vorstellen (und werden dort auch funktional sein).



    Meine Frage an die Vorbildkenner unter uns: Hat es sowas schon mal gegeben bzw. ist das überhaupt vorstellbar (unabhängig von Elektrifizierung)?


    Danke und Grüße,

    Johann

  • Hi Johann,

    die Kombination von Stumpf- und Durchgangsgleisen gab es in vielen Personenbahnhöfen (z.B früher in Ludwigsburg oder Backnang). Ich kenne auch die Situation, dass die Ausweichgleise erst hinter den Bahnsteigen beginnen (da fällt mir Blankenheim oder Seebrugg ein). In Trossingen war früher die Nebenstrecke vom Staats- zum Stadtbahnhof elektrifiziert und die durchgehende Strecke Rottweil Tuttlingen nicht.


    Ich würde es so machen, wie Du es skizziert hast.


    Viele Grüße. Jay, the K.

  • Moin Johann, die Besucher im Tal der Ihmse sind wider an der Böhme Angekommen .

    Es hat uns ´´Sehr Gut´ ´gefallen . Ist für Reetgedeckte Bauernhäuser und Nordsee Schwärmer ideal .

    Und das noch mit Spur 0 Modelleisenbahn.

    Johann konnte noch meiner BR 76 mit Neuer Digital Einstellung (Uhlenbrck) weiter helfen.

    Bin Sehr zufrieden damit .

    Nun Lieber Johann noch viel spaß mit der Bahn und neuen Gästen.

    Mit freundlichen Lokpfiff Jürgen

  • Moin aus dem Tal der Ihmse!

    Ja, die gibt es noch :) .


    Die Ecke mit der Bahnmeisterei am Hafen von Höhenseen hatte ich bereits in Beitrag 222 in seiner geplanten Grundform vorgestellt und nun ist das Gebilde bis auf ein paar Details tatsächlich fertig geworden. Natürlich gab es Änderungen:


    Der geplante Schuppen für die Kö(f) ist in den Bahnhof Höhenseen ausgelagert und durch eine Signalmeisterei ersetzt worden. Von hier aus wird die Strecke Höhenseen - Steinbrock unterhalten.


    Außerdem gab es noch Platz für den kleinen Haltepunkt „HS-Hafen“, der in erster Linie die Hafenarbeiter von und zur Arbeit bringen soll.


    Hier der Blick auf der ganze Ensemble.

    Ueberblick-HP-HS-Hafen-mit-Signal-und-Bahnmeisterei.jpg


    Die Signal- und Bahnmeisterei etwas näher.

    Ueberblick-Signal-und-Bahnmeisterei.jpg


    Werde am Wochenende noch ein paar Detailfotos schießen und hier zeigen.


    Viele Grüße,

    Johann

  • Moin,

    hier jetzt Nahaufnahmen der drei Betriebsstellen.


    Der Haltepunkt, noch ohne Schild "HS-Hafen".

    closeups-HP-HS-Hafen.jpg


    Signal- und Bahnmeisterei sind auf einem aufgelassenen Betriebsgelände einer Hinterhoffabrik entstanden. Es fehlen noch jede Menge Details, die ich erst noch organisieren muss.


    Die Signalmeisterei

    closeups-Signalmeisterei.jpg

    Die Bahnmeisterei

    closeups-Bahnmeisterei.jpg


    Viele Grüße aus dem TdI,

    Johann

  • Moin,

    hier ein kleiner Teaser zum Weiterbau.


    Rechts von der Bahnmeisterei begrenzt ein kleines Bächlein Hafen und Bahnmeisterei. Dabei wird der Bach von der Strecke, der Einfahrt zur Bahnmeisterei und der Straßenzufahrt zur Bahnmeisterei gekreuzt.


    Aus Sicht des KLV-Modellbahn-Bedieners:

    Durchlass-KLV-Bediener.jpg


    Und so würde die gleiche Szene ein Preiserlein sehen, wenn er/sie/es in einem Boot im Hafen rumrudert

    Durchlass-Preiserlein.jpg


    Unschwer sind die Durchlässe für Strecke und Zufahrtstrasse als SNM-Beilage zu identifizieren. Genaugenommen sind es nur die beiden Vorderseiten, die hinteren Seiten sind Styrodur passend zugeschnitten. Sieht keine Sau :) .


    Nächste Baustelle ist die Szene rechts der Straße. Eigentlich sollte hier eine Schranke den Verkehr sichern. Im letzten Moment habe ich noch realisiert, dass der hintere Schlagbaum wegen der Dachschräge gar nicht komplett in die Vertikale kommen kann :( , Glück gehabt. Jetzt kommen da eben Warnkreuze mit Blinklicht hin. Die Schranke passt dann 2 Meter weiter rechts.


    Viele Grüße aus dem TdI,

    Johann


  • Moin,

    und so sieht der ungeplant unbeschrankte aber dafür "beblinkte" Bahnübergang jetzt aus.

    Schnappschuss-Bahnuebergang-1.jpg


    Es gibt auch Gebimmel, aber das ist auf den Foto schon deshalb nicht zu sehen, weil die Klingel am Mast noch fehlt. Rechts geht es dann auf der Strecke weiter zum Bahnhof Höhenseen. Der Prellbock gehört zum Behelfslade- und Abstellgleis des Bahnhofs. Da bin ich gerade dran.


    Soviel für heute aus dem TdI,

    Johann

  • Moin Jörg,

    meistens stehen die Andreaskreuze (mit oder ohne Blinklicht, Halb- oder Vollschranken) auf beiden Straßenseiten. Aber es gibt auch Ausnahmen, EBO hin- oder her. Hier ein launischer Film über Bahnübergänge. Ab 0:13 ist eine Halbschrankenanlage mit nur rechtsseitigem Andreaskreuz aus DDR-Zeiten zu sehen


    Ich fand 4 Stück so eng zusammen eher unhübsch :) .


    Wahrscheinlich nehmen die echten Eisenbahner das jetzt auseinander.

    Viele Grüße,

    Johann

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