Kesselbauer E 150 - ein Neuaufbau

  • Hallo,
    ich habe vor ein paar Tagen eine E 150 des Herstellers Kesselbauer erworben.
    Nachdem die Maschine bei mir angekommen war, wusste ich sofort: hier ist es nicht nur ein Digitalisierungsprojekt, hier handelt es sich um einen vollkommenen Neuaufbau einer schönen "Anlage".
    Als erstes nun einmal ein paar Detailfotos des Grundstocks:


    Ich werde hier weiter berichten, wie aus diesem "häßlichen Entlein" vielleicht einmal ein"schöner Schwan" wird. Ich werdemir viel Mühe geben!!!


    lieber Gruß aus der Eifel
    Rainer

  • Hallo Rainer,


    die Bilder tun ja weh! Da hast du dir aber ganz schön Arbeit aufgeladen!
    Wünsche dir viel Spaß und gutes Gelingen!


    Gruß
    Andreas

  • Hallo Rainer,


    sowas bewundere ich. Kann mir gut vorstellen, was die nächsten Monate auf Dich zukommt. Aber das Gefühl, wenn der ehemalige Schrotthaufen mal wie aus dem Ei gepellt vor einem steht, ist unbeschreiblich, gell? :thumbup:


    Viel Erfolg und vor allem viel Spaß dabei!


    Gruß, Christoph


    P.S.: Dagegen waren meine bisherigen Projekte ja Kindergarten :wacko:

  • Hallo Rainer,
    mein aufrichtiges Beileid ! :)
    Ich hoffe der Kaufpreis bewegte sich um die Baureihe herum.
    Hatte vor rund 20 Jahren ein wenig Spur 1-Material von Kesselbauer, da wurde der Sekundenkleber nicht alt im Fläschchen.
    Trotzdem viel Spaß mit dem Teil und mach was draus !
    MfG
    Olaf

    Der Mensch hat die Atombombe erfunden, keine Maus war je so dumm und baute eine Mausefalle !

  • Hallo Rainer,


    anbei zur Motivation ein paar Fotos meiner E40 von Kesselbauer in einem etwas besseren Zustand. Die Maschinen sehen nicht schlecht aus, können aber mit einer Hübner nicht mithalten. Ich habe noch eine E10 und auch die Teile für eine E50 liegen (in Arbeit). Das Problem ist, dass Kesselbauer den Aufbau aus den Kopfstücken (Gußteil) und dem Mittelteil (Messingblech) zusammen gesetzt hat, hier reißen sie meistens ein. Die Gußteile sind häufig verzogen und spröde (Bruchgefahr !). Die Kopfform ist etwas zu rundlich und müsste platter gefeilt werden, da bin ich gerade dran.


    Ich bin gespannt wie es bei dir weitergeht.


    Viele Grüße
    Olaf

  • Hallo,
    ich habe inzwischen die Maschine auseinander genommen. Die Fahrgestelle sind schon sehr grob - aber ein viel größeres Problem hat sich dann ergeben.
    Das Gehäuse ist aus Messingblech 0,6 mm stark und nur das Mittelteil ist aus Messing. Beide Kopfstücke sind aus einem "Zinkguß ?" Jedenfalls brauchen sie nur einen heißen Lötkolben sehen, zerschmelzen sie !!!
    So habe ich bereits 2 kleine Löcher verursacht - will man sie wieder zulöten, wird aus dem Löchlein schnell ein Loch. Also mit der Kolbentemperatur auf ca. 220 Grad runter und es geht einigermaßen.
    Ein Vorbesitzer hatte auch, aus welchem Grund auch immer, an einer Gehäuseseite das selbige stümperhaft ( wie ein Sägezahn ) um 1,5 - 2 mm gekürzt.
    Das habe ich heute sauber ausgeschnitten und mit einem 0,6 mm starken Messingstreifen wieder in gerade Richtung gebracht ( davon ein paar Fotos ).
    Auch die Befestigung der Motoren ist an einer "Traverse" aus Weißmetallguß zwischen den Gehäuseseitenteilen realisiert - so kann man nichts regulieren. Auch hier werde ich mir ein Lager aus Messingprofilen bauen.
    Aber dazu später mehr ........


    lieber Gruß aus der Eifel
    Rainer

  • Hallo,
    in den letzten Tagen habe ich die Seitenwände der 150 "gedengelt" und habe
    so einigermaßen plan liegende Fensteröffnungen hergestellt. Zum Glück passen in die Öffnungen die Kunststoff-Lüftungsblenden der E 10 / E 40 von Hübner, die ich noch in einer Kiste gefunden habe.
    Dann wurde auch auf der zweiten Seite der Stabilisierungswinkel eingelötet - jetzt "flattert" das Seitenteil nicht mehr!
    Die Traversen zur Drehgestellbefestigung habe ich aus Messing-U-Profil hergestellt und zwischen die Seitenwinkel gelötet. Darauf befgestigt ist ein ca. 10 mm hoher Vierkant mit M2- Gewindebohrung. Darauf ruht jeweils ein Drehgestell.
    Nach langer Messerei und viel "Rückwärtsrechnen" habe ich dann die Höhe dieses Vierkants bestimmt - das Resultat zeigt dann auch glücklichwerweise (vielleicht auch gut gerechnet), dass die Maschine recht gut auf den Beinen steht und auch einigermaßen gerade daherkommt.
    Davon heute ein paar Fotos.


    lieber Gruß aus der Eifel und schöne Osterfeiertage
    Rainer

  • Hallo,
    nachdem ich mich jetzt festgelegt habe, welche Betriebsnummer meine 150 haben soll, habe ich mich heute an die Montage der beiden Blech-Regenrinnen gemacht.
    Ich habe einen Messingwinkel 1,0 x 1,0 mm angelötet ( im Bereich der Köpfe musste ich mit Loctite 401 kleben ) diesen dann verspachtelt und fertig war´s.
    Die Schwierigkeit bestand eigentlich darin, die unterschiedlichen Höhen / Abstände der Fenster- und Lüfteröffnungen so zu vermitteln, dass es nicht ganz so doll später auffällt.
    Immerhin liegt die Regenrinne auf einer Seite deutlich über der Tür, auf der anderen ist kaum Platz dazwischen - 4,2 mm zu 1,2 mm Abstand. Aber ich hoffe, dass es später nicht so arg auffallen wird. Positiv zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang, dass die insgesamt aufsteigende Öffnungsreihe nicht mehr auf den ersten Blick zu erkennen ist. Na ja, es sind halt alles Kompromisse. Die Kopfstücke sind im Original bereits falsch in der Höhe der Türen.
    So, verspachtelt ist nun; in den nächsten Tagen wird das Gehäuse grundiert und dann sieht man erst einmal, wo noch Feintuning angesagt ist.


    Euch allen wünsche ich schöne Ostertage aus der sonnigen Eifel
    Rainer

  • Hallo Rainer,


    sehr schön entdeckt ;( , dass die Kopfstücke versetzt angelötet sind (Kesselbauer typisch !) hatte ich noch nicht bemerkt. Bei meinem E10-Oberteil ist dies ebenfalls deutlich zu sehen, jetzt weiß ich auch warum das Oberteil auf einer ebenen Fläche kippelt. Meine grüne E40 ist da nicht so auffällig :rolleyes: .


    Ein weiteres Problem ist die Kopfform von oben gesehen. Auf dem Foto ist eine Hübner, ein Eigenbau und die Kesselbauer ggü. gestellt. Mit der Formlehre kann man sehr schön sehen, wie die Kopfform eigentlich sein müsste. Ich Feile die vorn etwas platter.


    Mit etwas Vorsicht, kann man übrigens die Kopfstücke komplett verlöten und anschließend glätten. Sehr schön, dass das bei mir das schiefe Kopfteil ist, deine Info kam zu spät ;( . Ich werde dies wieder abnehmen und verdreht wieder anlöten.


    Viele Grüße
    Olaf

  • Rainer und Olaf,


    alle Achtung, was ihr hier zaubert und versucht, zumal zumindest im Fall von Rainer die berufliche Ausbildung eine andere ist.


    Ein Modellbau wie man ihn heute und vor allem hier im Forum nur selten sieht.


    Daher ein großes Kompliment an euch beide.


    Jedesmal, wenn ich so etwas sehe, juckt es mir wieder in den Fingern, auch etwas derartiges zu unternehmen. Letztlich scheitert es bei mir dann eher an mangelnder Zeit und zu vielen parallelen Baustellen.


    Also weiter machen und vor allem weiter berichten! ;)


    Viele Grüße Carsten


    P.S. Vielleicht sehen wir uns in Gießen....

  • Hallo Carsten, hallo Olaf,
    ich habe beschlossen, dass ich das Beste aus dem Modell mache, wie es die Substanz und meine Möglichkeiten hergeben.
    Heute war ein Kopfstück einer E 40 von Kesselbauer in der Bucht, aber es war Teil eines größeren Konvoluts, welches für eine große Summe ( in meinen Augen ) wegegangen ist. So viel Geld war ich nicht bereit, dafür auszugeben.
    Sollte der Ersteigerer hier mitlesen, kann er sich ja bzgl. des Kopfteils einmal bei mir - gerne per PN - melden.
    Ansonsten berichte ich gerne weiter über den Fortschritt.


    P.S.: ich b in in Gießen am EUREGIO-Stand und habe das Gehäuse auch dabei, so dass man unter Interessierten auch mal ´drüberschauen kann.


    lieber Gruß aus der Eifel und noch einen schönen Ostermontag
    Rainer

  • Hallo Rainer,


    ganz ehrlich? Ich würde die Türen an den Kopfstücken so auf gar keinen Fall lassen. Wenn man nicht viel an der Lok machen will ist es ok.
    Aber Du hast die Lok ja schon in Totalüberarbeitung und hast nun freie Hand.


    Ich würde die Türen ausschneiden (2-3 mm der Seitenwand um die Tür stehen lassen), entsprechend Material an der Seitenwand abtragen und die Türen an der richtigen Position wieder einkleben (mit 2K-Kleber und damit auch die Lücken verfüllen). Dann wieder alles verschleifen und verspachteln. Oder die Türen gleich komplett neu anfertigen.


    Dar Umbau wäre keine Kleinigkeit, aber das Gesamtergebnis würde deutlich gewinnen!


    Überlege es Dir!!


    Gruß Ralf


    PS: Ich finde es toll, dass Du dich an die Restauration herangewagt hast. Ich wünsche Dir viel Erfolg!


  • Heute war ein Kopfstück einer E 40 von Kesselbauer in der Bucht, aber es war Teil eines größeren Konvoluts, welches für eine große Summe ( in meinen Augen ) wegegangen ist. So viel Geld war ich nicht bereit, dafür auszugeben.


    Hier ist besagtes Konvolut und vielleicht meldet sich der Höchstbieter ja tatsächlich. Allerdings wird das Kopfstück vermutlich zur Instandsetzung des 110er-Gehäuses verwendet:


    http://www.ebay.de/itm/LOT-369…zteile-1-45-/381571965543


    Gruß, Claus

  • Hallo zusammen,


    damit die Spannung nicht ins Unermessliche steigt, ich habe den Schrotthaufen von Frederik Niehues ersteigert :)


    Was kann man auf den Fotos alles erkennen:

    • eine komplette Kesselbauer E10 mit Antriebsdrehgestellen (4 Motoren) und defekter Front (--> Ersatzteil liegt bei)
    • ein komplettes Hübner-E10 Fahrgestell zwei Drehgestelle mit 2 oder sogar 4 Faulhaber Motoren
    • ein Pola-Krokodil mit Antrieb (4 Faulhaber-Motoren)
    • 2 Weichenantriebe von Repa
    • und noch jede Menge Kleinteile, Radsätze, Pantos, .....


    Mir war es das wert, ein Teil werde ich weiter verkaufen (z. B. das Krokodil)


    --> Rainer, ich kann dir leider keine PN schreiben, dein Postfach ist voll !!
    :S

    Gruß Olaf

    Edited once, last by Olaf ().

  • Hallo zusammen,
    nachdem hier nun einige in Antworten, andere per mail mir eigentlich keine andere Wahl liessen, habe
    auch ich es nun eingesehen :)
    Also, heute nun das Modell noch einmal genau angeschaut, festgestellt, dass es die in Fahrtrichtung rechten Türen sind, die erheblich zu tief eingegossen wurden und dann eine rechte Türe herauspräpariert.
    Davon habe ich einen Abguss in Resin mit einer schnell hergestellten Silikonform gemacht.
    Nachdem beide Türen entfernt waren, habe ich auf einer Seite den Resin-Abguß und auf der anderen Seite das herausgenommene Teil an der jeweils richtigen Stelle wieder eingeklebt.
    ....und was soll ich Euch sagen - die Arbeit hat sich, zuindest auf den ersten Blick, gelohnt. Wenn man dann ganz genau hinsieht, entdeckt man sicher auch noch die aufsteigende Fensterlinie u.s.w.
    Aber man kann sich ja auch ein Messingmodell für 2.500,- € kaufen, welches dann stimmt !
    Auch von dieser OP ein paar Fotos.


    lieber Gruß aus der Eifel
    Rainer

  • Hallo,
    heute hatte ich wieder ein wenig Muße, mich um den Lokkasten zu kümmern.
    Nach der x-ten Spachtelarbeit und dem dazugehörigen Verschleifen war heute die Kontrollgrundierung und danach die Lackierung dran.
    Die Farben sind von mir nach Vorbild gewählt worden, nämlich chromdioxydgrün mit kieselgrauer Zierlinie, schwarzer Schürze und dem Dach in weißaluminium.
    Durch die Regenrinne ist der Kopfbereich wohl noch etwas verbesserungsbedürftig, da beide Regenrinnen an Front und Seite nicht fluchten.
    Aber grundsätzlich schaut die Lackierung schon recht ordentlich aus.
    Hier ein paar Fotos:


    lieber Gruß aus der Eifel
    Rainer

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