Berichte aus dem Keller....

  • Hallo Sascha,


    schön, dass es bei dir weiter geht.
    Die Farbgestaltung der Ladestraße weiß zu gefallen. Bin gespannt, wie es am Ende aussehen wird, wenn in den Fugen noch Sand, Gras und Reste von umgeschlagenen Ladegütern bzw. deren Transportverpackungen zu sehen sind.

  • ...soll es mal werden. Als ich das zweite Modul in Gedanken geplant habe, stellte sich die Frage, was kann man sinnvolles zwischen einem Schrebergarten und dem sich anschließenden Bahnhof bauen? Erschwerend kam hinzu, dass zum Modulkopf hin ein Höhenunterschied von 15 cm überbrückt werden musste. Also entstand aus Styrodur ein Hang, der langsam zum Niveau des Bahnhofs ansteigen sollte. Die kleine Strasse an der Modulkante wurde verschwenkt, eine kleine Stützmauer fängt das Gelände ab.


    Die Basis der Wiese bildet der bekannte Flock, den ich bereits in einem älteren Beitrag vorgestellt habe. Auch hier kam wieder das Wegematerial von MiniTec zum Einsatz. In mehreren Durchgängen mit dem Eletrostat wurden die Fasern in den Leim geschossen. Hausächlich "Spätsommer" in verschiedenen Längen, vermischt mit ein wenig "Herbst". Den ungleichmässigen Bewuchs erzeugt man mit der Art und Weise, wie der Leim aufgebracht wird. Bewährt hat sich hierfür der Fliegenschwamm aus dem Autozubehör. Nach dem Kauf wird er in längliche Stücke geschnitten, die eine Seite wird sprichwörtlich gerupft. Man reisst kleine Stücke heraus und erhält so einen "Stempel" für den ungleichmässigen Auftrag des Weissleims. Man tupft ihn sozusagen auf und, durch die nun ungleichmäßige Oberfläche bzw. Struktur des Schwamms, erzielt man den gewünschten Effekt beim Begrasen. 4 bis 5 Durchgänge sind dafür nötig. Zu kahle Stellen oder Fehler beim Begrasen (kommt so gut wie nie vor ;-)) werden mit Grasbüscheln "weggepfuscht". Im letzten Schritt werden noch Blüten von miniNatur sparsam mit dem Teesieb aufgestreut und mit Sprühkleber von Vallejo fixiert.


    Der Weidezaun sammt Tor stammt von Paulo. Stacheldraht wurde mit der Gummilitze von Weinert nachgebildet, welches später einmal durch etwas passenderes ersetzt werden soll.Der kleine Graben wurde mit Grasbüscheln und Schachtelhalmen zugewuchert. Im letzten Schritt kamen Filigranbüsche an verschiedenen Stellen zum Einsatz, um einen verwilderten Zustand zu erreichen.


    Einzig allein die Bäume fehlen noch. Von meinen 4 MBR Apfelbäumen habe ich mich mittlerweile wieder getrennt. Leider hat die Blattgröße der Bäume nicht so recht mit dem Rest harmonieren wollen. Aber auch hierfür wird es eine Lösung geben....

    Sascha

  • Hallo Sascha,


    leider kann ich Dir im Moment keinen "Grünen" geben.


    Dafür Statement: Das Eckchen ist nicht nur reichhaltig und gekonnt detailliert, sondern in meinen Augen "wildromantisch". In echt wäre da gut sein, da könnte ich mir vorstellen mit meinem Trike hinzufahren und mit meinem Kumpel der da in der Gartenlaube minimalistisch haust ein gemütliches Grillwochenende zu verbringen ... träum, träum :D.

  • ....so oder so ähnlich könnte man diese Szene umschreiben.


    Nachdem das Modul leider unfreiwillig einen Abgang aus der Wandhalterung gemacht hat, das Streckenwärterhäuschen dadurch irreparabel zerstört wurde, etliche Fichten einen Knick in der Krone hatten und diverse Kleinigkeiten wieder gerichtet werden mussten, so konnte man sich auch gleich an die letzte, nicht durchgestaltete, Ecke der Landschaft machen. Fertig ist sie dennoch nicht....die Geländer am Durchlass fehlen noch.


    Ich will euch heute nicht mit einem langen Baubericht nerven; die treue Leserschaft weiss eh mittlerweile, was verarbeitet wird und vor allem wie.


    Deswegen heute mal einfach und nur ein paar Impressionen. Dieses Mal habe ich ein wenig mit dem Farbprogramm des iPhone gespielt. Leider hat dieses Modul noch keinen "Saft", sonst hätte das Dreilichtspitzensignal des roten Brummers die Illusion perfekter gemacht.


    Genug der langen Rede, man hört schon das markante Knattern des Büssings und das Signalhorn verrät, das der Mittagszug aus der Kreisstadt dem Bahnübergang näher kommt.....


    Grüße,


    Sascha

  • Hallo Sascha,


    am meisten besticht die Bodengestaltung, das ist das A&O der Landschaftsgestaltung, das hast du super dargestellt! Meine Frage dahingehend:
    Wie hast du den Erdboden gestaltet? z.B beim Klohäuschen... oder nenne mir die Stelle, wo ich suchen muss - ich danke schon mal im Voraus!


    Gruß

    Hans
    der Altenauer


    - unterwegs im schönsten Mittelgebirge Deutschlands - sowohl Regelspur als auch auf der Meterspur... ;) -

  • Mittlerweile konnte der Gleisbau auf dem zweiten Bahnhofsmodul abgeschlossen werden. Ziemlich lange habe ich mich erfolgreich vor dem Ausrichten des Flexgleises gedrückt. Aber, irgendwann hat es mich gepackt, zwei Böcke aufgestellt, Modul 'rausgehoben, Weiche (von Modul 3) 'rangesteckt, verklebt, Gleis lackiert und eingeschottert. Angenehmer Nebeneffekt....man konnte endlich mit dem Bau des ersten Bahnsteigs beginnen.


    Und das ist das, um was es sich hier drehen soll. Der Bahnhof wird später über 2 Bahnsteige verfügen, einen Haus- und einen (Insel-)Schüttbahnsteig. Zu Beginn wurde mit der Profillehre aus dem SNM der richtige Abstand zum Gleis ermittelt. Der Korpus ist wieder aus Jacodur entstanden. Zunächst wurde er mit dem Cutter grob in Form gebracht und anschließend mit den Raspeln auf Ober- und Unterseite geglättet (wegen der Rautenstrukur) sowie eine Böschung gehobelt. Da die Raspeln unschöne Löcher in 1:45 fabriziert, wird in einem letzten Schritt das Material mit einem Schleifklotz behandelt und mit Marabu "braun" lackiert. Der (Roh-)Bahnsteig ist bereit zum Einbau. Größere Unebenheiten, wie zum Beispiel die Stosskanten von zwei Teilen aus Jacodur, werden mit Molto Hozspachtel beigespachtelt und geschliffen.

    Die Bahnsteigkante ist aus Altschwellen entsteanden, welche Paulo im Sortiment hat. Nachdem ein Teil der Schwellen schon verklebt war, zeigte eine Probefahrt mit einem 4yg, das Im Bogen etwas ungenau gearbeitet wurde. Der Mitteleinstieg des 4-achsers war dort deutlich über dem Bahnsteig. Also, alles wieder runter, nochmal geschnitzt und dann sollte es passen. Nachdem die Kante fertig war, konnte geschottert werden.

    Die Wegefläche wurde wieder mit Materialien aus dem Programm von Minitec gestaltet. Zum Einsatz kamen (ein wenig) "Boden- und Wegematerial" sowie "Kleinschlag rostbraun". Auf die Böschung wurde an einigen Stellen Sand aufgebracht. Hier soll später mit Grasflock niedriger Bewuchs entstehen. Der Rest des Bahnsteigs wurde mit Kleinschlag gestaltet. Nachdem der Leim etwas angezogen hat, wurde noch mit einer schmalen Tapetenrolle der feine Kies angedrückt.

    Die zwei Aussparungen im Bahnsteig werden später die Attrappen für die Weichenantriebe aufnehmen. Die Seiten werden noch mit Ziegelsteinen von Juweela ausgemauert, bekommen einen Abschluss aus Beton und werden mit Holzbohlen überdeckt. Aber das in einem Teil 2.


    Sascha







  • Nach einer längeren Pause, ging es an meiner Ladestrasse wieder ein wenig voran.


    An anderer Stelle hatte ich es (vermutlich) schon einmal geschrieben, aber der Vollständigkeit halber hier noch einmal zum besseren Verständnis. Meine Gleise liegen auf Resorbmatten (3 und 5 mm) und somit ergibt sich ein Höhenunterschied von der Schwellenunterkante zur Grundplatte von 8 mm, den es irgendwie gilt an- bzw. auszugleichen. Als erstes habe ich an die Modulkanten (wo nötig) eine 10 mm Holzleiste geleimt und farblich dem Modulkasten angepasst. So habe ich einen sauberen Abschluss bekommen und Holz ist auch etwas widerstandsfähiger als Hartschaum.


    Zwischen der Leiste und dem Gleis konnte nun mit der Gestaltung des Streifens Landschaft begonnen werden. Ich habe mich dafür entschieden, dass neben dem Gleis ein kleiner Graben zur Entwässerung verlaufen soll. Viel Wasser hat er bis dato noch nicht gesehen und ist auch die meiste Zeit des Jahres trocken. Einer der Vorteile das Gleis nicht direkt auf der Grundplatte zu verlegen, ist, dass man jetzt einen knappen Zentimeter "Fleisch" nach unten hat. Mit dem Verschnitt und Resten der Hartschaumplatten wurde die Basis wieder hergestellt, mit Cutter und Raspel in Form gebracht, mit Moltospachtel größere Unebenheiten sowie Spalten beigespachtelt und anschließend alles verschliffen.


    Weiter ging es wieder mit Materialien von Minitec sowie MiniNatur, mit denen ich die Böschung zu beiden Seiten sowie den Graben in einem ersten Schritt gestaltet habe. Die unterschiedlichen Materialien wurden wieder in das Leim-Farbgemisch gestreut bzw. gesiebt.


    Am Ende der Ladestrasse, um den Prellbock herum, musste auch noch ein wenig geklebt, geschnitzt und gehobelt werden. Hier musste eine kleine Böschung zur Strasse hin gebaut werden.


    Mittlerweile wurde schon weiter begrast, aber davon on einem separaten Beitrag mehr


    Grüße,


    Sascha

  • Im letzten Beitrag habe ich es ja bereits angedroht, dass ein weiterer Beitrag in der Mache ist.


    Der Prellbock aus dem Programm von Bergwerks war fertig koloriert und bereit für den Einbau. Hierbei zahlte es sich wieder aus, das man nicht direkt auf der Grundplatte war. So konnte der Prellbock auch als solcher dienen, denn die Puffer treffen nun auch die Bohle.


    Auf die bekannte Grundbegrünung wurde in einem ersten Durchgang mit 2 mm-Flock von MiniNatur die erste Schicht aufgebracht. Sparsam wurde mit einem kleinen Pinsel gezielt oder etwas grober mit einem zurechtgerupften Fliegenschwamm der Leim ungleichmäßig aufgebracht. Erste Details konnten so herausgearbeitet werden. Gerade am Ende eines Ladegleises erobert sich die Natur vieles zurück, so auch hier. Das Schotterbett wuchert an einigen Stellen wieder zu. Damit der Kranführer auch zu seinem Kran kommt, wurde zwischen dem Gleis und der Modulkante ein Trampelpfad angelegt. Mit den 2 mm-Fasern wurde zunächst der niedrige Bewuchs am Wegesrand dargestellt, auf den dann in weiteren Schritten aufgebaut wird. Hinter dem Prellbock kamen bereits 4 mm-Fasern zum Einsatz.


    Der Abschluss der Betonfläche ist mittlerweile auch fertig. Irgendwo muss dass Regenwasser schließlich hin, also musste eine Ablaufmöglichkeit geschaffen werden. Entstanden ist diese aus Gips, genauer gesagt aus abgesägten Teilen der Kopfsteinstrasse aus dem Programm von Langmesser. Ergänzt durch den Gulli von Schnellenkamp war auch diese Lücke geschlossen. Begrast wurde hier bereits mit 2 und 4 mm-Fasern


    Die Faser-Mischungen entstanden aus "Spätsommer" und "Frühherbst" frei Schnauze, um so einen ungleichmäßigen Bewuchs zu bekommen.


    Auf die erste Schicht wird nun in weiteren Schritten aufgebaut, aber davon (Drohung!) später mehr.


    Grüße,


    Sascha

  • Hallo Sascha
    Bin leider erst jetzt auf deinen Bericht gestoßen. Ganz hervorragende Arbeit! Viele interessante Details. Von welchem Hersteller stammt das grüne Gartenhaus? Das würde genau auch in meinen Eisenbahnergarten passen. Oder ist es ein Eigengewächs?
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter

  • Angedroht habe ich es in meinem letzten Beitrag, nun mehr von der Begrasung.


    Den Ersten beiden Durchgängen folgten ich zwei weitere mit unterschiedlichen Fasern in unterschiedlicher Länge und Farbe. Punktuell kamen nun auch die ersten Gras- und Karstbüschel von MiniNatur zum Einsatz. Irgendwann macht es einfach keinen Sinn mehr, mit dem Elektrostat weiter zu arbeiten. Schachtelhalm und Filigranbusch wurden hier eher sparsam verarbeitet.


    Premiere feierten die Büsche von MBR aus Polen. Im Dreipack in unterschiedlichen Farben, Formen und Größen erhältlich, bekommt man für 7 € pro Packung einen guten Gegenwert. Ich werde auf jeden Fall bei nächster Gelegenheit wieder welche kaufen. Am Ablauf der Drainage kam erstmals ein Busch zum Einbau. Diese lassen sich aufgrund der Blattgröße und -farben hervorragend mit den Filigranbüschen von MiniNatur kombinieren.


    Das wars erst einmal für heurte.


    Gruß,


    Sascha

  • Nach einer längeren Abstinenz ein kleiner Baubericht. Frau und Kinder aus dem Haus, konnte der Papa endlich mal wieder einen ungestörten Männertag verbringen. Dieser bestand aus Bundesliga, Bier, Beef und....Basteln. Einige Stunden wurden heute bis zum Anstoss im Keller verbracht. Viel "Kleinkram" wurde erledigt, und dennoch verging die Zeit wie im Fluge.


    Heute wurde an der Gestaltung des Ufers sowie an dem kleinen Steg, auf dem einmal ein Angler sitzen soll, weitergearbeitet. Die Pfosten (ehemals Zahnstocher) stehen sich schon eine ganze Weile die Beine in den Bauch, sodass heute der Entschluss gefallen ist, an dem Steg Hand anzulegen. Aus dünnem Holz aus der Restekiste wurden die Bohlen für den Steg abgelängt. Danach wurden sie in Beize Asoa gebadet. Ein kleiner Holzkeil als Unterlage bzw. als Lehre half beim Verkleben. Schließlich soll der Steg ja halbwegs in der Horizontalen sein. Die Planken entstanden aus dünnem Balsaholz. Vor dem Beizen wurden diese noch ein wenig bearbeitet, um den Zahn der Zeit sichtbar zu machen. In einem letzten Schritt (nach dem vollständigen Trocknen der Beize) wird noch etwas graniert.


    Der Vater mit seinem Sohne stammt von Woodland, die einsame gefräßige Möwe von Arttista,einem Hersteller aus den U.S.A.. Auf einer Dienstreise hatte ich die Gelegenheit in Denver einiges für die heimische Anlage zu kaufen. Neben den Möwen haben sie auch noch andere Wasservögel, z.B. Enten in Angebot, welche später ihren Platz auf dem Fluss finden werden.


    Die kleine Insel im Fluss wurde ebenfalls begrünt. Die Idee bzw. die Inspiration für diese kleine Szene habe ich mir bei Arnold Humer abgeschaut. Bei DSO stellt er ein Diorama mit einem Fluss vor. Ein kleine Insel an der Kante des Dioramas ist das Vorbild. Mit den üblichen Materialien wurde die Vegetation dargestellt. Der Angler stammt aus dem Set von Woodland. Neu zum Einsatz kam "Totes Holz" vom gleichen Hersteller. Treibholz wurde damit dargestellt, welches an die Insel gespült wurde. Und es ist die hervorragende Sitzgelegenheit für unseren Angler.


    Gruß,


    Sascha

  • Hi Sacha,


    Nicht ganz zufällig bin ich auf deine Beiträge gestoßen, aber erste Klasse was Du hier zeigst! Tolle Bühne für meine Patinierungen!


    Ein guter Auge hast Du für Vegetation und ein harmonisches Gesamtbild...das ist das schwierigste beim Modellbau! Freue mich schon auf den Bahnhofsmodulen. Du hast schon gezeigt das Du in die Beschränkung Meister bist, ist also vielversprechend :thumbsup:


    Vielleicht schaffst Du eine Teilnahme an 01TREFF 2019?? Freue mich schon!


    Beste Grüße,
    Michiel/ Becasse

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