Mein erster Gebäude Eigenbau in Baugrösse 0

  • Hallo Mobahner/innen,


    ca. 13 Jahre ist es her, da habe ich mit Baugrösse 0 - zunächst Schmalspur 0e - begonnen. Ausser einer Anfangspackung von Magic Train und einem Kopf voller Träume hatte ich noch nichts. Ich hatte auch keine Ahnung von Bezugsquellen für Rollmaterial oder Zubehör, eben nur Bilder im Kopf. Also habe ich mich irgendwann hingesetzt und angefangen, einen Bahnhof mit angebautem Lokschuppen zu bauen. Er sollte kompakt werden, weil ja damals der Plan war nur eine "klitzekleine" Anlage zu bauen bzw. nur ein Diorama. Von der nun stattgefundenen Eskalation war damals keine Rede, geschweige denn nur ein Gedanke daran.


    Als Baumaterial habe ich alles verwendet was mir geeignet erschien und unter die Finger kam. Aus Kunststoffpoststabelkörbchen (so ein beschissenes Wort ;) habe ich die Bauteile geschnitzt, Kugelschreiber, Kupferblech, Pappe, Holz, Schmirgelpapier, Pfannenspritzschutz und einige andere z. T. skurile Materialen fanden Verwendung. Die Lokschuppenfenster sind z. B. aus H0 Fenstern zusammengepfriemelt und die Dachschläuche aus Drahtkleiderbügeln (die von der Reinigung). Wenn ich damals schon auf die Idee "Rührstäbchen" zu verwenden gekommen wäre, hätte ich das eine oder andere Bauteil leichter erstellen können und z. B. die Verbretterung nicht mühsam aus Plastikteilen schnitzen müssen - insofern nochmal danke an Dieter (Moranbahn) - für mich der Initiator der bis heute erfolgreichen "Rührstäbchenmethode".


    Früher als Bahnhof "Bad Tiefenthal" im Einsatz, heute der Bahnhof "Schwarzenberg am Wald" - ein für mich nach wie vor brauchbares, schönes Modell einer kleinstädtisch ländlich geprägten Endstation einer Schmalspurbahn, welches auch den heutigen Ansprüchen noch gerecht werden kann, jedenfalls für mich. Wichtig ist mir dabei: Ich habe das Modell komplett selbst entworfen und gebaut.


    Es gibt heute effizientere Möglichkeiten - z. B. Lasertechnik, aber bei mir sind es halt immer noch die berühmten "Küchentischmodelle", welche auch immer noch entstehen, sowohl im Gebäude- als auch Rollmaterialbau. Die Vollspurmodelle und das Zubehör beziehe ich natürlich auch von Lenz und anderen.

  • Hallo Robert,




    das ist doch für mich erst richtiger Modellbau in sehr guter Vollendung. Sieht auf jedenfall klasse aus das muss ich gestehen. Kaufen, zusammenkleben und aufstellen kann doch jeder. Aber auf das hier gezeigte kannst Du wirklich Stolz sein. Ich habe mir auf jeden Fall die Bilder mit Genuss betrachtet. :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:



    Herzlichen Gruß
    Günter

  • Hallo Robert,


    Dein Selbstbau ist auf jeden Fall schön und up to date, vor allem auch, weil er in Form und Aufbau "kleinbahnauthentisch" wirkt. Das gute Stück kann man sich an vielen deutschen Kleinbahnendpunkten so vorstellen. Ich habe auch mit der Resteverwertungsmethode im Spur 0 Gebäudebau angefangen. Inzwischen habe ich ein großes Materiallager - andere würden vielleicht auch "Müll" dazu sagen.
    Krankheitsbedingt muss ich jetzt mehr im Wohnzimmer basteln (natürlich ohne das Müll-Materiallager) und meine knappere Modellbahnzimmerzeit für andere Dinge nutzen. Aber das Bauen von Stangel, Bünnig und Bruchbuden ist auch sehr gut für kreative Adern.


    Viel Spaß weiterhin wünscht


    Norbert

  • Hallo Robert!


    Ein sehr schöner Bahnhof, wie das Umfeld auch. Das einzige was ICH ändern würde ist die blaue Uhr, die erinnert so an die Neuzeit-DB-AG. Ich denke, eine Uhr mit schwarzem Gehäuse würde besser zu Schmallspuratmosphere passen.
    Einen grünen bekommst du natürlich trotz der "blauen Uhr" ;)


    Gruß
    Andreas

  • Hallo Robert, bei älteren Anlagen kann man auch schön den eigenen Werdegang seines Schaffens betrachten. Sicher durch neue Materialien, gerade im Zubehör und Grünzeug Bereich hat sich doch in den vergangenen Jahren viel bewegt. Hier und da wird man die Büsche und Bäume überarbeiten und durch das Forum bekommt man ja auch immer weitere Tipps die man umsetzen kann. Gebäude die man damals selbst gebaut hat, sind zwar auch Restaurierbar, aber es sind eben Unikate die man zu der Zeit mit den vorhandenen Mitteln und seinen Fähigkeiten gebaut hat. Ich selbst verbinde das auch mit Erinnerungen und werde meine alten Gebäude nicht in die Tonne kloppen nur weil es nun bessere Materialien gibt. Dein Bahnhofs Ensemble sieht immer noch Top aus und passt eben zu der Anlage die immer weiter wächst. Du hast sicher auch schon ein graues Haar mehr als vor 13 Jahren :D .




    Quote

    Er sollte kompakt werden, weil ja damals der Plan war nur eine "klitzekleine" Anlage zu bauen bzw. nur ein Diorama. Von der nun stattgefundenen Eskalation war damals keine Rede, geschweige denn nur ein Gedanke daran.


    Na das kann ja nur eine Erweiterung nach sich ziehen. Hab ich doch gleich gesagt: Die Scheibe muß fallen damit man hinter der Fabrik weiterfahren kann 8o .


    In diesem Sinne weiter fröhlich Basteln.


    Gruß Dieter

  • Hallo Mobahner/innen,


    erstmal danke für die vielen Grünen, die Anerkennung und die Beiträge dazu, das freut mich sehr.


    Als Dreingabe noch das Neuste von den „SCHWARZENBERGER METALLWERKEN“ – hier: Mitarbeiter des Monats


    Unser gutmütiger, etwas einfach strukturierter, williger und meist etwas angedüdelter Hiwi Hanni bei der Arbeit. Zum X – ten Mal steht er hilflos mit der Schubkarre voll Schrott im alten Fabrikhof und ist vollkommen ratlos. Sein Chef hat ihm angeschafft, den Schrott auf dem alten Fabrikhof in DER Ecke abzulagern. „Aber wo, wooo nur“ denkt sich Hanni und steht suchend da. Weil der Hanni solange nicht zurück kommt sieht der Chef nach ca. einer Stunde doch mal nach wo der Hanni bleibt und findet ihn, scharf nachdenkend, in oben beschriebener Haltung vor, leicht verzweifelt und vor sich hinmaulend. Hanni sieht seinen Chef und sogleich geht´s los:


    Hanni: Ouhhh Schäfff, bin i frou dassd dou bist, i waas ned wou i des G´lump hiehaua soll!?!
    Chef: Mein Gott Hanni, siehst Du denn garnix? Da hinten in der Ecke is doch der Schrotthaufm.
    Hanni: Ouhhh jaaaa Schäfff, jaaa – etz seh ich´s aa.
    Chef: Du weist doch – Schrott zu Schrott, Hanni. Ganz einfach, wie im richtigen Leben. Also, kipp dein Schubkarrn einfach aff den Schrotthaufm ins Eck und gut is.
    Hanni: Des mach i doch glatt, danke Schäfff, etz hobb ichs tscheckt, is ja ganz einfach, hööö, hööö. hööööööö!


    Aufgrund dieser durchschlagenden, scharfsinnigen Erkenntniss wurde Hanni von der Gesamtbelegschaft mit 100% zum Mitarbeiter des Monats Dezember 2015 gewählt. Hochverdient, wie ich meine.

  • Hallo Robert,


    der Selbstbau-Bahnhof ist sehr schön geworden. Wie man sieht, hat es schon immer Leute gegeben, die mit Liebe zum Detail auch an Gebäuden arbeiten und nicht erwarten, dass sie innerhalb von einer Stunde fix und fertig sind. :thumbup:


    Viele Grüße,
    Walfried

  • Mein erster Gebäude-Eigenbau in Baugrösse 0


    Hallo Robert,


    ich hätte dir ja zu gern den 'Grünen Spezialpreis für umweltbewusstes Bauen' verliehen, aber es hat nicht sollen sein ... Ganz abgesehen davon, dass du bereits vor 13 (!) Jahren darauf geachtet hast, möglichst Ressourcen schonend zu bauen, zolle ich auch deinem (schier unerschöpflich scheinenden) Ideenreichtum uneingeschränkten Respekt!


    So empfinde ich die Art und Weise, wie du Gebäude und Fahrzeuge baust oder Landschafts-Elemente gestaltest, immer wieder als echte Bereicherung - und zwar nicht im Sinne eines blossen 'Abkupferns' oder akribischen Nachbaus, sondern als Anstoss für eigene, eigenständige Entwicklungen; natürlich gilt das auch für die heitere Szenerie um deinen 'Mitarbeiter des Monats' - ganz grosses Kompliment!


    Dir ein schönes Wochenende
    und beste Grüsse
    Dieter

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