[Deutsche Reichsbahn DR] - Neues aus Sternebeck

  • Hallo miteinander,
    nach langer Zeit möchte ich meinen Bericht über Sternebeck fortsetzen. Diesmal geht es um das Wohnhaus 2.
    Nachdem mein Laser endgültig den Geist aufgegeben hat, habe ich eine für mich neue Bauart entwickelt - das Bekleben mit bedruckten Papier. Da ich das Dekor am Computer gleich dem Gebäude angepaßt entwickele, spare ich mir später das farbliche Gestalten des Gebäudes.
    Die Maße werden ermittelt und die Wände inclusive der Ziegelstrktur und der Fenster gezeichnet. Anschließend wird als erstes der Umriß mit den Fensteröffnungen auf selbstklebenden und wieder ablösbaren Etikettenpapier gedruckt und auf eine MDF - Platte geklebt. Die Fensteröffnungen werden ausgeschnitten und das Außenformat bearbeitet. Das geschieht mit allen Wänden. Sie werden dann zum Hauskörper zusammengeklebt.


    Jetzt wird die Ziegelstruktur auf mattem dünnen Fotopapier gedruckt. Der Druck wird auf die Außenmaße geschnitten und mittes Sprühkleber auf die vorbereiteten Wände geklebt. Die Fenster werden an der obern , unteren Kante und in der Mitte mit einem Scalpel aufgeschnitten und die entstehenden Falze mit Ponal scharfkantig nach hinten geklebt. Dadurch entsteht gleich die strukturierte Fensterleibung.


    Demnächst geht es weiter...
    viele Grüße
    Wilfried

  • Hallo Schlobie,
    ich habe die Fenster lagenweise gezeichnet, mit einem Plotter ( Silhouette Cameo ) geschnitten und dann übereinander geklebt. Karton 0,3 mm


    viele Grüße
    Wilfried

  • Guten Morgen Wilfried,


    Das wird wirklich ein schönes maßstäbliches Gebäude, wenn es fertig ist. Jedoch gestatte mir eine kleine Anmerkung zu deiner Bauweise. Generell spricht nichts gegen den Werkstoff MDF!

    Aber bedenke, das sich im Allgemeinen Papiere, also auch Drucker-Fotopapiere mit ihre Kunststoffträger, nur schwer auf holzartigem Untergrunde verkleben lassen. Es sei denn man verklebt das Papier gemäß die alt bewährte nass in nass Methode mit Weißleim oder einen anderen wasserfesten Klebstoff auf dem MDF, was aber zur Folge haben kann, dass sich dem MDF verziehen kann. Dann spreche ich noch nicht über eine nachträgliche Verwitterung bzw. Nachlackierung mit Hobbyfarben wovon sehr viele wassergetragen sind, bestimmter Partien.


    Ich habe vor einiger Zeit eine ähnliche Baumethode, mattes Fotopapier mittels Sprühkleber auf Polystyrol geklebt, bei meine Dorfbrauerei angewendet, aber habe nach einer Weile die ausgedruckte Giebelprints völlig entfernt, weil das Fotopapier, trotz sorgfältiger Verklebung, anfing sich vom Untergrund zu lösen; an manches Eck fing das Papier, schon bei der geringste Berührung, sich zu lösen. Der Hauptgrund: der Sprühkleber ging nur eine oberflächige Verklebung mit beide Werkstoffe an; schlicht gesagt: eine auf Dauer nicht taugliche Verbindung!


    Weiterhin wünsche ich Dir noch viel Bastelspaß und ebenso viel Erfolg bei der Gestaltung weiterer Bauwerke,


    Viele Grüße aus dem trüben Lanaken,


    Jacques Timmermans

  • Hallo Jacques,
    vielen Dank für Deine Anregungen.
    Ich habe mein Vorgehen auf Grund meines Wissens als Buchbindermeister gemacht. In meiner Ausbildung mußte ich den Umgang mit der Verklebung verschiedener Materialien erlernen. Bevor ich die hier gezeigte Methode anwendete, habe ich lange Vorversuche gemacht. Verklebungen mit wasserlöslichen Klebern verbieten sich, da durch das verschiedene Dehnungsverhalten, kein genaues arbeiten möglich ist. Nach dem verkleben mit Sprühkleber (wegen der gleichmäßigen Verteilung des Klebstoffes ) habe ich die Kanten nach einiger Zeit circa 1 cm breit noch mal gelöst und mit einem anderen Kleber verklebt.
    Die Fensteröffnungen habe ich mit Ponal verklebt. Durch das Anweichen des Papiers konnte ich ein scharfkantiges Herumziehen ermöglichen. Nachdem alles gut getrocknet war, habe ich das Ganze mehrmals mit matten Klarlack übersprüht. Damit ist die Oberfläche des Papieres geschützt. Einer späteren Alterung steht damit nichts mehr im Wege.
    Übrigens, bei meinem Versuchsmodell haben sich nach einem halben Jahr bisher noch keine Teile gelöst.
    viele Grüße
    Wilfried

  • Hallo Wilfried und Jacques,


    ein hervoragender Kleber ist farbloser Revelllack. Er sollte nicht zu dünn sein. Wenn man damit Papier kleben möchte, dann das Papier erst einmal lackieren, den Lack trocknen lassen und dann mit Lack auf die zu beklebende Fläche kleben. Da die MDF-Platten auch aufsaugen, sollte man hier wie mit dem Papier verfahren.
    Scheiben klebe ich mit Revell farblos glänzend ein, falls mal Lack herausquillt, fällt er nach dem trocknen nicht mehr auf.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo Rollo,
    bei Gebäuden klebe ich die Verglasung mit zweiseitigem Klebeband (scotsch 3M) ein. Für mein erstes Fahrzeugprojekt des Altlandsberger Packwagen werde ich mal Deinen Tip anwenden. Hier ein Bild meines H0 Packwagens (nach einem Foto konstruiert)


    viele Grüße
    Wilfried

  • Hallo miteinander,
    ich habe das Gebäude einbaufertig fertiggestellt. Durch das finden eines neuen Fotos aus 1970 brauchte ich den verputzten Anbau nicht bauen, da meine Anlage in den 60 er - Jahren spielt. Der Anbau ist wahrscheinlich in den 80- 90er - Jahren errichtet worden.
    Die Vorderfront des Schuppens wird beim Einbau stark mit Rankpflanzen verdeckt ( siehe Foto im 1. Beitrag )


    Viele Grüße
    Wilfried

  • Hallo miteinander,


    nachdem ich nun schon einige Gebäude gebaut habe, möchte ich sie auch mal in einer Landschaft integriert sehen.
    Also habe ich kurzentschlossen mit dem Anlagenbau begonnen. Zuerst wird die hintere linke Seite des Bahnhofsgelände gestaltet.
    Hier nun ein paar Bilder - ausführlicher auf meiner Homepage http://www.preussenmodelle-berlin.de/Meine-Anlage/Anlagenbau


    Viele Grüße
    Wilfried


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