Hinterberger Metamorphosen, oder: neuer Neustart.

  • Hallo noch mal,


    danke Matthias (Zahn) für die Bilder.
    Also Brücken gibt´s ja. Wenn ich die Bilder richtig sehe und verstehe, dann ist wohl bei der Langenscheidtbrücke eine geneigte Fahrbahn in einen normalen Fachwerkrahmen "eingearbeitet" worden. Und wenn man das Bild mit der durchfahrenden S - Bahn sieht: da ist nicht viel Platz über dem S - Bahn Dach.
    Da kann man sich doch scheinbar etwas lockerer machen und den Brückenbau mal nicht so eng sehen.
    Scheint vieles möglich zu sein. Die Optik auf der Modellbahn sollte halt stimmen.


    Morgen (heute) geht´s weiter.


    Viele Grüße


    Norbert

  • Hallo zusammen,


    das Brückenthema mal bitteschön nicht aus den Augen verlieren, aber zwischendurch ist mal was anderes zu vermelden.


    Das vierte Haus der Stangelstraße ist fertig geworden. Lang genug hat es gedauert und das lag zur Hälfte am schönen Sommer, zur andere Hälfte aber auch am relativ hohen Arbeitsaufwand.


    Aber nun ist es fertig.


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    Aus dem Uhrmachergeschäft ist ein Uhren/Schmuck/Modellbahn - Geschäft geworden.
    Ganz so wie das Geschäft, an dem ich mir als kleiner und auch größerer Junge die Nase plattdrückte.
    Zu kaufen gab es dort nur Märklin und ein paar Fallerhäuschen.
    Das war schon mehr als genug zum erzeugen von Modellbahnträumen.
    Auf dem Nachhauseweg durch die Oberstadt zur Bushaltestelle der Linie 1 musste meine Mutter immer einen gewissen Zeitpuffer einplanen. "Mal gucken" musste sein, auch wenn die schönen Loks -weil zu teuer- nie unter dem Weihnachtsbaum oder auf dem Geburtstagstisch landeten.
    Mein Vater hatte leider mit der Modellbahn nichts am Hut.


    Wie gesagt: das war jetzt Stangelhaus Nummer 4 und die Stangelstraße ist jetzt komplett.


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    Jetzt sind noch zwei Bünnighäuser zu bauen.


    Aber erst mal wieder zurück zum Brückenthema.



    Bis dann


    Norbert

  • Guten Morgen allerseits.


    zunächst einmal ein Hinweis (an Jacques Timmermanns): die Stangelstraße hat noch keinen Bürgersteig. Auf den Bildern ist nur der Trittschalldämmungsunterbau zu sehen, aber den kann man gut für Bürgersteigplatten nehmen.


    So nun wieder zur Brücke.


    Ich habe weiter gegrübelt und probiert und bin zu folgendem Zwischenergebnis gekommen:


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    Die Verstrebungen und Blechprofile sind natürlich noch nicht komplett.
    Die Marschrichtung lautet nun: gewölbte Fahrbahn mit gewölbtem Unterbau und darüber der Brückenbogen mit Seitenblechwänden und Fachwerk. Der Gehweg wird nur einseitg und außen angebracht.
    Ich hoffe, dass das nicht gegen alle Statikregeln verstößt. Optisch gefällt es mir jedenfalls.


    Hier noch ein Bild von der anderen Seite:


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    Inzwischen gab´s auch schon das erste Kleinloktreffen an der neuen Hinterberger Tankstelle.


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    Bis demnächst und noch einen schönen goldenen Oktober wünscht


    Norbert

  • das waren noch Zeiten wo es solche Geschäfte auch in kleinere Städte
    gab.Verbunden mit Haushalt-u.Kolonialwaren waren sie immer eine
    Anlaufstätte für jung und alt.
    Schön das Du mit Dein Gebäude Modell unserem Hobby Reklame
    machst.
    Tolle Bauvorhaben und Bilder :thumbup:
    MfG Detlev

  • Hallo Norbert,


    die Form des Obergurtes passt recht gut. Allerdings ist nicht zu erkennen, ob es sich um eine Schweißkonstruktion oder Nietkonstruktion handelt.


    Bei Schweißkonstruktion müsste der Obergurt einen nahezu quadratischen Querschnitt, bei einer Nietkonstruktion ein T-, Doppel-T- oder U-Querschnitt haben.


    Bei der Schweißkonstruktion sind nur senkrechte Streben (Zugstäbe) mit quadratischem Profil erforderlich.
    bei der Nietkostruktion bestehen die senkrechten und diagonalen Streben meist aus L-, T- oder Doppel-T-Profilen.


    Flacheisen, wie von Dir momentan nachgebildet können sich seitlich verwerfen und müssen zur Aufnahme der Zugkräfte recht breit ausgeführt werden (zusätzliche seitliche Windlasten müssten dann wieder berücksichtigt werden, daher Formstähle besser, weil filigraner).


    Die an Deiner Brücke eingesetzten Bleche an den Brückenköpfen sind zwar etwas groß geraden, aber so etwas hat es bei genieteten Straßenbrücken gegeben (z.B. alte Weißeritzbrücke Dresden-Cotta). Deren Obergurt waren zwei nebeneinander liegende T-Träger, welche oben mit Stahlplatten belegt und vernietet waren. (wir sind als Kinder auf dieser Stahlkonstruktion gelaufen, dank der großen Nieten rutschte man nicht ab)


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo zusammen,


    nach den vielen Tipps und Ratschlägen bin ich erst mal in eine kreative Kaufphase gefallen und habe bei needful-things-Schnellenkampkaufhaus unter anderem das geordert:




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    Und dann habe ich an der Brücke weitergebaut.
    Irgendwie ist es jetzt eine bunte Baumischung geworden.
    Baumaterial: Trittschalldämmung 5 mm, Pappe, Rührstäbchen und Bastelperlen von der Gattin.


    Und die Be-Laster-Probe zeigt:


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    Das hält...


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    ...und hält.


    Jetzt fehlt nur noch ein vernünftiges Geländer.


    Und zwischendurch dann mal wieder mit dem KaufrauschLademaß beschäftigen.
    Ein schönes Fertigmodell.


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    Bis demnächst....


    Norbert

  • Hallo zusammen,


    die Arbeit ist (fast) getan. Die Brücke ist fast fertig. Darauf erst mal ein Bierchen.


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    Als Geländer ist das altbewährte Faller H0-Geländer wieder zum Zuge gekommen. Die Gehwege wurden mit "Metallplatten" ausgelegt, die noch ein Feinsandfinish erhalten haben; damit die Hinterberger nicht ausrutschen. Etwas Farbe kommt noch.
    Die Brückenübergänge haben Riffelblech aus Paketband bekommen.


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    Jetzt mal wieder die Gesamtübersicht von beiden Seiten. Über dem Oberstadttunnel ist nun ein Jägerzaun von Paulo angebracht. Auf der anderen Seite wurde schon mal eine erste Leuchte von Beli Beco aufgestellt.




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    So, das war´s dann mit der Brückenberichterstattung.



    Die Lucy (weltbester Golden Retriever) ist jetzt auch in Hinterberg eingezogen, nachdem sie monatelang im Wohnzimmer vor den Stangelhäusern gestanden hatte. Natürlich müssen jetzt erst einmal die hinterberger Hunde begutachtet werden...


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    Schönes Wochenende wünscht


    Norbert

  • Moin Norbert,


    Brücke, Brückenbier und Lucy sind eine echte Bereicherung von Hinterberg. Jetzt fehlen aber noch zwei klitzekleine Details:


    Ein Verkehrsschild "Gegenverkehr hat Vorfahrt" und
    ein Verkehrsschild "Gewichtsbeschränkung 7,5 t" (ich hoffe das hält die Brücke aus ^^ )


    Kannst ja noch den deutschen Schilderwald weiter aufrüsten Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h, Halteverbotsschild usw. :D


    Besten Gruß,
    Ian

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für Eure aufmunternden Kommentare.
    Eins stimmt auf jeden Fall: diese Ecke des Hinterberger Bahnhofs ist jetzt kaum noch wiederzuerkennen und mit der Brückenkonstruktion und der Statik ist es wahrscheinlich so, wie mit der Hummel und dem Fliegen.
    Immerhin kann ich glaubhaft versichern, dass meine leichte Konstruktion sogar einen dicken Laster trägt...


    Aber wozu? Denn der Abknick in die Stangelstraße ist zu eng für ihn.
    Man muss halt nicht allen Dingen so auf den Grund gehen. Vor allem nicht bei Spur 0 auf 12 qm.
    Aber stimmig möchte ich es schon möglichst haben.


    Der Jägerzaun steht übrigens auf einem Mauersockel, der die unvorsichtigen Autofahrer vor einem Sturz auf die Gleise abhält.
    Und Ian: Die Hinterberger Straßenverkehrsbehördensesselpuper arbeiten schon seit Monaten an einem ausgefeilten Beschilderungsplan.
    Wichtig sind vor allem rotweisse Warnbaken, damit die Brückenbögen nicht zu Sprungschanzen für die hinterberger Automobilisten werden. Aber das sind alles so Kleinbasteleien, die noch nachkleckern werden.


    Baustelle ist jetzt die Stangelstraße mit Bünniggasse. Das nächste Haus ist schon fast fertig.
    Also: weiter geht´s!


    Viele Grüße


    Norbert

  • Moin Norbert.


    Dein Brückenbau ist dir gut gelungen , sie fügt sich stimmig in das Gesamtbild von Hinterberg ein :thumbup: . Aber ein Punkt habe ich auch mal zu bemängeln ( will ja auch mal konstruktive Kritik üben :rolleyes: ) . Dein Brückenpfeiler an der Stützmauer würde ich mit Mauerwerk wie die Mauer selbst ausführen und das ganze mit einem kleinen Vorsprung zur Mauer hin , ich glaube das sieht besser aus als die Trittschalldämmungsstreifen. Ist aber , wie sagt man so schön, nur meine Meinung und nicht zwingend richtig.


    Sag mal, auf dem letzten Bild ist das nicht Gerhard Schröder ? Der saß dort doch schon 2012 auf der Bank und wartete auf seine Doris oder auf wen auch immer.


    Gruß Hein

    Ich baue nach dem Grundsatz " meine Anlage wird nie fertig " :thumbup:

  • Hallo Hein,


    mit dem Brückenpfeiler hast Du ganz sicher recht: das geht auch in schöner und komplett in Steinoptik wäre besser. Mal sehen, ob und wann ich da noch mal drangehe. Zum Glück habe ich die Brücke abnehmbar gebaut, auch wenn es etwas mehr Aufwand erfordert...


    Das mit Gerhard Schröder ist richtig. Der lungert schon seit Jahren auf dem Bahnhof herum, seitdem die Sozen ihn nicht mehr so wirklich lieb haben und Gazprom entdeckt hat, dass man Europa auch ohne Gerhard mit dem Erdgas erpressen kann...
    Überhaupt muss man den Hinterbergern vorwerfen, dass sie etwas zu "statisch" sind.
    Der Bastelvorschlag von Moba-Tom neulich hier im Forum wäre da vielleicht das richtige Mittel.


    Dir und allen noch schönen Schlechtwetter-Wochenendspaß mit der Spur 0.


    Norbert

  • Hallo zusammen,



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    Nun sind auch die beiden Bünnig-Bausätze (links) fertig, also gibt es jetzt eine Stangel / Bünnig Straßenecke.


    Wenn wir näher herangehen, ...


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    ...entwickeln sich fortschreitend die Details vor unseren Augen. So auch die Cheri-Bar, ein hinterberger Stein des Anstoßes.


    Wenn man jetzt Chauvi wäre, könnte man zu dieser Ecke sagen: Alles was Männern Spaß macht.
    Aber das Dilemma in Hinterberg fängt ja schon damit an. dass der Hinterberger von der Mundart her keinen Spaaaß hat sondern Spassss.


    Und bei so harter Ausdrucksweise bleibt für zarte, weiche, warme und rötlich eingfärbte Dinge der Cheri - Bar keine wirkliche Entfaltungsmöglichkeit.
    Der Besucher des Modellbahngeschäftes ist oft für das Angebot von gegenüber nicht zu erwärmen; und umgekehrt verhält es sich genauso.
    Wir haben hier also ein gespanntes Nachbarschaftsverhältnis.



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    Männer sind aufgrund der Hinterberger Moralvorstellungen auch eher nicht erfreut, wenn ihnen beim Verlassen der Cheri-Bar ein weibliches hinterberger Wesen über den Weg läuft. Aber auch die Besucher des Modellbahnladens können bei der Weiblichkeit kaum punkten.


    Was vor den Häusern noch fehlt, ist die Gosse, weshalb das weibliche Personal der Cheri-Bar noch nicht in ebensolcher landen kann. Aber daran wird noch gebaut.


    Die Häuser bleiben auf jeden Fall abnehmbar, damit ich sie immerwieder auf den Arbeitstisch befördern kann, denn bei Objekten dieser Art fällt mir ständig was Neues ein. Und auf das Thema Beleuchtung und Innenausstattung habe ich gerade auch noch keine Lust.


    Ergänzen und abschließen will ich die ganze Szenerie noch mit einem weiteren Eckhaus von Stangel. Das ist schon unterwegs. Mein Bastellager ist jetzt auch gefährlich leer geworden.
    Ich musste mich schon an Kleinstbausätzen vergreifen und so hat der hinterberger Bahnsteig nun 2 neue Sitzbankgarnituren.


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    Das war´s erst mal wieder aus Hinterberg.



    Gruß zum Schluss


    von Norbert

  • Wenn man jetzt Chauvi wäre, könnte man zu dieser Ecke sagen: Alles was Männern Spaß macht.


    Der Besucher des Modellbahngeschäftes ist oft für das Angebot von gegenüber nicht zu erwärmen; und umgekehrt verhält es sich genauso.

    Moin Norbert


    Ersteres ging mir beim betrachten der Bilder und VOR dem lesen deines Textes auch durch den Kopf... :D


    Beim zweiten sind die Schlussfolgerungen auch logisch: wer in einem Geschäft Geld ausgegeben hat, kann dieses im zweiten nicht tun... Andererseits kommt der Moba-Käufer eher in Erklärungsnöte, wenn er zu Haus mit der neuesten Errungenschaft erwischt wird. Insofern hat es der Chéri-Bar Besucher einfacher, da die Errungenschaften eher nicht mit nach Hause genommen werden... :whistling:


    Es ist immer wieder schön, deine Baufortschritte zu verfolgen!


    Gruß Ralph

    Wenn die Klügeren immer nachgeben, regieren irgendwann die Dummen die Welt...

  • Hi Norbert,


    sehr schöner, gut detaillierter Strassenzug - knuffiges Ambiente.


    ABER:
    Die "Dame" vor der Cheribar hast Du von meinen Sammlerinnen unter meiner Bahnhofsunterführung abgezogen. Ich hab´s gemerkt. Ich verlange Ablöse. Denk daran - das Sammlergeschäft ist knallhart - keine Zicken, Mann!!! Boh ey!!! ;)

    Gruss
    Robert
    BTB0e+0

    Edited 2 times, last by BTB0e+0 ().

  • Hallo Ralph,


    ich möchte, ohne ins Detail zu gehen, nur erwidern, dass man aus Einrichtungen wie der Cheri - Bar sehr wohl etwas nach Hause bringen kann ( meist sehr unangenehm ).


    und dann zum "Sammler" (Robert):


    Ich kenne den Begriff "Sammler" nicht, bin mir aber sicher, dass ich so einer nicht bin. Ich bin nur der Berichterstatter der hinterberger Szene. Die roten Damen kommen meines Wissens von einem gewissen Preiser, der offensichtlich deutschlandweit einen Callgirlring betreibt.
    Hau Dich doch mit dem!


    Viele Grüße


    Norbert

  • Hallo Norbert,


    Hinterberg mausert sich ja zu einem Sündenpfuhl. Pass auf, das es sich nicht weiter ausbreitet, sonst musst Du die Straße noch mit einem Sichtschutz versehen ...


    Egal, magst Du denn Hintergrund der Sündengasse noch ein wenig nach links verschieben? So von der Perspektive macht das Hintergrundhaus sich sehr gut, nur steht es etwas unmotiviert in der Straße. Ausserdem wollen die Männer aus dem "Mon Cheri" ääääähhh "Cheri" doch schnellstens ungesehen im Hintergrund verschwinden.


    Gruß, Ian

  • Hallo Ian,


    hinter dem Cheri ist zu wenig Platz für eine weitere Ausgestaltung und so führt der Weg hier - wie im übrigen alle Sündenpfade - in die Sackgasse. Aber wie gesagt: alles ist noch lose (auch das Hintergrundhaus) und täglich kommen neue Ideen. Vielleicht finde ich ja auch noch mal ein Bild, das genau in die "Häuserschlucht passt.


    Viele Grüße


    Norbert

  • Moin Norbert.


    Vielleicht bringt es ja schon etwas wenn du die Bünning Häuser ein paar Zentimeter noch links verschiebst so das eine kleine Gasse ( Fluchtweg für Cherie Besucher ) zwischen dem MZZ Haus und dem Bünning Haus entsteht.


    Gruß Hein

    Ich baue nach dem Grundsatz " meine Anlage wird nie fertig " :thumbup:

  • Hallo Hein,


    danke für Deinen Vorschlag, aber nach Links rücken geht nicht, weil dann auf der anderen Seite nicht mehr genug Platz für das letzte geplante Stangel-Eckhaus ist. So ist das halt mit dem beengten Platz. Aber ich denke, wenn mal nach vorne die Stangel/Bünnig Kreuzung weiter ausgestaltet ist (z.B. mit einem großen Baum, dann hat sich das Thema Hintergrund weitgehend entspannt. Mir war es vor allem wichtig, dass hinter den Halbrelief-Bünnig-Häusern noch möglichst viel von einem Hintergrundhaus zu sehen ist, damit der "städtische Eindruck" verstärkt wird.


    Schönen Tag wünscht


    Norbert

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