15 Meter Wenz Gleis

  • Hallo Forum,


    ich bringe einfach einmal meinenThread aus dem Schnellenkamp Forum hier rüber.
    Vielleicht kann jemand noch Einzelheiten daraus gebrauchen. :rolleyes:



    Jetzt geht es los:


    Der Modulkasten ist schon zusammen gedengelt. Er hat eine Breite von 50cm
    und eine Länge von 34,5cm (15m), daher auch der Titel des Threads.
    Als Modulkastenhöhe habe ich 15cm gewählt, so kann man auch einmal einen Bach
    überqueren, ohne gleich die Modulhöhe zu verändern.
    Ich habe die Länge von 34,5cm gewählt, da sie zum Einen einem Gleisjoch von 15m
    in Spur 0 entsprechen, und 34,5cm x 50cm eine überschaubare Anfangsgröße sind.




    Das Modul ist aus 10mm Sperholz gebaut und das Trassenbrett ist doppelt ausgeführt.
    Das obere Trassenbrett ist von unten mit Schrauben befestigt, sodass ich zum Gleisbau
    das Trassenbrett bequem vor mit auf dem Arbeitsplatz bearbeiten kann.
    Das ist deutlich komfortabler, als das komplette Modul vor sich liegen zu haben.
    Ausserdem könnte ich nachträglich noch eine Schalldämmung einfügen, falls mir die
    Laufgräusche zu laut werden.



    Die Module werden nach der ARGE Norm gebaut, da ich mich ja für etwas entscheiden
    musste.



    Bei der Schwellenkleberei habe ich vergessen Bilder zu machen, als ich die Farbe drauf geschmiert hatte fiel es mir auf.
    Deshalb hier ein Bild mit gestrichenen Schwellen.



    Und nochmal näher.



    Heute Mittag habe ich die Schienen und Kleinteile gleichmäßig eingerostet.



    heute Abend durften dann die Schienen schon einmal auf den Schwellen probeliegen.



    Mir gefällt es schon einmal recht gut, die Farbe nennt sich "Rostfarbton hell" TfR 5001 von
    RST-Eisenbahnmodellbau. Gekauft habe ich die Farbe beim "Wagenwerk" zusammen mit dem
    "Rostfarbton dunkel", welcher bei diesem Gleismodell auch noch verwendet wird.
    Der Seidenmatte "Glanz" der Rosttöne gefällt mir allerdings nicht, da muß ich mir noch etwas
    einfallen lassen.


    An den Kopfstücken habe ich Messingschrauben eingedreht, an welchen später die Schienenprofile
    zum Schutz gegen ausreißen angelötet werden.



    Von unten habe ich jeweils ein Kabel mit einem Querschnitt von 0,75 mm² an die Schienen angelötet.



    Zwischendurch erhielt ich ungewollte Hilfe von einer jungen Norwegerin, wobei die Hilfe eher zweifelhafter Natur war.



    Hier ist das Gleis schon fertig gebaut.



    Hier ist die "Einspeisung" näher zu sehen.



    Hier sieht man die noch nicht verlötetete Messingschraube unter dem Gleis.



    Und hier ist sie dann verlötet, ok, ich gebe es zu, ist ein ziemlicher Batzen, aber später
    verschwindet er ja im Schotter. Beim nächsten Modul gelobe ich Besserung.
    Ich bin ja noch Anfänger.



    Als nächstes werde ich die Schienenenden an den Kopfstücken rechtwinklig auf Maß bringen und mit dem Schotter experimentieren.


    Soweit erst einmal, sonst wird es unhandlich beim einstellen.


    Schöne Grüße
    Frank

  • Hallo Forum,


    weiter geht es. :D


    Jetzt galt es den für mich richtigen Schotter zu finden. Ich hatte mir einige Proben bestellt.
    Zum testen habe mir einige acht Zentimeter lange Brettchen geschnitten und darauf dann das Wenz
    Gleis verlegt um es mit unterschiedlichen Schottersorten einzuschottern. Das Ergebnis habe
    ich einfach mal in Bildern festgehalten.


    Bild 1) Koemo, Spur 0, Diabas Schotter Natur, 1:1 gemischt mit Diabas Schotter mittlere
    Rostpatina. Der Schotter gefällt mir, von den von mir getesteten Sorten, am besten, er ist
    eventuell ein wenig zu dunkel. Aber da kann man ja mit der Airbrush noch nachhelfen.



    Bild 2) Mini-Tec Gleisschotter Rhyolith. Davon habe ich Dussel mir am meisten bestellt und er
    gefällt mir , von den von mir getesteten, am wenigsten. Er ist zu dunkel und zu fein. Da ist
    auch mit Patina nichts mehr rauszuholen.



    Bild 3) Der bei Wenz erhältliche Schotter von Natural Scenics. Von der Körnung gefällt mir
    dieser Schotter, von den von mir getesteten, am besten. Allerdings gehen die Farben doch
    deutlich in die braun Töne, und nicht grau, wie der Schotter im allgemeinen bei der DB war.



    Bild 4) Und hier habe ich den Wenz Schotter mit dem von Mini-Tec 1:1 gemischt. Ein Versuch,
    ob man so noch etwas herraus holen kann, jetzt leuchten aber die weißen Steinchen des Wenz
    Schotters noch deutlicher heraus. Geht für mich gar nicht.



    Der leichte Glanz auf dem Schotter kommt vom Blitz, in dieser Jahreszeit ist ohne Kunstlicht
    leider nicht viel zu machen. Ich habe hier noch einmal alle vier Brettchen zusammen
    fotografiert, so hat man einmal einen Überblick.



    Von weitem sieht alles ganz Entferntaus..... ich finde der Koemo Schotter wirkt am
    realistischsten.


    Hier noch ein Bild mit Rollmaterial, der Klappdeckelwagen hat mich auch ein wenig vom
    Weiterbau des Moduls abgehalten.



    Ich habe die letzten Tage, zwischendurch immer mal wieder, an meinem Modul weiter
    gemacht. Da es ja nur ein Testmodul ist, dachte ich mir, was solls und habe das Gleis
    einfach eingeschottert. Ich hatt auf eine Geräuschdämmung verzichtet, da ich dachte,
    wo soll der Lärm her kommen, naja, jetzt bin ich schlauer.
    Von der festen Verklebung vom Gleis bis zum Modulrahmen. Es gibt einfach Erfahrungen,
    welche man machen muß...... .


    Inzwischen habe ich schon einen Modulrahmen in 60 Meter Originallänge gebaut, also
    1,38 Meter im Modell, welcher dann mit Schalldämmung versehen wird. Ich bin ja
    lernfähig. Ausserdem habe ich schon Beine für beide Module in 130 cm Höhe
    zusammen geschraubt.



    Die Geländefläche ist schon modeliert, nur leider im Bild nicht richtig zu sehen.


    Hier noch mal näher ans Gleis gezoomt.



    Also ich muß sagen, mir gefällt der Koemo Schotter schon sehr gut, er hat so gut wie
    keinen Staubanteil, lässt sich gut verarbeiten und ist durch die unterschiedlichen
    Färbungen sehr wandelbar. Das Gleisbett ist noch nicht mit Farbe behandelt, ich habe
    nur die unterschiedlichen Schotterfarben entsprechend verteilt. Hier wird mit der
    Airbrush später noch ein wenig bearbeitet, aber das Ergebnis kann sich so doch schon
    sehen lassen.


    Soweit bis hier, inzwischen hat sich noch ein wenig getan, aber davon gibt es morgen mehr.


    Schöne Grüße
    Frank

  • Hallo Arnold,


    ich nehme normale Holzlasur, die Schwellen werden in unerschiedlichen
    Farbtönen, Ebenholz, Nussbaum und einen rötlichen Farbton gestrichen.


    1 ) Schwellen kleben
    2 ) Schwellen auf gleiche Höhe schleifen
    3 ) Kanten schnitzen
    4 ) Maserung ausarbeiten
    5 ) Schwellen streichen
    6 ) nochmal leicht überschleifen
    7 ) nochmal Maserung ausbürsten
    8 ) Schwellen fertig streichen
    9 ) Gleise verlegen und einschottern



    Ich nehme keinen Klarlack, da die Holzlasur wasserfest ist.


    Viel Spaß beim Gleisbau. :)


    Schöne Grüße
    Frank

  • Hallo Frank,


    dass Selbstbaugleis ist wirklich eine schöne und feine Sache!
    Du hast das Stück Gleis wirklich sehr gut in Szene gesetzt, alle Achtung!
    Aber gestatte mir eine Frage:
    Wenn schon Selbstbau, warum dann nicht auch die Schwellen dem Vorbild gemäß bearbeiten und verlegen?
    Dabei hoffe ich richtig zu liegen und erkannt zu haben, dass dieses Stück Gleis einer Nebenbahn nachgebildet ist.
    Bitte verstehe es nicht als "nörgelei" von mir - nein es ist einfach nur eine Frage, da ich mich selbst mit diesem Thema intensiv beschäftige.

  • Null- Problemo bemerkt richtig:

    Quote

    Das ist ja der entscheidende Vorteil! Ich kann vorbildlich
    unterschiedliche Schienenprofile, Schwellen, Befestigungen und natürlich
    auch vorbildlich unterschiedliche Schwellenabstände realisieren.

    ... und das geht natürlich in der Spur Null noch um einiges "schärfer" als in 1 : 87 - solange es das Gleis betrifft!
    Bei den Weichen muß ich erst einmal sehen ... :?:

  • Hallo Ingo,


    danke fürs Lob, allerdings muß ich gestehen, ich weiß nicht so richtig worauf Du raus willst.
    In der Tat soll das Gleis ein Teilstück einer Nebenbahn darstellen.


    Würdest Du die Schwellen direkt ins Schotterbett legen, geht es um den Einschnitt im
    Bereich der Schienenstühle, oder die Bänder, damit die Schwellenenden nicht aufreißen.


    Konkretisiere doch bitte noch einmal Deine Frage


    Schöne Grüße
    Frank

  • Moin Frank,


    wenn ich es auf Deinen Bildern vom Gleis und dessen Klemmplatten / Schienenstühlchen von Wenz richtig sehe, baust Du dieses wohl mit der Nachbildung des Oberbau K? Existiert für Deine gplante Nebenbahn auch ein konkretes Vorbild?
    Nun habe ich schon wieder mit Fragen angefangen, bevor ich Dir auf Deine Frage antworte - bitte verzeih!


    Dabei sind Deine Schwellen im Gleis sehr ordentlich verlegt, soll heißen genau "in Reihe und Glied". Genau dies war auch der Anlaß meiner Fragen an Dich.
    Gerade beim Selbsbau von Gleisen kann man doch aber auch sehr schön die "wirklichen Verhältnisse" eines Kleinbahngleises - und nicht nur nach Oberbau K - nachbilden, zB. einen unregelmäßigen Schwellenabstand der Schwellen untereinander und verschiedene Längen der Schwellen, da man damals beim Bau eines Kleinbahngleises halt kostengünstig gearbeitet hat (zwingend mußte) und in der Mehrzahl dabei "gute Altgebrauchte Schwellen" wieder Fit gemacht und verlegt hat.
    So kamen dann die verschiedenen Längen der Schwellen im Gleisbild zu stande.
    Auch beim Schotter wurde gerade das genommen, welcher "Kostengünstig" zu erhalten war - nicht nur bei Ausbesserungsarbeiten im Gleis - so wurden teilweise sogar alte Schotter verschiedener Steinart von auch damals schon abgebauten und überholten Strecken etc. wiederverwendet.
    Für viele Kleinbahnen war all dies ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor und nur mit solchen Maßnahmen konnten sie dann "einigermaßen" Kostendeckend betrieben werden.
    Aber auch solch "kleinen und unscheinbaren Dinge" wie eben Wanderschutzklemmen und die von Dir erwähnten Schwellenbänder gegen ein weiteres "zerbröseln" der Schwellen machen ein Kleinbahngleis aus, es belebt dieses regelrecht.
    Die von Dir bemerkten "Einschnitte" für die Schienenplatten / Schienenstühlchen hatten bei weitem nicht alle Schwellen - gerade bei Kleinbahngleisen - aufzuweisen.
    Diese können vernachlässigt werden!


    Kurioser Weise haben wir beide, und dass völlig unabhängig von einander, den gleichen Gedanken beim Bau eines Modul / Segment in der Vorbildlänge des nachgebildeten Stück Gleis von 30 Meter gehabt, Du etliche Monate früher als ich in Spur Null und ich später in H0, dabei versichere ich Dir, dass ich wirklich erst gestern (leider) auf Dein Thema hier in diesem Forum gestossen bin!
    Schon seit einiger Zeit habe ich den Plan - eigentlich seit dem erscheinen der Gleisbauteile von Wenz - mir auch in der Spur Null ein schönes Stück Kleinbahngleis nach einem konkreten Vorbild zu erstellen. Dabei inspirieren mich gerade jetzt unter anderem Deine verschiedenen "Schotterproben" welche Du wirklich hervoragend in Szene gesetzt hast zu einem Baubeginn!
    Dafür muß ich Dir danken!


    Frank, bitte vestehe meine Ausführungen nicht als Kritik an Deiner Arbeit, diese ist über jeden Zweifel erhaben, auch möchte ich Dir gegenüber nicht als "Schulmeister" auftreten, mich interessiert einfach nur eine so exakt wie nur möglich in diesem Fall durch die Gleisbauteile von Wenz dem Vorbild nachgestellte Szene eines Kleinbahngleis - und Du bist nunmal derjenige, welcher mit diesen Materialien bis hierher gearbeitet hat und auch noch hoffentlich weiter arbeiten wirst.


    Ich hoffe nun, dass ich erklärt habe worauf "ich hinaus will". :)

  • Hallo Ingo,


    sorry, dass ich jetzt erst antworte, ich hatte viel um die Ohren.


    Für mein Gleis gibt es kein konkretes Vorbild. Vielleicht sollte ich noch sagen, dass ich Anfang der siebziger Jahre fahre.
    Zu dieser Zeit wurden schon einige Nebenbahnen renoviert. Auch baue ich mein Gleis in 15m Gleisjochen, 30m Gleisjoche
    wären für die Zeit zwar richtiger, jedoch wird es schwieriger die Module in vernünftige Längen zu bringen. 30m Gleisjoch
    sind etwa 70cm, für ein Modul ein wenig kurz, zwei mal 30m Gleisjoch sind dann schon etwa 135cm, meines Erachtens ein
    bischen lang für ein Modul. Deshalb bin ich auf die 15m Gleisjoche gekommen. Drei Gleisjoche a 15m geben im Modell eine
    Modullänge von etwas über einen Meter.


    Auch wenn es so aussieht, die Schwellen liegen nicht exakt gleich und die Schienenstühle liegen auch ein wenig kreuz und quer.
    Nur denke ich, in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts war auf wichtigeren Nebenbahnen durchaus ein gepflegteres Gleis
    anzutreffen. Genau dies ist mein Ziel, jedoch schnitze ich schon einmal die eine oder andere Schadhafte Schwelle ins Gleisbett.
    Mein Ziel ist es mit meinen Modulen an Modultreffen teilzunehmen, da auf unterrangingen Nebenbahnen auch sehr wenig
    Bahnverkehr stattfand, ist es nicht mein Ziel dies darzustellen. Ich möchte Betrieb machen und nicht nur ein Gleis angucken.
    Deshalb versuche ich eine stärker frequentierte Nebenbahn darzustellen.


    Ich weiß nicht, ob Du bereits gesehen hast, dass ich schon ein wenig weiter bin, als nur diese "15m Wenz Gleis" .


    Landhandel in Modulbauweise


    Ich habe bisher knapp vier Meter Wenz Gleis gebaut, das ist eine menge Arbeit und ich möchte eigentlich nicht noch mehr Arbeit,
    zum Beispiel in Schwellenbänder, investieren. Für ein Schau Modul vielleicht, aber sicher nicht für ein größeres Arrangement.


    Im Übrigen ist angedacht, die Gleise am Landhandel etwas Rustikaler darzustellen, da bei der Aufarbeitung der Bahnstrecken
    meist die Gleisanschlüsse ausgespart wurden. Momentan arbeite ich an zwei Wagenprojekten und gestalte die vorhandenen
    Module erst einmal aus. Ich denke, ich werde in diesem Jahr noch meine erste Weiche in Angriff nehmen, aber alles zu seiner
    Zeit, beim Modellbau möchte ich mir keinen Stress machen, den habe ich in meinem Job schon genug.


    Schöne Grüße
    Frank

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