Königsberg in Bayern

  • @Kpt. Blaubär
    Die FREMO-Norm ist da etwas toleranter!


    Lenz hat ein kleineres Radsatzinnenmaß. (Ich glaube 28,6 mm oder etwas mehr) und ich vermute, dass ältere Fahrzeuge wohl noch ein geringeres Radsatzinnenmaß aufweisen können.


    Die FREMO-Norm sieht ein Spanmaß von 28,0 bis 28,3 mm vor, schließt aber gleichzeitig den Maximalwert von 2,0 mm bei der Rillenweite aus, so dass sich automatisch ein Spanmaß von 28,6 mm ergibt. (Hier ist ein Fehler in der Norm. Die Werte wurden hier einfach aus der NEM übernommen)




    Deine Weichen wären aber so oder so nicht (FREMO-)normkonform, da die 28,6 mm unterschritten werden!


    Das ist auch mein Dilemma.
    Würde ich die Weichen bauen, wie ich es für richtig halte, wären sie nicht mehr normkonform. Ältere und sogar Lenz-Fahrzeuge würden wie bei Dir im Herzstückbereich auflaufen.
    Um nun die Norm einzuhalten, muss ich entsprechende Kompromisse eingehen.


    Vorteil ist, es muss nicht ein einziges Fahrzeug umgebaut werden. 8)



    Gruß
    Joachim

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  • Hallo Joachim,
    da geht der Fremo denn anderen Weg. Ich habe hier mal die entsprechenden Werte aus der NEM 310 heraus kopiert, zur Verdeutlichung!



    Die von Dir genannten 28,8mm Radsatzinnenmaß sind der untere Minimalwert. Das will ich für meine Weichen nicht, da sonst der Abstand der Radlenker und die Abstände im Herzstück zu groß.
    Tja wie sagte mein Bekannter aus der Spur 1pur Szene, NEM ist und bleibt mit großen Kompromissen behaftet und damit in seinem Augen "Murks".
    Meine Lenz Wagen gehen darüber weil die alle Petau Räder haben! Damit bewege ich mich dann in dem Bereich was in H0 finescale ist. Somit liege ich doch bei deinen 90% recht nahe?!
    Außerdem soll es im Fremo ja letztens eine Großbestellung gegeben haben!?


    Gruß
    Kpt. Blaubär

  • Hi Weichenbauer und Zehntel-Freaks,


    die Petau-Schlappen sind mit 0,3 mm Überbreite ein wirklich brauchbarer Kompromiss. - bei Wagen :!:


    Bei den Loks von der Stange gibt´s bei Holger Grähler passende Schuhe. Bei Kleinserien-Loks warne ich vor Experimenten :!: Ein Ausrutscher auf der Maschine und dann :?: Ersatz ist nicht in Sicht :!:


    Allen Weichenbauern sei außer der NEM noch das ARGE-Weichenheft ans Herz gelegt :!:


    Null-Problemo :thumbup:

  • Diese Woche habe ich die Modulkästen nochmals von innen gestrichen. Also auch wieder nichts spannendes, aber so kann ich beim Gleisbau gleich die Verkabelung mit machen.




    Auch sind die ersten Ätzteile gekommen, so dass der Gleisbau demnächst beginnen kann.




    Es fehlen nur noch etwas Farbe auf den Schwellen und der Hartschaum für den Landschaftsbau. Der ist bestellt, aber leider noch nicht da! :(



    Gruß
    Joachim

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  • Es geht langsam weiter. Leider warte ich immer noch auf den Hartschaum und die fehlenden Ätzteile.
    Ich hoffe, dass beides bis Weihnachten kommt.


    Während der Wartezeit habe ich die Unterlagsplatten aus dem Rahmen gelöst




    ...und die Schienennägel aus Heftklammern zurechtgeschnitten.




    Gruß
    Joachim

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  • Inzwischen ist der Hartschaum auch bei mir gelandet, so dass ich diese Woche die Lücken in den Modulen füllen konnte.


    Zunächst habe ich die benötigten Stücke passend zurechtgeschnitten.




    Die einzelnen Teile wurden dann mit normalen Styroporkleber eingeschmiert...




    ...und eingesetzt. Am Ende ergibt sich eine geschlossene Fläche.




    Nach dem Trocknen wird die Landschaftsform entsprechend herausgearbeitet.


    Durch das einbringen des Hartschaums wird der Gleisbau einfacher, da dadurch alles auf einer Ebene ist.



    Gruß
    Joachim

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  • Weihnachten und die damit verbundene Hektik ließen die Arbeiten in Königsberg diese Woche langsamer voranschreiten.
    Ich habe zwar angefangen mit der Landschaftsformung, bin aber leider noch nicht fertig.




    Gruß
    Joachim

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  • Es ist zwar noch nicht Weihnachten,...
    ...aber heute kam der Postbote mit einem großen Paket.


    Darin waren die Ätzteile für die einfachen Weichen. :)




    Bei der Konstruktion musste ich leider ein paar Kompromisse eingehen, da es fertigungstechnisch nicht umzusetzen war.
    Die Befestigungen der Gleitplatten fehlen. :(


    Aus optischen Gründen habe ich die gebogene Backenschiene als durchlaufenden gleichmäßigen Bogen ausgeführt, so wie bei den meisten Modellweichen. Beim Vorbild waren die Bögen zum Teil mehrfach geknickt. Da dieser Anblick aber für die meisten ungewohnt und im Modell irgendwie falsch aussieht, habe ich darauf verzichtet.
    Asche auf mein Haupt.


    Das Herzstück wird nicht als Gußteil ausgeführt, sondern Schienenprofile im entsprechenden Winkel aneinander gesetzt.


    Die restlichen Anpassungen/Abweichnungen sind durch die Norm vorgegeben.


    Wenn die Landschaft fertig vorbereitet ist, kann es somit endlich mit dem Gleisbau losgehen!



    Gruß
    Joachim

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  • Ja, ich gebe es zu, ich konnte mich nicht beherrschen...
    ...und habe ein klein wenig mit dem Weichenbau angefangen! :whistling:


    ...und das, obwohl ich noch nicht mit der Vorbereitung der Landschaft fertig bin. ;(


    Ich habe aber auch nur ein ganz klein wenig angefangen. (Man muss doch schließlich sehen, ob es passt und wie es aussieht! :rolleyes: ...und außerdem ist doch bald Weihnachten!)


    Zunächst habe ich mal die Platten für den Zungenbereich vom Rahmen getrennt.




    Danach habe ich die Gleitplatten mit einem Lötkolben noch am Rahmen verzinnt. Zuvor habe ich diese mit einem Roco-Rubber gesäubert und die Oberfläche angeraut.




    Als nächstes wurde das erste Gleisstück (Hegob) auf die Platte mit der Flamme gelötet. Auch hier habe ich zuvor das Gleis mit dem Roco-Rubber gesäubert und mit einem Lötkolben verzinnt. Die Platte wurde mit einem Messingpinsel vorbereitet.




    Nach dem die Gleitplatten vom Rahmen getrennt waren, wurde eine nach der anderen aufgelötet.
    Das Ergebnis:




    Ich gelobe Besserung und werde erst die Restarbeiten an der Landschaftsform machen bevor es mit dem Gleisbau weiter geht.


    ...na vielleicht teste ich noch, ob das Herzstück oder die Radlenker auch passen... ;)



    Gruß
    Joachim

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  • Die Landschaft ist nun auch fertig vorbereitet.


    Die Ritzen und Löcher wurden noch verspachtelt.




    Nach dem Trocknen wurden letzte Unebenheiten beseitigt. Danach habe ich die Landschaft mit normaler Dispersionsfarbe in einem Erdton gestrichen.




    So, jetzt kann Weihnachten kommen.



    Gruß
    Joachim

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  • Wie angedroht, konnte ich mich nicht beherrschen und musste noch schnell vor Weihnachten ein wenig basteln.


    Also habe ich mich über die Radlenker her gemacht.
    Zunächst wurden die Futterstücke verzinnt und vom Rahmen getrennt.




    Dann wurden die einzelnen Schichten mit der Flamme aufeinander gelötet.




    ...und eine erste Stellprobe gemacht. (Ja, gefällt mir :thumbup: )




    Als nächstes wurde der Radlenker (Messing L-Profil 3 x 2 mm, 0,5 mm) gebogen, verzinnt und aufgelötet.
    Warum Messing L-Profil 3 x 2 mm?
    Das Schienenprofil ist ca. 3,2 mm hoch. Normalerweise sind die Radlenker höher als das Schienenprofil. Da aber zum einen die Rillentiefe 1,6 mm betragen muss und zum anderen die Radlenker beim Reinigen der Schienen nicht im Wege sein sollen und somit Ihre (später aufgebrachte) Farbe behalten, ist eine Höhe von 3 mm optimal. Die Spurführung ist dabei nicht betroffen.
    Aufgrund der tiefe der Futterstücke weiß ich auch noch nicht, ob ich die Verschraubungen darstellen soll. Die Schrauben würden in der "Luft" hängen. Ob es jemandem auffallen würde...
    Die Schrauben können aber später noch nachgerüstet werden, so dass mir ein einfaches Messing L-Profil passend erschien.




    Danach wurden die Futterstücke aufgelötet.




    Zum Schluss habe ich dann noch das Schienenprofil aufgelötet und die Schraubenlöcher für die Befestigung der Radlenker auf der Platte gebohrt.




    Jetzt noch schnell ein Baum bauen (1:1) und dann kann Weihnachten endlich kommen!



    Gruß
    Joachim

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  • Weihnachten ist vorüber und weiter geht es mit den Herzstücken.


    Zunächst wurden wieder die Futterstücke verzinnt...




    ...und aufeinander gelötet.




    Danach erst einmal wieder eine "Stellprobe" :thumbup:




    Als nächstes wurden die Flügelschienen aufgelötet.




    Leider habe ich hier etwas gepfuscht! :thumbdown:
    Die im Bild vordere Flügelschiene steht etwas hoch (ca. 0,5 hundertstel) und erzeugt so einige Spannungen, so dass ich hier erst einmal aufgehört habe, um nicht alles zu versauen! Ich werde die Flügelschienen nochmals ablöten und neue auflöten, wobei ich an den Knickstellen den Schienenfuß einsägen werde. Ich hatte gehofft, das es ohne auch geht.



    Gruß
    Joachim

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  • Irgendwie hatte ich bei den Radlenkern ein ungutes Gefühl und habe mich dann heute entschieden die Radlenker nochmals zu ändern!


    Laut Norm soll die Rillenweite genau 1,7 mm betragen.




    Damit würde aber kein einziges Lenz-Fahrzeug ohne Umbaumaßnahmen über die Weichen rollen. Alle Fahrzeuge würden auflaufen (Radsatzinnenmaß Lenz = 28,6 mm, Spanmaß = 32,0 - 1,7 - 1,7 = 28,6 mm).
    Ich wollte zwar meine Fahrzeuge umrüsten, aber Fremdfahrzeuge "out of the box" könnten dann Königsberg nicht besuchen.


    Ich habe daher die Rillenweite an den Radlenkern - entgegen der Norm(!) - auf 2,1 mm erhöht.
    Die Rillenweite beim Herzstück bleibt normgerecht bei 1,7 mm.



    [Oben Rillenweite 1,7 mm, unten 2,1 mm]



    Die Umbaumaßnahme kostet zwar etwas Zeit, aber ich denke, dass es nur von Vorteil sein kann.



    Gruß
    Joachim

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  • Hallo Joachim,


    Du hast am Anfang Deiner Vorstellung Dich streng auf die Fremo-Norm (welche keine Norm ist) bezogen und alle anderen Einwände von Forumteilnehmern damit abgetan.


    Nun wirst Du selbst Deiner Vorgaben abtrünning, wenn es um die Gleisübergänge zwischen den einzelnen Modulen geht. In Fremo steht, dass Gleise stets im 90 Grad-Winkel zur Modulkante stehen sollen.

    Grüße aus Lappersdorf (bei Regensburg)


    Heinz ;)

  • Hallo Heinz,


    der Bahnhof Königsberg gilt als ein Modul (in mehreren Teilen). Am Anfang und am Ende sind die Gleisübergänge rechtwinklig und normgerecht. Der Übergang erfolgt mit den von der Norm vorgegebenen Kopfprofilen.


    Die Module (Teile) sollen fest nach den Vorgaben der Norm gebaut werden!


    Wie in Beitrag 61 schon geschrieben ist die Norm bezüglich der Maße bei den Gleisen widersprüchlich.
    Ich wollte auch hier normgerecht bleiben, hatte dabei aber ein flaues Gefühl in der Magengegend und habe mich daher entschlossen hier von der Norm abzuweichen!


    Würde ich hier hart an der Norm bleiben, könnten eben nur Fahrzeuge mit Fineschale-Radsätzen durch Königsberg fahren. Da aber bei dem einen oder anderen eine gewisse Scheu besteht seine alten Messingdampfer oder selbst Lenz-Fahrzeuge umzurüsten, ist diese Abweichung sicherlich im Interesse aller.



    Gruß
    Joachim

  • Der nächste Schritt auf dem Weg zum fertigen Modulbahnhof:


    Für die Kabel zum Anschluss der Stromversorgung an die Gleise habe ich zwischen den Schwellen entsprechende Löcher gebohrt.
    Jedes Schienenstück wird mit einem eigenen Kabel versehen. Schienenverbinder werden nicht benutzt.




    Durch die Löcher werden dann die zuvor verdeckt an den Schienenfuß gelöteten Kabel (hochflexible Litze mit einem Querschnitt von 1,0 mm) durchgesteckt.




    Für die Stellmechaniken der Weichen habe ich jeweils ein Langloch mit Bohrer und Multitool gebohrt.
    Das Langloch fällt groß aus, was aber beabsichtigt ist! Später wird das Loch durch eine Abdeckung von oben verschlossen.
    Von unten greift die Stellmechanik.




    An den Modulenden habe ich noch Messingschrauben eingeschraubt, auf die später die Schienenenden gelötet werden.




    Jetzt (endlich) können die Schienenprofile aufgenagelt werden.



    Gruß
    Joachim

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