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Husbert

Oberfahrdienstleiter

(364)

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1

Thursday, November 7th 2019, 9:42pm

Was ist uns unser Hobby wert?

Um es vorweg zu sagen: Ich will mit meinen Gedanken niemandem etwas vorwerfen oder nachsagen, nur vielleicht den Einen oder Anderen zum Nachdenken ermutigen.
Ich spreche von den , für mich nicht immer vollziehbaren, Verkäufen von hochwertigen Lokomotiven und Zubehör.
Seit September 2019 bis heute haben ca. 50 Lokomotiven den Besitzer gewechselt bzw. wurden zum Verkauf angeboten.
Nehme ich mal einen Mittelwert von 1000 € vom unteren Preissegment (475 €) bis zum obersten (ca. 1500 - 2.500 €) so komme ich locker auf über 50.000 €. Der Verkaufspreis liegt dann durchschnittlich

15-20 % niedriger.

Welch ein Verlust und das in knapp 3 Monaten.
Ist es nur der Will-ich-haben-Effekt oder weiß ich mit meinem Geld nichts anzufangen. Richtige Sammler geben im allgemeinen ihre Schätze nicht ab. Ich kenne z.B. einen Franken der würde seine Loks ums Verrecken nicht verkaufen. Ich habe ihn garnicht erst gefragt ob er würde.
Bald geht es wieder los - die Modellbahnneuvorstellungen und die Wünsche überschlagen sich wieder. Geben wir nicht ein falsches Signal an die Hersteller?
Etwas nachdenklich Husbert

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HüMo

Bahngeneraldirektor

(1,906)

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2

Thursday, November 7th 2019, 10:29pm

Spieler & Sammler

Hallo Husbert
den von dir beobachteten Effekt führe ich zum großen Teil darauf zurück, dass es sich häufig um "Spieler" handelt, die Loks verkaufen. Und weniger häufig um Sammler.
Und die "Spieler" sind gern bereit, für ihr Spiel einen gewissen Wertverlust als Bezahlung zu akzeptieren.
Und solange finanzkräftige "Spieler" dieses Kaufen-Verkaufen-System am Laufen halten, können letzlich alle anderen Nachfolgenden auch davon profitieren. Denn wo gibt es sonst so günstig so schöne Loks zum Träumen und zum Kauf.
Als "early adopter-Typ" (:)) gefällt mir das.
Beste Grüße
Hendrik

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Mö_

Schaffner

(93)

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3

Thursday, November 7th 2019, 11:06pm

Moin zusammen,

ich habe den Eindruck, dass in letzter Zeit vermehrt 1:43,5-Dampflokmodelle angeboten werden. Es gibt dafür sicherlich viele Gründe, warum sich die Verkäufer davon trennen möchten. Ich bin der Meinung, dass wir gerade den Abgesang von 1:43,5 erleben und der Schwenk hin zu 1:45 immer deutlicher wird. Manche Baureihen sind in letzter Zeit als Neukonstruktion mit im Vergleich zu "alten Messingdampfern" höherem Spielwert erschienen. Ohne Digitalausstattung mit Klingeltönen, ferngesteuerten Kupplungen und anderen Effekten läßt sich heute kein Blumentopf mehr gewinnen. 1:43,5 halte ich für ein abgeschlossenes Sammelgebiet, in dem die letzten Aufrechten noch viele Jahre die Fahne hochhalten werden. Ich rechne hier mit einer Entwicklung, wie sie Briefmarken- und Münzsammler oder Märklin H0-Sammler schon hinter sich haben. Falls man sich von seinen alten Schätzen trennen möchte, dann lieber jetzt als später. Wer heute eine P8 kaufen möchte, sieht sich eher bei Lenz und Co. um. Modelle von Kiss, Wunder oder wem auch immer aus der alten Garde haben da nur noch wenig Chancen, es sei denn über den Preis. Und jetzt könnt ihr mich teeren und federn...

Viele Grüße,
Carsten

This post has been edited 1 times, last edit by "Mö_" (Nov 7th 2019, 11:16pm)


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4

Thursday, November 7th 2019, 11:24pm

Des einen Leid . . .

Hallo Husbert!
Interessanter Aspekt, aber das verteilt sich ja auf eine Reihe von Verkäufern und es gab bestimmt auch viele glückliche Käufer.

Ich gebe an Hersteller immer ein deutliches Signal. Loks in der Klasse über 1.000 EUR leiste ich mir bislang nicht :rolleyes: . Ich möchte fahrbare Loks für einen Modellbetrieb mit gealterten Loks. Da ist die letzte Niete nicht so wichtig.
Aber ich habe auch schon so manche Lok gekauft, bei der ich später festgestellt habe, dass sie doch nicht so passt. Das liegt aber insbesondere daran, dass ich mich immer konkreter auf ein Thema konzentriere (Stahl- und Hafenbahn). Es geht auch immer mehr in die modernen Epochen rein. So habe ich längst alle Ep. III-Modelle aus den Anfangszeiten verkauft (mein Kollege übrigens auch). Natürlich war da auch etwas mit Verlust dabei, aber das ist beim Hobby auch ok. Und in der eher unteren bis mittleren Preisklasse dann wiederum eher akzeptabel.
Viele Grüße, Moritz

P.s. Schwach werde ich übrigens sofort, wenn modernere 3-4-achsige Rangierloks angeboten würden. Da könnte es dann mal sein . . . :whistling: Aber die würde ich auch nicht mehr abgeben ;) .
Weniger ist (nicht) mehr ;) - schwer müssen sie sein - Stahlbahn Ep. IV bis VI

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BwLoehne1

Rangiermeister

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5

Thursday, November 7th 2019, 11:45pm

Hallo Husbert
Das ist sicherlich auch der neuen Zeit geschuldet!
Noch vor wenigen Jahren ging man zu seinem Fachhändler seines Vertrauens und konnte sich seine in die engere Wahl gezogenen Modelle zeigen lassen, um dann nach Brieftasche und oder Gefallen auszuwählen.
Heutzutage läuft es in der Regel leider so: Hersteller xy kündigt ein Modell z an, natürlich als 1x Auflage.
Ansehen beim Händler? In der Regel heutzutage leider Fehlanzeige!
Wenn man denn überhaupt in der Nähe noch einen hat...
Also bestellen auf Verdacht.
Irgendwann ist dann der große Moment: Das Modell ist angekommen.
Also auspacken, anschauen und ausprobieren.
Nun kann es sein, das
- man sich freut. Es war die richtige Wahl, das Modell ist so wie man es sich vorgestellt hat
- man sich denkt: na ja, geht so, ist nicht ganz so, wie man es sich gewünscht hätte.
- man enttäuscht ist: Die Proportionen oder die Lackierung passen nicht oder der Antrieb ist nicht so wie erhofft usw usf
Gehört das Modell zu den letzten beiden Kategorien, wird man das besagte Modell sicher früher oder später verkaufen...
Oder man versucht eben, das Modell zu verbessern, indem man selbst "Hand anlegt".
Das aber ist auch nicht Jedermanns Sache...
Ich sehe dies aber nicht als Entwertung des Hobbys; nein, die Voraussetzungen haben sich halt so verändert, wie sie jetzt sind.
So oder so, Hobbys kosten nun Mal Zeit, Geld und manchmal auch Nerven...
Gehört halt dazu...
In diesem Sinne,
Grüße
Thomas bwloehne1
Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.(Ringelnatz) :thumbup:

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6

Friday, November 8th 2019, 7:14am

Hallo Husbert,

ich halte es wie der von Dir erwähnte Franke. Meine Loks sind mir an das Herz gewachsen und ich gebe keine her.

Die Kiss Loks haben zwar nicht den richtigen Maßstab Baureihe 58 und 95 aber für mich sind Sie einfach Kunstwerke und meine Lieblinge.

Die Baureihe 44 kommt demnächst warscheinlich von einem anderen Hersteller aber deswegen die robuste und für mich das amerikanische Schwermetall verkörpernde MTH 44er abgeben - auf keinen Fall.

Jede Lok hat irgendwas besonderes - sei es technisch - die Ausführung - die Ausstrahlung - ich mußte einiges auf mich nehmen um sie zu bekommen usw.

Ich sehe das bei den Verkäufern von Loks so:

Wir erleben ja zur Zeit eine für Spur 0 ungewohnte Massenproduktion von Lokomotiven.
Alles wird zur Masse und man entwickelt kein Gefühl und Liebe mehr zur einzelnen Lok.
Sie ist für den Besitzer nichts besonderes und nur der Verlust des Wertes ist ärgerlich.

Wenn man in die Verkauftsangebote hier im Forum schaut heißt es zu 99 Prozent neu - noch nie aus der Packung gewesen usw. dabei sind einige Loks schon Jahre aus der Produktion.
Schade für die Loks und deren Besitzer das sie Ihre Loks nicht genießen konnten. Aber Besitzen kann ja auch sehr erfüllend sein. Nur mein Ding ist das ja nicht.

Gruss
Michael
Meine Ausstattung - ESU Ecos, ESU Belegmelder, Roco WlanMaus und DaisyII, Steuerrung mit iTrain Software.

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7

Friday, November 8th 2019, 8:34am

Moin
Ich finde in meinem „Hobby“ eigtl. sehr viel was mich begeistert und was mich antreibt auch über das Hobby hinaus im alltäglichen Leben.
Ich muss zugeben das es sogar einen sehr hohen persönlichen Stellenwert für mich hat und ich auch mittlerweile recht viel Zeit damit verbringe.
Bei mir ist es manchmal so man kauft sich z.B. Die dreiachsigen Umbauwagen weil man die einfach noch von früher kennt oder die V 200 einfach ein must have ,und sie sehen toll aus und man erfreut sich daran ,aber irgendwann stellt man fest ,Mensch die bringe ich gar nicht in Einsatz weil den Dienst für die Umbauwagen hat aufgrund des allgemeinen zurück gehenden Personen Aufkommens der Vt 98 übernommen und der ist mir viel mehr ans Herz gewachsen.
Nun irgendwann kommt der Tag eines neuen Projektes und dann verkaufe ich halt nicht mehr benötigte Dinge und ich denk das der ,oder die Käufer dann auch ihre Freude damit haben werden.
( aber die Umbauwagen da hat mein Herz schon geblutet )
Bis dann
Micha

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Husbert

Oberfahrdienstleiter

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8

Friday, November 8th 2019, 8:43am

@all
Vielen Dank für die Resonanz.
Persönlich bin ich fast am Ende mit Rollmaterial. Was auf meiner Liste steht sind wirkliche Herzenswünsche - 2 Urgesteine bayerischen Lokomotivbaus.
Gemäß meinem Nebenbahnthema gibt es auch keine weiteren Neuanschaffungen von Waggons. Ich wüßte auch nicht welche.
In H0-Zeiten habe ich alles gesammelt was bayerisch war - und den Überblick verloren.
Seit meinem Start in Spur 0 habe ich fast nur gebrauchtes Material gekauft und für meine Zwecke modifiziert. Alle anderen Waggons sind Geschenke meiner Frau und Kinder die aber eine Möchtegernliste bekommen hatten.
Was bleibt ist basteln,basteln und nochmals basteln. Je schwierige und aufwändiger umso besser. Was ich zuhauf habe ist Zeit und die kostet ja nix.
Z.Zt. tobe ich mich ja bekannterweise an den alten Raimo/Billerwagen aus. Hier mein Dank an die vielen Vordenker.
Zum Schluß noch ein Hinweis: Sonntag ist Martinstag und da gibt es wieder die Familiengans getreu seinem historischen Verdienst: Teile mit den Bedürftigen. Kinder sind ja immer bedürftig. :rolleyes:

Schönes WE
Husbert

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moba-tom

Bahndirektor

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Friday, November 8th 2019, 9:53am

Nehme ich mal einen Mittelwert von 1000 € vom unteren Preissegment (475 €) bis zum obersten (ca. 1500 - 2.500 €) so komme ich locker auf über 50.000 €. Der Verkaufspreis liegt dann durchschnittlich

15-20 % niedriger.

Welch ein Verlust und das in knapp 3 Monaten.


Hallo zusammen,

natürlich ist mehr Bewegung im Fahrzeugmarkt unserer Spur zu erkennen als vor einigen Jahren. Das liegt an immer mehr verfügbaren (also tatsächlich verkauften) Modellen und natürlich an der immer größer werdenen Zahl der Nuller. Das ist für mich erstmal völlig logisch.

Die Rechnung von Husbert hat m. E. einen Haken: die errechneten 50.000 € sind der reine Angebotspreis, vielleicht sogar der Verkaufspreis, das ist richtig. Aber was bedeutet:

Quoted

Welch ein Verlust und das in knapp 3 Monaten.

Damit wird angedeutet, dass jemand in 3 Monaten 15 bis 20 % Verlust machen würde... das mag ja vielleicht auch richtig sein, aber nach meiner Erfahrung ist dieser Wert auch nach einigen Jahren nicht höher.... und das ist doch ein sehr guter Wert!

Bei mir ist das i.d.R. so:
- Ich kaufe keine vorbestellten Fahrzeuge, also keine "Katze im Sack"... Man muss halt etwas geduldiger sein, alles kommt irgendwann wieder!
- Ich kaufe gerne gebrauchte Fahrzeuge, da ist der Wertverlust meist schon runter...
- Ich habe einen Fahrzeug"park", den ich überwiegend aus dem Verkauf meiner H0-Anlage finanziert habe. Wenn ich ein neues Fzg möchte und kaufe, kommt ein anderes weg... quasi Refinanzierung 8)

Aber wie immer: keine Regel ohne Ausnahme! :rolleyes: Ist ja schließlich mein Hobby!

Abschließend zur Eingangsfrage: "Was ist uns unser Hobby wert?" Da ich einen großen Teil meiner Freizeit mit diesem Hobby verbringe, ist es mir unter dem Strich sehr viel wert... d.h. ich investiere Zeit und Geld in einen Bereich, der mir sehr viel Spaß macht und meist Entspannung bringt. Aber immer nur so viel, dass keiner in meiner Familie auf etwas verzichten muss.

Deswegen kein "nachdenklicher" sondern ein fröhlicher Gruß,
Thomas
ARGE-Mitglied Nr. 1875
Meine Anlage: Bischofsheim in den 60ern

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tokiner

Bahnhofsvorsteher

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10

Friday, November 8th 2019, 2:42pm

Eigentlich ist die Antwort auf die Eingangsfrage doch leicht zu beantworten:

Mir ist das Hobby soviel wert, wie ich bereit bin auszugeben!

Wenn ich dem Wunsch nachgebe, ein Modell sofort nach dem Erscheinen zu besitzen, dann muss ich halt die volle Kohle auf den Tisch legen.
Eventuell ärgere ich mich, wenn das Modell später günstiger zu Haben ist. Aber das muss ich halt in Kauf nehmen und darf nicht jammern.
Der Frust, ein Montagsmodell oder eine Fehlentwicklung zu haben ist allerdings bei frühen Käufen eine Gefahr.

Wenn ich sage, ich kann auch auf eine gute Gelegenheit warten, dann ist die Chance auf einen viel niedrigeren Preis sehr groß.
Eventuell muss ich aber lange Zeit neidisch auf die anderen Besitzer des Modells schauen. Aber das muss ich halt in Kauf nehmen.
Der Genuß, später ein Schnäppchen zu kriegen, kann sehr befriedigend sein.

Also muss ich mir jederzeit die Frage stellen:
Ist das Besitzen der Sache wichtiger als der möglichst niedrige Preis?
Muss ich mit dem Geld fürs Hobby knapsen oder kann ich ohne Sorge Geld fürs Hobby ausgeben?

Das sollte jeder mit sich ausmachen und den Weg wählen, der die höchste Zufriedenheit bringt.
"Erwachsene" Menschen treffen die Entscheidung und leben damit, ohne sich nachher zu ärgern.

Ich war früher auch eher der Haben-wollen-Typ und habe schnell die Neuheiten gekauft.
Aus diversen Erfahrungen denke ich heute etwas anders.

Soviel meine 5 Cent dazu.

Auf jeden Fall hat ein Vorschreiber recht: auch schwer zu kriegende Fahrzeuge kommen irgendwann auf den Markt.
In der Spur 0 muss man halt einfach geduldig bleiben, dann kommt man schon irgendwann zum Ziel.

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Friday, November 8th 2019, 4:02pm

Hallo Werte Forengemeinde,
was ist mir mein Hobby wert?
Ich kaufe nur Modelle, die in mein Konzept
passen. Aber wenn ich nur auf sogenannte
Schnäppchen warte, wird es früher oder später
keine neue Modelle mehr produziert.
Die Hersteller und Händler wollen ja auch
was verdienen. Nichts gegen ein Preisvergleich
bei Neuware, aber von Gebrauchtwaren können
Hersteller und Händler nicht leben. Ausserdem,
wenn ich ein Modell auf dem Markt suche und
jage dem "heiligen Gral" über mehrere Jahre...
Ich werde nicht jünger und möchte jetzt mein Spaß
haben.....
Ist meine Meinung!
Schönes WE und habt Spaß mit eueren
Modellen...
Peter Jung

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12

Friday, November 8th 2019, 4:18pm

"Ich kaufe nur Modelle, die in mein Konzept passen"
Hallo Peter,
genau das ist für Modellbahner das wichtigste Kriterium. Lassen wir also mal die Sammler aussenvor.
Warten auf den günstigsten Preis bringt nichts da es doch Preisschwankungen im Angebot gibt.
Wenn ich mich für ein Modell entscheide dann muß es 1. in die gewählte Epoche und 2. zu meinem Anlagenthema passen. In einen Landbahnhof/Rangiermodul ohne große Industrieanlieger paßt so wirklich keine 50er.
Husbert

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13

Friday, November 8th 2019, 4:29pm

Liebe Mitleser,
weil der Platz auf meiner überschaubaren Anlage die „Sammelwut“ automatisch beschränkt, bleibt oder blieb mir nichts anderes übrig, als die Gesamtzahl meiner Treibfahrzeuge auf ca. 15 Exemplare zu begrenzen, allein schon um die Bahnhofs- und Durchfahrtsgleise nicht zu verstopfen.
Darunter befinden sich einerseits Fahrzeuge, an denen ich meine Freude habe und die ich mit Sicherheit nicht freiwillig weggeben werde. Andrerseits existieren aber immer auch einige Loks oder Wagen, die ich irgendwann einmal für gutes Geld erworben habe, deren anfängliche Freude aber mit der Zeit verblasst, was sich durch sehr seltenen oder gar fehlenden Betriebseinsatz zeigt. Grund hierfür mögen nicht zu behebende unbefriedigende Fahreigenschaften sein, durchaus aber auch unerklärliche Ursachen, die im emotionalen Bereich zu suchen sind. Diese Fahrzeuge werden dann oft mit Verlust verkauft, wobei aufkeimende Bedenken über den zweifellos vorhandenen finanziellen Schwund durch dreierlei Argumente neutralisiert werden:

1. Ich hatte schließlich eine gewisse Zeit meine Freude an dem damaligen Neuzugang, sonst wäre er mir den Anschaffungspreis nicht wert gewesen. Diese Freude alleine darf schon gerne etwas kosten, sie ist Teil meines Hobby’s.
2. Das gute Gefühl, einem Kollegen im Geiste zu einem Schnäppchen verholfen zu haben, an welchem derjenige sich seinerseits nun wieder erfreuen kann, kommt mir auch entgegen.
3. Schließlich kommt noch die Vorfreude darüber hinzu, das veräußerte Stück durch ein anderes, begehrteres zu ersetzen.
Gruß, Michael



Das Überflüssige ist eine sehr notwendige Sache :P

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14

Friday, November 8th 2019, 5:54pm

Hallo Hubert,
wieso passt eine 50er nicht zur Lokalbahn?
Diese Maschine wurde von der DB
überall eingesetzt.
Viele Grüße,
Peter Jung

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Friday, November 8th 2019, 7:18pm

Hallo,

den von Husbert beschrieben Effekt kann man doch überall beobachten, ob Mode, Mobiltelefone oder Autos - bei durchschnittlicher km-Leistung sollte ein Auto locker 10 Jahre halten. Bei vielen steht aber viel früher ein Neuwagen vor der Tür - so muss halt jeder wissen, was er mit seinem Geld anfängt, verglichen zum Auto ist die Modellbahn recht günstig. :thumbup:

Zu den Verkäufen "unter Wert" möchte ich noch sagen, dass man durchaus auch einen Fehlkauf machen kann. In Gießen spontan zugeschlagen und dann bereut kennt sicher fast jeder, wenn es nur ein kleines Zubehör ist ist das nicht so schlimm. Aber wenn das neue Modell nicht so recht ins Konzept passt, die Epoche falsch ist, man einen Fehler entdeckt hat, den man nicht so einfach korrigieren kann? Da ist es doch besser wenigstens einen Teil des Kaufpreises zu retten.

Bislang hatte ich Glück und habe keine größeren Fehlkäufe gemacht, auch weil ich strikt auf die Vorbildauswahl achte. Allerdings gibt es ein paar Fahrzeuge die schon lange auf eine Verbesserung im AW warten, kann sein, dass da ein paar Kandidaten für den Verkauf warten ;(

Grüße

h3x
Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.

Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

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Lejonthal

Hilfsbremser

(13)

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16

Saturday, November 9th 2019, 6:28am

Ich bin gerade von H0 auf 0 umgestiegen und verkaufe im Augenblick meinen H0 Krams - die Mehrzahl der Modelle mit Verlust, manche plus minus null. Nur wird der finanzielle Verlust beim Verkauf durch den teilweisen jahrelangen Besitz and damit einem Mehrwert für mich ausgeglichen. Da ich gerade angefangen habe, besitze ich im Augenblick nur zwei Spur 0 Loks und fünf Wagen. Meine Wunschliste ist ellenlang aber eingeschränkt, sowohl finanziell als auch platztechnisch.

Die Neuankündigung, die Vorfreude auf neue Modelle, das Studieren von Produktbildern und der Ausstattung, das Lesen von Erfahrungsberichten, die Entscheidung (wann kaufen, gebraucht oder neu kaufen), der Kaufvorgang (mit nettem Schwatz bei meinem Fachhändler), auspacken, Testlauf, der endgültige Besitz, fahren lassen, vielleicht ein Video drehen, all das zusammen ergibt für mich den Wert eines Modells. Und sollte ich mich dann irgendwann dazu entscheiden, etwas zu verkaufen, rechne ich all das ein und mache vielleicht auf dem Papier Verlust aber in meinem Kopf nicht. Damit kann ich gut leben.

Ich freue mich auf neue Modelle. Und mein Signal an die Hersteller ist, bitte weitermachen. Gebt mir Neuankündigungen, gebt mir Auswahl. Ich bin halt so bekloppt und kann mir mein Hobby leisten.

Es ist nicht preiswert, aber den Preis wert.
Grüsse aus dem Bergischen

Konstantin

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moritz1

Rangiermeister

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17

Saturday, November 9th 2019, 8:26am

Ein wichtiger Aspekt fehlt noch: Die Verwertung eines Nachlasses.

Viele unserer Hobbyfreunde sind nicht mehr unter uns und so kommt es, daß immer wieder kleinere oder großere Kontingente an Modellen auf den Markt kommen.
Mit diesen Modellen wurde ein Leben lang gespielt und gebastelt, haben oft Beschädigungen, sind umgebaut, haben keine kompatiblen Kupplung oder andere Wert mindernde Merkmale.
Wenn Sie mit diesen Modellen zu einem Händler gehen, so bekommen Sie praktisch NICHTS.
Also bleibt nur ein Verkauf über die Foren, bzw. eBay.
Die erzielbaren Preise entsprechen dann halt marktwirtschaftlichen Gesetzen. So einfach ist das!

Hermann Nigsch

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volkerbahn

Schaffner

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18

Saturday, November 9th 2019, 5:59pm

Hallo Spur 0 Gemeinde


Ich habe immer mal wieder meine Loks und Wagen verkauft, weil sich mein Thema wechselte, mal mit Gewinn, mal mit Verlust. Da ich nicht im hochpreisigem Messing unterwegs bin, halten sich Verluste und Gewinne in Grenzen, aber ich finde dass das nicht der Punkt ist: Für mich ist das Beschäftigen mit der Modellbahn der Wert, nicht die Bahn an sich. Sie ist keine Wertanlage und mir ist auch kein Stück ans Herz gewachsen, dass ich ohne sie nicht mehr könnte. Ich habe aber Freude, Loks umzubauen und zu altern, und ich habe Freude sie fahren zusehen. Wenn diese Freude aufhört, weil sie gealtert und umgebaut sind, und sich meine Prioritäten so verlagert haben, dass ich sie nicht mehr fahren lasse, dann werden sie verkauft. Mache ich Gewinne, habe ich halt mehr in der Kriegskasse, mache ich Verluste, denke ich an die vielen schönen Bastelstunden. Unterm Strich war ich bislang der Meinung, dass es das wert war.

Aber man kann das sicher auch ganz anders sehen,

meint jedenfalls Volker

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