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Polytechnicus

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Sonntag, 12. Oktober 2014, 17:43

Vorbestellungen

Hallo zusammen,

da im Thread MBW BR86 das Thema »Vorbestellungen« angesprochen wurde, wollte ich anregen, sich hier darüber auszutauschen. Es wurde mehrfach im Forum behauptet, (Vor-) Bestellungen seien nicht verbindlich. Ich würde hier sehr vorsichtig sein, denn diese Auslegung ist meiner Meinung nicht unbedingt rechtlich haltbar.

Beispiel: Manche Hersteller wie MBW verwenden den Begriff »Vorbestellung«, andere wie KM1 sprechen lieber von »kaufen«, auch wenn eine Lieferung erst nach Jahren erfolgt. Bei KM1 erfolgt eine »Auftragsbestätigung« mit einer Rücktrittsfrist von, soweit mir bekannt, derzeit 4 Wochen. Das deutet schon darauf hin, dass man eine Vorbestellung als einen verbindlichen Auftrag ansieht -- auch wenn man die Ware noch nicht prüfen konnte.

Bestellt man z.B. ein Modell mit einer bestimmten Epoche, individueller Beschriftung, FS-Radsatz etc. könnte der Hersteller zusätzlich behaupten, es sei eine Sonderanfertigung. Auch hier ist ein Rücktritt mehr als schwierig. Meiner Erfahrung nach ist es also besser, vor einer Bestellung einen Blick in die AGB des Herstellers zu werfen. Vorbestellungen kann man zudem vor einer Lieferung auf jemand anderen umschreiben lassen, so dass man einen eventuellen Streit aus dem Wege geht.

Gruß,
Bernhard

P.S.: Es geht mir um Vorbestellungen allgemein, nicht um die bei einem bestimmten Hersteller.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Polytechnicus« (12. Oktober 2014, 18:03)


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Ae610 (12.10.2014)

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Sonntag, 12. Oktober 2014, 18:09

Warum überhaupt vorbestellen?

Also ich persönlich bestelle selten und ungern vor. Ich habe letztes Jahr mich dazu hinreissen lassen von Kiss Senior die Bym Vorzubestellen und warte seit dem auf Lieferung. Bisher wurde auch noch kein voraussichtlicher Termin kommuniziert (der letzte war Juni 2014). Was solls? Wenn ich mich darüber aufrege kommen sie auch nicht schneller.

Nachdem es hier um Vorbestellungen generell geht habe ich nur eine Meinung: Habe ich bereits Modelle von diesem Hersteller und bin ich damit zufrieden dann habe ich auch kein Problem etwas vorzubestellen da ich ja die Absicht habe den Artikel auch abzunehmen. Sollte etwas damit nicht stimmen kann ich ja immer noch reklamieren bzw. spätestens nach dem 2. mal wandeln.

Die Frage ist doch eher muss ich das Modell "als Erster" in der Hand halten?

Ich habe einen guten Fachhändler bei dem ich die Lok ausprobieren und begutachten kann. Somit stellt sich mir das Thema nicht. Und wenn würde ich über diesen mir eine Lok "unverbindlich" reservieren lassen. Nachdem er sicher keinen guten Kunden verlieren will wird er auch nicht auf Abnahme bestehen.

Schöne Grüße
Stefan

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Sonntag, 12. Oktober 2014, 18:15

Hallo Stefan,

hier gehen die Meinungen sicher auseinander. Zwei Gründe: Erstes können manche Hersteller damit besser planen und die Wahrscheinlichkeit der Realisierung steigt. Und zweitens bekommt man die Loks oftmals mit einem Preisnachlass. Dem steht entgegen, dass alle mir bekannten Hersteller in ihrer AGB ein »Änderungen vorbehalten« eintragen. Das kann positiv sein (Fehler werden korrigiert) oder negativ (Features verschwinden). Alles eine Sache des Vertrauens.

@Doppelnull: Mir geht es nicht um die bereits behandelten Themen, sondern um die rechtliche Verbindlichkeit von Vorbestellungen, also nicht um Vorkasse oder lohnt es überhaupt.

Gruß,
Bernhard

Haeger

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Sonntag, 12. Oktober 2014, 19:04

Rechtlicher Rahmen für den Internet-Handel

Hallo Bernhard,

soweit ich mich erinnere, gibt es - zumindest für Bestellungen über das Internet - eine rechtliche Vorgabe. Danch können alle Artikel innerhalb von zwei Wochen nach Lieferung ohne Begründung an den Lieferanten zurückgegeben werden. Aber ein Jurist kann dieser Aussage sicherlich ggf. korrigieren.

Nach leidvollen Erfahrungen im Modellbahnbereich würde ich keine Vorbestellungen mehr machen.

Freundliche Grüße

Dirk
Haeger (D. S.)

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Sonntag, 12. Oktober 2014, 19:13

Hallo Dirk,

ich würde das BGB ebenfalls so auslegen, dass der Widerruf zwei Wochen nach Erhalt der Ware ausgeübt werden kann. Doch auch ich hatte mehrere negative Erfahrungen mit Vorbestellungen. In einem Fall zum Beispiel hatte ein Hersteller einfach den Lieferanten und Preis geändert und weigerte sich trotzdem, die Stornierung meiner Vorbestellung zu akzeptieren.

Gruß,
Bernhard

6

Sonntag, 12. Oktober 2014, 19:26

Hallo Bernhard,

ich habe etwas durcheinander gebracht. Ich habe die Bym-Wagen nicht bei Kiss Senior sondern bei einen seiner Händler vorbestellt. Ich hatte zuerst Kontakt per Email mit Herrn Kiss und nach den Modalitäten gefragt. Er bestand auf Vorauszahlung vor Lieferung. Natürlich hat er mir eingeräumt dass ich stornieren könnte oder die Wagen zurücksenden. Allerdings war dies bereits in der Schreibweise zu entnehmen das das nicht gerne gesehen wird.

Nachdem bei uns hier in der Nähe ein Händler ist der auch KISS führt hatte ich dort angefragt ob ich über diese Vorbestellen könnte. Hier habe ich erst Zahlung bei Übergabe. Die Wagen wurden auch kurz danach bei Herrn Kiss bestellt. Also wo ist da der Unterschied?

Herr Kiss hat mich dann zwar noch angeschrieben ob ich die Wagen haben möchte, ich habe ihm dann mitgeteilt das ich über Händler X bestellt habe und er hat mir die Bestellung auch bestätigt. In Buseck konnte ich auch darüber mit ihm sprechen.

Also wo liegt jetzt hier der Unterschied zur Vorbestellung beim Hersteller direkt?

Im Prinzip habe ich die Vorteile auf meiner Seite. Keine Vorauszahlung, eine vielleicht (?) bessere Preisgarantie bei Preiserhöhung (Vertrag mit Händler zum damaligen Preis und evtl. bekomme ich trotzdem den günstigeren Preis falls sich die Erhöhung im Rahmen bewegt). Außerdem kann ich die Ware vorher begutachten und habe auch keine Versandkosten.

Ob also ein Modell kommt oder nicht hängt sicherlich nicht ab ob ich direkt oder bei einen Händler bestelle sowie dieser die Bestellung zeitnahn an den Hersteller übersendet.

Gruß
Stefan

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7

Sonntag, 12. Oktober 2014, 19:33

Hallo Stefan,
Also wo liegt jetzt hier der Unterschied zur Vorbestellung beim Hersteller direkt?
in diesem Fall ist der Händler Dein Vertragspartner. Wenn er Dir bessere Konditionen einräumt, ist das doch prima. Er muss Dich aber trotzdem korrekt über das Widerrufsrecht informieren. Manche Händer sind hier sehr naiv.

Gruß,
Bernhard

8

Sonntag, 12. Oktober 2014, 20:05

Nachdem bei uns hier in der Nähe ein Händler ist der auch KISS führt hatte ich dort angefragt ob ich über diese Vorbestellen könnte. Hier habe ich erst Zahlung bei Übergabe. Die Wagen wurden auch kurz danach bei Herrn Kiss bestellt. Also wo ist da der Unterschied?
Hallo,

in meinem Fall habe ich bei diesen Händler persönlich bestellt, oder sagen wir besser reserviert, da die Artikel auf meine persönliche Reservierungsliste gekommen sind.

Aber selbst wenn es eine verbindliche Reservierung gewesen wäre, was solls? Zur Not hebe ich die Wagen ein paar Jahre auf und stelle sie dann in ebay ein. Wenn der Spur Null Markt so weiter wächst wie in den letzten Jahren dann bekomme ich diese schon irgendwann los, evtl. muss ich einen kleinen Abschlag hinnehmen, ist doch alles "verschmerzbar". Meine Freundin sagt immer: "Wenn wir keine anderen Probleme haben dann ist ja alles gut."

Hier ging es ja ums Vorbestellen, jetzt ums Widerrufsrecht dass ja gesetzlich nur bei Fernabsatzverträgen gilt. Obwohl ich in der IT-Branche tätig bin und ständig online bestelle versuche ich immer bei regionalen Fachhändlern zuerst mein Glück. Oft bekam ich hier auch bei "Ladenhütern" noch einen besseren Preis. Und erst dann wenn ich den Artikel nirgends mehr bekomme versuche ich mein Glück online (meistens von Privat).

Um also zum Thema Vorbestellungen zurück zu kommen meine Meinung:

Leute bestellt über Euren Händler (ob On- oder Offline). Bei jahrelanger Kundentreue wird doch hoffentlich das Gesetz der Freundschaft zur Anwendung kommen (
natürlich gibt es Ausnahmen, aber die Erledigen sich von selbst mit der Zeit) !

Gruß
Stefan

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Sonntag, 12. Oktober 2014, 20:11

Hallo,

nachdem sich das Thema langsam aber sicher verändert, ist es m. E. nunmehr zu Off-Topic zuzuordnen. ;( :huh: ;(

Da kann jeder seine Erfahrungen und seinen Senf(t)/Mostrich/etc. dazu geben. :D 8)
Grüße aus Regensburg

Heinz ;)

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Montag, 13. Oktober 2014, 11:49

Hallo zusammen

Ich möchte mich den Ausführungen meines Vorredners, bzw. Vorschreibers anschließen.
Es ist doch jetzt alles gesagt und auch ich bin dafür, das Thema jetzt zu beenden.

Derjenige, der vorbestellen möchte, der sollte dieses tun und alle anderen kaufen dann eben direkt am Ladentisch oder im Internet.

Schöne Bastelabende bei diesem herbstlichen Wetter wünscht allen
Hans-Jürgen

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Montag, 13. Oktober 2014, 12:35

Ich hätte da schon noch etwas zu sagen

Hallo,

viele von euch werden schon mal erlebt haben, dass ein Modell mangels Nachfrage nicht gebaut wird. "Zu wenig Vorbestellungen" oder ähnliches liest man dann. Da stellt sich doch die Frage, ob es vielleicht genügend gewesen wären, wenn ein paar Interessenten nicht abgewartet, sondern auch vorbestellt hätten ;-)

Wie auch immer. Der Sinn der Vorbestellerei ist für Hersteller eine Prognose über den Erfolg eines Modells zu bekommen. Der potentielle Kunde entscheidet quasi, was auf Markt kommt oder nicht. So gesehen sind wir auch selbst Schuld, wenn Modelle nicht realisiert werden. Auch wenn manche Firma etwas chaotisch mit ihren Planungen und Informationen umgeht, sollte man das im Hinterkopf haben. Es könnte zielführender sein, statt abzuwarten, vorzubestellen, wenn man ein bestimmtes Modell wirklich haben möchte. Man sollte dies im Sinne aller Beteiligten aber als verbindlich ansehen. Ein Mann, ein Wort, so zu sagen.

Gruß Uli

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