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Hoya

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Mittwoch, 11. September 2013, 00:49

Geätztes Frontgitter von Petau für V60

Hallo,

als Info: Petau hat ein neues Frontgitter mit Nieten im Programm, das aus 2 Rahmen besteht. Das Gitter wird nicht angeklebt , sondern kann durch die Rastnasen so in die 60 eingesetzt werden.
Grüße
Bernd

http://web271.webgo24-server4.de/Gambio/…89bd484db978b02

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Räderwerk

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Mittwoch, 11. September 2013, 10:22

Guten Tag

Wenn wir die nächsten V 60 in Epoche 3 in Angriff nehmen werden wir zum Vergleich dieses Gitter einbauen.


Mit Gruß

Lothar

ha-null

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3

Samstag, 21. September 2013, 17:54

V60-Frontgittertausch und wie man's vielleicht doch nicht machen sollte.

Hallo Forum,

Bernds (Hoyas) Hinweis zum Austauschgitter von Petau machte mich neugierig, und als ich auf Petaus Website ein Foto vom Gitter sah, hab ich sofort eins bestellt. Komplett lackiert, mit Lammellen, Zierstreifen und Loknummer versehen - das ist was für mich. Denn an Lackierarbeiten wage ich mich nicht mehr ran. Da habe ich schon zu viel versaut. Und der Austausch durch Steckverbindung erschien mir einfach.

Petau hat prompt geliefert. Es kam aber nicht all das, was auf seiner Website abgebildet war, sondern nur ein hauchfeines, lackiertes Frontgitter ohne Lamellen, Zierstreifen und Loknummer. Schnell meine V 60 angeschaut. Aha, das Gitter ist ein Teil, das Teil mit der Loknummer und den Zierstreifen ist ein zweites, der Lamellenrahmen hinterm Gitter ein drittes. So weit so gut, alles vollständig. Aber eine Anleitung, wie man's am besten macht, fehlt leider. Petau gibt sein Wissen nicht weiter. Schade.

Nun ging's ans Demontieren. Ich wollte mir den Umweg über eine mehr oder weniger große Lokdemontage ersparen (immerhin liegt hinterm Gitter der Lautsprecher mit Kabeln), also Entfernung des alten Gitters von außen. Und das hat seine Tücken. Denn das Original Lenz-Gitter mit seinen je 2 Klemmen pro Seite, also insgesamt 8, sitzt extrem stramm im Rahmen. Das aufgesetzte Steckteil mit den Zierstreifen und der Loknummer ist noch dazu verklebt. Mit material- und lackschonenden Zahnstochern ist da nichts zu machen. Also musste schwereres Gerät helfen.

Letztlich habe ich's geschafft. Und nun offenbarte sich auch die Schwergängigkeit beim Entfernen des Lenz-Gitters. Die 8 Haltelaschen sind nicht, wie beim Petau-Gitter platt, sondern stark gewinkelt (oder von innen sogar umgebogen gewesen?). Außerdem ist das Lenz-Gitter im Vergleich zum Petau-Gitter nicht nur gröber (das war einer der Kritikpunkte an der Lenz V60), sondern auch stabiler, weil dicker und vielleicht aus anderem, härterem Metall (?). Trotzdem musste es bei der Demontage leiden und kann nicht mehr verwendet werden. Wozu auch, dachte ich, ich habe ja ein besseres, schöneres.

Da der Lamellenrahmen fest im Griff der Halterungen des Gitters ist, musste ich so vorsichtig wie möglich vorgehen, um dieses zierliche Kunststoffteil nicht durch zu heftige Verwindungen auch noch zu zerstören, was mir auch einigermaßen gut gelungen ist. Das Steckteil mit Loknummer und Zierstreifen gab irgendwann seinen Widerstand auf und - siehe da - sogar die beiden Befestigungszapfen waren trotz Klebespuren drangeblieben. Warum es ein paar Hebelspuren abbekommen hat, kann ich mir gar nicht erklären. :(

Nun also das Petau-Gitter über den Lamellenrahmen schieben und in die Öffnung des Lokgehäuses drücken. Und erst jetzt (ran ans Objekt und Brille ab zur besseren Nah-Sicht) bemerkte ich, dass das Petau-Gitter an einigen Stellen (am obereren Rahmen und an der breiten Querstrebe für das Steckteil Zierstreifen/Loknummer) nicht sauber ausgeprägt war: Es fehlten feine Verbindungsmaschen. Rahmen und Gitter hatten an diesen Stellen feine Löcher. :(

Was tun? Reklamieren? Trotzdem einbauen? Ja! Denn ich wollte wissen, ob es noch weitere Probleme beim Einbau gibt. Und das Lenz-Gitter war eh nicht mehr zu gebrauchen, während das Petau-Gitter trotz der Mängel immer noch besser aussah. Und eine V60 ohne Gitter, aber mit freiliegendem Frontlautsprecher? Unmöglich! Dafür wird niemand einen Vorbildnachweis erbringen können. ;) Und es sieht auch ziemlich Sch#### aus.

Der Einbau ging verhältnismäßig leicht vonstatten, da die 8 Befestigungslaschen des Petau-Gitters glatt sind. Ich musste nur aufpassen, dass diese sich nicht querstellten, sonden gerade in die vorgesehenen Öffnungen gedrückt werden konnten. Jetzt nur noch das Steckteil mit den Zierlinien und der Loknummer eingesteckt. Oh, da müssen noch mal die beiden Löcher vorsichtig mit 12 mm Bohrer geweitet werden. Jetzt passt's. Das war's. Geschafft!

Dachte ich.
Das Loknummernteil drückte sich auf einer Seite immer wieder aus dem Loch. Also kleben. Aber Moment ... was war das? Bei genauerer Betrachtung (Brille ab ... usw.) wurde deutlich, was die Hebelwirkung auslöste: Das Petau-Gitter lag nicht plan, sondern wölbte sich federnd nach aussen und drückte das Loknummernteil immer wieder aus seiner Halterung. :(

Soweit mein Bericht an alle, die wissen sollen, wie man's besser nicht machen sollte. Vielleicht berichtet jemand von Euch, wie er's anders und besser gemacht hat.

Und ich überlege mir dann, ob ich mir ein neues, mängelfreies Petau-Gitter bestelle und/oder ein Lenz-Gitter dazu. Denn - auch wenn das nicht so schön aussieht - es ist stabil und plan!
Gruß
ha-null Jörg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ha-null« (21. September 2013, 18:03) aus folgendem Grund: Dreckfuhler


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Ben Malin

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Samstag, 21. September 2013, 19:28

Salut Jörg,

gestern habe ich auch dieses wunderschöne Petau-Gitter eingebaut, bin aber etwas anders vorgegangen:

Oberteil abgeschraubt (geht prima, sind nur 4 Schrauben), Lautsprecher abgeschraubt (2 Schrauben oben), die Leitungen für Licht und Ton sind mit Steckern versehen, so dass man einfach das Gehäuse abnehmen kann. Dann habe ich mit einem Holzspatel von innen die umgebogenen Laschen des Frontgitters aufgebogen, vorher noch das Loknummernschild von hinten mit einem Zahnstocher rausgedrückt (geht recht einfach, wenn von vorne noch ein kleiner Schraubendreher als Hebel mithilft). Jetzt konnte das neue Gitter eingesetzt werden. Was mich störte, waren die zu kurzen Laschen (lassen sich nicht richtig umbiegen) und dass das Gitter aus irgendeinem Grund Wellen wirft. Sonst sieht es toll aus und auch das Lenz-Gitter hat nicht zu arg gelitten.

Jetzt kann man auch bequem dem Führerstand etwas Farbe angedeihen lassen - sind nur zwei Schräubchen und der Lokführer lässt sich ganz leicht abziehen. Auch das Mittelteil des Gehäuses ist einfach zu demontieren: die Seiten mit feinem Schraubendreher oder Holzspatel etwas abspreizen und nach oben ziehen, vorher sind die beiden Auspuffe noch zu entfernen, lassen sich aber leicht nach vorne herausziehen. Vorsicht, hier gibt es Kabel für das Spitzen- und Kabinenlicht, die nicht getrennt werden können.

So, jetzt zurück an die Farbtöpfe.

Thomas

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Hoya

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Samstag, 21. September 2013, 19:40

Hallo Jörg,

eigentlich hatte ich gedacht, dass wir uns im Forum ( nach einigen unschönen Erfahrungen, z.B. öffentliche Mängelvorwürfe an MBW) darauf geeinigt hätten, bei Mängeln/Beschwerden (Hier: 1. fehlende Einbauanleitung, 2. defektes Gitter, 3. Gitter nicht plan, 4.Gitter "grundsätzlich instabil") zuerst den Hersteller anzusprechen ( und ihm eine Chance zu geben) , bevor es hier in völlig unnötiger Weise (weil anders lösbar : Zu 1.= zuerst Vorgehensweise beim Einbau bei Petau direkt erfragen, zu 2.und 3. = Reklamieren und Austausch gegen ein korrektes Gitter , zu 4. = Rückgabe des Petau u. Bestellung des Lenz-Gitters)
öffentlich breit getreten wird.

Gruß
Bernd

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Heinz Becke

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Samstag, 21. September 2013, 20:20

Hallo,

vielleicht sollte man die Überschrift des Beitrags von Ha-Null in die Bewertung mit einbeziehen, bevor die Ungeschriebenen zitiert werden. X(

Er hat diesen Bericht aus seiner Sicht geschrieben, und bei seiner Vorgehensweise des Umbaus Probleme dabei erkannt. Ich finde dies überhaupt nicht schlimm. 8)
Grüße aus Regensburg

Heinz ;)

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Samstag, 21. September 2013, 21:21

Guten Abend!


Petau gibt sein Wissen nicht weiter. Schade.

Das kann er an dieser Stelle auch nicht, da er das originale Lenz-Teil weder selber aus- noch eingebaut hat. Das "Muster-Gitter" stammt nämlich von meiner Maschine ... Wenn das neue Teil eingetroffen ist, kann ich zum Einbau und den eventuell damit verbundenen Problemen mehr sagen.

Nun ging's ans Demontieren.

Nun ja ... das originale Teil mit mehr oder weniger "roher Gewalt" heraus zu hebeln, mag ich persönlich nicht als Demontage bezeichnen wollen, aber sei's drum. Der von Thomas (Ben Malin) beschriebene Weg ist da zielführender und ich denke insgesamt nicht viel aufwändiger, birgt aber in sich ein weitaus geringeres Risiko nur schwer wieder instandsetzbare oder gar irreparable Schäden an der Lok zu verursachen. Zudem bietet sich wie beschrieben, gleich die Gelegenheit den Führerstand ein wenig "aufzuhübschen". :thumbup: Kleiner Tipp zum entfernen des Nummernschildes: Die beiden Stifte von hinten mit einem entsprechenden Bohrer leicht ansenken. So löst sich die Klebeschicht, der Grat wird entfernt und das Schild lässt sich problemlos noch vorn herausdrücken.

Dass sich die Gitter nach der Montage wellen, ist für mich ein Zeichen dass sie nicht spannungsfrei eingesetzt wurden. Im Gegensatz zum originalen Lenz-Gitter hat das Umrüst-Teil von Petau insgesamt nur noch die halbe Materialstärke, anders lässt sich der filigrane Eindruck auch nicht erreichen.

Ein Wort noch zu den bisher hier im Forum vorgestellten Umbauten der V60: Warum gibt es eigentlich (außer von Räderwerk) noch keine Bilder von mit feinem Gitter umgerüsteten Loks? Warum hat noch keiner der wohl zahlreichen V60-Besitzer hier seine Erfahrungen mit dem Umrüstteil von Krüger mitgeteilt? Möglicherweise weil bisher kaum einer so ein Teil bekommen konnte? Oder war es am Ende der Preis?

Paul Petau hat ein exzellentes Teil abgeliefert, für einen sagenhaft günstigen Preis und: Es ist lieferbar! :thumbsup: Und das auch noch sofort ...
Sicher kann es bei solch Neuentwicklungen mal zu Problemen kommen, nur sollte man dann auch beachten dass nicht immer die Badehose schuld ist, wenn der Bauer nicht schwimmen kann ... :D



Gruß

Thomas

Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn


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Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

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Sonntag, 22. September 2013, 13:35

... nur sollte man dann auch beachten dass nicht immer die Badehose schuld ist, wenn der Bauer nicht schwimmen kann ...

... der ist gut!

Hallo Forum und insbesondere alle Antworter auf meinen "Brachial-Umbaubericht",

nachdem sich die Wogen heute hoffentlich geglättet haben (zumindest, solange das Wahlergebnis zur Bundestagswahl noch nicht bekannt ist):

Danke Ben Malin (Thomas) für Deine Einbauanleitung - eine echte Hilfe für mich und für alle anderen, die den Umbau noch vorhaben. Auf solche Hilfe habe ich als Reaktion auf meinen Bericht gehofft. Nichts ist wertvoller als ein Erfahrungsbericht, der, wie in Ben Malins Beispiel, zum erfolgreichen Ergebnis führt - oder, wie bei meinem Bericht, zu einem unerwünschten Ergebnis. Natürlich hab ich's versaut und kein anderer! Und Eure Häme habe ich verdient! Aber damit kann ich leben, sonst hätte ich diesen Bericht nicht verfasst und veröffentlicht. Und meine durchaus humorvoll auffassbare Überschrift lautete nicht von ungefähr "... wie man's vielleicht doch nicht machen sollte". Danke, Heinz Becke, Du hast es erkannt.

Werkelburger, Du hast ein sehr schönes Bauteil gemacht! Mit feinen Maschen, die trotz der Lackierung in stimmigem Rot feinporig geblieben sind. Das hat mich überzeugt und der Preis stimmt auch. Da es im Petau-Shop angeboten wird, ist Petau für mich als Kunde seines Online-Shops der Ansprechpartner. Insofern meine Kritik an Petau, was die fehlende Einbauanleitung betrifft, die uns Ben Malin hier dankenswerterweise geliefert hat. Das Problem fehlender, zu knapper oder unverständlicher Bedienungs- oder (Ein-)Bauanleitungen begegnet uns ja nicht nur im Modellbau, sondern in vielen Bereichen des täglichen Lebens.

Ben Malin hat zwei Kritikpunkte genannt, sachlich und konstruktiv:
die zu kurzen Laschen, die sich nicht richtig umbiegen lassen, und
das Gitter wirft Wellen,
was ich in meinem Bericht auch erwähnt habe. Die Lamellen, die eigentlich dicht dahinter liegen, sind nicht mehr deutlich zu sehen.

Längere Laschen sollten einfach realisierbar sein. Löcher in den Maschen? Da ist der Produzent gefordert - und die Qualitätskontrolle. Doch wie können die Spannungen beseitigt werden? Doch etwas stärkeres Material verwenden, was sicherlich nicht ganz so filigran wirkt, aber immer noch feiner und optisch besser als das Lenz-Gitter? Versuch macht kluch! :thumbsup:

Einen spannenden Wahlsonntagabend wünscht mit :)
Gruß
ha-null Jörg

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Montag, 23. September 2013, 12:57

Richtigstellung und Quintessenz

Das "Muster-Gitter" stammt nämlich von meiner Maschine ...

Hallo Forum,
dieser Satz aus obigem Zitat hat mich zu der irrigen Meinung verleitet, dass Werkelburger der Hersteller des von Petau vertriebenen V60-Frontgitters ist. Unter dem "Mustergitter" habe ich eben dieses verstanden und nicht das Lenz-Gitter, und die Verwendung des Begriffs "Maschine" nicht als Werkelburgers Lenz V60-Lok, sondern als Maschine zur Herstellung von Gittern erkannt. Wie sagte einst ein großer unbekannter deutscher Denker: "Man möge mir Laien - verzeihen". ;)

Und nun komme ich zur Richtigstellung eines Satzes aus meinem vorigen Beitrag:
Werkelburger, Du hast ein sehr schönes Bauteil gemacht!

Werkelburger hat mir in einer PN den Sachverhalt geschildert . Warum er dazu nicht das Forum nutzt, hat er mir plausibel erklärt. Hiermit komme ich gerne seiner Bitte nach, ihn zu entloben und mein Lob statt dessen an den rechtmäßigen Besitzer, an Herrn Petau weiterzureichen.

Und nun zur Quintessenz:
Ich finde, wir sind in der Gitter-Thematik schon recht weit gekommen: Ein Einbaubericht, wie man's auf keinen Fall machen darf, ein Einbaubericht, wie man's am besten macht, ein paar Kritikpunkte, die zur Optimierung des Bauteils führen können, die Bereitschaft, auf die Kritikpunkte einzugehen ...

Das ist doch schon eine ganze Menge. Der Modellbau lebt von solchen Initiativen. Und Dank des Internets können alle von dieser Idee und deren Realisierung profitieren. Unser Forum liefert dafür genug Beispiele. Und die Mitglieder sind die besten Praxistester. Konstruktive Kritik und daraus folgende Nachbesserungen sind nichts ungewöhnliches. Selbst Lenz und MBW erfahren es und gehen darauf ein.


Danke und
Gruß
ha-null Jörg

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Dienstag, 24. September 2013, 00:26

Qualität der PETAU-Gitter V60

Hallo zusammen,

habe heute mein V60-Kühlergitter von PETAU bekommen: 1A-Qualität der Maschenstruktur, so filigran kenne ich es nicht einmal vom Militärmodellbau (Fa. ABER, wem's was sagt). So sauber, wie dieses Gitter ausgeführt ist, war wahrscheinlich nicht mal mehr das Original ein paar Wochen nach Auslieferung an die DB.

Und was die Montage angeht: Wie um Himmels Willen soll das Ding von außen ohne Öffnen der Lok montierbar sein? Wenn ich beim Auto die Lampe im Frontscheinwerfer tauschen will, muß ich doch auch die Motorhaube öffnen!!! Anders-geht-es leider-nicht. Grrrrr :cursing:

Viele Grüße, Christoph

ha-null

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11

Dienstag, 24. September 2013, 11:27

Und was die Montage angeht: Wie um Himmels Willen soll das Ding von außen ohne Öffnen der Lok montierbar sein?

Hallo Christoph (CharlieOscar),
Nimm's mir bitte nicht übel, aber ich kann's mir nicht verkneifen: Es geht! Ich hab's ja beschrieben. ;) Mein Petau-Gitter "sitzt, wackelt und hat Luft". Und damit bin ich beim letzten ungeklärten Problem: Sitzt Dein eingebautes Petau-Gitter plan oder wirft es Wellen wie bei Thomas (Ben Malin) oder beult es sich nach außen wie bei mir?
Gruß
ha-null Jörg

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12

Donnerstag, 26. September 2013, 22:02

N'Abend zusammen,

nun ist mein Gitter von Petau auch eingetroffen. :thumbup:

Hab mich dann auch gleich ans Werk gemacht um das gute Stück zu montieren. Auch in meiner V60 saß das Gitter etwas "stramm" so dass es sich beim einsetzen wellte. Okay, also den Messschieber gezückt, nachgemessen und festgestellt, dass das neue Gitter rund zwei Zehntel zu breit ist. Mit wenigen Feilstrichen war das "Problem" behoben und das Gitter saß spannungsfrei und glatt in der Gehäuseöffnung.

Da durch das abfeilen allerdings die seitlichen Laschen verlustig gingen, habe ich mich dazu entschlossen das Gitter mit ein wenig Sekundekleber auf das dahinter liegende Kunststoffteil (Kühlerjalousie) zu kleben. Dann noch kurz das Ganze neu grundiert und lackiert, die Loknummer wieder angebracht und zur Probe mal alles zusammengesteckt:





Hier mal etwas größer:




Das Tauschteil braucht also ein klein wenig Nacharbeit, welche aber problemlos zu bewerkstelligen ist. Die Optik der Lok gewinnt allerdings deutlich und daher kann ich Paul Petau an dieser Stelle nur ein ganz großes "Danke schön" für sein Engagement aussprechen! So gefällt mir meine V60 wesentlich besser ... :thumbsup:



Gruß

Thomas


Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn


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Donnerstag, 26. September 2013, 22:26

Hallo,

inzwischen haben bereits mehrere einen Nacharbeitungsbedarf beim Frontgitter der V60 von einem Veredler erkannt und darauf mehr oder minder feundlich reagiert. Meines Erachtens sollte nicht immer die Problematik den Modellbahnern in die Schuhe geschoben werden.

Die Kraft liegt in der Ruhe oder umgekehrt.

Nicht jeder ist bereit bei einer kleinen Änderung eine farbliche Nachbesserung (Lackierung) zu spendieren. Das sollte aber bei Modifikationen doch angegeben werden.

Allen die sich daran versuchen viel Erfolg.
Grüße aus Regensburg

Heinz ;)

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lokzecke

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Freitag, 27. September 2013, 12:22

Lackierung der Petau V 60 Gitter??

Hallo liebe Veredler,

ich stelle mir immer die Frage, woher bekommt ihr denn die Originalfarbtöne für Eure Ausbesserungen nach An- und Umbauten. Kann mir da jemand weiterhelfen? Es ist ja oft schon schlimm genug, wenn schon der Glanzgrad nicht genau passt. Holt ihr die Farbeimer direkt beim Lenz? Hätte das V60 Gitter schon längst geordert, wenn ich wüsste womit lackieren.

Gruss

Marcus

15

Freitag, 27. September 2013, 13:11

Lackiert

Lt. Hersteller wird das Gitter doch lackiert verkauft!


Aber für andere Objekt würde mich die Frage nach "wo bekommt man die Farbtöne her" auch interessieren?


UWE

Räderwerk

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16

Freitag, 27. September 2013, 13:23

RAl Farben

Guten Tag

Die Farben bekommt man zb. bei Weinert.
Egal welches Gitter , es kann beim Einbau schon passieren das Farbe abplatzt. So dass man es dann neulackieren muß.
Natürlich ist dies jedem selber überlassen wie man es macht.

Gruß

Lothar


P.s. Wir haben mehre Krüger Modellbau Kühlergitter eingebaut

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17

Freitag, 27. September 2013, 15:23

Mahlzeit!

Die Lack-Frage wurde ja schön des Öfteren diskutiert ... bei meinen Projekten (auch in diesem Fall bei der V60) kommen in den meisten Fällen Farben von Elita zum Einsatz, in Ausnahmefällen auch die Weinert-Farben. Für das Gitter habe ich RAL 3004 und die Grundierung von Weinert verwendet. Um das rot in Nuancen dunkler oder heller erscheinen zu lassen könnte man es entsprechend abmischen oder einfach ein dunklere (oder eben auch hellere) Grundierung verwenden

Wenn man genau hinsieht wird man erkennen, dass auch das Gitter meiner V60 noch etwas zu hell wirkt, was aber (zumindest mich) nicht weiter stört bzw. kaum auffällt. Desweiteren fehlt auch noch der Klarlack, der oftmals auch noch einen gewissen "Nachdunkelungseffekt" bewirkt.

Was die Montage des Gitters angeht, bat mich Paul Petau noch den Hinweis einzufügen, dass die Laschen auch einfach mit jeder Haushaltsschere entfernt werden können und nicht zwingend "abgefeilt" werden müssen. So wie hier z.B. gezeigt:


(Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Petau Modellbau)


So wäre eine farbliche Überarbeitung u.U. nicht notwendig.

Ob nun so ein Tauschteil besser lackiert oder unlackiert kommen sollte kann man sicherlich kontrovers diskutieren. Fakt ist aber, dass bei Anpassungsarbeiten immer mal wieder bereits lackierte Teile beschädigt werden können und dessen sollte sich auch jeder Umbauer bewusst sein. Ein Nachlackieren mit Airbrush oder zumindest Pinsel ist also fast obligatorisch. Wer sich derlei Arbeiten nicht zutraut, kann entsprechende Firmen oder eventuell auch Modellbahnkollegen mit so einem Umbau beauftragen. Kommt keine dieser Möglichkeiten in Betracht, wird man wohl mit dem Zustand und Aussehen seines Großserienmodells leben müssen. Selbst die besten Umbau- und Zurüstteile können die handwerklichen Fähigkeiten welche zu deren Einbau notwendig sind nun mal nicht ersetzen. Wir sollten aber darüber froh sein, dass es Firmen wie Petau, Bauer, etc. gibt die es uns ermöglichen mit ihren Teilen unseren Modellen zu einer gewissen Individualität zu verhelfen. :thumbup:



Gruß

Thomas

Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn


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Donnerstag, 17. Oktober 2013, 20:19

Ende gut, alles gut!

Hallo Forum,

nach meiner etwas blamablen Gitterumbauaktion und Euren guten Ratschlägen wollte ich jetzt alles richtig machen und habe bei Petau ein neues Gitter bestellt. Zu meiner Überraschung und Freude bekam ich von Herrn Petau statt der üblichen Rechnung kostenlos ein neues Gitter zugesandt und eine e-Mail, in der Herr Petau mir unter anderem mitteilte, dass er das Gitter überarbeitet hat: Die Maße wurden angepasst und die acht Laschen wurden verlängert und mit einer Biegenut versehen, so dass sie im Lokgehäuse innen einfach und leicht umgebogen werden können. Außerdem gibt es jetzt auf der Petau-Website eine Einbauanleitung mit Text und Fotos. Zu finden unter "Tuning" > "Lenz-Tuning", dann bis zum Artikel 367 runterscrollen.

Und tatsächlich: Das neue Gitter passt exakt und liegt völlig plan.
Nachteil ist, dass durch die feine Maschenstruktur nur bei starkem Lichteinfall aus einem bestimmten Winkel schräg von oben die hinter dem Gitter verborgenen Streben und Lamellen zu sehen sind. Deswegen empfiehlt Herr Petau in der Bauanleitung, zumindest die Streben einzuschwärzen. Ich kann mir vorstellen, dass das Lenz-Gitter auch aus diesem Grunde so grob ausgefallen ist, damit die Feinheiten dahinter besser sichtbar sind. Vielleicht wäre es sinnvoll, diese Längs- und Querstreben, die das Gitter in neun rechteckige Felder teilen, zusätzlich im Gitter selbst abzubilden. Zur Verdeutlichung ein paar Fotos aus dem DSO-HiFo (Bild 3, 4, 10 und 11).

Übrigens gibt es dieses Gitter jetzt auch zweifarbig in ozeanblau/beige lackiert für die Epoche 4: Artikel 373

Nochmals herzlichen Dank an Herrn Petau.
Gruß
ha-null Jörg

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