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Heinz Becke

Oberlokführer

(87)

  • »Heinz Becke« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 870

Wohnort (erscheint in der Karte): 93057 Regensburg

Beruf: Dipl.-Ing. (FH), Pensionist, Rentner

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1

Dienstag, 13. Februar 2018, 20:35

Verwendung von Messschiebern/Schiebelehren

Hallo,

da ich mir nicht sicher bin, in welches Forum dieses Thema hineinpasst habe ich es hier hineingestellt.

Wer genau bauen will, insbesondere im Gleis- und Fahrzeugbau muss immer wieder genau messen. Spurweiten, Schienenabstände, etc. fordern eine gewisse Präzision und Wiederholgenauigkeit im Messen.

Nun meine Frage in die Runde:

- welche Art von Messschiebern wird von den Fachleuten im Forum faforisiert und angewandt?
Analoge Bauform, digitale Bauform oder mit analoger Meßuhranzeige?

- was hat sich für welche Art von Messungen besonders bewährt?

Meinen Messschieber habe ich noch als Schiebelehre vor über 40 Jahren erworben. Vielleicht gibt es etwas neueres und besseres?

Danke für Bemühungen und Beiträge.
Grüße aus Regensburg

Heinz ;)

Robby

Oberlokführer

(186)

Beiträge: 635

Wohnort (erscheint in der Karte): Dresden

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2

Dienstag, 13. Februar 2018, 20:42

Hallo,

Heiz,...ich nehme immer den rechten Daumen ?( :thumbsup: :evil:

Gruß Robby

Fritze

Heizer

(76)

Beiträge: 238

Wohnort (erscheint in der Karte): Eberswalde

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3

Dienstag, 13. Februar 2018, 21:06

Schiebelehre

Hallo Heinz,

ich nutze einen alten Messchieber aus der anlaogen Zeit für alle "nromalen" Aufgaben im Modellbau. Wenn es dann um 1/100mm geht an der Drehbank für Passungen etc. aber eine digitale Schiebelehre.
Im Normalfall reicht aber eine gute analoge Schibelehre mit 1/10 mm vollkomen aus.
Gruss, Dirk

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4

Dienstag, 13. Februar 2018, 21:15

Hallo Heinz,
ich arbeite seit ca. 45 Jahren mit einem analogen Mess-Schieber oder Schieblehre von Mauser (genau - die Waffenschmiede).
Die habe ich von meinem Vater übernomen, weil er sie mal geschenkt bekommen hatte und nichts damit anzufangen wusste.

Seit ungefähr 20 Jahren habe ich eine Micrometer-Schraube - ebenfalls von Mauser. Die habe ich mal bei einer Werkstatt-Auflösung "abgestaubt".
Zustand wie neu in der Original-Holzkiste. Die habe ich noch nie gebraucht, weil ich so feine Messungen im hundertstel-Millimeter-Bereich nicht brauche.
Ausserdem weiß ich nicht, wie das Ding benutzt wird.

Aber ich liebe gutes Werkzeug.

Heiner
Vereine, die solche Typen wie mich als Mitglieder aufnehmen, sind mir äußerst suspekt.

Groucho Marx

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5

Dienstag, 13. Februar 2018, 21:27

Klassisch

Hallo Heinz,

ich nehme ausschließlich die gute alte Schieblehre mit normaler 1/10 mm bzw. 1/20 mm Teilung. Ganz ehrlich, wer kann den heute noch auf einen 1/10 mm genau planfeilen, wenn man es nicht anständig gelernt hat. Und ohne Haarwinkel, den man auch nicht unbedingt zuhause hat, wird 1/10 mm Abweichung eh keiner sehen.

Übrigens durften wir in der Lehre nur mit maximal 3/10 mm Toleranz arbeiten. Das war zuweilen schon anspruchsvoll.

Gruß, Ian

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Maze

Bremser

(24)

Beiträge: 31

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Beruf: Werkzeugmachermeister

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6

Dienstag, 13. Februar 2018, 21:29

Hallo
es gibt ja nichts was nicht getestet wird ;-)
https://www.werkstatt-magazin.de/messsch…test-vergleich/

ich persönlich (Formenbau Meister) nehme diverse Messmittel im Laufe des Tages
zum groben schätzen ist ein Lidl Messschieber (digital) besser als man vermuten mag und echt hart im Nehmen,
wenn ich rumlaufe einen analogen Mitutoyo weil die Jungen damit nix anfangen können und den freiwillig wieder bei mir abliefern wenn ich Ihn mal wieder liegengelassen habe und wenn's wirklich ernsthaft wird die Premiumklasse digital von Mahr

Gruß
Martin

Nachtrag für Heiner
http://www.mw-import.de/werkzeug/messschraube.html

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H3x

Oberheizer

(131)

Beiträge: 316

Wohnort (erscheint in der Karte): Uerdingen

Beruf: Eisenbahnfahrzeugberechner

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7

Dienstag, 13. Februar 2018, 22:32

Hallo,

Ich benutze alles genannte: Messchieber mit 1/20 Nonius, digitalen Messchieber (leider etwas ungleichmäßig genau), Bügelmesschraube, Haarwinkel, Stahllineal, Endmaße, Tastuhr, Laserentfernungsmesser. Einfach für jeder Anwendung das richtige Messmittel nehmen.
Allerdings reicht beim Basteln meist das analoge Equipment aus, denn genauer als 2-5/10 muss es selten werden. Und am klassischen Messschieber musste ich noch niemals die Batterie wechseln.
Trotzdem sollte man den auch etwas pflegen und auch mal mit einem Endmaß kontrollieren. Und irgendwann ist auch mal ein neuer Messschieber fällig, wenn er zu oft runtergefallen ist.

H3x
Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.

Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

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Ruhrbahner

Schrankenwärter

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Beiträge: 21

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8

Dienstag, 13. Februar 2018, 23:05

Guten Abend in die Runde


Ein Messschieber eignet sich für Aufgaben im 1/10 Bereich. In diesem Bereich liegt auch die Wiederholgenauigkeit. Es ist egal ob analog oder digital.
Anzeigen mit mehreren Stellen hinter dem Komma haben nichts mit der Messgenauigkeit zu tun. Man kann auch Anzeigen mit noch mehr Nachkomma Stellen einbauen, dadurch wird aber die Gesamtgenauigkeit nicht erhöht.
Für höhere Genauigkeiten kommen dann die Messschrauben in Betracht. Hier liegen die Wiederholgenauigkeiten meistens im Bereich von 5/1000.
Hierzu kann man auch immer gut die technischen Daten in den Herstellerkatalogen verwenden oder einfach fragen.

VG
Michael

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Karl - Michael

Rangiermeister

(131)

Beiträge: 198

Wohnort (erscheint in der Karte): Elmshorn

Beruf: Uhrmacher

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9

Dienstag, 13. Februar 2018, 23:17

Hallo ich benutze auch bei nornalen Messungen den guten alten Messschieber mit 5/100 mm Ablesung. Wen es sein muß beim Drehen auch schon mal eine Messschraube die dann auch 1/100 mm abzulesen ist.

Gruß von Karl -Michael

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10

Dienstag, 13. Februar 2018, 23:26

Moin,

ich habe vor über 20 Jahren einen klassischen Meßschieber gekauft, im Werkzeughandel, also nix Lidl, nix Baumarkt, für etwa 30 bis 40 DM nach meiner Erinnerung. Der wird seitdem schonend behandelt, nicht fallengelassen, nicht als Gabelschlüssel missbraucht, nicht "auf Null" geschlossen weggelegt oder auch nur mit Werkzeug zusammen in eine Kiste gelegt. Sowas gibt es bei mir nicht!

Seit einem Chiemseeurlaub hab ich auch was digitales, da gab es in Trostberg (außer interessanten alten Dieselloks) beim Aldi Süd zufällig Messchieber, "Marke" Workzone :pinch: für 14 Euro oder so. Was soll ich sagen, das muss etwa 2007 gewesen sein, ist seitdem quasi mein Lieblingsmessgerät und es sind immer noch die ersten Batterien drin :thumbsup: Und auch dieser Messschieber wird konsequent anständig behandelt!

Was ich am Digitalmessschieber besonders schätze, ist die Rückstellfunktion des Zählers, wodurch man ohne Kopfrechnen auch relative Entfernungen messen kann. Das ist ein echter Zeitvorteil - und zwei Messvorgänge mit dem analogen Gerät tendieren genauso dazu, Fehler aufzusummieren.

Wer meint, das müsse alles viel genauer sein, soll sich nicht bremsen lassen. Realistisch betrachtet: sicherlich nein, muss es nicht, für unsere Zwecke und selbst noch für H0 reicht es voll und ganz. Von der Fertigungsgenauigkeit her kommt ein normaler Bastler da nicht hin, wo Profimessgerät interessant wird und ich persönlich habe keine Lust, meine eigene Ungenauigkeit auch noch messtechnisch nachzuweisen.

Weiterhin vermute ich, dass die größte Quelle für systematische Fehler immer noch zwischen den Ohren sitzt - auch wenn das Gehirn nicht von Aldi ist. 8|

Gruß,
Schlußscheibe

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11

Mittwoch, 14. Februar 2018, 00:00

Ist egal welcher, aber der digitale ist komfortabler

Hallo Schlussscheibe,

von der Genauigkeit her ist der analoge Messschieber voll ausreichend. Da aber meine Augen auch nicht mehr sind, was sie mal waren, benutze ich den digtalen Messschieber. Man kann ihn einfach besser und komfortabler ablesen. Außerdem kann man so ein Teil heute auch schon recht preiswert bekommen.

Gruß
Helmut

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7-Kuppler

Schrankenwärter

(17)

Beiträge: 142

Wohnort (erscheint in der Karte): Bärliner RAW

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12

Mittwoch, 14. Februar 2018, 00:25

Hallo Heinz

Ich nun auch noch:

Auch mir genügt ein, bzw. mehrere Meßschieber mit digitaler Anzeige.
Hierzu habe ich mir mal 5 Stück bei Lidl gekauft.
Diese sind aus Edelstahl und für die meisten Jobs mehr als ausreichend.
So liegt an jedem Arbeisplatz also immer mindestens einer.

Für sehr präzise Messungen an meiner CNC - Fräse und Drehmaschiene nutze ich allerdings einen professionellen Schieber, ebenfalls aus Edelstahl, der Firma Vogel, Made in Germany.
Dieser ist von der Haptik, Gewicht und Optik allerdings auch Welten entfernt von denen der Fa. Lidl.
Äußert sich jeweils dadurch daß der Nullpunkt des Schiebers nahezu immer 100% erreicht wird.
Die Wiederholgenauigkeit ist also zu ca. 98% gegeben.
Der Rest ist wohl Temperaturschwankungen anzulasten.

Auch an allen drei Achsen der Fräsmaschine befinden sich digitale Meßeinrichtingen.
Unschätzbar wertvoll für präzise Messungen und eine unglaubliche Zeitersparnis.

Alles was darüber hinausgeht, ist nur noch für Profis im Werkzeug - und Maschinenbau von Interesse und für den Modellbau herkömmlicher Bauweise von geringerem Interesse!

Beste Grüße aus der "halben Rotunde" des Bärliner RAWs,

Dirk

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »7-Kuppler« (14. Februar 2018, 00:31)


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Fritze

Heizer

(76)

Beiträge: 238

Wohnort (erscheint in der Karte): Eberswalde

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13

Mittwoch, 14. Februar 2018, 13:04

Nochmal Schiebelehre

Hallo in die Runde,

nachdem nun schon so einige Meinungen kund getan worden sind mal ein wenig aus dem Nähkästchen....

In meiner Ausbildung zum Werkzeugmacher Ende der 80-iger Jahre des letzten Jahrhunderts (schockschwere Not klingt das alt :D ) habe ich lernen dürfen - und das meine ich durchaus ernst - noch ganz analog aber hochgenau zu arbeiten. Es ging meist um Hunderstel, manchmal auch um Tausendstel bspw. beim Bau von Folgeschnittwerkzeugen, Lehren etc. Meinen damaligen Messchieber habe ich noch heute in Gebrauch und er misst noch genauso genau wie vor 30 Jahren. Ebenso in Gebauch ist ein weiterer mit Messuhr für Hundertstel, eine digitaler - beide Mitutoyo, ein Endmasskasten zum genauen Anreissen und Prüfen, diverse Haarwinkel und fürs Grobe ein Stahllineal....all das mag eher übertrieben erscheinen im Modellbau. Wer aber mal eine Messingmodell baut und eine Passung braucht schätzt Präzision ungemein, sonst wirds eine Wacklung. 8o :wacko:
Die Grundfrage ist aber, wie gehe ich mit solchen Präzisionsmessmitteln um! Meine liegen grundsätzlich auf einer weichen Unterlage und werden von Zeit zu Zeit auch mal gereinigt Runterfallen DARF soetwas überhaupt nicht, dann ist es nur noch Schrott und man kann der Anzeige keinen Glauben mehr schenken.
Nun mag sich Jeder selbst Gedanken machen was ihm für seine Zwecke ausreicht. Mit Sicherheit wird wohl niemand beim Bau eines Lasercut Hauses einen Messchieber benutzen...oder die Länge der Grashalme in 1:45 nachmessen :thumbsup:

Gruss, DIrk

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fritze« (15. Februar 2018, 16:01)


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