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moba-tom

Bahndirektor

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  • »moba-tom« ist der Autor dieses Themas

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Montag, 29. Oktober 2018, 11:30

Transportboxen selbst gebaut

Hallo,

für den Transport und die Aufbewahrung einiger Fahrzeuge wollte ich gerne vernünftige Holzkisten haben… die Fahrzeuge werden vom Ein- und Auspacken nicht besser. Klar, es gibt eine Reihe von guten Boxen auf dem Markt, aber ich wollte mal sehen, ob ich das nicht auch selbst bauen kann. Hier mein Erfahrungsbericht:

Meine Anforderungen:
- leicht zu bauen (daher z.B. keine Gehrungsschnitte oder Verzapfungen)
- preiswertes Material (Beschläge aus dem Internet bestellt, teilweise lange Lieferzeiten)
- stapelbar (deshalb Griffe an der Seite)

Planung/Ausführung:
Die Idee ist natürlich nicht neu: die Box besteht aus einer Grundplatte mit angesetzten (kurzen) Seitenteilen, der Deckel ist baugleich dazu. Man hat also quasi sowohl unten als auch oben eine U-förmige Schale. An den unteren Seitenteilen werden klappbare Mittelteile geschraubt, dann kann man das Fahrzeug gut von oben absetzen. Ernst Jorissen bietet solche Kisten in Profiqualitätan.

Hier mal meine erste, fertige Kiste und danach die einzelnen Schritte zum Schließen der Box:








Zum Schließen wird der Deckel von oben aufgelegt und mit den Schnappverschlüssen an den Mittelteilen befestigt. Vorher werden die Kopfteile mit den Griffen in die Nuten gestellt, sie werden durch die anderen Bretter gehalten.

Nach den ersten Skizzen habe ich erstmal die Maße der Loks genommen (L/B/H). Als Material habe ich 12 mm Multiplexplatten benutzt, das ist gut zu bearbeiten und in diese Mengen auch relativ preiswert. Dann habe ich mir eine Tabelle mit den unterschiedlichen Maßen für die verschiedenen Loks erstellt, die ich als Grundlage für den Zuschnitt genutzt habe:


Die einzelnen Bretter werden dann nach diesem Schema zusammengebaut:


Das Zuschneiden konnte ich in einer Tischlerwerkstatt selbst durchführen, man kann es aber auch gut & günstig machen lassen. Einziger „Knackpunkt“ für mich war das Einfräsen der Nuten für die Kopfbretter, das könnte ich zuhause nicht… Der Zuschnitt für 6 Boxen in unterschiedlichen Größen dauerte etwa 2 Stunden, einschl. Fräsen.

Die Montage sollte sorgfältig erfolgen, damit alles nachher gut passt. Die U-Schalen sind nur geleimt. Nachdem die Bohrungen für die Beschläge gemacht wurden, habe ich die Bretter kurz geschliffen und dann montiert. Beim nächsten Mal muss ich noch mehr aufpassen, dass keine Bleistiftstriche sichtbar bleiben…




Schlauer wäre gewesen, den Brettern vor der Montage „die letzte Ölung“ zu geben... das mache ich bei der nächsten Kiste anders. Dazu habe ich ein Hartöl benutzt, wie es zur Versiegelung von Tischen oder Arbeitsplatten eingesetzt wird.


Lackieren geht natürlich auch… Die Kosten liegen bei etwa 15 € Material je Box, der Arbeitsaufwand ist überschaubar. Für die erste Box habe ich etwa 4 Stunden gebraucht, inkl. Zuschnitt, Fräsen, Montage und Ölung. Die nächste wird besser und geht schneller
ARGE-Mitglied Nr. 1875
Meine Anlage: Bischofsheim in den 60ern

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Montag, 29. Oktober 2018, 14:18

Hallo Thomas,

ich habe mir auch welche gebaut, in der Art wie deine, allerdings traue ich der Verbindung Deckel/Seitenwand nicht und habe deswegen die Seitenwände wischen den Boden und Deckel eingesetzt, das hat auch den Vorteil dass ich die Boxen gestapelt tragen kann, Ein Deckel mit einem Griff darauf reicht um ihn zu tauschen und ihn immer auf die Box die ich gerade einzeln oder gestapelt oben benötige ;)

Bei Interesse kann ich dir ein Foto senden,
Grüße,
Wolfgang

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