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Samstag, 10. Februar 2018, 10:21

Modelleisenbahn erstanden: Fragen

Schön Guten Tag!

Ein Kumpel von mir hat vor kurzem eine ziemlich komplexe Spur-N Modelleisenbahn Anlage erstanden. Leider weilt der Vorbesitzer nicht mehr unter uns und daher wissen wir quasi überhaupt nicht wie oder was verbaut wurde...
Für den Transport musste leider ein dicker Kabelstrang mit ca. 250 Adern durchschnitten und sorgfältig beschriftet werden, an dessen Verkabelung wir zZt noch dran sitzen, weshalb wir bisher auch nicht herausfinden konnten wofür welcher Schalter/Taster sein könnte.

Der Vorbesitzer wohnte und arbeitete im Ruhrpott, deshalb ist die Anlage auch mit "Zechenbahn" usw versehen. Unterhalb der Anlage hatte er auch einen Schacht mit Förderanlage montiert, die ebenfalls steuerbar ist. Links am Bahnhof befindet sich auch ein Kran der ebenfalls steuerbar zu sein scheint..

Leider hat die Gattin des Vorbesitzers einige Teile an andere Personen verkauft und hatte selber keine Ahnung von der Anlage - so gingen leider einige original Loks, Wagen, ggf auch Autos und wie erwähnt einige Gebäude bereits "verloren". Die nun nachträglich originalgetreu zu ersetzen wird vermutlich nahezu unmöglich, aber trotzdem ist die Anlage überwältigend.

Das Schaltpult (1.Bild) ist wohl an der Anlage ausgerichtet und entspricht dem Verlauf der Schienen. Es ist auch ein Kran und separater Schacht vorhanden der gesondert gesteuert werden kann.
Auch befinden sich keine Autos auf den Straßen und auf der Unterseite der Anlage, wofür also die Relais genau sind, lässt sich zum derzeitigen Zeitpunkt nicht feststellen - leider wurde die Anlage vorm abbauen nicht getestet, da war mein Kumpel zunächst vom Umfang des Kabelstrangs geschockt und verbrachte mehrere Stunden damit diesen für den Transport sauber zu durchtrennen und zu beschriften.
Angeblich sind auch gewisse Abläufe programmiert - worüber das allerdings gesteuert wird weiß ich nicht.

Kann uns jemand sagen Welche Bauteile für Was dienen? :?:
Also Relais usw ist soweit klar, aber was hat es zB mit auf Bild 5 zu sehenden Teilen auf sich? :?:

Was hat es zB mit den ganzen Trafos auf sich und wäre es tragisch wenn daran herumgedreht wurde? :?:


Vielen Dank!


PS: Leider ließen sich die Bilder nicht in den Beitrag derart einfügen so dass sie nicht riesig erscheinen. Die Bilder liegen > hier <

H3x

Oberheizer

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2

Samstag, 10. Februar 2018, 10:35

Hallo,

ich hoffe mal, dass das kein Troll-Beitrag ist, darum versuche ich mal eine Antwort.
Da ich anhand der Fotos unmöglich eine Funktion nicht erraten kann nur zwei Möglichkeiten, wie ihr vorgehen könnt:
- Schaltplan anfertigen, was der Erbauer sich anscheinend gespart hat: Dazu jede Verbindung und jedes Gerät aufzeichnen, ggf. durchmessen. Dann erschließt sich die Funktion. Zu manchen Geräten (Vissmann) gibt es Anleitungen im Netz. Das dürfte einige Stunden dauern und erfordert auch etwas elektrotechnisches Verständnis.
- Neu machen: Verständliche Bauteile wiederverwenden und den Rest wegwerfen. Geht viel schneller und und am Schluss sind die Funktionen umgesetzt, die man haben möchte.

Viel Spaß mit der "Platte"

H3x

PS: Ein Forum mit der richtigen Baugröße ist http://www.1zu160.net/
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3

Samstag, 10. Februar 2018, 10:45

Nein, kein Troll ;)

Wie gesagt sind es ziemlich viele Kabel - die alle einzeln durch zu messen und insbesondere zu verfolgen ist meiner Meinung nach schwer möglich. Vermutlich hat der Vorbesitzer nie damit gerechnet dass die Anlage mal umziehen wird...

Es würde schon enorm helfen zu wissen welches Bauteil für welche Funktion genutzt werden kann, also wie gesagt zB das 5.Bild http://raspberrypi.roxxs.org/SpurN/IMG_1350.JPG

tokiner

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Samstag, 10. Februar 2018, 10:46

Hallo,

was mir beim Durchlesen Deiner frage durch den Kopf lief war:
Versuche Dir einen Modellbahner in der Nähe zu suchen, der Zeit, Erfahrung mit dem Hobby hat und Spass daran, die Anlage mit Dir zusammen wiederin Betrieb zu nehmen.
Wenn Du von Modellbahn keine richtige Ahnung hast, wird das eine sehr aufwendige und möglicherweise frustrierende Geschichte.

Zumindest sieht man ja einige Beschriftungen auf den Bildern, das hilft schon ein wenig.
Die Anlage scheint in mehrere Stromkreise (Strecken) unterteilt zu sein, die mit einem jeweils eigenen Trafo befahren werden.
Die Beleuchtung der ganzen Gebäude scheint auch irgendwie steuer/schaltbar zu sein.

Soviel könnte ich auf die Schnelle erkennen ....

Hoffe, dass Du eine Lösung für Dein Problem findest.

Gruß
Thoralf

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Samstag, 10. Februar 2018, 11:31

Gibt es irgendwie eine kostengünstige Möglichkeit die Adern zwischen Schaltpult und Platte als Steckverbindung zu versehen?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »meigrafd« (10. Februar 2018, 11:36)


holger

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Samstag, 10. Februar 2018, 11:45

Moin,

Da ich ja auch in Spur N unterwegs bin... upps... nüchtern betrachtet, sollte man, sofern man keine Geheimnisse oder Überraschungen erleben möchte, alles entfernen und Stück für Stück neu verkabeln... Dann wüsste ich was ich habe.. alles andere wird vermutlich nur „Gefrickel“ und zieht Probleme nach sich, da verliert man schnell den Spaß...

Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen und die Anlage komplett zerlegen...

Grüne Holger
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7

Samstag, 10. Februar 2018, 11:52

hallo

Da kann ich Holger nur zustimmen , hatte vor Jahren mal eine Spur N Anlage 35 Mdule und ca 40 m Länge gekauft , Anlage war fantastisch gebaut gewesen absolut dem Vorbild nahe also nicht zugebaut , na ja egal .
Da waren die selben Probleme mit der Verkabelung und Steuerung , nach einem Jahr habe ich es aufgegeben und alles entfernt und neu aufgebaut .
Denn wie Holger schon schreibt , im Prinzip ist alles andere ein Gefrickel denn man kann sich nicht in die Gedangengänge des Erbauers reinfügen um zu verstehen warum es was gemacht hat .

Gruß
Jürgen
wer mich als Freund hat , braucht keine Feinde :D

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Samstag, 10. Februar 2018, 22:39

Vielen Dank soweit für eure Antworten.

Heute haben wir versucht schon mal ein paar Loks fahren zu lassen und mussten dabei leider feststellen das die Schienen alle gereinigt werden müssten.... Problem: Dichte Bebauung, sodass man mit einer Hand ständig Angst haben muss irgendeine Laterne o.ä. umzureißen. Desweiteren steht die Bahn bereits in der Ecke des Zimmers und lässt sich da nicht mehr (ohne weiteres) herausholen, somit sind leider einige Abschnitte nur sehr schwer zu erreichen.

Daher die Frage: Gibt es irgendwie selbstfahrende Reinigungs-Loks mit Batteriebetrieb?

H3x

Oberheizer

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9

Samstag, 10. Februar 2018, 23:18

Hallo,

für Fragen zu Fahrzeugen bist du hier falsch, hier geht es um Spur 0 (1:45/1:43,5), nicht um Spur N (1:160), auch wenn es hier einige N-Bahner gibt.
Bitte wende dich an die sehr kompetenten User im 1zu160-Forum, Link habe ich oben genannt.

Einen Tipp als ehemaliger N-Bahner habe ich:
Eine wirklich verdreckte N-Anlage bekommst du mit Reinigungsfahrzeugen nicht sauber, da hilft nur säubern per Hand.
Erst mal vorsichtig absaugen, ein feines Gewebe hinter der Düse (z.B. Damenstrumpf) hilft eingesaugte Kleinteile zu fangen.
Zum Reinigen der Schienen: Sehr gut geeignet sind Filz-Klötze an einem längeren Stab die du mit Isopropanol tränkst. Wenn der Filz dreckig ist ab in die Waschmaschine. Die Filzreiniger gibt es auch fertig - glaube System Jörger oder so. Ich habe einfachen Dichtungsfilz genommen.
Nicht vergessen die Räder aller Fahrzeuge (Loks und Wagen) zu reinigen, sonst ist alles sofort wieder dreckig - wer läuft schon mit Schlammschuhen durch die geputzte Wohnung?
Wenn du Pech hast kannst du die Triebfahrzeuge erst mal demontieren weil die Stromabnehmer verschmutzt sind oder das Öl im Getriebe verharzt ist.
Noch was: Niemals, wirklich niemals, mit Schleifmaterial an die Schienen oder Räder gehen. Also kein Schleifpapier, Schleifklötze, Radierer, Drahtbürsten oder so was verwenden. An der rauen Oberfläche bleibt erst recht der Dreck hängen.

Übrigens, die ganze Pflege bei N ist ein Grund, warum ich zu 0 gewechselt bin. ;)

Grüße

H3x
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Sonntag, 11. Februar 2018, 00:39

Hallo,

die Reinigung der Gleise muss wohl von Hand erfolgen, da alles ja schon längere Zeit außer Betrieb war. Am besten per Lappen abreiben mit Kontaktöl wie SR24 (es gibt auch Schienenreinigungsfahrzeuge mit Filzschleifern plus Kontaktöltank). Normale Reinigungslok wischen per Filzscheibchen nur etwas Staub vom Gleis weg und eignen sich nur für den laufenden Betrieb. Schlimmstenfalls muss man die Gleisprofile sogar mit Schmirgelleinen säubern...

Zu den Bildern kurz etwas...

Bild 1 (1346)
Hier ist das Hauptschaltpult zu sehen. Die blauen und weißen Taster schalten die Weichen, die roten und grünen Taster („S“) die Signale, die kleineren roten die Entkuppler, mit den roten Kippschaltern werden Stromabschnitte ein/ausgeschaltet.
Das Schaltpult ist erweitert worden, denn links davon sind z.. weitere Schalter für Signale. erkennbar...

Bild 2 (1347)
Hier sind diese Erweiterungen ebenfalls zu sehen: Signalschalter S11, S12, Entkupplungstaster und weitere Taster für Signale o.ä. Das Potentiometer dient wohl der Feinjustierung für den Schaltstrom. Links daneben drei Fahrtrafos: Zechenbahn, Außenstrecke 4 und Rangierfeld.

Bild 3 (1348 )
Hier sieht man weitere drei Fahrtrafos für Schacht, Mitte und Innen. Darunter wohl die Trafos zur Stromversorgung für Dampfloksound, Dieselloksound, Licht und Ladekran. Darüber die Soundplatinen für Dampf und Diesel mit Lautsprechern.

Bild 4 (1349)
Relais für Schachtanlage und Fahrstraßensteuerung…

Bild 5 (1350)
Hier sind es wohl überwiegend Relais zur Anlagensteuerung. Und eine Soundplatine plus Lautsprecher für ein Martinshorn. Die drei Bremswiderstände sorgen an den Signalen S3 , S4 und am Berg dafür, dass eine Lok bei rotem Signal langsamer fährt, bevor sie ganz anhält. Bei grünem Signal werden diese Bremswiderstände überbrückt. Die beiden links angeordneten Schaltkästen könnten evtl. der Blinkbeleuchtung einer Baustelle oder Bahnschranke, o.ä. dienen …

Bild 6 (1352)
Kabelverteiler und jede Menge Kabel…

Bild 7 (1353)
Die Anlage …

Arbeit gibt es so oder so... der Wiederaufbau ist schwierig und erspart allenfalls die Schreiner- und Gleisverlegungsarbeiten.
Man muss eben viel prüfen und sollte möglichst der Reihe nach vorgehen: erst alle Weichen anschließen, dann alle Entkuppler, alle Signale, etc.
Zuletzt die "Sonderfunktionen".
Am schwierigsten dürfte es sein, die Relaisfunktionen richtig zuzuordnen...hier sollet man ggf. alles entfernen und selber neu gestalten...

So oder so... viel Spaß beim Tüfteln!

Gruß Armin

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