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der noergler

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Sonntag, 1. April 2012, 13:13

Kann mir jemand zu diesen T 3 Puffer etwas sagen

Hallo
habe vor mir einen Wemoba/Munz Rahmen für eine T 3 liegen an dem schon Puffer montiert sind .
Habe dies so gekauft , kann mir jemand etwas über diese doch sehr gewöhnungsbedürftigen Puffen sagen ?
Wo waren die eingesetzt und in welcher Epoche ???

Gruß
Jürgen
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jrgnmllr

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2

Sonntag, 1. April 2012, 13:29

Hallo Namensvetter,

ein Bild dieser "rätselhaften" Puffer wäre schon hilfreich. ?(


Gruß

Jürgen (HH)

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der noergler (01.04.2012)

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3

Sonntag, 1. April 2012, 13:54

Sorry

man(n) bin ich dusslig
hier das Foto



Gruß
Jürgen
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Thomas58

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4

Sonntag, 1. April 2012, 14:16

Hallo Jürgen,

dies sind Stangenpuffer aus der Länderbahnzeit. Sie erscheinen mir recht lang zu sein. Ein Puffer hat eine Länge von 650mm in 1:43,5 = 14,94mm in 1:45 = 14,44mm.
Hoffe geholfen zu haben.

Gruß
Thomas58
aus Thüringen

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5

Sonntag, 1. April 2012, 14:21

@ Thomas

Danke für die Info
also mit der Schieblehre gemessen 14,74 mm .
Ich denke das ich diese ausbauen und andere einsetzen werde.

Gruß
Jürgen
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Thomas58

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6

Sonntag, 1. April 2012, 14:45

Jürgen,

welche Puffer an die T3 gehören kommt darauf an, welche
Epoche Du bauen möchtest oder ob Du ein konkretes Vorbild wählst. Für die
Epoche 2 und 3a sind die Korbpuffer gut geeignet. Es wurden aber auch
Hülsenpuffer angebaut. Dies ist aber abhängig von der Aufgabe der Lok und ob
diese auf Privatbahnen als Rangierlok auf Bahnhöfen eingesetzt war. Also sind
die Stangenpuffer nicht unbedingt fehl am Platz. Bei meiner T3 sind zweifach
geschlitzte Korbpuffer angebaut.
Am besten orientiert man sich an
Vorbildfotos, von denen gibt es ausreichend im Netz.

Gruß
Thomas58
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Dieter

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Sonntag, 1. April 2012, 15:22

Stangenpuffer

Hallo Jürgen

Stangenpuffer gab es nur in Epoche 1 und noch was ,stört da nicht die Bremsschläuche, denn die gab es erst in Epoche 2 vor.Die Kupplung ist auch eher Epoche 2 einzuordnen.
Viel Spass beim basteln! ;)

Gruss Dieter

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Sonntag, 1. April 2012, 15:47

Hallo Jürgen

Ok, Doppelharkenkupplungen für Epoche I habe ich auch noch , mal sehen wohin mich das ganze nun führt .

Gruß
Jürgen
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timobahn

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Sonntag, 8. April 2012, 18:35

...Stangenpuffer gab es nur in Epoche 1 ...


Halo Dieter,

das stimmt so nicht. Die Reichsbahn hat in den 20ern begonnen die Stangenpuffer gegen Hülsenpuffer zu tauschen, weil mit der Einführung der durchgehenden Druckluftbremse die Zuglängen und damit die Belastung größer wurden. Dem hielten die Stangenpuffer teilweuse nicht mehr stand. Der Umbau konnte aber nicht an einem Tag erfolgen, sondern zog sich über Jahre hinweg.

Die T3 wurde allerdings nur in untergeordneten Diensten eingesetzt und wurde auch schon verstärkt ausgemustert. Darauf weist auch die einnummerung in den 7000er-Bereich hin.

Außerdem gibt es noch ein Leben außerhalb der Staatsbahn. Die Privatbahnen haben die Stangenpuffer oftmals nicht ausgetauscht, weil das für deren Einsatzgebiet nicht notwendig war und nur unnötige Kosten verursacht hätte.

Allerdings würde ich oben zu sehende Puffer wohl auch austauschen, weil mir die Proportionen falsch erscheinen. Die Stange selbst mag ja ok sein, aber der Federkörper erscheint mir viel zu dünn.

Viele Grüße
Timo

der noergler

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Sonntag, 8. April 2012, 18:59

Hallo Timo

ersmal Danke für Deine info
wahrscheinlich werde ich die Puffer auch austauschen .
Aber in der länge sind diese Maßstäblich denn

Zitat

von Thomas58
Ein Puffer hat eine Länge von 650mm in 1:43,5 = 14,94mm in 1:45 = 14,44mm.
Und ich habe mit der Schieblehre gemessen 14,74 mm

So nun weiß ich aber nicht wie der Durchmesser der Hülse war ,am Modell gemmesem 2,46 mm wären im orginal 110,7 mm(ca . 11 cm )
ob dies nun dem orginal entspricht , da bin ich überfragt .

gruß
Jürgen
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Dieter

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Sonntag, 8. April 2012, 19:28

Stangenpuffer

Hallo Timo

Wo hast Du die Information her ,ist mir leider unbekannt,gut das hier und da noch bei Privatbahnen noch einige vorhanden waren mit Stangenpuffer .
Das es Übergänge gab könnte ich mir schon vorstellen ,aber belege sind mir da schon lieber.
Gruss Dieter

timobahn

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Sonntag, 8. April 2012, 20:18

Hallo Dieter,

das habe ich in verschiedenen Quellen gelesen. Spontan habe ich im Carstens Band 6 auf S 156 etwas dazu gefunden, demnach wurden die meißten Fahrzeuge zwischen 1924 und 1930 umgerüstet. Es gibt aber auch noch ausführlichere Quellen, in denen der Zusammenhang zwischen durchgehender Druckluftbremse und Hülsenpuffern, sowie anderen Begleiterscheinungen, wie stärkere Aussteifung von Wagenkästen usw. dargestellt wird.
In dem Buch steht übrigens auch, daß die Sicherheitskupplung bis in die 40er Jahre hinein standardmäßig verbaut wurde und erst aus Vereinfachungsgründen die heute noch übliche einfache Schraubenkupplung zur Anwendung kam.

Daß die 7000er Ordnungsnummern für die Loks, die zur baldgen Ausmusterung vorgesehen waren (bei Erstellung des Nummernplans), vorgesehen waren kann man dort nachlesen, wo auf die von der DRG aufgestellten Nummernpläne detailliert eingegangen wird. Mit der T3 in Staatsbahndiensten ging es ja schon in den 20ern rapide bergab, auch wenn selbst in den 50ern noch ein paar davon vorhanden waren. Kann man auch in Wikipedia in groben Zügen nachlesen (Preußische T3).

Zu Stangenpuffern an Privatbahnloks finden sich haufenweise Bildbelege z.B. im Wolff. Ich kann ohnehin nur empfehlen, einschlägige gute Literatur zu beschaffen und gerade auch die Bilder genau anzuschauen. Zum Bleistift im Buch Deutsche Eisenbahnfahrzeuge von 1838 bis Heute von Ralf Roman Rossberg (vdi-Verlag 1988 stehten, anders, als es der eher nichtssagende Titel vermuten lassen würde, sehr viele technische Daten und Zusammenhänge, auch wenn auf knapp 500 Seiten natürlich nicht jede Feinheit dargestellt werden konnte. Es gibt aber auch aktuelle Literatur, in denen solche Themen behandelt werden. Selbst im Internet kann man viele Informationen finden, auch wenn diese zu speziellen Themen oft nur oberflächlich sind.

Viele Grüße
Timo

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Sonntag, 8. April 2012, 20:29

...So nun weiß ich aber nicht wie der Durchmesser der Hülse war ,am Modell gemmesem 2,46 mm wären im orginal 110,7 mm(ca . 11 cm )...


Hallo Jürgen, ich habe jetzt spontan auch keine Maße vom Original zur Hand, aber 11cm erscheinen mir rein gefühlsmäßig, um dort außer der Stange auch noch eine Feder und die Materialstärke der Hülse unterzubringen doch etwas arg wenig.

Viele Grüße
Timo

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Sonntag, 8. April 2012, 20:37

Hallo Jürgen,

Dein Puffer sieht für mich so aus, als wenn das ein Korbpuffer sein soll, dem der Korb fehlt! Also als wenn nur die "Innereien" zu sehen sind und der stützende und führende Korb fehlt. Alleine wegen der Optik würde ich die diese Puffer ausbauen und ausmustern.

Gruß
Nafets

Dieter

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Sonntag, 8. April 2012, 21:09

T3 Stangenpuffer

Hallo Timo
danke für die Info,man lernt doch nie aus . :)
Gruss dieter

der noergler

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Sonntag, 8. April 2012, 21:27

Hallo zusammen

Da kommt ja doch einiges Wissen zusammen , klasse so stelle ich mir ein Forum vor .

Aber jetzt nochmals zu den Puffern ,
Stefan das dachte ich auch zuerst das das ein "halber" Korbpuffer ist, nur wurde mir glaubhaft jetzt im nachhinein versichert das dies ein Micro Metakit Stangenpuffer sei.
Aber ist eh egal da diese sowieso nicht an der T 3 bleiben, werden durch Korbpuffer ersetzt.

Gruß
Jürgen
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timobahn

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17

Montag, 9. April 2012, 14:29

Hallo Dieter,

gerne geschehen. Ich denke, das macht ja so ein Forum aus, jeder weiß irgend etwas und läßt die anderen teilhaben. Umgekehrt habe ich auch aus unzähligen Beiträgen anderer, schon sehr vieles gelernt.


An alle:
Mir schwelt da noch eine Frage im Gebeiß:

Ich bräuchte auch noch Stangenpuffer. Konkret wären zwei- und dreifach geschlitzte Korbpuffer für mich interessant. Wo kann man solche bekommen?

Viele Grüße
Timo

CNKB

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Montag, 9. April 2012, 16:00

Stangenpuffer an T3...

... waren wohl nur vereinzelt an den allerersten und Vorläufern zu finden. Im Buch "Die Baureihe 89.70 (preussische T3)" von Moll/Wenzel findet man wohl die vollständigste Aufzählung von T3, mit reichlich Bilddokumenten,

darunter genau 1 Bild einer Ursprungs-T3 wo es aussieht, als wären es Stangenpuffer, nämlich die 905/6107 Bromberg (Henschel 1883), ausgemustert 1912.

Alle anderen Aufnahmen, auch noch aus der Länderbahnzeit, zeigen Korb- oder Hülsenpuffer. Auch auf der im Buch gezeigten Musterblattzeichnung M III-4e (1) , gültig ab 1882, finden sich bereits Korbpuffer.

Also wenn Stangenpuffer, dann wohl nur T3 der ersten Bauform mit abgeschrägtem Führerhaus und sehr frühes Baujahr.

Ausserdem vermute ich, daß die Mikro-Metakit wohl eher eine bayerische Bauart darstellen, als eine preussische.

Soviel zum österlichen Nietenzählen...... ;)



Karl-Heinz

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Dienstag, 10. April 2012, 13:57

Hallo,

Länderbahnpuffer gab es in den unterschirdlichsten Vorbild-Ausführungen.

1. Bayrische als sogenannte Stangenpuffer, wie der Name schon richtig bezeichnet, nur als Stange ohne Korbumhüllung. In den Ausfürhrungen schwach/ leicht und stark. Als Vorläufer in der starken Ausführung, durchaus den heutigen Hülsenpuffern schon sehr ähnlich.

2. Preußsisch als Korbpuffer in zweifacher oder vierfacher Schlitzung.

Alle zu sehen auf diesem Foto: links OSM vierfach aus Kunsstoff mit Metallteller, alle anderen Puffer Micro in Messingguß oder als Drehteil.



Lieferanten oder auch Vertreiber waren.

1. Hehl zu finden im Bauteilekatalog von 1995
2. OSM Hobbyschop aus Katalog 1997 hier die Micropuffer, diese als Auszug im Dateianhang
3. Wemoba nur die Korbpufferausführungen
4. Schnellenkamp Katalog 1999
Nr. 1252 2-Fach
Nr. 1253 4-Fach

Demnach sind die an Jürgens T3 verbauten Puffer, originale Micro Puffer so wie diese geliefert wurde, ohne Fehler in leichter Ausführung. Wie bei mir am Messingfahrgestell recht verbaut.

Hoffe damit im Modellbereich die Vermutungen und Spekulationen hiermit verringern zu können. Im Vorbildbereich werde ich meine Unterlagen diesbezüglich nochmals sichten, denn diese Frage ist ja durchaus berechtigt und auch interessant zugleich..................

Gruß, Thorsten
»DRG« hat folgende Datei angehängt:

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »DRG« (20. August 2012, 13:38) aus folgendem Grund: Die Puffer auf dem Bild genauer zugeordnet und beschrieben sowie den Bilderdienst gewechselt.


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