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1

Freitag, 5. Juli 2013, 08:00

1968: Umstellung auf Computernummern UIC

Hallo,

ich möchte auf meiner Anlage die Zeit um 1968 darstellen, um sowohl Wagen und Loks mit Computernummern in mehr oder weniger Neuzustand, als auch Epoche 3 Fahrzeuge in stark genutztem Zustand gleichzeitig fahren zu können.

Meine Fragen an die hier offensichtlich vorhandenen Wagenspezialisten und ehemals aktiven Eisenbahner:

Wie hat sich die Umstellung damals abgespielt? Wurden die Fahrzeuge bei fälligen Untersuchungen umnummeriert, oder wurden sie "zwischendurch" irgendwie neu beschriftet? Über welchen Zeitraum hat sich diese Aktion erstreckt? Wurden Unterschiede bei Loks und Wagen in der Dringlichkeit gemacht?
Gab es Unterschiede bei der DB und DR im Osten?

Es wäre sehr interessant für mich, diese Informationen von Fachleuten zu bekommen.

Es bedankt sich,

mit besten Grüßen von der Insel

Jan

2

Freitag, 5. Juli 2013, 08:18

Hallo Jan,

zur DB kurz gesagt:



  • Umzeichnung der Wagen ab 1964, also ab 1964 gelieferte Wagen mit Computer-Nummer und ältere Wagen, die noch umgezeichnet werden sollten, wurden bei der nächsten anstehenden Revision umgezeichnet. Wagen, die nicht mehr umgezeichnet werden sollten und zur Ausmusterung anstanden, liefen ihre Revisionsfrist von bis zu sechs Jahren mit alter Nummer ab.
  • Lokomotiven sollten am Stichtag 01.01.68 umgezeichnet sein, es gab Umzeichnungsaktionen in den Bw, aber gerade bei den Dampfloks dauerte die Umzeichnung bis 1969.

Das war der Grundsatz, von dem aber bspw. bei Donnerbüchsen und dreiachsigen Umbauwagen abgewichen wurde. Donnerbüchsen erhielten keine Computer-Nummer und liefen bis in die 70er mit alten Nummern und bei den dreiachsigen Umbauwagen kam es erst Ende der 70er zu einer Umzeichnung. Grund war, dass bei Wagen, die nur im Binnenverkehr eingesetzt wurden, Ausnahmen zulässig waren.

Weitere Details kann ich Dir erst liefern, wenn ich zu Hause die entsprechende Literatur gewälzt habe - aber das werden bis dahin sicher schon andere User gemacht haben...

Bei der DR war m.W. der Umzeichnungsstichtag 1970, aber weitere Details sind mir im Moment nicht präsent - das Archiv zu Hause könnte weiterhelfen. Aber die DR-Freunde werden schneller sein.

Fazit: Eine Mischnutzung ist im Modell bei Nachbildung der Übergangszeit durchaus möglich - viel Spaß damit, dem Zeitraum der "größten Freiheit"!!!


Gruß vom Niederrhein
Stefan

P.S.: Du solltest aber bei Verwendung der Computer-Nummer darauf achten, dass die angeschriebenen Fahrzeugnummern und Gattungsbezeichnungen dem ersten Umzeichnungsplan entsprechen und keine Anschriften aus Ende der 70er/Anfang der 80er oder gar noch später dabei sind.

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Doppelnull

unregistriert

3

Freitag, 5. Juli 2013, 11:13

Hallo,

meines Wissens stammt die erste Festlegung der Wagennummernbereiche für die Umzeichnung in UIC-Nummern vom 1.Februar 1965 (siehe Güterwagen Band 6, Seite 77).
Eigentlich war bei der DB die Umzeichnung ab 1. Oktober 1964 vorgesehen, aber ich kenne kein Belegfoto dafür, dass das auch vor Frühjahr 1965 geschehen ist.
Dies nur als kleine Info am Rande.

Grüße

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4

Freitag, 5. Juli 2013, 11:39

Hallo Doppelnull,

Du hast Recht, was Güterwagen angeht. Bei den Reisezugwagen sollte die Umzeichnung in 1964 beginnen. Ich hatte mich da indifferenziert ausgedrückt. Aber am Wochenende werde ich beide Daten überprüfen.


Gruß
Stefan

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5

Freitag, 5. Juli 2013, 11:42

Meine Herren,

diese Ausführungen übertreffen alle meine Erwartungen bezüglich einer befriedigenden Auskunft zu meinem Thema. Profundes Wissen! Chapeau!

So macht Modellbahnerei wirklich Freude, wenn man so hilfsbereit genau das erfährt, was man so gerne wissen würde.

Meinen herzlichen Dank dafür und Grüße von der Insel

Jan :P

DVst HK

Bahngeneraldirektor

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6

Freitag, 5. Juli 2013, 17:13

Moin, moin,
als Schüler habe ich 1968 - 1971 aushilfsweise in der Zugabfertigung Vorsfelde(Grenze) - Übergang zur DR nach Oebisfelde - in den Ferien mir ein schönes Taschengeld verdient. Dort wurden alle Güterwagen erfasst und in Wagenübergangsnachweisen aufgeschrieben. Damals waren fast alle Wagen schon mit UIC-Nummer beschriftet. Es gab aber immer wieder noch Wagen mit alter Anschrift, was für uns dann besondere zusätzliche Arbeiten erforderlich machte. 1968 noch häufig, 1971 dann schon sehr selten. Der Verkehr DB-DR galt damals übrigens als internationaler Verkehr.
Eckhard

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7

Freitag, 5. Juli 2013, 18:04

Hallo Eckhard,

der Verkehr mit der und in die DDR interessiert mich ganz besonders. Wurde er gemischt mit DB und DR Wagen abgewickelt? Oder überwog das Rollmaterial einer der Bahngesellschaften. Wie ich hier gelesen habe, wurden die DR-Waggons wohl später umbeschriftet. Ist das im grenzüberschreitenden Verkehr auch so gewesen, oder wurden schon umgezeichnete Wagen dafür vorgesehen?

Mit besten Grüßen von der Insel

Jan

DB1964

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8

Samstag, 6. Juli 2013, 14:43

Hallo Jan,

Zu den Loknummern kann ich noch auf die EK special 90, Die neuen Loknummern von DB, DR und DB AG, hinweisen.

[url='http://www.ekshop.de/zeitschriften/ek-special/die-neuen-loknummern-von-db-dr-und-db-ag.html?force_sid=rlfrb81dtn66inmf0ep7bi5992[/url]

Mit Sonnige Grüßen aus Amsterdam

Harry

9

Samstag, 6. Juli 2013, 15:33

Hallo Jan,

wie versprochen habe ich nun am Wochenende die gerade greifbaren Diener-Bücher zur Hand genommen und das dort gefunden:

Güterwagen:
Der UIC beschloss im Februar 1960, dass die Güterwagen international einheitlich gekennzeichnet werden sollen und dass diese Umzeichnung bis zum 01.07.1964 abgeschlossen sein müsste. Die DB begann auch am 01.07.1960 mit der Umzeichnung nach neuen Richtlinien. Dabei wurde die bisherige Gattungsbezeichnung durch die neue Buchstabenkennzeichnung ersetzt. Die bisherige Bauartnummer wurde wie bisher, nunmehr durch einen Bindestrich getrennt, hinter den neuen Gattungs- und Kennbuchstaben angeschrieben. Die alte Bezeichnung wurde als Erleichterung bei der Umstellung etwas abgesetzt dahinter geschrieben.

Diese Umstellung war noch gar nicht richtig angelaufen, als sie seitens des UIC am 19.09.1960 gestoppt wurde. Die DB zeichnete aber erstmal weiter um. Ziel des Stopps war, nun einen internationale Verschlüsselung zu erarbeiten. Diese wurde 1964 in Zusammenarbeit mit dem OSShD (Zusammenschluss der Eisenbahnen im Ostblock) gemeinsam beschlossen und 1964 in Kraft gesetzt. Damit kamen die heute noch bekannten Computer-Nummern auf! Ab dem 01.10.1964 begann die DB, ihre Güterwagen nun nach diesem Muster zu beschriften. Die doppelte Angabe der neuen und der alten Gattungsbezeichnung wurde beibehalten, so dass man für eine gewisse Übergangszeit das Vorhandensein von Computernummer und zweier Gattungsbezeichnungen als charakteristisch ansehen kann. Gemäß UIC- und OSShD-Festlegung musste diese Umzeichnung bis zum 01.10.1968 beendet sein!


Lokomotiven:
1966 begann die DB mit den Vorarbeiten zur Umzeichnung der Lokomotiven, welche ab 1967 anliefen. Dabei war festgelegt worden, dass bis zum 31.12.1967 alle Lokomotiven innen die neue Nummer angeschrieben haben mussten. Die Außenanschriften durften nicht vor dem 01.01.1968 geändert werden. Ab 01.01.1968 sollten die Außenanschriften umgestellt werden, wobei Dampfloks erst einmal nicht umbeschriftet werden sollten. Aber noch 1968 begann man damit, auch die Dampfloks umzuzeichnen, da das aus Gründen der Fahrzeugwirtschaft erforderlich wurde.

Soweit in Kürze die Fakten aus den beiden Diener-Büchern (Anstrich und Bezeichnungen von Lokomotiven und Anstrich und Bezeichnung von Güterwagen, beide von Wolfgang Diener). Das Diener-Heft über Reisezugwagen ist gerade verliehen, so dass ich hier noch keine Konkretisierung vornehmen kann. Sorry!

Freundlicher Gruß
Stefan

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Nafets« (6. Juli 2013, 20:28)


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10

Samstag, 6. Juli 2013, 19:40

Hallo Stefan,

herzlichen Dank auch für diese profunde Auskunft. So, jetzt kann ich ja munter kombinieren bei den 68 ern. Autos aus den Fünfzigern mit entsprechender Alterung, "abgefahrene" Wagen, liebevoll gepflegte Dampfloks mit geringeren Schäden am Habitus...... und frische Loks aus dem AW und Neuzugänge.

Ich liebe das Chaos des Alltags......

Kompliment noch einmal für die ergiebige Recherche

Jan

Doppelnull

unregistriert

11

Samstag, 6. Juli 2013, 20:25

Hallo Nafets,

da hat sich in Deinem letzten Beitrag wohl ein kleiner Fehler eingeschlichen. Wie weiter oben von mir bereits erwähnt, war die Umzeichnung bei der DB auf UIC-EDV-Nummern zum 01.10.1964 (nicht 1960) angesetzt, wurde aber erst ab Frühjahr 1965 in der Praxis umgesetzt, da die interne Festlegung der Nummern erst zum 01.02.1965 fertig war.

Bei den Reisezugwagen begann die aktuelle Umbeschriftung (unabhängig von den auf dem Papier vorgesehenen Terminen) m.W. erst 1966. Vielleicht findet sich da später noch Genaueres.

Die Umzeichnung der Lokomotiven (DB-interne Angelegenheit) begann offiziell am 01.01.1968 und war spätestens zu Beginn des Sommerfahrplans 1969 umgesetzt.

Wenn der Endtermin zur Umzeichnung der Wagen, zumindest im grenzüberschreitenden Verkehr, zum 01.10.1968 festgelegt war, dann dauerte der Zeitraum der "größten Freiheit" leider doch nur vom 01.01. bis 01.10.1968. Und auch das nur begrenzt, denn z.B. einen Reisezugpackwagen mit der Anschrift Pw gab es ab dem 01.01.1964 schon nicht mehr.
Es war und ist eben alles immer im Fluss.

Grüße

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12

Samstag, 6. Juli 2013, 20:29

Hallo Doppelnull,

danke für den Hinweis auf den Tipp-Fehler, habe ich soeben korrigiert.

Danke auch für die Ergänzung der Reisezugwagen, dann brauche ich nicht auf die Rückgabe des Buches warten.

Ich habe allerdings nur Wolfgang Diener aus den genannten Büchern zitiert. Mehr als diese Daten waren da nicht enthalten.

Gruß
Stefan

DVst HK

Bahngeneraldirektor

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13

Sonntag, 14. Juli 2013, 00:35

Moin Jan,

ich kann nur aus meinen Erfahrungen aus diesen Jahren auf dem Grenzübergang Vorsfelde-Oebisfelde sprechen. Dort wurden grundsätzlich Güterwagen aller europäischen Bahnverwaltungen von DB an DR und umgekehrt übergeben und nummernmäßig zwecks Abrechnung erfasst. Die meisten Wagen waren dort in etwa gleichem Verhältnis Wagen der DB und der DR. Zweitstärkste Gruppe waren Wagen der skandinavischen Bahnen. Danach Wagen von anderen Bahnverwaltungen des "Ostblocks". Aber auch Wagen aus z.B. Frankreich oder Italien waren oft dabei.

Insbesondere Wagen osteuropäischer Bahnverwaltungen fielen durch alte Wagennummern häufiger auf, was aber bei der DB nicht zu einem Zurückweisen an die DR führte - die Wagen fuhren dann mit der alten Nummer weiter. Aber auch Wagen z.B. der DB fielen nach einem längeren "Auslandsaufenthalt" in Osteuropa mit einer alten Wagennummer auf. Diese langen Aufenthalte im Osten kamen wegen der dort angespannten Situation bei einigen Wagengattungen immer wieder vor. Das kostete zwar Devisen, wurde aber mit den DR-Wagen verrechnet, die im Westen weilten. Dabei wurde das von der DR kreativ gehandhabt, indem man die Wagengattungen beladen in den Westen schickte, für die momentan kein Hochbedarf bei der DR bestand. Deshalb wurden DB-Wagen vorzugsweise auch schnell leer zurückgeschickt und stattdessen beladene DR-Wagen verwendet.

Trickreich ging man übrigens auf beiden Seiten vor. Ich erinnere mich an einen Teerkesselwagen einer osteuropäischen Bahn, für dessen Entladung der Teer erwärmt werden musste, was durch Dampf in speziellen Dampfleitungen im Kesselinneren geschehen musste. Bei diesem Wagen waren die Dampfleitungen defekt und hatten sich zu großen Teilen mit Teer gefüllt. Da das Entladen somit recht problematisch war, wurde der natürlich an die DR zurückgewiesen, nachdem das der DB Wagenmeister erkannt hatte. Im folgenden halben Jahr wurden immer wieder Versuche gestartet, der DB den Wagen trotzdem "anzudrehen". Das gipfelte darin, dass nach Aussage unserer Wagenmeister der Wagen sogar mit anderer Wagennummer übergeben wurde. Solche ähnliche Fälle gab es viele und es war schon ein gewisser "sportlicher" Wettbewerb unter den Wagenmeistern der DB und DR...

So pingelig die Eingangskontrollen auf beiden Seiten des "Eisernen Vorhangs" auch waren, bei den Wagennummern war man auf beiden Seiten großzügig und handhabte das pragmatisch im Sinne der Kunden. Nur in den Fehlerkontrolllisten der damaligen ZTL (Zentrale Transportleitung der DB) oder in über die ZTL an uns weitergeleiteten Telegrammen des Verkehrsministeriums der DDR wurde unserem Grenzbahnhof Vorsfelde wohl eher formal dem Missfallen Ausdruck gegeben.

Grüße
Eckhard

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Sonntag, 14. Juli 2013, 07:07

Hallo Eckhard,

ein toller Bericht!

So beginnen die Wagen, die vor mir auf der Anlage stehen, so richtig zu "leben". Meine Phantasie tut den Rest. Ich bin Rheinländer, habe in Westberlin studiert, und habe in dieser Zeit die Grenzkontrollen so richtig "genossen" bei den Genossen.....

Die diversen Spitzfindigkeiten, Schikanen etc. im Alltag des Eisenbahnbetriebes kann ich mir gut vorstellen.

Ich denke, allen Lesern wird es so gehen wie mir. Wir haben den Bahnbetrieb immer schon mit Bewunderung erlebt. Sehe mich als kleiner Junge immer noch in Bonn an der Schranke stehen. "In Bonn regnet es, oder die Schranken sind zu." Wenn ich an der Hand meiner Grossmutter die Poppelsdorfer Allee auf die Fussgängerunterführung zu ging, in der es so richtig donnerte, wenn ein Zug drüber fuhr. Der Rauch der Dampfloks über dem Bahnhof. Da holt man sich diesen Virus, der zwar schon mal eine Zeit lang schlummert, dann aber wieder hervorbricht und einen so richtig befällt. Dann vom Christkind 1957 die Märklin V 200. Jetzt von MBW mit dem Sound dieser Tage.....Das tut alles verdammt gut.

So geht es mir jetzt in der Spur 0: Während ich weitere Wagen altere, sehe ich sie jetzt, nach deinem schillernden Bericht, an der Grenze stehen. Den Wagenmeister höre ich schimpfen....


Die Authentizität wird eben nur 1:45 und nicht 1:87 verkleinert. Hätte nicht gedacht, dass der Unterschied so groß ist! Man ist einfach näher dran.

Herzlichen Dank und - sicher im Chor mit den Kollegen vom Forum - mehr davon.......

mit besten Grüßen von der Insel

Jan

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