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Patrik

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Dienstag, 6. Mai 2014, 20:25

Wie Holzleim-Verbindung wieder lösen ?

Guten Abend,
wie würdet ihr denn eine Holzleimverbindung wieder lösen ? Mir sind zwar 2-3 Methoden bekannt (feuchtes Tuch, Heißluftgebläse, Essig) aber ausprobieren musste ich noch keine davon. Hat jemand einen Tip wie es am einfachsten, saubersten und am besten geht ? Hintergrund ist mein neu gebautes Modul, ich habe vorgesehen die Deckplatte aufzulegen und somit die Querstreben bündig mit der Oberkante eingebaut. Jetzt hab ich es mir anders überlegt und will die Deckplatte doch bei allen Modulen versenken. Also ist die Querstrebe 1cm zu hoch. Falls jemand noch eine andere Idee hat wie ich den Zentimeter einfach kürzen kann ohne die Strebe auszubauen immer her damit.

Viele Grüße
Patrik
die Räder vom Zug dreh´n sich rundherum ,rundherum ,rundherum :thumbsup:

jrgnmllr

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2

Dienstag, 6. Mai 2014, 20:36

Hallo Patrik,

diese Arbeit lässt sich am einfachsten und schnellsten mit einer Oberfräse (kann man sich in vielen Baumärkten ausleihen) erledigen.
Wäre mir so etwas passiert, würde ich die Querstrebe heraussägen und mit 4 Montagewinkeln um das erforderliche Maß tiefer gesetzt wieder anschrauben.


Gruß

Jürgen (HH)

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3

Dienstag, 6. Mai 2014, 20:52

hallo,

da die Klebefläche ja nicht allzu groß ist, nass machen ca 20 min warten. Sollte das Teil dann immer noch fest sein, ein paar gefühlvolle Hammerschläge.
Solltest du wasserfesten Leim genommen haben, vergiss das mit dem Einweichen :D
Beste Grüße aus dem Keller,

Pat

1zu0

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4

Dienstag, 6. Mai 2014, 20:59

Hammerschläge

Mit gefühlvollen Schlägen ohne Einweichen zerfetzt das Holz, wenn die Verbindung wirklich fest ist. Es geht manchmal auch ohne Einweichen: ein einziger schneller und heftiger Schlag trennt die beiden Teile sauber - oder gar nicht, dann geht es nicht mit dem Hammer. Natürlich sollte man ein Stück Restholz auf die Trefferfläche zum Schutz der Oberfläche legen und es sollte überhaupt Platz für so eine Aktion sein. Am bestem mal mit einem Probestück üben.

Viele Grüße

Holzwurm Gerd

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Dienstag, 6. Mai 2014, 21:05

Ich nehme für solche Operationen den Heißluftföhn. Nur lang genug anwärmen - Holz leitet die Wärme schlecht, aber nicht zu heiß stellen, sonst kokelt es.
Nach ein paar Minuten fällt die Klebestelle auseinander.

Viel Erfolg

H3x
Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.

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lok-schrauber (07.05.2014)

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Dienstag, 6. Mai 2014, 21:45

Hallo,

ich kann H3x nur zustimmen. Wärme ist die einzige Methode bei wasserfestem Leim (auch D3 genannt).
Ich habe ein Heißluftgebläse, bei dem man die Temperatur einstellen kann, ich erwärme die Klebestelle mit 200°C ca. 10-15min. Dann wird der Leim zäh und die Teile lassen sich wieder trennen.
Solltest Du die Klebenstelle in einer Nut und Feder haben, dann wird es aber auch mit dieser Methode schwer, einfach weil die mechanische Reibung bei einer guten Nut-Feder-Verbindung schon einige Kraft brauch, um sie zu trennen und der zähe Leim dann nochmals zusätzlich.

Poste doch mal ein Bild von Deinem Missgeschick, vielleicht kann man auch ohne die Leimstellen aufzutrennen etwas machen.

Gruß
Stefan

Vernullt

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7

Dienstag, 6. Mai 2014, 22:24

Verleimung

Hallo Forum,
meine Einstellung zur Verleimung passt zwar nicht direkt zu Patricks Frage,aber ich verleime meine Segmente gar nicht,alles inclusive des Deckels ist geschraubt.
Der Segmentkasten besteht aus 19mm Stäbchenverleimter Tischlerplatte,der Deckel aus 10mm Pappelspeerholz.
Diese Art zu bauen setzt in erster Linie eine gute Winkligkeit der Sägeschnitte voraus.
Auch der Gleisschotter wird nicht geklebt.Ich Versuche mir mit dieser Art zu bauen,einen Problemlosen Rückbau zu ermöglichen.
Baue ich obendrauf mal mist,brauche ich z.B. nur den Deckel zu tauschen.
Diese Form des Bauens macht natürlich nur Sinn in Üblichen Zimmergrössen ohne die Mitnahme der Module/Segmente auf irgendwelche Treffen.
Auch wenn mal eine Anlage langweilig wird,ist ein Rückbau schon eine überlegung wert.
Also ich habe schon einiges zur Zentraldeponie gebracht,dass versuche ich jetzt zu vermeiden.

Herzliche Grüsse
Jürgen

Patrik

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Dienstag, 6. Mai 2014, 22:24

Guten Abend,
ist ja gar kein Missgeschick :-) war ja so geplant, hab mich jetzt nur Umentschieden. Warum bauen eigentlich ALLE ihre Deckplatten bei Spur Null in den Kasten ein ?
Und vielen Dank für die Tips. Am sinnvollsten erscheint mir das mit der Heißluft zuerst einmal zu probieren. Es war Ponal Express also wasserlöslich. Falls das nicht klappt kommt die Oberfräse mit 2 Auflagen zum Einsatz. Schlimmstenfalls kommt eine weitere Strebe an anderer Stelle zum Einsatz und dient dort dann als Auflage. Muss ich aber erst wieder in den Baumarkt eine sägen lassen :-)

Den Tip mit dem Hammer hab ich frpher schon mal versucht, das gibt aber meistens zersplitterte und zerfaserte Stirnseiten, die Strebe kann dann auch nicht mehr sauber eingebaut werden.

@Jürgen: Kasten Leimen - Deckplatte Schrauben. Die meisten Kästen die ich bisher gebaut habe verwende ich bis heute und wenn ich sie nicht mehr brauche sind die jeweils ganz schnell verkauft. Da gibts immer dankbare Abnehmer.

Grüße
Patrik
die Räder vom Zug dreh´n sich rundherum ,rundherum ,rundherum :thumbsup:

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Patrik

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Dienstag, 6. Mai 2014, 23:09

so ich habs mit 200° C erwärmt, ca 5 Minuten und die Verbindung ließ sich vorsichtig lösen, habe dann auf der anderen Seite einfach mal den Hammertest gemacht, und wie erwartet ist ein fetter Splitter aus der Strebe ausgerissen und klebt an der Modulwand. Modul zwei: beide Seiten nacheinander erwärmt und fast rückstandsfrei entfernt. Ich kann die Wäremethode also wärmstens empfehlen :thumbup:

Am besten ist natürlich man macht gar keinen solchen Quatsch wie ich und baut seine Module gleich richtig.

Grüße und Danke an alle Tipgeber !

Patrik
die Räder vom Zug dreh´n sich rundherum ,rundherum ,rundherum :thumbsup:

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