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Mittwoch, 21. Februar 2018, 18:31

Schwellen - Teil2

Hallo Spur-0er,

nach dem mein erster Versuch der Alterung meiner Holzschwellen nicht sonderlich geglückt war, habe ich andere Wege versucht. Thomas (Moba-Tom) hat mich dankenswerter Weise auf seine Vorgehensweise hingewiesen. Im Stummis-Modellbahnforum bin ich außerdem noch auf folgenden Beitrag gestoßen. Ich habe mich an beiden Varianten einmal versucht. Hier ein kurzer Bericht zu Variante 2, da ich stark zu dieser tentiere. Dabei habe ich die Variante mit den in Hellgrau grundierten Schwelle leicht abgewandelt umgesetzt.

Nachdem ich die Schwellen Hellgrau grundiert hatte, habe ich mit einem größeren Pinsel dezent Weiß aufgetragen (mit dem Lampen war es auf Grund der Kleineisen und Schienen schwer möglich). Anschließend habe ich Schwellen mit einem wässrigen Gemisch aus Lederbraun und Anthrazit (ungleichmäßig vermischt) dünn gestrichen. Zum Schluss habe ich die Farbe mit einem Tuch leicht verrieben, bis mir die Farbe der Schwelle zugesagt hat. Das Ergebnis gefällt mir richtig gut.


(Links: original Lenz, Mitte: Hellgrau grundiert, Rechts: Endergebnis)

Noch zwei Bilder




Je nachdem wie kräftig man mit dem Tuch reibt, ergibt sich eine unterschiedlich ausgeprägter Grauschleier. Wenn es einem zu hell wird, kann man wieder etwas dunkle Farbe auftragen, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist. Ob ich einige Stellen noch einmal leicht nachbehandele, weiß ich noch nicht. Erachte ich erstmal nicht als notwendig.

Der leichte Glanz kommt zum einen durch die Beleuchtung und wird zum anderen beim Schottern durch den feinen Staub dann sicher verschwinden.

Ich denke, ich habe meinen Weg gefunden :)

Was haltet Ihr davon?
Gruß Tobias

DR Ost - Epoche III (mit Überschneidungen zur Epoche IV)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Hexenmeister« (22. Februar 2018, 17:31) aus folgendem Grund: Hellgrau statt Steingrau. Hatte ich irgendwie verwechselt.


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Mittwoch, 21. Februar 2018, 20:11

Hallo Tobias,

Gleisschwellen sind selten grau, außer die Strecke wird nicht mehr befahren, meistens sind die Schwellen zwischen den Gleisprofilen ölig schwarz.
Ich verwende zum Beizen Asoa Schwellenimprägnierung, nach dem Auftragen kann man die Schwellen mit einer Messingbürste aufrauen und mit Beize schwarz ( stark verdünnt ) austragen.
Die Kleineisen und Schienenprofilen sollten mit einem Farbton Rost bemalt werden.

Gruß Oliver

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Donnerstag, 22. Februar 2018, 09:29

Hallo Oliver,

Danke für Deinen Hinweis/Einwand. Du hast natürlich Recht, hier muss ich sicher noch etwas tun. Die von Dir angesprochenen Ölflecken wollte ich nach dem Schottern aufbringen, da das Öl ja teilweise auch auf dem Schotter liegt. Ich orientiere mich unter anderem an folgenden Bildern. Link 1 / Link 2 Wobei sowas natürlich immer schwierig ist, da es sich ja hier um eine Momentaufnahme handelt, und man diesen Moment und die Vorgeschichte meist nicht kennt. Ich nutze auch Schwarzweisfotos aus dieser Zeit. Hier sind auch nicht immer alle Schwellen dunkel.

Meine Schwellen sind ja auch nicht wirklich Grau. Sie sind Braun/Schwarz mit einem leichten Graustich. In den Bereichen, in denen die Loks stehen oder langsamer fahren, wollte ich dann eine größere Verschmutzung durch Öl usw. darstellen. So ist jedenfalls mein bisheriger Ansatz.

Ich werde mir hierzu aber wohl noch mal Gedanken machen. Vielleicht ist es ja nicht der richtige Weg, oder ich stelle mir gerade etwas Falsches vor… ?(

PS: Die Kleineisen und Schienenprofile bekommen noch ihre rostige Farbe. Wollte erstmal nur an den Schwellen arbeiten…
Gruß Tobias

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Sonntag, 4. März 2018, 13:22

Rostige Schienen und Musterbahnsteig

Hallo Nuller,

nach dem ich mich mit der Farbgebung der Schwellen beschäftig hatte, habe ich mich dem Schienenprofil zugewandt. Um dem Schienenprofil seinen Glanz zu nehmen, habe ich es mit schnell Brünierung aus dem Waffenzubehör brüniert.



Hier muss man aber beachten, dass man den Vorgang nach Erreichen der gewünschten Farbintensität mit dem Auftragen von Wasser stoppen muss. Je länger die Einwirkzeit, umso dunkler wird die Färbung. Bis hin zu Schwarz. Ich habe dafür einen feuchten Pinsel verwendet. Im Nachhinein wäre es schlauer gewesen, dies vor dem Aufbau der Gleise zu machen. Dann halt beim nächsten Mal… :whistling:

Auf die brünierten Schienen habe ich dann Rostfarbe von Revell wässrig aufgetragen. Es sollte noch etwas Schwarz durchschimmern. Auf dem Bild sieht der Rostton kräftiger aus. Mal schauen, ob ich hier noch etwas nachbessere. Meine Musterschiene hat mir hier etwas besser gefallen, aber da war die Handhabung aber auch deutlich einfacher, da nicht eingebaut.





Auf den Bildern sieht man im Hintergrund auch die ersten Planungen für die Drahtseilführung vom Signal und mein erstes Muster für den Bahnsteig aus Spannbetonplatten. Das Ganze solle später mal in etwa so aussehen. (Natürlich ohne den ganzen Bewuchs :D )



So sah es an der Stelle früher mal aus: Link
Ich habe keinen Beleg gefunden, wann genau die DR diesen Bahnsteig modernisiert hat. Für meinen Bahnhof ist es Anfang der 60er passiert.

Hier noch mal mit einer Lenz Donnerbüchse zur Probe:



Arbeit habe ich also noch genug… 8)

Allen einen schönen Sonntag noch!
Gruß Tobias

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Samstag, 10. März 2018, 19:38

Ein Bahnsteig für Gleis 2

Hallo Nuller,

es hat sich wieder etwas getan. Neben dem Anbringen von Schienenlaschen und dem einfärben von Schwellen und Schienen habe ich mich diese Woche mit dem Bahnsteig für Gleis 2 beschäftigt. Da mich mein Muster überzeugt hat, habe ich angefangen, dass erste Stück (auf Segment 2) aufzubauen. Um die Nut in die Spannbetonplatten zu bekommen, habe ich mir eine höchst professionelle Prägevorrichtung gebaut:



Die wichtigsten Bestandteile sind eine Alu-Platte mit Stärke 1,5mm für die Außenkante (unten liegend) und einer Alu-Platte 2,0mm für die Nut. Sollte bei 5mm Styrodur eine gleichmäßige Nut in der Mitte ergeben. Nach dem ich die Spannbetonplatten in den Grundabmessungen unter Zuhilfenahme meiner Modellbaukreissäge von Proxxon hergestellt hatte, habe ich diese erst mit dezentem Druck leicht schräg über die Ecke der 2mm Platte gezogen (nur von innen nach außen), und anschließend zum Glätten auf der gesamten Länge mehrfach hin und her geschoben. Habe das alles sicherheitshalber auch mit um 180° gedrehten Platten wiederholt. Hier das Ergebnis:



Dann habe ich das Ganze zusammengebaut und die Stützen angebracht. Die Spannbetonplatten sind funktionsbedingt ja leicht gewölbt. Zur Darstellung dieser Wölbung habe ich in der Mitte der Platten einen Pappstreifen von 1mm (also ca. 4,5cm) untergelegt. Da die Platten schon ein paar Jahre liegen, und nur auf der Vorderseite durch Beton gestützt werden, habe diese eine leichte Neigung zu Gleis 1 (Möglich, dass es sogar beim Bau bzgl. Entwässerung auch beabsichtigt war)



Ich habe das Ganze vorerst nur mit Steingrau gestrichen. Die Verwitterung werde ich dann umsetzen, sobald der Bahnsteig auf der gesamten Länge aufgebaut ist. Nicht, dass ich noch mal etwas verändern muss… ;)

In diesem Abschnitt des Bahnsteigs befindet sich auch ein größerer Schacht, der einfach mit Beton umgossen wurde. Hier fehlen mir leider noch die L-Profile, um die Umrandung zu bauen. Daher ist dieser Bereich nur provisorisch hin gebaut. Der Schachtdeckel ist von Schnellenkamp



Beim Vorbild sieht das Ganze dann so aus: Link zu DSO Bild 14

Die Rückseite werde ich nicht wie hier im Bild zu sehen mit Betongitterplatten gestalten, dass wurde erst durch die DB nach der Wende installiert.
Ich werde hier nur ein Gemisch aus Erde und Sand anschütten. 1990 konnte man noch den alten Zustand bewundern. Link zu DSO Bild 8.
Toll, was man im Netz nicht alles für Bilder findet :thumbsup:

Allen noch einen schönen Samstagabend
Gruß Tobias

DR Ost - Epoche III (mit Überschneidungen zur Epoche IV)

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Samstag, 10. März 2018, 20:18

Schienen Brünierung

Hallo Hexenmeister,
man kann beim Brünieren auch braunes "Rostpuder" mit einem zweiten Pinsel einarbeiten wenn die Brünierung noch naß ist. Dann ergibt sich eine leicht raue Oberfläche.

Gruß
Kpt. Blaubär

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Ingo Blok

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Sonntag, 11. März 2018, 08:15

Hallo Tobias,

lass dich durch den Beitrag von Oliver nicht irritieren, natürlich gibt es "graue" Schwellen. Die Farbe der Schwellen hängt vom Wetter in der jeweiligen Gegend ab, wenn es eine Zeitlang nicht geregnet hat, dann trocknen die Holzschwellen und sie können dann silbergrau aussehen.

Das Ganze ist in der MIBA | Spezial 111 sehr schön und ausführlich beschrieben. Diese Ausgabe ist auch für diejenigen geeignet, die Kleineisen und Schienenprofilen nur mit dem Farbton Rost bemalen wollen.

Für die Gestaltung des Bahnsteiges kann ich dir folgendes empfehlen: AK 8014 - TERRAINS CONCRETE

Das Zeug lässt sich sehr gut mit einem Pinsel auftragen. Ich verwende es aktuell für die Gestaltung von Beton-Fußböden in Gebäuden.
LG Ingo

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Montag, 12. März 2018, 00:24

Tag Tobias,

auch meine Schwellen haben einen leichten Grauton als Basis. Mir gefallen deine Gleise.

Gruss,
Walter
Spur 0 macht Spass

Mein kleines Projekt

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Dienstag, 13. März 2018, 19:34

Hallo Hexenmeister,
man kann beim Brünieren auch braunes "Rostpuder" mit einem zweiten Pinsel einarbeiten wenn die Brünierung noch naß ist. Dann ergibt sich eine leicht raue Oberfläche.

Gruß
Kpt. Blaubär
Hallo Kpt. Blaubär,
danke für diesen super Tipp. :thumbup: Habe es heute mal an einem Reststück probiert und es sieht sehr vielversprechend aus. Hier entfällt dann auch der Einsatz von Wasser zum Beenden des Brüniervorgangs...werde mich damit auf jeden Fall weiter beschäftigen. :)

Hallo Tobias,

lass dich durch den Beitrag von Oliver nicht irritieren, natürlich gibt es "graue" Schwellen. Die Farbe der Schwellen hängt vom Wetter in der jeweiligen Gegend ab, wenn es eine Zeitlang nicht geregnet hat, dann trocknen die Holzschwellen und sie können dann silbergrau aussehen.

Das Ganze ist in der MIBA | Spezial 111 sehr schön und ausführlich beschrieben. Diese Ausgabe ist auch für diejenigen geeignet, die Kleineisen und Schienenprofilen nur mit dem Farbton Rost bemalen wollen.

Für die Gestaltung des Bahnsteiges kann ich dir folgendes empfehlen: AK 8014 - TERRAINS CONCRETE

Das Zeug lässt sich sehr gut mit einem Pinsel auftragen. Ich verwende es aktuell für die Gestaltung von Beton-Fußböden in Gebäuden.
Hallo Ingo,
danke für den Hinweis auf das MIBA Spezial. Manchmal vergisst man einfach was man alles hat. Hab ich also gleich mal hervorgeholt. :thumbsup:
Und deine Empfehlung bzgl. der Gestaltung von Beton werde ich auf jeden Fall auch mal ausprobieren. Sieht gut aus.


Hallo Walter,
schön das Dir meine Schwellen auch gefallen. Mir gefallen sie so auch. Je öfter ich sie betrachte, umso überzeugter bin ich, dass ich sie genau so haben will.
Bin echt gespannt darauf, wie das alles aussieht/wirkt, wenn ich mal fertig bin. Muss ja noch schottern und verschmutzen. Aber bis dahin ist aber noch viel zu machen...
Gruß Tobias

DR Ost - Epoche III (mit Überschneidungen zur Epoche IV)

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Montag, 2. April 2018, 17:57

Weichenstellbock

Hallo Nuller,

erstmal möchte ich mich für euren Zuspruch bedanken. :thumbup:

Im Moment ziehen sich die Arbeiten etwas hin. Man macht zwar viel, sieht am Ende aber relativ wenig. Aber es sind eben diese vielen Kleinigkeiten wie Schienenlaschen, Schwellen bearbeiten, Farbgebung der Schwellen und Gleise die aktuell anliegen. Daher war es für mich am Karfreitag auch eine willkommene Abwechslung den Weichenstellbock von Michael Weinert zu montieren. #1320

Und da ich es nicht erwarten konnte ihn in Funktion zu sehen, habe ich den Stellbock am Wochenende an der Weiche montiert. Vorab mal ein Foto von einem in die Jahre gekommenen Vorbild:



Und um die Lenzweichen dem Vorbild noch etwas näher zu bringen, habe ich die beiden Schwellen links und rechts der „Stellschwelle“ gekürzt (waren mir zu lang) sowie die Aufnahme für die Stellfeder (habe ich für den Servobetrieb ausgebaut) weg kaschiert. Zum Füllen von Löchern habe ich Plasto von Revel benutzt.

Habe hier die genannten Stellen mal eingezeichnet:


Da mir heute die Zeit und auch ein wenig die Lust fehlt hier viel zu schreiben, möchte ich heute auch nicht viel zum Einbau des Stellbocks schreiben, sondern euch nur die beiden Bilder zeigen. Auf diesen sieht man auch, dass ich einen Teil der Gleise schon mit Pulverfarben (Rost, Ruß und Asche) patiniert habe. Es gibt hier und da noch einen gewissen Handlungsbedarf bzw. Optimierungspotenzial aber ich bin schon sehr zu frieden. Fehlt nur noch der Schotter…



(bekomme heute leider irgendwie keine besseren Bilder hin. :S Wird wohl mal Zeit für eine richtige Kamera :D )



Im Moment überlege ich, ob ich die „Stellschwelle“ von Lenz nicht doch noch gegen eine filigranere Mechanik austausche. Aber ich befürchte, dass sich dies im eingebauten Zustand schwer umsetzen lässt…mal schauen. Hätte ich mir ja auch mal eher überlegen können :whistling:

Hat hier jemand Erfahrung mit einem derartigen Umbau bzw. einen Tipp für mich, wo ich eine entsprechend Stellmechanik/-stange bekommen kann?

Das soll es von mir dazu erstmal gewesen sein...ein Einbaubericht zum Stellbock folgt (sollte ich es nicht vergessen ;) ) bei Gelegenheit.

Viele Grüße und einen schönen Rest vom Osterwochenende wünscht Tobias
Gruß Tobias

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