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Friday, March 2nd 2012, 10:25pm

Lenz XpressNet-Bus bei Modultreffen

Moin Moin,

im SNM 5 (gibt es noch bei Stefan!) haben wir über den Einsatz von "Lenz Digital Plus" bei unseren Fahrtreffen berichtet. Eine besondere Behandlung erfuhr dabei der XpressNet Bus, oder besser die dazugehörige Verkabelung der großen Modulanlage mit preiswertem Telefon Infrastrukturmaterial (Suchbegriffe: US Telefonstandard "Western", Modular, RJ12 Stecker/Buchsen, RS-485 Bus). Uns erreichen dazu immer wieder Anfragen, besonders zum Bau eines "Spannungsverstärkers". Deshalb hier die Zusammenfassung unserer Probleme und deren Lösungen:

Probleme
- Modular/Westernkabel haben sehr dünne Leitungsquerschnitte. Die XpressNet Signale überleben erstaunlich lange auf langen Leitungen, aber
- der Anschluß vieler Endgeräte nach vielen Metern Kabel läßt die 12V Versorgungsspannung zusammen brechen (bei uns nur noch 7,5V nach 15m und einigen "Roco-Mäusen")
- die Nutzung verschiedener Hand-Bediengeräte, vor allem mit Beleuchtung, verstärkt den Spannungsabfall zusätzlich
- viele Hand-Bediengeräte mit gleicher XpressNet-ID stören den Steuerbus und die Zentralenlogik

Lösungen
- dicke Leitungen und dicke Stecker nutzen (teuer und unhandlich)
- Spannungsverstärker einsetzen (haben wir gemacht, siehe unten)
- Beleuchtung in Handgeräten abschalten/dimmen (siehe entsprechendes Geräte-Handbuch)
- jedem Gerät eine eindeutige Bus-ID zuweisen (siehe entsprechendes Geräte-Handbuch)

Spannungsverstärker
Für einen Spannungsverstärker gebraucht man ein 12V/1-2A Festspannungsnetzteil (Schaltnetzteil). Die XpressNet Leitung wird an erforderlicher Stelle (siehe unten) aufgetrennt und wieder 1:1 verbunden, bis auf die +12V Leitung. Das von der Zentrale kommende Ende wird isoliert und bleibt offen, an die weiter in den Bus laufende 12V Leitung wird (+) vom Stecker-Schaltnetzteil angeschlossen. (-)/GND wird durchgeschleift!!

Die Pin Belegungen der Western Modular Verkabelung (RJ12)
1 unbenutzt
2 (-)/GND (Leitung durchschleifen und (-)/GND vom Netzteil dazu schalten)
3 RS485 "B" (Leitung durchschleifen, XpressNet Data (-))
4 RS485 "A" (Leitung durchschleifen, XpressNet Data (+))
5 +12V (Leitung auftrennen, Zentralen-Seite isolieren, BUS-Seite +12V neu einspeisen)
6 unbenutzt

Natürlich funktioniert das auch mit den 5-pol. DIN Steckern.
Das Bild (Quelle=Lenz, US-Handbuch XpressNet) zeigt nochmals die Pin Belegung aller Stecker und des Kabels.

Zusätzliche Tipps
- Gibt es Fehler/Probleme mit den Handgeräten, sollte der Bus am Ende mit einem 120Ohm Widerstand zwischen den Datenleitungen "A" und "B" abgeschlossen werden.
- Der Bus kann sich T-, baum- und/oder sternförmig verteilen. Bei großen Längen kann eventuell ein Abschlußwiderstand an jedem "Ast" helfen.
- Den Bus aber niemals in Ringform legen, auch die Baum- und Sternableger nicht. Eine "A" oder "B" Leitung darf also nicht auf eine andere aktive, bereits eingespeiste "A" oder "B"Leitung treffen!
- Lieber einen Spannungsverstärker mehr (12V/1A) einsetzen, als weniger mit mehr Leistung (12V/5A). Die Leistung nützt nix, wenn die Spannung abfällt!

Einbaustellen für Spannungsverstärker
Die Stellen könnte man heraus messen. Muss man aber nicht. Im hektischen Modulbetrieb mit ständig umher wandernden Lokführern wird das auch schwierig. Unsere Erfahrung hat gezeigt, daß ein Verstärker alle 7-10m oder nach jeweils 5 Hand-Bediengeräte einen einwandfreien Betrieb über Tage ermöglicht. Die Menge der eingesetzten Spannungsverstärker/Schaltnetzteile ist dabei egal. Man kann den Einsatz beim Planen der Modulanlage gut vorhersehen. So benötigt ein großer Bahnhof immer etwas mehr "Power" als eine lange Strecke. Hier würde man den Spannungsverstärker also direkt vor dem Bahnhof einsetzen (von der Zentrale aus gesehen).

Und zum Schluß noch das aus dem Lenz-Handbuch "geklaute" XpressNet Kabelbildchen :)

index.php?page=Attachment&attachmentID=68
Grüße von der Waterkant
Dieter

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Kuddl Barmstedt

Schrankenwärter

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Friday, March 2nd 2012, 10:43pm

Hallo Dieter,
danke für Deine Erläuterung.
Gruß Hermann

ChristianU

Schaffner

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Monday, March 5th 2012, 4:30pm

Moin Dieter,

jetzt hab sogar ich es verstanden. Darf ich das nachbauen :S ?

Gruß ChristiaN

4

Monday, March 5th 2012, 5:13pm

Nachbau oder Vorbau?

Moin Christian,

klar kannst Du das nachbauen um (Störungen) vorzubauen! Aber nur auf eigene Gefahr, mit eigenem Lötkolben und ruhiger Hand an Deiner DCC Anlage :D !

Wieviel Meter Bahn hast Du schon in Deinem Bahngebäude stehen?
Grüße von der Waterkant
Dieter

schmidb

Lokführer

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5

Sunday, March 11th 2012, 2:32pm

Hallo,

ich werde doch glatt meine ersten Module bauen. Die DDC Versorgung mittels "Bananensteckbuchsen" ist mir klar. Aber wie baut Ihr den durchschleifbaren XpressNet Bus auf?

Ich habe unter
http://www.opendcc.de/elektronik/xpressnet/plug.html

eine recht pfiffige Lösung gesehen. Sieht für mich auf den ersten Blick prima aus. In jedes Modul eingebaut, bei dem vor Ort Betrieb gemacht wird, hat man zwei Steckdosen für Handregler. Rückwärtig zwei Buchsen zum weiterverlängern, und ggf. um die Spannungsversorgung der Handregler sicherzustellen.

Was haltet Ihr davon? Wie geht Ihr vor?


Gruß aus dem Süden,
Bernd
Schreibt mir ruhig bei Fragen und Anmerkungen. Ich bin meist recht umgänglich... :P

44 225

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6

Sunday, March 11th 2012, 2:58pm

Hallo Bernd,

vielleicht auch im Zusammenhang mit dem Spur0Team_Südwest von Interesse:

http://www.igruhr-lippe.de/forum/index.p…&tid=137&site=1

Grüße Herbert

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7

Monday, March 12th 2012, 6:02pm

In jedes Modul eingebaut, bei dem vor Ort Betrieb gemacht wird, hat man zwei Steckdosen für Handregler. Rückwärtig zwei Buchsen zum weiterverlängern, und ggf. um die Spannungsversorgung der Handregler sicherzustellen.

Hallo Bernd,

vielleicht in diesem Zusammenhang ein Blick zum FREMO, der Modularrangements und DCC seit Jahren gut händelt:

http://www.fremo-net.eu/149.html

Es ist eigentlich gar nicht nötig, jedes Modul mit Anschlüssen für den Bus auszustatten, beim FREMO wird das mit fliegender Verkabelung und den Stöpselbuchsen praktiziert (natürlich gibt es an vielen Betriebsstellen auch schon fest eingebaute Buchsen), die an den Modulaußenwänden mit kleinen Schraubzwingen (für Laubsägearbeiten) festgeklemmt werden. Vorteilhaft ist dabei die flexible Anpassung an wechselnde Modularrangements mit unterschiedlichen "Bedienungsseiten".

Grüße aus OWL

Jan

HaJo

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Tuesday, March 13th 2012, 2:23am

XpressNet...

Hallo Bernd
Ich habe unter
http://www.opendcc.de/elektronik/xpressnet/plug.html

eine recht pfiffige Lösung gesehen. Sieht für mich auf den ersten Blick prima aus. In jedes Modul eingebaut, bei dem vor Ort Betrieb gemacht wird, hat man zwei Steckdosen für Handregler. Rückwärtig zwei Buchsen zum weiterverlängern, und ggf. um die Spannungsversorgung der Handregler sicherzustellen.
Das gibt es hier als Original ;) und auch die Segmente der Lenz`schen Ausstellungsanlage sind mit LA152 ausgestattet. Ich setze es in Weyersbühl ein (4 Stück, zwei davon mit Lokmäusen bestückt, zwei mit LH 100) - alles ohne Probleme.

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schmidb

Lokführer

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9

Tuesday, March 13th 2012, 5:06am

Hallo HaJo,

danke für die Erinnerung. Hatte ich ganz vergessen. "Das Original" hat eine saubere Frontplatte und auch zusätzlich die runden Steckbuchsen. Das ist prima. Der "Nachbau" ist mit inneren Werten wie einfacher Spannungseinspeisungen und einfachem Busabschlusswiderstand gesegnet.
Der Bericht vom Fahrteffen Kisdorf hat gezeigt, dass das wichtig werden kann.

Gruß aus dem Süden,
Bernd
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moba-tom

Bahndirektor

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Location: Münster

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10

Tuesday, March 13th 2012, 8:33am

Anschlussstellen für Handregler selbst gebaut

Hallo,

für meine Heimanlage habe ich nach dem Vorschlag des Sander Clubs Anschlussstellen für Handregler (X-Bus) gebaut, Näheres dazu hier.

Da ich 10 "Stöpselboxen" brauchte, waren mir die bekannten Einbauteile von Lenz in der Summe einfach zu teuer. Die Materialkosten für eine Anschlussstelle liegen bei ca. 1 € (+ Porto).

Gruß,
Thomas
ARGE-Mitglied Nr. 1875
Meine Anlage: Bischofsheim in den 60ern

11

Thursday, March 15th 2012, 12:14am

DIY XpressNet-Schnuller

Moin,

diese Stoepselbuchsen haben wir für unsere Module entwickelt. Sie können angeklammert oder fliegend eingebaut werden:



Für den festen Einbau gibt es noch eine anlötbare Stöpselbuchsenmontageblende. Natürlich im dezenten "Bungard-FR4-Mattschwarz":



So ergibt sich für jede Gelegenheit der passende XpressNetStoepselbuchsenvervielfältigungseinbausatz:



Der perfekte "Schnuller" für das Lenz System :) .

PS: DIY ist Web-Deutsch. Steht für "Du Itt Yuursälf". SCHNULLER ist Nullerdeutsch und steht für SCH(neller)N(ullunabhängiger)E(ndlos)R(eihemacher)
Grüße von der Waterkant
Dieter

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