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Tuesday, December 31st 2019, 9:34pm

Ein neues Gschichdla aus Arnoldsreuth

Seid alle gegrüßt,

hier ein neues Gschichdla aus dem oberfränkischen Arnoldsreuth, das dem Chronisten erst
kürzlich zugetragen worden ist.

Es war am späten Abend des 31. Dezember 1904, als man der Kundl; kgl. Hebamm´ allhier
zu Arnoldsreuth; einen Boten geschickt hatte, mit der Bitte, umgehend zu kommen und
Geburtshilfe zu leisten. Schnell griff sie ihren Koffer, schwang sich auf ihr altes Velociped
und fuhr los.

Ausgerechnet am Ortsausgang stand der diensteifrige und sehr gefürchtete Wachtmeister
Schorsch Bullbeißer und wollte die -wie immer- ohne Licht fahrende "Weibsperson" anhalten
und zurechtweisen.

Die Kundl rief ihm zu:

"Edsadla gi fei hurdi auf d´Seidn Schandarm, sunsd foa a di üban Haufn, odda wülsd
ebba am End vahindan, dass as neua Joa rechddseidi auf die Wäld kümmd?"

Nur ein beherzter Sprung aus dem "Gefahrenfeld" rettete den kgl. Gendarm vor einem
unliebsamen -und vermutlich sehr schmerzhaften- Zusammenprall am Altjahresabend.
Die Kundl hörte seinen -hier nicht wiedergebbaren- Fluch und dann noch etwas wie:
"Wad na Kundl, diich narrischs Weisbüld dawüsch iich scho a nuch amoll, obba nochadla
weasd wos daleem; sell deafsd ma gadroosd glaam!"

Sein Zorn legte sich schnell; erinnerte er sich doch daran, daß dieses "narrische Weisbild"
ja justament heute vor genau 25 Jahren geholfen hatte, ihn das Licht der Welt erblicken
zu lassen..........

Sehr versonnen begab er sich in die Bahnhofswirtschaft, um dort dafür Sorge zu tragen,
daß das Jahr 1904 "kassiert" werden konnte und das Jahr 1905 mit der vom kgl. Gesetz
vorgeschriebenen Ruhe und Gelassenheit; natürlich mit einem dreifachen "Hoch" auf
seine kgl. Durchlaucht, den Prinzregenten Luitpold von Bayern, begrüßt werden konnte.



Ein gutes und modellbahnerisch erfolgreiches 2020 aus Aanoldsraad in Obafrangn
wünschen Euch
Arnold und die 98 1125

P.S.
Und hier die "Dranslaischn" der Gespräche der Hauptdarsteller für alle Nicht-Franken:

Hebamms-Kundl:
"Geh jetzt bloß schnell zur Seite, Gendarm, sonst fahr´ich dich über den Haufen;
oder willst du etwa am Ende verhindern, daß das neue Jahr rechtzeitig zur Welt kommt?"

Schorsch, der Gendarm:
"Warte nur, Kundl, dich närrisches Weibsbild erwische ich schon auch noch einmal; aber
dann wirst du was erleben, selbiges darfst du mir getrost glauben!"

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Wednesday, March 25th 2020, 11:46pm

Des Einen Freud; des Andern Leid

Hallo Moba-Kollegen,

damit es während der Ausgangssperre nicht zu langweilig wird, hier wieder ein Gschichdla
aus Arnoldsreuth. Der Wiesentbote berichtete im Herbst des Jahres 1908, gerade mal vier
Jahre nach Eröffnung der Localbahn über die Gefahren, die allenthalben die Fahrpläne
der Kgl.bay.StsB durcheinander bringen konnten; zumal es zu jener Zeit auch noch einen
konkurrierenden Postkutschenverkehr gab und es darob immer noch Zeitungsredakteure
gegeben haben soll, die sich freuten, negative Schlagzeilen über die "neue" Bahn ausgießen
zu dürfen. So seht nun selbst:

Ende September 1908 fuhr in einer nebligen Morgenstunde der "Post-Sepp" mit seiner kgl.
Postkutsche neben den Schienen der "neumodischen" Bahn gen Arnoldsreuth



Wie immer ärgerte er sich maßlos, daß er kurz vor der Endstation von der neumodischen
-einen hämischen Pfiff ausstoßenden- "Glas-Scheesn" überholt wurde. Und er wußte sehr
wohl, daß er -wie immer- nach dem Zügla in Arnoldsreuth ankommen würde.



Doch an jenem Morgen traute er seinen Augen nicht; er erreichte die Endstation und.....
.....der Zug war noch nicht da.



Was war geschehen ?
Nun, zu der Zeit war in den umliegenden Wäldern die Hirschbrunft in vollem Gange und
ein stattlicher 14-Ender bewachte seinem Harem in unmittelbarer Nähe des Bahngleises.



In dem ständig pfeifendem Glaskasten erkannte er einen Rivalen und so kam es, wie es
kommen mußte, der Platzhirsch stellte sich seinem vermeintlichen Kontrahenten........



Alles Läuten und Pfeifen machte den erbosten Hirschen nur noch grantiger.



Nach etwa 20 Minuten machte der Platzhirsch den Weg frei und wandte sich wieder dem
Harem zu.



Nun, ob ihr es glaubt oder nicht, das Zugpersonal mußte sich nach dem Motto "Wer den
Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen", noch längere Zeit einiges anhören...

Das war´s für heute mal wieder aus Arnoldsreuth. Ich wünsche allen beste Gesundheit
-nehmt die Ausgangssperre mit bastlerischer Gelassenheit- und grüße Euch ganz herzlich
Arnold

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Thursday, March 26th 2020, 12:30am

"Di wenn i dawüsch!" :D Ein Glück das i fünfJahr in Nürnberch gschafft hab und als junger Bub bisserl schwäbisch groß g'wordn bin. :)

Schöne Anlage! Bzw. noch schönere Geschichten. :)

Gruß
Djordje

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44

Thursday, March 26th 2020, 1:22am

Guddnoomd Arnold ...

... alzo: nit blous deine Modiefe, sondän aa deini Foddos sin su richdi schdimmungsvoll und wildromandisch ganz zu schweing vom eichndlichng Modllbau als solchng. Des wos du dou modellbauärisch bringsd und zeigsd des mou äschd amool ahnä zammbringa. Und nou schreibsd nu su schäini Gschichdli dazou. Alzo i mou scho soong: Houd ab .. wenn i aan aufhädd.

Gräine Schiess - ähhh naaa Gschmarri - i mahn nodirli Schäine Griess ass Middlfranggn nach Obäfranggn, nu vill Schbass midd deinä Eisäboh und bleib gsund!!!
Gruss
Robert
BTB0e+0

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Yesterday, 5:25pm

A Lemsdsaang aus Franggn

Hallo liebe MoBa-Kollegen,

ja, wer hätte das gedacht, daß wir alle jemals durch Kontaktverbot und Ausgangssperre
weitgehend in die eigenen vier Wände verbannt werden würden..........

Dies konnte selbst der tüchtige Land- und Bahnamtsarzt von Arnoldsreuth, Sanitätsrat
Dr. Friedrich, noch nicht ahnen, als er sich zusammen mit seiner lieben Gattin vor nunmehr
drei Wochen von seinem treuen Gehilfen und Kutscher Johann zur Benefizveranstaltung
der "Kgl.bayer.Bahnsozialkassa" nach Arnoldsreuth bringen ließ..........



Es wäre ihm zu diesem Zeitpunkt nicht im Traum eingefallen, daß ihn knapp drei Wochen
später sein wackerer Helfer Johann in so einer "Maschgara" zu seinem bahnamtlichen
Kgl.bay.Sanitätsbureau bringen würde..........



Der Chronist meinte während der Vorbeifahrt folgenden Wortwechsel gehört zu haben:

Johann: "Herr Sanidädsrood, füa wos söll nochadla di Maschgara gud sa; sell is a Grombf
as wi a im Buch schdedd, odda nedd ?"

Dr. Friedrich: "Johann, sell vaschdesd du suwiesu ned und edsadla höldsd dei Goschn, gell,
well des is fei a Oordnung vo höchsda Schdöll, von an Brinsregendn Luidbold, dem Vawesa
vo unnan schön Bayan, gell, ned dass sa di nu eikasdln und ich muß mei Scheesn selba foan"

In diesem Sinne, seid brav und reizt mir die Ordnungsbehörden nicht, bleibt zuhause und
widmet Euch verstärkt der MoBa. Bleibt alle gesund und munter !

Es grüßt Euch aus Anoldsraad in Franggn
Arnold

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