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UtzRK

Heizer

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  • »UtzRK« ist der Autor dieses Themas

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Dienstag, 10. Juli 2018, 14:48

Rangierlisten-Generator für Betriebsspieler

Hallo!

Im Netz habe ich ein Rechenblatt für die Tabellenkalkulation von Open Office gefunden, mit dem man Rangierlisten erstellen kann.
Erst einmal etwas zu Rangierlisten im Allgemeinen:
Es gibt ja verschiedene Möglichkeiten, mit unseren Modellbahnen zu spielen (bzw. Betrieb abzuwickeln). Wer einfach herumfährt und mal hier, mal dort einen Waggon abstellt bzw. abholt, der braucht kein Programm dafür.
Wer sich auf den Personenverkehr konzentriert, braucht vielleicht ein Fahrplanprogramm.
Wer aber Güterzüge einsetzt und ein wenig Realitätsnähe (ich sage bewußt nicht: realistischen Betrieb!) hineinbringen will, der hat mehrere Möglichkeiten. Ich führe hier die auf, die in den USA und teilweise auch in England oder hier genutzt werden:
1) Waggonkarten und Ladekarten: Jeder Waggon hat eine eigene kleine Karteikarte (oft in ungefährer Zigarettenschachtelgröße) und dazu Ladekarten, die den Waggon an eine oder mehrere Ladestellen lenken. Das Vorgehen ist dann Folgendes: Vor dem Spiel (äh, Betrieb) werden mehrere Waggonkarten gezogen und ihnen ebenfalls zufällig oder nach einem genau ausgearbeiteten Schlüssel passende Ladekarten zugewiesen. Der Zugführer erhält dann diesen Stapel Karten mit einem Fahrauftrag (welche Ziele er anzufahren hat, ob er dort rangieren soll oder nicht etc.). Wenn der Zug nun den ersten Bahnhof erreicht, werden die Waggonkarten betrachtet, deren Ladekarten diesen Bahnhof als Ziel angeben. Des weiteren findet der Zugführer auf den Ladekarten die Ladestelle, an die ein Waggon gebracht werden soll.
Am Bahnhof selbst befinden sich kleine Kästchen, in die die Waggonkarten hinein kommen - und wenn dort schon welche drin sind, werden sie entnommen und die entsprechenden Waggons dem Zug angehängt. Das Gleiche wiederholt sich bei jedem Bahnhof, bis der Zug sein Ziel erreicht hat.
2) Rangierlisten: Hier erstellt man vor dem Spiel eine Liste mit (freien) Waggons und deren Ladestellen, die nur für diese Runde gilt. Daraus wird eine Liste erstellt, die beliebig sortiert werden kann (am Besten natürlich nach Stadt/Ladestelle). Außerdem braucht man eine zweite Liste, in der alle Waggons, die unterwegs abgeholt werden sollen, vermerkt sind. Beide Listen passen normalerweise gemeinsam auf ein Blatt DIN A4-Papier. In jedem Bahnhof schaut nun der Zugführer, welche Waggons aus seinem Zug er zustellen und welche er hier abholen und an den Zug kuppeln soll. Die abgefertigten Waggons werden in der Liste abgehakt.

Vor- und Nachteile der einzelnen Vorgehen:
Waggonkarten und Ladekarten sind umständlicher zu nutzen (man hat als Zugführer dauernd einen Stapel kleiner Kärtchen in der Hand) und brauchen mehr Vorbereitung (die Waggon- und Ladekarten müssen erstellt, die Kästchen für die Karten für jeden Bahnhof angefertigt werden). Der Vorteil des Verfahrens: nur dort, wo eine Karte im Kästchen steckt, steht auch ein Waggon.
Rangierlisten bestehen aus einem einzelnen Blatt, es muss nichts sortiert oder gesucht werden. Ein Blatt kann man auch leichter irgendwo ablegen als einen Stapel Kärtchen. Der Vorbereitung geht schneller, vor allem wenn man ein Programm benutzt. Dieses muss nur einmal eingerichtet werden und produziert dann Rangierlisten bis zum Abwinken. Schwierig wird es allerdings, wenn mit dem Programm nicht nur einer sondern mehrere Züge bestückt werden sollen, da es nur für einzelne Züge vorbereitet ist und man die Waggons ja nicht teilen kann.

Und jetzt wieder zu dem Rechenprogramm: Es besteht aus einer Reihe von Macros in Open-Office-Visual Basic (man kann es also mit gewissem Aufwand ändern, was ich in einigen Punkten auch gemacht habe). Das Programm stammt ursprünglich von dem Briten Jack (Shortliner) und wurde von Mike Sheridan überarbeitet. Im Moment kann man damit Rangierlisten erstellen und die Waggons nach Stadt und/oder Stadt/Ladestelle sortieren, und auch "Turn" fahren (das brauche ich für meine Anlage: Der Zug fährt von A nach B und stellt nur Waggons zu, und fährt am nächsten Tag zurück von B nach A und holt dann die Waggons wieder ab, sofern sie fertig sind).
Es können bis zu zehn Städte (pro Zug) und 99 Ladestellen (pro Waggon) eingetragen werden. Als Städte/Ladestellen kommen natürlich auch Schattenbahnhöfe in Betracht. Die Verweildauer jedes Waggons kann individuell eingestellt werden (nicht jedoch individuell für jede Ladestelle!), eine variable Zuglänge incl. maximaler Länge gewählt werden, und die Häufigkeit des Einsatzes jedes einzelnen Waggons. Außerdem gibt es einen allgemeinen Wert dafür, wie lange Waggons, die gerade das System verlassen haben, nicht mehr eingesetzt werden können.

Wen das Programm/Rechenblatt interessiert, der kann mir eine PN mit seiner email-Adresse zukommen lassen - ich werde dann die Anweisungen übersetzen und ihm das Programm zuschicken. Es ist natürlich kostenlos und benötigt nur die ebenfalls kostenlose Open Office Tabellenkalkulation. Damit läuft es praktisch auf jedem PC (Keine Ahnung ob auch auf Macs).

Tschüß
Utz
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UtzRK

Heizer

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Gestern, 23:54

Neue (erweiterte) Version 3

Hallo Null-Betriebsbahner,

es gibt eine neue Version des Generators, der es jetzt ermöglicht, auch Rangierlisten für Rangierloks in den Bahnhöfen abhängig von den
Rangierlisten der Streckenloks zu erstellen. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich einen Teil der Anweisungen vergessen hatte zu übersetzen und das jetzt nachgeholt.
Um nicht zu viel Aufwand bei der Lokalisierung machen zu müssen, habe ich diesmal die Spaltenüberschriften etc. nicht ins Deutsche übersetzt, sondern in der Anleitung genannt.

Wer an der neuen Version des Generators interessiert ist, schicke mir bitte eine PN!

Tschüß
Utz
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