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bernard1967

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861

Sonntag, 4. November 2018, 13:58

Hallo Eckhard,

Ich frage mir ab of dar auch noch ein bilder bericht komt auf der Einsatz von der BR 38 auf deine sehr schone spur nul Anlage.

Mit freundliche grussen,

bernhard

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862

Sonntag, 4. November 2018, 15:08

Hallo Eckhart

Wird die Lok nach er " Alterung"anschlich mit Klarlack versiegelt,

oder vor der "Alterung" ?

Gruß Hape

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863

Sonntag, 4. November 2018, 17:44

Moin,
@ tokiner:
ja, die Lokführer sind von Preiser wie der Bahnboss schon sagt (als Boss muss er seine Leute ja kennen).. :D

Aber ich nehme keine Bubis auf meine Maschinen, denen muss man genau wie den Maschinen den harten Eisenbahnbetrieb ansehen...
@ ben:
die Zugvorheizanlage ist eine Bastelaktion nach ehemaligem Kreienser Vorbild.
@ bernard1967:
mit der 38er ist das so eine Sache, da man als BMW-Fahrer nicht unbedingt Wohlwollen hier im Forum genießt, aber auf YouTube gibt es ja ein Video dazu.
@ Hape:
ich mache keine Versiegelung, da es egal ob mit oder ohne Klarlack mit der Zeit immer mehr Fingerabdrücke gibt. Auch ohne Versiegelung hält das Weathering relativ lange den beherzten Zugriffen Stand - allerdings darf man keine feuchten oder fettigen Finger haben - aber da helfen ja die neuerdings beigelegten Handschuhe. Ohne Versiegelung habe ich den Vorteil, dass ich Griffspuren mit Alkohol verdünnter Zeichentusche innerhalb von 2 Minuten wieder beseitigen kann - ich muss dann nur noch 15 Minuten bis zur Trocknung wareten... und alles ist wie vorher. Und da man ja immer nur an bestimmten Stellen anfasst, brauchen 95% der Lok sowieso keine Versiegelung. Außerdem kann ich so das Aussehen einer Lok sehr schnell verändern, wenn mir das nicht mehr gefällt oder die Alterung stumpfer sein soll oder glänzender oder schwarzer oder brauner. Kann ja alles wieder entfernen, reduzieren oder verstärken, wie aus den ersten 2 Fotos der Wannenlok am Umlauf zu sehen ist. Mit Versiegelung ist da nix mehr möglich. Auch vor der Alterung kommt mir kein Klarlack an die Lok.
Eckhard

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864

Sonntag, 4. November 2018, 20:20

Hallo Eckhard,

mich würde interessieren, ob Du bei der Nutzung der Zeichen- und Ausziehtuschen ein bestimmtes Produkt bevorzugst und empfehlen kannst?

Deine absolut überzeugenden Ergebnisse gerade mit Tusche (und weiteren Weathering Mitteln) und der Möglichkeit auch mal unerwünschte Ergebnisse - gerade als Anfänger bei diesem Thema - rückgängig machen zu können, ermutigen zum Selbstversuch, wenn auch nur bei Wagons.

Mir gefällt was Du in Deiner letzten Antwort schreibst, kein Klarlack! Weder vor, noch nach der Farbbehandlung.

Für Deine Antwort vielen Dank im Voraus.
Viele Grüße,
Dirk :)

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Sonntag, 4. November 2018, 21:35

@ Dirk a.D.:
Ich habe beste Ergebnisse mit der Zeichentusche von Rohrer & Klingner erzielt und bin vollauf zufrieden damit - die gibts z.B. bei Modulohr (Berlin) im Online Shop
https://www.modulor.de/rohrer-klingner-zeichentusche.html
Zu Beginn reichen Weiß, Schwarz, Sepia, Umbra und Siena gebrannt. Bei Siena Vorsicht an beweglichen Teilen (z.B. Lager), die ist sehr aggressiv, verstärkt andererseits als Beimischung die an sich schon gute Haftung der anderen Tuschen.

Wenn Du an Waggons experimentieren willst, verdünne die Tusche unbedingt - maximal(!) 5% Tusche, etwa 45% Alkohol, 50% Wasser und ein paar Tropfen Odol zur Entspannung. Bei einigen Beschriftungen (z.B. bei Brawa-Kühlwagen) musst Du den Alkoholanteil auf etwa 20% reduzieren und mehr Wasser nehmen, da sonst der Alkohol die Beschriftung angreift. Bei Lenz-Beschrriftungen hatte ich diesen Effekt noch nie. Bei Lokomotiven ist der Tuscheanteil höher, je nach gewünschtem Effekt bis hin zu unverdünnt.

Du brauchst eine sehr große Sammlung von billigen Pinseln verschiedener Größen, da nach dem Auftragen die Lösung noch feucht kurz vor der Trocknung verrieben werden muss und dafür häufig der Pinsel gegen einen trockenen getauscht werden muss, bis alles trocken ist. Dadurch werden Pinselspuren vermieden. Je nach Stärke des Reibens erhälst Du mehr oder weniger Glanz, der aber auch abhängig vom Tuscheanteil ist.

Nur Mut, alles ist bis auf kleinste Reste mit Wasser und etwas Alkohol wieder entfernbar. Nur beigemische Pigmente sind schwer wieder zu entfernen, lass deshalb anfangs die Finger davon. Später kannst Du damit auch experimentieren, insbesondere bei den Fahrwerken. Da trägst Du kleinste Mengen Pigmente mit der Lösung auf und verreibst alles gut. Wenn Du zuviel Pigment nimmst, erhälst Du eine stumpfe Oberfläche, die insbesondere bei Tageslicht gräuslich aussieht. Nur kleinste Mengen Pigment werden in die Zeichentusche gut eingebunden, ohne vom Oberflächenglanz der anderen Partien abzuweichen.

Bei Güterwagen habe ich in der Vergangenheit abschließend eine Versiegelung mit Klarlack aufgebracht, weil die häufiger angefasst werden. Ich stelle nun aber fest, dass das gar nicht nötig ist, wie ich an einigen nicht versiegelten Reisezugwagen festgestellt habe. Es hat nur Nachteile. Vor ein paar Tagen hatte ich für einen Freund einen Pwg gealtert und versiegelt und er meinte, dass ihm der Wagenkasten nicht genug gealtert sei. Eine Änderung war aber nicht mehr möglich. Abhilfe war nur durch Tausch der Wagenkästen möglich, da der gleiche Wagen in meinem Besitz mir zu sehr gealtert war, ihm aber so gefällt.

Probieren geht über studieren. Was ich hier schreibe ist vielleicht interessant und ein Einstieg, kann aber keine Vorführung ersetzen, die ich aber nicht machen werde. Wenn Du genügend Erfahrungen gesammelt hast, was aber längere Zeit dauern wird, kannst Du auch die Produkte Antik-Zeichentusche und Ausziehtusche (beide Rohrer & Klingner) verwenden.
Ich habe fertig

Eckhard
Habe doch noch nicht fertig:
Als Ergänzung noch der Hinweis, dass der %-Anteil der Zeichentusche ganz stark abhängig ist von der Farbe der zu behandelnden Fläche. Der 5%-Anteil bezieht sich auf den braunen Wagenkasten eines Güterwagens. Bei weißen Kühlwagen sollte man eher Richtung 1% gehen. Andererseits vertragen schwarze Fahrwerke durchaus 30% Brauntöne.
Eckhard

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866

Sonntag, 4. November 2018, 22:18

Hallo Eckhard,

für Deine sehr informativen und hilfreichen Ausführungen zur Anwendung und den von Dir verwendeten Produkten danke ich herzlich!

Ich werde mich damit befassen und mit günstigen Modellen erste Versuche machen um ein Gefühl für diese Methoden zu bekommen.
Vielleicht ist dann irgendwann ein Ergebnis dabei welches vorzeigbar erscheint.

Danke Dir auch für Deine Ermunterung es zu versuchen. :)
Viele Grüße,
Dirk :)

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867

Montag, 5. November 2018, 15:53

Hallo Eckhart

Danke für die Info
Gruß Hape

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868

Gestern, 00:15

Anschwellender Bocksgesang...

...diesmal nicht von Botho Strauß, sondern von zwei 38ern und zwei 50ern – das ist der Zeitpunkt, wenn die Böcke aus dem Ippenser Tunnel kommen.
Und wenn sie im Tunnel verschwinden, dann ist es der abschwellende Bocksgesang.

https://youtu.be/I2X0oLEbmew



Als kleiner Nachtrag zur 50 1140 und den Möglichkeiten mit Tusche reversibel zu altern: Nach ein paar Tagen auf der Anlage waren mir die Farbunterschiede rot-schwarz doch zu krass und mit etwas lasierender Tusche über den knallroten Bereichen und etwas Abnehmen von zu dunkler Tusche auf z.B. den Treibstangen konnte ich innerhalb von 15 Minuten die von mir gewünschte Wirkung erzielen – hier das (vorläufige) Endergebnis, das nach dem Video geschaffen wurde:














Ebenfalls als Nachtrag die Wirkung bzw. der Einfluss des Lichts auf ein Modell. Helles Tageslicht, schattiges Tageslicht, helles Anlagenlicht, mittelmäßiges Anlagenlicht, schwaches Anlagenlicht am Beispiel einer 38er. Die Schwierigkeit beim Altern ist, das Aussehen der Lok bei allen Lichtverhältnissen akzeptabel hinzukriegen. Oder man optimiert die Alterung einzig und allein für den Einsatz unter den Lichtverhältnissen der eigenen Anlage - auch das ist eine Option, die sich nebenbei viel leichter umsetzen lässt. Altern tue ich übrigens nur bei hellem Tageslicht, aber nicht in der prallen Sonne - da sieht man jede Falte im Gesicht. ;)




















Zur „038 605-8“ noch eine Erklärung:

Eigentlich sollte das die 038 650-8 werden, aber der Schildermaler hatte leider einen Zahlendreher eingebaut und erst als die Schilder an der Lok dran waren, hatte ich den Fehler bemerkt. Nach der weiteren Recherche zur Loknummer musste ich dann meinem Freund, für den die Lok sein soll und der die Nummer gewünscht hatte, auch noch beibringen, dass die 650-8 einen von der Bundesbahn erneuerten geschweißten Tender erhalten hatte und keinen alten genieteten Tender mehr hatte wie das Modell. Die gemeinsame Suche nach dem passenden Vorbild führte letztendlich zur 038 156-6 und die Schilder wurden bestellt. Bis dahin ist das halt eine fehlfarbene 038 – man kennt das als Raucher ja von Zigarren mit fleckigem Deckblatt… :D

Eckhard

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Gestern, 16:12

Hallo Eckhard,

Wieder ein sehr schone kleine Film uber die Einsatz von der BR 38. Haben mit sehr viel Spatz nach die neue film angesehen.

Mit freundliche grussen,

bernhard 67

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Gestern, 19:20

Nachtrag zur 052 286-2

Moin,
ein Freund wies mich darauf hin, dass die Kalkspuren am Tender der 052 286-2 doch wohl etwas übertrieben sind. Auch mir kam es jetzt zu stark vor, insbesondere auf dem Video gefiel mir das gar nicht mehr. Deshalb ein letztes Beispiel zur reversiblen Alterungsmethode mit Zeichentusche und Co. für verrückte Nachahmungstäter. :D

Nachdem ich den Beschluss zur Änderung gefasst hatte, ging ich mit einem mittelharten Pinsel und Wasser/Alkohol über die Kalkspuren am Tender und entfernte einen großen Teil davon. Abschließend noch einmal mit stark verdünnter braun-schwarzer Tusche ganzflächig über die Tenderseitenwände. Danach mit einem großen weichen Pinsel die noch nicht ganz angetrocknete Tusche kreisend verrieben, im Bereich der Kalkspuren nur in senkrechter Richtung. Zeitaufwand etwa 15 Minuten.
Entscheidend und zeitaufwändiger sind die Vorüberlegungen. Dabei ist nicht nur das gewünschte Aussehen zu überlegen, auch der Umfang der zu entfernenden Aufträge, die Farbsorten der neu aufzutragenden Tuschen und letztendlich auch die Art der besten Pinselführung.


Hier das Ergebnis:
Vorher


Nachher

Und aus einer anderen Perspektive:Vorher




Nachher

Eckhard

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