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Sonntag, 20. Oktober 2019, 23:02

Neue Laufwerke - gefederte Achslager

Hallo,

ja, der Freitag war wohl ein recht freudiger Tag - auch für mich ;-)

Aber der Reihe nach:
Nachdem ich mich an anderer Stelle mal - sagen wir - zum "Umgang mit geistigem Eigentum" zu Wort gemeldet habe, fand ich es an der Zeit, selber aktiv zu werden.

Mein Wunsch war und ist es, für möglichst viele Spur 0 Waggons gefederte Achslager zu realisieren. Es gibt viele Fahrzeuge, denen es nicht nur aufgrund ihres Gewichtes (Lenz) "gut tut" Auch andere Fahrzeuge (Brawa, Kiss Ommi) haben es aufgrund ihrer Filigranität "verdient" noch eine fahrwerkseitige Aufwertung zu erfahren. Immer getreu dem Motto: alles kann - nichts muss.
So traf - nach einer längeren Vorlauf- und Planunsphase - am Freitag die erste Sendung mit Probeabgüssen für zunächst Lenz Fahrzeuge mit Gleitlagern ein.




Der beauftragte Konstrukteur hat eine tolle Arbeit geleistet!!! Der Zusammenbau erweist sich aufgrund seiner hervorragenden Arbeit als problemlos. Die einzige Herausforderung findet sich im Trennem und Versäubern der Gusskanäle bzw. Stellen.

Die Maße sind so bedacht, dass selbst nach der Lackierung genügend "große" Spaltmaße für Einbau bzw. Funktion sein können. Erinnert mich schon ein wenig an "plug & play" :-)





Im zunächst provisorisch eingestecktem Zustand








Die Feder ist hier noch nicht die finale Version.





Ein Vergleich zwischen lackierter "Ursprungsversion" - "neu" und Lenz Bauteil (ohne Rastnasen) offenbart die Unterschiede




Für Ende 2019 /Anfang 2020 sind für Lenz Gw noch Rollenlager sowie Laufwerke für Brawa Fahrzeuge + den Kiss Ommi anvisiert
In Menden 2019 werden die jetzt abgebildeten Laufwerke in Natura zu sehen sein. Bis dahin steht auch der Preis hierfür fest.


Herzliche Grüße
Andreas

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Montag, 21. Oktober 2019, 06:34

Hallo Andreas,
die rechte Seite sieht definitiv besser aus. Ich bin mal auf einen Test gespannt.

Gruß
Kpt. Blaubär

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Montag, 21. Oktober 2019, 17:14

Hallo Holger,

ja, das war ich auch - sehr sogar ;-)

So habe ich heute mal auf die Schnelle einen (vermutlich nicht repräsentativen) kleinen Testaufbau
gemacht.

Auf einem Stück Gleis wurden auf jedes Profil, ein 1,5 mm hohes + kantiges Messingstück aufgelötet. Dies sollte eine (übertriebene) Modul- bzw. Segmentkante simulieren.

Teilnehmer - 2 Lenz X05 Waggons. In den folgenden Filmen /Versuchen ist der jeweils 1. Waggon original. Im 1. Film hat der 2. Waggon gefederte Achslager und Lenz Räder. Im 2. Film ist er mit 3,5 mm FREMO Radsätzen ausgestattet. Die Haltebleche sind nur am Rahmen eingesteckt und noch nicht geklebt. Kann mich noch nicht entscheiden welcher Waggons das erste "Umbauopfer" wird :-) Die Federn sind dabei - wie erwähnt - noch ein Provisorium.

1. Versuch: Original vs. gefederte Achslager mit Lenz Rädern

2. Versuch: Original vs. gefederte Achslager mit FREMO 3,5 mm Rädern

Wer die Filme mit Sound anschaut wird vermutlich auch akustisch einen Unterschied feststellen ... .

Vielen Dank für Eure Rückmeldungen in jeglicher Form!! Freut mich, dass nicht nur ich an so etwas Spass und Freude habe!!


Herzliche Grüße
Andreas

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Montag, 21. Oktober 2019, 18:27

Hallo Andreas,
das ist schon grosse Klasse ! Aus meiner Sicht lohnt der Aufwand auf jeden Fall, schon wegen der höheren Fahrzeuggewichte gerade bei den ansonsten gut laufenden Lenz Wagen. Ich habe unter Verwendung von leider modellbahnüblichen Radien (bei mir Lenz R2) unbedingten Bedarf an besser laufenen Wagen.
Insbesondere die durch eine Abfederung mögliche permanente Allradauflage ist einfach durch nichts zu ersetzen. Hut ab ... :thumbup:

Viele Grüsse,
Dirk

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Montag, 21. Oktober 2019, 18:30

Schöne Teile, zweifelsohne! Aber mich würde mal interessieren, wie groß der Umbauaufwand ist! Die Schakenköcke und die Federn scheinen einfach auszutauschen zu sein, aber wie geht das mit den Radsatzhaltern? Müssen die Austauschteile eingeklebt werden?

Fragender nicht minder freundlicher Gruß
EsPe

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Montag, 21. Oktober 2019, 20:51

Hallo espe???

gemach, gemach - in der Ruhe liegt die Kraft!!

Lies doch bitte den Eingangsbeitrag.
Am Freitag trafen die ersten abgebildeteten Teile ein. Samstag + Sonntag
stand basteln und Vorstellung an. Heute ein wenig testen. Und Du möchtest jetzt schon eine
genaue Bastelanleitung?

Im Übrigen wird Deine Frage auch im zweiten Beitrag bereits angesprochen. Nicht nur Bilder gucken ;-)

Also - step-by-step in den nächsten Tagen, wie Zeit ist. Dies ist nur mein Hobby, für das ich mir die
Zeit nehme. Das Tempo gebe ich vor :-))

Herzliche Grüße
Andreas

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Montag, 21. Oktober 2019, 21:23

Hallo fredduck,

nur ruhig, Brauner, ich wollte Dich nicht hetzen, aber ich hatte diese Fragen. Eine komplette Bauanleitung habe ich übrigens nicht gefordert. Das mit dem Einkleben habe ich tatsächlich überlesen, da habe ich schnell die Videos geguckt - danke für den Hinweis. Also sind die Lenz-Radsatzhalter wohl auch eingeklebt und müssen rausgebrochen werden?

Mir stellt sich auch noch die Frage, wie der Betrieb mit den gefederten Achslagern und der NEM-Kupplung funktioniert? Diese Kupplung ist sehr empfindlich, was Abweichungen von der Höhe angeht. Hast Du diesbezüglich schon Erfahrungen gesammelt? Falls nicht, warte ich gerne, bis Du welche hast... ;) :D 8)

Freundlicher Gruß
EsPe

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8

Mittwoch, 23. Oktober 2019, 13:55

Moin allerseits,
Also sind die Lenz-Radsatzhalter wohl auch eingeklebt und müssen herausgebrochen werden?
NEIN, die Lenz-Radsatzhalter sind NICHT eingeklebt, sondern nur gesteckt (mit Rastnasen).

Gruß
Jürgen M.

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Freitag, 25. Oktober 2019, 14:07

Hallo zusammen,

nachfolgend einige Hinweise zum Aus- und Einbau der Steckteile bei den Lenz Fahrzeugen.
Lenz hat sich zum Glück bei den Blenden der Achshalter für ein Standart-Einbaumass entschieden. Auch die Art wie sie "gesteckt" sind, ist bei den meisten Fahrzeugen gleich.

Die Grundform stellt sich wie folgt dar:




Bei den Waggons mit einem "Fahrzeugboden" sieht es in der Regel wie folgt aus, die Kreise markieren den Sitz der Rastnasen.




Mit Hilfe eines kleinen Schraubendrehers o.ä. lassen sie sich die Nasen leicht zur Seite drücken




Sind die Steckteile entfernt ist der Einbauort frei. Zu sehen ist die Führung, in die das Achshalterblech nach der Lackierung z.B. mit 2-K Kleber eingeklebt wird. Bei der Verwendung von Lenz Radsätzen ist durch Farbe und Kleber auf eine Isolierung zu achten, da diese Radsätze nur einseitig isoliert sind. Werden Radsätzen mit Kunststoffisolierbuchsen in beiden Radscheiben verwendet, entfällt diese Umsicht.






Momentan benutze ich ja noch die Federn aus meinem Fundus. Später wird die Verwendung einer Feder aber ähnlich sein können:
Die Feder könnte entsprechend ihrer Verwendung (womit ist bzw. wird der Waggon beladen - schwer oder leicht) in der Länge angepaßt werden. Hier habe ich die Feder mal um 4 "Wicklungen" gekürzt - 2-3 wären auch ausreichend.




Das Ergebnis - in diesem Fall unbeladen - sieht wie folgt aus: Das Achslager ist etwas "eingetaucht", es "schwimmt" quasi im Achshalterblech und der Wagen hat einen ruhigen "weichen Lauf". Dies könnte für einen leichten geschlossenen Wg Anwendung finden.



Eine ungekürzte Feder ergibt unbeladen diese Ansicht - das Achslager "liegt" auf dem Achslagerverschluss, die Zuladung könnte dadurch höher sein ... . Im Ergebnis fält die Federung dann "härter" aus. Der in den Videos gezeigte Waggon mit "Federung" hatte z.B. auf der "linken Seite" lange Federn und rechts gekürzte Federn eingebaut bekommen.




Wer seine Waggons nicht zum Altern oder anderen Umständen vom Aufbau trennen möchte, hat auch die Möglichkeit die Lenz Teile wie folgt auszubauen: Mit einem Schraubendreher zwischen Federpaket und Rahmen gehen, die breite Spitze vorsichtig drehen und so das Kunststoffteil aushebeln







- darauf achten, dass etwas (Pappstreifen o.ä.) unter die Druckstelle am Rahmen gelegt wird ;-)

Beim Ommr33 ist das originale Lenz Teil wohl den baulichen Gegebenheiten des Modells angepaßt worden. Die Schakenböcke fallen kleiner aus als für 1:45 nötig. Hier ist für Puristen kreative Nacharbeit angesetzt, vielleicht in Fom von Kunststoff Profilen, die eingeklebt werden, um die neuen Schakenböcke zu "stützen" ;-)








Auch einen Otmm61 habe ich mal vorab zur Probe seiner Kunststoffteile beraubt - auch sehr easy zu machen. Das hiefür nötige und vorbildgerechte Austausch-Bauteil ist noch in Planung und erscheint zu einem späteren Zeitpunkt.







Für die, die nun meinen "alles zu Aufwendig und Umständlich und überhaupt ..." - habe ich eine Alternative entdeckt.
Die Lenz Kunststoffteile lassen sich auch auseinanderbauen ... . Na, wer bekommt sie beweglich hin ;-)






Die zwei bisher fertigen Laufwerke werden in Menden am Stand von Herrn Petau vorgestellt. Dort gibt es auch alle weiteren Informationen hierzu. Ich ziehe mich nun vorerst zurück, da es noch einiges zutun gibt. Wir sehen uns in Menden! Bis dann!


Herzliche Grüße
Andreas


P.S.:
Noch eine Anmerkung zur Verwendung mit der "NEM Kupplung":

Natürlich ändert sich die Höhe des Waggons zur Schienenoberkante - ganz wie beim Vorbild mit beladenen und unbeladenen Waggons.
Auch ändert sich ja gegenüber dem Originalzustand der Abstand zwischen Federpaket und Achslager.
Dies kann ich beinflussen - wie oben beschrieben.

Als kleine Orientierung sind hier die beiden X05 gezeigt. Der linke Wg hat leider die für ihn nicht gedachten Schaken angebaut bekommen, was aber der Funktionsdarstellung keinen Abbruch tut - aber bevor jetzt jemand moniert ... sei es der Korrektheit angeführt.
Der linke Waggon wieder mit gekürzter Feder, da unbeladen - der rechte Wg ist original. Als sichtbare Orientierung dienen die Höhen der Pufferteller



Versuche mit der Lenz Kupplung unternehme ich grundsätzliche keine, da ich vorbildorientiert bin und somit keine verwende. Das es mit ihr trotzdem funktionieren kann, ist dann ein netter "Nebeneffekt" :-)

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