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Muellermeier

Hilfsbremser

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Thursday, March 21st 2019, 10:29pm

Kunststoff Lokgehäuse Sandstrahlen

Hallo,

Ich habe auf meiner "toDo" Liste unter anderem zwei Loks, welche neu lackiert werden müssen. ich möchte die Kunststofflokgehäuse von der alten Farbe befreien und bin am Überlegen, ob man so etwas Sandstrahlen kann. Bei Kunststoff ist es sicher anders .... die Farbe verbindet sich ja mit dem Kunststoff...
Gruss Dirk
zur Zeit Fahre ich nur Modelle von Epiphone und Ibanez,
als Soundmodul werden Marshall oder Bugera in Verbindung mit Gallien&Krueger eingesetzt,
gesteuert wird mit Behringer...

7-Kuppler

Schaffner

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Thursday, March 21st 2019, 11:01pm

Moin Namensvetter
Würde ich ganz sicher nicht machen!
Es sei denn, Du hast ein Strahlmittel das extremst fein ist!
Die, nach dem strahlen, aufgerauhte Fläche bekommst Du sonst nicht mehr ordentlich hin!!!
Ich empfehle Natriumchlorid!
Funzt das nicht, Bremsenreiniger.
Diesen aber an nicht einsehbarer Stelle erst ausprobieren!
Grüße aus dem Bärliner RAW,
Dirk

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Altenauer (22.03.2019)

Muellermeier

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Thursday, March 21st 2019, 11:07pm

jetzt bin ich etwas irritiert...Natriumchlorid nehme ich zum Inhalieren... und Bremsenreiniger, lösst doch nur Fett.. :wacko: wie soll denn da die Farbe verschwinden?
zur Zeit Fahre ich nur Modelle von Epiphone und Ibanez,
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RWN

Schaffner

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Thursday, March 21st 2019, 11:37pm

die Farbe verbindet sich ja mit dem Kunststoff...
Eigentlich, haftet sie. Jenach Untergrund mehr oder weniger.
Viele Grüße
Rainer

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Ole

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Friday, March 22nd 2019, 1:16am

Hallo Dirk,

ich meine dass Herr Schnellenkamp, z.B. beim Bofferding-Wagen die Flächen gestrahlt hat, frag ihm mal mit welchem Mittel, tippe mal auf Glasperlen.

Mit Bremsenreiniger würde ich nur im Freien hantieren, das Zeug ist nicht gerade gesundheitsfördernd und wer weiß ob es dem Kunststoff schadet.

Gruß
Olaf

Null-Problemo

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Friday, March 22nd 2019, 8:49am

Alkohol

Kunststoffmodelle kann man mit Alkohol "strippen". Je nach Lack ist das jedoch ein Geduldsspiel. Über Nacht würde ich das Gehäuse jedoch nicht im Bad lassen. Irgendwann wird auch der Kunststoff weich und das Gehäuse ist hin. also ausreichend Zeit einplanen und in der Zwischenzeit andere Arbeiten erledigen.

Null-Problemo :thumbup:

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Stefan

Rangiermeister

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Friday, March 22nd 2019, 9:06am

Glasperlen

Hi

ja kann man mit sehr feinen glasperlen und gemäßigtem strahtdruck.
sand und salz sind kantig und zerstören die oberflächen ungleichmäßig.

probieren kann man es... sehr vorsichtig an einer stelle die man nicht
sieht (bei mir gings) mit bremsenreiniger...??? keine gewähr...
Gruss
Stefan



Wenn man bis zum Hals in der Scheisse steckt, sollte man den Kopf nicht hängen lassen...

Hörby

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Friday, March 22nd 2019, 9:20am

Hallo zusammen,

Bremsenreiniger ist völlig ungeeignet, was gemeint ist, ist Bremsflüssogkeit. Damit geht die Farbe perfekt ab. Zum Test habe mal eine von Haus zu Haus Schütte aus alter Gebauer Produktion über mehrere Jahre(!!) in einem Glas mit Bremsflüssigkeit aufbewahrt, sie hat keinen Schaden genommen anch drei Jahren, nach 6 war sie weich und dann entsorgt.

Strahlen mit Glasperlen geht perfekt, es sei denn es ist ein älteres Resin-Gehäuse, das könnte zu pröde sein. Ansaonsten lassen sich Kunststoffgehäuse wie zum Beispiel alte Rivarossis super strahlen.

Gruß
Herbert Löhmer

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Friday, March 22nd 2019, 9:36am

Da ich zu diesem Thema mit Erfahrungswerten dienen kann, möchte ich diese kurz schildern:

1. Kunststoffgehäuse können grundsätzlich auch sandgestrahlt werden. Dadurch wird bei gegossenen Gehäusen (Gießharz) das Trennmittel entfernt und bei Selbstbauten bzw Frästeilen aus Polystyrol wird die fertigungsbedingt fettige und extrem glatte Oberfläche gereinigt und aufgeraut.
2. Ich verwende zum Strahlen Edelkorund 110 µ. Den Druck des Kompressors habe ich dabei auf 1,5 bar eingestellt. Zu beachten ist, daß der Sandstrahl nicht rechtwinklig sondern in einem flachen Winkel auf das Modell auftrifft. Den Sandstrahl dabei immer linienförmig bewegen. Wenn man auf einen Punkt zielt und mit dem Strahl stehen bleibt schießt sich das Stahlgut in den Kunststoff ein.
3. Nach dem Sandstrahlen das Modell mit viel warmem Wasser und Flüssigscheuermittel (das Beste ist gut genug, ich nehme Viss) reinigen und spülen. Anschließend sofort mit Pressluft trocknen. Kontrollieren, ob genügend gewässert wurde, es können sich sonst in Ecken Reste der Scheuermilch ablagern.
4. Ich lackiere grundsätzlich mit Nitrolacken, da sie wärmebeständig, grifffest, schnelltrocknend sind und eine hohe Haftung haben. Bei Kunststoffmodellen wäre eigentlich keine Grundierung erforderlich. Da die Anbauteile meist aus Messing sind, empfiehlt sich jedoch auch hier eine Grundierung. Diese wird nur sehr dünn aufgetragen. Ich rühre die Grundierung grundsätzlich nicht auf, sondern schwenke nur die Dose ganz leicht. Die abgesetzten Füllstoffe der Grundierungen sind sehr groß und geben später einen sehr rauen Grund. Mein Negativerlebnis war die Tssd, bei der ich die Grundierung aufgerührt habe - Ergebnis war, daß der Decklack so rau war, daß ich das ganze Modell noch einmal gestrahlt habe und von vorne beginnen mußte.
5. Die Grundierung lasse ich einen Tag trocknen und reibe das Modell dann mit einem härteren Borstenpinsel ab. Dadurch lösen sich etwas größere Füllpigmente und die Fläche wird wieder glatt. Anschließen nur mit warmen Wasser und einem mittelharten Pinsel gut reinigen. Das Modell wieder mit Pressluft trocknen und anschließen sofort den Lack in mehreren Schichten auftragen.
6. Grundsätzlich sollte bei Verwendung von Nitrolacken bzw. -grundierungen auf Kunststoffmodellen nur mit dünnen Lackschichten gearbeitet werden. Ich mache bei den Decklacken in der Regel 3 Schichten, die im Abstand von 20 bis 30 Minuten aufgetragen werden.
7. Egal ob Kunststoff- oder Metallmodelle, ich verzichte grundsätzlich auf chemische (lösende) Reinigungsmittel. Ich bin kein Chemiker, habe aber das Gefühl, daß immer ein paar Prozent Fett in den Brühen enthalten sind. Ich vertraue auf mechanische Reinigung und das natürliche Element Wasser.

Grüße aus VAI
Armin.

This post has been edited 1 times, last edit by "Armin-Hagen Berberich" (Mar 22nd 2019, 9:42am)


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Friday, March 22nd 2019, 1:14pm

Hallo Armin,

noch als kleine Anmerkung zu Deinem Post: der Abstand Objekt zur Spritzpistole sollte auch 30 - 40 cm betragen. Sonst ist Deine Beschreibung perfekt. Ich verwende zum Strahlen immer schon gebrauchtes Strahlmittel, das hat den Vorteil das es nicht mehr so " scharfkantig " ist.

Gruß Günter

Muellermeier

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Sunday, March 24th 2019, 4:56pm

Hallo,
Danke für die vielen Antworten und Hinweise. Mir ist hier geholfen worden, ich gebe die Gehäuse in die Hände eines Forummitgliedes und bin mir sicher, dass das was wird....
Danke und Gruß Dirk
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