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mattes56

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1

Freitag, 18. Mai 2018, 16:55

Holzladung auf Rungenwagen - aber quer

Hallo liebe Nuller,

heute mal eine etwas ungewöhnliche Frage zu folgendem Bild:


Erstmal zur Quellenangabe: Das Bild stammt aus dem Miba Spezial 104 - "Anschlussgleise-Gleisanschlüsse" Seite 7 und wurde in Limburg aufgenommen. Ein Photograph ist nicht benannt - das Urheberrecht liegt somit wohl beim Verlag.
Ich bringe das Bild hier als Bild-Zitat, zur Verdeutlichung einer Fragestellung - die Urheberrechte verbleiben damit beim Verlag.


So, nun zur eigentlichen Frage:

Es geht um die Holzladung und den Wagen ganz rechts im Bild, der angeschnittene.
Bisher kannte ich "Papierholz-Ladungen" nur in stehender Form in O-Wagen, oder später so wie im gleichen Bild zwei Wagen weiter links, quer liegend, ggf. mit senkrechten Stämmen zur Erhöhung der Ladekapazität.

Eine solche querliegende Ladung auf einem Rungenwagen war mir bisher gänzlich unbekannt - zumindest von der DB.
Bei den US-Bahnen ist das häufig so - allerdings haben die Wagen dafür auch feste hohe Stirnwände.

1.) Was könnte das für ein Wagen sein - der Art der Rungenbefestigung und Form nach würde ich auf einen vierachsigen aus der Familie der Rmms tippen - es fehlt allerdings die Stirnwand (die auch nicht viel bringen würde da nur ca. 50 cm hoch).

2.) Ab wann wurde auf diese Art und Weise Holz verladen?

3.) Wie sieht die Sicherung an der Stirnseite in dem Fall aus - ebenfalls senkrechte Stämme? Woran waren die dann befestigt. Soweit ich weiß, haben die Rmms keine Einsteckmöglichkeiten für Stirnwandrungen.

Ich hoffe auf eine lebhafte Diskussion - aber bitte nicht zum Urheberrecht - wer da was zu meckern hat, bitte per PN.
Gruß
Matthias
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2

Samstag, 19. Mai 2018, 10:30

Was sagt denn die MIBA-REdaktion? Die wissen doch sicher mehr...
Ein Gruß von :rolleyes: LeoLinse
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Wolfgang Bayer

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3

Samstag, 19. Mai 2018, 11:14

Holzladung

Hallo,
ich gehe davon aus, dass die querliegenden Hölzer in Längsrichtung des Wagens gesichert sind (Seile von Stirnseite zu Stirnseite gespannt). Diese können auf dem Bildausschnitt nicht gesehen werden. In diesem Fall ist die Reibung zwischen den Stämmen so groß, dass keine Gefahr für ein Verutschen der Ladung, d.h. der Stämme, besteht und der Wagenmeister hat die Ladung abnehmen können. Eine anloge Verladung kann man auch bei Holztransporten auf der Straße sehen.
Gruß Wolfgang

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4

Samstag, 19. Mai 2018, 12:11

Hallo Mathias,

An den Rungen zu sehen, kürze stählernen Rungen mit einer Länge von etwa 1,00 m, könnte es sich um einen SS 15 oder SSk 07 handeln.

Gruß,

Jacques Timmermans

mattes56

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5

Samstag, 19. Mai 2018, 12:27

Hallo Jacques,

Daran hatte ich auch schon gedacht, ist natürlich schwer wenn man nur so ein kurzes Stück Wagon sieht.
Es handelt sich zumindest nicht um einen Sm, denn die hatten einen oberen und unteren Rungenträger.

Gruß
Matthias
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Samstag, 19. Mai 2018, 15:05

Hallo,

ich denke, es handelt sich um einen Drehgestellflachwagen Rs-t 683.

Die Wagen des Typs Rs 683 wurden von MAN 1965 entwickelt und zwischen 1968 und 1970 wurden davon 855 Exemplare gebaut.

Von 1987 bis 1990 wurden 100 Rs 683 speziell für den Transport von quer verladenem Faserholz als Rs-t 683 hergerichtet.

Dazu erhielten die Wagen an den Stirnseiten je zwei feste hohe Rungen, die durch einen Querriegel verbunden sind.
Zudem haben die Wagen noch zwei hohe Rungen in Wagenmitte.

Einsatzzeit: 1987 bis 2000, Nummernbereich 391 5 000 - 391 5 099

Siehe z.B. bei Google-Bilder - suchen nach: Gefrees Rungenwagen oder "Rs-t 683"

Gruß
Armin

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bananenbahn« (19. Mai 2018, 15:28)


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7

Samstag, 19. Mai 2018, 17:06

Hallo Armin,

Danke für den Hinweis. Das klärt ja dann auch der Zeitpunkt und Einsatzbereich der Wagen.
Schade nur, das das für Epoche 3 dann zu spät ist...
Aber das hatte ich ja wegen der Anderen Wagen im Zug eh vermutet.
Irgendwie hatte ich gehofft, das das auch vorher schon so gemacht wurde.

Gruß
Matthias
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