Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Spur Null Magazin Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Donnerstag, 3. Mai 2012, 19:58

Grundierung für Messing - Grundlagen des Sandstrahlens

Hallo zusammen!

Demnächst stehen ein paar Fahrzeug-Lackierungen bei mir an.
Ich schwanke immer zwischen "wenn gut gesandstrahlt und gewaschen, dann braucht es keine Grundierung" und "besser wär's vielleicht doch". Ueblicherweise verwende ich für den Decklack Ein-Komponenten-Acrylfarben (Weinert, aku o.ä.).

Daher wollte ich mal in die Runde fragen, welche Grundierung ihr so verwendet, wenn überhaupt.

Besten Dank, Uli

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Ae610« (25. Juli 2012, 11:48) aus folgendem Grund: Titel erweitert aufgrund aktueller Beiträge


Dieter

Bremser

(12)

Beiträge: 74

Wohnort (erscheint in der Karte): Vöcklabruck

Beruf: Elektroniker

  • Nachricht senden

2

Donnerstag, 3. Mai 2012, 20:46

Hallo Uli

Ich habe für Messing den Bremsenreiniger benutzt gut trocknen lassen und dann mit Zinkgrundierung dünn aufgetragen ( gessprüht ).
Das muss alles gut trocken sein ,dann die Farbe mehrmals in grossen Abständen aufspritzen.

gruss dieter

Es haben sich bereits 3 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Ae610 (04.05.2012), spur0hans (04.05.2012), guna (20.07.2012)

Beiträge: 332

Wohnort (erscheint in der Karte): Brtnice (Pirnitz) Tschechien

Beruf: Fernfahrer, Servicetechniker, Rentner und wieder Werkzeugschlosser

  • Nachricht senden

3

Donnerstag, 3. Mai 2012, 20:49

Hallo Uli!

Auf einem Deutschen Forum hat Modellbauer geschrieben, das auf gesandstrahlte Messing ist gur als Grundierung nutzen "Hamerite" wasserloesliche Grundfarbe.Leider ich koennte solche bei Uns in Tschechien das sorgen, also koennt Ich keine Erfahrungen selbst Machen.

Gruesst

Masinka :)

4

Donnerstag, 3. Mai 2012, 20:56

Ich habe mit Messing noch nicht viel Erfahrung, die Ratschläge interessieren mich auch.

Für Plastik nehme ich seit 3 Jahren Spray aus der Dose von Humbrol siehe hier:

http://www.modellbau-universe.de/produkt…1;183;3;5;0.htm



BERT
Das und weiteres auch auf meiner WEB-Seite : hier klicken : . . http://lenzstein.jimdo.com/

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »LenzerFels« (20. Juli 2012, 23:17)


Beiträge: 307

Wohnort (erscheint in der Karte): Lindendorf

  • Nachricht senden

5

Donnerstag, 3. Mai 2012, 21:09

N'Abend zusammen,

Messing-Modelle werden bei mir grundsätzlich mit Weinert-Haftgrund (vor-)lackiert. Ich hab damit die besten Erfahrungen gemacht.
Vorheriges sandstrahlen und reinigen ist natürlich obligatorisch.



Gruß

Thomas

Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn


_____________________________________________________________________________________________________________________________________________

Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

arad

Hilfsbremser

(15)

Beiträge: 32

Wohnort (erscheint in der Karte): 85368 Moosburg

  • Nachricht senden

6

Donnerstag, 3. Mai 2012, 21:55

Messing grundieren

Hallo Uli,

bei mir werden alle Teile die 'schwarz' werden sollen mit Pariser Oxid brüniert (Achtung - ist in Äther gelöst und nur im Freien oder mit Absaugung zu verwenden!). Ich strahle mit relativ niedrigem Druck und Glasperlen (50u), danach entweder nochmal Ultraschall oder zumindest ausblasen bevor die Teile im Wärmeschrank (Backofen) auf ca. 70C-80C aufgeheizt werden. Dann mit Pariser Oxid einpinseln. Man bekommt eine relative dunkle Färbung die nicht aufträgt und gut als Grundierung für die von mir verwendeten wasserlöslichen Revell-Farben dient.

Pariser Oxid und die feinen Glasperlen bekomme ich von 'zu Jeddeloh'
www.zujeddeloh.de

Zuletzt so gemacht bei den Drehgestellen für den VT165 Treibwagen von Andreas Manthey :


gestrahlt


komplett mit Pariser Oxid brüniert, aussen leicht mit schwarz (matt) überspritzt

Alle 'bunten' Teile grundiere ich nach gleicher Vorbereitung dünn mit normaler Grundierung für wasserlösliche Farben.

Gruss,
Andreas

PS : herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag !

Es haben sich bereits 11 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Martin Zeilinger (03.05.2012), Setter (03.05.2012), fahrplaner (03.05.2012), E94281 (04.05.2012), Masinka (04.05.2012), spur0hans (04.05.2012), Hape (04.05.2012), stoomtram (07.05.2012), lok-schrauber (23.05.2012), Joyner (09.06.2012), guna (20.07.2012)

7

Freitag, 20. Juli 2012, 11:26

Werkzeuge zum Sandstrahlen


Hallo Forumianer,

ich führe mal diesen Baum weiter, weil meine Frage m. E. gut hierhin passt.

Es wird für Messingmodelle oft empfohlen, vor der Farbgebung das Metall sandzustrahlen. Bei mir kommt das Sprühen so langsam näher und ich möchte das trotz der zu erwartenden "Sauerei" selbst machen. Deshalb beabsichtige ich, mir das Set Badger 260 von fohrmann und einen Kompressor zuzulegen; eineneinen habe ich schon gefunden.

Es fragt sich jetzt, ob man - natürlich mit der nötigen Geduld - damit zu einem vernünftigen Ergebnis kommen kann.

Hat von euch jemand damit Erfahrung und wäre bereit, diese hier einzustellen ?

Viele Grüße
rmedet
Detlef



hofhein

unregistriert

8

Freitag, 20. Juli 2012, 11:32

Grundierung

Hallo,

bis vor einiger Zeit verwendete ich die Grundierung von Weinert mit sehr guten Erfolg.
Seit ich Elita-Farben einsetze verwende ich die Metallgrundierung dieser Firma, auch wieder mit sehr guten Erfolg. Die Grundierung lässt sich mit den Verdünner hervorragend spritzfertig für Airbrush einstellenund kann hierdurch extrem dünn aufgebracht werden.

Viele Grüße aus Berlin
Heinz

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Dieter Ackermann (26.07.2012)

9

Freitag, 20. Juli 2012, 11:51

Hallo Detlef,

ich benutze die Badger 260 von Fohrmann und dessen Granulat. Mein Kompressor macht mit der Badger etwa 3,5 bar.
In dieser Kombination kommt man zwar zu einem guten Strahl-Ergebnis, jedoch brauche ich für eine komplette Lok wie die BR70 etwa 4 Stunden.
Dafür brauche ich mir aber auch keine Sorgen zu machen, dass sich die Bleche durch das Sandstrahlen verformen, was anscheinend bei leistungsstarken Pistolen passieren kann.
Für gelegentliches Sandstrahlen ist die Badger ausreichend, ansonsten solltest Du dir eine Leistungsfähigere aussuchen.

Gruß Ralf

Es haben sich bereits 5 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

guna (20.07.2012), rmedet (21.07.2012), stoomtram (21.07.2012), Nuller Neckarquelle (24.07.2012), schmidb (05.01.2013)

10

Freitag, 20. Juli 2012, 23:08

Hallo Detlef,

ich selbst besitze eine kleine Airbrush Sandstrahlpistole von Paasche, für kleine Sache recht brauchbar, ansonsten für unsere Zwecke eher ungeeignet und zu teuer. Wie Ralf bereits schieb, 3,5 Std für eine 70er ...
Dazu solltest du dir noch eine Box bastelen oder kaufen, beides kostet Geld ...
Das Strahlmaterial für diese feinen Düsen ist ebenso recht teuer, bei meiner Paasche verwende ich zum Beispiel das harte AEX5 (Aluminium Oxid) ca 40€ für 2,3kg, das von Badger ist auch nicht viel billiger.
Paasche Eraser

Ich würde dir eine fertige Sandstrahbox wie die P1 von Güde empfehlen, die bekommst du bei den Baumärkten um 99€ im Angebot. Vorteil der Box ist dass du alles fertig kaufst, sie hat Licht integriert, den Anschluß für den Kompressor, innen einen Schlauch mit der Pistole. Das Strahlgut sammelt sich unten in einer Wanne und wird zur Pistole angesaugt, ein Kreislauf eben. Wenn du merkst dass das Strahlgut abgenutzt, rund ist tauscht du es einfach aus (bei den kleinen musst du da aufpassen dass du kein Strahlmaterial nochmals verwendest wo Lötzinnreste ect zu finden ist. Als Strahlgut kannst du alles verwenden und die Stärke regulierst du über den Druck am Komressor, 2,5 bar reichen meist aus. Selbst Chinchilla-Sand aus dem Tiermarkt kannst du verwenden.

Gruß,
Wolfgang

Es haben sich bereits 9 registrierte Benutzer und 1 Gast bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

stoomtram (20.07.2012), US-Werner (20.07.2012), guna (21.07.2012), schmidb (21.07.2012), jk_wk (21.07.2012), lok-schrauber (21.07.2012), rmedet (21.07.2012), Nuller Neckarquelle (24.07.2012), Richard2 (29.07.2012)

schmidb

Lokführer

(231)

Beiträge: 417

Wohnort (erscheint in der Karte): 79312 Emmendingen

Beruf: Dipl. Ing.(FH)

  • Nachricht senden

11

Samstag, 21. Juli 2012, 08:22

Hallo Detlef,

es passt nur im weiteren Sinne in diesen Beitragsbaum. Aber irgendwie doch... .

Du hast auf einen kleinen bis mittleren Airbrush Kompressor verwiesen. Ich war auch schon drauf und dran mir eine Sandstrahlausrüstung zu kaufen. Ich meine, ich kam damals zu dem Ergebnis, dass ein solcher Kompressor fürs Sandstrahlen zu klein ist. Für eine "normale" Sandstrahlpistole in jedem Fall. Für die Paasche ?

Evtl können Andere hier mit fundierten Erfahrungen helfen.

Gruß aus dem Süden,
Bernd
Schreibt mir ruhig bei Fragen und Anmerkungen. Ich bin meist recht umgänglich... :P

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Nuller Neckarquelle (24.07.2012)

arad

Hilfsbremser

(15)

Beiträge: 32

Wohnort (erscheint in der Karte): 85368 Moosburg

  • Nachricht senden

12

Samstag, 21. Juli 2012, 09:41

Hallo Bernd und Detlef,

ich habe einige Modelle mit dem Badger Sandstrahlgerät und sowohl dem dazugehörigen Strahlmittel als auch mit anderen Körnungen probiert. Mein Fazit ist, dass es viel zu lange dauert und das Ergebnis besser sein könnte. Man bekommt eine ganz gute Oberfläche aber es wird z.B. kaum überschüssiges Lot abgetragen. Mangels Kabine habe ich nur im Freien gearbeitet - die 'Sauerei' war trotzdem beachtlich.

Ich habe mir darufhin eine kleine Sandstrahl-Kabine (besser Box) gebraucht gekauft wie sie auch z.Zt. immer in der Bucht angeboten werden. Die Kabine kam mit einer Pistole, einigen Ersatzdüsen (Keramik) und macht einen eher robusten und für die Modellbahn überdimensionierten Eindruck. Ein kräftiger Baumarktkompressor (fürs Grobe) war vorhanden. Entsprechend vorsichtig bin ich daran gegangen die Drehgestelle des VT65 (siehe weiter oben in diesem Beitragsbaum) sauber zu machen.

Was soll ich sagen - ich habe nicht mehr als 10 Minuten gebraucht, mit eher niedrigem Druck gearbeitet und die Drehgestelle wunderbar sauber bekommen. Dank der Box hat die Umgebung nicht gelitten.

Hier mit der Badger gestrahlt :



hier die Drehgestelle mit der 'großen' Anlage gestrahlt :



Ich hoffe man sieht den Unterschied.

Wem der Aufwand zu viel ist, kann mal nach Dienstleistern suchen bei denen man gegen Gebühr für eine bestimmte Zeit eine Kabine, Strahlmittel etc. benutzen kann.

Gruß,
Andreas

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »arad« (22. Juli 2012, 00:52) aus folgendem Grund: Bild war verschwunden - neu hochgeladen


Es haben sich bereits 6 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

lok-schrauber (21.07.2012), rmedet (21.07.2012), stoomtram (21.07.2012), guna (24.07.2012), Nuller Neckarquelle (24.07.2012), Dieter Ackermann (26.07.2012)

13

Dienstag, 24. Juli 2012, 09:19

Noch eine Ergänzung


Hallo Wolfgang,
hallo Andreas,
hallo Forumianer,

ich habe mir die Bedienungsanleitung für die P1 kommen lassen und möchte für alle Interessenten daraus zitieren:
"Die Sandstrahlpistole verbraucht ca. 150 ltr/min, d.h. man braucht mindestens einen Kompressor mit 50 ltr. Kessel und ca. 300 ltr. Ansaugleistung um ein optimales Ergebnis zu erreichen.".
Einer der empfohlenen Kompressoren hat die Lärmwertangabe LWA 94 dB und wird damit eines Erachtens nicht geeignet sein, um in meiner Werkstatt (ehemalige Mädchenkammer neben der Küche) zu arbeiten.

Lt. Wikipedia liegt der Schwallwert zwischen lauten Kindern und einem Hubschrauber ;(

Ich werde es wohl mit der Badger versuchen müssen.

Viele Grüße aus Berlin
rmedet
Detlef






Es haben sich bereits 2 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Nuller Neckarquelle (24.07.2012), stoomtram (24.07.2012)

hofhein

unregistriert

14

Dienstag, 24. Juli 2012, 09:24

Lot abtragen

Hallo arad,

aus meiner Sicht ist es nicht der richtige Weg mit dem Sandstrahlen überschüssiges Lot abzutragen. Hier ist es sicherlich der wesentlich bessere Weg von Anfang an mit der richtigen Menge an Lot zu arbeiten.
Sandstrahlen macht nur die Lötfehler deutlicher da dabei Flussmittel und Anhaftungen entfernt werden.

Ich verwende zum Sandstrahlen nur einen Druck von 1 - 1,5 bar; hierdurch " beschädige ich die Oberfläche des Metalls nicht - es erfolgt nur die gewünschte Reinigung und Vorbereitung für das Lackieren.

Gruß Heinz

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

stoomtram (24.07.2012)

arad

Hilfsbremser

(15)

Beiträge: 32

Wohnort (erscheint in der Karte): 85368 Moosburg

  • Nachricht senden

15

Dienstag, 24. Juli 2012, 09:46

Hallo Detlef, hallo Heinz,

@ Detlef - Du hast vollkommen recht, der Baumarkt Kompressor ist nichts für die Wohnung oder den Keller (es sei denn man bewohnt das Haus allein und hat genügend Abstand zu den Nachbarn) - bei mir steht er in einer separaten Werkstatt die ich für diese Zwecke benutzen darf.

@ Heinz - hier habe ich mich falsch ausgedrückt. Natürlich bemühe ich mich mit so wenig Lot wie möglich auszukommen - was ich mit dem Sandstrahlen erreichen möchte ist eine saubere und etwas aufgerauhte Oberfläche. Bei meiner Löterei kommt es durch die Verwendung von Lötöl und dem Einsatz eines Wasserstoff-Brenners vor, dass sich sehr kleine Lotmengen sehr dünn aber flächig verteilen. Diese sehr dünnen Schichten kann man mechanisch (z.B. mittels rotierender Stahlbürste) oder eben auch per Sandstrahlen entfernen.

Gruss,
Andreas

hofhein

unregistriert

16

Dienstag, 24. Juli 2012, 09:52

Hallo Andreas,

trotzdem halte ich einen Strahldruck von über 1,5 bar für sehr bedenklich da hierdurch auchdie Oberflächenaufrauhung wesentlich stärker ist und die Gefahr einer Oberflächenverletzung sich stark erhöht.

Und...
... auch der Mut zu etwas welliger Oberfläche ist nicht verkehrt, im Original habe ich eigentlich noch nie einen absolut dellenfreien Wagen gesehen.

Gruß Heinz

arad

Hilfsbremser

(15)

Beiträge: 32

Wohnort (erscheint in der Karte): 85368 Moosburg

  • Nachricht senden

17

Dienstag, 24. Juli 2012, 11:00

Hallo Heinz,

ja - ich habe ja 'mit eher niedrigem Druck' geschrieben ohne genau sagen zu können wie hoch der Druck war - ich werde beim nächsten Sandstrahlen mal darauf achten.

Es kommt auch sehr auf das Strahlgut an - ich verwende (Zitat) : 'Glasstrahlperlen für das feine Mattieren ohne Materialabtrag. Auch für feine Reinigungsarbeiten'. Die Perlen haben einen typischen Durchmesser von 5/1000mm (von zu Jeddeloh, 5kg ca. Euro 19,--). Ich glaube hier kann man mit (scharfkantigem) Korund auch viel Schaden anrichten. Ganz schonend sind die von mir aber noch nicht ausprobierten 'Nussschalen' die zum Polieren genommen werden.

Gruss,
Andreas

Es haben sich bereits 2 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

lok-schrauber (24.07.2012), stoomtram (24.07.2012)

18

Dienstag, 24. Juli 2012, 11:03

Dellenfrei

Hallo zusammen!
Es doch leider gerne so, dass Unenebenheiten und Wellen, die durchs Strahlen (=einseitiges Spannungsfreimachen) entstehen, dann gleich so gross werden können, dass keiner eine Freude daran hat.
Die Welligkeit unserer Vorbilder entsteht doch massgeblich durch Wärmeeintrag bei der Fertigung. Sind von da her die Unebenheiten nach dem Löten nicht schon gross genug!? Für mich gilt das jedenfalls...
Was anderes sind beim Vorbild natürlich aussergewöhnliche, mechanische Belastungen und Beschädigungen im Betrieb wie z.B. Beulen an Eaos u.ä. Davon rede ich oben aber nicht.
Für die, die noch keine Erfahrung mit dem Strahlen haben: Der Sprühdruck beim Strahlen ist nicht isoliert zu sehen. Der Abstand Düse-Objekt, der Einfallwinkel und auch das Strahlmaterial sind weitere, ganz wichtige Einflussgrössen. Man muss das alles zusammen sehen.
Gruss, Uli

Es haben sich bereits 3 registrierte Benutzer und 1 Gast bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

lok-schrauber (24.07.2012), Nuller Neckarquelle (24.07.2012), stoomtram (24.07.2012)

Null-Problemo

Oberbahnhofsvorsteher

(365)

Beiträge: 1 782

Wohnort (erscheint in der Karte): Ortenberg-Selters

  • Nachricht senden

19

Dienstag, 24. Juli 2012, 15:38

Zitat

Man muss das alles zusammen sehen


Genau! Ich berichte mal kurz aus meiner Praxis.

Microstrahlen ist ein Muß! Wenn ich eine schöne Oberfläche haben will ist das stets die Basis für ein gutes Finish. Dabei hole ich "nebenbei" das überschüssige Lot vom Modell. Selbstverständlich versuche ich bei der Montage mit so wenig Lot wie möglich zu arbeiten.....

Grundierung: ein Haftvermittler ist ebenfalls ein Muß! Neben besser Haftung berücksichtige ich auch die später zu verwendende Farbe. Rot und Gelb spritze ich auf eine weiße Grundierung. Das bringt die Farben schön zum Leuchten. Oberflächen in Silber oder Weißaluminium werden Grau grundiert bzw. sogar noch Grau vorlackiert um der Farbe eine entsprechende Wirkung zu verleihen.

Wichtig: Grundierung soll bessere Haftung vermitteln. Farbe soll "färben". Beide Komponenten haben im Regelfall keine füllenden Eigenschaften. Die Oberfläche des Modells muß also vorher schon Top sein damit hinterher das Ergebnis stimmt.

Beispiel: Strahlen



...danach ist kein Lot mehr zu sehen. Jetzt ist der Zeitpunkt, die Oberfläche genau anzuschauen und ggf. nachzuarbeiten......

Beispiel: Farbe





....weil das Ergebnis unabhängig von den Lichtverhältnissen befriedigen soll, wurde nach der Beschreibung von oben vorgegangen....

S/W-Kontrolle:



....die Schwarz-Weiß-Aufnahme entlarvt jede Macke! Licht und Schatten - das habe ich schon im Schnelli-Forum gepredigt! Zeit nehmen für bessere Modelle!


Viel Wege führen nach Rom!

Strahltip:

Korrund (so fein wie möglich!) für Ecken und Flächen. Strahwinkel flach halten (nicht mit 90 Grad Winkel auf das Modell schießen). Druck zwischen 1 und 4 Bar. Material beim Arbeiten genau beobachten. Glasperlen für Gußteile! Beim Glasstrahlen wird die Oberfläche nicht abgetragen sondern verdichtet. Das kann man sich speziell bei den Schleudergußteilen nutzbar machen. Die werden bei der Produktion gestrahlt und sind entsprechend rau.

Weiches MS 58 Messing ist etwas "strahlfreudiger". Es verformt sich nicht so schnell wie hartes MS 63.

Aus heutiger Sicht würde ich auch nicht in eigenes Gerät investieren (es sei denn man nutzt es häufig), sondern würde mir eine Möglichkeit zum Strahlen in der Umgebung suchen (z.B. Zahnlabor, Goldschmied, etc.)

Dort findet man neben den genannten Strahlmittel professionelle Kabinen mit einer ordentlichen Absaugung. Der Staub ist nicht zu unterschätzen!

Wenn man ein paar Euronen in die Kaffekasse wirft und das Strahlmittel zahlt, darf man bestimmt auch zum Wiederholungstäter werden.

Wie sagte Bob Ross? Happy painting!

Null-Problemo :thumbup:

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Null-Problemo« (24. Juli 2012, 21:32)


Es haben sich bereits 8 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

lok-schrauber (24.07.2012), Bay Dvi Berg (24.07.2012), der noergler (24.07.2012), fredduck (24.07.2012), guna (24.07.2012), Nuller Neckarquelle (24.07.2012), Ben Malin (24.07.2012), Hape (25.07.2012)

20

Dienstag, 24. Juli 2012, 19:25

Hallo Andreas,

trotzdem halte ich einen Strahldruck von über 1,5 bar für sehr bedenklich da hierdurch auchdie Oberflächenaufrauhung wesentlich stärker ist und die Gefahr einer Oberflächenverletzung sich stark erhöht.


Hallo Heinz,

also deine Aussage ist nur zum Teil richtig, denn es kommt nur wenig auf den Druck an, eher mehr auf die Düse der Pistole
, ich habe einen billigen Baumarktkompressor und eine Baadger Pistole und gehe damit auf bis zu 6 Bar, damit "kitzelst" du das Material gerade mal, da die Düse gar nicht soviel Material abgeben kann (und wenn nur sehr fein). ANders sieht es bei der P1 aus, wo man mit dem Druck hinuntergehen muss, dass Strahlmaterial ist grober und die Düse größer, ... denke dass ich dies logisch und auch verständlich erklärt habe ;)

@Detlef, klar ist ein großer (Baumarkt) Kompresser für so ein Teil wie die P1 ein Muss, wenn man dahein strahlt, ... ist es besser man lässt es gleich, .. meine Meinung, das wird nur ein zeitraubendes Spiel, kling hart, ist aber so. Ich habe meinen T3 Rahmen in Messing gestrahlt, da stehst du mit dem kleinen Teil gute 2-3 Stunden dran, berechne mal das Material was dabei "verfliegt" (in meinem Fall im Garten)



Gruß,

Wolfgang

Es haben sich bereits 1 registrierter Benutzer und 1 Gast bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Zechlin (30.07.2012)