Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Spur Null Magazin Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

werkzeugmacher

Oberlokführer

(284)

  • »werkzeugmacher« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 516

Wohnort (erscheint in der Karte): Mettmann

  • Nachricht senden

1

Freitag, 5. Januar 2018, 12:39

"Eisenschwein" E94 von MTH mit ESU-Decoder

Hallo allerseits,

kürzlich habe ich hier im Forum eine E94 von MTH günstig "geschossen". Leider kam die Maschine aufgrund schlechter Verpackung leicht beschädigt bei mir an, ausserdem funktionierte die Beleuchtung an einer Seite nicht. Ich stelle hier keine Bilder davon ein, weil ich niemandem auf die Füße treten will. Ich habe mich mit dem Verkäufer auch finanziell geeinigt, so dass alles fair abgelaufen ist. Damit alle wissen, von welcher Lok hier die Rede ist, ein Bild (nicht von mir). Meine Lok hat allerdings Pantografen mit Doppelwippe, das wird später noch wichtig.

Zunächst habe ich die Maschine natürlich auf meiner Anlage fahren lassen. Das ging auch ganz gut, das Teil hat mit seinen zwei Motoren eine extreme Zugkraft:



Die Lok zieht auf dem Bild 32 Güterwagen über eine Steigung mit 2,5% und R1 Radien. Die ersten Güterwagen nach der Lok fingen schon an zu entgleisen weil der Zug zu groß wurde. Die Stromaufnahme konnte ich dabei nicht messen, die sollte aber nach mehr als 3A tendieren. Weil ich aber grundsätzlich alle MTH Loks mit ESU-Decodern und Faulhaber-Motoren ausrüste, wurde das Schwein als nächstes geschlachtet:



Ich habe rigoros die originale Elektrik entfernt, nur die Anshlussplatinen der Beluchtung habe ich weiterverwendet. Hier die überflüssigen "Innereien":



Die zwei Baugruppen mit den kleinen Motoren sind die Pantografenantriebe, die ich durch Servos ersetzt habe. Im Nachhinein habe ich überlegt, dass ich sie mit einer geschickten Elektronik hätte weiterverwenden können, da war es aber schon zu spät. Ausserdem meine ich, dass die Pantografen mit Servos leichter zu kontrollieren sind.

Im nächsten Schritt habe ich die Beleuchtung repariert, was in eine entsetzliche Fummelei ausgeartet ist. In den Lampen sitzen winzige Platinen mit noch winzigeren LED, die ersetzt werden mussten. Die Platinen lassen sich relativ leicht aus den Lampen herausziehen, nachdem man die Lampen von der Pufferbohle abgezogen hat. Diese sind nur gesteckt, nicht geklebt. Im Nächsten Bild ist eine Platine zu sehen, zum Vergleich ein Zahnstocher:



Auf dem Bild nicht zu sehen, aber hier sitzt auch das größte Problem bei einem Decodertausch. MTH verwendet nicht einen gemeinsamen Pluspol für die zweifarbige Beleuchtung, sondern einen gemeinsamen Minuspol. Weil aber die Ausgänge eines ESU-Decoders nach Minus schalten (uch auch alle anderen Decoder, die ich kenne) funktioniert das nicht. Das gleiche Problem hatte ich auch beim Umbau meiner BR44 und meines Taurus. Also musste eine Schaltung her, die die Verhältnisse umkehrt. Ich habe dafür Optokoppler verwendet, bei denen die Anode der LED über einen Vorwiderstand 1K an U+ des Decoders angeschlossen sind. Die Kathoden der LED sind mit den Ausgängen des Decoders verbunden. Schaltet nun ein Ausgang, leuchtet die LED auf (kann man natürlich nicht sehen, weil im Gehäuse des Optokopplers). Der Phototransistor im Optokoppler wird dadurch leitend und der Strom fließt von U+ über den Kollektor des Transistors zum Emitter und von da über einen Vorwiderstand von 1K zur Anode der LED in der Lampe und von der Kathode der LED zum GND-Anschluss des Decoders. Alles klar? Damit sind die Verhältnisse umgekehrt und die Beleuchtung funktioniert.Bevor mir die Elektroniker hier im Forum schreiben: man kann statt der Optos natürlich auch PNP-Transistoren verwenden, die sind mir aber unsymphatisch und die Verhältnisse mit Optokopplern sind für mich klarer.

So etwas kann man natürlich nicht fliegend verdrahten, deshalb habe ich eine Platine entworfen, auf die der Decoder (ein ESU Loksound 4.0 XL) aufgesteckt wird. Alle Anschlüsse des Decoders, die für die Lok gebraucht werden, habe ich auf Steckverbinder geführt, um eine ordentlich Verkabelung zu haben.







Die kleinen schwarzen Dinger sind die erwähnten Vorwiderstände, die kleinen schwarzen "Bonbons" die Optokoppler.

Soweit für heute, jetzt muss ich essen und dann nach Hagen in den Verein. Bis bald!

Gruß

Christoph
Spurnullteam Ruhr-Lenne e.V.

Fahrabend jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 - Gäste sind herzlich wilkommen

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »werkzeugmacher« (7. Mai 2018, 16:42)


Es haben sich bereits 53 registrierte Benutzer und 1 Gast bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

barilla73 (05.01.2018), 98 1125 (05.01.2018), BR96 (05.01.2018), US-Werner (05.01.2018), Altenauer (05.01.2018), joachim (05.01.2018), bvbharry47 (05.01.2018), Balthasar (05.01.2018), BTB0e+0 (05.01.2018), Meinhard (05.01.2018), HüMo (05.01.2018), fredduck (05.01.2018), KlaWie (05.01.2018), Robby (05.01.2018), Hexenmeister (05.01.2018), pekay (05.01.2018), us train (05.01.2018), mattes56 (05.01.2018), heizer39 (05.01.2018), carla10 (05.01.2018), TTorsten (05.01.2018), Onlystressless (05.01.2018), fahrplaner (05.01.2018), blb59269 (05.01.2018), Bodo (05.01.2018), asisfelden (05.01.2018), Schwabe (05.01.2018), Moritz (05.01.2018), Joyner (05.01.2018), Signum (05.01.2018), lok-schrauber (05.01.2018), nullowaer (05.01.2018), Rheingold (05.01.2018), Nikolaus (05.01.2018), Udom (05.01.2018), Staudenfan (05.01.2018), E94281 (06.01.2018), JACQUES TIMMERMANS (06.01.2018), DVst HK (06.01.2018), Zahn (06.01.2018), Wopi (06.01.2018), jbs (07.01.2018), vchiu (08.01.2018), hot (26.01.2018), Baumbauer 007 (27.01.2018), Thomas Kaeding (27.01.2018), Beardiefan (28.01.2018), Axel-K (29.01.2018), minicooper (30.01.2018), hk-80 (08.02.2018), Otto (16.03.2018), Ludmilla1972 (17.04.2018), VT'ler - Jens Frommann (17.04.2018)

Ole

Rangiermeister

(27)

Beiträge: 262

Wohnort (erscheint in der Karte): Schladen

  • Nachricht senden

2

Freitag, 5. Januar 2018, 16:32

Hallo Christoph,

schööön !

Eine Frage :
Ich habe vor 2 Tagen auch schon mal meine MTH E94 von Ihren Innereien "befreit", kamst Du dir dabei auch vor wie ein Arzt im OP, wenn dieser einen Tumor entfernt !? :)

Gruß
Olaf

Es haben sich bereits 3 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

heizer39 (05.01.2018), BTB0e+0 (08.01.2018), hot (26.01.2018)

werkzeugmacher

Oberlokführer

(284)

  • »werkzeugmacher« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 516

Wohnort (erscheint in der Karte): Mettmann

  • Nachricht senden

3

Samstag, 6. Januar 2018, 09:52

Hallo Olaf,

ja, es hat mir eine innere Befriedigung verschafft, mit dem Seitenschneider das ganze Wirrwar und Gerödel zu entfernen. Ich kann nicht verstehen, warum MTH Modelle eine solch fliegende Verdrahtung haben, das muss doch produktionstechnisch fehleranfällig und teuer sein. Jedes moderne H0 Modell, das ich in der Miba offen sehe, hat eine Platine mit Steckverbindungen.

Gruß

Christoph
Spurnullteam Ruhr-Lenne e.V.

Fahrabend jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 - Gäste sind herzlich wilkommen

Es haben sich bereits 5 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

heizer39 (06.01.2018), Udom (06.01.2018), BTB0e+0 (08.01.2018), Altenauer (08.01.2018), 98 1125 (20.01.2018)

werkzeugmacher

Oberlokführer

(284)

  • »werkzeugmacher« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 516

Wohnort (erscheint in der Karte): Mettmann

  • Nachricht senden

4

Sonntag, 7. Januar 2018, 18:46

Hallo allerseits,

jetzt geht es weiter. Hier sind die Drehgestelle mit ausgebauten Motoren, etwas weniger Fett hätte es sicher auch getan. Die Motoren sind mit den oberen Drehgestellführungen verschraubt, diese werden an den Drehgestellen mit jeweils eine zentrale Schraube befestigt:



Zwischen Motoren und Drehgestellen sitzt das zentrale Chassis:



Auf das Chassis habe ich Stehbolzen montiert, dafür mußte ich zwei Gewindebohrungen im Chassis auf 3,5 mm öffnen. Auf die Bolzen habe ich die Decoderplatine montiert, vorher hab ich den Magneten des Lautsprechers abgeklebt, um einen möglichen Kurzschluss zu vermeiden. Die Stehbolzen sind gerade so hoch um noch minimalen Platz zwischen Platine und Magnet zu lassen.



Damit der Lautsprecher möglichst tief sitzt, habe ich den Gummiring, auf dem er im Chassis sitzt, entfernt. In der Folge mußte ich die Halteklammern des Lautsprechers nachbiegen, weil er sonst nicht fest gehalten wurde, siehe gelbe Pfeile.

Hier ist die Decoderplatine eingebaut und der Decoder eingesteckt. Alle Kabel sind mit Steckern versehen und an ihrem Platz:



Hier ist die Verkabelung des Vorbaus an Führerstand 1 zu sehen, das dort ursprünglich zu sehende zweite braune Kabel habe ich durch ein gelbes Kabel ersetzt, um Verwechselungen zu vermeiden:



Und hier der Vorbau an Führerstand 2. Hier habe ich ein zweites grünes Kabel durch ein graues Kabel ersetzt:



Die gelben Stecker an den Vorbauten sind für die Führerstandsbeleuchtung, die losen Kabel mit weißen Steckern führen zu den Spitzenlichtern an den Vorbauten.

Schließlich habe ich noch die Stromabnahme verbessert, indem ich zwei Kabel mit Lötösen, die übrig waren, mit den Stromabnahmeblechen verlötet habe. Das gelingt übrigens nur mit einem speziellen Flussmittel, weil aus Edelstahl. Ich habe dafür Lötöl von Fohrmann verwendet. Die Lötösen habe ich mit zwei M3-Schraubenmit vorhandenen Bolzen in den Drehgestelln verschraubt. Auf der Oberseite der Drehgestelle sind daran Kabel angeschlossen, die ich mit dem rechten Gleiseingang des Decoders verbunden habe. Von jedem Drehgestell führt ein weiteres rotes und ein braunes Kabel zum rechten Gleiseingang des Decoders. Jeweils ein schwarzes Kabel führt von jedem Drehgestell zum linken Gleiseingang des Decoders. Die schwarzen Kabel sind mit dem Chassis und den Rahmen der Drehgestelle verbunden.



So, das wärs für heute, jetzt wird gekocht - Chinesisches Wok-Gemüse mit Huhn.

Gruß

Christoph
Spurnullteam Ruhr-Lenne e.V.

Fahrabend jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 - Gäste sind herzlich wilkommen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »werkzeugmacher« (7. Mai 2018, 16:42)


Es haben sich bereits 32 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

jbs (07.01.2018), 98 1125 (07.01.2018), Joyner (07.01.2018), Meinhard (07.01.2018), Hexenmeister (07.01.2018), heizer39 (07.01.2018), joachim (07.01.2018), Frank Schürmann (07.01.2018), blb59269 (07.01.2018), us train (07.01.2018), fredduck (07.01.2018), Wolleschlu (07.01.2018), bvbharry47 (07.01.2018), JACQUES TIMMERMANS (07.01.2018), jrgnmllr (07.01.2018), Montafoner (07.01.2018), Nikolaus (07.01.2018), Staudenfan (07.01.2018), E94281 (07.01.2018), BTB0e+0 (08.01.2018), pekay (08.01.2018), Altenauer (08.01.2018), Bodo (08.01.2018), ha-null (08.01.2018), Toto (08.01.2018), Udom (09.01.2018), Baumbauer 007 (27.01.2018), Thomas Kaeding (27.01.2018), nullowaer (28.01.2018), Beardiefan (28.01.2018), Wopi (28.01.2018), Axel-K (29.01.2018)

werkzeugmacher

Oberlokführer

(284)

  • »werkzeugmacher« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 516

Wohnort (erscheint in der Karte): Mettmann

  • Nachricht senden

5

Montag, 8. Januar 2018, 20:06

Hallo allerseits,

jetzt geht es zum Endspurt. Wie ich Eingangs erwähnte, habe ich die originalen Antriebe für die Pantografen entfernt und die Lok auf Servos umgerüstet. Es hat etwas Knobelei gebraucht, bis ich die aus meiner Sicht passende Position für die Servos gefunden hatte. Zum Einsatz kommen Miniaturservos von Reely mit der Bezeichnung S-0403, gekauft bei Conrad. Aus der umfangreichen Auswahl der mitgelieferten Servoarme habe ich das kleine Kreuz gewählt und drei der vier Arme abgezwickt. Vorher hatte ich den notwendigen Weg ausgemessen und die notwendige Länge der Arme berechnet. Zur Befestigung habe ich ein Stück 4mm Polystyrol genommen, das ich in die Haube des Trafos eingeklebt habe:



Um möglicht viel Weg für die Pantografenbetätigung zu ermöglichen, habe ich zwei kleine Anschläge abgekniffen, siehe gelber Pfeil:



Die Stößel, die die Pantografen überdie roten Umlenkhebel nach oben drücken, habe ich mit 1,2 mm durchbohrt und die Verbindung zu den Servos mit 1,0 mm Messingdraht hergestellt. Damit die Pantografen möglicht weit nach unten gefahren werden können, habe ich die Umlenkhebel noch etwas nachgebogen, dabei habe ich des Guten etwas zu viel getan, aber dazu später.



Damit konnten die Pantografen gehoben und gesenkt werden, was aber noch fehlte, war die entsprechende Programmierung des Decoders. Folgendes sollte erreicht werden:

  • Fahrtrichtungs abhängiges heben und senken der Pantografen, dabei soll der Pantograf, der bereits gehoben ist, so lange gehoben bleiben, bis auch der andere Pantograf Kontakt mit der Fahrleitung hat, erst dann wird er gesenkt.
  • Normalerweis ist der in Fahrtrichtung hintere Pantograf gehoben, dieses Verhalten soll per Funktionstaste auch umkehrber sein, wenn z.B. Kesselwagen mit brennbarer Ladung befördert werden.
  • Zum Abrüsten sollen beide Pantografen per Funktionstaste gesenkt werden können.
Die Servos sind an AUX9 (Führerstand 1) und AUX10 (Führerstand 2) angeschlossen. Wenn die Ausgänge eingeschaltet sind, werden die Pantografen gesenkt, sind sie ausgeschaltet, werden die Pantografen gehoben.
Daraus ergibt sich folgende Funktionstastenbelegung:



Wenn F9 eingeschaltet ist, werden AUX9 und AUX10 eingeschaltet und beide Pantografen bedingungslos heruntergefahren.
Vorwärts oder Rückwärts F2 ist für die automatischen Kupplungen, die aber nicht eingebaut sind. Vorwärts oder Rückwärts F1 ist für das rote Schlusslicht.
Vorwärts, nicht F7 und Rückwärts, nicht F7 fahren die Pantografen in Fahrtrichtung vorne herunter.
Vorwärts, F7 und Rückwärts, F7 fahren die Pantografen in Fahrtrichtung hinten herunter.
Damit wäre schon mal das oben geforderte Verhalten fast erreicht. Allerdings bleibt der bereits gehobene Pantograf nicht am Fahrdraht, bis der andere Pantograf gehoben ist, sondern wird sofort gesenkt.Üble Lichtbögen wären die Folge :wacko: Deshalb habe ich eine Verzögerung beim Einschalten des jeweiligen Ausgangs programmiert (wir erinnern uns, einschalten fährt den Patografen herunter):



Die Verzögerung ist etwas länger als die Zeit, die der andere Pantograf für das Hochfahren braucht. Wer das sehen will, schaut dieses Video
Ein letztes Problem gab es noch: Solange der Fahrregler einen separaten Umschalter für die Fahrtrichtung hat, z.B. der Lenz LH90 oder LH100 und die Handy-Apps ist alles OK. Das heißt, man kann Fahrstufe 0 einstellen, die Lok bewegt sich nicht und man fährt über die Umschaltung Vorwärts-Rückwärts den gewünschten Pantografen hoch. Leider ist das z.B. bei der Roco Multimaus und bei der Roco WLAN-Maus nicht möglich. Sobald man über die Nullstellung hinaus die erste Fahrstufe einstellt, kriecht die Lok los. Das sieht putzig aus, wenn eine noch abgerüstete Lok loskriecht, möglichst noch mit Sound.
Leider gibt es im ESU LokProgrammer keine Möglichkeit, für die erste Fahrstufe die Geschwindigkeit null einzustellen, kleiner eins geht nicht. Nach längerem Knobeln bin ich dann daruf gekommen, per manueller CV-Eingabe die CV2 auf null zu setzen, fortan gings wie gewünscht.



Somit wäre alles gut gewesen, hätte es bei den Probefahrten nicht ein Problem gegeben. Zunächst hatte ich die Pantografensteuerung bei abgenommenem Gehäuse getestet, da lief alles wie geschmiert. Sobald aber die Lok zusammengebaut war, ruckelten die Pantografen beim Hochfahren, teilweise fuhren sie erst ganz hoch, wenn sich die Lok bewegte und manchmal machte die Lok dabei kleine Bocksprünge. Der erste Verdacht, dass das Gestänge auf dem Decoder Kurzschlüsse verursachte, erhärtete sich nicht.
Als ich mir dann die offene Lok genauer betrachtete, fielen mir die Kreise auf den Schwungmassen der Motoren auf:



Ein Vergleich der Positionen von Pantografenbetätigung und Schwungmassen bestätigte den Verdacht: Die Umlenkhebel schauten etwas zu weit (vielleicht 2 mm) zu weit aus den Kästen mit den Stößeln heraus und streiften die Schwungmassen, was bis zur Blockade eines Motors führen konnte. Also Umlenkhebel etwas abgekniffen, abgeschliffen und Pantografen wieder montiert - schon war der Spuk vorbei und alles lief wunderbar :thumbsup:
Ein weniger ernstes Problem bei der Motage der Lok waren die Führerstandsleitern. Diese stehen im Original zu weit nach innen und können die Drehgestelle blockieren. Keine große Sache, dachte ich mir und mit einem kleinen Heißluftgebläse habe ich sie nach außen gebogen. Groß war meine Erstaunen, als nach der Montage des Gehäuses auf dem Chassis die Dinger schon wieder nach innen standen. Die Ursache war schnell gefunden: das montierte Chassis drückt die Leitern nach unten und aufgrund der Geometrie in der Folge nach innen. Abhilfe schufen kleine, 1mm dicke Polystyrolstreifen, die ich unter die Leitern geklebt habe:



Damit saßen die Leitern nicht mehr auf dem Gehäuserand auf und wurden nicht nach innen gedrückt:



Damit war der eigentliche Umbau fertig. Was fehlt, sind die Faulhabermotoren. Bestellt sind sie, aber noch nicht angekommen. Es ist auch fraglich, ob ich sie einbaue, weil diei Lok mit den Originalmotoren gute Fahreigenschaften hat. Wie ich bereits erwähnte, zieht sie wie ein Ochse. Um die Stromaufnahme zu testen habe ich folgende Fahrversuche gemacht:

  • Lok solo auf ebener Bahn: 0,4A
  • Lok mit 29 Güterwagen auf ebener Bahn: 0,8A
  • Lok mit 29 Güterwagen in 2,5% Steigung mit R1-Kurven: 2,0A
  • Lok schleudert: 3,0A


Dabei ist die Lok in der Lage, mit den Güterwagen in der Steigung ohne Schleudern anzufahren, das schafft keine meiner Lenz-Loks. Die 50er Kab schleudert z.B. ganz erbärmlich und bringt den Zug nicht von der Stelle. Zugegeben, dafür ist sie vermutlich auch nicht gedacht.

Wie auch immer, der Umbau auf Faulhabermotoren scheint mir nicht so dringend. Wenn ich es doch tue, werde ich hier natürlich berichten.

Schließlich habe ich die Lok noch patiniert. Leider habe ich davon nur wenig Bilder, die vorhandenen solt Ihr hier sehen:



Christo war hier.













Damit ist wieder ein spannendes Umbauprojekt abgeschlossen. Wer möchte, kann mein "Eisenschwein" bei den Winterfahrtagen des Spur0 Teams Ruhr-Lenne e.V. in voller Aktion erleben, zusammen mit dem Zug aus 13 vierachsigen Kesselwagen.

Bis dann, ich freue mich drauf :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

Gruß

Christoph
Spurnullteam Ruhr-Lenne e.V.

Fahrabend jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 - Gäste sind herzlich wilkommen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »werkzeugmacher« (7. Mai 2018, 16:43)


Es haben sich bereits 46 registrierte Benutzer und 1 Gast bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Altenauer (08.01.2018), Montafoner (08.01.2018), Hexenmeister (08.01.2018), Jelle Jan (08.01.2018), ao4w (08.01.2018), Andi (08.01.2018), Rheingold (08.01.2018), carla10 (08.01.2018), Staudenfan (08.01.2018), heizer39 (08.01.2018), blb59269 (08.01.2018), Wastl (08.01.2018), nullowaer (08.01.2018), Br86fan (08.01.2018), 98 1125 (08.01.2018), jbs (08.01.2018), bvbharry47 (08.01.2018), E94281 (08.01.2018), joachim (09.01.2018), frankdigi (09.01.2018), pekay (09.01.2018), KlaWie (09.01.2018), Meinhard (09.01.2018), us train (09.01.2018), petern (09.01.2018), ha-null (09.01.2018), Allgäudiesel (09.01.2018), Alemanne 42 (09.01.2018), George M (09.01.2018), Martin Zeilinger (09.01.2018), Udom (09.01.2018), Dampfheinrich (10.01.2018), Signum (11.01.2018), Bodo (21.01.2018), stefan_k (21.01.2018), hot (26.01.2018), Wolleschlu (27.01.2018), Baumbauer 007 (27.01.2018), Thomas Kaeding (27.01.2018), gabrinau (27.01.2018), Beardiefan (28.01.2018), Wopi (28.01.2018), Axel-K (29.01.2018), DVst HK (30.01.2018), jörg (16.03.2018), VT'ler - Jens Frommann (17.04.2018)

ao4w

Schaffner

(79)

Beiträge: 136

Wohnort (erscheint in der Karte): Basel

  • Nachricht senden

6

Montag, 8. Januar 2018, 20:33

Hallo Christoph

Danke für den tollen Umbaubericht.
Du hättest auf die Optokoppler bei dieser Lok verzichten können.
Bei den Foto mit kleinen Bauteil (mit den LED's) sieht man es seht gut. Ich habe dort einfach die Lötstellen neu gemacht. Und schon ist alles für die ESU- Dekoder passend.
Anstelle der Beiden Anoden habe ich die beiden Kathoden verbunden. (oder umgekehrt :D )

Gruss
Michi

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

heizer39 (08.01.2018)

werkzeugmacher

Oberlokführer

(284)

  • »werkzeugmacher« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 516

Wohnort (erscheint in der Karte): Mettmann

  • Nachricht senden

7

Montag, 8. Januar 2018, 21:32

Hallo,

weil ich noch zwei weitere MTH Loks umzubauen habe, wollte ich eine Lösung ohne Bastelei.

Gruß

Christoph
Spurnullteam Ruhr-Lenne e.V.

Fahrabend jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 - Gäste sind herzlich wilkommen

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

bvbharry47 (17.04.2018)

Ole

Rangiermeister

(27)

Beiträge: 262

Wohnort (erscheint in der Karte): Schladen

  • Nachricht senden

8

Samstag, 20. Januar 2018, 20:22

Hallo Christoph,
klasse Umbaubericht danke dafür !

Mal eine Frage : kann ich zur Not erstmal die Panto-Antriebe von MTH drin lassen, laufen diese von der Spannung her über die Esu Servoausgänge ?

Habe die Ozeanblaubeige Version, brauche wohl nur die Funktion heben und senken beider Pantos. Mußte vorhin einen gebrauchten Esu 3.5 xl Lokpiloten testen, klemmte ihn an der MTH E94 an, die Lok läuft super ohne auch nur einen CV geändert zu haben. Freue mich schon auf meinen Umbau in 1-2 Wochen, danach macht sie hoffentlich endlich Spass.

Gruß
Olaf

9

Samstag, 20. Januar 2018, 20:36

Hallo Ole,

wenn ich das richtig sehe (kann mich natürlich auch irren) , werden für die Pantos Motore verwendet, du kannst aber mit einem Decoder nur einen Motor ansteuern.
Grüße,
Wolfgang

Nicht labern sondern schaffen

werkzeugmacher

Oberlokführer

(284)

  • »werkzeugmacher« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 516

Wohnort (erscheint in der Karte): Mettmann

  • Nachricht senden

10

Samstag, 20. Januar 2018, 20:37

Hallo Ole,

die Motoren für den Pantoantrieb laufen nicht an den Servoausgängen, das sind keine Servos, sondern einfache Gleichstrommotoren. Ich sehe eine Möglichkeit, mit vier Ausgängen und einer entsprechenden Schaltung die Motoren für die notwendige Zeit laufen zu lassen, um die Pantos zu heben oder zu senken. Ich habe mir das zu spät überlegt, sonst hätte ich das bei meiner E94 schon so gemacht.

Gruß

Christoph
Spurnullteam Ruhr-Lenne e.V.

Fahrabend jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 - Gäste sind herzlich wilkommen

Es haben sich bereits 3 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

E94281 (21.01.2018), Udom (21.01.2018), bvbharry47 (17.04.2018)

11

Samstag, 20. Januar 2018, 20:39

Ich sehe eine Möglichkeit, mit vier Ausgängen und einer entsprechenden Schaltung die Motoren für die notwendige Zeit laufen zu lassen, um die Pantos zu heben oder zu senken.


Sonderlocken natürlich ausgenommen ;)
Grüße,
Wolfgang

Nicht labern sondern schaffen

Ole

Rangiermeister

(27)

Beiträge: 262

Wohnort (erscheint in der Karte): Schladen

  • Nachricht senden

12

Samstag, 20. Januar 2018, 20:56

Danke, werde dann wohl auch auf Servos umsteigen, dann ist auch der Steinzeitschrott Geschichte.
Frage, da ich bis jetzt noch nicht in die Verlegenheit gekommen bin Pantos über Esu anzusteuern. Wird bei Esu dem Servo nicht auch eine Zeit vorgegeben in der er seine Strecke abfahren muß oder wie funktioniert es da ?

Gruß
Olaf

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ole« (20. Januar 2018, 21:02)


werkzeugmacher

Oberlokführer

(284)

  • »werkzeugmacher« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 516

Wohnort (erscheint in der Karte): Mettmann

  • Nachricht senden

13

Samstag, 20. Januar 2018, 22:42

Hallo Ole,

nein, Du gibst den Winkel an, den das Servon annehmen soll und zwar für die Positionen A und B. Den Zeit-Faktor stellst Du über die Drehgeschwindigkeit des Servos ein. Lade Dir von der Esu Seite die Anleitung für den LokSound 4.0 runter, da ist das erklärt.

Gruß

Christoph
Spurnullteam Ruhr-Lenne e.V.

Fahrabend jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 - Gäste sind herzlich wilkommen

Es haben sich bereits 3 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

E94281 (21.01.2018), Udom (21.01.2018), bvbharry47 (17.04.2018)

14

Samstag, 27. Januar 2018, 17:22

H
Anstelle der Beiden Anoden habe ich die beiden Kathoden verbunden. (oder umgekehrt )

Hoi Michi,
musstest Du dazu die SMD-LED's auslöten und umdrehen, oder liess sich das mit den Anschlusskabeln ändern?
Gruß, Michael



Das Überflüssige ist eine sehr notwendige Sache :P

Es haben sich bereits 2 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Hein (27.01.2018), bvbharry47 (17.04.2018)

ao4w

Schaffner

(79)

Beiträge: 136

Wohnort (erscheint in der Karte): Basel

  • Nachricht senden

15

Montag, 29. Januar 2018, 14:05

Hallo Minicooper

Es ist schon ein paar Tage her, seit ich das gemacht habe. Ich bin aber im Glauben, dass ich das ohne Umlötarbeiten gemacht habe.
Ich musste sicherlich die Kabel umlöten, dass weiss ich noch. Auf der Seite mit den LED's habe ich dann einfach die + anstelle der - Seite zusammengelötet. Es ging jedenfalls recht einfach. Sonst poste doch die Vor- und Rückseite der Platine, dann kann ich es dir sicherlich nochmals genauer sagen.

Gruss
Mich

Es haben sich bereits 2 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

minicooper (29.01.2018), bvbharry47 (17.04.2018)

16

Montag, 29. Januar 2018, 14:12

Danke Michi, das genügt mir schon, ich bekomme mein Exemplar erst die Tage, wollte mich lediglich schon vorab informieren. ;)
Gruß, Michael



Das Überflüssige ist eine sehr notwendige Sache :P

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

bvbharry47 (17.04.2018)

Fritze

Heizer

(76)

Beiträge: 238

Wohnort (erscheint in der Karte): Eberswalde

  • Nachricht senden

17

Dienstag, 17. April 2018, 12:10

MTH E94 - Kleine lauftechnische Änderungen

Hallo liebe Feunde des Eisenschweins,

meine MTH E94 hat(te) die hässliche Angewohnheit, natürlich in unregelmässigen Abständen, Lenz IBW und auch andere Weichen von der spitzen Weichenseite der Zungen her aufzuschneiden und dann ihres Fahrwegs verlustigt gegangen hübsch im Schotter zustehen. Die E94 ist auch im Modell ein richtiges "Eisenschwein", sprich ordentlich schwer und kann durchaus einigen Schaden anrichten im Gelände :wacko: ;( Als Verursacher stellten sich die eher einer Messerschneide als der Geometrie eines Radsatzes entsrpechend gedrehten Stahlradreifen als die Schuldigen heraus. Mit einem Radsatzinnenmass von 29,0mm blieb hier keine Einstellmöglichkeit, daher habe ich die Radsätze mal ausgebaut und näher angeschaut, wie sie sich im Gleis und speziell in der Weiche bewegen. Die Innenseite der Radreifen ist dabei absolut gerade ohne jede Anschrägung und nur mit einer gebrochenen Kante versehen, anstatt eines Radius oder gar einer Anschrägung. Nun boten sich 2 Möglichkeiten der Abhilfe:

Variante 1: alle Weichenzungen leicht anschleifen - wozu aber wenn alle anderen Fahrzeugen problemlos darüber laufen
Variante 2: Ausbau und Überarbeitung der Radreifen

Also ran ans Werk, eine Buchse zur Aufnahme des Radreifens auf Pressitz gedreht und einen Radsatz aufgespannt.



MTH hat hier einen sehr zähen Stahl verwendet, das Material ist nicht ohne die Räder abzuziehen und fest aufzuspannen bearbeitbar mit einem Drehmeissel; darum habe ich hier mal den Griff zur Feile an der Drehbank getan. Die Radreifen erhielten eine leichte Anschrägung innen und einen Radius zur Ausrundung. Die Spurkranzhöhe von 1,2mm bleibt dabei so gut wie unverändert. (Arbeitsschutzhinweis....eine Feile hat an der Drehbank ansich nichts verloren !!!) Hier das Ergebnis:



Und alles wieder eingebaut; dabei gleich mal alle Laufbuchsen und Zahnräder leicht geschmiert:


Die Stromabnahme habe ich so belassen, da durch die geteilten, isolierten Achshälften und Lagerung je Drehgestell einseitig gefedert alle 12 Räder sicher permanent Strom abnehmen, das hohe Gewicht der Lok tut dann das Übrige.
Achsen wieder eingebaut und siehe da; keinerlei Entgleisungen oder selbst eingestellte Fahrwege ins Schotterbett mehr. :rolleyes: :P

Achso, der Hinweis gehört noch dazu: für grosse Bilder ---> rechte Maustaste ---> Grafik anzeigen und nach Belieben vergrössern

Als nächstes kommt dann noch die hier bereits gut erklärte Neudigitalisierung mit ESU XL Decoder an die Reihe, das amerikanische System geht für Europäer überhaupt nicht... :sleeping: . Die Motorisierung werde ich aber beibehalten, da die Lok damit sehr ansprechend regelbar ist und allein die Motoren nicht für den hohen Stromverbrauch verantwortlich sind.

Gruss und allzeit gute Fahrt,
Dirk

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fritze« (17. April 2018, 12:22)


Es haben sich bereits 12 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Hexenmeister (17.04.2018), Staudenfan (17.04.2018), werkzeugmacher (17.04.2018), minicooper (17.04.2018), Meinhard (17.04.2018), 98 1125 (17.04.2018), Altenauer (17.04.2018), jbs (17.04.2018), Udom (17.04.2018), bvbharry47 (17.04.2018), E94281 (17.04.2018), Martin Zeilinger (18.04.2018)

werkzeugmacher

Oberlokführer

(284)

  • »werkzeugmacher« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 516

Wohnort (erscheint in der Karte): Mettmann

  • Nachricht senden

18

Dienstag, 17. April 2018, 13:14

Hallo Fritze,

danke für den Tipp, werde ich bei meiner E94 auch machen, die ist manchmal auch sehr eigensinnig bezüglich der Fahrtrichtung. Übrigens: "ich bin der Dreher eilig, was ich nicht dreh, das feil ich" - alter Dreher-Spruch :D

Und noch ein Übrigens: ich spanne Räder direkt im Dreibackenfutter ein, allerdings habe ich ein einstellbares Futter, das sehr rund läuft. Man kann auch ein kurzes Stück Rohr drehen, das innen auf den Raddurchmesser ausgedreht wird. Dann muss man markieren, wie das Rohr im Futter eingespannt ist und es seitlich schlitzen. Dann Rad rein, wieder wie markiert einspannen und ordentlich anknallen, dann kannst Du auch hartes Material mit dem Drehstahl bearbeiten.

Gruß

Christoph
Spurnullteam Ruhr-Lenne e.V.

Fahrabend jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 - Gäste sind herzlich wilkommen

Es haben sich bereits 7 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Hexenmeister (17.04.2018), Altenauer (17.04.2018), jbs (17.04.2018), Udom (17.04.2018), bvbharry47 (17.04.2018), E94281 (17.04.2018), Martin Zeilinger (18.04.2018)

Fritze

Heizer

(76)

Beiträge: 238

Wohnort (erscheint in der Karte): Eberswalde

  • Nachricht senden

19

Dienstag, 17. April 2018, 16:54

Hallo Christoph,

wie du dich als Pseudonym nennst ist mein erlernter Beruf. Da gabs noch keine Digitalsteuerungen, nur Anfänge von SPS und CNC Steuerungen. Wir haben unsere Biege- und Schneid- und Spritzwerkzeuge noch per Hand an Pröäzisionsmaschinen hergestellt. Es war und ist noch gute alte Handarbeit. Darum drehe ich mir lieber eine passende Buchse für absoluten Rundlauf, habe das 20 Jahre in H0 schon gemacht und zig 100 Radsätze auf RP25 Radprfil abgedreht mittels Profilstahl.
Meine Kleindrehbank gibt sicher auch die Bearbeitung von Stahl her aber ich möchte es ihr nicht zumuten und auch keine Wendeplattendrehmeissel mit Hartmetallplatten anschaffen, da ich einen grossen Fundus HSS Drehstähle habe. Aber probiers mal, das Zeug was MTH da verwendet hat ist ganz schön zäh und wird wohl das Letzte sein was an der Lok mal auseinander fällt :thumbsup: 8o

Gruss, Dirk

PS: Beim Umbau auf ESU werde ich dich sicherlich ab und an mal kontaktieren müssen, da steh ich noch am Anfang.

Es haben sich bereits 4 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

jbs (17.04.2018), Udom (17.04.2018), bvbharry47 (17.04.2018), Altenauer (18.04.2018)

werkzeugmacher

Oberlokführer

(284)

  • »werkzeugmacher« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 516

Wohnort (erscheint in der Karte): Mettmann

  • Nachricht senden

20

Dienstag, 17. April 2018, 20:40

Naja Dirk, ich will ja nicht angeben, aber meine Drehmaschine wiegt 450 kg und hat 40 mm Durchlass in der Spindel, die packt das schon :thumbup:

Beim Decoderumbau helfe ich Dir gerne, Du solltest Dir aber überlegen, eine Platine von mir zu kaufen, das macht den Umbau wirklich einfacher und mich etwas reicher :D

Gruß

Christoph
Spurnullteam Ruhr-Lenne e.V.

Fahrabend jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 - Gäste sind herzlich wilkommen

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

bvbharry47 (17.04.2018)

Ähnliche Themen