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BeMo

Heizer

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1

Montag, 19. März 2012, 20:16

Eine sächsische IV T entsteht

Schon ein paar Tage her, dass ich einen weiteren B-Kuppler meiner Sammlung hinzufügen wollte.

Hier sind einige Schritte der Realisierung zur allgemeinen Erbauung:

Als erstes wird der Rahmen erstellt. Material ist 2 mm Messing, in das möglichst exakt die Ausschnitte für die Achslagersteine und die Vor- und Nachlaufgestelle gesägt /gefeilt / gefräst werden. Auch die weiteren Ausschnitte und die Bohrungen für die Pilzkontakte sind nicht zu vergessen. In die Pufferbohlen sind Nuten eingearbeitet, in die die Rahmenwangen eingelötet werden. Tipp: Hartlöten, dann kann man an der Pufferbohle weiterlöten, ohne dass alles wieder auseinanderfällt.



Als Nächstes werden Umläufe aus Riffelblech und der Führerhausboden angebracht. Der Kasten vorne links gehört im Original zum Wasserkasten, der sich zwischen den Rahmenwangen befindet.



Der Kessel ist ein Messingrohr, die Kesselringe wurden im entsprechenden Abstand darumgelötet. Normalerweise drehe ich die Zwischenräume zwischen den Kesselringen aus, das ist einfacher. Dazu gab es aber nicht das passende Rohmaterial.Schlot, Dampfdom und Sicherheitsventil entstanden auf der Drehbank. Man sieht, dass die "Krempen" noch der Feinarbeit bedürfen.



Das Führerhaus ist dann wieder eine relativ einfache Übung. Anreissen, Sägen, Feilen, Messen bis alles passt. Und immer schön auf Rechtwinkligkeit achten!



Bei der ersten "Anprobe" erkennt man, dass es eine Lokomotive werden soll. Aber die meiste Arbeit kommt noch.



Viel Feinarbeit verlangt die Rauchkammertür mit den Scharnieren und Vorreibern (Attrappen!). Hier ist viel Flamme angesagt, der Lötkolben bringt´s nicht.



Im nächsten Schritt sind schon Griffstangen am Kessel, Pufferplatten, Rangierergriffe und Kupplungsführung an der Pufferbohle angebracht



Jetzt kommen die Sandkästen auf den Kesselscheitel, und die selbstgefertigten Ventile und weitere Leitungen kommen an den Kessel. Auch die Federpakete werden angelötet.



Ich habe die Maschine mit Slaters-Rädern ausgestattet. Die sind mit dem eingegossenen Vierkant sehr gut zu verarbeiten. Wenn die jetzt noch Radreifen aus Edelstahl hätten, wären sie ideal! Auch kann man die Räder bei eingebautem Getriebe an- und abbauen!



Der Antrieb besteht aus einem Faulhaber-Getriebemotor (1:9), der noch weiter untersetzt wird und dann auf ein Schraubenrad wirkt, das in das Schraubenrad auf der Antriebswelle eingreift.



Nach vielen weiteren Kleinarbeiten wird alles gereinigt, sandgestrahlt, grundiert und lackiert. Ich verwende meist wasserverdünnbare Oesling-Farben. die kann ich auch in meiner Werkstatt verarbeiten, ohne dass ich schädliche Dämpfe erzeuge und einatme.



Es ist ein kaum beschreibliches Gefühl, wenn das "aus einem Stück Blech" entstandene Etwas sich das erste Mal aus eigener Kraft auf dem Gleis bewegt!

Gut zu sehen sind auf diesen Bildern die Radlaufkästen mit ihren Ausschnitten. Eine mörderische Feilerei - aber es ist auch ein Charakteristikum dieser Maschine.





Ich habe der Maschine eine leichte Alterung gegönnt. Ich finde, sie steht ihr gut!

Bernd

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »BeMo« (19. März 2012, 22:26)


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fritz

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Montag, 19. März 2012, 21:12

Hallo Bernd,
Deine Arbeit finde ich Super, ist dein Getriebe auch Eigenbau oder gibt es das zu Kaufen ? weil ich auch eins brauche für meine Lok.

Grüße aus OÖ
Fritz :)

BeMo

Heizer

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Montag, 19. März 2012, 22:22

Hallo, Fritz,

meine Getriebe sind auch Eigenbau. "Nur" berechnen und möglichst genau arbeiten, dann klappt´s auch mit dem Lauf!

Bernd

4

Mittwoch, 21. März 2012, 13:20

Hallo Bernd,

ich kann nur sagen: Eigenbau vom Feinsten. Ich finde es super toll, wie Du fast alle Teile selbst herstellst - da will ich auch hin. Und leider kann ich als Epoche 1-Anhänger bei Zurüstteilen sowieso nicht aus dem Vollem schöpfen, deshalb hätte ich mal ein paar Fragen an dich:
1. Wie hast Du die Steuerung gebaut? - Gefeilt, gefrässt, geätzt? Und wie vernietest Du die Steuerungsteile? Material Neusilber? Wie machst Du die Nut in die Treib- und Kuppelstangen?
2. Könntest Du ein paar Worte zum Selbstbau der Kesselventile (7. und 8. Bild) verlieren? Wie gehst Du da vor?
3. Von wo beziehst Du das Riffelblech?

Fragen über Fragen ... :whistling:

Gruß Ralf

BeMo

Heizer

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Mittwoch, 21. März 2012, 19:29

Hallo, Ralf,

danke für das Lob. Schön, dass dir die Maschine gefällt.

Zu Deinen Fragen:

Die Steuerung besteht bis auf die Schwinge aus Neusilber. Gefeilt, gebohrt und die Nuten gefräst. Die Teile werden entweder mit Nieten oder mit versilberten Lötnägeln verbunden, aber nicht vernietet, sondern auf der Rückseite gelötet. Ein Stück Papier dazwischenlegen und mit ganz heißem Kolben ganz kurz Hitze zuführen

Die Kesselventile stelle ich aauf der Drehbank her. Material muß so dick sein wei die Diagonale des Vierkants. Mit dünnem Sägeblattwerden die Nuten eingearbeitet, wenn das Material noch rund ist. Zwischen den Flanschen wird das Teil dann ballig gefeilt (kleine Dreikantfeile)

Das Riffelblech (auch Noppenbleche!) gibts im http://www.modellbauhandel-fiedler.de/zubehoer.html.

Ich hoffe, die geholfen zu haben! Deine 70 wird auch sehr gut! (Meine 70 habe ich vor rund 30 Jahren gebaut!)

Viele Grüße Bernd

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Mittwoch, 21. März 2012, 21:48

Hallo Bernd,

Danke!! Deine Tipps sind Gold-Wert!!

Edith: In der SNM 3 war ja mal ein Bericht über Dich und deine Modelle - sagenhaft! :thumbsup:

Gruß Ralf

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fritz

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Mittwoch, 21. März 2012, 22:26

Hallo Bernd,
Danke für die Antwort eine Frage habe ich noch, wo gibt es die Zahnräder für deine Getriebe?

Grüße Fritz :)

BeMo

Heizer

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Donnerstag, 22. März 2012, 09:05

Zahnräder

Hallo, Fritz,

Zahnräder gibt es bei

Lemo-Solar, GHW (Gabriele Hüttl-Wagner, hier: Schraubenräder), Conrad etc. Ich verwende hauptsächlich Modul 0,5.

Gruß Bernd

fritz

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Freitag, 23. März 2012, 06:58

Zahnräder

Hallo Bernd,
Danke für die Antwort, Schöne Arbeit :thumbup:
Gruß Fritz :)