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Wednesday, June 5th 2019, 12:12am

Die Baureihe 89.70 preussische T3

Hallo T3 interessierte und mit Leser,

da ich von einigen Modellbahnfreunden gebeten wurde hier ins Forum einen kleinen Bericht vom Bau der preußischen T3 einzustellen, weil sie nicht in anderen Foren angemeldet sind, versuche ich es heute einmal.

Ein Bekannter von mir hatte sich vor einiger Zeit die T3 Steuerung von Wolfgang Müllner für seine motorisierte Raimo T3 gekauft und sie von seinem Modellbahnfreund montieren lassen wollen. Leider kam er nicht so richtig damit zurecht und so landete alles bei mir.

Dummerweise machte der Kunststoffrahmen der Raimo T3 einen Flugversuch und landete unsanft auf dem Fußboden und erlitt leider einen Totalschaden. Ich habe zwar noch einen Raimo Rahmen und andere Teile da, die ich aber nicht verwenden wollte. Dazu hätte ich die ganze Motorisierung von dem Schnellenkamp Antrieb umbauen müssen.

Da ich mit Kunststoff ja nicht so viel anfangen kann, ich den Rahmen und alle anderen Blechteile schon vor Jahren in 1:22,5 gezeichnet hatte, lag es nahe den entsprechenden Maßstab in die CNC-Fräse einzugeben und heraus kamen ein paar Teile in 1:45 oder bei einem anderen Fräsfaktor auch in 1:43,5

Bisher habe ich den Rahmen innen und außen mit dem Niet-Bild gefräst. Die Stärke des Materials im Sichtbereich habe ich innen auf die entsprechende Rahmen-Modell-Wandstärke abgefräst. Somit habe ich auch gleich einen Anschlag für die unteren Wasserkastenbleche. Von außen habe ich max. 0,1 mm unter den Verstärkungsblechen abgefräst, da ich für die Bleche 0,3 mm Material (Originalstärke = 10,0 mm) verwendet habe und die Bleche nur max. 0,22 mm überstehen sollen.

Gruß Alfred






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2

Wednesday, June 5th 2019, 8:37am

Hallo Alfred,

mit welchen Spindeldrehzahlen und welchem Fräserdurchmesser hast Du das gefräst?

Viele Grüße,
Stefan

3

Wednesday, June 5th 2019, 11:59am

Die Baureihe 89.70 preussische T3

Hallo Stefan,

ich fräse mit einer CNC und mit verschiedenen Durchmessern. Die Spindeldrehzahl beträgt ca. 21.000/min. Für die Ecken nehme ich 0,4 - 0,5 und für die Flächen dann 1,0 bis 2,0 mm. Je nachdem wie groß die Fläche ist, die ich bearbeiten/abtragen muss. Mal angenommen ich habe eine Platte von 0,8 mm, (Rahmenplatte T3) dann ist die obere Fläche der Platte "0". Dieses Maß muss ich ermitteln. Danach fahre ich mit dem Fräser den Werkzeuglängenmesser an und das Maß wird gespeichert. Ich stelle einmal die Tiefe ein und dann fahre ich bei jedem Werkzeugwechsel den Werkzeuglängenmesser an. Somit habe ich immer die selbe Tiefe an der "Z-Achse".

;) Ich hoffe deine Fragen beantwortet zu haben.

Gruß Alfred
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Thursday, June 6th 2019, 11:02pm

Die Baureihe 89.70 preussische T3

Hallo T3 interessierte und mit Leser,

es geht wieder etwas weiter. Ich verwende als Rahmenmaterial Messingblech MS63 in einer Stärke von 0,8 mm. Messing MS58 lässt sich schöner fräsen aber leider nicht so gut biegen. Die Biegekanten fräse ich bis auf eine Stärke von 0,03 - 0,05 mm ein. Dazu verwende ich einen 1,0 mm Fräser und einen selbst hergestellten Frässtichel aus einem abgebrochenen Bohrer/Fräser mit einer Schaftstärke von 3,2/6,0 m. Der Winkel unten am Stichel sollte > als 90° sein.



Der Rahmen hat von außen sein Niet-Bild, die alle mit einer Handhebel-Presse gedrückt wurden, bekommen. Die Verstärkungsbleche von 0,3 mm Stärke für die Achslager sind auch gefräst und das Niet-Bild ist eingedrückt.



Die Achslagerführungen sind gefräst und die zweiteiligen Lagerschalen auch. Die Lagerschalen haben vier Quer- und zwei Längsbolzen zum zusammenhalten. Alle Bolzen sind gesteckt, da sie durch die Längsbolzen gesichert sind und diese wiederum können nicht weg, da sie durch die Achslagerführung gesichert sind. Zum Bohren der Längsbolzen muss ich mir noch eine Vorrichtung machen.






Die Achslager werden im Original mit 10 Schrauben (fünf je Lager-Seite) gehalten. Zwischen diesen Schrauben sind Nieten zur Führung, zum Halten der Achslager und der Verstärkungsbleche außen am Rahmen. Siehe Zeichnung. Anbei noch ein Auszug aus der Schraubentafel.






Gruß Alfred

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5

Friday, June 7th 2019, 6:56am

Hallo Regelspur,

danke für diese tollen Berichte! Das sieht alles so was von toll aus! Aber da erkenne zumindest ich meine eigenen Grenzen und weiß nicht, ob ich jemals etwas hier zeigen soll, was von mir stammt...

Leider kann ich noch keine Grünen vergeben, deswegen mein Dank und der Hinweis, dass ich Deine Beiträge gut finde, hier in Textform!

Freundlicher Gruß
EsPe
Nur weil ich den einen oder anderen Fehler an manch einem Modell zwar bedauere und gelegentlich kritisiere, aber mich dennoch über perfekte Fahreigenschaften usw. und einen gelungenen Gesamteindruck freue, bin ich noch längst kein Spielbahner (was übrigens abwertend klingt).
Und nicht jeder, der von sich selbst behauptet, ein ernsthafter Modellbahner zu sein, muss es deshalb auch wirklich sein.
(frei nach Blaukäfer)

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6

Friday, June 7th 2019, 7:48am

Hallo Alfred,

sieh dir mal diese Sticheln an, mit 92° und nur 0,1mm Fräsbreite ist der 3mm optimal für Kantungen:
Kistenstichel 92° und 0,1mm Fräsbreite
ich bin mit diesen sehr zufrieden :thumbsup:
Grüße,
Wolfgang

Nicht labern sondern schaffen

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7

Friday, June 7th 2019, 7:25pm

Die Baureihe 89.70 preussische T3

Hallo Wolfgang,

danke für den Hinweis. Du hattest mir diese Seite schon mal empfohlen als wir uns über Fräser unterhielten. Es ist nur so, ich habe jede Menge abgenutzte oder abgebrochene Fräser. Aus den abgebrochenen Fräsern mache ich Stichel in frei gewählter Gradzahl (auch ca. 92°) und aus einem "drei Schneiden-Fräser" schleife ich mir einen "ein Schneiden-Fräser". Mit diesem "ein Schneiden-Fräser" mache ich die ersten Stufen-Fräsungen und zum Schluss mit dem Stichel. Bisher lies es sich immer gut abkanten.

Das ist so ein selbst hergestellter ca. 92° Stichel.





Gruß Alfred

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8

Saturday, June 8th 2019, 12:20am

Die Baureihe 89.70 preussische T3

Hallo Modellbauer und T3 interessierte,

hier sind noch ein paar Bilder der zweiteiligen Achslager. Ich habe die Achslager zweiteilig deswegen ausgeführt, da ich nicht die Räder demontieren will, falls man mal ein Lager erneuern müsste. Nicht jeder hat eine Vorrichtung um einen genauen 90° Versatz hin zu bekommen. Denn für die Bohrung in der Radnabe ist es nicht so gut, wenn man es abzieht und wieder aufdrückt.





Die beiden Lagerhälften werden zusammen gedrückt und mit vier Fixier-Stiften zusammen gehalten. Damit die vier Stifte sich nicht heraus arbeiten können, werden sie von Sicherungsstiften, die in einer Längsbohrung sind, gehalten. Die Längsbohrung wird in einer Vorrichtung gebohrt. Der Sicherungsstift kann nicht weg wandern, da das Lager ja in der Lagerführung auf- und abgleitet. Durch die Querbohrung werden die vier Fixier-Stifte um 0,15 mm mit angebohrt und sind somit gesichert.





Der Rahmen ist gebogen und die Wasserkastenbleche und die Flansche für die Wasserverbindungsrohre sind gefräst aber noch nicht genietet. Da kommen dann doch eine ganze Menge Blechteile zusammen.





Zum biegen der Wasserkastenbleche habe ich Vorrichtungen gebaut und auch gleich ausprobiert. Ich habe die Bleche in den Rahmen nur mal eingelegt, um zu sehen ob auch alles passt. Die Bleche haben innen am Rahmen einen gefrästen Anschlag, an dem sie dann verlötet werden. Die Anschläge haben zusätzlich noch Stifte, da sie sich ja sonst beim verlöten der Bleche verschieben würden.





Für meine Nietvorrichtung muss ich mir noch einen Spezial-Stempel machen, da ich sonst die Nieten in dem mittleren Wasserkastenblech im Bogen nicht sauber nieten kann. Eine gebogene Seite würde immer am Stempel anliegen. Was zur Folge hätte, dass ich mit dem Dorn nur schräg in das vorgebohrte Niet-Loch eindrücken könnte.




Gruß Alfred

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Lokomotivbetriebsinspektor

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Saturday, June 8th 2019, 7:59am

Moin Alfred,

saubere Arbeit :thumbsup:

Aber was mir nicht ganz klar ist, warum fräst du mit dem 1mm vorher die Nut in das Material? Kann dein selbstgeschliffener Stichel nicht so tief fräsen? Habe das schleifen zwar auch einmal gelernt, ist aber nichts für mich, deswegen greife ich auch lieber zu "Fertigprodukten" :whistling:
Ist das selbe mit den Drehstählen, wenn ich spezielle Konturen brauche, das lasse ich lieber machen ...
Grüße,
Wolfgang

Nicht labern sondern schaffen

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Regelspur (16.06.2019)

10

Saturday, June 8th 2019, 10:54am

Die Baureihe 89.70 preussische T3

Hallo Wolfgang,

;) genau. Mein selbst geschliffener Stichel würde bei MS63 zu schnell verschleißen. Daher fräse ich mit einem selbst geschliffenen einschneiden Fräser vor. Ich habe zwar in der Zeichnung ein Tiefenmaß bei 0,8 mm Materialstärke von 0,65 mm angegeben aber man kann auch nur 0,5 mm tief fräsen und den Rest mit dem Stichel. Ich finde es einfach schade, die "alten" Fräser zu entsorgen, wenn man sie doch noch verwenden kann.

Gruß Alfred

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11

Saturday, June 8th 2019, 11:23am

Siehst,
ich fräse seit 3 Jahren mit den gekauften, egal ob MS58 oder MS63, 92° oder kleinere Winkel bis 1,5mm in 1-2 Schritten, bei VHM Fräsern in Messing ist der Verschleiß extrem gering. Vor allem wenn ich bedenke dass du für die Nut 4 - 5 Schritte (bei dickerem Material noch mehr) und 2 Werkzeuge benötigst. Ich denke mal du verwendest normale HSS Fräser :whistling:
Grüße,
Wolfgang

Nicht labern sondern schaffen

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Robby (08.06.2019), Regelspur (08.06.2019)

12

Saturday, June 8th 2019, 6:23pm

Die Baureihe 89.70 preussische T3

Hallo Wolfgang,

ich habe diese neuen Stichel auch da, habe sie aber noch nicht verwendet. Sie werden demnächst mal zur Anwendung kommen. Ich finde es einfach schade die abgenutzten nicht weiter zu verwenden.

Gruß Alfred

13

Wednesday, June 12th 2019, 12:35am

Die Baureihe 89.70 preussische T3

Hallo T3 interessierte,

die gebogenen Bleche habe ich nur mal in den Rahmen eingelegt, um zu sehen ob auch alles passt. Jetzt werden sie noch genietet und dann verlötet.

















Gruß Alfred

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