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Arnim

Bremser

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Sonntag, 24. April 2016, 18:32

Biegen von Kunststoffplatten?

Hallo Fahrzeugbauer,
wie kann man am besten Kunststoffplatten von 1mm Stärke für den Bau von Wagendächern biegen. Mit dem Fön erwärmen habe ich ausprobiert, aber ich bin nicht in der Lage das Material so gleichmäßig in der Länge zu erwärmen, es bilden sich Beulen, die nicht wieder zu entfernen sind. In heißen Wassser habe ich noch nicht probiert und wie ist es, die Platten in der Mikrowelle zu erwärmen?
Für Eure Vorschläge schon einmal im Voraus vielen Dank.
Gruß Arnim

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Rollo

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2

Sonntag, 24. April 2016, 22:01

Hallo Arnim,

probiere es doch mal in der Backröhre des Herdes. Oberhitze und Licht einstellen, vielleicht funktioniert das. Wirst allerdings etwas benötigen, was fest genug ist und den Radius Deines Daches aufweist, worauf Du die zu biegende Platte legst.

Gruß
Roland

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Zahn

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3

Sonntag, 24. April 2016, 22:02

Hi Arnim,

leider weiss ich nicht, mit welchem Kunststoff Du arbeitest.
Da Polystyrol (abgekürzt: PS) der verbreitetste ist, gehe ich von der Benutzung desselben aus.

Die Glasübergangstemperatur - also die Temperatur, bei der der Kunststoff weich wird - liegt bei PS bei ca. 100° C, sehr heißes bis kochendes Wasser ist also ganz prima zum Erhitzen.

Mikrowelle kannste vergessen, dort wird erwärmt, indem Wassermoleküle zum Schwingen angeregt werden. Eine trockene PS-Platte sollte das wenig jucken...

Allerdings stellt sich mir die Frage, ob das Biegen einer 1mm-Platte zum Wagendach erfolgreich sein wird.
Die passende Form ohne Schablone zu erreichen, scheint mir fast unmöglich zu sein.

PS in der Stärke ist doch recht labil. Um ein Wagendach dauerhaft formbeständig zu machen, muss man sowieso Spanten auf der Unterseite einziehen.
Wenn man jedoch ohnehin Spanten anfertigen muss, kann man das Dach mit dünnerem, 0,5mm-PS decken, das man nicht vorbiegen muss. Richtig verklebt wird so eine Konstruktion richtig stabil (im Gegensatz zu einem einlagigen, wärmegebogenen Dach).

Grüße, Matthias

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Arnim

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Sonntag, 24. April 2016, 22:58

Hallo Matthias,
die Stärke ist vorgegeben, da es eine gesickte Platte von Evergreen ist. Ich habe mir schon überlegt, ob ich sie dünner schleifen soll.
Der Radius liegt bei 3mm, Breite 15mm, Länge 300mm und Biegen kann ich dann über eine Eisenstange.
An den Einbau von Spanten hatte ich auch schon gedacht.
Gruß Arnim

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Thomas O.

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Sonntag, 24. April 2016, 23:33

Gebogenes Dach

Hallo Armin,

was hältst Du denn davon: à la Sperrholz - d. h. 2 x 0,5 mm-Platte über einer runden Unterlage (Tischkante, Rundholz) vorbiegen und anschließend übereinander kleben. Dabei den Radius etwas kleiner wählen, als nötig und gut längs der Kanten fixieren (Leimzangen mit Richtleisten in Längsrichtung). Kann dann noch etwas nachgeben...

Viel Erfolg

Mit freundlichen Grüßen

Thomas O. aus F. am M.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Thomas O.« (27. April 2016, 13:23)


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6

Sonntag, 24. April 2016, 23:59

Hallo Arnim,

wenn es 1 mm PVC ist folgende Erfahrung: Wie von Vorschreibern schon erwähnt, Platte über Rundholz, Papprolle o. ä. biegen - enger als gebraucht. Dann wieder wie gebraucht öffnen, zuschneiden und - Zahn hat es bereits betont - gehören Spanten eingebaut.

Als Beispiel: Rubrik Fahrzeugbau - Neuwagen für die BTB, Beitrag "Massaker".

Viel Erfolg!
Gruss
Robert
BTB0e+0

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »BTB0e+0« (25. April 2016, 00:11)


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Montag, 25. April 2016, 09:43

Kaltbiegen habe ich probiert, das Material bricht aufgrund der Sicken.
Im Augenblick habe ich folgende Idee, die Kunststoffstreifen im Wasserbad erwärmen, anschließend in eine Winkelschiene legen und mit einem Rundstahl in die Schiene pressen.
Was haltet Ihr davon?
Gruß Arnim

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Montag, 25. April 2016, 10:34

Messingblech evtl. als Alternative

Ohne eine Schablone mit gewünschtem Radius welche die Platte
möglichst auf Dauer hält wird dies kaum etwas werden.
Das Material wird sich immer wieder bewegen.

Alternativ ein Messingblech nutzen da ist die Formstabilität zwar größer
doch auch hier kann ein stabilisierende Schablone (Spante) mit dem gewünschten Radius nicht schaden.

Letztendlich kann auch man zwei dünnere Platten verkleben welche vor der
Aushärtung des Klebers gebogen und fixiert werden.

Nach Austrocknung bleibt die gebogene Form erhalten wie z. B. beim Sperrholz.

MfG Jo

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Montag, 25. April 2016, 12:03

Hallo Armin,

Dein erster Ansatz war schon nicht schlecht, nur hast Du da ein paar Fehler gemacht in dem Du 1. die Platte zu warm gemacht und 2. Du zu nahe mit dem Föhn ( Haarföhn? ) gearbeitet hast. Daher auch die Blasenbildung.

Ich mache es immer so wie hier beschrieben:

Man nehme ein Stück Holz oder dickere Papprolle dessen Durchmesser ungefähr der gewünschten Rundung entspricht die ich benötige. Bei einer Rolle reicht es auch diese in der Mitte zu teilen dann liegt sie besser und rollt nicht weg. Dann lege ich die Platte mittig auf die halbe Rolle so das diese nicht mehr kippt. In ca. 30 - 40 cm Abstand dann mittig eine Höhensonne, oder auch ein Herd mit Oberhitze wie Rolle schreibt, darüber halten oder befestigen und das ganze dann beobachten. Sobald die Platte anfängt sich zu biegen sofort die Höhensonne abschalten und das ganze sich abkühlen lassen. Die Restwärme verteilt sich dann über die gesamte Platte.

Anstatt der Höhensonne kann man auch einen Heißluftföhn nehmen. Auch hier ist der Abstand nicht näher als 30 - 40 cm. Da ist aber darauf zu achten das man immer die gleichen Schwenkbewegungen über die ganze Fläche und drüber macht. Zuerst in der Mitte der Fläche ( da wo die Platte aufliegt ) anfangen und zwar von links außen nach rechts außen und wieder zurück solange bis die gesamte Platte anfängt sich zu biegen. Ist dies der Fall dann die Bewegungen nach außen zum Rand hin verlagern bis der auch der warm genug ist und sich von selbst an die Rolle legt.

Bitte niemals Druck auf die Platte geben, sonst verformt sie sich in Richtungen die man nicht haben möchte.

Die Platte kann dann im erkalteten Zustand weiter bearbeitet werden.

Nach diesem Verfahren dürfte an sich nichts mehr schief gehen. Am Besten mal mit einem kleinen Probestück vorher ausprobieren.

Viel Spaß beim Basteln und

Gruß Günter

P.S.

wenn es nicht so geht oder Du Fragen hast, sag Bescheid. Fragen kostet nichts.

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10

Montag, 25. April 2016, 16:14

Äussere Maße können sich verändern

Wenn einer der Ratschläge tatsächlich funktioniert dann bleibt nur
noch das Problem der evtl. zu erwartenden Veränderung der äusseren Abmessungen.

Hat man ein Übermaß kann man das Dach hinterher auf Maß noch winkelig schneiden.
Ist das Maß der Platte genau passend funktioniert dies bei mir zumindest nicht.

Vielleicht liegt es ja an mir, kann man auch nicht ausschließen.
Vielleicht lesen wir ja bald wie es funktioniert hat.

Polystrol gerade biegen mit heissem Wasser und anschließender Beschwerung
funktioniert auch bei mir bestens wenn Teile verzogen sind.

Bei meiner kleinen Diesel-Lok habe ich das gleiche Problem, siehe Bild.
Bei einem längeren Wagendach wird es wohl noch schwieriger.

MfG Jo
»Sauerländer« hat folgende Datei angehängt:

11

Montag, 25. April 2016, 17:41

Hallole,
aus meiner PS-Zeit....

Eine Biegevorrichtung (aus der Schrottkiste) für ein Dach eines Personenwagens:



Hier das Ergebnis nach kurzem Erhitzen in der Backröhre (~100 Grad):



MfG
M.K.

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Montag, 25. April 2016, 19:35

Walzvorrichtung von Wolfgang DT1

Hallo Arnim,

guck doch mal in diesen Thread Walzvorichtung von Wolfgang (DT1).
Vielleicht kann er dir weiterhelfen.

Grüße
Georg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Georg« (25. April 2016, 19:51)


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Dienstag, 26. April 2016, 18:46

Der zu biegende Radius ist 3mm. Ich habe es mit dem Fön versucht, der Kunststoff hat sich überhaupt nicht bewegt.
Ich habe jetzt ein Probestück von 1mm auf 0,3mm abgeschliffen und kann es dann gut kalt biegen. Es wird dann zwischen Dachfläche und Seitenwand auf Laschen eingeklebt.
Gruß Arnim

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Olli

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14

Mittwoch, 27. April 2016, 12:11

Radius 3mm

Moin, bietes sich da vielleicht ein 6er Rohr an, welches angeklebt werden kann (natürlich das passende Segment des Rohres)

Gruß
Oliver
Gruß
Oliver

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Thomas O.

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Mittwoch, 27. April 2016, 13:20

3 mm Radius?

Hallo Armin,

nur mal so nebenbei, 3 mm Radius, was meinst Du damit? 3 mm Radius würde bedeuten, dass es dann ein Rohr von 6 mm wäre. Oder habe ich etwas falsch verstanden?

Mit freundlichen Grüßen

Thomas O. aus F. am M.

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Mittwoch, 27. April 2016, 17:06

Hallo Thomas,

die 3mm-Radien befinden sich an den beiden seitlichen Rändern des Daches ... oder?

Gruß Ralf

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17

Mittwoch, 27. April 2016, 17:25

Genau, Rolf hat es erraten. Leider hat das Vorbild in diesem Bereich gesicktes Blech, sonst wäre es ja zu einfach.
Gruß Arnim

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H3x

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Mittwoch, 27. April 2016, 19:46

Hallo,

ich bin jetzt an dem Punkt an dem ich nicht mehr folgen kann. Ein paar Fotos oder Skizzen würden mir echt weiterhelfen das Problem zu verstehen.

H3x
Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.

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