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michl080

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Sunday, January 20th 2019, 10:51pm

Baubericht Englischer offener Güterwagen "16 ton mineral wagon, Diag 1/108"

hallo allerseits,

ich vergnüge mich zur Zeit mit einem Bausatz eines englischen offenen Güterwagens und dachte mir, dass ich den Bau mal mit der Kamera begleite und hier einen Baubericht einstelle. Vielleicht wird ja jemand motiviert, auch mal so was auszuprobieren....

Das Vorbild wurde von der BR Anfang der 1950er Jahre in unvorstellbarer Anzahl gefertigt. Man geht von 250000 offenen Güterwagen aus, die vorwiegend für den Kohletransport verwendet wurden. Grossbritannien hat zu der Zeit wesentlich mehr Kohle für die verschiedensten Zwecke verwendet als Deutschland. Typisch für Grossbritannien hat der Wagen keine Druckluft- oder Vakuumbremse, sondern nur eine Handhebelbremse, mit der der Wagen von einem Rangierer gestoppt werden kann. Die Bremse ist von beiden Seiten bedienbar, hat aber insgesamt nur zwei Bremsbacken, die auf einer Seite des Wagens angreifen.

Hier ist ein Beispiel, wie die Wagen ausahen:



Der Bausatz für meinen Wagen wird von David Parkins David Parkins hergestellt. Der Bausatz gehört zu den besten am Markt. Das komplette Fahrwerk und die komplette Bremsanlage wird akribisch nachgebildet.

Hier ist eine Platine des Bausatzes zu sehen. Den Hauptrahmen habe ich schon ausgeschnitten, ebenso die Längsträger.



Der Hauptrahmen, die Pufferbohle ist schon abgekantet.



Der Längsträger ist abgekantet. Die Teile werden lose zusammengesteckt, einige Tropfen Flussmittel und kleine Stückchen Lötzinn.



Ein wenig Braten mit dem Widerstandslötgerät und das Zinn verschwindet fast komplett im Spalt.



Einige Teile später...

Hier kann man das Konstruktionsprinzip des Bausatzes erkennen. Das kleine Teil, das auf dem Rahmen liegt, passt genau in die Nuten in der anderen Teilen. Die Passgenauigkeit ist so gut, dass die Teile ohne Löten halten.



Nach ca zwei Stunden ist der Rahmen im Rohbau fertig.




Das war's für heute. Am kommenden Wochenende werde ich berichten, wie die Achslagerbleche hergestellt werden.

Rückmeldungen und Kommentare erwünscht :-))

Michael

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wgura

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Sunday, January 20th 2019, 11:29pm

Freue mich schon auf den Fortsetzungsbericht. Bin auch ein Britenfan geworden.
LG Werner

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Monday, January 21st 2019, 10:37pm

Hallo,

Das verspricht interessant zu werden :-)
Da ich persönlich noch wenig Erfahrung beim Bau habe, freue ich mich unsomehr über Bilder und Beschreibungen von den einzelnen Schritten :-)

Viel Spaß beim Bau!

Grüße,
Manuel
Das Licht am Ende des Tunnelss könnte ein entgegenkommender Zug sein... 8|

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Sunday, January 27th 2019, 10:04pm

sodele,

weiter geht's.

gestern wurden bei IBäY zwei Petau Güterwagenbausätze versteigert. Ein X-Wagen mit Bremse und ein Kohlewagen ohne Bremsanlage. Beide Wagen gingen für über 200€ weg. Bin ich froh, dass ich englische Modelle baue, da kann ich für das Geld vier Wagen bauen. :thumbup:


Wie letzte Woche erwähnt, habe ich als nächstes die Achlagerbleche gebaut. An diesen Blechen gleiten die Radlager in Schlitzen auf und ab. Das wird natürich alles funktionsfähig nachgebaut.

Das Problem mit den Blechen ist, dass zwei 0,5mm Teile aufeinander gelötet werden müssen und das ganze Sandwich dann um 0,5mm gekröpft werden soll. Die herkömmlichen Blechbiegelehren können das nicht. Ich habe ein bisschen überlegt und dann kam mit die Erleuchtung:



Ich habe das erste Blech auf ein Hilfsblech von 0,5mm gelötet. Die Biegekante verläuft an der Kante des Hilfsblechs (dünne Ätzlinie). Das fertig gelötet Blech in den ganz grossen Schraubstock, ein Stück Fichtenholz darauf und dann ein bisschen Schraubstockturnübung bis das Holz kracht.



So sieht das Ergebnis aus. Der obere Teil des Blechs hat sich brav um 0,5mm nach unten bewegt.



Schnell die beiden Aufdopplungen drauf gelötet...



und noch mal in den Schraubstock. Fast fertig!

nur noch vom Hilfsblech trennen und versäubern.



Rechts unten vor und rechts oben nach dem versäubern.

Das nächste Kapitel sind die Achslager mit den Federpaketen. Ein sehr hübsches Origami-Spiel.



Links das Teil aus der Platine, rechts das selbe gefaltet und verlötet.
Dann noch flugs die Federblätter ind das vorgesehne Fach legen, die Ösen biegen und zur Sicherung einen Stift durch das ganze Paket schieben.

Hier habe ich mal alles zusammengesteckt, dass man eine Vorstellung der Zusammenhänge bekommt.



ich habe noch was vergessen: Die Achslagergehäuse sind aus Weissmetall und kommen erst später auf die Achslager.

Das wars für heute. Zeitbedarf für diesen Teil ohne die Grübelzeit am Anfang: Ca. 6 Stunden.

Nächste Woche gehts weiter mit den Bremsen.

schöne Woche,

Michael

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wgura

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Monday, January 28th 2019, 8:07am

Hallo Michi!
Ich pflichte dir voll bei beim Umstieg auf englische Modelle. Dank Torsten bin ich auch umgestiegen, denn erstens sind die Modelle von der Länge her für kleine Anlagen brauchbar und der Preis stimmt auch. Habe nun über EBAY einen Dapol Bremswagen um 55 GBP samt Versand nach Österreich ersteigert , der normal 68 GBP kosten würde.
Für deinen Baubericht gebe ich die eine grünen Punkt.
LG Werner

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Monday, January 28th 2019, 8:50pm

Abkanten der Längsträger

Hallo Michael, sehr saubere Arbeit.

Ich habe auch eine Frage zum Abkanten der Längsträger. Sind die Biegekanten vorgeätzt? Und kann man das so "freihändig" mit der Hand biegen, oder braucht es eine Biegevorrichtung dazu?

Die Federpakete sehen sehr gut aus, besser als solche aus Weißmetallguß. Sind die Federpakete aus einem speziellen federnden Bronzeblech?

Beste Grüße, Torsten

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Monday, January 28th 2019, 10:20pm

Hallo Michael!
Sind die Räder beim Bausatz dabei?
Grüsse Werner

michl080

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Tuesday, January 29th 2019, 9:44am

Hallo Torsten,

freihändig geht bei kleinen Teilen mit einer passenden Zange vielleicht schon. Längere Teile wie der Längsträger sollten schon in einer Biegevorrichtung abgekantet werden. Für den Modellbauer sind die verschiedensten Tools von ganz billig bis abgedreht teuer verfügbar. Die gängigen Teile wie diese hier sind eigentlich viel zu aufwendig, da man fast immer alle Abkantungen an der langen geraden Kante vornehmen kann. Weniger wäre hier mehr. Für sehr lange Abkantungen habe ich mir bei Ebay zwei billige, lange, scharfkantige Stahllineale beschafft, die ich im Schraubstock einspanne. Das geht genauso gut, aber VIEL billiger.

Die Federpakete sind aus federharter Bronze und federn tatsächlich. Allerdings ist die Blechdicke massstäblich verkleinert, so dass das resultierende Federpaket viel zu hart für einen Spur 0 Wagen ist. Hier ging Massstäblichkeit vor Funktion. Die komletten Radlager mit Federn gibt's bei Dave Parkins übrigens einzeln.

Hallo Werner,

die Räder sind im Bausatz nicht dabei. Die Sache ist aber sehr einfach, da fast alle englischen Güterwagen auf den selben Rädern rollen. Die Räder gibt's in grosser Auswahl bei Slaters. Für normales 32mm Gleis in Finescale ist die Nummer 7122 für 9,50GBP richtig. Da ich es oben nicht vollständig erwähnt habe: Der Preis für den Wagenbausatz ist 39,42GBP. Dazu kommt dann noch Farbe und Abziehbilder für ca 7,50GBP. Alles in allem ca 60€.

schönen Tag,

Michael

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Sunday, February 3rd 2019, 7:41pm

N'Abend allerseits,

hier kommt der dritte Teil.

Wie üblich wird der Thread zwar gelesen, aber selten kommentiert. Schade, man erwartet sich schon ein bisschen mehr Rückmeldung.

Nachdem im letzen Teil das Fahrwerk gebaut wurde, kommen heute die Teile für die Bremse dran. Jetzt wird es ein wenig kleinteilig. :D



Die Bremsklötz mit ihren Hängern bestehen aus 8 Teilen plus drei passende Stück 0,3mm Draht.

David legt für die Montage eine Lehre bei,



allerdings muss ich zugeben, dass ich zu blöd bin, um zu verstehen, wie ich Messingteile auf einer Messinglehre zusammenlöten soll, ohne einen Massiven Block daraus zu machen. Ich habe also die Lehre als Bohrschablone benutzt und die Teile auf abgelängte Drahtstückchen gefädelt. So gehts ganz einfach.

Die Experten kennen sich sicher aus 8) Englische Güterwagen haben eine Handbremse, die in einem Feststellbügel geführt und fixiert wird.



Das längliche Teil rechts lässt sich tatsächlich zu dem fertigen Teil links biegen. Aber nur nach etwas nachdenken.

Einige Teile müssen aus zwei oder mehreren Lagen Messing laminiert werden, da das Zeug echt winzig ist, habe ich es vorläufig fixiert und numeriert.



Dann wird's spannend, die Teile werden an die Träger montiert.



bis dahin ist die Bremse funktionsfähig.



Ich habe den Bremshebel allerdings angelötet und dadurch die ganze Bremse festgelegt. Eine Bremsung hätte sonst einen Kurzschluss zur Folge. ;(

Hier



noch das ganze in Nahaufnahme. Mir gefällts, besonders der Splint auf der Bremswelle...

Das Untergestell ist ziemlich fertig. Die fehlenden Teile kommen erst später dran. Kommende Woche werde ich mich um den Aufbau kümmern. Leider komme ich nicht so schnell voran wie geplant, vielleicht geht's erst in zwei Wochen weiter.

ich wünsche eine schöne Woche,

Michael

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Monday, February 4th 2019, 6:14pm

Hallo Michi!
Zuerst einmal vielen Dank für deine Antwort betreffend Räder.Nicht traurig sein , wegen fehlender Rückmeldungen. Ich glaube, den Meisten die deinen Beitrag lesen,bleibt der Mund offen über deine tolle Arbeit, bzw. viele im Forum sind nicht auf englische Modelle eingestellt. Ich jedenfalls sauge englische Beiträge auf und lese nun auch Englische Zeitschriften. Derzeit statte ich meine Dapol Class 08 mit einem Dumbolautsprecher aus. Den ersten habe ich offensichtlich beleidigt , denn der Lokpfiff ist ein Krächzen Hoffentlich gelingt es mir nun.
Lg Werner
P.S.: freue mich schom auf deine nächsten Berichte.

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Tuesday, February 5th 2019, 11:05am

Lötlehre

.....wie ich Messingteile auf einer Messinglehre zusammenlöten soll, ohne einen Massiven Block daraus zu machen.

Geht recht einfach: Das Lehrenblech vollflächig mit Brünierbeize behandeln, dann haftet da kein Lötzinn mehr dran. Der von Dir gewählten Methode ist allerdings der Vorzug zu geben, da dabei keine Wärmeableitung in das Lehrenblech den Lötvorgang verlängert. Ich arbeite ebenfalls vorzugsweise mit Lötlehren aus Pertinax.
Im übrigen: Sehr professionelle Arbeit, die Du da zeigst! Chapeau!

Karl Heinz

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Monday, February 11th 2019, 2:24pm

hallo,

erst mal danke an Karl Heinz, an brünieren habe ich nicht gedacht :thumbup:

heute nur ein kleines Update,
letzte Woche war nicht sehr produktiv.

Nachdem das Fahrgestell so weit fertig ist, geht es jetzt an das Oberteil.

Das Hauptteil verspricht wieder jede Menge Biegespass.



Hier die Ansicht von "unten und aussen". Hier gibt es ein Problem, auf das David auch in der Bauanleitung hinweisst. Die geätzte Biegelinie auf der Innenseite liegt 0,5mm neben einer geätzten Sichtlininie an der Aussenseite. Man muss aufpassen, dass man das Teil so einspannt, dass die Biegung nur an der richtigen Linie stattfindet, sonst passt nachher nichts zusammen.



Um die Biegung zu erleichtern, habe ich die Ätzlinie mit einer kleinen Rundfeile erweitert. Links schon erweitert, oben noch original.



Weil weiter oben nach der Biegevorrichtung gefragt wurde, habe ich hier mal fotografiert, wie ich vorgehe. Das Blech liegt zwischen den beiden Stahlwinkeln, die mit Zwingen fixiert sind.
Übrigens: Das Blech muss so eingespannt werden, dass die Biegelinie vollständig sichtbar ist.



So sieht das Ergebnis aus, nachdem auch noch die oberen Feldverstärkungen abgekantet wurden. Immer schön vorher die Reihenfolge überlegen ?(

Die Seitenwände werden durch Trapezbleche verstärkt, die man natürlich auch vorher biegen muss.



In der Mitte das Trapezblech im flachen Zustand, links fertig gebogen und rechts eingelötet. In der Mitte des eingelöteten Blechs kann man sehen, wie sich zu viel Strom beim Widerstandslöten auswirkt. Das Teil wird so heiss, dass es weich wird und eine Delle entsteht. Das muss man dann später mühsam mit Lötzinn auffüllen und flach schleifen.

Im Normalfall verwende ich Lotpaste sehr ungern, aber hier ist sie optimal.



Ich habe ein wenig Paste in die Vertiefung gespachtelt und mit grosszügig Flussmittel benetzt. Jetzt kann man das Trapezblech in die Vertiefungen drücken und so lange heiss machen, bis das Lot fliesst und das Blech befestigt ist. Rechts sieht man das Ergebnis noch vor dem versäubern.

Das war's für heute. Nächste Woche kommt noch der Kleinkram (Klappen, Scharniere, Verschlüsse).

schöne Woche wünscht,
Michael

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Tuesday, February 19th 2019, 8:44pm

Hallo Leute,

vergangene Woche kam die Ausrüstung des Aufbaus an die Reihe. Ich habe etwas weniger Fotos gemacht, da die Teile schon sehr winzig sind und eigentlich das Ergebnis informativer als der Weg dorthin ist.

Die Vorbildwagen haben auf den beiden Längsseiten je zwei Türen und an einer Endseite eine grosse Luke, die automatisches Kippen des gesamten Wagens ermöglicht.



hier sind alle Verschlussteile für eine Seitenluke zu sehen. Die Riegel liegen als Weissmetall-Gussteile bei. Deren Qualität ist leider nicht so berauschend, aber in Anbetracht der Grösse habe ich mir nicht die Mühe gemacht, neue Teile aus Messing zu feilen.
die Nieten haben einen Durchmesser von 0,5mm und eine Kopfgrösse von 0,8mm. Es gibt einen polnischen Versender, bei dem diese Teile preisgünstig zu beziehen sind. Die abgewinkelten Haltebügel müssen über die Weissmetallriegel gestülpt und festgelötet werden. Da das Weissmetall einen Schmelzpunkt von ca 120°C hat, verwende ich für solche Sachen ein Lot, das bei ca 100°C schmilzt, sogenanntes Roses Metall. Mit einer Lötstation kein Problem.



hier sieht man die fertige Seite, die Lukenriegel sind befestigt und bewegen sich sogar. Ich habe aber nicht vor, die Luke beweglich zu machen, obwohl das einfach möglich ist.





Nochmal die Verschlüsse aus der Nähe. Die Ketten oben haben 6 Kettenglieder, an jedem Ende einen Ring, an einem Ende einen Befestigungskeil und am anderen Ende ist der Ring am Wagen befestigt. ALLE Teile liegen dem Bausatz bei. Ich gebe aber zu, dass ich gescheitert bin, die Ringe an die Ketten zu fummeln. Also habe ich ein wenig gepfuscht, und die Ringe weggelassen :-)



hier montiere ich die Endluke auf meiner leitenden Lötunterlage. Beim Widerstandslöten muss das Teil mit einem Pol verbunden sein. Der Strom fliesst dann durch die Graphit-Elektrode und durch das zu verbindende Teil. Durch den hohen Übergangswiderstand erhitzt sich das Teil in kürzester Zeit auf Löttemperatur. Der Lötvorgang geht so schnell, dass umliegende Teile nicht heiss werden und eine andere Lötstelle in zwei Millimeter Entferung nicht aufgeht.
Die Klammern fixieren den schmalen Messingstreifen sicher. Durch den Lötvorgang verfärbt sich das Material oberflächlich, aber mit einem Glasfaserradierer kriegt man das wieder leicht weg.



hier die fast fertige Endseite. Es fehlen nur nich die Verschlusselemente mit Kette (oh je), die Haltebügel und die Scharniere.

Wenn der Aufbau fertig ist, besteht er aus ca 150 Teilen. Macht aber trotzdem Spass, wenn man sich nicht unter Stress setzen lässt :thumbsup: :thumbsup:

Ich hoffe, dass ich die fehlenden Teile diese Woche fertig bekomme, dann werde ich das Modell mal probeweise zusammenbauen. Danach kommt die Lackierung, aber damit warte ich, bis das Wetter gründliches Lüften erlaubt.

bis dann,
Michael

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Wednesday, March 13th 2019, 10:51am

hallo Modellbahner!

wie im letzten Beitrag erwähnt, habe ich ein bisschen warten müssen, bis das Wetter besser wird.

Die Wagen waren beim Vorbild meistens in katastrophalen Erhaltungszustand. Der verwendete Stahl korrodierte start, die Farbe war auch nicht die beste und die Beladung aus Bühnen erreichte, dass nach wenigen Jahren die Farbe nur noch an einigen geschützten Stellen vorhanden war.
Das feuchte britische Wetter und der Kohlenstaub gab den Wagen den Rest.

Das ist leider nicht so einfach darstellbar. :-)

Als erster Schritt wird das Untergestell und der Aufbau getrennt zwei mal mit Ätzgrundierung behandelt.



Messing ist als Lackierungerlage recht kritisch, die Ätzgrundierung hält darauf sehr gut, da sie die Messingoberfläche mikroskopisch aufrauht. Bei den meisten Grundierungen würde sich nach einiger Zeit die Farbe an den Kanten abgreifen.


Auf die Grundierung kommt dann Rostfarbe.



auch wenn man es auf dem Foto nicht gut erkennen kann. Diese Schicht besteht aus 8 verschiedenen Rot- Braun- und Orange-Tönen.


Jetzt wird der Wagen vollends versaut!



Ich verwende gerne die "Salztechnik", bei der die Rostfarbe mit Haarspray-Lack befeuchtet wird. In das feuchte Haarspray streut man Salz an die Stellen, die beim Original rostig waren.
Die Stellen, an denen noch Farbe war, bleiben frei.


Über den Rost und das Salz kommt jetzt die Deckfarbe.
Nach einer Stunde ist die Deckfarbe so weit getrocknet, dass man den Wagen unter fliessendem lauwarmen Wasser abwaschen kann. Das Salz löst sich ab und entfernt auch die Farbe, die auf dem Salz liegt. Übrig bleibt der Decklack an den Stellen, an denen vorher kein Salz lag.



Hier ist die gleiche Seite wie oben mit dem Salz zu sehen. Man kann erahnen, wie die Farbe mit dem Verlauf des Salzes übereinstimmt.

Das ist der momentane Stand der Dinge. Als nächstes müssen die Üergänge zwischen Farbe und Rost noch egalisiert werden. Dazu werde ich Pigmente und Sashes verwenden, die den Flugrost und die Laufspuren darstellen sollen. Das wird jetzt alles etwas langsamer vor sich gehen.
Ich finde, dass Alterung nur dann gut wird, wenn man das Ergebnis immer wieder zur Seite legt und nach einigen Tagen nochmal drüber geht.

Bis dann!

Michael

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michl080

Schrankenwärter

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15

Monday, April 29th 2019, 7:03pm

Hallo allerseits,

seit meinem letzten Beitrag sind6 Wochen vergangen. Wie schon geschrieben, Weathering braucht Zeit.

Hier ist das Ergebnis. Ich bin zufrieden. :-)













Vielleicht hat es dem einen oder anderen Lust auf einen schönen kleinen Wagen gemacht....

Michael

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