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mpa78

Fahrgast

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Thursday, October 31st 2019, 8:00am

Zentrale mit Railcom Rückmeldern und ITrain, macht Railcom Sinn?

Guten Morgen zusammen,


aktuell gibt es die Überlegen auf die neue Lenz Zentrale zu wechseln. Preislich gibt es ja das Wechsel Angebot von Lenz.
Ich möchte zusätzlich für manuellen und automatischen Betrieb die Computersoftware ITrain nutzen.


Allerdings gibt es nahezu Preisgleich auch andere schöne Zentralen zu kaufen.


Digikeijs 5000 https://www.digikeijs.com/de/dr5000-adj-…s-zentrale.html oder auch
Fichtelbahn https://www.fichtelbahn.de/gbm_index.html


haben hier tolle Angebote, gleich mit Rückmeldern die Railcom können.


Daher stellt sich nun die Frage der Gleisbesetzmeldung/Rückmeldung inkl. Railcom.


Macht es Sinn auf Bausteine zu setzen die Railcom Daten lesen und an die Zentrale und somit den PC weiterleiten können?
Manueller Betrieb auf der Bahn und ich erkenne auf dem PC wo welche Lok fährt oder steht, hört sich schon toll an.
https://www.fichtelbahn.de/pdf/presse_bi…xtra_2018_2.pdf

Wenn ich mir diese Seite anschauen https://www.opendcc.de/info/railcom/rail…r_overview.html (Daten sind von 2015) bin ich mir nicht sicher, ob sich diese Investition wirklich lohnt, meine Loks sind alle von Lenz
und können Daten im Channel 2 nicht senden (so steht es mal zumindest in der Liste). Der Channel 2 ist aber notwendig damit mehrere Loks in einem Rückmeldeabschnitt erkannt werden können (Doppeltraktionen).


Auch in diesem Beitrag, https://forum.spurnull-magazin.de/elektr…379/#post149948 speziell Nr. 6 von WilliS ist zu lesen das es nicht wirklich funktioniert.



Wer von euch nutzt den Railcom/Railcom Plus und kann hier Erfahrungen kundtun?


Ich möchte nicht in Hardware investieren wenn es dann mit den Loks erst in 10 Jahren funktioniert, dann nutze ich lieber den S88N und bin mir sicher das die PC Software nicht irritiert wird.


Vielen Dank für eure Infos.
Gruß Marco

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Tuesday, November 5th 2019, 10:45pm

Erste Erfahrungen mit dem GBM Booster von Fichtelbahn

Hallo und guten Abend,
leider scheint das Thema Railcom hier nur wenige zu interessieren, Daher will kurz von meinen Erfahrungen mit dem GBM Booster von Fichtelbahn berichten.

Vorweg möchte ich sagen, dass ich das Konzept des BIDIB Bus für eines der besten Konzepte im Modellbahnbereich halte und ich es sehr schade finde, dass dies nur von wenigen Herstellern aufgegriffen wurde. Gerade für ein flexibles Modularrangement wäre dieses Konzept der BIDIB Knoten ideal. Ich habe mir daher vor 2 Jahren einen GBM Booster und einen Rückmelder GBM 16T gekauft, bin aber erst jetzt dazu gekommen, damit zu experimentieren.

Als Zentrale für Spur 0 kann ich den GBM Boost aber in seiner derzeitigen Version nicht uneingeschränkt empfehlen, da der GBM Boost mehr für kleinere Spuren bis H0 konzipiert wurde. Bei der Verwendung für Spur 0 sind folgende Einschränkungen zu beachten.
1) Die Versorgung des GBM Boosters sollte am besten über ein geregeltes Netzteil mit maximal 18 V erfolgen. Im Eingangsstromkreis gibt es einen Verpolungsschutz mittels MOSFET. Dessen Gate wird mit der vollen Versorgungsspannung beaufschlägt und die darf eine Spannung von 20 V nicht überschreiten. Außerdem gibt es einen Elektrolytkondensator im Eingangsbereich mit einer Spannungsfestigkeit von 25 V. Mit wenigen Änderungen im Schaltplan (Vorwiderstand und Zenerdiode am Gate des MOSFET) und einem Austausch de Kondensators gegen einen mit 35 V oder 50 V ließe sich die Betriebssicherheit mit einfachen Mitteln verbessern. Kleinere Spuren arbeiten mit geringeren Speisespannungen, daher sind dort mehr Reserven vorhanden.

2) Am GBM Boost läßt sich der Abschaltstrom auf max. 4 Ampere einstellen. Sollte eigentlich auch für Spur 0 reichen, tut aber aber leider nicht. Bei einer V200 mit einer Stromaufnahme von ca. 1,8 Ampere beim zügigen Beschleunigen kam es bei mir wiederholt zu Überstromabschalten. Gleiches ist ja auch hier im Forum im Zusammenhang mit der BR94 von Lenz berichtet worden. Dabei zeigte der GBM Booster eine Stromaufnahme bis ca. 3,4 Ampere an, also wesentlich mehr als mein Netzteil. Das hat mir keine Ruhe gelassen und ich habe mir den Schaltplan des GBM Boosters (gibt bei Fichtelbahn als PDF Download) mal genauer angesehen. Die Strommessung erfolgt an der IC Brückenendstufe über Sensorausgang der mit einem 470 Ohm Widerstand gegen Masse geschaltet ist. Die Spannung über diesem Widerstand wird vom Prozessor gemessen und daraus der Strom berechnet. Ich habe nun zwei Änderungen vorgenommen. Ein 100 nF Kondensator über dem Widerstand glättet die Sensorspannung, und eine Widerstand von 1,5 kOhm parallel zum vorhandenen dient zum Abgleich, sodass jetzt gemessener Strom und vom GBM Boost angezeigter Strom nahezu übereinstimmen. Damit reicht der Strom jetzt auch zum Anfahren von 2 Lokomotiven in Doppeltraktion.
Nach diesen kleinen Änderungen und dem geregelten Netzteil arbeitet der GBM Boost für mich zur vollen Zufriedenheit.
Was Railcom anbetrifft, so sind meine Erfahrungen leider sehr durchwachsen. Gerade die Fa. Lenz, von der ich bezüglich Railcom und Railcom plus viel erwartet hatte, ist dort noch weit zurück. Allenfalls kommt bei meinen Lenz Lokomotiven die Adresse im Channel 1 zurück. Der GBM Boost erkennt zudem noch die Aufgleichsrichtung. Bei mehr als 1 Lok in einem Rückmeldeabschnitt ist es aber vorbei mit der Erkennung. Sehr schade! POM funktioniert mangels Acknowledge auch nicht zufriedenstellend. Warum die Fa. Lenz, die das DCC und Railcom Protokoll maßgeblich entwickelt hat, hier soweit hinterherhinkt, ist für mich unverständlich.

Positiv hervorheben möchte ich den Breuer Rangiertraktor von Brawa mit einem Decoder von D&H, bei dem neben der Adresse im Channel 2 auch die aktuelle Geschwindigkeit per Railcom zurückgemeldet wird. POM funktioniert ebenfalls schnell und einwandfrei. Super!
Die V200 mit ESU Loksound meldet ebenfalls die Adresse in Channel 2, so dass auch mehrere Fahrzeuge in einem Abschnitt zuverlässig erkannt werden. POM funktioniert ebenfalls zuverlässig. Bezüglich Railcom Plus Rückmeldung bin ich beim ESU Decoder aber noch im Versuchstadium.
Mit einer Railcom fähigen Zentrale macht man sicherlich nichts verkehrt, zumal ja auch Lenz für künftige Decoder die Railcom plus Fuktionalität in Aussicht stellt. Ob die Decoder in unserem Lenz Fuhrpark mal ein Update bekommen? Ich weiss es nicht!
Ich hoffe, meine Anmerkungen haben etwas weitergeholfen. Falls jemand Interesse an den Änderungen des GBM Boost haben sollte, bitte melden, dann würde ich noch eine kleine Anleitung dazu machen.
Einen schönen Abend noch


Michael

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Zierni

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Tuesday, November 5th 2019, 11:14pm

Bitte um weitere Infos / RAILCOM interessiert sehr!!!

Guten Abend Michael,
auch ich bin seit ca. 1 1/2 Jahren am überlegen BiDiB zu kaufen zweifle aber auch immer wieder mal, und verwende zur Zeit noch die Ecos.

Dank deines ausführlichen Berichtes (SUPER, vielen Dank!!!) zweifle ich nun noch mehr, da ich in meinem Fuhrpark auch KISS und MTH Loks habe, die ja sehr viel Strom ziehen...
Was auch wirklich enttäuschend ist, dass die Fa. LENZ keine Updates zur Verfügung stellt. (WARUM???... wie du schreibst, da ist man als PIONIER unterwegs, und dann entwickelt man nicht weiter...???)

Also wenn du Lust hast, ich bin sehr interessiert an weiteren Info´s bezüglich Fichtelbahn bzw. BiDiB und würde mich freuen, weitere Berichte/Infos zu erhalten.
Leider bin ich nicht so in der Materie wie du, und könnte die Geräte nicht erweitern/verbessern, sollte ja eigentlich im Interesse von Hr. Schörner bzw. Hr. Kufer sein. Vielleicht kommt ja eine Verbesserung...

Grüße
Zierni

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Wednesday, November 6th 2019, 11:02am

Hallo in die Runde,

ich hänge mich mal hier ran.
Ich habe auch einen GBM Boost mit GBM16T als Rückmelder im Einsatz. Versorgt wird das ganze von einem 14V Laptop Schaltnetzteil für den Fahrstrom plus zusätzlichen 12V und 5V Stromkreisen für sonstige Verbraucher. Zur Weichensteuerung setze ich (noch) einen SD-34.BiDiB von Tams ein, werde aber demnächst auf ein OneDriveTurn umstellen, um auch lokal mit Tastern schalten zu können.
Das ganze steuere ich mit entweder mit Rocrail auf einem RaspberryPi oder mit einer Multimaus.

Ich muss erwähnen, dass meine "Anlage" nur 2,4m lang ist und nur rangiert wird, allerdings konnte ich mir dadurch den "Luxus" erlauben und jedes 15m Gleisjoch einzeln verkabeln und separat auf den Rückmelder legen. In Kombination mit Rocrail kann ich so z.B. meine Lenz Köf vollautomatisch über die Anlage fahren lassen (Quasi "Im Kreis fahren" für Techniknerds). Da ich nur wenig Strecke habe und nur sehr sparsame Loks einsetze (Lenz Köf, Eigenbau V100 mit 2xFH2020, Rangiertraktor, etc.) kommen die von Michael erwähnten Nachteile für mich nicht wirklich zum Tragen. Bei meiner V80 konnte ich das Verhalten aber nachvollziehen.

Railcom ist eine tolle Sache, wenn man mit Rocrail (o.ä.) die Anlage automatisieren will, um mehr als einen Zug gleichzeitig fahren zu sehen. Aber auch hier muss ich leider die Aussage von Michael bestätigen, dass meine Lenz Loks in dem Bereich am schlechtesten sind. Die ESU und D&H Decoder die ich einsetze können in dieser Hinsicht mehr. Nichts desto trotz, reicht die Funktion für eine Automatisierung.

Ich bin damals zu BIDIB gekommen, weil Automatisierung ein großes Thema für mich war. Ich will auch auf einer 2,4m Anlage einfach mal nur zusehen (und ich programmiere gerne). Außerdem hat es mich gereizt meine Zentrale selbst zu bauen (ich habe damals die Lötbausätze gebaut). Mittlerweile ist der Einstieg durch die Fertigkomponenten noch einfacher. Ich kann das System auf jeden Fall empfehlen.

@Michael: Ich hätte Interesse an den Änderungen die du am GBM Boost vorgenommen hast.
Viele Grüße
Andreas

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Wednesday, November 6th 2019, 1:40pm

Hallo Marco,

ich habe iTrain mit einer alten Ecos Zentrale und ESU Rückmeldern wobei ein Teil die Railcom Rückmeldung hat.
iTrain selbst braucht kein Railcom.

Den einzigsten Nutzen von Railcom habe ich, wenn ich zu faul bin die Loks in iTrain anzumelden. iTrain erkennt dann automatisch den Zug / Lok beim einfahren in den Rückmeldeabschnitt. (MTH Loks nicht)

iTrain weis immer wo sich welche Lok/Zug gerade befindet und zeigt das im Stellwerk an.

Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass die Zentrale genug Ampere hat, mindestens 4 dann kann man sich evtl. einen weiteren Booster sparen.
Du kannst mit der Roco Wlan Maus fahren. Die ist in iTrain vorgesehen. Das ist super :-) Sonst empfehle ich Dir noch das iTrain Forum.

Gruss
Michael
Meine Ausstattung - ESU Ecos, ESU Belegmelder, Roco WlanMaus und DaisyII, Steuerrung mit iTrain Software.

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Wednesday, November 6th 2019, 3:21pm

RailCom für Computersteuerungen - mehr als ein netter Gimmick?

Moin moin,
in einer computergestützten Steuerung der kompletten Anlage stört RailCom nicht, ist aber unnötig. Jede halbwegs vernünftige Software verfolgt die Züge lückenlos. Wie Michael schon schrieb, erspart RailCom hier höchstens das einmalige Anmelden einer Lok. Anders sieht es aus, wenn nur Teile der Anlage automatisiert sind oder Loks immer wieder (ent-)schachtelt werden bzw. aus TrainSafes etc. ins Spiel kommen. Hier ist dann EIN RailCom-Block pro Schnittstelle Manuell/Automatik sehr sinnvoll. In allen diesen Fällen langt es vollkommen aus, wenn die Lokadresse über Kanal 1 übermittelt wird und ich kenne keine Lok aus dem Hause Lenz, die das nicht sicher beherrscht.

Was ist mit Mehrfachtraktionen? Um das Senden von mehreren Adressen pro Block zu verhindern, könnte man beim Zusammenstellen der Kombination RailCom nur für die führende Lok (per POM) einschalten. Sollte für die meisten Fälle ausreichen. Könnte mir aber vorstellen, dass es Anwendungen gibt, bei denen das keinen Sinn ergibt. Dann wäre tatsächlich Kanal 2 nötig. Ehrlich: Wer fährt dynamisch zusammengestellte Mehrfachtraktionen mit Zugerkennung?

Im Tal der Ihmse habe ich testweise die Ein- und Ausfahrt des Schattenbahnhof Immtal mit 2 (!) einfachen RailCom Blöcken automatisiert. Im Schattenbahnhof sind für die weitere Lokverfolgung normale Stromsensoren installiert, im ganzen Rest der Anlage ist nichts davon. Steuerung mit TrainController. Das funktioniert zwar ordentlich, ist aber auch nicht der Bringer, werde ich wohl wieder ausbauen. Stattdessen plane ich den dunklen Bereich zwischen Bad Großenfels und Steinbrock mit einem (!) RailCom-Block auszurüsten. Ich stelle mir das so vor, dass ich einen Zug manuell in diesen Block reinfahre und zum Stillstand bringe. TrainController erkennt den Zug, macht Licht und vor allem Sound aus, startet einen 10 Min-Timer. Wenn der abgelaufen ist, macht TrainController Licht und Sound wieder an und feuert außerdem das Signalhorn. Jetzt weiß ich, dass der Zug seine 10 Minuten Fahrstrecke abgesessen hat und fahre ihn gemütlich per Hand weiter. Ohne RailCom wäre das kompliziert. Auch hier langt Kanal 1 völlig aus.

Wer hat andere Anwendungen von RailCom (außer POM Lesen)?

Viele Grüße,
Johann

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Wednesday, November 6th 2019, 8:24pm

Ideen zur Nutzung von Railcom

Hallo und guten Abend,
denkbar sind schon einige sinnvolle Anwendungen von Railcom. Ein Booster mit integriertem Railcom Detektor könnte z.B. feststellen, wieviele (fahrende) Lokomotiven er aktuell mit Strom versorgen muss, und anhand dessen den maximal zulässigen Strom einstellen. Damit wäre sichergestellt, das auch mal zwei V200 oder MTH 94 einen schweren Güterzug zuverlässig ziehen, ohne das die Überstromabschaltung dem ganzen Spaß ein vorzeitiges Ende setzt. Andererseits wird auch eine Köf II nicht gleich mit 10 Ampere gegrillt, wenn sie mal an einer Weiche entgleist. Der Strom würde nur dann geliefert, wenn er mal wirklich gebraucht wird.

Die Software könnte per Railcom auch feststellen, ob ein Zug im Schattenbahnhof ordnungsgemäß losgefahren ist, oder mangels Kontaktschwierigkeiten noch irgenwo festhängt. Oder auch, ob die Gleise in einem bestimmten Bereich mal dringend gereinigt werden müssen.
Mittels POM und Acknowledge könnte die Massenträgheit eines angehängten Zuges nach dem Ankuppeln programmiert werden.

Denkbar sind sicher viele Möglichkeiten. Vorraussetzung wäre aber, das unser gesamter Fuhrpark in etwa gleiche Railcom Fähigkeiten besitzt. Momentan begrenzt der Decoder mit der schlechtesten Raimcom Implementierung die sich bietenden Möglichkeiten.
Bezüglich der Nachfragen nach den notwendigen Änderungen am GBM Boost mache ich eine kleine Anleitung und melde mich dann wieder. Lasst mir ein paar Tage Zeit.
Einen schönen Abend noch
Michael

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Wednesday, November 6th 2019, 9:25pm

Hallo und guten Abend oder so,

ich muss aus meiner Erfahrung doch leider feststellen, dass die digitale Steuerung bei der Lok oder ggf. beim Wagen sein Ende gefunden hat. Alle weiteren möglichen digtalem Steuerungen und Infosysteme werden als Exoten und nicht im Bahnbetrieb nicht notwändig erachtet oder bezeichnet. Weichen werden manuell, also händisch gestellt mit dem Hinweis, das hätte man auch früher so gemacht.

Vielleicht liegt es daran, dass das Verständnis oder besser der Verstand der Betreiber spätestens in der Epoche 3 festgemauert wurde. Und wenn man nichts versteht, dann steht man doch Neuerungen im Betriebsverhalten ablehnend gegenüber.

Ich behaupte einmal, dass viele mit der Eisenbahn einfach Nostalgie verbindet - das ist an sich nicht schlecht - aber sich gleichzeitig einfach Neuerungen sperren, wobei diese insbesondere bei größeren Anlagen oder Clubanlagen oder Treffen eine Rolle spielen könnte.

Und da fängt der Zinnober schon, manche würden ggf. schon mitmachen, verstehen den Sinn und Zweck nicht und andere sehen keinen Sinn darin wenn andere nicht mitmachen.

Und so bleibt das Hobby Modellbahn mit Stand des Anfangs 20. Jahrhunderts stecken und man braucht sich nicht wundern, wenn der "Nachwuchs" fehlt.
Grüße aus Regensburg

Heinz ;)

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Wednesday, November 6th 2019, 11:25pm

Guten Abbend Heinz,

und deine Vorschläge für Anwendungen von RailCom sind... ?
Viele Grüße,
Johann

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Thursday, November 7th 2019, 9:58am

Hallo Johann,

ich möchte RailCom erst einmal auf meiner Ministrecke (4,5 m lang) mit zwei Weichenverbindungen ausprobieren.

Was das Hemmnis bei anderen Modellbahnern auch sein könnte, ist mangelnde Info darüber. Es gibt m. W. nach keine leichte Beschreibung auf dem Markt.

Mal sehen wie es mir geht, muss aber zuerst meine Anlage fertigstellen.

Werde ggf. über das Ergebnis berichten.
Grüße aus Regensburg

Heinz ;)

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Thursday, November 7th 2019, 1:37pm

Servus miteinander,
ich finde das Thema Railcom/BiDiB seit meinem Umstieg auf die Spur 0 sehr interessant. Wie Heinz schreibt finde ich, dass es schon ein sehr komplexes Thema ist, was nicht einfach zu verstehen ist... (Zumindest für mich). Das hält mich momentan noch davon ab. Auch die Info, dass der Channel 2 tlw. nicht ausgegeben wird, fördert für mich nicht den Umstieg. Warum wird was "Neues" erfunden, und dann nicht zu Ende verfolgt/zu Ende gedacht?

@Micheal/Heinz/Johann: Suuuuuper wenn ihr weitere Infos zur Verfügung stellen würdet.

Soweit ich das für mich sagen kann, wäre BiDiB für die zukünftige Steuerung sicherlich interessant.

Was auch schade ist, dass man z. B. die Ecos nicht behalten kann nur als Handregler... ( Oder funktioniert das?).

Wenn also der ein oder andere hier über seine Erfahrungen/Probleme o. auch Lösungen berichten würde, wäre das toll :thumbsup:

Dankeschön
Grüße
Zierni

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Thursday, November 7th 2019, 3:53pm

Hallo nochmal,

eine kleine Anmerkung noch von meiner Seite: Meiner Meinung nach, kann man das Thema Railcom nicht alleine betrachten. Es kommt erst in der richtigen Kombination mit Übertragungsprotokoll und Bussystem zum tragen. Wenn man sich die BIDIB Komponenten anschaut, stellt man fest, dass sie sich in 2 Punkten von anderen Zentralen auf dem Markt stark unterscheiden: Die Rechenleistung der einzelnen Knoten und die Protokollspezifikationen.

Die Rechenleistung ist um ein vielfaches größer, als bei anderen Zentralen, da der Bus sehr schnell ist und mehr Daten übertragen kann als andere. Außerdem ist das Busprotokoll sehr solide ausgeführt, heißt die Daten werden relative sicher (im Sinne von "sie kommen an") übertragen. Diese zwei Faktoren waren mir z.B. wichtig, da ich bei Automatisierungen nur auf tatsächliche Daten vertraue. Ja, Software kann Züge auf der Anlage auch ohne Railcom verfolgen, allerdings nur solange wie nichts unvorhergesehenes passiert. Vielleicht bin ich da speziell, aber das hängt wohl mit meinem beruflichen Background zusammen (Softwareentwicklung). Die meisten Zentralen nutzen Protokolle die schon Jahrzehnte alt sind. Bei massenhafter Datenübertragung (z.B. Railcom Kanal 2) wird es dann haarig, wenn mehrere Fahrzeuge auf der Anlage unterwegs sind, im schlimmsten Fall im gleichen Abschnitt. Irgendwann geht alles in die Knie, da entweder die Daten verzögert ankommen oder unterwegs Datenpakete verloren gehen. Mann sollte außerdem bedenken, dass Railcom nicht nur von Lokdecodern genutzt wird. Die neuen Lenz Weichenantriebe nutzen z.B. auch Railcom für die Rückmeldung.

Kurz zusammengefasst: Railcom ist dann sinnvoll, wenn das komplette System darauf ausgelegt ist.
(Bitte sagt Bescheid, wenn der Text etwas wirr erscheint...)
Viele Grüße
Andreas

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Thursday, November 7th 2019, 4:28pm

Servus Andreas,
leider kein Grüner mehr vorhanden :thumbsup:
So wie du das geschrieben hast, sehe ich das genauso.
Aus diesem Gründen bin ich auf BiDiB erst aufmerksam geworden (Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit)
Von daher 100% deiner Meinung.

Grüße
Zierni

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Thursday, November 7th 2019, 5:32pm

Moin,
nachfolgend der Versuch etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Kurz zusammengefasst: Railcom ist dann sinnvoll, wenn das komplette System darauf ausgelegt ist.
Das Problem dabei ist, dass nur das "Schienenprotokoll" spezifiziert ist und es wäre schon viel gewonnen, wenn sich alle wenigstens an diese Norm halten würden. Dass sie das nicht immer tun, ist in diesem Thread ja angeklungen. Es gibt aber eben einfach keinerlei Norm für die Weiterverarbeitung der von der Schiene empfangenen Daten. Mit der Wahl EINES universellen Systems, ist man für lange Zeit in dieses gefangen und solange wie die Platzhirsche da nicht mitmachen, wird das schnell zur Sackgasse. Das kann technisch noch so gut sein. Gibt es Hoffnung? Nein!

Also backen wir erst mal kleinere Brötchen und stellen die Forderung auf, dass alle Hersteller, die das RailCom-Logo benutzen, das Schienenprotokoll 100% einhalten. Das muss nicht zwingend bedeuten, dass jeder Decoder die angefragten Daten via Kanal 2 sendet, aber wenn er es macht, dann bitte normgerecht. Das Senden der Lokadresse via Kanal 1 scheint ja seitens der Decoder durchgängig zu funktionieren.

Jetzt zu den Detektoren:
1. Globale Detektoren, also die Mimik, die systemweit alle in Kanal 2 gesendeten Daten empfängt und auswertet und typischerweise in Zentralen und Boostern eingebaut ist. Wofür ist sowas gut? Der DCC-Sender in der Zentrale kann das ACK des adressierten Decoders abfangen und sich die DCC-Einbahnstraßen-Befehlswiederholungen sparen, was das Schienenprotokoll mengenmäßig stark entlastet. Das ist grundsätzlich gut, birgt aber auch die Gefahr falsch-positiver Interpretierungen mit fiesen Folgeerscheinungen. Hier bin ich gespannt, wie die LZV200 das auf die Reihe kriegt - wenn das Feature dann mal nachgerüstet wird. Außerdem können auf diesem Wege per POM Decoderdaten abgefragt werden und (nicht genormt) angezeigt werden. Bei Lenz also irgendwann mal mit dem LH101(R). Nutzen globale Detektoren (PC-)Automatisierungen? Nein, nicht die Bohne! Unterm Strich trotzdem eine sinnvolle Sache.

2. Lokale Detektoren, also die Dinger, die wie Gleisbesetztmelder in Blöcken funktionieren aber zusätzlich immer die Lokadresse (via Kanal 1) oder zusätzlich weitere Daten wie Geschwindigkeit (via Kanal 2) übermitteln. Wozu ist das gut? Zur (PC-)Automation und/oder Anzeige auf Gleisbildstellpulten, ich wüsste nicht wofür sonst noch. Egal ob nur schnöde die Lokadresse oder weitere Daten an den PC (etc.) übermittelt werden sollen, bedarf es dafür aber einer Mimik, die genau das macht. Also irgendeine Art Bussystem. Muss das von der Zentrale verstanden werden? Nein! Ein völlig separater RailCom-only-Rückmeldebus reicht völlig aus. Aus der Praxis: Als ich vor vielen Jahren erste Versuch mit Zugerkennungen machte, habe ich das RailCom System von TAMS hergenommen, es gab allerdings auch nicht viel mehr. In TrainController ist die Zugerkennung auf TAMS und der Rest auf Lenz-LAN-I/F eingestellt. Funktioniert reibungslos, ist preiswert und für meine Zwecke völlig ausreichend (nur die Adresse aus Kanal 1). Jedenfalls halte die Forderung für überzogen, dass alles aus einer Hand kommen muss.

Was also kaufen? Das hängt davon ab, was du funktional willst und worin du schon investiert hast. Und wie groß deine Experimentierfreude ist.

Viele Grüße,
Johann

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Thursday, November 7th 2019, 7:03pm

Hallo,

Ich fahre mit meiner Ecos und einen Booster und iTrain seit fast 10 Jahren (Streckenlänge 6x9 Meter und das Problemlos.
Ich fahre auch MBX V200 in Doppeltraktion bzw. Vorspan und MTH Loks. Probleme mit Überlast sind noch nie aufgetreten.

Selbst die Weichenrückmeldung über Railcom brauche ich nicht, iTrain merkt sofort wenn eine Weiche falsch gestellt ist und der Zug nicht in den richtigen Block fährt.


Zukunftsmusik und sinnvoll wäre es doch, wenn die Lok per Railcom mir Rückmeldung geben könnte über den Zustand z.B die Stromaufnahme OK ? (z.B Räder /Gleise reinigen)
oder Motor / Getriebe braucht Wartung . Bei Vorspann und Doppeltraktion die Motoren /Getriebe sind nicht im Gleichschritt oder ähnliches.
Die Umgebungstemperatur ist für die Lok zu niedrig und das Getriebe läuft nicht leicht genug. Die Stromaufnahme war nicht gleichmäßig (Gleise überprüfen)

Da meine Anlage in einer ungeheizten Werkstatt steht und ich die Loks monatelang auf der Anlage stehen habe, wären das interessante Infos die mir Railcom geben könnte.

Tut mir leid, aber zur Zeit sehe ich keinen Sinn in Railcom.

Gruss
Michael
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Thursday, November 7th 2019, 8:57pm

Guten Abend zusammen,

danke für eure Meinung, ich hatte schon Sorge das sich niemand bei diesem Thema angesprochen fühlt und sich hier nix mehr tut.


Wir sind uns glaube ich einig, dass für eine PC-Software die Rückmeldung mit Railcom Informationen grundsätzlich nicht notwendig ist.
Der S88n ist hierfür vollkommen ausreichend. Daher sollte das nicht näher beleuchtet werden.


Auf der Messe in Friedrichshafen, sowie im Internet habe ich versucht mich in den letzen Wochen schlauer zu machen.



Mein Ergebnis ist das was auch ihr hier schreibt.


BIDIB, sicherlich das beste Konzept der Kommunkation
Verbindung, Geschwindigkeit, Leistung, PC-Verbindung


Auch das was Michael bzgl. der Belastungsgrenze geschrieben hat, findet sich über Fichtelbahn im Internet.
Der Hinweis das es bei größeren Spurweiten zu Problemen beim notwendigen Power für die Loks kommen könnte, gab
es auch auf der Messe am Stand direkt. Ist mir aber jetzt erst klar geworden.



Die Mitarbeiter am Stand haben mir das System aber schon sehr schmackhaft gemacht.


Hier könnte der neue Booster eine Lösung für uns sein, Peak bis 5A, oder?


https://www.fichtelbahn.de/readyboost_index.html



Der ReadyBoost liefert einen dauerhaften Ausgangsstrom von 4A Strom und kann kurzfristig einen Peakstrom bis 5A bereitstellen


Lenz hinkt wohl tatsächlich hinterher, allerdings scheint es auch so das der Markt/Kunde hier keine Anforderung hat.
Zumindest mal keine größere Gruppe an Spur 0 Bahnern. Die Konzentration von Lenz auf neue Modelle kann ich hier schon fast nachvollziehen.


Ich werde mir auf jeden Fall bei Fichtelbahn den GBMBoost16T als Zentrale + den ReadyBoost für die Lok bestellen.


Was passiert eigentlich in der PC-Software, also z.b. bei ITrain wenn in einem Abschnitt 2 Lenz Loks stehen.
Läuft die Software dann nicht mehr weiter? Oder geht einfach alles seinen weiteren Weg?



Schöne Grüße
Marco

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Zierni

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17

Thursday, November 7th 2019, 9:23pm


Ich werde mir auf jeden Fall bei Fichtelbahn den GBMBoost16T als Zentrale + den ReadyBoost für die Lok bestellen.


Schöne Grüße
Marco

Servus Marco,
bitte berichte dann auf jeden Fall deine Erfahrungen.
Danke.
Zierni

jbs

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Thursday, November 7th 2019, 10:02pm

Moin,
Was passiert eigentlich in der PC-Software, also z.b. bei ITrain wenn in einem Abschnitt 2 Lenz Loks stehen.
Läuft die Software dann nicht mehr weiter? Oder geht einfach alles seinen weiteren Weg?

Ohne RailCom: Das würde die Software verhindern, indem sie keine Lok in den besetzten Block fahren ließe. Wenn du die manuell dort hinstellst, müsstest du dich entscheiden, welche du dem Block zuweist. Die Software wäre irritiert, weil nach dem rausfahren dieser Lok der Block noch belegt ist.
Mir RailCom Kanal 1: wie ohne Railcom
Mit RailCom Kanal 2: Je nach Software sind bis zu 4 Loks in einem Block zu identifizieren ("es sind die Loks 1,2,...4 in diesem Block"). Die Reihenfolge? Nada, vielleicht über die Zugverfolgung zu ermitteln.

Viele Grüße,
Johann

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19

Friday, November 8th 2019, 10:47am

Hallo nochmal,

weil es erwähnt wurde, nochmal ein paar Punkte auf die ich eingehen will:

Die Software erkennt wenn der Zug in den falschen Block eingefahren ist, aber erst nachdem er in den falschen Block eingefahren ist. Blöd wenn da zufällig schon ein anderer Zug steht (oder die Anlage zuende ist) . Weitere Fälle die mir spontan einfallen sind die Themen Weichen "aufschneiden", wenn der Schaltvorgang aus irgendeinem Grund nicht durchgeführt wurde und durchfahren der Weiche während die Weiche noch umstellt. Habe ich eine saubere Rückmeldung über die Zungenlage (oder zumindest die Rückmeldung das der Schaltvorgang abgeschlossen wurde), kann ich das in der Software nutzen. Das ist kein reines Railcom Thema, aber hier kommt BIDIB ins Spiel, weil ich da an einem Baustein den Antrieb, den Taster zur lokalen Steuerung und die Sensoren zur Endlagerückmeldung anschließen kann und direkt im Baustein die Funktion "Taster gerückt -> Weiche umstellen -> Schaltvorgang in den Bus melden" programmieren kann. So habe ich mit PC die Automatisierung und kann trotzdem ohne PC die Anlage schalten.

Die Themen Verunreinigung der Schienen und Wartung bzw. Betriebsdauer sind in Railcom definiert. Hierzu empfehle ich diese Seite im Opendcc Forum: https://forum.opendcc.de/wiki/doku.php?id=railcom

Wie bereits erwähnt sehe ich das Thema aus der Automatisierungsperspektive. Das soll nicht heißen, dass ich andere Systeme oder Zentralen schlecht finde. Wenn man einfach fahren will, gibt es einfachere Lösungen.
Ehrlicherweise sollte man auch bedenken, dass der Einsatz eines solchen Systems sehr schnell sehr komplex werden kann. Von Elektronikwissen bis zu Programmierkenntnissen kann da alles erforderlich sein. Hinzu kommt der erhöhte Materialaufwand durch z.B. zusätzliche Verkabelung.
Viele Grüße
Andreas

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20

Friday, November 8th 2019, 11:27am

Moin Andreas,

Die Software erkennt wenn der Zug in den falschen Block eingefahren ist, aber erst nachdem er in den falschen Block eingefahren ist. Blöd wenn da zufällig schon ein anderer Zug steht (oder die Anlage zuende ist) .
Ich will doch stark hoffen, dass kein Programm einen Zug in einen besetzten Block reinfahren lässt. Ich kann da allerdings nur über TrainController sprechen, der das jedenfalls nicht macht.

Weitere Fälle die mir spontan einfallen sind die Themen Weichen "aufschneiden", wenn der Schaltvorgang aus irgendeinem Grund nicht durchgeführt wurde und durchfahren der Weiche während die Weiche noch umstellt. Habe ich eine saubere Rückmeldung über die Zungenlage (oder zumindest die Rückmeldung das der Schaltvorgang abgeschlossen wurde), kann ich das in der Software nutzen. Das ist kein reines Railcom Thema, aber hier kommt BIDIB ins Spiel, weil ich da an einem Baustein den Antrieb, den Taster zur lokalen Steuerung und die Sensoren zur Endlagerückmeldung anschließen kann und direkt im Baustein die Funktion "Taster gerückt -> Weiche umstellen -> Schaltvorgang in den Bus melden" programmieren kann. So habe ich mit PC die Automatisierung und kann trotzdem ohne PC die Anlage schalten.
Keine Frage, insbesondere für automatische Abläufe ist Sicherheit oberstes Gebot und was BIDIB diesbezüglich anbietet ist schon gut. Wenn man im Lenz-Universum gefangen ist, ginge das gesicherte manuelle Bedienen parallel zum Automatikbetrieb auch, sofern man die Tastenmodule LW150 verwendet, aber wer treibt diesen Aufwand? Ich nutze die Steuerungssoftware auch für die manuellen Eingaben. Es gibt viele Wege nach Rom, meine Kommentare in diesem Thread bezogen sich ausschließlich auf den RailCom Aspekt.

Wenn ich heute mit Null bei null anfangen würde, käme BIDIB auch auf meine Shortlist. Nachträglich umbauen, eher nein.

Viele Grüße,
Johann

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