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  • »bchristoph« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 7. November 2014, 16:32

Strippen ziehen... Schön... doch wie die Kabel verbinden und "halten"??

Hallo die Damen, hallo die Herren!

Ich habe gestern lange, mit toller Unterstützung von meinen Kinder, Kabel gezogen, gelötet, verbunden...
Die Gleise müssen mit Strom versorgt werden, die Weichenantriebe möchten ihr DCC-Signal haben und die Drehscheibe will ordentlich Saft!!

Angeregt durch einen Thread von letzter Woche habe ich mich mal hingesetzt und in dem großen Elektronikkaufhaus mit dem "C" gesucht.
Hängen geblieben bin ich an diesen Teilen:



An sich nichts Neues! Ich finde sie praktisch! Sie beherrschen alle benötigten Querschnitte und sind schnell einsetzbar. Bei meiner alten Anlage hatte ich sie mit Heißkleber befestigt, was natürlich nicht die Lösung war. Oft genug fielen die Dinger "von der Decke" herab und baumelten in der Gegend herum.
Ein Blick auf die Homepage des Herstellers lohnt sich allerdings!

Schaut selbst (übrigens ist die Artikelnummer des Herstellers identisch mit der Artikelnummer beim "großen C"):



...von hinten! Man sieht, man kann dieses Teil festschrauben!



...von der Seite! Die Klemmen werden einfach seitlich eingeschoben und sind so fixiert. Eine Halterung ist für 3 Klemmen gedacht. 4 Stück gehen aber auch!!






Vielleicht kann ich so jemanden hier im Forum helfen?? Artikelnummer kann ich gerne weiter geben.
Und... natürlich müssen die Strippen alle noch ordentlich verlegt werden. Das nimmt einem diese Klemme mitsamt Halterung natürlich nicht ab!


Grüße
Björn

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moba-tom

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2

Freitag, 7. November 2014, 22:09

Hallo Björn,

die Dinger sind echt klasse! Es geht super schnell und man bleibt flexibel... kann immer irgendwo ein Kabel anklemmen!
Ich habe auf die Befestigungen verzichtet, bei mir sieht`s so aus:



Gruß
Thomas

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3

Samstag, 8. November 2014, 00:32

Hallo Björn,
habe diese Schnellklemmen auch verbaut, allerdings geklebt. Habe vor dem Aufkleben alle Klemmen aufgemacht, so daß ich wenn noch ein Kabel dazukommt einfach auf die Schnappverbindung tippen muss und das Kabel hält und die Verklebung auch. Sollte allerdings so ein Teil herunterfallen, dann ist die Halterung eine Alternative. Nur meine Modulkästen sind mit 75 x 80 cm nicht gerade groß, so dass ich mit zwei 5er Klemmen (je eines für plus und minus) pro Modul auskomme. (Bis jetzt)
Viele Grüße
Dieter

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arnico

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4

Samstag, 8. November 2014, 00:49

Liebe Schnellklemmer,
Fragen über Fragen:
ich habe als (noch neuer) 0er gelernt, dass man bei unserer Spur mit höheren Strömen rechnen muss. Nehmt Ihr Litze? Mit Adernendhülsen? Sind die Klemmen nicht eigentlich nur für Massiv-Draht gedacht? Können die Wago-Klemmen über den doch eher dünnen Schneiden/Hülsen-Kontakt überhaupt 4A ab? Ich habe für meine zwei Module einen Sack voll kräftiger Schraubklemmen (mit Lift!) gewählt - da wird die Adernendhülse schön rechteckig umfasst und kräftig auf Fläche geklemmt. War ich da jetzt übervorsichtig?
Viele Grüße,
Arnold

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5

Samstag, 8. November 2014, 01:29

Hallo Arnold,

auf Björns erstem Bild kannst Du erkennen, dass diese Klemmen sowohl für Drähte als auch Litzen (ohne Endhülsen) geeignet sind. Sie kommen auch spielend mit 4 A zurecht, schließlich dienen sie zum Verbinden von Litzen bis 4mm². 4A kann selbst eine 0,14mm² Litze zur Not noch ab.

Gruß Uli

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BTB0e+0

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6

Samstag, 8. November 2014, 02:34

Gewurstel

Hi Mobahner,

nein, nicht erschrecken. Nichts gegen Ordnung - die ist wichtig und richtig, hat aber wahrscheinlich so viele Gesichter wie es Mobahner gibt.

Meine Ordnung ist vom vermeintlichen Chaos beherrscht. Ziemlich lieblos habe ich in die Spanten 10er Löcher gebohrt, die Kabel durchgeführt und mit offenen Ringschrauben gebündelt von der Mobadecke abgehängt. Wichtig ist mir, dass ich mit dem Finger JEDES Kabel nachverfolgen kann woher es kommt, wohin es führt - das geht schon immer problemlos. Es muss und soll sich ja bitte niemand ein Beispiel nehmen, aber so unterschiedlich sind halt die "unterirdischen" Ordnungsliebegeschmäcker ;) :D.
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Gruss
Robert
BTB0e+0

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mattes56

Fahrdienstleiter

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7

Samstag, 8. November 2014, 09:17

Hallo Arnold,

Übervorsichtig warst Du da nicht!
Was bei uns im Verein an Spannungsabfall (nein der gehört nicht in die Tonne) aufgetreten ist, war schon beachtlich.
Von eingespeißten 16V blieben in der hintersten Ecke gerademal 13V über. Nacharbeit war erforderlich. Größter Spannungsabfall 1V an einer Steckverbindung mit Büschel- oder Bananenstecker: Die Buchse war total verdreckt.

Mit vernünftigen Klemmen ersparst Du Dir eine potentielle Brandstelle. Aber wie oben geschrieben, die Wagos können 4A locker ab - kommen ja aus der Hausinstallation.
Wagos nur für massive Drähte gibts übrigens auch - ohne Betätigungshebel.

Gruß
Matthias
Die hohe Kunst im Leben ist es, die eigenen Träume aus den Steinen zu bauen, die einem in den Weg gelegt werden.

Spurnullteam Ruhr-Lenne e.V.

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woga

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8

Samstag, 8. November 2014, 09:33

>Nichts gegen Ordnung - die ist wichtig und richtig, hat aber wahrscheinlich so viele Gesichter wie es Mobahner gibt. <

Hallo, dem kann ich nur beipflichten.
Beispiel: meine zusätzliche "N-Anlage." Durch die, bei so einer kleinen Spurweite, massenweise verlegten Gleismeter und Funktionen fallen auch viele Kabel an.
Verlegt man sie in Kabelbäume oder sogar in -kanäle hat man zwar ein ordenliches Bild unter der Anlage, aber selbst keine einfache Übersicht mehr.
Vorrausetzung ist konsequente Einhaltung der Kabelfarben.
Noch schlimmer sind, parallel verlegte Kabelstränge. Am besten noch Stomführende- und Rückmeldekabel
gemischt. Und dann mit einem Computerprogramm automatisch fahren und schalten lassen.
Man wundert sich, warum auf mal soviel Fehlfunktionen entstehen.
Ich weiß, daß in Spur 0 meistens händisch gefahren wird. :)
Gruß Wolfgang

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9

Samstag, 8. November 2014, 14:12

Moin,

ich verwende schon seit Jahren Klebesockel für die Kabel unter der Bahn (den Bahnen) und bekomme so ein recht aufgeräumtes Untertagebild. Alle Gleisanschlüsse, auch die, die zu einem Rückmeldedecoder führen, sind in ein und dem selben Kabelbaum vereint. Übersprechen und damit Falschmeldungen habe ich bislang nicht erlebt.

Diese Art der Verkabelung habe ich damals auch schon bei meiner N-Bahn vorgenommen. Dort hatte ich mehrere Dutzend Rückmeldeabschnitte und alles vom Computer überwacht. Den Rückmeldebus (Lenz RS-Bus) habe ich allerdings separiert und verdrillt gelegt. Klappte alles zuverlässig.

Die neue 0-Bahn ist nun mit ESU-Bauteilen aufgebaut. Auch die Computerüberwachung klappt bedingungslos gut - kein Übersprechen von Signalen.

Als Verteiler nutze ich Lötleisten, bei denen ich auf der Rückseite die einzelnen Lötfahnen mit 1 mm Silberdraht verbinde. Die Befestigung der Lötleisten ist insofern einfach, als das man an den Enden je eine Lötfahne herausklippst und so Befestigungslöcher für die Schrauben bekommt.

Gruß, Ian
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10

Sonntag, 9. November 2014, 17:29

Scharfe Ecken und Kanten...

... sind nicht dafür da, Kabel durch/drüber/drauf zu verlegen und Lötleisten gehören nicht unisoliert auf Holzunterlagen.
Nur als Tipp.
Gruß
Oliver

11

Sonntag, 9. November 2014, 18:18

Kabelhalterung

Hallo,

also unter dem Bahnhof wo mehrere Kabel zusammen kommen habe ich einen Kabelkanal genommen der geschlitzt ist. Er ist zwar etwas überdimensioniert, war aber gerade da. Natürlich gibt es die auch in kleiner.

Unter den Strecken selbst nehme ich dann nur so Kabelklemmen die ich nur durch die hintere Lasche befestige. Damit kann ich immer wieder Kabel ein- und aussortieren ohne sie abzuschneiden.

Gruß
Stefan
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12

Sonntag, 9. November 2014, 19:07

Hallo Oliver,

Deine Aussage: ... und Lötleisten gehören nicht unisoliert auf Holzunterlagen. Nur als Tipp.

Darf ich fragen warum?
Grüße aus Regensburg

Heinz ;)

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Montag, 10. November 2014, 12:45

Hallo Heinz,
danke der Nachfrage und natürlich darfst Du und jeder Andere bei sowas nachfragen,

weil auch bei Modellanlagen ein Strom von einigen Ampere fließt (und Wärme erzeugt) und unisolierte Leiter nichts auf hygroskopischen (wasseranziehenden) Materialien zu suchen haben. Besonders schlechte Kontakte neigen zu Mikrofunkenbildung und einer "irren" Erwärmung. Jeder kennt die Hallogen-Schreibtischlampen mit den parallelen "Antennen-Auszieh-Teleskopverstelleinheiten". Durch die Erwärmung kann sich die Schraubverbindung zum eigentlichn Leuchtenkörper auf Dauer lösen. Dann kann man sich daran eine Kippe anzünden! Bei obiger Leiste reich z.B. eine kalte Lötstelle und die feinen Erschütterungen des Bahnbetriebes um ggf. einen Brandherd zu erzeugen.
Ich weiß auch, dass es jeder anders macht, aber da ich Jahre lang die elektrische Sicherheit von Haushaltgeräten prüfen durfte, wäre diese Konstellation ein "Abschußkriterium" gewesen.
Wer es nachlesen will, EN 60335-1 und EN 60730-1 oder wahrscheinlich auch in den VDE 01xx Regelwerken (da bin ich aber weniger zu Hause).

In diesem Zusammenhang, es gibt zum Beispiel Trafos, welche speziell für den Einbau in Möbeln zugelassen sind, diese wären auch was für den Aufbau auf Holzunterlagen. Unbenommen der notwendigen Isolierung netzseitig.
Gruß
Oliver

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14

Montag, 10. November 2014, 21:40

Klarstellung

Moin,

ich hatte zwar nicht vor, eine Abhandlung über elektrische Sicherheit und deren gültigen Normen zu verfassen (und werde es auch nicht tun), aber ich möchte zumindest darauf hinweisen, dass die von mir gewählte Installationsmethode nicht für Netzspannungen größer 60 V erlaubt ist. Wir betreiben unsere Modellbahn im Bereich der Schutzkleinspannung, d.h. ein direktes Berühren der stromführenden Leiter führt nicht zu gesundheitsgefährdenden Erscheinungen (vgl. auch IEC 60449).

Ein normaler Modellbahntrafo ist spannungsweich. D.h. bei Kurzschluss bricht die Spannung zusammen. Zwar kommt es bei Kurzschluss zu kurzzeitigen Lichtbögen, aber danach ist auch Schluss. Anders ein normaler Trafo (z.B. Ringkerntrafo), wie er bei Halogenlampen o.ä. verwendet wird. Diese sind spannungshart und entsprechend können dauerhaft hohe Ströme fließen, sofern der Sekundärkreis oder auch Primärkreis nicht entsprechend abgesichert sind. Daher Achtung bei der Verwendung solcher Trafos.

Die Digitalzentralen, so die Bahn auch digital betrieben wird, verfügen zusätzlich über eine Überlastsicherung. Hier ist der Stromfluss i.d.R. auf z.B. 4 Ampere begrenzt.

Wärme entsteht dort, wo hohe Ströme auf Widerstand treffen und Leistung in Wärme umgesetzt wird. Schlechte Lötstellen mit großen Übergangswiderständen oder falsch gewählte Leitungsquerschnitte gehören dazu. Hier kann es durchaus zu kritischen Erwärmungen kommen, wobei es bei Schutzkleinspannungen und den richtigen Trafos dazu eher nicht kommen sollte. Die von mir verwendeten 1 mm^2 Leitungen sind definitiv für unser Hobby ausreichend dimensioniert und neigen eher nicht zur Erwärmung.

Die von mir gewählte Verkabelung führt nicht über, um oder durch scharfe Ecken, bei denen die Isolierung beschädigt werden könnte. Darauf habe ich geachtet. Auch ein quasi rechter Winkel im Stromleiter, wird nicht zu elektrisch messbaren Einschränkungen führen (dafür müssten wir in der Signaltechnik uns schon im Mikrowellenbereich befinden). Die Lötleisten liegen zwar bündig am Holz an, doch unter Berücksichtigung meiner elektrotechnischen Ausbildung weis ich sehr wohl, was ich tue. Wer sich unsicher ist, kann die Lötleisten mit Distanzhülsen versehen oder Pertinaxstreifen darunter legen. Und wer nicht gut Löten kann (sondern ehern "brät"), sollte auf Schraubklemmen oder Ähnlichem ausweichen.

Ich habe mit meinem Beitrag Nr. 9 nur zeigen wollen, wie ich die Verkabelung und Stromverteilung meiner Anlage vorgenommen habe. Ich bin für die Ausführung und mögliche Schäden an meiner Anlage, die sich daraus ergeben könnten, selbst verantwortlich und ich empfehle KEINEM gleiches zu tun. Jeder ist für die elektrische Sicherheit seiner Modellbahn selbst verantwortlich. Wer sich unsicher ist, sollte die Verkabelung von einem geprüften Elektrotechniker oder Elektroniker ausführen lassen oder auf Uhrwerkbahnen oder gar die gute alte Briobahn ausweichen (was wohl keiner wirklich tuen wird).

Herzlichen Gruß,
Ian

P.S.: Früher hatte Märklin seine elektrische Eisenbahnen direkt mit 110V Netzspannung und Vorwiderstand betrieben, was bei Entgleisungen oder Berührung der Schienen durchaus lebensgefährlich sein konnte und daher m.W. ab 1927 verboten wurde. Ab dann waren 22V angesagt.

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15

Dienstag, 11. November 2014, 15:57

Wieso klar stellen?

Hallo Ian,

nimm es bitte nicht persönlich, aber das Thema ist mir zu wichtig als dass ich Deinen Post unkommentiert lassen will. Ich habe da eine etwas andere Sicht der Dinge und die möchte ich den Mitlesern nicht vorenthalten. Mögen Sie dann selbst entscheiden wie gefährlich "Bahn"-Strom sein kann.
Wenn auf Deiner Anlage alles OK ist, dann ist es ja gut. Und der Tipp mit der untergelegten Platte war ja das, was man lesen will.
Und auch Deine Lötkünste stelle ich nicht in Frage, aber andere können es vielleicht nicht so gut. Ich habe in meiner Lehre und danach gefühlt millionen von Lötungen gemacht, auf Platinen, Kabeln und weiß der Kuckuck wo. Aber ich war nicht perfekt und werde es nie sein.
Der Tipp, 'nen Elektriker die Anlage verkabeln zu lassen ist ja doch eher humoristisch zu sehen (da noch teurer als Hermann Loks :) ), bzw. dient eher dazu, keinen grob fahrlässig zu irgendwas verführt zu haben.

Jetzt kommt das große ABER (in der Gesamtheit ! der Posts 9, 10, 12, 13, 14):

Ich habe nicht behaupten wollen, dass man von 12 V stirbt, sondern dass die Ströme einer Modellbahn durchaus Wärme erzeugen können. Vor allem bei Mikrofunken oder Kriechströmen über leicht entzündliche Materialien. Dazu zähle ich u. a. Holz und Lacke/Kunststoffe, vor allem ohne Flammhemmer.
Ich habe das Beispiel mit der Schreibtischlampe gebracht, weil es ein prima Beispiel ist, dass auch "berührsichere" Sicherheitskleinspannung (<42V dc) einen Brand verursachen kann.

30 Halogen-Watt durch 12 Volt ist? Tädäää nur 2,5 A !
Glaube mir, ich habe schon viele Geräte brennen sehen und schon so manches Material mit Kriechtstromprüfungen ans Kokeln gebracht.
Mit Strömen << 2,5 A .

Die Langlöcher in den üblichen Metallwinkeln in Baumarktqualität haben scharfe Ecken und Kanten (Du bist der Erste, der sich so tolle Winkel gekauft hat, ich verletze mich da regelmäßig :rolleyes: ) und falls Du Pech hast , hast Du irgendwann eine durchgescheuerte Isolierung. Was dann auch immer die Folgen sein werden.

Hör aber bitte mit dem Unsinn auf, bei 4 A wird abgesichert und meine Kabel sind dick (dann kommt der Strom wenigstens ohne Verluste zur Fehlerstelle!) und Trafos sind "spannungsweich".
Die sind nicht spannungsweich sondern eigensicher und kurzschlussfest durch einen hohen Innenwiderstand der Wicklungen oder eines PTC oder was auch immer und es gibt noch andere Maßnahmen, aber egal.
Ein Trafo, welcher 4 A Nennstrom kann, der kann den auch in "Weichstrom". Und wenn es gerade nur 3,9 A sind, sagt die Sicherung sowieso "Kein Bier vor 4". :rolleyes:

Und jeder der elektronisch bastelt weiß, wie heiss ein 1/8Watt-Widerstand werden kann (in Worten: ein Achtel). Die kleinen Dinger sind locker brandblasentauglich.
Haushaltgeräte, und dazu zähle ich Modellbahnanlagen aus Holz, Leim, Polistyrol und ähnlichen Brandbeschleunigern nicht, brennen deswegen so selten, weil sie eben nicht daraus bestehen. :D

Brennen kann es also auch mit weniger. Und 4 A x 12(oder auch 14)V sind immerhin ca. 60 W Heizleistung.
Du hast früher keine 60 Watt Glühbirne dauerhaft in der Hand halten können, also erwarte nicht von einem leicht brennbaren Holzbrett oder einer Kunststoff-/Lackschicht, dass es diese Energie auf 1 mm² durch Funkenbeschuss ohne Entzündung aushält.
Komme jetzt bitte keiner mit dem Argument "LEDs kann ich aber halten" ;)


Andere kennen die Systematik vielleicht noch gar nicht und machen sich jetzt im Vorfeld ein paar Gedanken. Dann habe ich meine Intention gut rüber gebracht.

Wie sagte schon Josef Küppers: "Nichts hält so lange wie ein Provisorium"

Kleine Anekdote, für die, die es interessiert:
Ich stand mal in meiner ehemaligen Wohnung im Bad und suchte verzweifelt das Insekt, welches da rummsummte. Nach einiger Zeit war ich der Meinung, das Viech ist in einer Verteilerdose an der Wand.
Ich den Deckel abgehoben und mir schlug eine kleine Stichflamme entgegen.
Was war, eine Schraube einer Lüsterklemme hatte sich gelockert und Mikrofunken hatten den Kunststoff der Klemme schon teilweise schmelzen und verkohlen lassen. Das Öffnen brachte Sauerstoff in größerer Menge dazu und die Flamme entstand. An der Klemme waren 15 W angeschlossen was ca. 65 mA Stromfluss erzeugt. Das die Hütte nicht abgebrannt ist, lag am Material der Klemme, welches nicht entzündlich war.
Gruß
Oliver

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16

Donnerstag, 15. Januar 2015, 12:11

Suche die Firma, die hier unter Elektrik usw erwähnt wurde und Verteilerleisten mit LED-Beleuchtung führt. Firmenname mit Respol Rescal oä.
Vielen Dank. werde mir das Ergebnis wieder findbar notieren. Gruß Dampfheinrich

Ernst

Hilfsbremser

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17

Donnerstag, 15. Januar 2015, 23:11

Hallo Dampfheinrich,
es könnte sich um die Firma "RESPOTEK" handeln,schau mal unter -www.respotek.de- hier gibt es viele Elektrik-Artikel.
Viel Erfolg,
Gruß
Ernst

Han_P

Oberheizer

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18

Freitag, 16. Januar 2015, 09:01

Miene Frage paste nicht im diesem Beitrag, sorry :whistling: ..... und da war
doch eine Antwort. Danke für die Antwort, Die Frage betraf die EMV und Kabelverlegung.

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Han_P« (16. Januar 2015, 13:37) aus folgendem Grund: Frage Paste nicht im Beitrag


19

Freitag, 16. Januar 2015, 10:16

Strippenziehen

Hallo Han,
230 V Leitungen haben unter einer Modellbahn nichts zu suchen! Sie sollten nur auf dem kürzesten Weg zu den Tansformatoren verlegt werden. Am besten in Form von abschaltbaren Steckdosenleisten, und Schalter mit Kontrolleuchte. Weiterhin ist es kein FEHLER, wenn man Steuerleitungen und Fahrstromleitungen nicht unmittelbar parallel verlegt, sondern mit Abstand, und zu den Anschlußpunkten RECHTWINKLIG kreuzt.
Das mache ich selber so schon seit vielen Jahren, trotzdem ich abgeschirmte Leitungen auf meiner Heimanlage verlege.
Diese Vorsichtsmaßnahmen, die ich da betreibe, hängen sicherlich mit meiner Lehrzeit zusammen, da wurde mir eingetrichtert: 1.Sicherheit, 2.Sicherheit, 3.Sicherheit. Das ist im Aufzugsbau eben kein Fehler.
Man kann es natürlich auch ganz anders machen, aber von Anfang an etwas umsichtig an die Sache ran gehen, erspart später viele Fehlersuche.

Gruß Heiko
der von der Neckarquelle

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Han_P (16.01.2015)