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Wednesday, May 3rd 2017, 12:00am

Kostengünstigen Servoantrieb für Weichen selberbauen für 3,50€

Moin moin,
bei Ebay habe ich vor kurzem einen Miniservo gesehen, den ich a) sehr klein empfand und b) sehr preiswert.

Als ich noch junger ( und natürlich schöner :thumbup: ) RC-Modellbauer war, waren Servos ja noch recht groß und so war das Miniteil schon als Anschaungsobjekt wert gekauft zu werden. 1,85 € schienen mir kein Risiko. Notfalls ein Monat beiWasser und Brot, wenn es Schrott sein sollte :rolleyes:

Irgendwann war das Teil aus China rüber geschifft und es stellte sich die Frage, wie das kleine Teil bedient werden kann ohne eine RC-Anlage zu kaufen. Wie immer ist "das Netz" ein Quell ewiger Freude und man findet a) Erklärungen wie Servos angesteuert werden (wikipedia ist schon recht gut) und b) Servotester für wesentlich mehr Geld als 20 dieser kleinen Servos.
Also kriegt man das bestimmt auch selber hin.
Zufällig bei Ebay einen PWM-Modulator auf Basis eines NE555 gefunden und für das verfügbare 5er-Pack 4,18 ezahlt. Also gute 80 ct pro Ansteuerungsmodul.
Leider zu früh gefreut, die Teile waren eine Einfachausführung ohne invertierenden Ausgangstransistor. Macht mit den notwendigen Widerständen nochmal 24ct. Zudem war der Servo zwar über eines der Poti bewegbar, aber ich will ja nicht an einem Poti drehen um eine Weiche zu stellen. Das Poti wurde durch einen Schalter (Ebay aus Asien) getauscht der die Endwerte des Potis schaltet. Das Poti wurde durch einen Widerstand ersetzt.
Friemelig war es, auf der originalen Platine die richtigen Leiterbahnen zu trennen um die externen Bauteile anzuschließen und nichts dabei kurzzuschließen. Passiert ja schnell mal auf Rasterstreifenplatinen.

In den angehängten Dateien findet Ihr ein schlechtes aber kleines <150kB Video (getarnt als pdf, da Videos nicht hochgeladen werden können, bitte in .mp4 umbenennen nach dem download) wo man den improvisiert per Klebeband befestigten Servo und eine 0e-Weiche von Peco sehen kann. Man kann auch mit gutem Willen erkennen, das sich Servo und Weichenzunge in gegenseitiger abhängiger Beziehung befindenEs geht also prinzipiell.
Weiterhin sind 2 Schaltpläne zu sehen. Der Obere ist der letztlich benutzte, der untere ist die rote Platine im kaufzustand. Die LED ist oben nicht mehr eingezeichnet aber weiterhin vorhanden. Man sieht so, dass sich was tut.

Der 390k Widerstand ist für die Periodendauer zuständig. Je höher der Wert, um so langsamer läuft der Servo zwischen den Endstellungen. Streng genommen in Zusammenarbeit mit dem in Reihe geschalteten Kondensator 100n. Irgendwann wird es aber ruckelig! Die beiden 15k R bilden die ON-Zeit. Da Servos nicht alle gleich reagieren kann es sein, das andere Servotypen anders reagieren. Vor allem was zulässige bzw. sinnvolle Puls-Pause-Verhältnisse angeht.

Das Servo kann natürlich nicht nur die Weiche antreiben, sondern auch über den den Servokopf einen wie auch immer gearteten Schieber bewegen, der eine beliebige Anzahl Schalter betätigt. Zum Weichenherzen polarisieren, Signale auf abzweig stellen oder eine Schutzweiche triggern.

Was der Einzelne jetzt draus macht weiß ich nicht, ich finde nur den Preis sehr geil. Der Möglichkeiten sind eigentlich keine Grenzen gesetzt.

Ein Steckboard ist gut geeignet, mit dem NE555 rumzuspielen und schnell Änderungen auzuprobieren.

Das Servo ist von Ebay-Seller "chips-fans" , ebenso wie mögliche Microschalter mit Betätigungsarm mit Rolle und Löchern um Sie zu Schalterblöcken zu verbinden. Die rote Platine ist von Seller "Enova". Ich bin mit keinem verwandt oder verschwägert und die Beiden sitzen in irgendwo in Asien. Ich kaufe bei Ebayern mit Standort Asien regelmäßig günstig und Portofrei interessante Teile und habe bisher immer alles bekommen bzw. über PayPal angemessene Entschädigungen bekommen, wenn mal was (ganz selten) falsch war. Lieferzeiten gehen aber in die Wochen und auch mal Monat(e).

Ich bin mir klar darüber, dass es mit vielen, bereits hier vorgestellten Antriebskonzepten nicht mithalten kann, aber ich bin der Meinung, diese günstige Alternative für die bastelwütigen unter uns ist es Wert mal gezeigt zu werden. Für mich ist er eigentlich prädestiniert für Handbetrieb an Modulen, wo öfter mal an den Seiten "Fernbetätigungen" für Weichen zu finden sind.

Und sollte jemand doch mal sein Ätzbad anwerfen wär es toll, wenn es die Platinen mit den skizierten Erweiterungen zum günstigen Kurs käuflich zu erwerben gäbe.

Nun wie immer viel Spaß beim Basteln und vielleicht beim Lernen.
Ich habe mich jedenfalls erstmalig tiefer mit diesem Methusalem unter den integrierten Schaltungen befasst.

Gruß
Oliver

Nachtrag: Es ist vieleicht nicht jedem klar, dieser Servo läuft mit 5 V. Eventuell muss von der Fahrspannung über einen 78L05 Baustein und Puffer- und Schutzkondensatoren die Versorgung erzeugt werden. Es kommt halt auch auf die verwendeten Sevos an was der 78Lxx liefern muss (xx = Spannungswert).
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Gruß
Olli

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2

Monday, May 21st 2018, 11:16pm

weiter geht's

Moin,
da ja anscheinend niemand das Ätzbad angeschmissen hat, habe ich mal den Prototypen selber geätzt.
Im Netz gab es Target 3001, ein Platinenprogramm für "lau" mit eingeschränkter Signalanzahl aber sonst voll nutzbar.
Das Layout habe ich mit der "toner transfer" -Methode mit Paketklebeband (siehe jutjube) auf's Kupfer gebracht. Mit etwas Übung gibt es gute Ergebnisse und man spart sich die Belichtungsentwicklung. Das wäre aber ebenfalls keine Zauberei. Ich hatte die Toner-Methode aber noch nie ausprobiert. Damals konnte ich mir keinen Laserdrucker leisten.

Wenn es weiter gegangen ist, melde ich mich nochmal, der Job ruft jetzt erst mal wieder.

Gruß
Olli
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  • PCB toner sm.jpg (37.74 kB - 233 times downloaded - latest: Apr 17th 2019, 4:02pm)
  • PCB Cu sm.jpg (36.4 kB - 219 times downloaded - latest: Apr 17th 2019, 4:02pm)
Gruß
Olli

This post has been edited 1 times, last edit by "Olli" (May 23rd 2018, 9:05pm) with the following reason: Rechtschreibunk :-)


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3

Saturday, December 15th 2018, 8:32pm

Nächste Version

Moin,
ich habe den oben beschriebenen Antrieb mal gebaut und kann sagen es klappt.
ABER!"Das bessere ist dem Guten sein Feind" wie der Dativ zum Genitiv zu sagen pflegt.

Sofern man nicht ohnehin digital über den Bus Servos per Decoder ansteuert sondern z.B. am Modul die 3 Weichen bedienen will und die allseits bekannten Kippschalter an der Seite dazu nimmt, kann man es mit der folgenden Lösung gut hinbekommen.

Daher kaufe man sich den schon weiter oben beschrieben Servo aber nicht die dort gezeigte rote Platine und nehme auch nicht einen der Pläne und ätzt los.

Einfach bei ebay einen der quitschblauen Servotester kaufen. Da gibt es für etwas um 1...5-EUR einen mit einem schwarz-gelben Poti und 3 (störend hellen) blauen LEDs.
Wenn man "servotester" eingibt fluppt das. Ich sehe gerade,es gibt jetzt auch Varianten mit schwarz-rot! Ob die anders sind weiß ich nicht.

Stromversorgung:
Der Elektroniker bastelt sich auf Lochstreifenraster ein Netzteil mit Gleichrichter, nachfolgend 7809 im TO 220 Gehäuse (1A um Regelverluste der Schienenspannung ausgleichen zu können), gefolgt von 100 nano gefolgt von 78L05* (s. u.) gefolgt von passendem Elko z. B. 2000µ 16V. Strom liefern die Schienen.Vorteil: kein separates Netzteil notwendig.

Ansonsten Fertignetzteil mit 5 V/1A mit GS-Prüfzeichen. Dieses wird bitte nirgends mit dem Schienenstrom verbunden!
Es dient nur für den Servotester und den Servo als Stromquelle. Unter der Voraussetzung das nicht mehr als 2 3 Weichen gleichzeitig gestellt werden sollte das reichen. Ein Servo braucht etwa 200-300 mA im Anlauf, wenn er in Endposition ist sollte er eigentlich stromlos sein. Wie er das auch wirklich wird, dazu müsstet ihr weiterlesen.

Servotester: z.B. hier (ich kenn' den Verk. nicht, Link vom 15.12.18 )
Dieser ist ja eigentlich gedacht um einen Servo zu testen, also mal hin und her zu drehen, die Mittelstellung zu prüfen oder einen hin-her-Dauerbetrieb zu simulieren. Geht auch ganz gut damit. Ein Taster zum durchsteppen der Modi ist auch drauf.

Das Beste ist, wenn man ihn einschaltet, geht der Tester immer erst in den Potibetrieb, also dem "ich stelle den selber ein"-Modus.
Ersetzt man das einzelne Poti jetzt mit zwei, per 6pol-Umschalter umschaltbaren, 15k Ohm Trimmpotentiometern (das Original-Poti auf meinem Tester hatte ca. 14k), kann man die Endstellung selber bestimmen. Im Prinzip hat man das originale Poti durch 2 neue ersetzt, zwischen welchen man auswählen kann und diese stehen in den jeweiligen Endpositionen.
ACHTUNG WITCHTITCH: Für das originale Potimetallgehäuse eine Brücke vorsehen, sonst wird es nichts! Siehe zurückgebliebene Platinenlötpunkte.
Mit dem Servo kann man jetzt die Weiche stellen. Nutzt man die Bewegung des Servoarms auch noch für das Betätigen von weiteren Schaltern, Hebeln und Tastern kann man Herzstücke polarisieren, Signale mechanisch und elektrisch stellen, Gleisabschnitte schalten, Kaffemaschine einschalten.
Zudem hat er 3 Ausgänge (parallel) und scheint kaskadierbar zu sein, was ich allerdings nicht probiert habe. Aber 3 Servos anschließen zu können bedeutet fast unendlich viele bewegliche Arme/Bowdenzüge/Drähte etc um alles mögliche zu bewegen .

Die Kollegen mit den Lenzweichen könnten sich einen Laternenantrieb basteln, der sogar 1/4 Umdrehungen schafft. :thumbsup:
Kleiner Scherz.

*Bei 3 Servos gleichzeitig könnte es notwendig sein, den 78L05 durch den 1A-Typ 7805 im TO220-Gehäuse zu ersetzen. Ich weiß nicht wie lange der 78L05 1 A abkann, der ist nur für 0,1A Dauerpower.

Wie immer viel Spaß beim Nachbauen. Lasst mal hören welche Erfahrungen ihr habt.
Gruß
Olli

This post has been edited 2 times, last edit by "Olli" (Dec 15th 2018, 8:44pm)


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Heinz Becke

Lokomotivbetriebsinspektor

(86)

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Saturday, December 15th 2018, 9:01pm

Hallo Olli,

da mag alles schon so stimmen was Du so schreibst, aber ich glaube, dass die überwigende Anzahl der Forummitglieder (Schätzung 98-99 %) dieses bzw. die Lösung nicht nachvollziehen können.

Warum? Weil sie nicht die technischen und materielen Voraussetzungen dafür haben. Und auch wenn jetzt hier einige der Leser des Beitrags jetzt protestieren, so ist dies für alle anderen keine Lösung.

Es ist schön, wenn Du dadurch eine Lösung gefunden hast.
Grüße aus Regensburg

Heinz ;)

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5

Saturday, December 15th 2018, 11:18pm

Was willst Du mir sagen?

Hallo Heinz,

dann geh doch zu Netto!
8)


HINWEIS:
Ursprünglich stand hier mehr und ausführlicher formulierter Text. Aber ICH glaube, 1-2% in diesem Forum finden die Kurzversion besser.
Gruß
Olli

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BR96

Bahnhofsvorsteher

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6

Sunday, December 16th 2018, 8:13am

Hallo Olli,

ich finde Deinen Beitrag sehr informativ und hätte das sicher so nachgebaut, aber ich betreibe meine Weichen bereits mit Servo-Antrieben. Ich finde es wichtig, dass auch solche Beiträge gepostet werden, die nicht jeder am Küchentisch nachbauen kann. Den Bau einer Messing-Lokomotive kann auch fast niemand nachbauen, aber diese sind ja hier auch gerne gesehen und willkommen.

Ich wusste bisher nicht, dass es Servo-Tester gibt. Wieder etwas gelernt!

Also danke für Deinen Beitrag!
Grüße - Jörg

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Stephan

Rangiermeister

(139)

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Location: Algermissen

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7

Sunday, December 16th 2018, 10:26am

Moin Olli,

vielen Dank für den schönen Bericht!

Da zuckt es mir förmlich in den Händen auf den Dachboden zu gehen und nach der UV-Lampe und dem Ätzgerät zu suchen.

Ich freue mich immer wieder über Berichte wie deinem indem jemand mit kostengünstigen Mitteln , an den Verkaufsregalen der Modellbahnzulieferern vorbei ,

eine für sich optimale Lösung zu erarbeitet.

Natürlich wird nicht jeder der den Bericht liest das auch alles nachvollziehen können. Müssen sie auch nicht!

Aber bitte dann nicht mit runterziehenden Beiträgen alles platt machen.

Die 92- 98 % können dann ja über Ihre Projekte berichten! Da haben wir alle was von.

Natürlich nur, wenn es nicht darum geht eine Verkaufsverpackung aufzubekommen. :D

8) Ist das eigentlich der wahre Grund warum das Forum immer zwischen Weihnachten und Neujahr gesperrt wird ? ;)

Ich wünsche euch einen besinnlichen und schönen 3. Advent.

Grüße aus Algermissen

Stephan

This post has been edited 1 times, last edit by "Stephan" (Dec 16th 2018, 11:00am)


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stefan_k

Moderator

(348)

Posts: 1,481

Location: 22765 Hamburg

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8

Sunday, December 16th 2018, 10:28am

Moin,

Super Tipp mit dem selbstbau und den billigen Servotestern! Ich benutze die aufwendigere Schaltung von MBTronik, die natürlich teurer ist und mehr Funktionen bietet; aber Deine vorgestellte preiswerte Lösung hat enormen Charme, wenn man mehrere Weichen ausstatten will. Oder andere Servo-Spielereien. ich werde mir auf jeden Fall ein kleines Set zum Spielen und Probieren bestellen.
Freundliche Grüße,
stefan_k

__________________________________
Abonnenten haben mehr davon! ^^

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9

Sunday, December 16th 2018, 11:10am

Moin an Alle,
Auch wenn ich nur einen Kleinen Teil des Beitrages verstehe, finde ich den gut.
Motiviert mich, mich mit der sache etwas zu beschäftigen.
Da ich ja zu den angenommenen 98% gehöhre, die damit nicht so viel anfangen können, will ich damit zeigen, das mich das trotzdem interessiert.
Das Hobby ist vielseitig und nicht jeder kann alles...Wer angibt alles zu können, macht meiner Meinung nach nichts wirklich richtig gut.
Auch solche Beiträge sind wichtig! und Teil der Modellbahn. Und der Beitrag ist auch richtig im richtigem Forumsteil eingestellt.
Wer das nicht kann oder wem es deswegen nicht interessiert, muß das nicht lesen oder komentierren. Normale Kriik ist sicherlich richtig,aber in dem Fall meiner Meinung nach nicht angebracht.
Auch für das eine Prozent sollte im Forum Platz sein. Ich greife auch eher gerne in das fertige Regal, weil es geht. Ich freue mich aber auch über jede günstigere Alternative, abgesehen davon das ich gerne bastle und mich über funktionierende selbstgebaute Sachen freue.
Also Danke für den Beitrag und friedliches Fest
jalo

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10

Sunday, December 16th 2018, 11:11am

was ich bei all den Weichenantriebsbasteleien nicht verstehe

Hi!

Mir ist schleierhaft, warum das Rad immer wieder neu erfunden werden muss. Weichenantriebe gibt es viele fertige preiswerte Lösungen. Sollte die Freude am Basteln aber überwiegen so ist mM nach die Elektronik bei der Modellbahn fehl am Platz wenn der Aufwand unverhältnismäßig ist.

Bei genügend Platz ist der Cobalt Weichnantrieb in digitaler Ausführung zum Preis von 18,50 Euro (Dutzendpreis) mein Favorit. Beim MEAV Traiskirchen haben wir schon 24 Stück davon zur vollsten Zufriedenheit verbaut. Er bietet die Möglichkeit der Herzstückpolarisierung, gleich eingebaut mit an. Eventuell muss man bei einem Kurzschluss trotz Polarisierung dann die beiden Digitalanschlussleitungen am Weichenantrieb tauschen. Und unabhängig von digital kann der Weichenantrieb mit einem oder zwei Tastern manuell umgeschaltet werden. Zusätzlich ist noch ein freier Umschaltkontakt vorhanden.

Wenn es unter der Anlagenplatte wenig Platz in der Höhe gibt so ist der MBT Weichenantrieb MB1 (11 Euro im Fachhandel) die erste Wahl. 4 Stück von denen angesteuert über einen 4fach Weichendecoder von IEK (wichtig ist bei der Bestellung auf den MB1 hinzuweisen wegen der Schaltimpulslänge). Auch die verbauen wir wegen der Zuverlässigkeit gerne. Und die maximal 9 mm Stellweg waren bisher immer ausreichend, meist kommen wir mit 6 mm durch. Bei einem anderen Verein haben wir die Hofmannantriebe - die nicht durch Zuverlässigkeit im Modulbetrieb glänzen - beim Weiterbau der nächsten Module durch die MBT ersetzt.

Beide Weichenantreibe lassen einen manuellen Umstellbetrieb ohne Digitalimpuls zu und melden (wenn verkabelt) die umgelaufene Weiche auch auf das Stellpult zurück.

Wir gehen in Traiskirchen sogar so weit dass wir die bereits vorhandenen Peco Weichenantriebe die tadellos funktionieren durch die Cobalt ersetzen, wegen der langsamen Stellbewegung.

Mein Beitrag soll keine Kritik sein sondern andere Lösungen aufzeigen. Zugegebenermaßen ist der angeführte Preis der Eingangslösung für die Münzenzähler das gelbe vom Ei. Aber wenn ich - wie in meinem Fall - kein Equipment zum ätzen habe und altersbedingt mir auch schon beim Löten schwer tu so sind fertige, preiswerte Lösungen sicherlich die bessere Wahl. Was in der Eingangsrechnung nur am Rande erwähnt wurde sind die Schaltdecoderpreise, Und wenn ich dann noch für die Umschaltung der Servos Servotester zum Umschalten umbauen muss ist mE der finanzielle Aufwand zu hoch. Aber das gilt natürlich nicht für Leute die um des Bastelns willen solche Lösungen machen.

lg Franz

This post has been edited 3 times, last edit by "derfranze" (Dec 16th 2018, 2:31pm)


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Sunday, December 16th 2018, 12:13pm

Hallo Franz,
ich verstehe deine Antwort,
ich denke aber hier geht es nicht nur um günstig, sondern auch um verstehen, wie das funktionirt. Und das Wissen sollte umbeding erhalten und weitergegeben werden.
Wie gesagt ich habe auch kein Problem mit fertigen Sachen.
Und du hast absolut Recht, das das Rad nicht immer wieder neu erfunden werden muß.
Das Basteln macht aber auch Spaß. Und das Ätzen von Leiterplatten ist eigentlich auch nicht so teuer. aber wie gesagt jedem das Seine.
Deine Lösung/Alternativen sind auch gut.
Also bitte nicht als Kritik verstehen.(wie auch deine Antwort)
Ich finde es schön, wenn man sich sachlich und friedlich darüber unterhalten kann.

MfG
Jan

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