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DVst HK

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Tuesday, January 1st 2013, 7:34pm

Stellwerke für Kreiensen

Moin Nullers,

an anderer Stelle wurde ich gefragt, ob ich etwas zum Stellwerksbau berichten würde. Nun ja, fangen wir mal an mit einem kleineren Stellwerk, dem Wärterstellwerk "Ksw" (Kreiensen süd west). Hierbei handelt es sich um mein Erstlingswerk in Sachen Spur Null aus dem Jahr 1981. Und, um es genau zu nehmen: Das Original stand im Bahnhof Vorwohle (Stellwerk "Vo") und das Modell ist ein Nachbau nach Originalplänen im Maßstab 1:45 (einschließlich der Figur, bei der es sich um den "Vo-Prinzen" Albert A. handelt). Damals wollte ich eigentlich den Bahnhof Vorwohle nachbauen - bis ich dann doch mehr Platz für die Anlage zur Verfügung hatte, als ich mir erträumt hatte. Und da es vom alten "Ksw" in Kreiensen kriegsbedingt nur dürftige Unterlagen gibt, die auf eine baugleiche Ausführung schließen lassen, wurde das gute Stück also mit neuem Namen versehen ein paar Kilometer weiter östlich eingepflanzt.

In einem späteren Beitrag werde ich über den Bau des Fdl-Doppelstellwerks "Kfo/Kfw" ausführlicher berichten. Hier zur Einstimmung nur mal ein paar meiner Grundsätze beim Bau von Stellwerken.

Zunächst sollte man sich eingehend mit den verschiedenen Arten von Stellwerkstypen befassen. Hilfreich für die, die nicht den Beruf des (Betriebs-)Eisenbahners gewählt haben ist z.B. folgende Seite im Internet: wehwehweh.stellwerke.de

Als nächstes sollte das Objekt der Begierde möglichst genau vermessen werden, es sei denn, es liegen Pläne vor.

Drittens sollte geprüft werden, ob das Modell sich von den Abmessungen her mit dem Rest der Anlage "verträgt".

Auch wenn man keine Inneneinrichtung nachbauen möchte, sollte man sich trotzdem darüber Skizzen anfertigen, damit man später nicht darauf aufmerksam gemacht werden muss, dass z.B. ein Fenster so nicht eingebaut sein kann, weil man die Wandstärke des Gebäudes nicht berücksichtigt hat. Gerade die Wandstärken, die im Modell ja je nach Bauweise durchaus gut 1 cm betragen können, sollten auch umgesetzt werden, einschließlich der Fensterbänke innen und außen.

Welche Materialien man nun verwendet, hängt mehr oder weniger vom persönlichen Geschmack ab. Bei diesem Stellwerk wurde sehr viel Holz verwendet, dazu Mauerwerksfolie (von Old Pullman aus meinen H0-Zeiten), Schmirgelpapier, Messingprofile und Drähte. Also alles in allem kostengünstig zu beschaffendes Material.

Einige Bauteile für Fenster, Lampen, etc. kamen hinzu. Wie man Fenster selbst herstellt, zeige ich beim nächsten Stellwerk. Die Inneneinrichtung ist bis auf den Ofen, die Uhr, das Waschbecken, die Schaufel, die Stühle, die Lampe und den "Vo-Prinzen" selbst hergestellt. Ausgangsmaterial wieder Holz und Plastikreste. Die Hebel der Hebelbank entstanden aus einem quadratischen Plastikprofil, in das 1mm Ms-Rundprofile als Griffe eingesetzt wurden und von hinten zusätzlich leicht gebogene 0,4mm Ms-Rundprofile als Nachbildung der Handfalle. Die Seilscheiben sind verwertete Teil ausgemusterter Jeans, deren Druckknöpfe eine gute Nachbildung ergeben - aber die kann man auch kaufen, man muss nicht gleich seine beste Jeans schreddern....



Alles andere ist eine Frage des persönlichen Geschmacks in der von der Detaillierung her nach oben offenen Spur 0 - Skala.

Soweit als kleiner Einstieg in das Thema. Die Fortführung des Beitrages mit dem zweiten Stellwerk wird weit umfangreicher und in den nächsten Wochen - je nach Lust und Laune - hier in mehreren Etappen fortgesetzt.
Eckhard

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FrankB

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Tuesday, January 1st 2013, 8:02pm

Einfach nur Super, mir fehlen die Worte. :thumbsup:
Wünsche immer Spaß beim basteln :thumbup:


Gruß Frank

DVst HK

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Tuesday, January 1st 2013, 10:22pm

Kfo / Kfw

Nachbau des Fahrdienstleiterstellwerks „Kfo/Kfw“ auf Bahnhof Kreiensen

Nachdem mein Freund Nafets mir nun doch schneller als erwartet meine Zeichnungen für das Forum aufbereitet hat, setze ich den Beitrag gleich mal fort.

Zuerst möchte ich mich - wie eingangs schon geschrieben - mit dem Vorbild beschäftigen.

Bevor 1956 das DrS 59 – Stellwerk „Kf“ in Kreiensen in Betrieb genommen (und 2012 wieder außer Betrieb genommen wurde) und die Nord-Süd-Strecke elektrifiziert wurde, befanden sich dort eine Vielzahl von Stellwerken, um die Gleisanlagen der Ost- und Westseite zu steuern. Zu Reichsbahnzeiten der dreißiger Jahre gab es auf der Westseite die mechanischen Wärterstellwerke „Ksw“ (Süd-West), „Krg“ (Rangier-/Güterbahnhof) und „Knw“ (Nord-West); auf der Ostseite „Kso“ (Süd-Ost) und „Kno“ (Nord-Ost). Kurz nach dem 2. Weltkrieg wurde ein Vorschlag meines Großvaters umgesetzt, der damals in Kreiensen als Rangierer arbeitete, als die sogenannte Umfahrung „hinterm Berg“ gebaut wurde, damit die Rangierfahrten nicht immer über das Kreuz fahren und dabei lange Wartezeiten in Kauf nehmen mussten. Hierbei wurde das mechanische Stellwerk „Ku“ (Kreiensen Umfahrung) erbaut, von dem mir leider keine Fotos vorliegen und das nur wenige Jahre in Betrieb war.

Zentral und dominant im Bahnhof stand jedoch das Fahrdienstleiter-Doppelstellwerk „Kfo/Kfw“ (Fahrdienstleiter Ost / Fahrdienstleiter West). Auf den Plänen aus Anfang der dreißiger Jahre ist es ein rechteckiger Bau von 14,40 x 5,40 Metern, der sich über 3 Stockwerke erstreckt. Mündliche Überlieferungen und einige Bilder aus dieser Zeit lassen darauf schließen, dass dieses Doppelstellwerk ein mechanisches Stellwerk war. Bilder aus den fünfziger Jahren belegen, dass dieses Stellwerk in ein elektromechanisches umgebaut wurde. „Kfw“ soll ein E43-Stellwerk und „Kfo“ ein elektromechanisches 4-Reihen-Stellwerk gewesen sein. Bei diesem Umbau ca. Mitte der dreißiger Jahre ist auf der südlichen Seite ein dreistöckiger Anbau für ein neues Treppenhaus, Zentralheizung und Toilettenanlagen dazugekommen. Auch wurde ein weiterer einstöckiger Anbau als Aufenthaltsraum für die Weichenschmierer und Schneewachen errichtet.

Die Vorbildgotos stammen aus dem Archiv des Bahnhofs Kreiensen und wurden - nachdem sich bei Auflösung der Dienststelle 1994 niemand dafür interessierte - vom damaligen DVst HK dem Heimatmuseum Kreiensen übergeben.












Auf meiner Spur 0 – Anlage, die als Vorbild jetzt den Bahnhof Kreiensen in der späten Epoche III hat, müsste eigentlich das DrS 59 - Stellwerk „Kf“ stehen. Da ich aber während der ersten 10 Jahre des Baus der Anlage noch die Epoche II Anfang 1930 gewählt hatte, passen die Gleisanlagen nicht dazu. Mit Wechsel auf Epoche III konnte ich zwar die Umfahrung noch nachbilden, aber am Gleisplan an sich keine wesentlichen Änderungen mehr vornehmen. Auch waren schon alle Gleisanlagen mit den Nachbildungen der Drahtzugleitungen für mechanische Stellwerke ausgerüstet. Für das Fahrdienstleiterstellwerk bedeutet dies, dass die Bauform der fünfziger Jahre mit der Technik Anfang der dreißiger Jahre nachgebildet wird und in den 60er Jahren spielt...

Bisher stehen schon die mechanischen Wärterstellwerke „Ku“ und „Ksw“ (siehe oben), geplant sind noch die Stellwerke „Kno“ und „Knw“.

An dieser Stelle erfolgen nun die grundsätzlichen Überlegungen zum Nachbau des Stellwerks „Kfw/Kfo“, die in dieser Form auch für andere Gebäudenachbauten angewandt werden können.

Zunächst ist der Grundriss des Gebäudes maßstäblich aufzuzeichnen und die Position auf der Anlage zu überprüfen. Wenn das Ergebnis mit den vorliegenden Fotos zufriedenstellend übereinstimmt, sollte man sich im nächsten Schritt unbedingt mit der Inneneinrichtung befassen, unabhängig davon, ob man diese später im Modell auch nachbilden will. Bei Berücksichtigung ausreichender Wandstärken, vernünftiger Raumaufteilung, Platz für Treppen und sonstiger Details wird sich noch die eine oder andere Korrektur ergeben. Insbesondere das Treppenhaus hält dabei so manche Tücke bereit. Anders sieht es natürlich aus, wenn als Basis die Originalpläne herangezogen werden können. Dies war in meinem Fall jedoch nicht möglich, ich war auf einfache Grundrisszeichnungen, historische Fotos und mündliche Schilderungen meines Vaters angewiesen, der in seinen ersten Eisenbahnerjahren in Kreiensen auch auf diesem Stellwerk tätig war.








Wird fortgesetzt
Eckhard




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Wednesday, January 2nd 2013, 6:27pm

Kfo / Kfw Teil 2

Nach den vorangegangenen Arbeiten sind nun alle Seitenansichten maßstäblich zu zeichnen.







Welches Baumaterial ist zu wählen? Dafür gibt es nach meiner Erfahrung keinen Königsweg, viele Wege führen nach Rom. Ich nehme meistens das, was ich so rumliegen habe und dafür passt - mal Holz, mal Kunststoff, mal auch Platten von verschiedenen Anbietern. Als Baumaterial habe ich in diesem Fall Polystyrol - Platten unterschiedlicher Stärken gefunden, die ich mittels Nitro aus dem Baumarkt (wegen der Dämpfe im Freien!) bombenfest und rückstandsfrei verklebe. Die Platten lassen sich leicht zuschneiden und mit Feilen, Schmirgelpapier oder Messern gut bearbeiten. Nachdem die Außenmauern und Geschossdecken des Stellwerks mit den Platten standen, wurden sie mit herumliegenden uralten geprägten Mauerwerksplatten verkleidet, die mit Pattex oder Uhu gut verklebt werden können. Die unterschiedliche Färbung der Platten ist der Sonne zu verdanken, die nach Jahrzehnten der Lagerung die oberste Platte gelb gefärbt hatte. 8) Die aufgeklebten geprägten Mauerwerksplatten werden an den Kanten später mit der Feile und Schmirgelpapier bearbeitet, damit keine Nähte an den Kanten mehr zu sehen sind. Alle Materialien, auch Treppenstufen, erhält man in gut sortierten Bastelläden oder im Internet z.B. bei http://www.modulor.de/shop/. Wer mal Urlaub in Berlin macht, sollte die Gattin Schuhe aussuchen lassen und während dieser Zeit den dortigen Laden besuchen :whistling: - als ich bis vor kurzem einige Jahre in Berlin wohnte, habe ich mich dort immer wieder umgesehen und jedesmal etwas Brauchbares gefunden. Die schwarzen Sonnenblenden stammen übrigens von Addie. Die Fensterbänke entstanden wieder aus Polystyrolstreifen.











Ich habe das Stellwerk so konstruiert, dass die Inneneinrichtungen für jedes Stockwerk als komplettes Bauteil eingeschoben werden könnten. Aus Stabilitätsgründen bei den langen Seitenwänden habe ich dann aber die Geschossdecke zwischen 1. und 2. Stock fest verklebt. Darauf und darunter wurden die Innenwände geklebt. Da ich wegen der kleinen Fensteröffnungen im 1. und 2. Stockwerk nur die Innenwände nachgebildet habe, habe ich letztendlich nach Abschluss aller Arbeiten im 2. Stockwerk schließlich später doch den Bedienraum im 3. Stockwerk fest eingebaut, damit es mit den diversen Anbauteilen nicht so kompliziert wurde - reine Faulheit meinerseits. :D Als Einschübe blieben das Erdgeschoss, das Treppenhaus und die Toiletten. Dazu demnächst mehr. Das Dachteil ist nur lose aufgelegt und wird durch Streifen aus Polystyrol, die an den Außenwänden anliegen, in richtiger Position gehalten. Die Öffnungen im Dachteil sind für die Beleuchtung vorgesehen. Der Schornstein wird von unten bis oben freigängig ausgeführt, damit dort später die Kabel für die Beleuchtung durchgeführt werden können, die oberhalb der Decke des 3. Stockwerks im Dachbereich ausgefädelt werden.








Das Einfärben des Mauerwerks erfolgte zunächst flächig mit einer Nitro-Farbe in rotem ziegelähnlichem Farbton. Darauf kamen zunächst helle Farbaufträge mit Plakafarbe für die Fugen, die von der Mauerwerksoberfläche weitgehend wieder abgewischt wurden. Anschließend verschiedene Lasuren in braunen Farbtönen. Für mein Empfinden sollten die Fugen nicht zu stark betont werden, da bei gepflegten Ziegelbauten aus etwas Entfernung die Fugen kaum noch wahrzunehmen sind. Häufig sind die Fugen in älteren Mauerwerken auch nicht mehr hell, sondern dunkel durch Ruß, Moos oder Witterungseinflüsse. Dies muss allerdings jeder nach seinem eigenen Geschmack entscheiden.

Der obere Teil des Gebäudes ist ein Beton- oder Spannbetonbauteil und muss dementsprechend eingefärbt werden. Den gleichen Farbton erhalten die Fensterbänke und die herauskragenden Betonplatten an den Seiten des Bedienraumes. Auch die Sonnenblenden erhalten ein Weathering, nachdem sie vorher noch mit den Dachrinnen aus Polystyrol-Halbrundprofilen und Schellen (dazu später mehr) bestückt wurden.










Wird mit dem Fensterbau fortgesetzt
Eckhard

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Thursday, January 3rd 2013, 9:27pm

Fenster

Zum Fensterbau eignen sich bestens Polystyrol-Streifen oder aus Platten herausgeschnittene Streifen. In mehreren Lagen verklebt erhalten sie eine sehr gute Stabilität und lassen sehr zierliche Strukturen zu. Der prinzipielle Aufbau ergibt sich aus den Zeichnungen. Es können nicht nur alle üblichen Fenstergrößen und -formen damit hergestellt werden, auch ist die Methode recht preisgünstig im Vergleich zu dem, was man üblicherweise für fertige Fenster auf den Tisch legen muss. Interessant ist auch, dass die mit Filzstift angebrachten Markierungen sich durch das Zusammenkleben mit Nitro auflösen und in alle Ritzen kriechen: dann muss man die Fenster gar nicht lackieren und sie sind schon etwas schmuddelig, wie meist beim Original auch.










Als Fensterglas wurden Vivak – Platten von 0,5 mm Stärke genommen, das sich in dieser Stärke sauber mit der Schere schneiden lässt. Die Scheiben (z.B. http://www.modulor.de/shop/) sind beidseitig zum Schutz mit einer Folie bezogen. Die innere Folie auf den Vivak-Scheiben sollte erst zum Schluss entfernt werden, damit die Scheibe lange geschützt bleibt. Polystyrol und Vivak klebe ich rückstandsfrei mit Nitro. Auch die großen verglasten Flächen im Bedienraum sind damit keine Hexerei. Ein Besucher sagte mir einmal, dass die Scheiben beim Vorbild nie sooo sauber gewesen seien...











Wird mit der Dacheindeckung fortgesetzt
Eckhard

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moba-tom

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Friday, January 4th 2013, 8:16am

Hallo Eckhard,

ein großer Aufwand, aber er lohnt sich! Toller Modellbau!

Lackierst Du die Fenster noch vor em Einbau?

Gruß
Thomas
ARGE-Mitglied Nr. 1875
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DVst HK

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Friday, January 4th 2013, 12:28pm

Moin Thomas,

der Aufwand für den Bau war tatsächlich sehr groß, insbesondere die Vorbereitungen. Aber ohne Aufwand kriegst Du auch kein überzeugendes Ergebnis beim Selbstbau. Für den Forumsbeitrag hier ist der Aufwand minimal, da Zeichnungen und Bilder ja vorhanden sind und auch der Text teilweise schon geschrieben war und nur überarbeitet werden muss.

Die Fensterrahmen habe ich nicht lackiert, ist auch nicht nötig, wie ich geschrieben habe. Es sei denn, Du möchtest einen anderen Farbton haben. Mein Vorbild hatte aber weiße Fensterrahmen.

Eckhard

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Friday, January 4th 2013, 4:53pm

Dacheindeckung Teil 1

Es regnet und regnet und regnet... Da sollten wir mal zusehen, dass wir das Dach schnell dicht kriegen! Die Dacheindeckung kam diesmal von http://www.bergischermodellbau.de/html/k…nsmaterial.html . Hilfreich und vor Verschnitt der Dacheindeckung schützend ist es, zuvor aus Polystyrol die Dachflächen zu schneiden und davon die Formen auf die Dacheindeckung zu übertragen.

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Die Klebung von Resin-Platten geht bestens mit Klebstoff von Ruderer. Die Fugen können mit Plastik-Spachtel oder aber wie bei meinem Stellwerksdach an den Firstziegeln - mit dickflüssiger Plakafarbe verfüllt werden, was im Original allerdings mit Mörtel erfolgte. Die Erfahrungen mit dem Resin sind bestens und ich werde es künftig häufiger verwenden. Etwas zeitaufwändig ist das Bearbeiten der später sichtbaren Kanten, da das Material 4-5 mm dick ist. Ich habe es an diesen Kanten mit einer Mini-Bohrmaschine und Fräsern so abgefräst, dass bis in etwa 5 mm Tiefe nur die dünnen Ziegel übrig blieben. Gleiches gilt für die Unterseiten der Firststeine am Ende einer Firstabdeckung. Die Dachabdichtung in der Kehle und an den Schornsteinen habe ich mit 0,2 mm Kupferblech vorgenommen, da es sich sehr leicht an die Bauteile anschmiegen lässt. Die Einfärbung des Daches erfolgte wieder mit Lasuren, die mit Alkohol verdünnt sich sehr gut verteilen lassen.


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Wird mit der Dacheindeckung Teil 2 fortgesetzt
Eckhard

This post has been edited 1 times, last edit by "DVst HK" (Jan 4th 2013, 11:27pm) with the following reason: Falscher Link gesetzt in der 2.Zeile


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Friday, January 4th 2013, 11:56pm

Dacheindeckung Teil 2

Im letzten Beitrag ist mir ein Fehler unterlaufen. ;( Hab ihn dort korrigiert, lautet jetzt richtig: "Die Dacheindeckung kam diesmal von http://www.bergischermodellbau.de/html/k…nsmaterial.html "

Und da ich nun schon mal an diesem Thread sitze, gehts gleich weiter mit der Dacheindeckung Teil 2. Da ist zunächst das Dach des Anbaus, der ja auch nicht im Regen stehen soll. Der Aufbau erfolgt analog dem Dach im Teil 1 der Dacheindeckung. Zu berücksichtigen ist hierbei aber, dass der Schornsteinfeger ohne Gefahr sein schmutziges Geschäft verrichten können soll. Auf dem relativ flachen Dach des Stellwerksgebäudes mit dem niedrigen Schornstein kommt der schwarze Mann gut aus der Dachluke heraus und an den Schornstein heran. Das steilere Dach des Anbaus mit dem hohen Schornstein erfordert hingegen einige Hilfsmittel, damit nicht jedesmal ein neuer Schornsteinfeger kommen muss ... :whistling:


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Dachrinnen entstehen aus 3 oder 4 mm Halbrundprofil aus Polystyrol, Regenfallrohre entstehen aus 2,5 mm Polystyrol-Stangen. Zur Stabilisierung im Bogenbereich und bei Anschlüssen zwischen 2 Baugruppen werden die Regenfallrohre mit 1 mm aufgebohrt und innen durch 1 mm Messingdraht verstärkt.

Die Imitation der Befestigungen der Regenfallrohre mittels Schellen am Gebäude werden aus selbstklebenden Haftetiketten geschnitten. Die preisgünstigsten gibt es bei der Post kostenlos als Paketaufkleber :D - da sie später sowieso lackiert werden. Etwa 5 mal werden sie um das Rohr gewickelt, fertig ist die Schelle. Der Wandhaken wird mit 1mm Drahtstücken durch die Schelle in das vorher angebohrte Rohr gesteckt. Bei den Dachrinnen habe ich nur eine Lage zur Imitation der Halterungen genommen, würde heute aber besser 2 oder sogar 3 Lagen wählen, damit sie besser sichtbar sind.


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Wird mit der Inneneinrichtung fortgesetzt
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Saturday, January 5th 2013, 9:12pm

Inneneinrichtung Teil 1 - das Treppenhaus

Das Treppenhaus ist ja eines der wichtigsten Bauteile, wie sollte man sonst in den Bedienraum im 3. Stock kommen ?( . Beleuchtet werden soll es auch und muss deshalb so gebaut werden, dass es von außen überzeugend wirkt. Dabei lässt sich lichtspielmäßig bestimmt noch viel mehr einbauen, als ich es gemacht habe.

Soll die Inneneinrichtung nachgebildet werden, müssen die Innenwände verkleidet werden. Dies ist auch besonders deshalb erforderlich, damit die Vivak-Fensterscheiben nicht zerkratzt werden, wenn die Inneneinrichtung als komplettes Bauteil später eingeschoben werden soll, so wie ich das u.a. in diesem Treppenhaus gemacht habe. Im Bereich der Fenster ist das Bauteil offen (so wie hier) oder die Fensteröffnungen sind von den Außenwänden auf das Bauteil zu übertragen und entsprechend auszuschneiden, wie es z.B. im Bereich der Toiletten notwendig ist (siehe folgendes Bild).


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Das Treppenhaus wird als von oben einschiebbares Bauteil komplett fertiggestellt. Dabei ist gerade hier auf logischen Aufbau zu achten. Nur zu schnell passiert es, dass Stufenhöhen nicht passen, die Flächen für die Etagen und Zwischenetagen zu klein geraten oder die Geländer nicht stimmig sind. Die farbliche Gestaltung kann an diesem separaten Bauteil abschließend sehr bequem vorgenommen werden.


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Auch wenn die Fensteröffnungen relativ klein sind, so wie in Treppenhäusern alter Betriebsgebäude häufig anzutreffen, ist dennoch recht viel von dem Treppenhaus zu sehen, je nach Blickwinkel unterschiedliche Aspekte und damit interessant für den Betrachter.

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In den eingeschobenen Bauteilen wird auch gleich die Innenbeleuchtung integriert, die später an die Verteilerleitung im Schornstein mit angeschlossen wird. Dabei kann jedes Bauteil separat geschaltet werden. Mit LEDs und evtl. digital geschaltet (siehe aktuelle SNM Online Seite: Bauteil von Schnellenkamp) geht das heutzutage noch viel komfortabler.


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Wird mit der Inneneinrichtung Teil 2 fortgesetzt
Eckhard

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Sunday, January 6th 2013, 5:42pm

Inneneinrichtung Teil 2

Die Inneneinrichtung im Anbau wird nun mit einfachen Mitteln dargestellt. Das kann so oder so ähnlich in jedem Gebäude geschehen. Zunächst sind die Innenwände einzufügen, danach wieder die Innenverkleidung der Außenwände, wo von außen aus einsehbar. Die Ausgestaltung kann noch viel weiter getrieben werden, als hier vorgestellt. Ich bin auch noch nicht fertig damit, habe mir das aber für viel später aufgehoben, wenn ich mal nichts mehr an der Anlage zu tun habe... :whistling:

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Gegenüber dem Treppenhaus befinden sich die Wasch- und Toilettenräume. Auch hier kann ein Einschub von oben gestaltet werden. Wegen der sehr kleinen Fenster sind die Einblicksmöglichkeiten von außen jedoch sehr beschränkt.

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Geöffnete Türen und eine Beleuchtung dieser kleinen Szenen lässt allerdings auch bei kleinen Fenstern Einblicke zu, zumal wenn man durch einen Raum hindurch eine offene Tür sieht, hinter der es dann weitere Räumlichkeiten gibt, wirkt das besonders realistisch.

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Wird mit der Inneneinrichtung Teil 3 fortgesetzt
Eckhard

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Monday, January 7th 2013, 12:50am

Inneneinrichtung Teil 3

Der Urlaub ist vorbei, die Zeit wird wieder knapper - deshalb noch schnell den nächsten Teil.

Kommen wir nun zum Bedienraum im 3. Stock. Insbesondere dieser gut von außen einsehbare Bedienraum bedarf einer detaillierten Inneneinrichtung. Hierzu gehören neben den Fensterbänken, Türen und Türrahmen selbstverständlich Stühle, Tische, Schränke und die gesamte technische und nichttechnische Ausstattung.

Als Fußboden dient eine Bretterimitation aus Holz, die entsprechend der üblichen Bretterlänge geritzt und dann gebeizt wurde.


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Die Hebelbank, die Blockwerke und die Verschlusskästen sind in diesem Doppel-Stellwerk auch doppelt ausgeführt (jeweils für die Ostseite und für die Westseite) und deshalb sehr umfangreich. Daher musste eine sehr kompakte Bauform gewählt werden, die den Originalmaßen entspricht. Eine Ausführung wie auf Stellwerk "Ksw" hätte zu viel Länge beansprucht. Ein vorhandenes Bauteil für die Hebelbank wurde überarbeitet und von einem Freund für mich mehrfach abgegossen. Durch die flache Bauweise konnten alle notwendigen Hebel untergebracht werden (die für dieses Stellwerk auf meiner Anlage notwendig sind). Andere Teile, wie z.B. Teile vom Blockwerk und Schränke, konnten bei Ebay günstig ersteigert und angepasst werden oder fanden sich in den Bastelkisten - einige lagen schon 30 Jahre dort. Wieder andere Teile, wie z.B. Signalwinden, Allfernsprecher oder Schreibtische wurden selbst hergestellt. Telefone der alten Bauart konnte ich kürzlich auch erlangen und werde sie noch einbauen. Wer weiß, was alles noch kommt - Orientierung am Vorbild hilft weiter.


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Die Bedienplätze der Fahrdienstleiter, der Zugmelder und des Weichenwärters, Schränke, Aushänge und alles, was so rumsteht und rumliegt sind nachzubilden, wie es gefällt und dem Vorbild nahe kommt. Dabei kommen selbst gebaute Teile zum Einsatz oder Bauteile von bekannten Herstellern (z.B.: Schreibtischlampen von Wenz). Manchmal hat man auch Glück und findet in Zeitschriften maßstäbliche Dinge zum Ausschneiden, wie z.B. die K- und L-Scheibe (siehe nachfolgenden Teil 9), das Werkzeugbrett oder Tafeln (aus dem Eisenbahnmagazin Ende 2010 oder Anfang 2011).


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Letztendlich kann durch vorbilgerechte farbliche Behandlung der Bauteile ein hohes Maß an Vorbildtreue erzielt werden, auch wenn die einzelnen Bauteile nicht immer von solcher Spitzenqualität sind, wie es hier im Forum von einigen Usern uns schon gezeigt wurde. Einige der von mir verwendeten Teile bekommt man in besserer Qualität bei http://www.spurnull-magazin.de/neuheiten…esin-studio-95/ - die haben natürlich ihren Preis...den ich mir nicht immer leisten kann. Aber Selbstbau bzw. Umbau/Ergänzung anderer Teile macht auch das Leben eines Nullers aus!

Wird mit letzten Ergänzungen fortgesetzt
Eckhard

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Monday, January 7th 2013, 8:49pm

Kommen wir zum Abschluss der Baubeschreibung.

Zur Vollendung des Außengebäudes (Geländer, Scheinwerfer für die Fahrwegprüfung und zum Geben von Signalen an die Lokführer) ist eine Schaffenspause gut für die Kreativität bei den letzten Arbeiten. Oft sieht man auch in anderen Beiträgen Dinge, die auf das eigene Modell mehr oder weniger abgewandelt übertragen werden können. Auch jetzt sind noch Änderungen geplant, weil ich während dieses Beitragsbaumes z.B. darauf aufmerksam gemacht wurde, dass die Schrifttypen am Gebäude nicht vorbildgemäß sind. Dem kann demnächst abgeholfen werden, weil Nafets mir dankenswerterweise die richtigen Schrifttypen zur Weiterverarbeitung zur Verfügung gestellt hat, wie ich schon an anderer Stelle schrieb. Und wer weiß, was noch an Hinweisen von anderen Freunden kommt...

Es kommen auch hier wieder unterschiedliche Materialien zum Einsatz: Für das Geländer am Bedienraum auf der Westseite wurden Messingprofile verarbeitet, der Außenscheinwerfer besteht aus Plastik- und Messingresten. Auch die K- und L-Scheiben (siehe letzter Beitrag) aus dem Eisenbahn Magazin sind auf dem 3. Bild gut zu erkennen.


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Das gesamte Gebäude wurde auf einem herausnehmbaren Segment der Anlage befestigt. Die weitere detaillierte Ausstattung dieses Segmentes (Fahrräder, Schmiertöpfe, Eimer, Besen, Altschwellen, Altschienen, Preiserlein) schreitet voran und kommt irgendwann zum Abschluss. Eile ist dabei nicht notwendig.


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Und nun kann es in die Anlage als eines der zentralen Bauwerke integriert werden. Die nächsten (und letzten) Bilder des Stellwerks wurden anlässlich eines Fahrtages (und -nacht) vor einem Monat von einem Freund aufgenommen, dessen hier im Forum bekannte (weil von ihm vorgestellte) Lok auf dem letzten Bild zu sehen und auf der Anlage toll gefahren ist. :thumbsup: Zu sehen ist auf diesen Bildern auch, dass sich das Dach an den Außenseiten etwas gewölbt hat - das muss noch einmal nachgearbeitet werden - Null-Probl...(no, das Label ist ja schon vergeben) :thumbup:


3-1

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3-4

Bilder von hoher Qualität (5-9 MB) kommen hier im Forum nicht so richtig zur Geltung, aber im nächsten SNM-Heft mal wieder. Auch auf einer neuen DVD wird das geschehen, geplant mit Bildern und Filmen vermutlich noch 2013.... und dann hoffentlich mit "Knw" als nächstem Stellwerks-Projekt und der Bahnsteigüberdachung, die derzeit in Arbeit ist. Oder doch noch das Trumm von Empfangsgebäude, das als Modell fast jedes Diorama sprengen (und vermutlich auch meine Modellbahnkasse) und im Original ziemlich jeden Sportplatz bedecken würde? ;( Na ja, Fertigstellungstermin bestimmt nicht mehr in 2013. Alle neuen Projekte werden zuerst im SNM vorgestellt und dann später ausführlich auf meiner DVD.

Im Forum werde ich neben dem Thread "Kraansen - das Original von Cry Ensen" demnächst noch ein altes Projekt mit Baubeschreibung vorstellen, über das ich schon viel früher mal in der ARGE Spur 0 Lokomotive berichtet hatte:

"Ein Viadukt an der Leine"

"Ich habe fertig" - aber nicht mit der Anlage... "und das ist gut so!" :D
Eckhard Huwald

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bernard1967

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14

Tuesday, January 8th 2013, 8:00pm

Hoi Eckhard ,

Sehr viele dank für deine bericht uber die bau von das schone stellwerk. Und bin sehr gespant wie es weiter geht mit der Bahnhof und Bahnsteigüberdachung

Mit freundliche grussen,

Bernard 1967 aus der Niederlanden,

PS die bilden sein immer sehr schöne und sehen aus nach der CD mit neue bilden und films Ich bin sehr begeistert von deine schöne grosse modellspur nul bahn :thumbsup:

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fritz

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Friday, January 11th 2013, 10:15am

Hallo Eckhard,
Großese Lob an deiner Arbeit, ist ein sehr schöner Bericht und sehr ausführlich
Das ist Gebäudebau pur wie mann sich das wünscht.
Grüße aus OÖ
Fritz :)

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Saturday, January 12th 2013, 6:11am

Hallo Eckhard,

einfach super, wie Du die Häuser patiniert hast. Aber wenn ich die Innenausstattung des Stellwerks sehe, dann geht mir als bekennenden Detail-Fan echt das Herz auf.
Wie willst du dich da noch steigern ? gfl. animierte Preisser und bewegte Stellhebel ? :whistling:
Markus Müller, Berlin
http://www.Spur0e.de

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Saturday, January 12th 2013, 11:49am

Moin Markus,

das musst DU gerade sagen! Ich denke da nur an Deinen Münzfernsprecher, womöglich mit abnehmbarem Hörer... :thumbup: das hat MICH fasziniert.

Aber im Ernst, steigerungsfähig ist man immer, wenn man Lust auf solche Details verspürt. Bei einer großen Anlage kann man das nicht immer und überall machen, aber ab und zu sich solch eine Szenerie vornehmen und das umsetzen, was man kann, macht dann doch Spaß. Im Augenblick macht es mir Spaß, den Bahnsteig möglichst weitgehend zu detaillieren, z.B. die Abfahrt- und Ankunftpläne nicht einfach irgendwo aufzukleben, sondern in einem verglasten Kasten wie beim Original unterzubringen...oder ebenso bei den Kästen mit den Zuglaufbändern. Bin aber erst am Anfang, habe viele Ideen und Vorbildinfos und muss mal sehen, was da geht. Animation von Figuren, etc. ist aber eher nicht mein Ding, das können andere weitaus besser.

Gruß aus Kreiensen
Eckhard

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Saturday, January 12th 2013, 12:32pm

Hihi,

och das mit dem Abnehmen des Hörers wär technisch kein Problem, aber sowohl meine Preiser-Figuren, als auch die Zinnfiguren weigern sich Etwas in der Hand zu behalten, was da dann nicht angeklebt ist.

Bei der Animation in deinem Stellwerk dachte ich auch nur an was einfaches. z.B. den Arm durch ein Stück Siliconschlauch ersetzen und dann einen der Stellhebel 30-40 Grad vor und zurück schwenken lassen :whistling:

Aber was für ein Glück, dass ich nur ortsbediente Weichen habe und die nur der Bahnbetreiber persönlich stellen darf. ;)
Markus Müller, Berlin
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Husbert

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Thursday, August 21st 2014, 3:33pm

Hallo Eckard,
tolle Bauprojekte: Respekt!!
Leider ist Dir ein Fehler bei der Kehle unterlaufen: Die Kehlbleche liegen unter den Ziegeln weil sonst das Wasser unters Dach läuft!
Sorry, habe Dein wunderschönes Gebäude erst jetzt gesehen.
Gruß aus Husby
Berthold

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