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  • "Dieter Ackermann" started this thread

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Sunday, August 5th 2012, 8:56pm

[Spurensuche] Spurensuche - Gebäude aus der Familiengeschichte in 1:43 - Das 'Spritzenhaus' in Ostwig, Sauerland

[Spurensuche] Spurensuche - Gebäude aus der Familiengeschichte in 1:43

Das 'Spritzenhaus' in Ostwig


Hallo liebe Spur 0 Freunde,

meine Reise von Niederschlesien nach Westfalen hat nun zwar etwas länger gedauert, als ich ursprünglich gedacht hatte, aber das macht die 'Spurensuche' ja auch oft so interessant und spannend ... Jetzt aber bin ich in Ostwig im Hochsauerland angekommen, dem Dorf, in dem ich etliche Jahre meiner Kindheit verbracht hatte - Jahre, die im Rückblick prall gefüllt waren mit Erlebnissen und 'Abenteuern', mit unbeschwertem Spielen und -zugegeben- nicht gerade wenigen 'dumme-Jungen-Streichen', über die sich dann 'das halbe Dorf' aufregte ...

Als ich unseren Berliner Enkel Moritz nach Fertigstellung der alten schlesischen Wehrkirche gefragt hatte, welches Gebäude er sich als nächstes für die Spur 0 -Modellbahnanlage wünsche, musste er nicht lange überlegen: "ein Feuerwehrhaus, Opa!"
Zur Erinnerung - Moritz und seine Schwester Annika sind die Hauptaktionäre der schon legendären 'Moritz-Bahn AG' mit Sitz in Berlin und Ettlingen, und Moritz hat natürlich in seiner Funktion als Geschäftsführender Gesellschafter in allen Belangen das letzte Wort!

Also ein Feuerwehrhaus! Ich musste unwillkürlich lächeln, denn mir war in dem Moment sofort klar, welches Feuerwehrhaus ich nachbauen würde - das alte 'Spritzenhaus' am Dorfrand von Ostwig, dem Heimatort meiner Mutter. Hier hatten wir Kinder in den 1950er Jahren an so manchem Samstag-Nachmittag den Männern der Freiwilligen Feuerwehr bei ihren Übungen zugeschaut, wie sie unter den aufmerksamen Blicken des 'Feuerwehr-Hauptmanns' auf Leitern das Dach bestiegen, sich von dem hohen Schlauchturm abseilten oder an ihrer Ausrüstung werkelten.



das 'Spritzenhaus' (ganz oben, das 2. Haus von rechts, das Haus meiner Grosseltern) - Faszination der kurzen Wege ...

Aber - das Feuerwehrhaus meiner Kindheit war in den 1980ern der Modernisierungswut zum Opfer gefallen und abgerissen worden, weil es den Anforderungen der Zeit nicht mehr genügte ... "Heute", so sagte mir der Dorf-Chronist während meiner 'Spurensuche' im vergangenen Jahr, "heute würde man ein solches Bauwerk unter Denkmalschutz stellen und einer anderen Nutzung zuführen, statt es einfach abzureissen".

Okay, dachte ich, es muss ja "irgendwo" nach Baupläne geben, denn das 'Spritzenhaus', wie man es in Ostwig nannte, war ja erst 1930 gebaut worden - mitten in der Weltwirtschaftskrise ... Es folgten Telefonate und mail-Korrespondenzen ohne Ende, aber jedes Mal mit dem langsam frustrierenden Resultat "nein, da haben wir leider gar nichts mehr, wahrscheinlich verbrannt bei den Bombenangriffen". Nun ja, es hatte zwar Angriffe auf das wichtige Bw Bestwig der oberen Ruhrtalbahn gegeben, aber Ostwig ... ?"



ein Auto als Basis für die Planerstellung ...

Es half nichts, ich sah irgendwann ein, dass ich versuchen musste, das Gebäude auf der mehr als spärlichen Basis von zwei Fotografien und einem Aquarell (!) nachzubauen, ohne jeden Grund- und Aufriss und ohne auch nur annähernd verlässliche Maßangaben. Dachte ich. Aber dann brachte es der Zufall mit sich, dass ich mich eines Tages mit einem befreundeten, emeritierten Professor der Geodäsie unterhielt und ihm mein 'Problem' schilderte. Er warf einen Blick auf die beiden Fotos, die ich ihm gezeigt hatte, klopfte mir auf die Schulter und grinste vieldeutig "ich schau mir das mal zu Hause an ... "



"Ausser Dienst" - kurz vor dem Abbruch 1075

Am folgenden Tag brachte er mir die beiden Fotos zurück und zog einen eng mit Formeln beschriebenen Bogen Papier aus der Tasche "da hast du deine Masse!" Ich war verblüfft! "Ganz einfach" kam er meiner Frage zuvor "Ausgangspunkt sind Grösse und Position des Autos der Kontroll-Kommission! Du hättest früher einfach mal zu meinen Vorlesungen kommen müssen ... !" Dieses Grinsen - fast schon diabolisch ...

Und damit sage ich "bis demnächst" und

beste Grüsse

Dieter

This post has been edited 2 times, last edit by "Dieter Ackermann" (Aug 18th 2012, 11:36pm)


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Friday, August 10th 2012, 7:45pm

Spurensuche - Gebäude aus der Familiengeschichte in 1:43

Das 'Spritzenhaus' in Ostwig, Sauerland (2)

Hallo liebe Spur 0 Freunde,

zu Beginn meines heutigen Berichts über den Nachbau des früheren Feuerwehrhauses in Ostwig möchte ich zunächst zwei Umstände erwähnen, an die ich natürlich im Vorhinein nicht den geringsten Gedanken verschwendet hatte:

1 - Kompromissfähigkeit - das altehrwürdige 'Spritzenhaus' hatte lediglich einen Stellplatz für ein Feuerwehrauto (leicht zu erkennen an dem einzigen Tor auf den alten Fotos); aber - wir haben zwei Enkel! Also war etwas Kompromissfähigkeit gefordert, um möglichem späteren Streit schon im Ansatz zu begegnen! Das machte natürlich weitere Überlegungen und Berechnungen (z. B. hinsichtlich Dachneigung und Firsthöhe) notwendig, da diese Entscheidung ja das gesamte Gebäude und somit auch das Erscheinungsbild betraf. Über eventuelle Auswirkungen auf die 'Statik' breite ich einfach mal das Mäntelchen des Schweigens ...

2- Fotodokumentation - genau zu der Zeit, als ich die ersten 'Wände' und die Bodenplatte auf die 4 mm dicken Sperrholzplatten aus Pappelholz gezeichnet hatte, gab das klappbare Display meiner Kamera auf äusserst niederträchtige Weise seinen Geist auf - die Motive wurden ausschliesslich in gelb-grün wiedergegeben, und an ein manuelles Fokussieren 'auf den Punkt' war nicht mehr zu denken. Daher bitte ich schon jetzt um etwas Nachsicht, wenn ich die einzelnen Baufortschritte nicht in gewohnter Weise mit Fotos dokumentieren kann.

Nach dem Aussägen der Bodenplatte, der vier Hauswände sowie der drei Wände des Schlauchturms (die Front des Schlauchturms ist in die Vorderwand des Gebäudes integriert) habe ich dann das Fachwerk sowie die Öffnungen für die beiden grossen Tore, die Tür auf der Rückseite und die insgesamt 13 Fenster aufgezeichnet.



Danach folgte das übliche Prozedere - 14 Bohrlöcher für die Fenster und die rückwärtige Tür; dann das Einfädeln des Laubsägeblatts, das Fixieren, das Sägen der Laibungen, das Lösen des Sägeblatts und wieder das Ausfädeln ... Nachdem ich dann endlich auch die 14. Öffnung ausgeschnitten, die Sägekanten auf Maß nachgefeilt und die Wände an den Stosskanten auf 45º-Gehrung geschliffen hatte, konnte ich auch die beiden Tore für die schon beschafften Feuerwehrautos aussägen.

In diesem Stadium hatte ich per mail auch bereits die Fertigung der Fenster (in MDF) bei Fa Bünnig in Auftrag gegeben; die rückwärtige Tür und die beiden grossen Tore wollte ich selbst bauen, da Bünnig damals kurz vor dem Umzug nach Kisdorf stand und nicht einmal annähernd einen Liefertermin für das georderte Material nennen konnte ...



Dann sollten aber wenigstens die Tore geschlossen können, um nicht irgendwelche Spaßvögel zu einer Spritztour mit den gerade erst gelieferten Feuerwehrautos zu animieren ...
Die für die beiden Einfahrten ausgesägten Sperrholzplatten habe ich in der Mitte in Längsrichtung geteilt und anschliessend mit der Kante eines kleinen Schraubendrehers eine Bretterstruktur eingeritzt.

Damit war dieser Teil der Vorarbeiten erst einmal erledigt, und ich konnte mich wieder auf die Wände des Gebäudes und des Schlauchturms konzentrieren. Das Fachwerk hatte ich ja schon mit Bleistift auf die Sperrholzplatten gezeichnet. Mir war jedoch klar, dass ich nach dem 'Kalken' der Gefache die Bleistiftstriche nicht mehr sehen würde und praktisch alle Balkenabstände noch einmal würde ausmessen müssen ... Also habe ich alle Linien auf den Aussenwänden noch einmal mit einem schwarzen 1mm-Marker (Edding) nachgezogen und danach alle Wände aussen und innen mit normaler weisser Dispersionsfarbe aus dem Baumarkt 'gekalkt'; davon ausgespart blieben natürlich alle späteren Klebeflächen an den Gehrungen sowie auch im unteren 4mm-Bereich der Innenwände, da dort ja die Verklebung mit der Bodenplatte anstand.

Die Nachbearbeitung des Fachwerks mit dem schwarzen Marker hatte sich gelohnt, denn nach dem 'Kalken' mit der unverdünnten Dispersionsfarbe war das 'Fachwerk' noch immer sehr gut zu erkennen. A propos 'Fachwerk' - ich habe vorher lange überlegt, ob ich ein 'echtes' Fachwerk bauen sollte oder nur 'so tun, als ob' . Ich habe mich dann für Letzteres entschieden, nachdem ich an Hand einer Probe festgestellt hatte, dass ein Unterschied schon aus einem halben Meter Betrachtungsabstand praktisch nicht mehr erkennbar war. Zugegeben - vielleicht hat auch ein gewisses Maß an Bequemlichkeit diesen Entscheidungsprozess beeinflusst ...

Jedenfalls waren jetzt noch einmal 'Edding & Co' gefordert - alle Fachwerk-Linien wurden über den 'Kalk' hinweg noch einmal fein (1mm) nachgezogen und anschliessend mit dem 2mm-Stift ausgefüllt; damit ist ein 'normaler' Fachwerkbalken von ca 11cm Dicke Maßstab-gerecht nachgebildet. Hingegen müssen die horizontalen Balken an Vorder- und Rückwand in Deckenhöhe und über den Toren schon aus Gründen der Lastverteilung erheblich grössere Dicken haben, wie dies ja auch die alten Fotos und das Aquarell zeigen.



Du liebe Zeit, ist es schon wieder soweit? - da hinten kommt schon wieder der Feuerwehr-Hauptmann angeradelt, will sich schon wieder über den Bauzustand informieren ...

Also, liebe Freunde des alten Spritzenhauses im 'Suerland', bis demnächst
und beste Grüsse

Dieter

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Weissenseer

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Friday, August 10th 2012, 7:51pm

Wieder Super

Hallo Dieter,

Dir ist wieder ein Superbaubericht zum Feuerwehrhaus gelungen. Es macht riesig Spass die Entstehung des Feuerwehrhauses zu verfolgen und die Tipps zu speichern und durch Versuche zu vertiefen.
Bin schon sehr gespnnt wie es weitergeht.

Übrigens, sollte dein Feuerwehrauto einmal einen neuen Standort suchen, in Weissensee ist immer eine Garage frei. :) :) :)

Gruß Heinz

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Dieter Ackermann (10.08.2012)

Hein

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Friday, August 10th 2012, 8:21pm

Hallo Dieter.
Sag mal, wie schnell baust Du eigentlich Häuser? Am 5 August kam Dein Bericht von dem Feuerwehrhaus was Du planst und fünf Tage später ist das F.Haus schon fertig.Obendrein ist es auch sehr gut gelungen.Du scheinst die Hausbauten ja so aus dem Ärmel zu schütteln.Wenn ich überlege was ich noch alles bauen will!!!!! ;( Aber die Wintermonate sind ja lang und nicht gelungene Häuser zeige ich auch nicht :D Trotzdem schöner Bericht und wieder was gelernt , Danke. :thumbup:
Gruß Hein.

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Dieter Ackermann (10.08.2012), Nuller Neckarquelle (29.08.2012)

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Friday, August 10th 2012, 11:48pm

Hallo Heinz, hallo Hein,
zunächst besten Dank für die Schmeichel-Einheiten, aber ich muss hier mal zweierlei klar stellen:
Heinz, wenn du schon so lüsterne Blicke auf die Feuerwehrautos wirfst, kann ich dich nur warnen - du kannst dir mächtig Ärger einhandeln, denn die sind beide auf Moritz und Annika von der Jugendfeuerwehr zugelassen ...
Und nun zu dir, Hein - der Baubericht zum Feuerwehrhaus wurde gemäß Drehbuch mit der Zeitraffer-Kamera aufgenommen ... Spass beiseite! Irgendwann stehe ich vor einem der Gebäude, die ich während der letzten Monate gebaut habe und denke so vor mich hin "na, könntest du ja auch endlich mal zum Abschluss bringen, alter Faulpelz!" Hier fehlen noch die Dachgaupen, da die Schieferdeckung, etc., etc. ... Aber das ist dann auch gleich der Moment, in dem meine Frau und die beiden Herren Söhne sich Augen zwinkernd ansehen würden nach dem Motto "jetzt, welche Ausrede hat ER jetzt wieder parat???" Na und? und dann schleiche ich auf leisen Sohlen zum Rechner und arbeite dort erst mal die Gebäude auf und ab ...
So, die Fortsetzung folgt - bestimmt - demnächst ...
Beste Grüsse
Dieter


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almi

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6

Saturday, August 11th 2012, 7:27am

Hallo, Dieter!

Das ist mal ein Spitzen - Spritzenhaus! 8o

Mach weiter ...........!

Danke,

Alex
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Dieter Ackermann (11.08.2012)

almi

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7

Saturday, August 11th 2012, 8:45am

Hallo, nochmal!

Mir ist da was eingefallen, du bist ja Holz - Fan ( ich im Grunde auch )!

Ich beziehe meine Leisten bei Fa. Lami, im ibäh unter lami1950. Da gibts auch die anderen Kontaktdaten im Shop.

Verschiedene Holzarten zu Top - Preisen und auch Wunschmaße schnell und sehr genau!

Auf den Bildern einige "Bretter" von Lami. ( Andere Spurweite, sorry )

Das Fachwerk auf dem Lagerschuppen mit den Leisten 0,7 x 8 mm aufgeleimt, mit verdünnter Dispersionsfarbe behandelt, brutal drübergegipst und dann freigekratzt !

Oder auch überlappend wie bei dem blauen Lager!

Die abgerundeten Bretter sind die berühmten Kaffeerührstäbchen, die hole ich in der Metro für 3, 19 € - 1000 Stück !

Eignet sich auch wunderbar für Bodenbeläge usw...!

Bastlerische Grüße,

Alex
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Weissenseer

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8

Sunday, August 12th 2012, 8:16am

Hallo Alex (ander),

danke für den sehr guten Hinweis auf einen Lieferanten für Holz und Holzleisten zu vernünftigen Preisen in guter Qualität.

Sende mit doch bitte einmal die vollständige Adresse.

Danke

Heinz

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almi

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9

Sunday, August 12th 2012, 10:06am

Hallo Heinz

Adresse Lami:

Im ebay unter lami1950 - Riesenangebot an Leisten verschiedener Holzarten, unbedingt Shop durchstöbern !

Henryk Lamik

48653 Coesfeld

Rotdornweg 24

02541-981350

holzleisten@gmx.de oder kluczbork@gmx.de

Gruß,

Alex

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Weissenseer

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Sunday, August 12th 2012, 1:19pm

Danke für die rasche Antwort Alex.

Gruß Heinz

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Sunday, August 12th 2012, 4:48pm

Spurensuche - Gebäude aus der Familiengeschichte in 1:43

Das 'Spritzenhaus' in Ostwig, Sauerland (3)


Hallo liebe Spur 0 Freunde,

ich bin zwar nicht sicher, ob der Feuerwehr-Hauptmann heute Nachmittag wieder vorbei kommt, um den Fortschritt auf seiner Baustelle zu überprüfen, aber ich denke, es ist alle Mal besser, mit seinem Besuch zu rechnen und die Arbeiten voran zu treiben ...

Zunächst habe ich mit mattem Klarlack die Aussenwände besprüht, um dem Fachwerk ein mattschwarzes Aussehen zu verleihen, denn das Schwarz der Edding-Marker glänzt nach dem Trocknen einfach zu stark. Danach habe ich mir die Bodenplatte vorgenommen und sie im Bereich der Tore leicht abgeschrägt, damit die Feuerwehrautos demnächst leichter ein- und ausfahren können. Ausserdem habe ich an beiden Längsseiten sowie in der Mitte und vor der Rückwand Sperrholzstreifen aufgeklebt, um den Fahrern beim rückwärts Einparken mehr Sicherheit zu geben.



Den rückwärtigen Streifen habe ich mit 'Klinkern' belegt, da hier mit der Inbetriebnahme ein Arbeitsplatz mit Werkbank für kleinere Reparaturen und Wartungsarbeiten vorgesehen ist. Ausserdem führt von dort die Treppe in das Dachgeschoss. Die Stellplätze für die Feuerwehrautos habe ich ebenso wie die Streifen an den Seitenwänden und in der Mitte betongrau gestrichen, wobei die Kanten zur besseren Orientierung der Fahrer zusätzlich noch gelbe Markierungen erhalten haben. Dem Streifen in der Mitte zwischen den beiden Stellplätzen kommt allerdings eine besondere Bedeutung zu - hier rutschen bei Alarm die Feuerwehrleute von ihrem Bereitschaftsraum im Dachgeschoss an den Stangen herunter zu ihren Autos, von hier aus werden aber auch die von den Einsätzen noch nassen Wasserschläuche im Schlauchturm zum Trocknen aufgehängt. Diese drei Stellen - im Bereich der Rutschstangen und unter dem Schlauchturm - haben deshalb auch zusätzlich einen signalroten Warnanstrich erhalten.

Nun müssen aber noch die Innenwände weiss gekalkt werden, damit in der Dunkelheit das immer viel zu schwache Licht der wenigen Glühbirnen einigermassen reflektiert wird; der untere Teil der Wände erhält ausserdem noch bis in Höhe der Fenster einen Schmutz abweisenden Anstrich aus dunkelgrüner Ölfarbe. Damit sind die Malerarbeiten im Grossen und Ganzen abgeschlossen, und ich denke, der Feuerwehr-Hauptmann wird zufrieden vor sich hin brummeln, falls er doch noch vorbei kommen sollte ...

Schon nach der ersten Stellprobe der vier Wände um die Bodenplatte herum hatte sich gezeigt, dass nur noch geringfügige Nacharbeiten vor allem an den Gehrungen im Bereich der Hausecken erforderlich waren - dank Augenmass und Erfahrung aus bereits vier 'hand-gezimmerten' Gebäuden ... Für den Zusammenbau der Wände und der Bodenplatte habe ich wieder Pattex gewählt, weil hier, abgesehen von der 10 - 15 Minuten dauernden Trockenphase, ein nur wenige Sekunden langer Druck die einzelnen Teile sofort fest und dauerhaft miteinander verbindet. Als Nächstes habe ich etwas unterhalb der oberen Kanten der Seitenwände zwei Leisten angeklebt, auf die die Deckenbalken für den Boden des Dachgeschosses zu liegen kommen.



An dieser Stelle gönne ich mir mal eine kleine Pause, da ich gemerkt habe, dass ein paar neu hinzu gekommene Zuschauer mir fragende Blicke zuwerfen - ich kenne das ja schon von meinen früheren Baustellen. "Also," rufe ich ihnen zu "ich baue alle Häuser so, dass Moritz und Annika immer die Dächer ab- und die Etagenböden herausnehmen, Möbel und andere Einrichtungen 'nach Lust und Laune' umsetzten und auch die Figuren nach Bedarf umstellen können ... ". Aha, zustimmendes Nicken und sich wieder aufhellende Mienen ...

Jetzt können endlich auch die Dielen für den Fussboden des Dachgeschosses verlegt werden, die ebenso wie die Fachwerkbalken aus den von Lüninck'schen Wäldern rund um Ostwig stammen.
Der in Ostwig ansässige Freiherr von Lüninck, damals Oberpräsident von Westfalen, hatte aber nicht nur das Holz zum Bau des neuen 'Spritzenhauses' gestiftet, sondern es auch in der eigenen Sägemühle zuschneiden lassen. Auch die Aussparungen für den Treppenaufgang, die Rutschstangen und die Aufhängung der Schläuche waren bereits im Sägewerk vorbereitet worden, so dass nicht nur die Dielen, sondern auch der Treppenaufgang noch bei Tageslicht eingebaut werden konnten ...



"Sieht doch chanz chut aus, woll?" brummte plötzlich der Feuerwehr-Hauptmann neben mir, und ein breites, zufriedenes Grinsen lag dabei auf seinem Gesicht. Da hatte ihn die Neugier also doch wieder gepackt ...

Ich sach schon mal "bis demnächst auf dieser Baustelle"
und beste Grüsse

Dieter

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Weissenseer

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Sunday, August 12th 2012, 4:56pm

Hallo Dieter,

gefällt mir soweit ganz gut nur bei der Treppe bin ich der Ansicht das diese diesmal etwas grob ausgefallen ist.

Vielleicht könntest Du diese, besonders im Handlauf, etwas zierlicher gestalten.

Den Rest der Ausgestaltung finde ich gut.

Viele Grüße
Heinz

stefan_k

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13

Sunday, August 12th 2012, 6:17pm

Hallo,
Wird ein schickes Gebäude! :)
Ich war zwar nie bei der freiwilligen Feuerwehr, aber dort des öfteren zu Besuch, und da ist mir in Erinnerung, dass es bei den Land-Wehren keine Rutschstangen gab und gibt, denn die sitzen ja nicht auf der Wache, sondern eilen zum Spritzenhaus, wenn die Sirene heult. Deswegen sind an der Rückwand auch keine Werkbänke, sondern offene Spinde, in denen die Feuerwehrklamotten griffbereit hängen. Werkstatt gab es selten, Reparaturen wurden in der Werkstatt eines Feuerwehrmitgliedes durchgeführt, Wartungsarbeiten bei schönem Wetter im Freien, vor dem Feuerwehrhaus.
Just my 2 cents ;)
Freundliche Grüße,
stefan_k

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isiko

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Sunday, August 12th 2012, 6:36pm

Eiliges Geschäft

Moin Stefan,

das mit den Stangen kommt mir auch aus genannten rationalen Gründen ein bisschen merkwürdig vor und ich kenne das auch nur aus dem Film "Ghostbusters". Allerdings, wenn der Versammlungs- und Schulungsraum oben unterm Dach ist, die Klos hingegen hinterm Haus, dann kann so eine Rutschstange in eiligen Fällen sehr von Bedeutung sein.

Gruß, Ian

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15

Sunday, August 12th 2012, 6:45pm

Hallo Herr Karzauninkat,
ich war auch nie bei irgendeiner Freiwilligen Feuerwehr, aber ich hatte schon im vergangenen Beitrag darauf hingewiesen, dass beim Bau dieses Modells ein gewisses Mass an Kompromissfähigkeit erforderlich war, zumal unser Enkel nach einem Klassenausflug zur Berliner Feuerwehr sehr wohl wusste, was alles in dem Nachbau vorhanden sein musste ...
Ehe hier aber u. U. noch so eine Art Glaubenskrieg entfacht wird, überlege ich, ob es nicht vielleicht besser ist, diesen Beitrag hiermit zu beenden ...
Freundliche Grüsse
D. Ackermann


16

Sunday, August 12th 2012, 6:51pm

Also ich kann mit jedem Glaubenskrieg leben, wenn du den Beitrag weiter führst.

Wäre sehr schade!
Grüße aus dem Schweineeck
Peter

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Dieter Ackermann (12.08.2012)

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17

Sunday, August 12th 2012, 7:35pm

Glaubenskrieg

Moin Dieter,

Stefans Beitrag war doch wirklich nicht falsch und ich sehe da auch keinen Glaubenskrieg. Die von ihm angemerkten Dinge kann ich sehr wohl aus meiner aktiven Zeit in einer freiwilligen Feuerwehr bestätigen (incl. dem Zeugwart, der sich um das Gerät kümmerte). Wenn Deine Enkel Dir von der Berliner Feuerwehr anderes berichten - zumal mit Kinderaugen (nehme ich an) gesehen -, so waren die vielleicht in einer Berufsfeuerwehrwache, die dann auch anders organisiert ist.

Letztlich ist es aber auch egal, künstlerische Freiheit muss sein und ein bisschen Augenzwinkern bei der Umsetzung erst recht.

Lieben Gruß, Ian

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stefan_k

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18

Sunday, August 12th 2012, 9:57pm

Hallo Herr Ackermann,

Nanu? Ich denke nicht, dass ein harmloser Vorschlag Anlass zu einem Glaubenskrieg sein kann, sehe überhaupt keinen Anlass zu einem Dissens, schon gar nicht, die Serie zu beenden. Das wäre schade. Klar muss das Ganze zuerst dem "Bauherren" gefallen, und wenn die Erlebnisse beim Feuerwehr-Besuch eingearbeitet werden, was könnte daran auszusetzen sein? Ich muss allerdings gestehen, dass ich ob der Reaktion doch etwas erstaunt bin.
Freundliche Grüße,
stefan_k

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Nafets

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Sunday, August 12th 2012, 10:21pm

Hallo Dieter,

diese Zeile lässt mich eine Erwiderung schreiben:
Ehe hier aber u. U. noch so eine Art Glaubenskrieg entfacht wird, überlege ich, ob es nicht vielleicht besser ist, diesen Beitrag hiermit zu beenden ...

Hm, diese Reaktion/Ankündigung gefällt mir nicht. Anstelle zu erklären, warum nicht, möchte ich Dir eine Gleichung schreiben:

Stell Dir vor, ein User zeigt hier seinen Stellwerks-Selbstbau - voller Stolz über sein Werk. Und Du als Berufseisenbahner siehst auf einen Blick, dass das Stellwerk so nicht sein kann, weil meinetwegen die Anordnung von Hebelbank und Blockkasten nicht dem zugehörigen Gleisplan entspricht. Dann schreibst Du ein paar freundlich gemeinte Zeilen, stellst das dar und bist total verwundert, wenn der Erbauer überlegt, wegen Deiner Anmerkung seinen Beitrag nicht fortzusetzen. Was würdest Du nun denken??? Warum denn nun diese Reaktion? Du hättest sicher erwartet, dass ein Dank für Deinen freundlich gemeinten Hinweis kommt, vielleicht eine Erläuterung, warum die Anordnung nun so ist und nicht anders und alles wäre okay. Aber sich zurück zu ziehen? Wie eine Schnecke ins Schneckenhaus? Nun, das verstehst Du als Anmerkender überhaupt nicht....

Und genauso ist es nun mit Dir. Dein Spritzenhaus ist gut gelungen und ein User schreibt, was seiner Meinung nicht richtig ist. Er meint es nicht abwertend, hatte Gutes im Sinn und Du? Du machst nun das, was Du in der Gleichung sicher nicht verstanden hast... Ist es schön im Schneckenhaus? ;)

Ist Dir vielleicht schon mal in den Sinn gekommen, dass der User vielleicht nur Spritzenhäuser in Hamburg und Niedersachsen kennt und dass diese vielleicht nach anderen Regeln als Deines gebaut worden sind? Feuerwehrrecht ist ja bekannterweise Landesrecht...

Also mein lieber Kollege, lass Dir gesagt sein, dass hier wegen Deines Spritzenhauses garantiert kein Glaubenskrieg entfacht.

Der User hat sich ja auch schon erklärt, also komm aus Deinem Schneckenhaus wieder hervor und lass uns am Weiterbau weiter teilhaben!

Freundlicher Gruß
Stefan

P.S.: Ich finde es toll, wie Du Deine Modellbahn "enkelgerecht" machst!!!! Das ist vorbildlich - finde ich!!! Schön, dass Du Gelegenheit dafür hast!!!

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jk_wk

Oberlokführer

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Sunday, August 12th 2012, 10:48pm

Hallo Dieter,

es wäre schade, wenn du einen, in meinen Augen, gut gemeinten Hinweis als Anlass nimmst, deine Berichte nicht fortzuführen.

Ich finde es faszinierend, zu beobachten, wie du mir einer tollen Vorbildrecherche "deine" (und die deiner Enkel) Modellbahn zusammenstellst und mit gekonnten Eigenbauten umsetzt.

Mach bitte weiter so, diese Beiträge machen das Forum lesenswert.
Gruß

Jürgen (K)

es gibt ein Leben neben der Spur-0


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