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  • "Dieter Ackermann" started this thread

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21

Saturday, March 9th 2013, 11:52pm

Hallo Dirk,
vielen Dank für die Blumen - aber ich gebe das Kompliment zurück! Du bist schon längst kein "Anfänger" mehr, wie deine Dieseltankstelle und dein Turmkran samt Kohlebunker zeigen! Und - offen gestanden - ich lerne auch immer wieder dazu, ob es sich um Gleisplanung oder um diverse Lötarbeiten handelt ... Und wenn dabei mal etwas schief geht, sollte man das nicht möglichst schnell vergessen, sondern unter "Erfahrungen" buchen. Übrigens - was die von dir zitierten weiteren "architektonischen Meilensteine meiner Familiengeschichte" betrifft, besteht da nicht der geringste Mangel. Aber ich muss langsam aufpassen, dass auf der (künftigen) Anlage auch noch genügend Platz bleibt für die Spur 0 (und ggf. 0e) Bahn. Daran hatte mich erst neulich wieder Micha alias 'SH Nuller' erinnert ... Denn die von Freund Hein propagierte und realisierte Lösung, einfach einen Durchbruch zum Nachbarkeller zu schaffen, ist für mich tabu - das könnte mir u. U. eine Klage wegen "Hausfriedensbruch" eintragen ...

Mit den besten Grüssen
Dieter

  • "Dieter Ackermann" started this thread

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22

Saturday, March 16th 2013, 4:45pm

Liebe Spur 0 Freunde,

als ich Montag Vormittag auf der Baustelle eintraf, hatten Bernd Hartmanns Handwerker die beiden offenen Kamine in der Deele und im Wohnzimmer bereits zur Hälfte hoch gemauert, und zwar ganz exakt nach den Plänen, die Bernd nach meinen Entwürfen angefertigt hatte: beide Kamine sollten oberhalb der jeweiligen Feuerstelle eine geräumige Öffnung haben, in die z. B. die Teekanne oder Töpfe, Pfannen und Schüsseln zum Warmhalten gestellt werden konnten. Auf dem Land hatten diese "Warmhalte-Öffnungen" aber noch eine weitere, sehr wichtige Funktion - da zu jenen Zeiten Hausgeburten gängige Praxis waren, wurden dort häufig Säuglinge, vor allem Frühgeborene, (in Tücher eingewickelt) abgelegt, damit die kleinen Wesen nicht auskühlten. Es waren so zu sagen die "Inkubatoren" längst vergangener Zeiten ...



die Kamine in der Deele (oben) und im Wohnzimmer (unten)





die Sitzbank im Herrenzimmer

Der Schornstein in der Deele war zweizügig gebaut worden, da an ihn sowohl der offene Kamin als auch der Küchenherd angeschlossen werden musste. An den zweiten Schornstein, der im Herrenzimmer hoch gezogen worden war, wurde lediglich der offene Kamin des Wohnzimmers angeschlossen. Allerdings musste dieser Kamin auch Wärme abgeben an die grün gekachelte Sitzbank im Herrenzimmer, die im rechten Winkel um den Schornstein herum führen sollte.

Am Wochenende kam Bernd Hartmann zu uns und fragte uns mit breitem Grinsen, ob wir nicht Lust hätten, zusammen mit ihm die am Vorabend fertig gestellten Kamine zu begutachten. Natürlich hatten wir grosse Lust, sofort los zu fahren, aber Catharina Carolina bestand darauf, sich erst "passend" anziehen zu müssen. Voller Neugier und Vorfreude bestiegen wir Bernds Kutsche, die uns in wenigen Minuten zu unserem neuen Haus brachte. Während ich noch vor der Haustür mit Bernd klönte - es gab ja immer 'was zu beschnacken - war Catharina Carolina schon mit Anna und Franz, unseren Ältesten, in die Deele gegangen, und es dauerte nicht lange, bis laute "Ahs" und "Ohs" zu uns nach draussen drangen. "Da muss ich jetzt aber auch mal kieken!" sagte ich zu Bernd, als Frau Steppler, unsere künftige Nachbarin vom Hof gegenüber, um die Hausecke kam - im besten Sonntagsstaat "Tach Johannes, is' Carolina auch da?" ... Gemeinsam gingen wir hinein, und - ich war überwältigt ... Bernds Leute hatten ganze Arbeit geleistet und ihr Bestes gegeben. "Zufrieden?" fragte Bernd. Ich schlug ihm auf die Schulter "mehr als zufrieden!" Vor den Feuerstellen hatte Bernd schon die Eisenbleche zum Schutz der Dielen legen lassen, und sogar an die Funkenschutzgitter hatte er gedacht! Catharina Carolina strahlte "Jetzt wird's aber Zeit, dass wir umziehen!" ...





durch die Maschenstruktur des Vorsatzgitters bleibt der Blick auf das Kamin"feuer" erhalten







Baustellen-Besichtigung ...





Herstellung der Vorsatzgitter (Funkenschutz)



Löten - damit das Gitter beim Löten nicht ständig rutscht, habe ich es auf ein Blatt Schmirgel gelegt



erste Stellprobe ...




das Gitter ist jetzt grundiert, viele Maschen sind von der Farbe zugesetzt



Zustand nach dem Abflämmen der Grundierung



das Vorsatzgitter nach dem Ausbürsten - der Russbelag wird mit mattem Klarlack fixiert, die "Alterung" ist perfekt ...



(Übrigens - die Eisenbleche vor den Kaminen sind aus 0,2mm Kupferblech geschnitten, grundiert, schwarz gestrichen und mit mattem Klarlack besprüht. Für die Vorsatzgitter habe ich einen insgesamt 25mm breiten und 10mm hohen Rahmen aus verzinktem Draht gelötet, auf den ich dann feines Maschensieb gelötet habe (aus einem Abdecksieb für Bratpfannen). Mir war klar, dass sich dieses feine Sieb mit Maschen von ca 1mm x 1mm beim Grundieren und Streichen sofort vollsetzen und eher einem Blech ähneln würde würde. Ich habe daher einen Versuch gestartet und einen Streifen aus dem Sieb mit Grundierung aus der Sprühdose behandelt. Wie voraus geahnt, hatten sich die meisten Maschen prompt mit Farbe zugesetzt. Ich habe dann nach kurzer Abbinde-Zeit die Grundierung mit dem Feuerzeug vorsichtig abgeflämmt - und hatte exakt das Ergebnis, dass ich erhofft hatte: das Vorsatzgitter sah jetzt aus wie nach Jahre langem Gebrauch, die Maschen waren fast alle frei gebrannt, und die wenigen noch verstopften Maschen liessen sich ohne Aufwand mit dem Pinsel frei 'bürsten').

So, liebe Spur 0 Freunde, das war's für heute!
Vielen Dank für eure treue Begleitung bis hier her und beste Grüsse
Dieter

This post has been edited 4 times, last edit by "Dieter Ackermann" (Mar 16th 2013, 5:08pm)


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Didier78

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23

Sunday, March 17th 2013, 10:36pm

Guten Abend Dieter,

Ich bin begeistert davon, wieviel Mühe du dir mit der Ausgestaltung deines neuesten Projektes gibst - einfach toll! Die verschiedenen Ausführungen der Kamine sind erste Sahne und der Herstellung des Vorsatzgitters gebührt großer Respekt - sieht nach einer fürchterlichen Frikelei aus...

Bin gespannt, was du dir noch so einfallen lässt!

Gruß, Dirk.

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Dieter Ackermann (18.03.2013)

24

Monday, March 18th 2013, 10:13am

Hallo Dieter,
da ist Dir ja wieder ein toller Bericht aus der Feder, oder muß man sagen, aus der "Tastatur" getropft. Da können Deine beiden Berliner "Krümelmonster" aber wieder sehr Stolz auf ihren Opa sein.
Gruß Heiko

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Dieter Ackermann (18.03.2013)

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25

Monday, March 18th 2013, 11:06am

Hallo Dieter, wie ich dich kenne, werden die Holzscheite im Kamin auch irgendwann mal angezündet, was bei diesem Wetter bestimmt nicht falsch wäre. Bei mir z. Zt. 20cm Neuschnee und starke Verwehungen bei Windstärke 7. Also richtiges Eisenbahnbastelwetter.

Gruß Micha :thumbsup:

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Dieter Ackermann (18.03.2013)

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26

Monday, March 18th 2013, 1:14pm

Liebe Spur 0 Freunde,
zunächst ein herzliches DANKESCHÖN an alle, die den Bau des Seilerei-Wohnhauses während der vergangenen Wochen so aufmerksam verfolgt und freundlich kommentiert und bewertet haben!
@ Dirk - ganz so schlimm ist es mit der "Frickelei" nicht gewesen - es war lediglich nervig, dass das halb fertige Gitter beim Löten ständig wegrutschte, bis ich die Idee mit dem Sandpapier bzw. Schmirgel hatte (in etwa vergleichbar der ASR - Antischlupfregelung beim Auto :) ) ...
@ Heiko - ja, ich bin schon ziemlich gespannt auf die Reaktion unserer beiden Berliner "Krümelmonster", wenn sie uns in den Sommerferien in Ettlingen sein werden; wir werden wohl etwas aufpassen müssen, dass sie nicht versuchen, die Kamine anzufeuern - zuzutrauen wäre es ihnen durchaus (man hat ja so seine eigenen Kindheits-Erfahrungen, frei nach dem Motto "probieren geht über studieren") ...
@ Micha - im Moment ist G. s. D. kein Bedarf, die Kamine anzufeuern - bei aktuell 8ºC (im Schatten!) reicht die Gasheizung noch aus. Aber natürlich habe ich - ebenso wie bei der Esse in der "Schmiede des Grossvaters" (Hef 6 SNM) - schon daran gedacht, später mal rote LEDs einzubauen ... Aber - für den Fall der Fälle - gibt es ja bereits ein Feuerwehrhaus, wenn auch der Weg aus dem Sauerland in's Münsterland bzw. nach Niederschlesien "in natura" schon etwas weit ist ...
Übrigens hatte ich in meinem letzten Bericht vergessen, noch etwas zu erwähnen: die Pfannen, Töpfe und die Teekanne sowie der stolze Bauherr "Johann Gerhard" stammen von David Sutton < http://www.forty-third.co.uk/index.htm >, die anderen Figuren von Preiser.
So - und jetzt muss ich erst mal wieder in die "Unterwelt" hinab und den künftigen Anlagenkeller weiter frei schaufeln - Sohnemann Jens hatte neulich, als er eine grössere Anzahl Bausätze und Fertigmodelle (Flugzeuge, etc.) von hier nach Wiesbaden verfrachtet hatte, bei der Abfahrt gedroht "Wenn ich das nächste Mal hier bin, möchte ich aber Fortschritte sehen ... !" (unter uns - das ist hart an der Grenze zum Psycho-Terror, oder?) ...

Mit den besten Grüssen
Dieter

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27

Sunday, April 21st 2013, 6:00pm

Liebe Spur 0 Freunde,

noch bevor die ersten Herbststürme über das Münsterland fegten, war mein Urgrossvater mit seiner Familie aus dem alten, immer zugigen und dank wachsender Kinderschar inzwischen viel zu kleinen Kotten in das neue Haus in Beelen-Oester gezogen. Nach den anstrengenden Tagen des Umzugs mit Hilfe des Nachbarn Bauer Steppler, der mit seinem Leiterwagen in zwei Fuhren die Möbel und die anderen Habseligkeiten vom Kotten herüber geschafft hatte, kehrte erstmal eine gewisse Ruhe ein - ein wichtiger Abschnitt im Leben des Urgrossvaters war geschafft! Ein Abschnitt, wohl gemerkt! Denn seit dem Umzug musste er nun täglich bei Wind und Wetter gut zwei Kilometer über Feldwege und 'Pättkes' zu seiner alten Seilerwerkstatt laufen - er sehnte jetzt nur noch das Frühjahr herbei, damit Bernd Hartmann, der Zimmermann aus Warendorf, endlich mit dem Bau der neuen, grossen 'Reeperbahn' hinter dem Wohnhaus beginnen konnte ...





zur Erinnerung - die (frühere) Lage der Kreienbaum'schen Seilerei in Beelen

Mein Urgrossvater Johann Gerhard hatte das Grundstück am Beelener Ortsrand mit Bedacht ausgewählt, denn es sollte ja nicht nur hinreichend Platz für das geräumige Wohnhaus bieten, sondern auch für die mit hundert Meter Länge geplante Werkstatt, die 'Reeperbahn'. Ausserdem sollte auch draussen, hinter der Werkstatt, noch genügend Platz vorhanden sein, damit je nach Auftrag auch erheblich längere Seile und Taue geschlagen werden konnten, als dies in der Werkstatt selbst möglich war. Darüber hinaus grenzte das Grundstück direkt an die Eisenbahnlinie Münster - Rheda-Wiedenbrück - Bielefeld und lag nur wenige Meter von der Warendorfer Strasse entfernt, der alten Postkutschen-Verbindung Münster - Paderborn - Kassel (heutige B64) - alles wichtige Kriterien für die Anfuhr des Rohmaterials (überwiegend der qualitativ hochwertige Hanf aus dem damaligen Großherzogtum Baden) und den Versand der fertigen Ware ...

Die oben mit 100m angegebene Länge der Werkstatt mag die meisten von euch überraschen, aber die kleinen Seilereien hatten eine Länge von mindestens 70m, während die grossen Reeperbahnen in den Hafenstädten durchaus Längen von bis zu 250m erreichen konnten - auf den 70 m langen Bahnen konnte der Seiler gerade ein Seil oder Tau von ungefähr 25m Länge schlagen, während die 250m lange Bahn die Herstellung eines 80m langen Taus in einem Stück ermöglichte ... Ein derartiges 100m langes Bauwerk hätte allerdings bei massstäblicher Umsetzung meine Anlagenplanung total 'ad absurdum' geführt, da dann das Modell gut 2 Meter (!) lang geworden wäre. Also musste ich einen Kompromiss finden, der einerseits dem lang gezogenen Gebäudecharakter gerecht wird und andererseits das Gesamtbild der künftigen Modellbahn-Anlage nicht übermässig dominiert. Ich denke, dass dieser Kompromiss mit einer Gebäudelänge von 53cm (ohne Dachüberstände) entsprechend 24m gelungen ist ...

Endlich war es soweit - an einem sonnigen Frühlingstag kam Bernd Hartmann mit drei schwer beladenen Pferdefuhrwerken und etlichen Mitarbeitern seines Zimmereibetriebs die Warendorfer Strasse herunter, querte mit viel Geschrei und Peitschenknallen den schwer zu nehmenden Bahnübergang und bog dann direkt auf das Grundstück ein. Dann machten sich seine Leute daran, das heran gekarrte Baumaterial abzuladen - Bruchsteine für das Fundament und den Sockel sowie die langen, schweren Vierkantbohlen, auf die später das Fachwerk aufgeständert werden soll ...





Den Boden und die Wände habe ich wie schon bei den bisherigen Gebäuden aus gut abgelagertem 4mm dickem Pappelsperrholz gesägt. Nachdem ich dann auf Aussen- und Innenwände das künftige Fachwerk gezeichnet hatte, habe ich die Öffnungen für die Türen und Fenster ausgeschnitten. Anschliessend habe ich mir den Werkstattboden vorgenommen - hier habe ich jeweils seitlich zwei parallele Holzbahnen für die Schlitten geklebt und in der Mitte eine Flucht von sieben Ständern gebaut, die unten auf grossen 'Feldsteinen ruhen und oben nach Baufortschritt (zusammen mit den Seitenwänden) die Last des Dachstuhl abfangen müssen. Diese Arbeiten habe ich genau so wie das 'Aufmauern' des künftigen 'Kontors' bewusst vor dem Zusammenbau der Wände erledigt, um später nicht allzu sehr mit überflüssiger Finger-Akrobatik konfrontiert zu werden.

Die Stirn- und Seitenwände werden zwar 'stumpf' gegen das Bodenbrett geklebt, die Enden der Wände sind allerdings auf Gehrung gefeilt, um grössere und damit stabilere Klebflächen zu erreichen.

So, liebe Freunde, jetzt hoffe ich, dass ich euch heute nicht mit zu vielen Hintergrund-Infos gestresst habe - in Kürze geht's weiter mit neuen Nachrichten von der Baustelle ...

Mit den besten Grüssen
Dieter

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Sunday, April 21st 2013, 7:06pm

Hallo Dieter,
wie man aus der "Luftbild Aufnahme" ersehen kann, war Dein Tick-Tack - Großvater kein Eisenbahnnarr. Sonst hätte er die Seilerei "Landeinwärts" gebaut, und das Wohnhaus zur Bahn hin ausgerichtet, damit er die damaligen, herrlichen Züge vom Wohnzimmer aus gesehen hätte. Seine Überlegung war sicherlich, wann bin ich schon im Wohnzimmer, ich bin doch 16 - 18 Stunden pro Tag im Betrieb, da baue mein Kontor mit Bahnaussicht!
das waren sicherlich seine Überlegungen! "STIMMTS ? oder habe ich RECHT" ?
LG
Heiko

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29

Sunday, April 28th 2013, 2:31pm

Liebe Spur 0 Freunde,

nach der ersten -zufriedenstellend- verlaufenen Stellprobe der vier Wände um die Bodenplatte herum habe ich mir ein paar Gedanken gemacht zum künftigen Aussehen der Seilerei-Werkstatt, da dieses lange Gebäude der Anlage zwar einen gewissen Akzent verleihen, aber das Ensemble auch nicht dominieren soll. Nur - als 'Entscheidungshilfe' stand mir ja ausser einigen Erinnerungen der Bäuerin vom Hof gegenüber lediglich ein Foto von der Grösse einer Zigarettenschachtel zur Verfügung, auf dem gerade -links vom Wohnhaus- einige Millimeter der Werkstatt zu sehen waren (Beitrag 3). Aber ich hatte bei einem Besuch des Freilichtmuseums Hagen nicht nur eine ganze Reihe Fotos einer dort wieder aufgebauten Reeperbahn aus dem Raum Ostwestfalen - Niedersachsen aufgenommen, sondern auch das Gebäude sowie Teile der Inneneinrichtung behelfsmässig vermessen.

Ich habe nun zunächst das bereits mit Bleistift angerissene Fachwerk mit Filzstiften nachgezeichnet, und zwar wegen der besseren Farbstimmung aussen schwarz und innen rot, da das Abwägen der verschiedenen 'pro' und 'contra' zu folgendem Ergebnis geführt hatte: die Gefache der Aussenwände werden mit gelb-roten Backsteinen ausgemauert, während die Innenwände einen weissen Kalkanstrich erhalten, der das durch die vielen Fenster einfallende natürliche Tageslicht gut reflektiert und so für eine passable Arbeitsatmosphäre sorgt. Man darf nämlich nicht vergessen, dass Ende der 18- und Anfang der 19-hunderter Jahre künstliches Licht (mit Gas wie mit Strom) am Arbeitsplatz weitgehend unbekannt war, und zwar nicht nur 'auf dem platten Land' ...

Nachdem nun die zunächst mit Blei vorgezeichneten Umrisse des Fachwerks nach dem Nachziehen der Linien mit dem roten Filzstift (TDK - CD/DVD Marker - feine Spitze) sich sehr deutlich auf dem hellen Sperrholz hervor hoben, habe ich alle Innenwände mit leicht verdünnter weisser Acryl-Farbe gestrichen, wobei ich bewusst auch die roten Konturen des Fachwerks übermalt habe (ich hatte natürlich vorher an einem Sperrholz-Rest getestet, ob die weisse Farbe nach dem Trocknen die überstrichenen roten Linien des Fachwerks noch ausreichend durchscheinen liessen).

Auf diese Weise erhielt ich innen einen makellos weissen 'Kalkanstrich' und brauchte jetzt nur noch am Lineal entlang (über den 'Kalkanstrich' hinweg) die roten Doppel-Konturen des Fachwerks nachzuziehen und auszufüllen. Diese Vorgehensweise liest sich vielleicht umständlicher, als sie tatsächlich ist, zumal sie -aus meiner Sicht- sehr effizient und vor alem Nerven schonender ist, als die Gefache Stück für Stück mit einem feinen Pinsel anzumalen.









Danach habe ich mir die Aussenwände vorgenommen, deren Fachwerk mit Backsteinen ausgemauert werden soll. Das dafür von mir bevorzugte Material sind die H0-Mauerplatten von Faller, die für den Massstab 1:87 eindeutig zu gross sind, aber sich wunderbar eignen für Bauwerke der Spur 0. Auch hier habe ich die Doppellinien des Fachwerks mit dem Marker vollflächig ausgefüllt, bevor ich die Mauerplatten für die Gefache passend geschnitten habe. Den 'Bruchsteinsockel' habe ich auf die gleiche Weise hergestellt.





Zum Schluss habe ich noch dort, wo es nötig war, die weissen Schnittkanten der Mauerplatten mit dem Marker nachgearbeitet. Danach habe ich das Backsteinmauerwerk sowie den Bruchsteinsockel mit 400er Sandpapier an einzelnen Stellen dezent 'gealtert' und anschliessend alle Wände( innen wie aussen) mit mattem Klarlack (Marabu) besprüht. Dadurch haben nicht nur die (ursprünglich glänzenden) Backsteine die gewünschte stumpfe Oberfläche erhalten - auch das Fachwerk wirkt jetzt dank der matten Oberfläche erheblich realistischer.

So, liebe Freunde, bis demnächst auf der Beelener Baustelle!

Mit den besten Grüssen
Dieter

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Sunday, April 28th 2013, 6:27pm

Erstklassiger Bericht, ich bin über deine Detail Verliebtheit begeistert. :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
Wünsche immer Spaß beim basteln :thumbup:


Gruß Frank

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31

Monday, April 29th 2013, 8:53am

Hallo Dieter,
so wie ich das sehe, wird die Seilerei dein "Meisterstück". Einige Deiner "Gesellenstücke" durften wir ja schon bewundern, aber mit diesem Bauwerk, glaube ich, das Dir da nochmal eine Steigerung gelungen ist. Auf die Fertigstellung der Seilerei warte ich ganz "UNGEDULDIG"!
Gruß Heiko

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32

Monday, April 29th 2013, 8:58am

Moin Dieter,

es ist wirklich ein Freude zu sehen, wie deine Projekte Schritt für Schritt Gestalt annehmen! Und durch die detaillierten Bauberichte wird der Werdegang für jeden nachvollziehbar - vielen Dank!

Nicht nur in deinem Bericht wurden nun schon desöfteren die Mauerplatten von Faller und deren vorzügliche Eignung für die Spur0 erwähnt. Du beschreibst, dass das Fachwerk der Seilerei aufgemalt und die entsprechend zugeschnittenen Mauerplatten in die Gefache eingeklebt wurden - nach meinem Verständnis schließen die Mauerplatten aber nun nicht bündig mit dem Fachwerk ab - wie groß ist denn der "Überstand" in diesem Fall, bzw. wie dick sind die Mauerplatten von Faller? Auf die Ferne gesehen fällt dieser Umstand aber vermutlich nicht ins Gewicht?

Ansonsten bin ich gespannt wie es weitergeht!

Gruß, Dirk.

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Dieter Ackermann (29.04.2013)

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Monday, April 29th 2013, 12:48pm

Liebe Freunde der alten Seilerei in Beelen,
euch allen herzlichen Dank für euer Interesse am aktuellen Bauvorhaben 'Reeperbahn' sowie eure aufmunternden Kommentare und Bewertungen. Ich freue mich schon jetzt auf eine Fortsetzung des Dialogs ...
@ Dirk - Fachwerk malen oder Fachwerk bauen? Am Ende des Abwägens siegte mal wieder die Erkenntnis, dass ab einer gewissen Distanz (ca 50cm!) der aufmerksame Betrachter mit Sicherheit keinen Unterschied erkennt - du darfst es aber auch schlicht 'Faulheit' nennen.
Was nun den nicht-bündigen Abschluss der 'Mauerplatten' mit dem lediglich aufgemalten Fachwerk betrifft, so wirst du dieses Merkmal relativ oft bei alten Fachwerkbauten feststellen, gleichgültig, ob die Gefache verputzt oder mit Ziegelsteinen ausgemauert sind. Ich bin ziemlich sicher, dass du in Marburg, also 'vor deiner Haustür', etliche Beispiele dafür finden wirst. Übrigens hatte mir mal vor Jahren ein Denkmalschutz-Experte erklärt, dass diese 'Überstände' der Gefache neben ihrer 'optischen Funktion' auch ein Eindringen von Regen in die Fachwerkbalken verhindern sollte.
Was nun den 'Überstand' beim Modell betrifft - die Ziegelplatten von Faller haben eine Kartondicke von ca 0,3mm, während das 'Bruchsteinmauerwerk' von Vollmer (am Sockel) eine Stärke von ca 0,6mm aufweist. Sorry - ich hätte im Baubericht darauf hinweisen sollen. Ich hoffe aber, dass ich mit diesen Zeilen (und Zahlen) dir und anderen am Gebäude-Selbstbau Interessierten etwas helfen konnte.

Mit den besten Grüssen
Dieter

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34

Monday, April 29th 2013, 2:07pm

Hallo Dieter,

Danke für deine Ausführungen, der Überstand der Gefache kann ja dann wirklich vernachlässigt werden, zumal mir nicht so ganz klar war, dass es in Natura durchaus üblich war so zu bauen.
Du hast recht, in Marburgs schöner Altstadt gibt es dutzende Beispiele für Fachwerkbauten - was bei der Moba 50cm sind dann in Natura die 5 Meter Entfernung aus der man als Betrachter nicht mehr jedes Detail wahrnimmt... Umso mehr ein Grund, mal wieder mit offenen Augen anstatt mit dem üblichen Tunnelblick durch die Stadt zu gehen! :D
Bei den erwähnten Mauerplatten von Faller hatte ich aber auch irgendwie an massive Plastikplatten gedacht... Gut dass wir verglichen haben! ;)
Ich persönlich kann deine Entscheidung, das Fachwerk aufzumalen und die Gefache aufzukleben gut nachvollziehen - beim meinem Erstlingswerk im Gebäudebau habe ich das Fachwerk aus Holz geklebt und die Gefache mit kleinen Stücken Hartschaumplatte gefüllt. Das zuschneiden war schon sehr mühsam... :cursing:
Beim nächsten Gebäude mit Fachwerk werde ich mal auf deine Methode zurückgreifen.
Hast du schon eine Idee wie man die Wände am sinnvollsten altern könnte?

Gruß, Dirk.

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Dieter Ackermann (29.04.2013)

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35

Monday, April 29th 2013, 3:23pm

Hallo Dirk,
ich habe dir eine PN geschickt!
Gruss
Dieter

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SH Nuller

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Monday, April 29th 2013, 3:33pm

Hallo Dieter. Wieder mal ganz großes Kino, was du uns hier zeigst. Ich glaube, wenn du so weitermachst, bleibt in deinem Zimmer kein Platz mehr für die Modellbahn.

Gruß Micha :thumbsup:

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Dieter Ackermann (29.04.2013)

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Monday, April 29th 2013, 11:40pm

Woher stammen die Ziegel denn?

Lieber Dieter,

ein herzliches Kompliment für Deinen Bau. Woher beziehst Du die Ziegel. Oder woraus stellst Du sie her. Würde mich über eine Antwort freuen. Gruß, Josef Nürnberg

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38

Wednesday, May 1st 2013, 3:07pm

Liebe Spur 0 Freunde,

bevor ich heute die weiteren Arbeiten der Hartmann'schen Zimmerleute beschreibe, erinnere ich kurz an eine Bemerkung gegen Ende meines ersten Beitrags zum Bau der Werkstatt (Nr. 27) - "Diese Arbeiten habe ich ... bewusst vor dem Zusammenbau (-kleben) der Wände erledigt ... ".

Heute steht der Einbau der Fenster an, die Bünnig, Kisdorf, in gewohnter Qualität auf Mass gelasert hat <www.buennig-modellbau.de>. An dieser Stelle muss ich etwas ausholen - bei der Bedarfsermittlung "Fenster für die Seilerei" war mir der Gedanke gekommen, die Fenster nicht, wie bei früheren Bauwerken, mit den (etwas grösseren) Rahmen auf die Rückseite der Wände zu kleben, sondern wie beim grossen Vorbild in die Laibungen einzubauen. Bei dieser Überlegung kam mir dann prompt der nächste Gedanke, dass das innen auf die Rückseite des Rahmens geklebt 'Kunstglas' unnatürlich wirken würde ...

Also habe ich mich dazu entschlossen, alle Fensterrahmen (mit Ausnahme der ohnehin winzig kleinen Giebelfenster) doppelt in Auftrag zu geben, d. h. 28 Rahmen für die 14 Fenster. Nachdem ich die Rahmen 'in Reihe' grundiert hatte, habe ich sie mit Acrylfarbe matt-braun gestrichen. Nach gründlicher Trocknung habe ich dann zunächst das 'Fensterglas' auf die glatte Rückseite des (nach dem Einbau) äusseren Rahmens und anschliessend auf die Kunststoffscheibe den Innenrahmen (mit der glatten Rückseite) geklebt. Danach stand dem Vorbild gerechten Einbau der Fenster nichts mehr im Weg. Zugegeben - bei manchen Laibungen musste ich vor dem Einbau vor allem in den Ecken noch geringfügig mit der Feile arbeiten, aber so etwas bleibt nicht aus, wenn man 'an einem Streifen' insgesamt 17 Fenster- und Türlaibungen mit der Laubsäge ausschneidet und zunächst nur grob mit der Feile nachbearbeitet. Bei anderen Öffnungen wiederum hatte ich um den einen oder anderen halben Millimeter etwas zu 'grosszügig' gearbeitet, aber auch das war kein Drama, da ich die dort zwischen Rahmen und Wand sichtbaren Schlitze mit 'flüssigem Holz' (Fa Clou) problemlos schliessen konnte ...


die Fensterbreite / -höhe von ca 17mm entspricht einer 1:1-Abmessung von ca 80 x 80cm




das Fenster wirkt in der Höhe etwas 'gestaucht' - Grund für die Verzerrung: ich musste von oben nach unten fotografieren, da ich die Kamera wegen des bereits in der Mitte der Werkstatt angeklebten Traggerüsts nicht mehr auf die Bodenplatte legen konnte




Nachdem ich dann alle Fenster an Ort und Stelle eingebaut und das Werk mit ziemlicher Genugtuung betrachtet hatte, habe ich mich nur gefragt, warum mir diese Idee mit den Doppelrahmen nicht schon bei meinen früheren Modellhäusern wie der Schmiede, der Wehrkirche, dem Spritzenhaus oder zuletzt auch des Seilerei-Wohnhauses gekommen war ... Zumal mit dem direkten Einbau der Fenster in die Laibungen ja auch der unschätzbare Vorteil verbunden ist, dass man beim Zuschnitt heraus nehmbarer Etagenböden nicht mehr die auf die Innenwände aufgeklebten Rahmen berücksichtigen muss.

Nach der Fertigstellung der Wände musste ich allerdings noch ein schmales, 'offenes' Treppchen bauen, dass zum Dachboden führen sollte. Für den Bau der beiden Treppenwangen und der zehn Stufen habe ich wieder die schon vielfach bewährten 'Rührstäbchen' gewählt, ebenso wie für den Fussboden des Lagers und den Laufsteg im Dachgeschoss. Die Treppe habe ich dann in der Ecke gegenüber dem Kontor mit der einen Wange direkt an die Innenwand geklebt, so dass sie einerseits später die Arbeit der Seiler so wenig wie möglich behindert und andererseits unter der (künftigen) Dachschräge ein bequemes Auf- und Absteigen ermöglicht.





Ach ja - das Kontor ... ich habe es nicht vergessen (im 'Rohbau' ist es ja auch schon auf den Fotos in den Beiträgen Nr. 27 und 29 zu sehen); hierüber werde ich demnächst noch ausführlich berichten - versprochen!

Liebe Spur 0 Freunde und Freunde der Beelener Seilerei, jetzt, erst jetzt ist der Moment gekommen, mit 'UHU Kraft' die vier Wände miteinander (auf Gehrung) und mit der Bodenplatte (stumpf) zu verkleben ... Inzwischen sind die Zimmerleute abgezogen, und Feierabend-Stille liegt über der Baustelle - aber wohl nur für kurze Zeit, da ja der Bau des Dachstuhls ansteht.

Für heute die besten Grüsse
Dieter

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Saturday, May 4th 2013, 10:10pm

Liebe Spur 0 Freunde,

nun ist der Tag gekommen, an dem der Dachstuhl der Seilerei-Werkstatt aufgerichtet wird. Dabei müssen die unteren, langen Schenkel der Dreieck-Elemente des künftigen Dachstuhls, die Deckenbalken, sowohl auf den Seitenwänden als auch auf dem in der Mitte verlaufenen Längsträger bündig aufliegen. Zunächst habe ich auf beide Seitenwände noch je einen Vierkantstab 3 x 3mm geklebt, und zwar bündig mit der Innenwand, so dass er nicht über das Mauerwerk der Giebeldreiecke hinausragt. Aussen schwarz und innen rot gestrichen, schliessen die beiden Stäbe das Fachwerk oben ab.



Anschliessend habe ich aus 5 x 3mm messenden Kieferleisten die Deckenbalken abgelängt und die beiden Enden im Winkel der Dach- bzw. Giebelneigung zugeschnitten. Danach habe ich in der Mitte kleine Rechtecke ausgesägt, die den Längsträger komplett umschliessen und dafür sorgen, dass der Dachstuhl und damit auch das Dach seitlich nicht 'verrutschen' können. Nachdem ich festgestellt hatte, dass alle sieben Deckenbalken bündig sowohl auf den Abschlussbalken der Seitenwände als auch (unverrückbar) auf dem Längsträger auflagen, habe ich die nur lose aufgelegten Deckenbalken wieder abgenommen und aus den gleichen 5 x 3mm-Kieferleisten die Sparren sowie den tragenden Mittelpfosten zurecht gesägt.







Da die Sparren allerdings an den unteren Enden mit dem oberen Schlussbalken des Fachwerks abschliessen, habe ich auf alle Sparren noch 3 x 3mm- Kieferleisten geklebt, die unten ca 15 mm über die Seitenwände hinausragen und später den Dachüberstand aufnehmen. Die senkrecht auf die Deckenbalken aufgeklebten Pfosten haben an ihren oberen Enden (zwischen den Sparren) Einkerbungen in Form eines auf der Spitze stehenden Dreiecks; in diese Ausschnitte habe ich über die gesamte Länge des Dachstuhls hinweg eine 3 x 3mm-Leiste geklebt, die nun die einzelnen dreieckigen Segmente des Dachstuhls parallel mit einander verbindet.







Abschliessend habe ich aus (den berühmt-berüchtigten) Rührstäbchen einen kleinen Dachboden zur Lagerung von Hanf und anderen Rohstoffen angelegt und von dort ausgehend in luftiger Höhe einen Laufgang bis zum anderen Ende der Werkstatt. Von diesem Laufgang wird in Kürze noch zu berichten sein ...

Euch allen einen schönen Mai-Sonntag!
Mit den besten Grüssen
Dieter

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Hein

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40

Sunday, May 5th 2013, 6:03pm

Hallo Dieter.

Die Ausmaße Deiner Seilerei kann mann jetzt beim Dachbau erst richtig erkennen, wird ein schönes Gebäude.War eigentlich auch nicht anders zu Erwarten.

Jetzt bin ich aber ehrlich gesagt etwas zu Faul den ganzen Bericht nochmal durchzulesen, desshalb nochmals eine Frage zu dem Fachwerk. Ist das aufgemalt oder aufgeklebt, es gefällt mir.Bei meinen Güterschuppen habe ich die Gefache alle ausgefüllt, war eine Hundsarbeit.

Gruß Hein