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DirkausDüsseldorf

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Sunday, October 13th 2019, 11:44am

Rheinische Celluloidwerke AG (Ep.III) - oder wie ich "kleine Brötchen in Spur Null backe"...

Hallo liebe Hobbykollegen,

nachdem ich hier nun schon jahrelang lediglich meinen Senf zu dem was Ihr so baut und "bastelt" zum Besten gegeben habe, wurde es endlich Zeit mal selber loszulegen und sich auch praktisch zum „Spur Nuller“ zu entwickeln, der auch Etwas baut auf dem er endlich ! ein bisschen Fahren kann.
Zwar nehme ich als Fördermitglied des in Linnich-Tetz ansässigen Vereins Euregio-SpurNul e. V. natürlich am dortigen Vereinsleben und Anlagenbetrieb teil, komme aber gerade in den letzten 12 Monaten aus familiären Gründen zu meinem großen Bedauern zeitlich kaum noch dazu.
Der Wunsch zuhause wenigstens eine kleine Anlage zu haben auf der man sich und seine Vorstellungen einer "Anlage" in 1:45 mal ganz „egoistisch“ ausleben kann, ist sicher auch aus diesem Grund nachvollziehbar.

Die Einleitung wird etwas Text-lastig werden, besonders wenn man sie in Relation zur Anlagengröße setzt. :whistling:
Für mich ist an einem Baubericht aber auch interessant, wie der Erbauer auf das Thema gekommen ist und was dahinter steht.
Ich hoffe es langweilt nicht

Um nicht allein in meinem "Kämmerlein" vor mich hin zu werkeln, sondern um mich austauschen zu können, berichte ich nun hier davon.
Ich beginne mit meinem Baubericht nicht unter dem Unterforum „Planung und Gleisbau“, weil der Gleisplan bereits feststeht, der Bau begonnen, die Gleise komplett verlegt und verkabelt sind und somit mein Baubericht unter "Anlagenbau und Gestaltung" passt.
Auch unter "Modulbau" fühle ich mich nicht richtig platziert, denn ich baue Segmente ohne jede Norm, die zuerst eine heimische Anlage bilden sollen. Es ist aber auch ggf. möglich sie zu transportieren und vielleicht eines Tages mal mittels Übergangsmodul irgendwo an Module anzuschließen falls ...das Ganze vorzeigbar werden sollte. Das aber ist erst Mal rein hypothetisch.

Der Grund, trotz zuerst größerer Pläne, nun doch nur eine sehr kleine Spur Null „Segment-Anlage“ zu bauen findet sich in meinem Beitrag Nr. 74 im Thread „Gleispläne für die Spur Null“ Da mach ich mir `nen Plan .
In ganz Kurz für Diejenigen die nicht extra dort nachlesen mögen: private Veränderungen und daraus resultierende, höhere Ausgaben für Miete bedeuten: KLEINE BRÖTCHEN BACKEN! ;-)

Auf der Suche nach einem Gleisplan und einer thematischen Idee zum Bau einer kleinen Segmentanlage, über deren Entstehung ich ab heute in losen Abständen in diesem Thread berichten möchte, erinnerte ich mich an die Gleis- und Anlagenskizzen von Heinz Lomnicky in den SNM Heften. Diese zeichnen sich ja unter Anderem durch minimalen Platzbedarf aus.

Die Hefte wurden also studiert und ich entschied mich für den Gleisplan aus SNM Heft Nr. 31 LINK z. Heft-Titelblatt , Januar – März 2018.

Darin bildet – dies für Alle die das Heft nicht haben - ein winziger Endbahnhof mit einem von einer Bogenweiche als Einfahrweiche ausgehendem Bahnsteiggleis, welches auf einer Schwenkbühne endet, ein ebenfalls an diese Schwenkbühne angeschlossenes Umfahrgleis und ein vom Stammgleis der Einfahrweiche ausgehendes Stumpfgleis, dass an einem kleinen Güterschuppen mit Rampe endet, das Betriebsthema.
Zu befahren ist dieser Endbahnhof im Heft-Entwurf über ein vor der Einfahrweiche befindliches Bogensegment, aus einem an diesem anschließenden Fiddleyard.

Eventuell kann ich hier mit Etwas Glück einen Scan der entsprechenden Heftseite(n) nachreichen, ich hatte unseren Hausherrn Stefan K. angefunkt, ob dies erlaubt werden könnte. Da er wie wir wissen viel zu tun hat, warte ich mal ab. :)

Thematisch und gestalterisch befindet sich dieser Gleisplan im Heftentwurf in der idyllischen Kulisse einer Kleinstadt.
Dies wird bei mir – wie das Anlagenthema „Rheinische Celluloidwerke AG“ sicher schon vermuten lässt, jedoch nicht der Fall sein.
Der Gleisplan mit einer im Heft-Entwurf angegebenen Länge von 2,20 m (2 Segmente, zu 1,20 m und 1,00 m Länge) und 40 cm Tiefe entsprach ziemlich genau meiner Vorstellung für den Beginn meiner kleinen Segmentanlage.

Hier ist der von mir mit Anyrail gezeichnete Gleisplan mit der bereits geplanten Erweiterung durch ein Bogensegment und einem Fiddleyard zu sehen:



Das „Wunschmaß“ ergab sich aus dem Umstand, dass ich vor inzwischen etlichen Jahren, kurz nach meinem zweiten Besuch der Spur-Null-Tage noch in Buseck und meiner Anmeldung hier im Forum, von einem Forumsmitglied zwei Segmentkästen gekauft hatte, welche Beide das etwas ungewöhnliche Maß von 107,5 x 40 cm als Anlagenfläche haben. Ebenfalls ungewöhnlich ist die Höhe der beiden Segmentkästen mit 20 cm. Diese bietet aber auch Möglichkeiten.
Diese zwei Segmentkästen mit je 3 eingezogenen Spanten blieben, nachdem die anfängliche Euphorie eine "winzig kleine" Spur Null Rangieranlage (mit ´ner Köf und drei – vier Güterwagen höchstens!) darauf zu bauen „und gut is´!“, etwas verflog - zugunsten noch größerer Euphorie und des Wunsches eine raumfüllende Spur Null Anlage zu bauen - weil „Besser is´ das!“, lange Zeit ungenutzt und wurden dank ihrer großen Stabilität als Regale für allerlei Modellbahnkrempel „missbraucht“. Sorry Björn! :D

Die eingangs angeschnittenen privaten Veränderungen führten nun also zurück zu diesen beiden Segmentkästen.
Einen der beiden Segmentkästen habe ich, da sonst die Weichen noch ungünstiger hätten getrennt werden müssen und der verfügbare Platz noch unter dem Maß des Gleisplans aus dem Heft-Entwurf gelegen hätte, um 17,5 cm auf 125 cm verlängert.
An diesem, verlängerten Ende ist eine Weiterführung der Gleise nicht geplant, aber doch möglich wie man später im Verlauf sehen wird. Denn man weiß ja nie was kommt.

Insgesamt weisen die beiden verbundenen Segmentkästen nun ein Maß von 232,5 cm x 40 cm auf.
Da mit 40 cm Tiefe der Platz für die Gestaltung sehr dürftig ausfallen würde, habe ich nach einer flexiblen Lösung zur Erweiterung der Anlagentiefe gesucht. Gelandet bin ich dabei bei einem Bauteil aus dem Innenausbau, welches zum Vergleich mit Holz relativ leicht, trotzdem sehr stabil ist und mittels Schraubzwinge von unten an der hinteren Segmentkastenwand befestigt werden kann.
Diese Rohrkästen (Link zu "Bauhaus") sind in unterschiedlichen Maßen erhältlich. Somit ist sowohl eine variable Tiefe, als auch ein einfacher Transport der Teile möglich.

Den Gleisplan aus dem Heft habe ich gespiegelt und um eine Weiche mit einem weiteren Gleis ergänzt, um eine Betriebsstelle mehr zu haben.
Die Anbindung ist betrieblich nicht ideal, vermutlich auch nicht "vorbildgerecht" was ich aber geflissentlich zu ignorieren vorhabe und mich bei entsprechenden Einwänden mit den "Epoche bedingten. besonderen Umständen und Notwendigkeiten" herausreden werde. ;)
Da meine Kulisse eine städtisch-gewerblich, industriell geprägte in der Epoche 3 sein wird, ist eine gewisse Enge und leichte „Überfrachtung“ an Gleisen meiner Ansicht nach vertretbar.

Auch wenn ich bei den Fahrzeugen darauf keinen Schwerpunkt setze, Epoche 3 reicht , darf die Kulisse und der Betrieb der stattfindet schon die Anmutung der eher früheren Epoche 3 haben.
Heißt, es gab Provisorien und vielleicht betrieblich ungewöhnliche Situationen, denn es gab 195x bis 196x noch nicht überall eine komplett wieder hergestellte Infrastruktur. Und wir wissen ja, es gab bei der Deutschen Bundesbahn fast Nichts was es nicht gab. Diese Freiheit gönne ich mir.

Überhaupt habe ich mich bei dieser Planung auch von einer „möglichst vorbildgerechten“ Gleisführung weitgehend verabschiedet, da man auf der verfügbaren Fläche dazu eh kaum eine Chance hat. Wichtiger ist es mir hier rangieren zu können, zu müssen und zu versuchen, eine zur Thematik passende Kulisse und Atmosphäre zu schaffen.
Da ich keine Kleinstadtidylle, sondern eine Szene in einer industriell geprägten Vorstadtkulisse einer größeren Stadt im Sinn hatte, war die nächste Überlegung was für ein Betrieb hier angesiedelt werden soll und gibt es Personenverkehr?

Erneut habe ich mich daher durch die unendlichen Weiten des Internets gesucht und bin dann fast vor der eigenen Haustüre gelandet.
Ich kann in dieser winzigen Kulisse nur einen Betrieb, nein nur einen Ausschnitt davon darstellen, soviel war klar.
Und ich wollte eine Fabrik die Etwas herstellt, was zeittypisch ist.

Da kam mir dies hier gerade recht Link zu Denkmalgalerie Meerbuscher Kulturkreis

Wie ich dem Text entnehmen konnte, gab es in der Geschichte der "Westdeutschen Celluloiodwerke Lank-Latum" wie sie hießen, eine kurze Phase, in der das Unternehmen in Düsseldorf wiederbelebt wurde. Hier knüpfe ich also an.
Ich wählte nicht konkret Düsseldorf als Ort, siedele aber mein völlig fiktives Thema im "Rheinland", genauer im Vorstadtbereich einer rheinischen Stadt an und habe die in meiner angenommenen Historie aus den "Westdeutschen Celluloidwerken Lank-Latum" hervorgehende und weiter bestehende "Rheinische Celluloidwerke AG" daraus gemacht.

Damit genug der vielen Worte. Danke das Ihr bis hierhin durchgehalten habt.

Wegen "Überlänge" folgt hier Teil 2
Viele Grüße,
Dirk :)

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Sunday, October 13th 2019, 11:46am

Rheinische Celluloidwerke AG (Ep.III) - oder wie ich "kleine Brötchen in Spur Null backe"...Fortsetzung

Weiter geht es:

Bevor Ihr mir also über dem vielen, einleitenden "Gesabbel" gänzlich einschlaft, noch ein paar erste Fotos zur Wiederbelebung:

Zuerst wurden die Gleise nach Plan aufgelegt und auf der Deckplatte (12mm Multiplex) eingezechnet:


Hier ist die zukünftige Öffnung für die Schwenkbühne bereits markiert.




Und kaum sieht das ordentlich aus, wird schon daran gearbeitet es "kaputt" zu machen..erst mal vorbereiten, dann messen und einzeichnen...

Schrauben raus...








und nachdem ein paar Mal beherzt die Kettensäge angesetzt wurde, sieht das schon so aus:


Kettensäge!!?? :D Jo. Genau. Kettensäge. Inzwischen mein Lieblingswerkzeug beim Anlagenbau. :love:

Deckel nochmal drauf zum angucken:


Wieder die Säge angeworfen und Mut zur Lücke:


Na.. und hier kann man schon ein bisschen erkennen was mir an dieser Stelle vorschwebt:



Das war´s für Heute. Weiteres folgt wenn gewünscht.
Ich baue wenn ich Zeit dazu finde, die Muße und Lust dazu vorhanden ist und ich das Material habe das ich brauche.
Für Kritik und Anregungen bin ich offen und freue mich über Kommentare. :)

Lediglich Gleisplan-Diskussionen sind nicht mehr sinnvoll, denn ich kann - ich berichte jetzt anfangs noch etwas zeitlich zum Bau versetzt - und möchte daran Nichts mehr ändern. ;)

Bis demnächst an dieser Stelle.
Viele Grüße,
Dirk :)

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Saturday, October 19th 2019, 1:20am

Rheinische Celluloidwerke AG (Ep.III)

Hallo liebe Spur Null Freunde,

als Erstes möchte ich mich herzlich für Euren sehr netten Zuspruch in Form von Bedankungen und Bewertungen als Reaktion auf meinen ersten Baubericht bedanken! Das ein solch kleines und etwas "schräg" gestricktes Bauvorhaben Euer Interesse findet freut und motiviert mich natürlich.

Bevor ich über die nächsten Schritte beim Bau berichte, noch ein paar Worte zu Dem was folgt.

Die im Plan von Heinz Lomnicky vorgesehene Schwenkbühne zum Umsetzen einer Lok und als Verbindung zu dem dahinter noch anschließenden Stumpfgleis, wollte ich nicht kaufen. Sie sollte so wenig wie möglich kosten und so wenig wie möglich an technischem Aufwand benötigen.

Es ist daher gut möglich, dass sich der Eine oder Andere von Euch von dieser absoluten "Lowtech" Konstruktion erschaudernd abwendet und die Augen verdreht. Das akzeptiere ich. Sie erfüllt aber trotzdem ihren Zweck und nur das ist es was für mich entscheidend ist.

Ok, los geht´s:

Da der Gleisplan im SNM Heft keine Maße für die Segmentdrehscheibe enthielt, habe ich auf einem der Fotos davon die Zahl der Schwellen gezählt und ein entsprechend langes und in Schwellenbreite - plus beidseitig 2 mm, gehaltenes Pappstück ausgeschnitten.
Um die ungefähre Länge des an die Schwenkbühne anschließenden Stumpfgleises zu ermitteln bin ich genauso vorgegangen.
So kam ich zu den circa Maßen.

Aus den Fotos war zu entnehmen welche Gleise ab der Einfahr(Bogen)weiche verlegt wurden, daraus ergab sich das Maß des Bahnsteiggleises und des Umfahrgleises.
Alle, auch diese beiden Gleise waren bis zur Schwenkbühne probeweise ausgelegt. Ich habe dann die Gleismitten beider dort endenden Gleise mit einem langen Lineal durchgezogen und am Schnittpunkt der Linien den Drehpunkt für die Schwenkbühne festgelegt,
Auf das Pappstück wurde ein passend zugesägtes Stück gerades Gleis gelegt und alle Gleisenden und die endgültige Position der Schwenkbühne durch millimeterweises Verschieben auf der Mittenlinie des gerade durchlaufenden Bahnsteiggleises festgestellt.
Am so ermittelten Drehpunkt wurde die Pappschwenkbühne fixiert und rundherum Alles angezeichnet:

Hier nochmal der gelb / orange markierte Bereich für die Schwenkbühne, der auszusägen war.



Dann folgte erneut der Einsatz der Kettensäge:



Was dieses Gerät auszeichnet ist, dass man weder Löcher vorbohren muss wie bei einer Stichsäge, noch sich um die Spanten kümmern muss die im Segmentkasten im Weg sind. Einfach mit der laufenden Säge eintauchen in die Deckplatte, Schnitt führen, an den Spanten langsam mit nicht zu viel Druck weiter und fertig. Geht durch wie durch Butter. Nur alle eventuell vorhandenen Schrauben die in der Schnittlinie liegen müssen natürlich entfernt werden.



Der Patzer unten links war mein Verschulden. Die Säge so zu halten das man die Richtung bis zum Ende der Schnittlänge ohne abzusetzen durchschieben kann, ist mir auf diesem Stückchen leider nicht ganz geglückt. Spielt aber keine Rolle, weil man es am Ende nicht mehr sehen wird.
Zu sehen ist die Schnitt-Tiefe von 50 mm. Es gibt auch einen Ketteneinsatz bis 60 mm.



Der Test mit der Pappschablone ergibt - passt.





Und hier nun der komplette Gleisplan fertig zur Probe ausgelegt:



Damit beende ich für jetzt meinen Bericht. Ist ja schon spät geworden...

Übrigens gelang es mir vor Kurzem eine offenbar heimliche, fast verschwörerisch wirkende Zusammenkunft einiger Mitwirkender am Ort des Geschehens aus dem Verborgenen fotografisch festzuhalten. Der Herr rechts im hellgrauen Anzug schien dabei der Wortführer zu sein...mal sehen ob sich mit der Zeit noch herausfinden lässt, wer da im Dunkeln zusammengesessen ist. Offenbar wurde eine Köf mit nicht erkennbarem Wagenmaterial benutzt um zum Treffpunkt zu kommen...

Viele Grüße,
Dirk :)

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Klaus vom See

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Saturday, October 19th 2019, 8:18am

Guten Morgen Allerseits,

Anhand mehrerer Beiträge von Dir, habe ich Dich inzwischen als respektablen Forumskollegen hier kennen und schätzen gelernt. Umso mehr freut es mich, dass Du uns jetzt an Deinen Aktivitäten teilhaben lässt. Der Titel der Anlage und der Gleisplan lassen da viel Schönes vermuten.
Ich werde sicher zu einem bekennenden "Follower" und meine "Likes" sind Dir sicher... :D

In Vorfreude auf Mehr, sende ich Dir schöne Grüße vom Bodensee

Klaus

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Saturday, October 19th 2019, 8:50am

Moin Dirk

Glückwunsch zum Baubeginn. Der Plan des Anschlusses sieht "eigentlich" auch ganz gut aus. Nur den Sinn der Schwenkbühne erschließt sich mir nicht wirklich. Zumindestens auf den Bildern wäre der Platz für eine normale Weiche nämlich durchaus vorhanden gewesen.
Trotzdem werde ich dein Vorhaben natürlich weiter verfolgen.

Gruß Ralph
Wenn die Klügeren immer nachgeben, regieren irgendwann die Dummen die Welt...

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Saturday, October 19th 2019, 9:59am

Guten Morgen Miteinander,

was sehe ich da...die ersten Antworten "freu" ..dann wollen wir mal....

@ "Klaus vom See"

Guten Morgen Klaus,

so viel Anerkennung ...wow. Ich danke Dir !! Macht mich etwas verlegen, aber erfreut mich auch.
Ich "muss" aber ja erst mal noch richtig "abliefern" hier. ;)


@ "errel"

Guten Morgen Ralph,

auch Dir vielen Dank für Deinen Glückwunsch zum Baubeginn!

Deine Frage nach einer Weiche statt der Segmentdrehscheibe will ich gerne beantworten.
Ich war auf diese Frage ehrlich gesagt schon gefasst und hab da mal was vorbereitet...

Der Grund weshalb sie da ist, ist das Heinz Lomnicky, dessen Gleisplan ich hier übernommen habe - siehe meine Erläuterung im Eröffnungsbeitrag - diese so vorgesehen hat. ;)
Warum die Schwenkbühne aber wirklich Sinn macht siehst Du auf den folgenden Fotos. Sie bringt satte 15 cm mehr Nutzlänge für das an die Segmentdrehscheibe anschließenden Stumpfgleis und sie reduziert den Abstand der beiden rechts angeschlossenen Gleise um 1-2 cm, was bei dem sehr beengten Raumangebot ebenfalls von Nutzen ist und hier gut erkennbar ist:





Hier ist der Längenunterschied deutlich sichtbar:



Es gibt aber neben dem Längengewinn aber noch einen weiteren, noch wesentlicheren Grund. Wäre eine Weiche an dieser Stelle, müsste das Stumpfgleis zum Umsetzen immer frei gehalten werden und wäre somit eigentlich kaum genutzter, verschwendeter Raum.

Im Plan von Heinz Lomnicky ist das angeschlossene Stumpfgleis aber das Ladegleis an :!: KORREKTUR: dem kurzen Stückchen Ladestraße, schräg gegenüber des örtlichen, kleinen Güterschuppens und ist somit Betriebsstelle. Das ist der wirkliche Gewinn und Sinn. Denn da die Lok auf der Bühne geschwenkt wird, muss dieses Gleis nicht frei bleiben.

Ich werde dieses Gleis ebenfalls als Betriebsstelle nutzen, wenn auch nicht mit einem Güterschuppen.

Damit für Alle die das SNM Heft Nr. 31 nicht haben, der Originalentwurf der durch Heinz Lomnicky auch in eine reale Segmentanlage umgesetzt wurde, nachvollziehbar ist, hatte ich ja Stefan unseren Hausherrn angefragt, ob ich einen Scan eines Teils des entsprechenden Artikels aus dem Heft hier einfügen darf.
Heute Morgen habe ich von ihm netter Weise - nochmals vielen Dank dafür Stefan! - das Ok erhalten.

Ich werde also spätestens heute Abend irgendwann diesen Scan hier zeigen.


Allen vielen Dank für Euer Interesse. :)

Bis später also.
Viele Grüße,
Dirk :)

This post has been edited 1 times, last edit by "DirkausDüsseldorf" (Oct 19th 2019, 5:59pm) with the following reason: sachliche Korrektur nötig


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Saturday, October 19th 2019, 6:18pm

Rheinische Celluloidwerke AG (Ep.III), Korrektur in Beitrag Nr.6 und die Vorlage des Gleisplanes aus dem SNM Heft 31

Hallo liebe Forenkollegen,

:!: leider ist mir heute Vormittag im letzten Beitrag ein Fehler unterlaufen als ich "errel", Ralph seine Frage "warum eine Segmentdrehscheibe statt einer Weiche" beantwortet habe. Hier nochmal der entsprechende Absatz mit der Korrektur.

.."... Im Plan von Heinz Lomnicky ist das angeschlossene Stumpfgleis aber das Ladegleis an :!: KORREKTUR: dem kurzen Stückchen Ladestraße, schräg gegenüber des örtlichen, kleinen Güterschuppens und ist somit Betriebsstelle. Das ist der wirkliche Gewinn und Sinn. Denn da die Lok auf der Bühne geschwenkt wird, muss dieses Gleis nicht frei bleiben. .."...

Ich hatte heute früh fälschlich geschrieben, das Stumpfgleis hinter der Segmentdrehscheibe wäre das Güterschuppengleis. Der Kaffee war wohl zu schwach heute Morgen und ich noch nicht ganz wach... :S Sorry.

Wie auch im Beitrag Nr. 6 von heute Vormittag angekündigt, kann ich Euch nun den Scan aus dem SNM Heft Nr. 31, Seite 10 zeigen.

So können sich dank Stefan K.´s freundlicher Genehmigung die mir vorliegt, alle die das Heft nicht besitzen den Entwurf und die danach durch Heinz Lomnicky erbaute Segmentanlage ansehen.

Ich habe eine etwas größere Darstellung (bei gleicher Dateigröße von 160kb wie sonst) gewählt, damit man auch etwas lesen kann. Zur größeren Darstellung bitte auf das Bild klicken, dann könnt Ihr es beim Bilderdienst direkt ansehen.



Bis bald wieder an dieser Stelle.
Viele Grüße,
Dirk :)

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Saturday, October 19th 2019, 6:47pm

Gratulation

zum Baubeginn, Dirk :!:

Groß ist schön, aber es kann einem auch über den Kopf wachsen, wie man gerade an anderem Ort liest :rolleyes: .
Klein erfordert jedoch alles Können, um stimmig zu wirken und auch noch vernünftigen Betrieb zuzulassen.
Ich bin mir da aber ganz sicher, dass wir Leser bei Dir hier im Kleinen ganz Großartiges erwarten dürfen :thumbup: .
Und nicht zuletzt ermunterst Du mit Deinem Baubericht auch andere Mitleser mit geringerem Platzverhältnissen zum Bau......... .
Freue mich auf weitere Berichte, die ich dann auch hoffentlich begrünen kann (zur Zeit ist der Köcher leer)
Carl :thumbsup:

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Sunday, October 20th 2019, 12:49pm

Rheinische Celluloidwerke AG (Ep.III), Heute: Das Werk und der Betrieb in zwei Teilen, TEIL1

Hallo liebe Forenkollegen,

wer nun denkt, oh jeh!! ..Der schon wieder ...nun der hat Recht, ABER es ist recht sicher das so schnell nicht wieder so viele Beiträge hintereinander von mir folgen werden. :whistling:

Bevor ich heute etwas zum Betrieb auf meiner kleinen Anlage erzähle....

@ "Canadier"

Hallo Carl,

auch Dir herzlichen Dank für Deinen motivierenden Zuspruch!

Da es meine erste Spur-Null Anlage ist die ich baue, ist es vielleicht auch ganz gut das sie so klein ist.
Ich mache das alles zum ersten Mal und kann dankenswerter Weise aus dem Wissen der Hobbykollegen und Freunde hier im Forum, aus dem Kreise der Hobbykollegen bei der Euregio Spur Null e.V. und weiteren Freunden, die auch diesem Hobby nachgehen, schöpfen wenn ich nicht weiter weiß.
Das eine große Anlage nicht einfach weiter und sogar fertig zu bauen ist, ja das erlebt man sehr oft.

Wenn meine Basteleien andere Modellbahner mit wenig Platz zum Start mit der Spur Null motivieren kann, würde es mich freuen.

Ob ich etwas Großartiges zustande bringen kann..nun das wird sich erst noch zeigen.
Ich bin froh wenn ich etwas Brauchbares das funktioniert und von der Gestaltung her stimmig ist, hin bekomme.
Gerade Letzteres wird nicht so leicht werden.

Danke für Deinen, Euren - ich beziehe mich auch auf die sehr netten "Begrünungs"kommentare - Optimismus diesbezüglich!

:)


Nun wird´s aber Ernst und etwas trocken, denn es geht um das Werk und den möglichen Betrieb.

Bevor ich weiter über den Bau meiner Anlage selbst berichte, möchte ich heute nochmal auf das Anlagenthema, auf die fiktive „Rheinische Celluloidwerke AG“ eingehen.

Das wird wieder etwas textlastig, aber es gehört eigentlich dazu, wenn man sich überlegt, was setze ich an Fahrzeugen ein und welchen und wieviel Betrieb verspricht das Anlagen Thema.

An den Kunststoff Celluloid erinnert man sich wohl am ehesten noch als Material für Filme.
Es wurde aber daraus eine ganze Menge von Dingen hergestellt, die man heutzutage allerdings schon fast vergessen hat und die nicht mehr gebraucht werden. Ausnahme ist der Tischtennisball, welcher einfach durch kein anderes Material gleichwertig ersetzt werden kann wie es scheint.

Hier ist ein LINK (pdf) zu einem besseren Artikel als der den ich im Eröffnungsbeitrag verlinkt hatte.
Veröffentlicht ist er auf der Homepage des heimatkreis-Lank.de und war der Auslöser für diese Fabrik auf meiner Anlage.
Er erzählt über die „Westdeutschen Celluloidwerke Lank Latum GmbH Lank-Rhein“ wie sie offiziell hießen.
Das Werk wurde 1985 geschlossen und später weitgehend abgerissen, die Firmierung wurde aber erst 1995 endgültig gelöscht.

Laut diesem Artikel handelt es sich darüber hinaus um die älteste, noch existierende Plastikfabrik Deutschlands.
Was an wenigen Gebäuden noch erhalten ist (Wasserturm u. Pförtnerhaus), steht unter Denkmalschutz.
Markantestes Bauwerk ist der 1912 errichtete Wasserturm des Werks.

Unter dem im Text eingebundenen Foto „Teilansicht Kammabteilung“ wird über die Wiederbelebung der Fabrik nach einer rd. 2-jährigen Stillstandsphase 1910 - 1912, als „Düsseldorfer Celluloidfabrik GmbH“ berichtet. Dies natürlich am gleichen Ort, in Lank-Latum.

Hier noch ein Link zu den Ergebnissen der Fotosuche nach „Westdeutsche Celluloidwerke“ im Volksmund genannt: „Dä Bott“ im WEB

Wie auch schon Eingangs erwähnt, knüpfe ich mit meiner „Rheinischen Celluloidwerke AG“ an die Phase der „Düsseldorfer Celluloidfabrik GmbH“ an, die – ab jetzt ist ALLES bis auf * rein fiktiv – daraus hervorging, weil sich einer der Söhne des ab 1914 die Leitung innehabenden *Carl von Radinger aus Düsseldorf-Oberkassel sich am Rande eine nahen, rheinischen Großstadt, selbstständig machte.

Ende Teil 1 gleich folgt Teil 2
Viele Grüße,
Dirk :)

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Sunday, October 20th 2019, 12:50pm

Rheinische Celluloidwerke AG (Ep.III), Heute: Das Werk und der Betrieb in zwei Teilen, TEIL 2

Fortsetzung Teil 2:

Interessant für mich ist nun was wurde Alles an Rohstoffen zur Fabrik transportiert?
Ich orientiere mich diesbezüglich am Beispiel der Lanker Fabrik.

Der ebenfalls unter der Homepage zu findende, umfangreichste Artikel in dem auch ausführlich über die Produktion, die Werksfeuerwehr und weitere Details der Lanker Fabrik erklärt wird, ist DIESER (pdf)

Wikipedia schreibt über Celluloid (Zelluloid) LINK , die Herstellung wird auch HIER und hier mit Angabe seines ERFINDERS gut erklärt. Hier werden Celluloid Produkte gezeigt – anklicken der Fotos zeigt genauere Infos dazu an - aus verschiedenen Jahrzehnten zu sehen (je weiter nach rechts man blättert, desto jünger) BITTE in den unter den Fotos angezeigten weißen Feldern unter AUSWAHL EINGRENZEN - bei Material Celluloid auswählen! : LINK

Überhaupt ist die Homepage des DEUTSCHES KUNSTSTOFFMUSEUM.de sehr interessant. Das Thema ist ja gerade sehr aktuell, warum also nicht auch mal zurück blicken.

Nun zu den Rohstoffen die im Werk gebraucht werden.

Cellulosenitrat (Wikipedia) und CAMPHER (Wikipedia) sind die Grundstoffe zur Herstellung von Celluloid. Diese müssen also zum Werk befördert werden.

Mit dem Transport der Schiessbaumwolle per Bahn beschäftigte man sich schon früh auch in England LINK

Um herauszufinden wie Collodiumwolle - wie sie auch genannt wird - transportiert wurde, muss man ganz schön suchen in den Weiten des Internets, aber man wird mit Glück fündig.
Im zweiten Absatz, letzter Satz in dieser ABHANDLUNG ist angegeben, dass der Transport – vermutlich in leicht angefeuchtetem Zustand und darum - in verzinkten Tonnen erfolgte.

Wie Campher (umgangssprachlich Kampfer) transportiert wurde konnte ich leider nicht herausfinden.
Es wird als zähe, bröckelige weiße Substanz beschrieben.
Daher erscheinen mir sowohl Holz- oder Stahlfässer, oder ggf. auch mit Wachspapier ausgeschlagene Holzkisten als Transportbehältnis möglich.

Vielleicht hat von Euch jemand dazu eine belegte Information? Ich würde mich darüber freuen.

Reine Zellulose (Stückgut in Form von Ballen welche mit weißem o. braunen Papier verpackt sind) und https://de.wiktionary.org/wiki/Salpeter zur Herstellung der Schießbaumwolle, Weiter sind Farben in Pigmentform (Fässer, mit Blech ausgeschlagene Holzkisten, Blechdosen) die dem farblosen Celluloid zugesetzt wurden, Rizinusöl und Alkohol (Fässer o. lose im Kesselwagen) für die Produktion nötige Rohstoffe.

Die Fabrik benötigt Kohle bis Anfang der sechziger Jahre (danach wurde auf elektrische Dampferzeuger umgestellt) zur Dampferzeugung, welcher bei der Produktion Hitze und Druck lieferte.

Zum Versand wurde Seidenpapier (Stückgut), welches als Schutz vor Verkratzen zwischen die hochglänzenden Celluloidbögen gelegt wurde und Kistenholz falls Kisten selber hergestellt wurden, oder vorgefertigte Kisten, auch Überseekisten benötigt.

Darüber hinaus waren sicherlich Ersatzteile und Schmierstoffe für Maschinen und Material für die werkseigene Schlosserei Transportgüter die per Bahn angeliefert werden konnten.

Ich habe ja vor die Seite des angenommenen Fabrikgeländes und der Gebäude darzustellen wo die Material Anlieferung erfolgt und den Bereich wo fertige Produkte auf die Bahn verladen werden.
Der Bahnanschluss besteht nur auf dieser Seite und führt nicht – nach bisherigem Stand meiner Überlegungen - in das Fabrikgelände hinein. Z.B mittels einer Wagendrehscheibe.

Da der Platz knapp ist und die Ladestellen limitiert sind, muss ein Plan für Anlieferung und Abholung von Wagons erstellt werden.
Der kann natürlich auch durch Sonderfälle durchbrochen werden. Das kommt also auch noch auf mich zu.

Darüber hinaus gibt es einen, wie man dem Gleisplan im Eröffnungsbeitrag entnehmen kann, kleinen Haltepunkt (obwohl da eine Weiche vorhanden ist und er sich schon Bahnhof nennen könnte) für den Vorortverkehr.
Dieser liegt an der Grenze zum Werksgelände und ist für unbestimmte Zeit der magere Ersatz für den etwa 15 Gehminuten entfernt liegende Vorort-Bahnhof. Der ist nach Zerstörungen im WK2 und durch noch andauernde Wiederherstellungs-, Umbau- und Erweiterungsarbeiten für den Personenverkehr nicht nutzbar.

An diesem Haltepunkt, früher nur gedacht für die Anfahrt der Arbeiter und Angestellten des Celluloidwerks und einiger Anderer im Umfeld liegender Fabriken, müssen nun auch Schüler und Reisende die den Weg zum Hauptbahnhof nicht zu Fuß, mit der weiter entfernt haltenden Straßenbahn oder dem Taxi – welches sich in dieser Gegend eh kaum jemand leisten konnte - zurücklegen wollen, hier zu- und aussteigen.
Erschwert wird dies durch die erhöhte Lage und die dadurch bedingte lange Treppe, welche gerade für ältere und ganz junge Reisende ein Problem darstellt. Aber so waren damals die Verhältnisse nicht selten.

Also genug Potential für regen Betrieb würde ich sagen.

Zum Einsatz im Personenverkehr kommt hauptsächlich ein Triebwagen Ersatz in Form einer V36 mit roten Donnerbüchsen.
Am Vor- und Nachmittag durchaus auch als Gmp, falls ausserplanmäßiger Güter An- oder Abtransport erforderlich ist.
Dann dauert die Fahrt zum Hauptbahnhof leider etwas länger.

Es wurde aber auch am frühen Morgen und am Nachmittag um die Schichtwechsel der Fabriken herum eine 64er mit 3yg Pärchen und, oder Behelfspersonenwagen, oder falls diese dringend woanders benötigt werden, mit ein- bis zwei hier völlig exotischen und aus unerfindlichen Gründen an den Rhein versprengten Langenschwalbachern zusätzlich eingeplant.
Besonders Samstags – ja zu der Zeit wurde auch Samstags noch oft gearbeitet – wenn die Anhänger des "Rasenballsports" zu den Fußballspielen gebracht werden müssen, sind die Langenschwalbacher im Einsatz im Vorortverkehr. Man musste damals Alles was rollte zusammensuchen, da Rollmaterial knapp war.

Der Güterverkehr wird fast gänzlich durch zwei, in den Güterbahnhöfen der Stadt stationierte Köfs abgewickelt. Es verirrt sich aber auch schon mal eine V100 hierher, weil einfach keine andere Lok verfügbar ist.

Bis zum nächsten Bericht gibt es nun erst mal ein paar Tage Verschnaufpause...für Euch...und für mich. :D
Viele Grüße,
Dirk :)

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Sunday, October 20th 2019, 2:09pm

Hallo Dirk,

erst Heute Zeit genug um alle Berichte in deinen Faden (Thread) zu lesen. Ich finde dass Du ein schönes, überdachtes Thema gewählt hat und die erste Bauresultaten sind schon da!

Habe mich auf dein Faden abonniert, denn ich bin gespannt auf weitere Berichte über Deine Fortschritte. Viel Spass beim bauen und gestalten!

Gruss,
Walter

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Yesterday, 8:58am

Rheinische Celluloidwerke AG (Ep.III), Heute: Spannungsversorgung der Gleise, Schwenkbühne. Teil 1

Guten Morgen liebe Forenkollegen,

heute ist endlich Zeit für einen neuen Baubericht. Letzte Woche stand das "3. Sauerländer Spur 0 und Spur 1 Großbahntreffen" im Vordergrund.

Weiter geht´s:
Wie auf dem letzten Foto im Beitrag Nr. 3 zu sehen ist, wurde der Ausschnitt für die Schwenkbühne bereits von mir gemacht. Das ausgesägte Stück aus der 12 mm Multiplexplatte wird, da exakt passend, als Boden für die Grube für die Schwenkbühne verwendet.

Die Fotos als Antwort auf die Frage: "Weiche - oder Schwenkbühne", zeigen den Bereich bereits in einem fortgeschrittenerem Zustand.
Wir gehen jetzt zunächst zurück in die Phase davor, als sämtliche Gleise eine eigene Spannungszuleitung erhalten haben und die Schwenkbühne entstand. Damit will ich mich aber auch jetzt nicht allzu lange aufhalten. Kennt ja Jeder hier.

Die Anlagen Elektrik ist das Gebiet bei unserem Hobby, welches ich am wenigsten leiden kann. Ich hatte keine Freude am Löten, was sich mit der Anschaffung einer kleinen Lötstation (Digital Solder Station ST 50 D von Conrad) - ein Forentipp übrigens, vielen Dank dafür! - etwas gebessert hat. Das Werkzeug macht eben doch den Unterschied.
Zuerst wurden an den Gleisen die Lötpunkte für die Kabel festgelegt und angezeichnet. Diese hab ich dann auf die Platte übertragen und die entsprechenden Löcher für die Kabel gebohrt. Hier liegen dann die ersten, vorbereiteten Kabelstücke bereit:



Die Lötstellen an den Gleisen wurden vorbereitet indem die Kunststoffstege der Lenz Gleise an den angezeichneten Stellen unter dem Schienenfuß entfernt und diese Bereiche unter dem Schienenfuss mit einem Glasfaser-Radierstift.... 8| ...gereinigt wurden. Anschließend habe ich sämtliche Kabelstücke an die Gleise gelötet.

Die mit den Kabeln versehenen Gleise wurden dann auf den Segmenten wieder verlegt, dabei die Kabel natürlich durch die Platte geführt.


So sieht das dann halt erst einmal aus:




Nachdem dies erledigt war, sollte zuerst der Bau der Schwenkbühne begonnen werden, da ich dieses Teil als das entscheidende Teil der kleinen Anlage ansehe. Wenn es mir nicht gelänge diese gebrauchsfähig hinzubekommen, müsste ich entweder doch die Weiche benutzen, oder ganz neu planen.

Ende Teil 1 .... Fortsetzung folgt sogleich:
Viele Grüße,
Dirk :)

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Yesterday, 9:06am

Rheinische Celluloidwerke AG (Ep.III), Heute: Spannungsversorgung der Gleise, Schwenkbühne. Teil 2

Fortsetzung - Teil 2:

:!: WARNUNG :!:
Wie im Eingangsbeitrag schon mal erwähnt, sollten nun Alle die eine filigrane, ausgefeilte Schwenkbühnenkonstruktion erwarten, vielleicht besser ab hier das Lesen einstellen. ;) Denn: Es wird primitiv (nicht sprachlich!), es wird absolut "lowtech" und es wird billig werden ab hier. :D

Warum ich auf eine technisch perfekte Schwenkbühne, wie sie durch Zubehör-Hersteller angeboten werden, verzichtet habe hat zwei, nein drei wesentliche Gründe. 1. Ich habe kein Geld für eine perfekte, fertige Lösung. 2. Diese wären zu platzraubend. Der 3. Grund ist, dass ich es einfach mal versuchen wollte so ein Teil ohne jegliche Vorkenntnisse und mit minimalstem technischen Aufwand zu "basteln".
Auf der Suche nach einem geeigneten Bühnenkörper fiel mir diese Latte in die Finger, welche hier schon auf das passende Maß gesägt ist:


Das Schablonenstück, welches als erste "Schwenkbühne" zum ermitteln des Drehpunktes und der Maße benutzt wurde und ein später noch angepasstest Stück gerades Lenz Gleis mal zur Ansicht aufgelegt:


Da Pappe zu instabil als Plattform für das Gleis ist, wurde der Karton mit Holzstücken und Resten durchwühlt und zwei Hartfaserplattenstückchen - (Verpackungsteile eines IKEA Küchenunterschrankes) herausgefischt, die man staune, die genau passende Breite und bis auf 5 mm passende Länge hatten:




Die Stabilität ist ausreichend:


Kurz und gut, beide Faserplatten wurden auf die Latte geklebt, die Lücke aber in die Mitte verlegt. Dann wurden zwei Löcher gebohrt.
Eines für die Ikea "Hülsenschraube" oder wie sich diese nennt und als Drehpunkt der Schwenkbühne dienen muss und ein Loch um die Spannungsversorgung ans Gleis der Schwenkbühne durchzuführen. Hier zur Probe in den Ausschnitt gelegt:


Als Auflage für den Grubenboden dienen zwei Lattenstücke die quer zur Bühne unter dem Ausschnitt montiert werden. Diese werden mit je zwei langen 100 mm Gewindeschrauben befestigt. Hier das Material am Einsatzort:


Nach dem Einbau:








Diese Befestigung der Auflagen für den Grubenboden lässt nun eine exakte Justierung des Grubenbodens mit der darauf liegenden Schwenkbühne in alle Richtungen zu:


Hier schon mal die ganze Konstruktion im probeweise eingebauten Zustand:


Wieder zu viele Zeichen angezeigt...Teil 3 zwangsweise...... ?(
Viele Grüße,
Dirk :)

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Yesterday, 9:08am

Rheinische Celluloidwerke AG (Ep.III), Heute: Spannungsversorgung der Gleise, Schwenkbühne. Teil 3

...Fortsetzung - Teil 3:

Zeit das ausgesägte Stück der Multiplexplatte als Grubenboden herzurichten. Zuerst habe ich ein Stück Kunststoffbastelplatte passend zugeschnitten und auf das Multiplexholz geklebt. Ein gebogenes R1 Lenz Gleis wurde gefleddert, auf Länge gesägt, passend gebogen und darauf verklebt. Es wurde ein Loch für die Ikea "Hülsenschraube", sowie Eines für die Kabeldurchführung gebohrt.
Das Lenz Gleis ist mit etwas Farbe aufgehübscht worden und der Boden der Grube mittels Acrylfarbe von seiner Plastikoptik befreit:






Hier sitzt die IKEA Schraube an ihrem zukünftigen Platz. Um die richtige Höhe der Schienenoberkante, welche als Auflage für die Schwenkbühne dienen wird zu erreichen, genügen drei, vier simple Unterlegscheiben und eine Unterlegscheibe aus Kunststoff. Letztere verringert die Reibung und hatte die richtige Dicke:




Hier liegt die Bühne bereits auf dem Drehpunkt und dem Gleisstück auf:


Der Grubenboden an seinem endgültigen Ort:




Nun werden vielleicht Viele von Euch die doch weitergelesen haben den Kopf schütteln und denken..so ein Kram, das taugt doch nichts...
Nun, ich kann soviel schon sagen. "Der Kram" funktioniert.
Was mir natürlich selber auch nicht so gut gefällt ist, dass ich das Holz direkt auf der Schiene ablege und es wirklich primitiv, darauf hin und her schiebe. Der Reibungswiderstand ist schon recht hoch wenn eine V 100, BR 64 oder V 36 drauf stehen. Was die Suche nach einem elektrischen Antrieb für die Bühne nicht gerade erleichtert. Dazu aber später.

Ich hatte, bevor ich mich zu dieser sehr schlichten Konstruktion durch gerungen habe, nach einem Rad mit zwei Spurkränzen in einem Achshalter gesucht. Es gibt zwar Rollen mit Doppelspurkranz die man jedoch oft nur schwierig kaufen kann weil sie nur für die Industrie angeboten werden, oder weil sie einfach zu groß im Durchmesser sind, nicht in Frage kamen. Im Modellbahnzubehör konnte ich leider gar nichts Passendes finden.

Daher ist die Bühne in dieser Form weiter gebaut worden. Es ist aber durchaus denkbar, dass wenn ich die richtigen Teile doch noch fände um sie korrekt aufs Gleis zu setzen, die Bühne anpasse, oder auch komplett neu bauen würde. Weil natürlich auch die Optik der Schwenkbühne zu berücksichtigen war, wurde diese an den beiden Längsseiten mit einem Streifen simplen, weißen Druckerpapier beklebt:


Die Frage wie der "Antrieb" der Bühne im Modell dargestellt werden soll stand ebenfalls schon im Raum.
Hier ein erster Ansatz, der aber noch etwas ausgebaut wurde:


Aus überlangen Riesenstreichhölzern habe ich Abstützungen für die Plattform angedeutet:


Mit weiteren Papierstreifen und Acrylfarbe versehen sieht die Schwenkbühne nun so aus. Der kleine Kasten vorne links verbirgt das eine, vermeintliche Rad, mit dem die Bühne vermeintlich auf dem Gleis ruht. :


Auch auf der Antriebseite gibt es diesen "Radkasten" aber eben mit dem angebauten "Antrieb":


Der "Antrieb" wurde noch etwas weiter ausgestaltet:


Eingebaut und begutachtet vom Bauleiter:




Warum ich der Optik der Schwenkbühne insgesamt und vor Allem "unterhalb der Gürtellinie" wenig Leidenschaft widme und sie nur mit sehr einfachen und wenig feinen Details erstellt habe ist, dass man davon schlicht Nichts mehr sieht wenn sie in der Grube eingesetzt ist.
Die Grube ist sehr schmal und lässt kaum einen Blick auf den Bühnenkörper zu. Ich habe in der Darstellung die Form eines Hohlkastens gewählt, weil die Basis, "die Latte" einfach nichts Anderes zuließ.
Mit Rolands feinen und filigranen Konstruktionen (für Robby gebaut und im Forum dokumentiert) aus Polystyrolplatten hatte ich mich als erster Idee für den Bau der Bühne zuerst beschäftigt, bin aber schnell zu dem Schluss gekommen, dass ich dazu weder handwerklich in der Lage bin, noch die Kosten für die Polystyrolplatten bei ungewissem Ausgang meines Werkelns ! bezahlen wollte.

Soviel wieder mal für heute. Demnächst berichte ich weiter.
Allen die trotz der "gruseligen Bühnentechnik" bis hier durchgehalten haben, danke ich für ihr Interesse und wünsche ein schönes Wochenende!

Bin ich vielleicht zu ausführlich? Zu viele Fotos im Beitrag? Wenn ja bitte lasst es mich wissen.. Danke! :)
Viele Grüße,
Dirk :)

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Yesterday, 4:54pm

Hallo Dirk,

da im Moment leider kein Grün vorhanden, kommt auf diesem Weg meine Anerkennung.
Ich finde es einfach super, das Dein Anlagenbau nach so viel Theorie im Vorfeld nun richtig in Gang kommt. :thumbsup:

Deine Bemühungen Lösungen zu finden, die Deinen Vorstellung gerecht werden und dann umgehend in die Tat umgesetzt werden,
sind einfach Lobenswert. Wichtig ist, dass Du am Ende mit dem Umgesetzten zufrieden bist und Dir der Spaß bei der Modellbauerei
erhalten bleibt. Sich unter Druck setzen und damit evtl. Zweifel aus zu lösen, bringt Dich am Ende nicht weiter. (geht mir übrigens auch so)

Von Deiner ausführlichen Berichterstattung, einschließlich der aufschlussreichen Bilder, kann jeder etwas mitnehmen, also weiter so.

Ich hoffe wir sehen uns in 2 Wochen in Solingen.

Beste Grüße aus dem Bergischen

Harry
Eisenbahnfreunde Solingen
Nächste Veranstaltung

Winter Modellbahntage am Samstag den 30. November 2019 und Sonntag den 01. Dezember 2019 :thumbup:

jeden 4. Freitag im Monat Fahrtag von 15:00 Uhr bis 20:00 Uhr. Gast Fahrzeuge sind gerne Willkommen.
Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Wo: Aufderhöher Straße 106, in 42699 Solingen

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StEAG

Bremser

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Location: Berlin

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16

Yesterday, 5:28pm

Weiter so!

Hallo Dirk,
ich kann mich Harry nur anschließen! Gerade Deine "lowtech"-Lösungen stoßen auf mein größtes Interesse. Ich freue mich immer, wenn mit einfachen und günstigen Mitteln kreative Lösungen für die Nachbildung des Vorbilds gelingen. Berichte bitte weiter, und auch in der bisherigen Ausführlichkeit.
Viele Grüße aus Berlin nach Düsseldorf
Stephan

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