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Monday, August 17th 2015, 6:25pm

Provisorische Kohlenstaub Bekohlung

Hallo die Herren!

Ich hole mal ein wenig aus! Zu Zeiten ölgefeuerter Maschinen der DB gab es in Bebra eine "provisorische" Betankung am Bahnsteig. Diese bestand aus einem Kesselwagen mit Pumpenwagen (gedeckter Güterwagen).

Gab es so etwas auch für die Bekohlung mit Kohlenstaub? Hat da vielleicht jemand Bilder? Oder Ahnung wo ich mal schauen kann?
Überhaupt sind Bilder für eine Kohlenstaubbekohlung dünn gesät.

Ich freue mich über jeden Tipp oder jedes Bild!

Der Hintergrund ist folgender: da auch Gastloks in mein Museum kommen, ist es nicht abwegig, dass ab und an ein Wurstkessel mit Kohlenstaubfeuerung übernachtet und Nachschub benötigt.

Grüße und schon mal Danke!


Björn

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Monday, August 17th 2015, 6:48pm

Quoted

Ich hole mal ein wenig aus! Zu Zeiten ölgefeuerter Maschinen der DB gab es in Bebra eine "provisorische" Betankung am Bahnsteig. Diese bestand aus einem Kesselwagen mit Pumpenwagen (gedeckter Güterwagen).
Das war kein Provisorium, sondern eine Möglichkeit der Betankung ohne die Lok vom Zug trennen zu müssen, was die Fahrzeiten auf der Nord-Süd-Strecke verlängert hätte... :!:

Was du suchst findest du in "Modellbahn-Betriebswerke", Markus Tiedke u.a., GeraMond-Verlag.

Null-Problemo :thumbup:

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Monday, August 17th 2015, 7:10pm

Hallo Oliver,

vielen Dank für Deinen Tipp! Werde da mal schauen.

Die Gründe der Betankung in Bebra sind mir bekannt. Schon vor längerer Zeit habe ich mich ausgiebig mit der Nord-Süd Strecke beschäftigt. Meine Vorfahren kommen schließlich aus dem Raum Bebra/Eschwege.

Grüße
Björn

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4

Monday, August 17th 2015, 7:17pm

Fein!

Dann schreibs doch auch so ;)


Null-Problemo :thumbup:

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5

Monday, August 17th 2015, 8:42pm

Hallo Björn,

meines Wissens gab es für Kohlestaubloks keine derartige provisorische Versorgungseinrichtungen. Die Kohlestaubbunker waren recht aufwendig auch wegen der Explosionsgefahr. Mein Vater hat Ende der 40er Jahre in einer Brikettfabrik in Deuben (zwischen Weißenfels und Zeitz im heutigen Sachsen-Anhalt) gearbeitet. Er berichtete davon, daß es manchmal zu Verpuffungen oder Staubexplosionen kam. Außerdem meine ich gelesen zu haben, daß der Kohlestaub mit Druckluft gebunkert wurde - für mobile Einsätze sicher recht aufwendig. Und ob man den Staub direkt aus den Behälterwagen in den Tender bekommen hätte?

Gruß Henning

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Tuesday, August 18th 2015, 2:30pm

Hallo Björn,
im Bw Arnstadt(Thüringen) gab es eine Kohlenstaubbekohlung.Die war allerdings nicht provisorisch.
Im jetzigen Museums-Bw gibt es eine Menge an Fotos darüber und ist zum Teil noch erhalten.
Ein Besuch lohnt sich.Das Personal ist dort sehr freundlich.
Gruß Thorsten

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Wednesday, August 19th 2015, 1:10pm

Hallo zusammen,

"provisorisch" kann man ja so nicht sagen, wenn es um Dingen aus der ehem. DDR geht. Da viele Dinge mal provisorisch begonnen haben und dann irgendwann so hingenommen wurden...aber ist ein anderes Thema. 8)

Aber zurück zur Kst-Bekohlung...

Es gab ja drei (?) große Kst Bw´s, Arnstadt, Leipzig und Senftenberg, dort waren richtige Bekohlungsanlage aufgebaut. Damit in den Endbahnhöfen nachgebunkert werden konnte, haben die Züge mit Kst Loks ihren Nachschub einfach mitgenommen.

Alle Kst-Tender waren mit dieser Befüllmöglichkeit ausgerüstet, die Lokomotiven entsprechend mit einer zweiten Luftpumpe. In den Wendebahnhöfen wurde dann auf Seite gefahren und der Kohlenstaub umgefüllt.

Es gab sogar mal eine Baureihe 17 mit zwei verkleideten Kst-Behälterwagen, dort konnte wärend der fahrt Nachgebunkert werden.


Also für eine provisorische Kst-Bekohlungsanlage reicht ein Abstellgleis, ein Kst-Behälterwagen, eine Druckluftschlauch Nachbildung und im Soundmodul eine Taste programmieren damit wären der Umbunkerung die Luftpumpe läuft.

Ich kann aber am Wochenende schauen was ich da an Unterlagen finde.
LG Ingo

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Locutus

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8

Wednesday, August 19th 2015, 1:17pm

EK Buch

Servus,

soweit ich mich erinnere, gibt es vom Eisenbahnkurier Verlag ein Buch über Kohlenstaublokomotiven der DR( DDR). Darin befanden sich m.W: auch Bilder vom "Betanken" und der Geräte, die dazu notwendig waren.

Eventuell kannst du das Buch über eine Bücherei ausleihen oder es findet sich eventuell auf einer Messe. Dirk Winkler, EK Verlag 2003.

Oder du kommst mal auf ein Käffchen vorbei und stöberst im Buch. Ich habe es nämlich im Schrank :thumbup:

Es grüßt
Michael
Viele Grüße

Michael

9

Wednesday, August 19th 2015, 2:35pm

Moin, Moin!

Vielen Dank für eure Antworten.

Ja, das Handling mit Kohlenstaub ist nicht ohne. Die Gefahr von Staubexplosionen recht groß... Doch im Endeffekt habe ich mittlerweile eine Idee wie ich es im Modell umsetzen kann.

Man nehme einen Staubbehälterwagen (Der Explosionsschutz für Mehl und Kohlenstaub ist sicher ähnlich) und einen Flachwagen mit Kompressor... Wobei, nach den hier getätigten Aussagen brauche ich selbst diesen nicht! :-))

Also, einen Güterwagen zum Transport von Stäuben und ein kleines Gestell mit Schläuchen... Dazu noch ein paar Erdungskabel und Sicherheitshinweise vor Ort. Wir sind ja in der Neuzeit!

SCHÖN!

Danke und Grüße
Björn

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10

Wednesday, August 19th 2015, 3:11pm

Hallo Björn,

wäre nett wenn du mir (uns) mitteilen könntest um welchen Kst-Dampfer es sich handelt den du einsetzen möchtest. Erleichtert die Suche nach passenden Unterlagen etwas.
LG Ingo

JACQUES TIMMERMANS

Bahngeneraldirektor

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Wednesday, August 19th 2015, 5:14pm

Hallo Björn,

Hier und Hier ist ein wenig über Kohlenstaub-Verladung und über Kohlenstaub-Dämpfloks zu lesen.

Gruß,

Jacques

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