You are not logged in.

Dear visitor, welcome to Spur Null Magazin Forum. If this is your first visit here, please read the Help. It explains in detail how this page works. To use all features of this page, you should consider registering. Please use the registration form, to register here or read more information about the registration process. If you are already registered, please login here.

Alexander

Fahrgast

(11)

  • "Alexander" started this thread

Posts: 7

Location: Osterode am Harz

  • Send private message

1

Sunday, January 27th 2013, 4:46pm

Mein erster Gebäudebausatz in Spur 0 Teil 2 Bemalen



Wie im 1.Teil angekündigt folgt nun die farbliche Behandlung der Plastikteile. :)

Da ich kein renoviertes Haus möchte, soll es farblich gealtert werden.

Im Internet habe ich mir ein Vorbildgebäude (Holzhaus) gesucht, daß bereits einige Jahre der Witterung ausgesetzt war. Das Bild habe ich ausgedruckt und dann versucht den Bausatz ähnlich zu gestalten.

Ich arbeite mit wasserlöslicher Acryl-Farbe und habe sehr gute Erfahrungen mit den AQUA COLOR Farben von Revell gemacht. Diese Farben werden mit Wasser verdünnt und daher entsteht beim Malen keine Geruchsbelästigung. Weiterhin trocknen die Farben im Vergleich zu Acryl Farben anderer Hersteller langsam und sind daher für meine Maltechnik hervorragend geeignet.

Folgende Farben habe ich verwendet:

AQUA COLOR Revell

08 Schwarz, 37 Ziegelrot, 39 Dunkelgrün, 57 Grau, 59 Himmelblau, 84 Lederbraun

LIFECOLOR

UA 728 Light Woden Stock und UA 729 Dark Woden Stock

Weiterhin nutze ich sehr gute Pinsel. Wenn eine Lok mehrere Hundert Euro kosten darf, dann sind 20 € - 30 € für fünf Pinsel bestimmt nicht zuviel ausgegeben. Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine Malpalette, ein Behälter mit Wasser, Küchenrolle und ein kleiner Schwamm und der Spaß kann beginnen.

Alle folgenden Maltechniken und Arbeitsabläufe wurden bereits in vielen Bastelratgebern und MoBa Zeitschriften/Katalogen beschrieben. Daher werde ich mich kurz fassen um Euch nicht zu langweilen.

Anhand von 2 Beispiele möchte ich nun das Patinieren erläutern.

1. Das Holzschindeldach

Die Teile im Bausatz sind Dunkelgrau eingefärbt. Alle Dachteile wurden mit 57 Grau gestrichen. Nach dem Trocknen wurde eine Lasur aus Wasser und 84 Lederbraun mit einem Flachpinsel aufgetragen und danach die noch nicht getrocknete Farbe mit einem feuchten Schwamm wieder vorsichtig abgewischt.

Ist der Schwamm zu feucht oder es wird zu viel Druck beim Wischen ausgeübt befindet sich nur noch wenig Lasurfarbe auf der Dachpartie und die graue Farbe scheint zu stark durch.

Das Gegenteil wird durch zu viel Lasurfarbe erreicht. Es hat eine Weile gedauert bis ich mit meinem Ergebnis zufrieden war.

Nach dem Trocknen wurde das Dach mit 59 Himmelblau Übergraniert. Beim Granieren befindet sich nur sehr wenig Farbe am Pinsel. Dazu streiche ich den Pinsel solange über das Papier einer Küchenrolle bis dieser fast keine Farbspuren mehr hinterläßt. Dazu nutze ich einen hartborstigen Pinsel mit dem die Farbe schließlich aufgetragen, in einem späteren Schritt aufgerieben wird. (Trockenmalen)

Das Ergebnis ist auf Bild Nr. 5 zu sehen

2. Die Holzwände

Die Teile im Bausatz sind Hellbraun eingefärbt. Alle Wände wurden mit 84 Lederbraun gestrichen. Danach die Farbe sofort mit Küchenkrepp fast vollständig abgewischt, sodaß die Hellbraune Farbe wieder sichtbar war. Nach dem Trocknen wurde dieser Schritt wiederholt, aber weniger Farbe abgewischt.Nach dem Trocknen wurde mit UA 728 graniert. Nach einem weiteren Trocknen wurde mit UA 729 lasiert. Dazu habe ich keinen Schwamm und Wasser benutzt, sondern die Farbe wurde mit einem Flachpinsel verdünnt aufgetragen und nicht abgewischt.

Das Ergebnis ist auf Bild Nr. 2 zu sehen

Wichtig ist das Schrittweise vorgehen. Das heißt erst auf eine Wand Farbe auftragen, Farbe abwischen. Ist das Ergebnis nicht zufriedenstellend, den Schritt wiederholen bis es paßt. Nun macht man mit dem nächsten Bauteil weiter usw, usw. Das gilt natürlich auch für das Dach. Immer ein Teil nach dem anderen.

Die Fenster wurden mit 37 Ziegelrot und die Türen mit 39 Dunkelgrün bemalt. Sollte die Farbe nicht gleich decken, wird das Bemalen wiederholt. Bei den Türen war das zum Beispiel drei Mal notwendig.

Die Holzbretter auf der Rampe für den Schuppen wurden wie die Holzwände gestaltet.

Für den Schornstein verwendete ich alle Revellfarben bis auf 39 Dunkelgrün.

Damit bin ich schon am Schluß angekommen.

Eines habe ich auf jeden Fall gelernt: Zeit lassen, Zeit lassen und Geduld haben. Wenn es nicht mehr geht, wird am nächsten Tag weitergemacht. Wieviele Stunden ich benötigt habe kann ich nicht sagen, aber es waren einige. :wacko:


Ich habe zunächst die Maltechniken an alten HO Bausätzen ausprobiert und trotzdem mußte ich dann einiges nacharbeiten. Zum Beispiel war eine Dachpartei nach dem lasieren zu dunkel geworden. Da habe ich von vorn begonnen. Grau streichen ......

Es ist eben noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Im dritten und letzten Teil werde ich Euch vom Zusammenbau und der abschließenden farblichen Behandlung berichten.

Bis demnächst.

Alexander

 

 

 

 

 



 

 

 

 

Alexander has attached the following files:
  • P1010387.JPG (80.1 kB - 117 times downloaded - latest: Dec 11th 2018, 2:58pm)
  • P1010394.JPG (74.24 kB - 96 times downloaded - latest: Dec 11th 2018, 2:58pm)
  • P1010403.JPG (88.7 kB - 89 times downloaded - latest: Dec 11th 2018, 2:58pm)
  • P1010391.JPG (85.6 kB - 101 times downloaded - latest: Dec 11th 2018, 2:59pm)
  • P1010389.JPG (75.01 kB - 94 times downloaded - latest: Dec 11th 2018, 2:59pm)

13 registered users thanked already.

Users who thanked for this post:

Joyner (27.01.2013), gabrinau (27.01.2013), Karben (27.01.2013), klaus.kl (27.01.2013), Signum (27.01.2013), TimT (27.01.2013), Apollo (27.01.2013), Didier78 (27.01.2013), Udom (27.01.2013), jk_wk (27.01.2013), Spur0e.de (30.01.2013), Bob Stevens (06.02.2013), 98 1125 (23.06.2017)