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jaffa

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Thursday, January 26th 2017, 9:31am

How to make ... Dachrinnen

Für meine gelaserten Kartonbausätze suche ich nach einer preiswerten, aber hochwertigen Möglichkeit Dachrinnen anzufertigen ... und so den Zukauf von Kunststoffdachrinnen zu vermeiden.
Jetzt liegt ein erstes Ergebnis vor, dass zwar noch nicht perfekt ist, aber ein guter Anfang.

Bild 1
Ich habe dafür in eine Hartfaserplatte 3 mm mit einem 2,5 mm Kugelfräser eine Rinne gefräst, und daneben einen 3 mm breiten Schlitz gelasert. Weitere Werkzeuge sind Stahllineal, Cutter und ein runder Gegenstand, der an der Spitze einen Durchmesser von ca. 2,5 mm hat ... in diesem Fall ein Kugelschreiber.
Als Material habe ich graues 130g-Tonpapier genommen und flüssigen Sekundenkleber.

Bild 2 bis 4
Zunächst wird in der Rinne die Rundung vorgeformt (2) ... zum Rand mindestens 1 cm Abstand* halten, damit man später beim Beschneiden das Lineal anpressen kann; beim Tonpapier ist die Laufrichtung des Papiers zu beachten, damit man nicht gegen die natürliche Wölbung des Papiers arbeitet. In dem Schlitz (3) wird anschließend die Rundung vertieft; ich habe dafür den Cutter mit eingezogener Klinge benutzt. Im nächsten Schritt wird flüssiger Sekundenkleber aufgetragen (4).
* Das habe ich beim fotografierten Muster nicht getan und hatte prompt später beim Beschneiden Probleme bekommen.

Bild 5 bis 7
Mit dem aufgetragenen Sekundenkleber habe ich noch mehrfach die Rund nachgeformt (5), bevor das Blatt zum Trocknen zur Seite glegt wurde. Nach vollständigem Aushärten des Klebers wird der überschüssige Karton an beiden Seiten abgetrennt (6/7), so dass die ca. 2,5 mm breite Dachrinne übrigbleibt. Das Stahllineal muss natürlich gut angepresst werden ... was man im Foto nicht sieht, weil meine rechte Hand fürs Foto gebraucht wurde.

Bild 8 und 9
Das Dachrinnenende wird mit Sekundenkleber benetzt und auf einen kleinen Schnipsel des Tonpapiers gestupst ( 8 ) ; nach dem Aushärten werden die überstehenden Ränder mit Cutter oder Nagelschere abgeschnitten. Bild 9 zeigt das Anbringen der Rinneisen: Tonpapierstreifen ... so schmal sich von Hand vernünftig schneiden lässt ... ca. 0,7 mm breit ... werden über den Schlitz gelegt und mit Tesafilm auf einer Seite im Abstand von ca. 20 mm fixiert. Dann wird mit einem Zahnstocher auf den Streifen Sekundenkleber aufgetragen, der dabei nicht auf die Ränder des Schlitzes in der Hartfaserplatte gelangen darf. Die Dachrinne wird aufgelegt und über die gesamte Länge in den Schlitz gedrückt (Linealkante zur Hilfe nehmen) und gehalten, bis der Sekundenkleber angezogen hat. Nach dem Herausnehmen der Dachrinne werden auf der Tesaseite die Rinneisen bündig abgeschnitten, die anderen Enden dienen - wie in der Realität -zum Befestigen der Dachrinne an der Dachkonstruktion.
Da ich die Dachrinne erst ander fertigen Dachkonstruktion befestigt habe, sitzen die Rinneisen nicht auf den Sparren, sondern unter den Dachbrettern.

Bild 10 und 11 zeigen die befestigte Dachrinne. Das graue Tonpapier in Verbindung mit dem Sekundenkleber gibt vom Material her eine stimmige Anmutung für Zinkdachrinnen.

Ganz zufrieden bin ich noch nicht: Die Wölbung der Dachrinne könnte noch etwas augeprägter sein, das Ergebnis qualitativ gleichmäßiger mit weniger Toleranzen. Zwei Dinge werde ich probieren: 1. dünneres Material (80-90g), 2. Etwas breiterer Schlitz, in den das Material komplett bis zum Boden eingeschoben werden kann (dann wäre das Problem der Maßhaltigkeit gelöst).

Gruß --- Jürgen
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Thursday, January 26th 2017, 10:42am

Alu-Folie für Dachrinnen

Hallo,
habe Deine Anleitung mit Interesse gelesen. Ich hatte (noch für H0m) ein ähnliches Verfahren angewendet, allerdings habe ich damals Alufolie anstelle von Papier/Karton verwendet. Die Folie hat praktisch keine Rückstellkraft und läßt sich dadurch sehr einfach in der gerfrästen Rille verformen. Alles weitere habe ich ähnlich wie Du gebaut. Für unseren Maßstab kann man ja vielleicht Folie aus den Food-Trays (die z.B. Metzger für vorbereitete Mahlzeiten verwenden) "gewinnen", die ist dicker als Haushaltsfolie.
Viele Grüße
Ulrich
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Thursday, January 26th 2017, 11:13am

Regenrinnen

Hallo Jürgen,
Regenrinnen kann man günstig aus dünner Kupferfolie selbst herstellen.
Dazu wird die Folie mit einem Draht/Rohr ( Durchmesser 2/3 mm ) in Form gebogen, anschl. Mit einem 16 Watt Lötkolben verzinnen, ggf. Regenrinnenhalter aus Ms. Draht Biegen und anlöten. Die Fallrohre entstehen aus Ms. Rohr ( 2/3 mm ) und werden dann mit Fallrohrhalter aus Draht gebogen und ebenfalls verlötet.
Gruß Oliver

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Thursday, January 26th 2017, 11:55am

Hallo,
die Fa.Evergreen bietet Halbrohrprofile aus
Kunststoff an.Die nehme ich als Dachrinnen.
Mit freundlichen Grüßen,
Peter Jung

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Kö0034

Fahrgast

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Thursday, January 26th 2017, 2:52pm

Hallo Jürgen,
ich habe mir vor einiger Zeit Dachrinnen aus alten Regenschirmgestängen gebaut,
diese sind ähnlich einem U-Profil und 3-4 mm breit, passen also zum Maßstab.

Gruß Johannes

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Thursday, January 26th 2017, 5:28pm

Spannend, was hier alles an Ideen zusammenkommt.

Bei einigen Vorschlägen habe ich Fragen:
die Fa.Evergreen bietet Halbrohrprofile aus Kunststoff an.Die nehme ich als Dachrinnen.
Ich kenne von Evergreen nur die Halbrundstäbe. Ein Halbrundrohr ist mir nicht bekannt. Bitte einen Link dazu oder eine Bezugsquelle!
ich habe mir vor einiger Zeit Dachrinnen aus alten Regenschirmgestängen gebaut, diese sind ähnlich einem U-Profil und 3-4 mm breit, passen also zum Maßstab.
Regnschirmgestänge Ist sicherlich als individuelle Einzellösung interessant und machbar. Allerdings ist die Materialstärke für den Maßstab schon oversized und auch die Breite sollte eher zwischen 2 und 3 mm als darüber sein. Wenn größere Mengen benötigt werden und stets verfügbar sein sollen, wird vermutlich der Nachschub knapp werden ... es sei denn, man schlachtet fabrikneue Regenschirme.
... ein ähnliches Verfahren angewendet, allerdings habe ich damals Alufolie anstelle von Papier/Karton verwendet. Die Folie hat praktisch keine Rückstellkraft und läßt sich dadurch sehr einfach in der gefrästen Rille verformen. Alles weitere habe ich ähnlich wie Du gebaut. Für unseren Maßstab kann man ja vielleicht Folie aus den Food-Trays (die z.B. Metzger für vorbereitete Mahlzeiten verwenden) "gewinnen", die ist dicker als Haushaltsfolie.
Das Argument der nicht vorhandenen Rückstellkraft ist nicht von der Hand zu weisen. Werde ich als Materialalternative sicherlich auch einmal testen. Alterdings wird hier das Durchtränken und Härten mittels Sekundenkleber überflüssig und wirkungslos sein. Die Frage ist, ob das Folienmaterial ohne diese Verstärkung formstabil genug ist und nicht bei jedem Anstupser die Fasson verliert ...

... da wäre Kupferfolie (oder -blech?) vielleicht die bessere Alternative:
Regenrinnen kann man günstig aus dünner Kupferfolie selbst herstellen.
Dazu wird die Folie mit einem Draht/Rohr ( Durchmesser 2/3 mm ) in Form gebogen, anschl. Mit einem 16 Watt Lötkolben verzinnen, ggf. Regenrinnenhalter aus Ms. Draht Biegen und anlöten. Die Fallrohre entstehen aus Ms. Rohr ( 2/3 mm ) und werden dann mit Fallrohrhalter aus Draht gebogen und ebenfalls verlötet.
Durch die Möglichkeit des Verzinnens sollte auch eine ausreichende Formstabilität gegeben sein. Kannst du etwas zur Materialstärke und Bezugsquellen sagen?

Gruß --- Jürgen

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Thursday, January 26th 2017, 5:39pm

Halbrohr

Moin Moin

Halbrohre gibt es von Aeronaut z.b.hier : http://www.ds-design.de/shop/halbrohre-c-34_73_354-1.html


Grüße aus Nufunxsiel ;)

Tom
Grüße aus Nurfunxsiel ^^

Tom

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Thursday, January 26th 2017, 5:48pm

Halbrohre gibt es von Aeronaut z.b.hier : http://www.ds-design.de/shop/halbrohre-c-34_73_354-1.html
Kleiner Pferdefuß: Materialstärke 0,75 mm bei 3 mm Durchmesser ;( ... wenn die plastifizierte Papiervariante oder die Folienvariante mit befriedigender Qualität hinzubekommen ist, sprechen wir über Materialstärken unter 0,2 mm. Sollte man im Vergleichstest sehen und dann für und wieder diskutieren.

Gruß --- Jürgen

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Thursday, January 26th 2017, 5:51pm

Dachrinnen aus Kupferfolie

Hallo Jürgen,
Psst..., nicht weitersagen, ich hab die Kupferfolie für Tiffany Glas von meiner Frau geklaut.
Vor dem Verarbeiten sollte man aber die Klebeschicht mit Nitro oder Aceton entfernen.
Eine Rolle mit einer Stärke von 0,032mm und ca. 6 mm Breite und einer Länge von 33m, kostet in der Bucht ca. 10€ und reicht für die Ewigkeit!
Gruß Oliver

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Thursday, January 26th 2017, 6:01pm

Kupfer

Moin Moin

ja ja die Materialstärke..... tz tz :rolleyes:

Dann am besten so : http://www.modellklempnerei.de/index.php?cPath=1_11


Oh mist .... 1: 43,5 :rolleyes:

Duck und wech..... :P

Grüße

Tom
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Tom

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Null-Problemo

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Thursday, January 26th 2017, 6:05pm

......meine Rinnen stammen von Wenz. Nicht billig, aber das Gebäude ist ja auch nicht groß.......



Sie sind aus Kupferblech und dadurch etwas stabiler. Nebenbei kann man die Rinne den Gegebenheiten (Sparrenabstände) anpassen. An ein ordentliches Gebäude gehören auch ordentliche Dachrinnen.....

Null-Problemo :thumbup:

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Friday, January 27th 2017, 9:44am

Ich bin dabei, den ausgelegten Spuren des Forschungsprojektes »Dachrinnen« nachzugehen. Dabei schließe ich die »fertigen« Dachrinnen von Addie über Modellklempnerei bis Wenz in diesem Falle aus; denn die erklärte Zielsetzung ist es, eine hochwertige Low-Cost-Lösung zu erarbeiten, die es vermeidet, dass sich bei Kartonbausätzen Zurüstteile wie Dachrinnen und Dachfirste als Kostentreiber auswirken. Wer dann individuell seinen Bausatz mit einer Fertiglösung »pimpen« möchte, dem steht das ja immer frei.

1.
Tiffany-Kupferfolien-Streifen
mit einer Materialstärke von 0,035 mm habe ich getestet und für mich verworfen ... aus folgenden Gründen: Die Klebeschicht zu entfernen empfand ich als mühsam, die Breite ist mit 6 mm zu groß, die Folienstärke zu dünn. Auch mit dem Verzinnen habe ich keine vernünftige Formstabilität erreicht, die es z.B. ermöglicht hätte, die zu hohen Ränder herunterzuschleifen.
Dennoch ist das Thema Kupferfolie für mich damit noch nicht vom Tisch: Ich habe mir 5 mm breite Kupferfolie ohne Klebschicht bestellt ... da entfallen schon einmal zwei meiner KO-Kriterien. Dann habe ich mir stärkere Kupferfolie bzw. dünnes Blech mit einer Stärke von 0,1 mm bestellt. Daraus lassen sich Streifen in der benötigten Breite schneiden und ich erhoffe mir davon bereits ohne Verzinnen eine größere Formstabilität.

2.
Die Aeronaut Halbrohr-Profile aus Kunststoff habe ich mir bestellt und werde damit eine Testinstallation machen. Dann wird man im Vergleich einschätzen können, ob und wie sich die MAterialstärke von 0,75 mm im Vergleich zu den anderen Lösungen macht.

3.
Meine Versuche mit dünnerem Papier waren unbefriedigend, so dass ich für die Papierlösung bei dem 130g-Tonpapier bleibe und an einer Optimierung meiner Werkzeug arbeite.
Mehr oder weniger zwischen den Zeilen gab es Zweifel an der Stabilität dieser Lösung. Die kann ich entkräften: Die Stabilität kommt nicht vom Papier, sondern vom Sekundenkleber. Das Papier ist so etwas wie eine »verlorene Form«, die keine andere Funktion hat, als sich mit Sekundenkleber »volllaufen« zu lassen. Als passionierter Kartonbauer mache ich von dieser Technik häufig Gebrauch ... z.B. wenn es darum geht filigrane Geländer mit einer Strebenstärke von 0,5 mm zu stabilisieren.

Ich berichte weiter, wenn ich neue Erkenntnisse habe.

Gruß --- Jürgen

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Friday, January 27th 2017, 10:26am

Hallo,
dann will ich auch mal mein Spenglerwissen in die Runde schmeissen.
Schaut euch mal eure Regenschirme an.
Die sind bestimmt fleckig und alt.
Nun habt ihr auch einen Grund euch neue zu kaufen.
Gruß Andi
Hatten wir schon. Siehe Posting 5 und 6. Gruß --- Jürgen

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Sunday, January 29th 2017, 2:32pm

Noch am Samstag kam das von mir bestellte Kupferblech mit einer Materialstärke von 0,1 mm an ... und ich habe neugierig gleich einen ersten schnellen Test gemacht. Das Ergebnis vorweg:

Kupferblech 0,1 mm ist für mein Empfinden das ideale Material für Dachrinnen!

Das Material ist so, dass es sich noch mühelos mit einer Schlagschere in Streifen schneiden lässt, lässt sich auf dem HDF-Werkzeug mit der gefrästen Rinne gut verformen und hat nach dem Formen der Rinne und dem anschließenden Richten (beim Formen der Rinne wölbt sich das Material zunächst einmal flitzebogenförmig) eine exzellente Festigkeit ohne irgendeine weitere Behandlung.
Das das Material lötbar ist (für die Endplatten, für Verlängerungen, für das Verbinden von auf Gehrung gesägten Winkeln ...) spricht auch sehr für diese Materialwahl. Da Kupfer ja auch in 1:1 Dachrinnenmaterial der gehobenen Klasse ist, braucht für etliche Anwendungen lediglich mit Beize patinieren; für die Simulation von Zinndachrinnen wird man nach dem Patinieren wohl noch etwas mit grauer Farbe nachhelfen müssen.

Ich werde mich also mit anderen Materialien gar nicht mehr aufhalten, sondern nur dieses Verfahren optimieren.

Das bedeutet, dass ich zunächst einmal das Werkzeug verbessern werde: Die gefräste Lehre zum Herstellen der Halbrundform wird seitlich noch Anschläge bekommen, um die Blechstreifen beim Beginn des Verformungsprozesses besser zentrieren zu können. Dann muss ich die optimale Streifenbreite austesten; die 5-mm-Streifen meines ersten Tests sind einen Hauch zu breit: Ich werde nun schauen, ob sich das Ergebnis mit 4,5 oder 4 mm noch weiter verbessern lässt.
Für die Rinneisen stelle ich mir vor, dass ich 0,5 mm Kupferdraht verwende, der zunächst mit ein paar Hammerschlägen leicht geplättet wird, dann an einem Ende in dem Rinnenwerkzeug seine Rundung bekommt und anschließend verlötet wird.

Wenn das alles getestet ist, werde ich das Schritt für Schritt mit Fotos dokumentieren. Dann werde ich einen Stapel Werkzeuge herstellen, schmale Kupferstreifen in rauen Mengen schneiden (die haben eine Länge von 200 mm) ... und künftig meine Bausätze mit diesem Rinnenmaterial ausstatten.

Gruß --- Jürgen

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