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mattes56

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1

Wednesday, January 14th 2015, 6:52am

Gleissperre und Untersuchugsgrube am Lokschuppen

Hi Leute

Beim Bauen haben sich gestern zwei Fragen ergeben:
1) Wie tief ist eine Untersuchungsgrube (aktuell schaut von meinem Preiset nur der Kopf raus)
2) wie viele Laternen müssen an einer Gleissperre stehen? Da finde ich im Netz viele Bilder mit zwei Laternen, eine für jede Richtung.
Ist dies für beidseitig angeschlossene Ladegleise so, odet auch bei Abstellgleisen?

Gruß und Dank im Voraus
Matthias
Die hohe Kunst im Leben ist es, die eigenen Träume aus den Steinen zu bauen, die einem in den Weg gelegt werden.

Spurnullteam Ruhr-Lenne e.V.

Rollo

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2

Wednesday, January 14th 2015, 9:34am

Hallo Matthias,

zu den Untersuchungsgruben habe ich folgendes gefunden:
"Die Arbeitsgruben dienen dazu, die Maschinen auch unterhalb leicht nachsehen zu können. In einer Tiefe von 54cm unter Schienenoberkante sind 13cm breite Absätze ausgekragt, auf welche Bohlen gelegt werden, so daß auch höher gelegene Teile der Maschine von unten erreicht werden können. Unter den Absätzen können in Aussparungen Heizrohre Platz finden. Die Grubensohle ist zu entwässern."

Also, es steht nichts genaues über die Tiefe der Grubensohle geschrieben, so dass man davon ausgehen kann, dass es da keine 100%ige Festlegung gab. Kannst sie also so tief wie Du sie gebaut hast, lassen.
Baue aber noch die oben beschrieben Auskragungen ein und lege paar Bohlen in die Grube, damit Dein Wartungspersonal diese auflegen kann, um so besser an die "Innereien" des zu wartenden Fahrzeuges heran kommt.

Mit freundlichen Grüßen
Roland

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Jacques Timmermans

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Wednesday, January 14th 2015, 11:17am

Hallo Matthias,

Im Lexikon der Eisenbahn aus dem Transpress Verlag ist unter Arbeitsgrube c.q. Untersuchungsgrube folgendes zu lesen:

Arbeitsgrube: in der Ausbesserungs- oder Betriebswerken unter Werkstattgleisen angeordnete längliche Grube aus Beton oder gemauerte Klinker von rechteckigem Grundriss, deren seitliche und obere Dimensionen durch Schienenfuße des längs über sie geführten Gleises begrenzt werden. Abmessungen, Konstruktion und Ausrüstung der Arbeitsgruben sind so beschaffen, dass auf ihr abgestellte Schienenfahrzeuge (Tfz. und Wagen) im unteren Bereich bequem überprüft, gewartet und ausgebessert werden können. Anordnung zusätzliche Seitengruben (beidseitig) über Voll- oder Teillängerer Arbeitsgrube zu gleichem Zweck mögliche Länge der Arbeitsgrube wird der Länge der Schienenfahrzeuge entsprechend gewählt. Breite der Grube ca. 1,0 m Tiefe 1,2 bis 1,4 m unter SO. Ausrüstung mit Anschlüssen für Licht, Kraftstrom, Wasser, Druckluft, Beheizung (zum Abtauen) und Entwässerung erforderlich.

Gruß,

Jacques Timmermans

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Wednesday, January 14th 2015, 5:53pm

Moin Matthias,

zum Thema Gleissperre einfach mal im Netz hier lesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gleissperre

Da steht eigentlich Alles drin. ;)

Gruß, bernd

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mattes56

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Wednesday, January 14th 2015, 7:57pm

Hallöchen alle zusammen,

Meine Untersuchungsgrube werde ich also noch etwas auffüttern, und zwei Absätze einziehen.
Danke Roland und Jaques. Ich habe zwar die Sonderhefte über BWs vom EK durchgesehen, dort aber keine aussagekräftige Skizze gefunden.

Zur Gleissperre:
Bernd und Doppelnull, danke für die Hinweise, den Wiki-Artikel hatte ich zwar gelesen, aber das mit der "betrieblichen Notwendigkeit und der Folgeabhängigkeit" blieb etwas unklar.

Meine Situation (Text-Skizze)
|___________________________GS___
|__________________________GS__ \
__Strecke_______________________\____\___Gefälle____
GS = Gleissperre

die beiden Gleise münden jeweils ins Streckengleis. Unmittelbar hinter der Spitze der zweiten Weiche (von der Stumpfen Seiteaus kommend) beginnt ein Gefälle, das teilweise im Straßenplanum verläuft, und am Ende die Straße komplett quert.
Abgesehen von der Flankenfahrt, stellt ein rollender Wagen also auch eine Gefahr für den Straßenverkehr dar.
Daher sind die Gleissperren in den beiden Anschlußgleisen wohl mehr als berechtigt.

Wenn ich das richtig sehe, besteht bei mir jetzt Folgeabhängigkeit, da man sowohl Weiche als auch Gleissperre umstellen muss, um in/aus dem Gleis zu fahren. Demnach würde ein Gleissperrensignal auf der rechten Seite (Lokführer) genügen.

Gruß
Matthias

p.s. werde noch ein paar Bilder vom Bau machen
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This post has been edited 5 times, last edit by "mattes56" (Jan 14th 2015, 10:18pm) with the following reason: Da hat die Software die führenden Leerzeichen in der Skizze verschwinden lassen.


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Schaffner

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Wednesday, January 14th 2015, 9:39pm

Moin Matthias,

ja, fast. ;)
Folgeabhängigkeit heißt einfach, dass Du (zumindest virtuell) die Weiche erst aufschließen kannst, nachdem Du die Gleissperre aufgeschlossen, umgelegt und den Schlüssel entnommen hast (Umgekehrt gab es das durchaus auch).
So, wie Du Deine Situation darstellst, würde das für alle Gleissperren gelten (normalerweise). Ergo gibt es ein Gleissperrsignal je Gleissperre.

Natürlich könnte man aus "betrieblichen" Gründen auch eine Abweichung davon definieren, was aber eher unwahrscheinlich ist.

Und nun viel Spaß bei der Umsetzung, Bernd

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Thursday, January 15th 2015, 8:56am

Hallo Matthias,

bei uns im Schuppen (Industriebetrieb mit Dieselloks) ist die Bühne Grube 1,35 m tief ab SOK.

freundliche Grüße

Jürgen

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Wednesday, June 17th 2015, 9:37am

Hallo,

bei der AKN sind die Untersuchungsgruben so tief, daß ich mit meiner Größe von 2 Meter aufrecht gehen kann, in einer dieser Gruben befindet sich zudem eine Unterflurdrehbank, um den Lokomotiven und Triebwagen die Flachstellen vom Bremsen, abzudrehen.

Wenn es jemand interessiert kann ich ja mal ein paar Aufnahmen davon zeigen. Die Triebgestelle werden leicht angehoben, damit die Räder frei laufen.

Gruß Dieter

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Wednesday, June 17th 2015, 9:57am

Tiefe der Gruben

Moin,

vielleicht hilft es dir weiter, bei uns in Aschaffenburg gab es im Schuppen 1 Gruben, in denen ein Arbeiter aufrecht stehen konnte, also ca 1,70-1,80m tief.
Daneben waren Stände mit Gruben für Arbeiten an den Achsen, die waren ca 1,50m tief.

Im Schuppen zwei gab es (und gibt es) Gruben, die zwischen 1,4 und 1,7m tief sind.

Vor der längst abgerissenen Montierung war eine Grube mit 1,5 m Tiefe und eine kurze mit 1,9m, die aber schon in den 90ern zugeschüttet wurde.
An der Tankstelle gab es noch eine kurze mit 1,8m Tiefe. Also alles bunt gemischt.

Teilweise waren sie mit Ziegelsteinen gemauert, Betonboden, oder als komplette Betonrinnen aufgebaut.

Viele Grüße
Michael
Viele Grüße

Michael

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