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moba-tom

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Wednesday, January 2nd 2013, 3:15pm

„Ganz Altes“ aus Bischofsheim - Anlagenbau aus 2009

Hallo,

dieser Beitrag enthält einen alten Beitrag von mir aus dem Schnellenkamp-Forum, den ich aus dem alten Forum rüber „gerettet“ habe, weil er die allerersten Arbeiten an meiner Anlage aus dem Jahr 2009 beschreibt.

Die Antworten und Fragen der anderen User habe ich aus Datenschutzgründen hier nicht rein kopiert.
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Beitrag vom 04.01.2009:



Hallo zusammen,

ich bin (war) bisher ?nur? passiver Teilnehmer am Forum, habe viele interessante Tipps gelesen und Diskussionen verfolgt, was mir (als Einsteiger) jedoch fehlt, sind Anlagenberichte von fertigen Anlagen und vor allem vom Bau der selben. Da ich (nach langer Wartezeit) endlich mit dem Bau meiner Anlage anfangen konnte, möchte ich nun mal mutig einen Schritt machen, vielleicht kann ich den ein oder anderen ermutigen, auch über seine Erfahrungen zu berichten.

Klar hab ich die diversen und größtenteils sehr guten Berichte im Forum, aber vor allem auf einschlägigen Homepages, gesehen. Da sich hier aber fast immer ?Profis? mit oft langjähriger Erfahrung präsentieren, ist man als Anfänger (resp. Umsteiger von H0) doch manchmal etwas skeptisch wegen der eigenen Fähigkeiten und Vorstellungen.

Trotzdem und gerade deshalb will ich Euch meine erste Schritte nicht vorenthalten! Sicher kann ich hier den ein oder anderen Tipp bekommen! Da dies mein 1. Bericht mit Fotos werden soll, hab ich (natürlich) die entsprechenden Ratschläge im Forum zum Einstellen von Bildern gesucht, teilweise gefunden und einiges umgesetzt. Seht mir bitte nach, wenn?s nicht alles ?forumsgerecht? ist, ich verspreche jetzt schon Besserung :) . Ich bin auch kein Fotograf, sondern nur ein ?Knipser?, ich halte einfach mal zwischendurch drauf!

[u]1. Mein Raum[/u]
Ich habe mich bei uns im Haus vom Keller (ca. 4,50 x 3,50 m für meine alte H0-Anlage) bis zum Dachgeschoss hochgearbeitet. Meine Familie hat da viel Verständnis für meine ?kleine? Leidenschaft :) Dort habe ich jetzt ca. 9,00 x 3,50 m (bis in die Schrägen) zur Verfügung, da soll doch was gehen?.




Erst war ?entrümpeln? bzw. ?umziehen? angesagt: der Raum diente bisher als Arbeitszimmer, nun wandle ich ihn Stück für Stück in meinen Anlagenraum um. Der Zugang erfolgt über eine Wendeltreppe (auf dem Plan rechts unten). Mitten drin steht ein Kamin, der muss bleiben, sonst gibt?s doch noch Ärger im Haus :) die (linke) Giebelseite ist voll verglast.

2[u]. Meine Planung[/u]

Dieser "Plan" ist meine Richtlinie, mein Masterplan. Er stimmt im Bereich des Bahnhofs schon ganz gut (da baue ich ja auch schon!), aber der Rest ist nur ins "Unreine" gemalt!
Ich plane eine Nebenbahn, DB, Epoche III, mit Lenz-Material. Ich habe mich bei der Konzeption an der Anlage von Rolf Ertmer orientiert, genial einfach - einfach genial! Aus dem Endbahnhof ?Bischofsheim? verläuft die 1-gleisige Strecke abwärts durch den ganzen Raum, immer entlang der Wand?.. dann in den Schattenbahnhof (liegt ca. 30 cm tiefer als der Endbahnhof) mit 5 - 6 Gleisen. Außerdem soll es eine Kehrschleife und ein Oval auf dieser (tieferen) Ebene geben, so dass man dort entweder im Kreis oder wieder zurück nach Bischofsheim fahren kann.

Unterwegs (im Bereich der Kehrschleife) soll dann noch ein kleiner Unterwegsbahnhof vorgesehen werden. Außerdem möchte ich gern noch eine weitere Betriebsstelle (Fabrik, Sägewerk oder dergl.) bauen, um den Fahrbetrieb interessant zu gestalten.

Die Steigungen liegen bei ca. 2,5 %, die Minimalradien bei etwa 150 cm. Dem Bahnhof ?Bischofsheim? liegt der Gleisplan des gleichnamigen Bahnhofs in der Rhön (KBS 814) zu Grunde. Ich plane aber keinen sklavischen Nachbau, er dient nur als Grundlage. Als wichtigste Änderung habe ich den Gleisplan z.B. gespiegelt. Auf die Idee kam ich, weil der Bahnhof mal in der MIBA vorgestellt wurde und durch die 2 DKWs im Einfahrtsbereich gute Betriebsmöglichkeiten bietet.

Zu meiner ?Planung? noch eine Anmerkung: ich plane (wohl aus Ungeduld) immer nur so weit, dass ich meine: passt schon! Den Rest lege ich ?vor Ort? fest. Daher gibt es auch keinen kompletten Plan, sondern immer nur Skizzen, die ich per CAD fertige. Ein ?richtiges? Gleisplanprogramm benutze ich nicht.

[u]3. Mein Unterbau[/u]
Natürlich ist nicht ?meiner?, sondern der meiner Anlage gemeint :) Ich beginne den Bau (wieder aus Ungeduld) mit dem Bahnhof, also der oberen Ebene. Da ich in Segmenten baue, kann ich diese später zur Verkabelung und
zum Bau des Schattenbahnhofs wieder abnehmen. So kann ich jedenfalls relativ schnell mal ein bisschen rangieren?.


Die 5 Segmente des Bahnhofs (je 80 x 135 cm) bestehen aus 16 mm Tischlerplatten und liegen auf den Beinen , die ebenfalls aus Plattenstreifen entstanden. Diese habe ich schon im September gebaut, genauso wie die Segmente.


Die Beine sind alle höhenverstellbar, war auch dringend nötig, denn der Fußboden hatte ziemliche Unebenheiten (so etwa 2 cm)!





Forsetzung folgt...
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Wednesday, January 2nd 2013, 3:20pm

„Ganz Altes“ aus Bischofsheim - Anlagenbau aus 2009

Fortsetzung....

Beim 1. Probeaufbau musste ich feststellen, dass die vorderen Füße mit meinen eigenen kollidierten, da sie genau bis zur Vorderkante der Anlage reichen?. Das kann vor allem an der engsten Stelle (am Kamin) sehr störend sein!


Also hab ich sie erst mal wieder umgebaut.


Alles musste fein säuberlich mit der Schnur ausgerichtet werden, eine ziemliche Arbeit, bei der eine 2. Person sehr hilfreich ist (danke an meinen Sohn!).

Man sieht hier gut, dass der Schattenbahnhof mal weiter nach hinten (unter die Schräge) laufen wird, während der Endbahnhof nach vorne auskragt.

[u]4. Mein Gleisbau[/u]
Nun konnte endlich der Gleisbau beginnen! Ich verwende im sichtbaren Bereich nur Lenz-Flexgleise und ?Weichen. Ich weiß, dass es da noch schönere gibt, aber ich weiß auch, dass ich dann NIE zum Fahrbetrieb kommen würde! Im Schattenbahnhof habe ich (zur Zeit) Bogenweichen von Old Pullman geplant, die sollten zu Lenz passen und haben einen Radius, der größer als mein kleinster ist (ohne nach zusehen: 160 cm!?).

Die Schnur ist auch hier wieder nützlich, es sollen schließlich keine Knicke entstehen!


Das gesamte Gleismaterial wird auf eine 5 mm starke Gummiunterlage verlegt, die aus dem Bereich ?Schalldämmung für Fußbodenbeläge? stammt. Hierauf habe ich sie mit flexiblen Montagekleber von IMT Lenzen geklebt und bis zum ?Aushärten? mit Spaxschrauben fixiert. Das sieht zwar ziemlich wüst aus, ermöglicht aber eine gute Ausrichtung der Gleise, da der Kleber lange offen bleibt. Die Gummimatte wird übrigens mit Pattex-Kraftkleber auf die Tischlerplatte geklebt.


An den Segmentübergängen löte ich die Schienen auf MS-Schrauben (2,5 x 20 mm), die ich genau in der Höhe ausrichten kann. Später werden die Schienen dann mit der Trennscheibe geteilt (bisher nur Theorie, hoffentlich klappts auch!).

Übrigens sind meine ersten Bewohner (Hans und Franz) immer bei allen Arbeiten mit dabei :) meist aufmerksam, aber manchmal können sie es aber auch nicht mit ansehen! Beide sind übrigens ?hauptberuflich? Traktorfahrer bei Schuco!




Die Stromeinspeisungen erfolgen ?irgendwo? mitten im Gleis. Dort schneide ich eine Schwelle raus und bastle nachher wieder eine dran, siehe Markierung mit Holzstäben!


Hier hab ich mal eine längere Strecke zur Probe ausgelegt. Das Bierglas von Roco stammt noch aus meiner H0-Zeit, von Lenz hab ich noch keins (gesehen) :)

Die Weichen kriegen später Servoantriebe, das hat in H0 auch schon gut geklappt!

[u]5. Meine Fahrzeuge[/u]



Meine ?stolze? Fahrzeugsammlung ist natürlich immer mit von der Partie, so dass ich immer wieder eine Probefahrt (mit einem geschobenen Wagen) und ein bisschen rangieren kann. Bisher habe ich eine Köf von Lenz, 6 Güterwagen und eine V 20 (Pola-Umbau). Mittelfristig sollen noch die anderen Lenz-Loks sowie die Donnerbüchsen dazu kommen. Außerdem schiele ich schon auf die angekündigte BR 78 von Kiss, soll ja in der 1. Jahreshälfte kommen?. Warten wirs mal ab!

[u]6. Meine Steuerung[/u]
Die Anlage soll mit der Intellibox mit zusätzlichen Daisy-Handreglern gesteuert werden.... da schon alles vorhanden!

[u]7. Meine Aussichten[/u]
In den nächsten Wochen wird?s wohl wieder weniger werden mit dem Bauen, da hab ich nur an den Wochenenden Zeit. Ich will erst mal die Gleise im Bahnhof komplett verlegen, zwischendurch provisorisch verkabeln (wieder Ungeduld!!), um ein bisschen zu fahren.
Die nächsten wichtigen Schritte sind Raumbeleuchtung und weitere Elektroinstallationen. Ich habe leider nur an den Giebelwänden Steckdosen und daher den ganzen Boden voll mit Verlängerungsschnüren, Tischsteckdosen, Kabeltrommeln?..

Aber das muss warten, erst wird gefahren!

Später hab ich dann (wieder provisorisch) die Trasse zum Schattenbahnhof im Sinn, um den Zügen Auslauf zu gewähren! Und zwischendurch soll Zug um Zug die Landschaft, die Gebäude usw. entstehen, gerade wie ich Lust und Zeit hab. Ach ja, schottern muss ich ja dann auch noch :( ;(

So, das ist der Start meiner Anlage! Wie siehts bei Euch aus? Seid ihr schon weiter? Oder wartet ihr noch auf Elektroantriebe, Bogenweichen,
größere oder kleinere Radien, mehr Gebäude, bessere Bäume :)

Gruß aus Münster,
Thomas
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Meine Anlage: Bischofsheim in den 60ern

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Wednesday, January 2nd 2013, 3:24pm

Soweit die Historie aus den Anfängen... wer sich für die Beiträge aus 2010, in denen die weiteren Schritte meines Anlagenbaus gezeigt wurden, interessiert, kann das hier nachlesen....

Gruß
Thomas
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