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[DB Regelspur] Durch die Wand

1

Wednesday, August 14th 2019, 6:58am

Durch die Wand

Hallo Forum,

für den Bau einer mobilen Kelleranlage, wurde bisher eine Verbindungstür zwischen den Räumen, auch für die Bahn-Trasse genutzt.

In einer neuen Planung soll nun durch eine sehr dicke Mauer (90 cm) ein 'Tunnel' gebohrt werden. Lage und Ausrichtung des Tunnels ist noch offen, da sie sich an der restlichen Anlagenplanung orientiert, die hier aber nicht Thema sein soll.

Hat jemand von Euch einen Input, wie so ein Durchbruch sinnvoll erstellt werden kann, und was dabei zu beachten ist? Über den Ansatz einer Kernloch-Bohrung bin ich noch nicht hinausgekommen.

Ciao und Danke

Ciccio

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2

Wednesday, August 14th 2019, 7:10am

Hallo Ciccio,

Was für ein Material ist denn da verbaut?

Ich hätte da nur 2 Ideen:

1. Kernbohrung (wie Du schon schreibst)
Aber ob das bei 90 cm geht? Und günstig ist das auch nicht.

2. Direkt am Durchgang einen großen Schlitz, das wäre einfach zu erstellen, aber bei der Planung bist Du dann nicht frei.

Ich würde da nicht versuchen mit nem langen Bohrer mehrere Löcher zu machen, den Innenraum bekommst Du ja nicht frei. Außerdem ist das für das Gefüge der Mauer nicht förderlich....

Bist Du denn sicher, daß diese Wand massiv ist?

Gruß
Matthias
Die hohe Kunst im Leben ist es, die eigenen Träume aus den Steinen zu bauen, die einem in den Weg gelegt werden.

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Wednesday, August 14th 2019, 7:35am

Hallo Matthias, Forum,

bei der Wand handelt es sich wohl um zwei Hohlblock-Betonsteine (?), die durchbohrt werden müssen. Mit Einzelbohrungen da was zu reißen wäre sehr komplex, weil das 'Tunnel' ja exakt horizontal sein muß. Außerdem würde das eine traumhafte Staubentwicklung geben, was etwas unschön wäre.

Dein Vorschlag mit dem Schlitz neben der Tür hat schon auch was - abgesehen vom Staub. Wäre eine Lösung, die mechanisch besser zu handlen wäre. Wird sich aber leider mit dem Anlagenkonzept kaum verheiraten lassen.

Ciao und Danke

Ciccio

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Udom (14.08.2019)

4

Wednesday, August 14th 2019, 8:32am

Hallo Ciccio,

Staub wäre das kleinere Übel.

Bei einer Kernbohrung kommt dann auch viel Wasser ins Spiel. Im genutzten, eingerichteten Keller dann eine schöne Sauerei. Ich habe mir das auch mal überlegt, allerdings für eine tragende Betonwand. Hinzu kommt noch die Statik. Ist es bei Dir denn eine tragende Wand?

So ganz trivial ist es dann nicht. Aber immer wieder verlockend....
Gruß
bahnboss :thumbsup:

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5

Wednesday, August 14th 2019, 8:52am

Hallo Ciccio,

ich habe in meinem Anlagenraum 4 Kernbohrungen machen lassen, allerdings schon in der Rohbauphase. Die Löcher haben einen Durchmesser von 26 cm:






Das Problem dürfte die Wandstärke sein... hier hilft nur eine Anfrage bei einer Fachfirma... ich gehe davon aus, dass man von beiden Seiten bohren muss..

Auf die Statik solltest Du auf jeden Fall achten... auch hier den Fachmann fragen! Eine Wand mit 100 cm Dicke baut ja niemand nichttragend... wichtig sind vor allem genügend Abstand zu Öffnungen... mitten in der Wand sollte ein 20-25 cm breites Loch kein Problem darstellen...

Von Einzelbohrungen würde ich absehen, das wird viel zu ungenau... vor allem, wenn man von beiden Seiten bohren muss...

Viel Erfolg, halt uns mal auf dem Laufenden!
Gruß
Thomas
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Miching

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6

Wednesday, August 14th 2019, 9:01am

Hallo Ciccio,
ergänzend zu Thomas seiner guten Antwort kann ich dir noch sagen das eine Lochtiefe von 900mm eigentlich kein Problem ist. Es gibt für Kernlochbohrer Verlängerungen und somit nicht von beiden Seiten gebohrt werden muß. Das Wasser ist eigentlich auch kein großes Problem da es mitlerweile dafür gute Absaugvorrichtungen gibt.

Gruß
Michael

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7

Wednesday, August 14th 2019, 10:07am

Kleiner Nachtrag:
über Preise wird immer viel diskutiert und spekuliert. Es gibt große Abweichungen zwischen den Firmen, auch regional...

Ich empfehle daher auf jeden Fall frühzeitig nach Preisen zu fragen. Es gibt spezielle Firmen, die Kernbohrungen und Betonbearbeitung als Schwerpunkt haben. Die Preise findest Du zwar oft im Internet, aber es sollte immer auf den speziellen Fall und die Besonderheiten abgestimmt sein (Anfahrt, Wandstärke und -material, Zugänglichkeit, Baustelleneinrichtung, Auslastung der Firmen usw.).

Häufig haben Rohbau- und Sanitär-Heizungsfirmen auch solche Geräte und sind oft preiswerter...

Gruß
Thomas
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mattes56

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8

Wednesday, August 14th 2019, 12:27pm

Hallöchen,

Wieso Wasser, meine Kernbohrung durch die 24er Kalk-Sandsteinwand war ohne Wasser....

Gruß
Matthias
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9

Wednesday, August 14th 2019, 3:42pm

Kernbohrung

Hallo Kernbohrinteressierte,

wenn man hier keine Ahnung und Ausstattung hat, sollte man sich mit einer Fachfirma beraten. Das macht man nur einmal. Ob mit oder ohne Wasser hängt vom eingesetzten Bohrerequipment und von dem Material ab was zu bohren ist. Die Statiken sind meistens überdimensioniert, jedoch je nach örtlicher Gegebenheit, Anzahl und Größe der Bohrungen sind auch hier große Unterschiede. Daher auch hier lieber ein Gespräch suchen. Das heißt ja nicht immer sofort Kosten. Außerdem macht man so etwas auch nur einmal.

Gruß
Michael

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10

Wednesday, August 14th 2019, 10:21pm

Hallo Matthias,
Die Antwort auf Deine Frage steht schon im Beitrag:

Bei einer Kernbohrung kommt dann auch viel Wasser ins Spiel. Warum? Weil für eine tragende Betonwand.

Bei anderen Wandmaterialien mag es anders sein... aber bei Beton Vollmaterial sieht das nicht mehr so einfach aus. Jedenfalls nach Aussagen von Fachleuten.
Ich habe nicht von Kalk Sandstein o.ä. gesprochen.
Gruß
bahnboss :thumbsup:

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11

Wednesday, August 14th 2019, 10:27pm

Jo, liegt daran daß der Beton ein extrem harter Werkstoff ist.
Im schlimmsten Fall trifft man auch noch auf Kiesel die in ihm eingeschlossen sind.
Um beides zu knacken sind diamantierte Werkzeuge notwendig.
Der Werkzeugstahl, der die Diamantierung trägt, wird also bei der Bearbeitung sehr, sehr heiß.
Daß wiederum benötigt ständige Kühlung durch Wasser.
Setzt man keine Kühlung ein, glüht der Werkzeugstahl aus und die Diamantierung löst sich ab,
das Werkzeug ist dann unbrauchbar.
Hoffe geholfen zu haben,
Dirk

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12

Thursday, August 15th 2019, 7:50am

Hallo Bahnboss,

Da Du mich ja so direkt ansprichst, ich lese in der Beschreibung der Wand was von Betonhohlblocksteinen mit einem?

Von massivem Beton steht da nix.
Warten wir mal ab, aus was die Wand letztendlich besteht.

Meine Garage ist mit Betonhohlblocksteinen gebaut, da ist nix massiv.. Die sind von der Substanz eher wie gesintertes Material, mit vielen Lufteinschlüssen (Baujahr ca. 1970)

Also Beton ist nicht gleich Beton, bei einer gegossenen Wand gebe ich dir aber Recht.

Gruß
Matthias
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13

Thursday, August 15th 2019, 9:28am

Hallo zusammen

Also ich gehe davon aus, weil Ciccio Betonhohlblocksteine geschrieben hat, das es sich um sogenannte Beton Kellersteine HBL 50 handelt
das sind Mauersteine mit einer höhere Dichte und Festigkeit
Diese lassen sich gut mit einem Trockenbohrkerngerät bearbeiten , die Maschine sollte aber über einen Anschluss für eine Absaugung verfügen
Funktioniert sehr gut , habe letzten Dezember auch ein 120ziger Loch damit gebohrt wegen Badrenovierung , solche Geräte kann man bei diversen Händler mieten

Gruß
Jürgen
wer mich als Freund hat , braucht keine Feinde :D

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14

Thursday, August 15th 2019, 12:27pm

Das 'WIE' und das 'WO'?

Hallo Leute,

danke schon mal für die vielen Inputs und Ideen von Eurer Seite. Werden wir uns genau zu Gemüte führen!

Parallel zu dem 'WIE', arbeiten wir derzeit am 'WO'. Heißt, die ideale Lage der Bohrung will festgelegt sein. So gesehen, haben wir ja nur einen Schuß - wenn die Bohrung mal in der Wand ist, muß die auch passen! Da ist noch so manche Messung und Planung erforderlich.

Die Frage die sich uns noch stellt ist, ob die Bohrung mit einem Kunststoffrohr ausgekleidet wird, oder was es hier für Möglichkeiten gäbe? Und welcher Durchmesser zu wählen wäre bzw. was es da so gibt. Derzeit ist der Plan, eingleisig gerade durch die Mauer zu gehen. Ob senkrecht oder mit einem kleinen Winkel, ist noch offen.

Wäre schön, wennn Ihr noch weitere Erfahrung / Ideen für uns hättet!

Ciao derweil

der Ciccio

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15

Thursday, August 15th 2019, 1:16pm

Moin,

also, Bohrungen, die nicht rechtwinklig zur Wand verlaufen, kenne ich nicht... stelle ich mir auch schwer vor!

Verkleidung:
KS-Rohr kann man sicher machen, ich habe oberhalb der Trasse nur eine Pappe reingeklemmt, siehe Fotos im Beitrag 5.

Größe:
Wenn schon bohren, dann richtig! Lieber zu groß als zu klein, das lässt mehr "Spielraum"... meine Bohrungen haben 25 cm Durchmesser, wobei 20 cm auch gereicht hätte... ich habe mir damals ein paar Skizzen gemacht, um den Durchmesser zu ermitteln, einen Gleisplan hatte ich ja noch nicht:




Viel Erfolg,
Gruß
Thomas
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Bill

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Saturday, August 17th 2019, 3:10pm

Hallo,
wenn es um den Preis geht und nicht den einer Fachfirma.
Zu leihen kostet so ein Gerät mit Bohrkrone und "Verschleiß" ca. 180,- EUR, z.B. bei denen mit den orangen Maschinen.
Wer ein Schlagdübel anbringen kann, kann auch eine solche Bohrung machen.
Der Hinweis auf die Statik war ja schon gegeben. Da sollte man sich sicher sein.
Grüße
Till

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