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Tuesday, May 13th 2014, 8:37am

um die Gras-Fasern in die Landschaft zu kleben


Moin,

ich habe es genauso gemacht, als Kleber Ponal entsprechend verdünnt verwendet, sowohl für die Gestaltung von Flächen, Wegen und für die Grasfasern.

Allerdings habe ich keine Sprühflasche genommen, sondern eine etwas größere Einmalspritze von der Apotheke und somit konnte ich mehr des Gemisches auftragen.

Try it, Versuch macht kluch,

Gruß Manfred

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DRG

Heizer

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42

Tuesday, May 13th 2014, 11:55am

Hallo,

da das Interesse größer ist als ich dachte und Fragen aufgekommen sind, hier ein schneller Musterdurchgang, als Dank für die Bewertungen mit frischen Bildern.

1. Mit der Sprühflasche und dem allseits bekannten 1 zu 4 Leimgemisch, sind nur die liegengebliebenen Splittsteine im Graben geklebt. Schotter und Randweg sind mit der Einwegspritze mit Metallkanüle betreufelt worden.

Die verwendeten Materialien.
1. Ponal, kein Express und nicht Wasserfest. Einmal unverdünnt und einmal etwa mit 25% verdünnt.
2. Verschiedene Pinsel. Breite Flachpinsel zum großflächigen gleichmäßigen Aufrag, kleine Flachpinsel zum einstreichen der Räder an die bereits begrasten Flächen, hier wird der verdünnte Leim mit Entspannungsmittel benutzt um etwas in die bereits begrasten Flächen eindringen zu können. So wird der Übergang zum neuen Bereich nicht ganz so kantig, also etwas weicher und gefälliger.
Rundpinsel zum ungleichmäßigen austupfen und zum niedrigen ausstreichen vom unverdünnten Leim.
Kleinpinsel zum festkleben der Einzelwegetation wie Wildkrautbüsche und anderes fertig gekaufte und andersweitig vorbereitete Gebüsch.
3.Verschiedene Erdstreumaterialien in unterschiedlichen Körnungen, hauptsächlich von Wodland und eigenes gesammeltes.
4. Vier verschiedene Grassorten. rechts das helle Trockengras 6mm, links daneben eine zufällige Eigenmischung aus abgefegten Resten von vorigen Arbeiten. Diese Sorte ist einer laufenden Veränderung unterzogen, sie macht die ungleichmäßig verteilten Flächen. Mit ihrem Einsatz können erst die ungleichmäßig, nicht steril und eintönig wirkenden Flächen erziehlt werden, durch die unterschiedlichen Farben sowie die verschiedensten Längen Längen, einschließlich XL Fasern.


Bei Bedarf beginnen mit dem Einfügen der verschieden Wildkräuter, mit Ponal 25% verdünnt und kleinem Pinsel.




Zur Frage der Verdünnung zum Kleber mag dieses Bild eine Aussage treffen. Mit dem Verdünnungsanteil können unterschiedliche Effekte unterstützt werden, neben der Menge bzw. der Dicke wie hoch der Kleber aufgetragen wird. Je Höher dieser Aufgetragen wird, desto dicker muß er sein, um nicht nach dem Auftragen flach wieder auseinander zu fließen. Hier kann nur jeder selbst Erfahrung durch probieren sammeln. Kleber ohne Verdünnung, oder nur mit ganz wenig um 10% ist für den Anfang nicht verkehrt. Dickflüssiger ist aber nicht so lange offen wie dünnflüssiger. Der Dickere hält die Fasern aber leichter aufrecht, weil er sie ja etwas höher umhüllt. Je weniger KV desto dünner sollte der Kleber sein. An dem fertigen Nochkleber, mit dem ich schon gute Ergebnisse erziehlt habe, kann sich am Anfang auch orientiert werden, er ist nicht ganz so dickfüssig wie Ponal, hat aber leider seinen Preis.


Hier nun der begraste unverdünnte Ponalkleks im Vergleich mit einem Preiserlein, um die Wuchshöhe mal in einem Verhätnis beurteilen zu können. Es wurde in einem Arbeitsgang die persönliche Restegrasmischung verarbeitet.


Nach dem Absaugen wurde noch etwas Erdstreumaterial von Hand mit einem Sieb gleichmäßig eingestreut. Kleber beim Foto noch ganz nicht trocken.


Hier der nun ungleichmäßige Kleberauftrag. Die dünner ausgetupften Stellen und die Dickeren Flächen sind glaube ich zu erkennen. Hier so arbeiten wie der Pinsel gerade läuft, es ergibt sich dann von ganz alleine eine ungleichmäßige Struktur. Die dünneren Flächen trockenen schneller an, so ergibt sich automatisch eine unterschiedliche Dichte, selbst wenn gleichviel Material auf die Fläche aufgebracht wird. Zuviel Material fällt um bzw. legt dann auf die stehenden Halme. Nicht alles in einem Durchgang erreichen wollen...


Ich arbeite von dem Hohen bleichen Gras im ersten Schritt, mich je nach darzustellender Gegebenheit, dann jeweils abgestuft mit den kürzeren und helleren Faser immer weiter bis zum Schluß die Tiefgrünen als Frisches Gras eingesetzt werden. Mit dieser Methode habe ich einen guten Überblick und kann die Unterschiedlichen Farben ganz gut auf ihre Wirkung hin beobachten, wie sie die Flächen verändern. Hier ist nun wichtig diese Durchgänge so schnell wie möglich hintereinander auszuführen, wie lange der erste Kleberauftrag noch Fasern aufnehmen kann. Hier muß im Sieb schnell das bereitstehende Gras gewechselt werden.


Das sieht dann bei mir etwa so aus, die unterschiedlichen Grasmengen und die Farbverläufe sind zu erkennen. Am Rand jeweils links und rechts die frischen Gräser mit dunkleren Tönen in der Mitte der nicht so dichte Bereich mit den lichteren trockenen Farben.
Erdaufträge am Rand ergeben erst einmal eine weichen neutralen Übergang zum weiteren Bereich. Spätere Neuansätze lassen sich so leichter erziehlen und tarnen sich leichter selber weg durch eventuell durchschimmerde Erde, an den neuen Kleberansätzen für den nächsten Teil der gleichen Fläche. Vielleicht soll die ja eine ganz andere Grünfläche darstellen. Wiese ist nicht gleich Wiese.


Durch und beim Absaugen kann das Gras noch etwas nachgerichtet werden. Hier kann mit den unterschiedlichen Saugleisstungen noch einiges erreicht werden. Mit voller Leistung können hier ganze Wege wieder in die Grünfläche durch freisaugen eingearbeitet werden...


Ich begrüne bis maximal eine Flächen von DIN A3 auf einmal. Hierbei ist es egal wie die Fläche dann im Längen zum Breitenverhältnis aufgeteilt ist. Um die Arbeit besser einschätzen zu können und weitere Gestaltungsmöglichkeiten sich zu überlegen, helfen Macro Aufnahmen mit Referenzgegenständen ganz gut. Mein Ziel ist es nicht überall Meterhoes Gras wachsen zu lassen auch wenn es noch so schön aussehen mag. Es sollte schon ungefähr zum Maßstab passen, auch wenn unsere Auge etwas anderes sehen möchte.


Dieser Kurzbericht soll den ersten Durchgang dokumentieren und die entstandenen Fragen mit meiner Arbeitsweise aufzeigen. Wie auch hier führen viele Wege zum Zeil und von ersten nicht so guten Ergebnissen sich nicht entmutigen lassen.

Mit Gruß, Thorsten

This post has been edited 1 times, last edit by "DRG" (May 13th 2014, 12:03pm)


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Tuesday, May 13th 2014, 12:09pm

Hallo,

ich habe mir vor Jahren mal ein Begrasungsgerät selbst gebaut. Damit konnte ich auch lange Fasern gut verarbeiten.

Als Kleber habe ich Tapetenkleister extra stark verwendet - der bildet nicht so schnell eine Haut und halt nun seit Jahren.

Die Bauanleitung gibt es im Web: http://www.finescale.org/finescale.org/Begrasung.html

H3x
Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.

Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

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Tuesday, May 20th 2014, 12:01pm

Hallo,

hier nun weitere Erkenntnisse mit dem RTS Grasmaster.

Eine kleine Übersicht der zu besprechenden Materialien und Gerätschaften:


1. Mit den Schrauben zusammen, das etwas in der Verpackung zu Klumpen zusammengedrückte Gras, in einen geschlossenen Mischbehälter geben und wie eine Farbdose schütteln. Dadurch lassen sich die Fasern noch am Schnellsten voneinander trennen...

2. Das Kabel zur Spannungsübertragung habe ich durch einen weiteren Draht an dem ein Bohrer befestigt ist verlängert. Dies ist hauptsächlich für den ersten Durchgang wichtig. Beim zweiten langt auch nur das offene Drahtende einfach ins schon vorhandene Gras des erstens Durchgang zu legen. Die Spannungsübertragung zu den einzelnen kleinen Leimflächen kann durch einen leichten Wasserfilm, aufgetragen mit dem Zerstäuber positiv unterstütz werden.

3. Die verschiedenen mitgelieferten Siebe habe ich durch zuschneiden von Pappmasken, die in das Gitter eingelegt werden können, noch ergänzt.
- für kleinere Detailflächen besonders im dritten Durchgang ist der kleine Trichter durchaus zu gebrauchen, mit ihm können sehr geziehlt und fein dosiert kleinste Flächen und einzelne Grasbüschel gut erzeugt werden, ohne die nicht mit Kleber bestrichenen Flächen auch mit Fasern zu sehr zu bedecken.
- aus dieser Erkenntnis endstanden dann die zwei weiteren Masken, einmal länglich für den Grabenbereich, sowie schmale lange Randbereiche und die mittlere runde Größe für etwas kleinere Flächen, speziell für den zweiten Durchgang.

4. Zum Kleber:
- der Hinweis zumTapetenkleister von @H3x, ist wirklich eine brauchbare Alternative, besonders für den zweiten Durchgang. Der hohe Wasseranteil sorgt für eine sehr gute Spannungsübertragung und er ist sehr lange offen. Ein Vorteil besonders für den zweiten Durchgang.
Hier ein Bild zum Kleberauftrag:



Der Kleber legt sich dabei gut um die Fasern und beim Aufbringen wird das schon vorhandene Gras nicht völlig zu einem Matsch nieder gedrückt. Hierzu einen weichen Pinsel benutzen und nur ganz leicht oben auflegen, er fließt dann selber noch etwas nach unten.
Der eingestrichener Bereich ist leider durch seine Farblosigkeit etwas schwerer beim Arbeiten zu erkennen als Ponal. Auch die neuen Fasern heben sich zuerst nicht so deutlich aus dem Kleister ab.



Nach dem Trocknen seiht das ganze dann aber plötzlich so aus, deutlich sind die Tupfbereiche der Klebeflächen durch die neuen Grasbüschel auf dem ersten Durchgang zu sehen.



Mit deutlich verdünntem Ponal geht das auch ganz gut, hier bleibt aber ober auf den Fasern nicht so viel haften und die Gefahr des niederdrückens und des zulaufens ist hier größer, siehe Bild.



Ich will vom Ponal aber nicht abraten, seine Verwendbarkeit ist durchaus möglich, wie das Ergebniss hier an dieser Fläche zeigt.


Das ganze noch aus einer anderen Perspektive, im linken Bereich können auch ganz gut die einzelnen höheren Büschel, nur zu erreichen durch einen zweiten Durchgang erkannt werden. Auch der flüssige UHU Kleber auf Wasserbasis gibt ein gutes Ergebnis.



Hier nochmals der direkte Vergleich zum ersten Durchgang.



Er zeigt meiner Meinung nach sehr deutlich den Unterschied, also ist zu erkennen, was mit weiteren Durchgängen und anderen Materialien als nur Grasfasern, innerhalb und auf einer Gesamtfläche noch erreicht werden kann.

Dazu brauchen wir dann zusätzlich den Sprühkleber und es bedarf nicht mehr hauptsächlich nur Grasfasern, sie dienen dabei nur noch zur Unterstützung. Wie das möglich ist, zeige ich im nächsten Beitrag.

Mit Gruß, Thorsten

This post has been edited 2 times, last edit by "DRG" (May 20th 2014, 12:09pm) with the following reason: Vergleichsbild zum ersten Durchgang eingefügt


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