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  • "Dieter Ackermann" started this thread

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1

Wednesday, November 21st 2012, 1:25pm

Altern - eine olympische Disziplin in Spur 0?


Liebe Spur 0 Freunde,

seitdem ich in diesem Forum unterwegs bin, habe ich den Eindruck, dass das Thema 'Altern' oder 'Alterung' hin und wieder wie ein Orkan auf die ohnehin schon geplagte Modellbauer-Seele einpeitscht und dem einen oder anderem regelmässig ein 'schlechtes Gewissen' beschert.

Da lese ich dann Kommentare wie "wenn du das jetzt noch 'richtig schön' alterst, dann ... " oder, wie kürzlich in Thomas' Beitrag über seine Schotter-Verladeanlage Bischofsheim, "Und der Lkw schreit auch nach Farben, Pigmenten und etwas Rost" ... Und oft folgen dann mit schöner Regelmässigkeit auch noch die entsprechenden, natürlich immer nur gut gemeinten, Tipps wie "ich nehme dazu ja immer die Farben oder Pigmente von XYZ, etc., etc. ... " oder Hinweise, dass sich für dieses oder jenes Alterungsprojekt die ABC-Pulverfarben oder der gemeine Kreide-Staub oder -Abrieb am besten bewährt haben ...

Ich gestehe, dass ich als offensichtlicher 'Youngster' in diesem erlesenen 0-Zirkel zunächst ein 'richtig schlechtes Gewissen' bis hin zu regelrechten Einschlafschwierigkeiten hatte. Schliesslich hatte ich ja vor, für unsere Berliner Enkel eine Modellbahn-Anlage zu bauen "comme il faut", wie es gemäss SNM und SNM-Forum "Stand der Technik" ist ... Gleichzeitig hatte ich aber auch Kommentare im Ohr wie "jetzt hast du dein Modell aber richtig schön versaut ... " - wenn jemand beim Altern übertrieben hatte. Und je mehr und je länger ich darüber nachdachte, hatte ich den Eindruck, hier eine Wahl zwischen Scylla und Charybdis oder zwischen Pest und Cholera treffen zu müssen ...

Vor einiger Zeit dann ist dieser Knoten geplatzt. In den Herbstferien waren unsere Enkel Annika und Moritz zu Besuch in Ettlingen und haben Stunden lang mit grosser Hingabe mit ihrer 'Moritzbahn' und all den Gebäuden aus dem Projekt "Spurensuche" gespielt, während ich hin und wieder die Gebäude und den Fuhrpark auf Schiene und Strasse durch die 'Alterungs'-Brille gemustert habe "sollte ich hier vielleicht, und da besser doch nicht?"
Und dann war da auf einmal die Erinnerung, wie in den 1950ern die ersten stolzen Autobesitzer an den Wochenenden hingebungsvoll und mit grossem Aufwand ihre Autos gewaschen und poliert haben - es war ja nicht zuletzt eine Frage der Wert-Erhaltung! Diesen Aspekt der Wert-Erhaltung habe ich aber auch später immer wieder beobachtet, nachdem ich 1964 (gegen Ende der Epoche 3) meine Ausbildung bei der DB begonnen hatte - da wurden Reisezugwagen gewaschen, da wurden Roststellen an P- und G-Wagen behandelt und Farb- und Lackschäden ausgebessert, und zwar oft genug auch vor Ablauf von Revisionsfristen - es galt einfach, das Unternehmens-Vermögen in gutem Zustand zu erhalten. Und das galt natürlich für das gesamte Rollende Material, also auch für die Triebfahrzeuge, umso mehr, als der Krieg für einen enormen Schwund bei der Bahn-Infrastruktur gesorgt hatte ...

Wie gesagt - der 'Alterungs'-Knoten ist jetzt (bei mir) ein für alle Mal geplatzt: die nach der HU oder Revision im AW aufgearbeitete und frisch lackierte Lok wird vor den kleinen Güterzug gespannt, der aus gerade drei, vier in die Jahre gekommenen Wagons besteht, aber halt - da wird gerade noch ein fabrikneuer, leerer Wagon angekuppelt - die Bahn kann endlich wieder auch in neue Fahrzeuge investieren ... ! Und an dem neuen VW-Export am Wohnhaus gegenüber der Ga werden nach der Wochenendwäsche die Chromleisten auf Hochglanz poliert - nur gut, dass die Gipser und Maler, die noch Kriegsschäden am Haus ausbessern und dem Putz einen neuen Anstrich verpassen, Samstag Mittag pünktlich Kelle und Pinsel haben fallen lassen, so dass das Stunden lange Wienern und Polieren des VW-Export nicht schon am nächsten Tag wieder 'für die Katz' gewesen ist ...

Fazit: das schöne Hobby, das wir hier betreiben, kann durchaus auch etwas Farbe ausser rostbraun und altersgrau vertragen - wie in der Wirklichkeit!

Mit den besten Grüssen

Dieter

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volkerbahn

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2

Wednesday, November 21st 2012, 2:44pm

das ist wirklich ein spannendes Thema und im großen sinne meins.
nur ist es eigentlich nicht die frage: wie ist es gewesen? sondern, welchen teil der wirklichkeit picke ich heraus. wenn ich die 50er jahre als Beispiel nehme, liege ich mit Trümmern und überalterten Fuhrpark sicher nicht falsch, mit polierten karossen und geharkten Vorgärten aber auch nicht. es kommt nur darauf an wohin ich schaue. womit wir beim eigentlichen Thema wären: was funktioniert gut auf der modelleisenbahn, was fesselt mich, was gibt meine vorstellung von der Welt wieder, was zieht mich an und was nicht? das sind natürlich sehr persönliche fragen und werden auch sehr unterschiedlich beantwortet. nur tendenziell sind Geschichte, die einen düsteren Hintergrund haben, mit schrecken und Hindernissen, spannender als der normale Alltag. daran mag es liegen, dass anlagen mit leicht bis schwer morbidem Charme mehr beachtung finden, als die sauberen und aufgeräumten. auch sind dinge, die da sind (wie Schäden dreck, und Krempel) leichter darzustellen sind, als ihr fehlen. das muss man sich schon mächtig anstrengen, um immer noch spannende geschichten zu erzählen, die bei genügend Morbidität ganz von alleine da sind. was natürlich nicht heißt, das man sich nicht auch der Sonnenseite des Lebens modellbauerisch zuwenden kann. ob das licht modellbauerisch allerdings mit den schattenseiten mithalten kann, muss im einzelfall jeder für sich entscheiden. ich hab da allerdings meine Zweifel
meint volker

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Dieter Ackermann (21.11.2012), hot (03.11.2015)

3

Wednesday, November 21st 2012, 4:31pm

Tja, das Altern.
Wo Licht ist ist auch Schatten sagt man. Gepflegte Häuser, Bahnfahrzeuge Autos etc gibt es überall in allen alltäglichen Situationen zu sehen. Wo was neues hinkommt, muß meistens etwas altes weichen. irgentwann hat jeder Gebrauchsgegenstand sein Verfallsdatum erreicht. Ein gealterter Gebrauchsgegenstand zeugt von Realität, die wir als Modellbahner versuchen einzufangen.
Jeder hat da seinen eigenen Geschmack und das ist auch gut so.Seit ich Spur 0 betreibe fasziniert mich die Möglichkeit realitätsnahe Wagen darzustellen. Anfangs habe ich es auch fürchterlich übertrieben, habe mich da aber auch weiterentwickelt :whistling: . Unterhält man sich mit Leuten, die "Alterungen" vornehmen, erfährt man meißtens, das sie versuchen den Eindruck eines bestimmten Vorbildes oder einer Situation einzufangen. Banale Alltagsscenen in kleinen Maßstab umgesetzt erfreuen doch die meißten von uns. Als Beispiel möchte ich hier mal die Arbeiten von Bramloge und Knauber anführen(hoffe die Beiden haben nix dagegen). Beide lassen uns am Entstehen von Projekten teilhaben :thumbsup: . Ich bin mir sicher, bei speziellen Fragen helfen die genannten auch gerne weiter. Man kann mit "Kleinigkeiten" anfangen. Gefällt das Ergebniss, super, wenn nicht, kann es immer noch als Schrott auf nem Müllhaufen dienen :whistling:
Beste Grüße aus dem Keller,

Pat

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hot (03.11.2015)

4

Wednesday, November 21st 2012, 5:56pm

Dieter,

aus deinem Beitrag entnehme ich vor allem die These "Leben und Leben lassen". Da hast du auch voll und ganz recht. Und ein bisschen Wahrheit ist wie meine Vorredner es schon geschrieben haben, immer dabei. Es gab das Alte und das Neue.

Ich habe ein bisschen beides versucht: In N Wagen und Gebäude gealtert. Manchmal ein bisschen zuviel des Guten. Manchmal hat sich mein Geschmack, was den Grad der Alterung angeht, auch über die Jahre bei einem bestimmten Modell geändert und ich dachte dann "Hm..bisschen weniger wäre besser gewesen...".

Ich gebe zu, dass ich da ein wenig hin und her gerissen bin. Und das nicht, weil mir die Meinung des Forums oder Einzelne schlechtes Gewissen ob der sauberen Fahrzeuge eingeredet hätten. Nein, ich habe die gealterten Wagen bei den Spur 0 Leuten von Ruhr-Lenne e.V. genossen und das war schon Realität pur. Gleichwohl habe ich gestern endlich mein Startset der neuesten Generation bekommen und Spaß an der schön detaillierten Köf im tauffrischen Zustand gehabt.

Ich weiß nicht, ob ich die irgendwann altern werde...mal sehen.

Dazu kommt ja noch der Wert der Modelle. Je höher der Preis, desto weniger will man diese verhunzen.

Aber glücklich werden soll auf jeden Fall jeder mit seinem Alterungszustand der Anlage. Und wenn ich Tipps wie von dir geschildert bekomme, dann weiß man ja auch, dass der jenige das selbst für sich als den aktuell richtigen Weg sieht. Da ist ja nichts bei, aber deshalb muss ich dem ja nicht zwangläufig nachlaufen.

Schlimm fände ich nur Aussagen wie "Alles so fabrikneu sieht ja furchbar aus!". Das wäre für mich ein No-Go. Wenn es in den letzten Jahren Anlagen vor meinen Augen gegeben hat, wo ich für mich gedacht habe, dass die absolut ein Unding waren, habe ich das nicht dem Schreiber anmerken lassen und enthalte mich meiner Stimme. Wobei auch da Modellbahner untereinander teilweise mit zweierlei Maß messen. Die Nietezähler gibt es in alle Spurweiten zu allen Themen. Egal ob Alterung, Messingbau vs. Plaste und viele andere Themen.

Da hilft dann auch nur der Grundsatz wie bei anderen Diskussionen auch: Im Zweifel den Mund bzw. die Finger still halten und machen lassen.
Alles über die Baureihe 64: http://www.br64.de

Mein Videokanal bei YouTube: http://www.youtube.com/user/modelrailroadgermany

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Dieter Ackermann (21.11.2012), Nuller Neckarquelle (24.11.2012), Altenauer (30.08.2017)

Minicooper

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5

Thursday, November 22nd 2012, 4:01pm

Ich weiß nicht, ob ich die irgendwann altern werde...mal sehen.

Dazu kommt ja noch der Wert der Modelle. Je höher der Preis, desto weniger will man diese verhunzen.


Das ist ebenfalls ein gewichtiges Argument, denn eine misslungene Alterung mindert auch den ideellen Wert der Modelle und den Spielspaß unweigerlich. Allenfalls bei perfekten Alterungen, die man immer wieder auf Ausstellungen oder Fotos bewundern kann, ist das anders. Natürlich sehe auch ich meine Modelle nicht in erster Linie als Wertanlage an, trotzdem hat mich die Erfahrung beim Verkauf meiner H0-Modelle etwas gebremst, neuwertiges Rollmaterial durch eigene Unzulänglichkeiten zu verschlimmbessern.

Die Nietezähler gibt es in alle Spurweiten zu allen Themen. Egal ob Alterung, Messingbau vs. Plaste und viele andere Themen.


Carsten, falls Du aufgrund eines zweifelhaften Postings in einem anderen Thread den Begriff "Nietezähler" absichtlich ohne "n" geschrieben hast, sei getrost, dass dazu kein Grund besteht: Laut Duden ist die Niete eine Niete, und sie bleibt es auch weiterhin, ebenso die Mehrzahl "Nieten". "Niet" ist zwar gleichbedeutend, aber überhaupt nicht zwingend. Bin übrigens auch kein Nietenzähler ;)
Gruß, Michael

This post has been edited 1 times, last edit by "Minicooper" (Nov 24th 2012, 12:20am)


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6

Saturday, November 24th 2012, 12:38pm

Hallo, liebe Spur 0 Freunde,
über eure Stellungnahmen zum Thema "Altern - eine olympische Disziplin in Spur 0?" habe ich mich sehr gefreut - haben sie mir doch gezeigt, dass dieses Thema eben nicht von allen Forum-Mitgliedern wie eine "quasi-olympische Disziplin" behandelt wird, auch wenn bei der jeweiligen Betrachtung unterschiedliche Akzente gesetzt wurden. Ein Wort noch zu Michaels Überlegungen zum Thema 'Wertanlage' - der "Wert" einzelner Fahrzeuge oder der Anlage misst sich m. E. immer am Grad der persönlich empfundenen Freude am Hobby, und so verstehe ich auch Carstens Bemerkung "ich weiss nicht, ob ich die (Köf) irgendwann altern werde ... "
Mit den besten Grüssen
Dieter

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Saturday, November 24th 2012, 2:25pm

Hallo,
zu diesem Thema möchte auch ich kurz meinen Senf, Schuldigung, Rost geben. Ich stehe ganz am Anfang meiner Laufbahn in der Spurweite 0. Ich habe vor etwa 3 Wochen endlich meine Lenz-Startpackung bekommen.Und da denke ich noch nicht an das altern der schönen Fahrzeuge. Es genügt, daß die Natur mich so wunderschön altert. Aus meiner über 60 jährigen Erfahrung in der Spurweite H0 ist mir aber sehr wohl der "Werteverfall" von "gealterten" Fahrzeugen bekannt. Man kann auch sagen, sie sind unverkäuflich. Fall´s jemand mit dem Gedanken spielt, später einmal sein Material zu verkaufen, sollte er sich darüber ein paar Gedanken machen. Ich denke dabei auch an meine Nachkommen, die in einigen Jahrzehnten das ganze "Glumpzeug" "entsorgen" muß.
Aber wie aus allen Beiträgen hervorgeht, jeder ist selber seines Glückes Schmied. Selbstverständlich schaue auch ich auf Ausstellungen immer mit Staunen und Freude herrlich "Versaute" Fahrzeuge an.
Gruß an alle von der Neckarquelle
Heiko

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tokiner

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Saturday, November 24th 2012, 3:17pm

Hallo Heiko, das sehe ich ein wenig anders!

Der Trend, auf den immer besser gemachten Anlagen auch gealterte Waggons einzusetzen, macht sich immer breiter.

Allerdings trauen sich die meisten Leute gar nicht ran....

Solche Leute kaufen gerne gealterte Modelle und diese erzielen durchaus viel höhere Preise als die keimfreien Vitrinenmodelle!

Meiner Meinung nach erleiden richtig gut gemachte, gealterte Waggons keinen Wertverlust, sondern eher eine Steigerung.



Gruß

Thoralf

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stefan_k

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9

Saturday, November 24th 2012, 5:04pm

Moin,

Die Sorge, ein Modell zu versauen, hält viele davon ab, eine Alterung vorzunehmen. Weil Moelle mit Betriebspatina viel realistischer aussehen, habe ich die Serie "Alterung" im Print Heft gestartet. Mit der dort gezeigten Methode kann man ohne Risiko Erfahrungen sammeln. Es ist nicht möglich, ein Modell zu versauen, denn alles ist vor dem Fixieren wieder abwaschbar. Mit der Zeit sammelt man Erfahrungen und wird selbstbewußter und erweitert seine Möglichkeiten und Techniken.

Ich finde es schade, wenn man den Spass am Hobby mit dem Gedanken einschränkt, man würde für gealterte Fahrzeuge beim Verkauf weniger bekommen. Die ASM Wagen oder Spörle H0 Wagen (die zu mehr als dem doppelten des Neupreises gehandelt werden) und andere Beispiele zeigen, dass die Wahrnehmung sich dreht. Wer sich Zeit nimmt und genau hinguckt, kann tolle Ergebnisse erzielen: Das Patinieren ohne Angst macht viel Spass, und die Fahrzeuge fallen nicht nur bei jedem Modultreffen ins Auge. ^^
Freundliche Grüße,
stefan_k

__________________________________
Abonnenten haben mehr davon! ^^

10

Saturday, November 24th 2012, 5:08pm

Moin,

auch ich bin von der Natur „automatisch“ gealtert worden.

Wer aber einmal dezente Alterung und kein „versauten Fahrzeuge“ sehen möchte, klickt sich einmal hier durch.

Es ist allerdings in Spur 1, aber denke der genialen Alterung ist die Spur egal.

Einfach auf die jeweiligen Monate klicken und man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.

http://becasse-weathering.blogspot.de/20…01_archive.html

Viel Spaß, Manfred

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volkerbahn

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Saturday, November 24th 2012, 5:14pm

einen Wertverlust durch altern kann ich persönlich auch nicht bestätigen. ich habe vor ca. 2 Jahren meinen gesamten Wagenbestand (sind bei mir nicht so viele) verkauft. alles meine gealterten wagen hatten preise über dem ladenpreis erzielt. die spur 0 freie zeit wärte nicht sehr lange (ohne kann ich wohl nicht leben). jetzt sind meine wagen alle wieder alt und rostig. und ich bin mir sicher, sollte ich mich wieder reduzieren wollen, wieder ähnliche preise erziehlen zu können.
meint jedenfalls volker

BahnMichel

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Saturday, November 24th 2012, 5:31pm

Hallo Manfred und alle anderen,

die Fahrzeuge in deinem Link zeigen, dass auch dezente Alterung schon einen riesigen Unterschied zum frisch lackierten Modell darstellt. Für meinen Geschmack dürften allerdings einige Fahrzeuge auch wie kurz vor der Ausmusterung aussehen, wie gesagt einige.
Insgesamt wäre eine Anlage, auf der nur saubere Modelle stehen bzw. fahren, jedoch unglaubwürdig. Im richtigen Leben gibt es auch keine Bahnhöfe, in denen alles wie geleckt aussieht. Was allerdings das "richtige" Maß an Patina ist, wird jeder anders empfinden. Ich persönlich finde das marode und unordentliche interessanter als wenn es zu sauber ist.

MfG Micha

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Saturday, November 24th 2012, 6:08pm

wir reden hier immer von altern. ich persönlich mag dieses wort eigentlich nicht, weil es ein stück am Thema vorbeigeht. ich würde viel lieber von "individualisieren" sprechen. aus einem stereotypen Güterwagen, wie er zu hauf auf anlagen rumfährt, mache ich einen ganz bestimmten, der nur bei mir fährt, eine wagen mit einer eigenen Geschichte, mit umbauten, Reparaturen, dem man ansehen kann, was er so transportiert usw. das empfinde ich als wichtig und in jedem fall zu begrüßen. da versteht sich gleich von selbst, dass nicht jede Geschichte gleich nach z-gestellt aussehen muss.
meint jedenfalls volker

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Sunday, November 25th 2012, 12:34am

wir reden hier immer von altern. ich persönlich mag dieses wort eigentlich nicht, weil es ein stück am Thema vorbeigeht.
Ein weiterer etablierter, und der Sache sehr gerecht werdender Begriff lautet "weathering" ;)
Gruß, Michael

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15

Sunday, November 25th 2012, 10:23am

Altern- eine olympische Disziplin in Spur 0

Hallo 0 Fans. Zu diesem Thema möchte auch ich meinen Kommentar abgeben. Ich bin ein großer Fan von gealterten Fahrzeugen. Das betrifft sowohl Bahn, als auch Strassenfahrzeuge.Wobei der Begriff "Altern" vielleicht nicht ganz richtig ist. Unsere englich sprechenden Freunde, haben dafür den Begiff " weathering" gewählt, was der Sache eigentlich viel näher kommt. Ein Fahrzeug, oder ein Gebäude, das ständig den Witterungsbedingungen ausgesetzt ist und das nie gewaschen wird, nimmt eben mit der Zeit eine gewisse Patina an. Wenn mann sich mal Bilder von Dörfern aus den "sechzigern" ansieht, wird man auch feststellen, das die Fassaden der Häuser damals auch nicht so gepflegt waren wie heute. Das kam ja eigentlich erst in den siebzigern. Klar ,kann man auch einen Wagen einstellen,der aussieht wie neu, dann ist er eben gerade aus dem Aw gekommen. Als ich meine H0 Sammlung auf Börsen und in der Bucht aufgelöst habe gab es auch immer viel Diskussionen. Meine Fahrzeuge ,speziell die Dampfloks waren alle stark gealtert (Ende der Dampflokzeit).Einige Leute waren ganz begeistert, andere fanden das grauslig.Aber so sahen die Dampflok damals eben aus. Wenn man Alles so naturgetreu wie möglich nachbilden möchte, dann gehört das "Weathering" eben auch dazu. Trotzdem wurden alle Fahrzeuge zu einem sehr guten Preis verkauft. Ich bin aber der Meinung, daß jeder das so machen sollte wie es ihm gefällt.

Viel Spaß weiterhin bei unserem Hobby und einen schönen verregneten Sonntag (zum basteln) wünscht Micha :thumbsup:

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Sunday, November 25th 2012, 10:25am

oder einfach nur : mit Betriebsspuren versehen
Mit herzlichen Spur-0 Grüßen

Richard



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bernard1967

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Sunday, November 25th 2012, 11:06am

Hoi Spur nul freunden,

Michiel von diese blog http://becasse-weathering.blogspot.nl Ehr Mach das auch für spur nul loks und wagons. Und das macht michiel sehr schöne schau mar auf seine web blog. :thumbup:

Mit viele grüssen,

Bernard 1967 aus der Niederlanden

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Wolli

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Location: 24629 Kisdorf

Occupation: Ruhestand

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Sunday, November 25th 2012, 11:24am

Moin zusammen,

ich meine, dass einige Schmutz und Staubspuren schon ausreichend sind. Wer eine Airbrush-Ausstattung besitzt, kann schon mit einigen Sprühwolken gute Effekte erzielen. Einen Hauch Rostbraun an Bremsen und Fahrwerk und zusätzlich etwas Sandbeige im unteren Drittel der Wagen aufbringen wäre schnell gemacht. Eventuell hier und da noch ein Brett des Wagenkastens etwas andersfarbig bemalen (nicht sprühen), das sieht dann nach einer Ausbesserung aus. Und diese Arbeiten würde man auch mit Pulverfarben bewerkstelligen können. Das reicht doch schon!

Für die absolute Verschmutzung eines Wagens bis hoch zum Dach oder der Ladefläche (offener Wagen) in "Premiumqualität" gehört etwas mehr Übung dazu. Und Übung macht den Meister!
Gruß, Wolli ---> wünsche allen HP1 !

V60

Unregistered

19

Sunday, November 25th 2012, 11:34am

Altern von Wagen

Wer mit den altern beginnen möchte , um auch mehr Leben seinen Güterwagen zu schenken, muß als erste sagen ich versuche es einfach. Dabei gibt es viele Möglichkeiten und auch das Vorbild ist dass beste Vorbild.Auch Kreideanschriften verleihen dem ganzen noch mehr Leben.
Auf meiner Seite sind einige Beispiele.

Mit Gruß

Lothar

20

Sunday, November 25th 2012, 12:36pm

Moin,

hier noch ein Link zu dem Alt-Meister des „weathering“, Axel Henkenjohann :) :)

http://henkenjohann.spur-1.net/

Die meisten seiner Objekte hat er mit dem Pinsel bearbeitet, eine Spritzpistole / Airbrush ist also nicht unbedingt nötig.

Hier noch ein Hinweis, zwar für den Panzermodellbau gedacht, aber er enthält gute Tipps zu den benötigten Utensilien, Vorgehensweisen (Highlighten, Filtering, Washing, Drybrushing)

Unter http://www.panzer-modell.de/, dann Tipps & Tricks, dort unter Topthemen auf

„Der große www.Panzer-Modell.de Bemalungsguide“ klicken und man findet den entsprechenden Download, pdf. Datei, 1,36 mb, 34 Seiten. :thumbsup: :thumbsup:

Ob man nun Begriffe wie Altern, oder neudeutsch Weathering, Patinieren, mit Betriebsspuren versehen, verwendet, ist meiner Meinung nach egal.

Gemeint ist immer das Gleiche, aber wichtig ist nur das Ergebnis kann überzeugen. :!:

Viel Spaß dabei,

MfG Manfred

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