You are not logged in.

Stereohans

Unregistered

1

Tuesday, May 6th 2014, 11:55pm

Wie wäre es mit einer real existierenden Museumsbahn?

Wenn ich mir das Rollmaterial-Angebot so anschaue, dann ist der Tag nicht mehr fern, an dem sich die "Dampfbahn Fränkische Schweiz" (DFS) recht authentisch in Spur Null umsetzen lässt.

Zum Vorbild: Die DFS fährt von Ebermannstadt nach Behringersmühle durch das malerische Wiesenttal auf einer Nebenbahntrasse, die der DB von den Museumsbahnern wenige Jahre nach der Stillegung abgekauft wurde. In Ebermannstadt befindet sich quasi die Zentrale mit Fahrzeughalle und Unterhaltungsstationen für die Triebfahrzeuge. Am Endbahnhof Behringersmühle ist es möglich, die Loks umzusetzen, damit die Museumszüge immer "Lok voraus" fahren können.
Eine Nachbildung der DFS im Modell erscheint mir deshalb reizvoll, weil etwa der Endbahnhof weder viele Weichen noch immensen Platz benötigt, die zugehörigen Gebäude keinen übersteigerten Anspruch an die Modellbau-Fähigkeiten stellen und vor allem, weil inzwischen kein kleiner Teil der hier anzutreffenden Fahrzeuge im Modell zu finden ist.
Es gibt eine BR 64, die ELNA 6 der DFS ist bei Schnellenkamp angekündigt; die V36 soll von Lenz bald wieder neu kommen. Der VT der DFS ist als Kleinserienprodukt zu bekommen. Ähnlich gut sieht es mit Wagen aus: Hier sind Donnerbüchsen und Umbauwagen unterwegs. Und sogar für die kommende Lenz-BR 50 hätte man Verwendung, denn die fuhr auf der Strecke vor einigen Jahren schon als Gast von einer anderen Museumsbahn.
Je nach Platz bietet sich an, an den Bahnhof Beringersmühle auch noch eine (wohl notgedrungen verkürzte) Nachbildung der Hindenburgbrücke anzuschließen, eine sehr eindrucksvolle Stahlbrückenkonstruktion.
Und wenn einem das Museumsbahnthema zu langweilig und/oder speziell ist, kann man auch die DB-Zeit der Strecke nachbilden, da erweitert sich das mögliche Fahrzeug-Portfolio noch einmal deutlich.
Wer die sprichwörtliche Sporthalle gemietet hat, kann das Thema auch modular angehen und einen Teil des Wiesenttals nachbilden. Allerdings lebt die Landschaft der Fränkischen Schweiz unter anderem von schroffen Felsformationen, deren Höhe nicht zu unterschätzen ist. Und die Ruine Neideck kann zur Titanenaufgabe werden, will man sie in 1:45 nachbilden. Genauere Infos zur DFS finden sich auf deren Homepage, wenn Interesse besteht, kann ich mal versuchen, den Gleisplan der beiden Endbahnhöfe zu besorgen. Die Strecke Ebermannstadt-Forchheim wird übrigens von der DB selbst bedient und ist für die DFS der Anschluss an das Hauptstreckennetz.
Ich hoffe, ich habe euer Interesse geweckt. Für die Franken ist der rührige Museumsbahnverein natürlich ein "alter Hut", zumal es ihn schon ziemlich lange gibt. Alle anderen lassen sich vielleicht von dieser Idylle inspirieren. Ich gehe jedenfalls bei nächster Gelegenheit in die Grobplanung.

Gruß, Hans

8 registered users thanked already.

Users who thanked for this post:

BTB0e+0 (07.05.2014), modellbahner_1980 (07.05.2014), Didier78 (07.05.2014), Der Teufel (07.05.2014), Karlsbad-Express (09.05.2014), Pjotrek (10.05.2014), Altenauer (27.09.2015), Faulenzer (21.02.2016)

BTB0e+0

Bahngeneraldirektor

(853)

Posts: 1,394

Location: Mittelfranken

Occupation: Psychotherapeut

  • Send private message

2

Wednesday, May 7th 2014, 2:09am

Ruinöööös

Hallo Hans,

ein tolles Thema (vor unserer Haustür?) , welches sich in jeder Hinsicht lohnt umgesetzt zu werden. Da hast Du Dir aber eine Mammutaufgabe gestellt. Ich bin gespannt - besonders auf die Ruine Neideck.

Die wollte ich mir ursprünglich als Hintergrund nehmen und habe dann doch ein anderes Vorbild genommen. Ich glaube ich habe die Ruine Neideck noch als Hintergrundvorlage fertig. Muss mal schauen - wenn Du brauchst...
Gruss
Robert
BTB0e+0

1 guest thanked already.

tom tofte

Rangiermeister

(49)

Posts: 228

Location: Hamburg

  • Send private message

3

Wednesday, May 7th 2014, 2:09am

Moin Hans ...

Gleispläne von Ebermannstadt - allerdings im Bauzustand zu DB Zeiten etwa der 50er Jahre und von Behringersmühle (ebenfalls zu DB Betriebszeiten) findest Du unten in den Links. Alles weitere geht aus den ebenfalls verlinkten anderen Forenbeiträgen und den darin enthaltenen Bildern hervor, insbesondere was Behringersmühle betrifft:
Gleisplan Behringersmühle
DSO: Ebermannstadt-Behringersmühle: Letzter Betriebstag vor Stilllegung 1976 und Gleisplan Ebermannstadt
Bahnhof Behringersmühle bei "dorfbahnhof.de"
Fotos und Impressionen vom Museumsbahnhof Behringersmühle
DSO: Sonntagsbesuch bei der Dampfbahn Fränkische Schweiz DFS
DSO: DFS - Beginn des Dampfbetriebs am 25. Juni 1983
Meine Seite zum Bf. Ebermannstadt

Der Bf. Behringersmühle bietet sich wahrlich an um ihn nach zubauen, allerdings wäre es sicher reizvoller ihn zu Zeiten des Planbetriebes nachbilden zu wollen, als zu DFS Zeiten. Es fehlt halt ein "richtiger" Fahrplan und der Güterverkehr. Allein der Museumsbetrieb am Wochenende als Thema? Und auch das alte schöne Baywa Lagergebäude an der Ladestraße ist nicht mehr. Auch die Gütergleise fehlen dem Museumsbahnhof! Auf manchen Fotos in den Beiträgen unten sind sie noch zu sehen. Übrigens. Das Gleisende im Bf. Behringersmühle war rund 180 Meter lang und diente dem Abstellen von Personenzügen, den früher übernachtete hier planmäßig eine Lok plus Personenzug - obwohl es hier keinen Lokschuppen gab! Also, so ganz klein ist der Bahnhof auch nicht!

Ebermannstadt würde sich da vielleicht sogar noch eher anbieten, auch weil ja bis heute die Verlängerung nach Forchheim von der DB betrieben wird. Da gibt es also noch Planbetrieb. Allerdings ist der Bahnhof durch die Umbauten und Ergänzungen, sowohl von Seiten der DB als auch von der DFS seit den frühen 80er Jahren erheblich verändert worden. Das lässt sich wohl auch leicht per Luftbild feststellen. Aber wenn Dich das Thema dennoch so fesselt - dann nur zu! Ich hoffe jedenfalls mit meinen Hinweisen etwas geholfen zu haben ... :thumbup:

This post has been edited 2 times, last edit by "tom tofte" (May 7th 2014, 6:16pm) with the following reason: Mal wieder was vergessen ...


8 registered users and 3 guests thanked already.

Users who thanked for this post:

Udom (07.05.2014), AGR (07.05.2014), Staudenfan (07.05.2014), JACQUES TIMMERMANS (07.05.2014), KlaWie (07.05.2014), heizer39 (08.05.2014), Pjotrek (10.05.2014), Altenauer (27.09.2015)

Stereohans

Unregistered

4

Wednesday, May 7th 2014, 7:47am

EBS (altes Autokennzeichen) und die DFS faszinieren mich schon deshalb, weil ich darüber als "Eisenbahnmann" in meiner Zeitung regelmäßig schreiben darf. Deshalb habe ich auch mehrere Tausend Bilder, von denen ich bei Gelegenheit hier mal ein paar schöne einstellen werde, wenn es interessiert. Ebermannstadt hat freilich den deutlich interessanteren Gleisplan - der aber auch deutlich mehr Platz und Material benötigt, um vernünftig umgesetzt zu werden. Und die vor ein, zwei Jahren neu eingeweihte, moderne Fahrzeughalle der DFS ist zwar vom betriebstechnischen Standpunkt her toll, gibt optisch aber nicht so viel her.

Das Gebäude des Endbahnhofs Behringersmühle ist übrigens eines der großen Probleme der DFS, denn es gehört einem Privatmann, der nichts daran macht (sieht man von der Bundesstraße aus: zerfallende Dächer, marode Mauern) und auch den Eisenbahnfreunden bis dato nicht erlaubt, renovierend tätig zu werden. A pain in the ass, wie die Amis sagen würden, aber wohl kurzfristig nicht zu ändern.

Am Wochenende werde ich mich mal mit den Plänen auseinander setzen und dann ausrechnen, wie viel ich stauchen kann, ohne dass es grauslig aussieht. Ob ich allerdings die Neideck baue, weiß ich nicht. In meinem Altbau sind die Wände zwar 3,5 Meter hoch - aber die alte Rittersburg passt nimmer durch die Tür, wenn sie mal fertig ist :rolleyes:

Gruß, Hans

Michael Marcus

Unregistered

5

Wednesday, May 7th 2014, 9:05am

Hallo Hans,

im Grunde eine schöner Gedanke. Nach Vorbild bauen hat seinen Reiz, allerdings muss man eben auch bereit sein den ein oder anderen Kompromiss zu machen...sonst wird es mehr oder minder nix, weil man selbst in H0 schnell merkt, dass diese Spurweite sehr groß ist, das habe ich und parktiziere ich noch immer so in dieser Spurweite. Am Ende muss es glaubhaft sein und die markanten Details sich wieder finden lassen, sprich den Wiedererkennungswert auf den ersten Blick.

Nun zur Spur Null. Auch hier denke ich, lassen sich bei der Strecke das eine oder andere glaubhaft darstellen. Mir ist die Strecke aus Videos bekannt oder auch dem Hp1 Modellbau. Eien Frage wäre zu klären, willst du rein die Bahnhöfe nachbauen oder wie du schon schreibst auch die Burg Neideck bauen!? Sicherlich ein Hingucker aber zwingend nötig wenn es um die Strecke geht und den Betrieb geht? Wie auch Tom schon schreibt, wäre der Gedanke sicherlich nicht verkehrt zu überlegen, ob man die Strecke nicht in dem Zustand nachbaut, wie sie noch zu Planzeiten ausgesehen hat. Museumszüge lassen sich dann immer noch einstellen. Gut ist, dass in deinem fall noch die Infrastruktur erhalten ist und du vor Ort vermessen kannst, dass hilft ungemein.
Egal wie auch immer, du wirst hoffentlich dein Ziel verfolgen und Freude damit haben...ich selber baue noch nach Vorbild in H0 und es macht mir Spaß. In 0 bau ich mehr oder minder frei nach Schnauze...sprich .....irgendwo in Deutschland...mit Anlehnung an die Eifel...in 1 wird es nicht anderes werden.

MFG

Michael

Stereohans

Unregistered

6

Thursday, May 8th 2014, 2:41pm

Servus Michael,

ich schätze, ich werde EINEN Bahnhof mehr oder weniger authentisch nachbauen und das wird Behringersnühle sein. Wenn man nicht gerade den Ehrgeiz hat, ein in Zeitlupentempo verfallendes Bahnhofsgebäude en detail wiederzugeben, ist das dann multifunktional - vor allem, wenn ich den Rückbau des Ladegleises in modellbahnerischer Freiheit ignoriere. Dann geht beides: Die heutige Museumzeit und der Plandienst in den 1980er Jahren. Eigentlich wollte ich mir ja keine V80 kaufen, aber angesichts der hier verlinkten Vorbildfotos denke ich doch wieder über einen Erwerb nach - zumal die MBW-Lok derzeit wirklich verramscht wird.
Das eigentlich Schöne ist, dass im Wiesenttal die Uhren etwas langsamer ticken als im großen Rest der Bahnwelt und deshalb vieles immer noch aussieht, wie vor 25 oder 30 Jahren - gerade in Behringersmühle. Auch die von mir oben angesprochene Hindenburgbrücke hat in den zurückliegenden Jahren ab und an mal neue Anstriche bekommen - aber wurde meines Wissens nie groß umgebaut oder sonstwie modifiziert.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

Lieben Gruß, Hans

Michael Marcus

Unregistered

7

Thursday, May 8th 2014, 3:26pm

Hallo Hans,

erstmal finde ich deine Entscheidung gut, dass du Behringersmühle nachbauen willst. Der Bahnhof ist übersichtlich und bietet eine Menge Rangierspaß. Hab mir gerade ein paar Bilder im net angesehen. Mir würde bei der Umsetzung auch das nahgelegene Umfeld wichtig sein, so z.B der Flusslauf, dass steigert den Erkennungswert des Bahnhofs. Der Fluss kommt ja schon nah an die Bahnhofanlagen ran. Ich denke, dass man den Bahnhof einigermaßen realistisch auf 4,5 bis 5 m umsetzen kann, wenn ich mir das mal so erlauben darf zu behaupten. Markant find ich das Empfangsgebäude, dass hat was...eben nicht preußisch Backstein usw. Im Grunde bietet deine Heimatregion eine Menge Bahnhöfe für die Spurweite 0 und 1, wenn ich da an die Staudenbahn denke. Selbst ich als Preuße schau in der letzten Zeit häufig in deine Region, weil man dort reale Bahnhöfe findet wie eben Behringersmühle...die bescheiden aber spannend daher kommen. Dank Hp1 Modellbau bin ich bestens mit Anregungen versorgt, dennoch auch dir mal einen Dank, dass du auf diese Bahnstrecke verwiesen hast. Auf einer alten Luftaufnahme kann man auch noch Wirtschaftsgebäude erkennen im Bereich der Ladestr. und scheinbar große Mengen von Holz die dort verladen wurden. Was die V80 betrifft, kann ich dir nur zustimmen, wenn sie thematisch paßt, dann zugreifen dito 64er und V36 sowie eben auch die Elna. Die Strecke lädt zu beidem ein...Planbetrieb zu DB Zeiten als eben auch Museumsbahnbetrieb. :thumbsup: Im Grunde hast du den Nagel auf den Kopf getroffen mit der Bahnstrecke, weniger ist mehr....und für 0 genau das Thema. Wie gesagt ich plane einen Bahnhof in 1 mit ungefähr solchen Gleisanlagen...mehr braucht man wirklich nicht...dazu ein paar Personenwagen und ein dutzend Güterwagen und schon kann man schönen Betrieb machen. Bei deinem Bahnhof muss man sich schon vorher Gedanken machen, wie man den Güterzug zusammenstellen will/muss, um ihn in Behringersmühle zügig zu zerlegen.Genau das ist doch der Reiz an dem Bahnhof und eine Zugkreuzung ist auch noch drin, was will man denn mehr?!

Ich wünsch dir viel Spaß beim planen und bauen!



MFG

Michael

This post has been edited 2 times, last edit by "Michael Marcus" (May 8th 2014, 3:39pm)


SH Nuller

Oberbahnhofsvorsteher

(773)

Posts: 1,223

Location: Kleines Dorf nähe Rendsburg am Nord Ostsee Kanal

Occupation: Oberbrandmeister a.d.

  • Send private message

8

Thursday, May 8th 2014, 5:18pm

Hallo Bahnfans, an die Strecke Ebermannstadt- Behringersmühle kann ich mich noch gut erinnern. Es muss Ende der 50er gewesen sein, als meine Eltern und ich Urlaub in Gößweinstein machten. Zufällig wohnten wir bei dem Stationsvorsteher von Behringersmühle. Ihr könnt euch vorstellen, wo ich (damals ca. 10 J) den grössten Teil des Urlaubs verbrachte. Mitfahrten auf 64 und V36 wurden natürlich durch unseren Gastgeber möglich gemacht. Der tollste Urlaub, den man sich denken kann. Von dort war es ja auch nicht weit zur Schiefen Ebene.

Gruß Micha :)

1 registered user and 1 guest thanked already.

Users who thanked for this post:

Staudenfan (08.05.2014)

Stereohans

Unregistered

9

Friday, May 9th 2014, 8:38am

Ehe hier noch jemand was gaaaaaanz Falsches denkt: Ich bin selber nur "Beutefranke", mein Vater war "e Hessebubb", meine Mama Sudetendeutsche. Aufgewachsen bin ich allerdings in Franken, der DFS bin ich freundschaftlich verbunden. Man kann da übrigens sogar das Führen einer Dampflok erlernen, was bei mir auf der mittelfristigen Liste steht.
64, V36 und Schienenbus in Spur Null sind bei mir schon da, dito eine erkleckliche Zahl schöner Güterwagen und ein paar Personenwagen. Am Rollmaterial soll es also nicht scheitern.

Die Wiesent ist übrigens in Behringersmühle wirklich in der Nähe, weil das Tal in dem Bereich beginnt, sehr eng zu werden und sich Straße, Schiene und Fluss einen schmalen Durchlass teilen müssen. Bei der Planung war ja seinerzeit auch vorgesehen, die Strecke durch das Tal bis nach Pottenstein zu verlängern. Wenn man allerdings heute von Behringersmühle weiterfährt, wird einem schnell klar, dass es diese Trasse mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit heute auch längst nicht mehr gäbe, denn das Tal wird streckenweise so schmal, dass praktisch nur der Fluss und die (bei Motorradfahrern äußerst beliebte) Autostraße Platz haben. Und eben jener Bundesstraße hätte die Bahn garantiert weichen müssen, wäre sie tatsächlich gebaut worden. Nachdem die Anbindung von Pottenstein allerdings nie kam, ist das Tal bis heute noch recht idyllisch, denn die Natur durfte sich hier ziemlich frei entfalten.

Wer von euch gerne wandert, ab und an Museen unsicher machen möchte und dabei auf eine Postion Eisenbahn nicht verzichten will, findet im Wiesenttal eine ideale Urlaubsgegend - die heute übrigens auch zu einem guten Teil vom Tourismus lebt. So, das war der Werbeblock für die Fränkische Schweiz ;) Ihr dürft mir glauben, dass wir in Franken froh sind, diese Landschaft quasi vor der Haustüre zu haben...

Lieben Gruß, Hans

2 registered users thanked already.

Users who thanked for this post:

BTB0e+0 (09.05.2014), Pjotrek (10.05.2014)

BTB0e+0

Bahngeneraldirektor

(853)

Posts: 1,394

Location: Mittelfranken

Occupation: Psychotherapeut

  • Send private message

10

Friday, May 9th 2014, 11:05am

Romantik und kalt

Hallo Hans,

hier sind wir wirklich alle froh, dass wir dieses Landschaftsgebiet vor der Haustüre haben. Für mich als Triker ein Paradies - von der Grossstadt in 20 Minuten in eine wildromantische Landschaft - quer rüber in die "Hersbrucker" - Pegnitztal mit Eisenbahn u. s. w.

Wer wissen will was echt ar...kalt ist, der sollte mal in der Wiesent baden, die ist auch im Hochsommer ar...kalt - brrrrrrrrrrrrrrr!
Gruss
Robert
BTB0e+0

tom tofte

Rangiermeister

(49)

Posts: 228

Location: Hamburg

  • Send private message

11

Friday, May 9th 2014, 1:03pm

Hallo ...

ich kann das nur bestätigen, die Fränkische Schweiz ist wirklich eine wunderschöne Landschaft! Ich hatte vor vielen Jahren diese mittels Rad durchwandert (und ein bisschen mittels DFS durchfahren). Dabei bin ich auch in Hollfelfd gewesen und in Pottenstein mit seiner markanten Burg hoch droben auf dem Fels und der nahe gelegenen Teufelshöhle. Nur für Heiligenstadt (dem alten abgebauten Zweig der Strecke von Gasseldorf aus dorthin) hat es leider damals nicht gereicht.

Ich reiche noch ein paar Links nach. Zum einen eine Streckenreise (für die, die dort noch nicht waren) auf der Strecke Forchheim - Behringersmühle (mit Gleisplänen von Ebermanstadt, die das heutige Gleisfeld zeigen:
Forchheim - Gasseldorf (mit Gleisplänen)
Gasseldorf - Behringersmühle

Dann die abgebaute Strecke nach Heiligenstadt als Streckendoku (es gibt dort noch Relikte aus der Bahnzeit):
Gasseldorf - Unterleinleiter
Unterleinleiter - Veilbronn
Veilbronn - Heiligenstadt

Als Ergänzung noch ein paar touristischen Fotoimpressionen aus der fränkischen Schweiz allgemein:
Fraenkische Schweiz 2008 (auch von der Wiesenttalbahn)
Pottenstein - Wikipedia
In der Fotocommunity gibt es weitere teils sehr schöne Fotos und Impressionen zu Franken, wer will kann ja dort auch noch etwas stöbern. Eisenbahnfotos gibt es dort, wie manche wissen übrigens auch, teils sehr gute sogar und auch historische!

Übrigens: Zu Pottenstein fällt mir dann auch "Prototype Freelance" ein. ;) Denn Pottenstein wäre seinerzeit sicherlich sehr erfreut gewesen, wenn es einen Bahnanschluß bekommen hätte. Das könnte man heute auf einer Modellbahn gut nachholen und in einer realen Landschaft eine Verlängerung nach Pottenstein erfinden, mit einem Endbahnhof nach eigenen Vorstellungen ...

Gar nicht so weit weg verlief einst die Bahnstrecke Bahnstrecke Bayreuth – Hollfeld Leider gibt es eine frühere Webseite zur Strecke nicht mehr, auch nur wenige Bilder ansonsten sind zu finden. Der frühere Endbahnhof war ein typischer Vertreter seiner Art, mit Lokschuppen, Baywa Lagerhaus, usw. Eine Streckenwanderung per Rad, und deren photographische Ausbeute kann man sich hier anschauen.

Auf das Buch zur Strecke von Siegfried Bufe:
Lokalbahn Forchheim - Fränkische Schweiz, Egglham, Bufe Fachbuch Verlag, 1981 - ISBN 392213811X
möchte ich noch Hinweisen. Wer sich mit der Strecke und ihrer Vergangenheit beschäftigt sollte sich das Buch irgendwie besorgen. Allerdings ist es wohl nur noch sehr teuer antiquarisch zu bekommen. Evtl. kann man es sich bei einem Hobbykollegen oder in einer Bücherei ausleihen. Nicht nur der Fotos wegen, dort gibt es auch eine Gebäudezeichnung vom Eg in Behringersmühle. Wer weiß, vielleicht gibt es ja mal irgendwann vom irgendwem eine Art Neuauflage - eigentlich wäre das doch mal etwas für die DFS und deren Freundeskreis, denn ein aktualisiertes Buch mit den Aktivitäten der DFS fehlt ja doch sehr ...

This post has been edited 2 times, last edit by "tom tofte" (May 9th 2014, 1:42pm)


8 registered users and 1 guest thanked already.

Users who thanked for this post:

heizer39 (09.05.2014), Kellerkind (09.05.2014), Baumbauer 007 (09.05.2014), Udom (09.05.2014), Karlsbad-Express (09.05.2014), BTB0e+0 (09.05.2014), Pjotrek (10.05.2014), Oldie (11.05.2014)

Staudenfan

Bahngeneraldirektor

(1,156)

Posts: 1,694

Location: Neusäß-Westheim

Occupation: Milchmann

  • Send private message

12

Friday, May 9th 2014, 10:07pm

Allmächd na!

Ein Ausflug ins Fränkische ist immer eine Reise wert!
Und wenn man dann noch, wie wir im September 2013, ein super Wetter erwischt, wird die Gaudi um so größer.
Anbei ein paar Bildimpressionen der o.g. Strecke bzw. dem Bahnhof Behringersmühle (dessen Nachbau mit Sicherheit anspruchsvoll ist!):






und besagte Brücke vor dem Bahnhof:






Morgens wurde die ELNA für den Tag hergerichtet (bei blauem Himmel und frischen Temperaturen):








Gegen Mittag gab es eine Einlagefahrt mit der V60:






Und der dezente Hinweis hat mir auch ausserordentlich gut gefallen:






Wie gesagt, diese Bahn ist eine Reise wert! :thumbup:
Gruß Thomas

" Damit das Mögliche entsteht,muss immer wieder das Unmögliche versucht werden" Hermann Hesse

10 registered users and 1 guest thanked already.

Users who thanked for this post:

JACQUES TIMMERMANS (09.05.2014), BTB0e+0 (09.05.2014), Udom (10.05.2014), Ben Malin (10.05.2014), Baumbauer 007 (10.05.2014), Setter (10.05.2014), DRG (12.05.2014), Pjotrek (18.06.2014), Epoche III (18.06.2014), Altenauer (27.09.2015)

Jacques Timmermans

Bahngeneraldirektor

(908)

Posts: 762

Location: 3620 Lanaken, Belgien

  • Send private message

13

Friday, May 9th 2014, 10:35pm

Behringersmühle und die von dort aus führende Strecke ist fast ein Pilgerort für mich. Während der letzten 15 Jahre war ich fast jedes Jahr dort, um die Gleisanlagen sowie interessante Gebäude, nicht nur in Behringersmühle selbst, sondern auch entlang der Strecke nach Ebermannstadt zu fotografieren; die Endweiche in Behringersmühle ist noch eine der letzte erhaltene bayerische Weiche. Beide Bilder enstanden im September 2010.









Gruß,

Jacques Timmermans

This post has been edited 1 times, last edit by "Jacques Timmermans" (May 10th 2014, 8:04am)


10 registered users thanked already.

Users who thanked for this post:

Staudenfan (10.05.2014), 1zu0 (10.05.2014), Ben Malin (10.05.2014), Baumbauer 007 (10.05.2014), Setter (10.05.2014), Udom (10.05.2014), DRG (12.05.2014), Pjotrek (18.06.2014), Epoche III (18.06.2014), Altenauer (27.09.2015)

Oldie

Lokführer

(128)

Posts: 391

Location: Sherborne

Occupation: Pensionist

  • Send private message

14

Saturday, May 10th 2014, 1:35pm

Ahoy aus Dorset,

Dies ist meine Webseite, es zeigt meine Bücher für die DFS.

Jedes Buch, mit Ausnahme der letzten, enthält Informationen über die DFS, ich besonders empfehlen Miba 09 10/84

Das Buch über die Dörfer ist perfekt für die Region.

http://timhalesblog.blogspot.co.uk/2013/…pful-books.html

Mfg

Tim
Pottendorf
Ich spreche kein Deutsch, deshalb verwende ich eine Maschine. :S

3 registered users and 1 guest thanked already.

Users who thanked for this post:

Baumbauer 007 (10.05.2014), Udom (10.05.2014), Altenauer (27.09.2015)

Stereohans

Unregistered

15

Saturday, May 10th 2014, 4:02pm

Merci Jacques,

die Aufnahmen der Gleisanlagen haben mich in dem bestärkt, was ich planungstechnisch vor habe. Denn die Gretchenfrage ist doch, welches Gleismaterial ich verbaue. Und wenn ich mir die Bilder mit der alten bayerischen Weiche anschaue, dann kriegt trotz bekanntermaßen falscher (englischer) Kleineisen das niedrige Peco-Gleis (Code 124) den Zuschlag und nicht die "hauptbahnigen", deutlich wuchtiger aussehenden (weil mit höherem Profil versehenen) Lenz-Schienen.

Um einem hier erwartbaren Einwand gleich zu begegnen: Die schöneren, aber auch deutlich teureren Hegob- oder Wenz-Gleise sind in meinem Modellbahn-Budget auch nicht ansatzweise drin. Außerdem habe ich vom betriebstechnischen Standpunkt her sehr gute Erfahrungen mit Peco Code 124 gemacht. Obwohl die Profile im Grunde H0-Höhe haben und die englischen Kleineisen recht wuchtig wirken, läuft kein Spurkranz (egal ob von Lenz, Brawa, Kiss, MTH, Schnellenkamp oder Rivarossi) auf, sofern ich keinen Tinplate-Waggon auf die Strecke schicke. Und die einsame Y-Weiche, die ich mir testhalber zugelegt habe, macht weder elektrisch noch mechanisch die geringsten Probleme - ganz entgegen des schlechten Rufes, den Peco bei manchen genießt.

Natürlich ist das ein Kompromiss und eine bayrische Weiche gibt es bei Peco naturgemäß auch nicht (und wird es auch nicht geben) - aber die Optik einer Nebenbahntrasse lebt in meinem Verständnis auch ganz erheblich von der Profilhöhe. Deshalb geht bei Gelegenheit eine Bestelllung an einen der inzwischen wenigen Händler, die Peco 124 im Angebot haben. Wenn jemand direkt in England eine seriöse Quelle weiß, wäre das auch hilfreich.

Gruß, Hans

Jacques Timmermans

Bahngeneraldirektor

(908)

Posts: 762

Location: 3620 Lanaken, Belgien

  • Send private message

16

Saturday, May 10th 2014, 4:22pm

Hallo Hans,

Hier wäre eine Peco weich nicht so sehr fehl am Platz; die gezeigte bayerische Weiche ist eine sogenannte Gelenkzungenweiche welche, abgesehen vom falschen Kleineisen, als dem großen Bruder der Peco Weiche anschaut werden kann. Halt noch eine Bemerkung zu dem Wenz Gleismaterial: vorausgesetzt, Du besitzt einigermaßen technischen Fähigkeiten, kannst über das normal übliche Werkzeug beschicken und besitzt die nötige Portion Ruhe und Geduld, wäre eine Überlegung um für das Wenz´sche Gleismaterial zu optieren sicher nicht schlecht. Vom Preis her, eine bayerische Rangierweiche kostet als Bausatz ungefähr das Gleiche wie einer Peco Weiche. Das Streckengleis von Wenz kostet allerdings etwas mehr wie dem Peco Gleis, aber man kann dem Budget einigermaßen schonen durch das Gleismaterial in Etappen an zu schaffen.

Gruß,

Jacques Timmermans

1 guest thanked already.

Stereohans

Unregistered

17

Saturday, May 10th 2014, 5:16pm

Lieber Jacques,

das sind dann aber bei mir viele Etappen... ;)

Ich habe gerade mal auf der Wenz-Seite geschaut: Die bayerische Weiche gibt es für 55 Euro, aber ein Bausatz für die klassische 900-Millimeter-Flexgleis-Länge kostet schon um die 40 Euro. Freilich sind diese Gleise extrem vorbildgetreu und vom Aussehen her wahrscheinlich das Optimum - aber da geht mir doch etwas die Luft aus bei angedachten 15 Meter Gesamtgleislänge. Abgesehen davon, dass ich gar nicht wissen will, wie viele der filigranen 0,4-mm-Gleisnägel ich mit meinen Bratpfannenhänden schrotte, bis auch nur der erste Meter steht...

Frage ist auch, ob in Behringersmühle außer der Weiche überhaupt noch bayerisches Gleis verbaut ist oder ob da zu DRG/DB-Zeiten nicht auch der Nebenbahn-Standard der DRG (den es auch von Wenz gibt) verwendet wurde, wenn es an die Gleiserneuerung ging. Ich muss mal rausfahren und mir das im Detail anschauen...

Gruß, Hans

Jacques Timmermans

Bahngeneraldirektor

(908)

Posts: 762

Location: 3620 Lanaken, Belgien

  • Send private message

18

Saturday, May 10th 2014, 5:58pm

Hallo Hans,

Auf Anhieb kann ich Dir sagen, dass in Behringersmühle, außer Stahlschwellen (Einfach und- doppelschwellen) Betonschwellen, wie man auf beide Bilder betrachten kann, verbaut wurden oder sind. Vielleicht ist im Bahnhof vereinzelt noch eine Holzschwelle auf zu trieben. Wie es auf der Strecke aussieht kann ich auch nicht hundertprozentig aussagen; hauptsachlich Stahlschwellen und vereinzelt Beton- und Holzschwellen vermute ich so. Übrigens im Bahnhof Streitberg muss es ebenfalls noch eine "bayerisch" aussehende Weiche geben.

Gruß,

Jacques

1 guest thanked already.

Oldie

Lokführer

(128)

Posts: 391

Location: Sherborne

Occupation: Pensionist

  • Send private message

19

Saturday, May 10th 2014, 9:18pm

Hallo aus Dorset,

Peco Gleis verwendet eine Abdeckung für den Schließmechanismus, ist dieses Gerät nicht unähnlich Weichen des KBayStsB - dieses Foto ist Bayreuth Altstadt 1949

Als langjähriger Besucher der DFS ist das auffälligste Merkmal der Linie der gewundenen Natur der Gleisbau, wenn ein Modell der Wiesentalbahn wird in Betracht gezogen, muss es auf die Kurve.



Mfg

Tim
Oldie has attached the following file:
  • bayreuth_800.jpg (115.85 kB - 103 times downloaded - latest: Sep 14th 2019, 6:30pm)
Pottendorf
Ich spreche kein Deutsch, deshalb verwende ich eine Maschine. :S

1 guest thanked already.

Stereohans

Unregistered

20

Tuesday, June 17th 2014, 9:41pm

Es geht voran

Kleines Update: Ich habe inzwischen das Bufe-Buch "Lokalbahn Forchheim - Fränkische Schweiz" ergattern können, das der Meister 1981 in Zusammenarbeit mit der DFS veröffentlichte. Damals stand der Dampfbetrieb noch in den Sternen, in ein paar Tagen feiern wir in Ebermannstadt 40-Jähriges...

Als das Buch entstand, war der Regelbetrieb jedenfalls noch sehr nahe. Bufe listet auch auf, was hier alles fuhr. Vom benötigten Platz einmal abgesehen, darf ich nicht nur die 50er einsetzen, die auf der Strecke mehrmals mit Schienenschleifzug unterwegs war, sondern sogar die 44, die allerdings aufgrund ihres Gewichtes nur einen Teilabschnitt der Trasse befahren durfte.

Wichtiger als gedacht ist die V80, die hier parallel zu den Dampfern unterwegs war und erst von der V100 abgelöst wurde. Ansonsten waren alle möglichen Sonderzüge unterwegs. Sehr interessant: aus vierachsigen Dieseltriebwagen-Beiwagen gebildete Personenzüge, gezogen unter anderem von V36. Die 64er war regelmäßig mit Güterzügen unterwegs, wobei Güterverkehr in dieser seit jeher von Tourismus geprägten Gegend eher auf dem Heiligenstädter Ast zu finden war. Auf der Strecke nach Heiligenstadt wurde der Personenverkehr laut Bufe schon 1961 eingestellt, 1968 kam das endgültige Aus mit nachfolgendem Abbau.

Sogar der VT 601 mit "Intercity"-Schild "verirrte" sich auf die Nebenbahn. Leider sind viele derartige Einsätze gar nicht oder nur schlecht dokumentiert.

Anhand der hier geposteten und bei Bufe ebenfalls abgedruckten Gleispläne werde ich mich in den nächsten Tagen daran machen, mal eine Spur-Null-Version von Behringersmühle zu entwerfen. Der Endbahnhof hatte übrigens ein 180 Meter langes Ausziehgleis, das ursprünglich der Anfang der Verlängerung Richtung Pottenstein sein sollte - eine gute Basis für die oben angeregte "Freelance"-Version mit dem in der Realität nie umgesetzten Anschluss. Bufe schreibt, dass Bayreuth gerne eine durchgehende Hauptbahn-Verbindung über Pegnitz durch das Wiesenttal nach Bamberg gehabt hätte - das wurde aber aus verschiedenen Gründen geblockt.

Ich halte euch auf dem Laufenden!

Gruß, Hans

1 registered user thanked already.

Users who thanked for this post:

fahrplaner (17.06.2014)